Forum: Fahrzeugelektronik Auto telefonieren nach Hause


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von Driver (Gast)


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Guten Morgen,

in einem subtilen Bericht des Spiegels (natürlich über Corinna, was 
sonst) liest sich unscheinbar etwas über die Verkehrsauswertung:

"Um die Entwicklung der Verkehrsdichte genau abschätzen zu können, haben 
wir Daten des Navigationsanbieters TomTom analysiert. TomTom trackt über 
fest eingebaute Navis und über Smartphones die Bewegung von 10 bis 20 
Prozent aller Autos in Deutschland - aber auch in fast allen anderen 
Ländern."

https://www.spiegel.de/wirtschaft/corona-krise-massive-rueckgaenge-im-flug-schiffs-und-autoverkehr-a-c859587d-6ca6-439b-a420-f0583741170c

von MaWin (Gast)


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Tja, bei Google Maps wird man wenigstens gefragt ob man 
nachhausetelefonieren zulassen will, wenn auch bei abgeschaltetem 
GPS-Rückmeldung Google sicher auswertet wohin die nachgeladenen Daten 
geschickt werden, so lange man nicht offline arbeitet.
Dass TomTom das ohne Verbraucherinformation und 
-beeinflussungsmöglichkeit macht, wundert mich nicht.
Immerhin wird das nur in TomToms mit SIM Karte möglich sein.

von M. K. (mkn)


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Hach, nutze ich statt dessen das Smartphone Navi.
Die werden sowas furchtbares doch ganz sicher nicht tun, bei einer 
kostenlosen App ....

Mal im Ernst:
Woher glaubst Du kommen halbwegs verlässliche Informationen darüber, wie 
lange man auf der Strecke unterwegs sein wird und ggf. 
Umleitungsempfehlungen?

Whatsapp, Instagram, Twitter, Gmail, die Smarthome Cloud Lösung etc. pp. 
würde ich jetzt mal als sehr viel kritischer betrachten, wenn es Dir um 
den Schutz Deiner persönlichen Lebensdaten geht.

Willst Du die Annehmlichkeiten, zahlst Du mit Deinen Daten.
So etwas wie ein kostenloses Essen, gibt es nicht.

von tomtomnutzer (Gast)


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Ich verstehe das Problem nicht.  Tomtom nutzt Nutzerdaten nur, wenn dem 
explizit zugestimmt wird.  Und, nur wenn dem zugestimmt wird, bekommt 
man auch selbst Tomtom Verkehrsmeldungen. Bei meinem Bäcker ist das auch 
so: Brõtchen bekomme ich nur wenn ich die bezahle.

von Susi Sorglos (Gast)


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tomtomnutzer schrieb:
> verstehe das Problem nicht

Seit viele Navis eine SIM-Karte benötigen, verstehe ich das Problem 
schon! Man kann Dich orten ohne dass Du es willst. 
https://de.wikipedia.org/wiki/Laufhaus

von Michael B. (alter_mann)


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Susi Sorglos schrieb:
> Man kann Dich orten ohne dass Du es willst.

Nö, kann man nicht!
Wer nicht geortet werden will, darf eben kein Gerät mit SIM-Karte (oder 
e-SIM) in Betrieb nehmen. Bargeldloses Zahlen ist dann übrigens auch 
tabu.

von tomtomnutzer (Gast)


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Dann beschäftige dich doch mal mit den Setup Möglichkeiten deines 
Tomtom.
Wenn du keine Sonderdienste willst, wirst Du auch nicht getrackt.  Um 
bei Deiner Diktion zubleiben: Das ist im Laufhaus auch so! Mit oder ohne 
Sim Karte.

von Mike (Gast)


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Welcher Rückkanal wird denn für das Tracking genutzt? Mein TomTom 
funktioniert ohne SIM-Karte und empfängt die Verkehrsdaten über TMC. G

Was ist mit dem Handy mit Prepaid-SIM, wenn kein mobiles Datenpaket 
gebucht ist?

Gibt es hier überhaupt eine für den Nutzer kostenlose Verbindung, um 
Daten vom Gerät zurückzuschicken?

von oszi40 (Gast)


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Mike schrieb:
> Gibt es hier überhaupt eine für den Nutzer kostenlose Verbindung, um
> Daten vom Gerät zurückzuschicken?

So 1000% sicher wäre ich nicht. Schau in Deine Statistik Datenverbrauch. 
Manche Apps könnTen evtl. automatisch Deine Datenverbindung kurz 
aufmachen? Ähnliches Thema wäre "Stille SMS". Bei Handy mit fest 
eingebautem Akku wird man das kaum verhindern können (außer mit 
Kaffeedose).

von Thomas °. (de_vmni)


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Driver schrieb:
> Guten Morgen,
>
> in einem subtilen Bericht des Spiegels (natürlich über Corinna, was
> sonst) liest sich unscheinbar etwas über die Verkehrsauswertung:
>
> "Um die Entwicklung der Verkehrsdichte genau abschätzen zu können, haben
> wir Daten des Navigationsanbieters TomTom analysiert. TomTom trackt über
> fest eingebaute Navis und über Smartphones die Bewegung von 10 bis 20
> Prozent aller Autos in Deutschland - aber auch in fast allen anderen
> Ländern."
>
> 
https://www.spiegel.de/wirtschaft/corona-krise-massive-rueckgaenge-im-flug-schiffs-und-autoverkehr-a-c859587d-6ca6-439b-a420-f0583741170c

Alte Hut, und zwar seit bestimmt 10 Jahren.
Stichwort: Floating Car Data (FCD) und Floating Phona Data (FPD).

https://de.wikipedia.org/wiki/Floating_Car_Data

Was TomTom angeht, da hat mein Vorredner schon recht.
Vorbildlich ist hier, dass man der Datenerfassung (anonymisiert!) 
explizit zustimmen muss, und sie nicht explizit ablehnen muss.
Der Brötchenvergleich trifft es auch gut.
Wirke ich bei der Erfassung von Verkehrsflussdaten nicht mit, erhalte 
ich auch keine. So einfach. Gezwungen ist man nicht.
Und die Daten scheinen weitreichend anonymisiert. Man ist nicht viel 
mehr als irgendeine Nr. in der Datenbank.

Viel empörender find ich eher, dass TomTom die anonymisierten Daten in 
die Niederlande mal an die Polizei weitergab, damit diese dann anhand 
der Daten Blitzer aufstellen konnte.

Mike schrieb:
> Welcher Rückkanal wird denn für das Tracking genutzt? Mein TomTom
> funktioniert ohne SIM-Karte und empfängt die Verkehrsdaten über TMC. G

Neuere TomToms haben eine eingebettete SIM Karte und können so über das 
Internet Echtzeitverkehrsdaten abrufen.
Dies ist dann auch der Rückkanal.

von Benno Breit (Gast)


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Susi Sorglos schrieb:
> https://de.wikipedia.org/wiki/Laufhaus

Wikipedia schrieb:
> (...) um mit den Damen in ihren Zimmern zu verhandeln und gegebenenfalls einen 
Prostitutionsvertrag zu schließen.

Unsere Sprache ist schon unglaublich anpassungsfähig.

:)))

von tomtomnutzer (Gast)


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Ich beutze TomTom go, also die Android / IOS App seit Jahren auf vier 
Geräten.

Der Rückkanal geht über den fahrzeugeigenen LTE Router oder aber die SIM 
Karte in einem Handy.  Und, ich kenne nichts besseres:  Nicht nur, daß 
ich die Verkehrsdichte  im gesamten Strassennetz sehen kann, teilt mit 
die App auch metergenau auf der Karte mit, wie weit es noch bis zum 
nächsten Stau ist, wie lang der Stau ist und wie lange ich wohl im Stau 
stehen werde.
Und ja, TomTom kennt wie so viele andere Apps auch, meinen Login Namen.

Aber, mein Fahrzeughersteller weiss noch viel mehr:  Der kann mich 
tracken, feststellen welchen Reifendruck die Reifen haben, ob mein 
Schiebedach offen oder zu ist .... etc.

Wenn ich das alles nicht will, muß ich mir eine Burka kaufen und zu Fuss 
gehen (aber nur nachts).

von AuTomatisierer (Gast)


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tomtomnutzer schrieb:
>... teilt mit
> die App auch metergenau auf der Karte mit, wie weit es noch bis zum
> nächsten Stau ist, wie lang der Stau ist und wie lange ich wohl im Stau
> stehen werde.

Wenn es dann noch die Möglichkeit gibt, die Fahrzeuglänge einzutragen, 
teil die App dann den Anderen mit, wie lang der Stau nun inklusive 
Deines Autos ist.

:)

von tomtomnutzer (Gast)


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> Wenn es dann noch die Möglichkeit gibt, die Fahrzeuglänge einzutragen,
> teil die App dann den Anderen mit, wie lang der Stau nun inklusive
> Deines Autos ist.
>
> :)

Ja, tut die App tatsächlich, auch ohne eingetragene Fahrzeuglänge.

von Richard H. (richard_h27)


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tomtomnutzer schrieb:
>> Wenn es dann noch die Möglichkeit gibt, die Fahrzeuglänge einzutragen,
>> teil die App dann den Anderen mit, wie lang der Stau nun inklusive
>> Deines Autos ist.
>>
>> :)
>
> Ja, tut die App tatsächlich, auch ohne eingetragene Fahrzeuglänge.

Angeblich kann eine charakteristische Länge des Fahrers allein aus der 
Angabe des Fahrzeugmodells berechnet werden.

von Richard H. (richard_h27)


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tomtomnutzer schrieb:
> Ich verstehe das Problem nicht.  Tomtom nutzt Nutzerdaten nur, wenn dem
> explizit zugestimmt wird.  Und, nur wenn dem zugestimmt wird, bekommt
> man auch selbst Tomtom Verkehrsmeldungen. Bei meinem Bäcker ist das auch
> so: Brõtchen bekomme ich nur wenn ich die bezahle.

Beim typischen Dorfbäcker musst du dein Brötchen bezahlen und zusätzlich 
horcht dich die Bäckermeistersgattin bestmöglich aus.

von tomtomnutzer (Gast)


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Richard H. schrieb:

> Angeblich kann eine charakteristische Länge des Fahrers allein aus der
> Angabe des Fahrzeugmodells berechnet werden.

Stimmt. Aber machen Sie sich nichts daraus. Man kann aus Beiträgen ja 
auch vieles ableiten.

von Thomas °. (de_vmni)


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Richard H. schrieb:
> tomtomnutzer schrieb:
>> Ich verstehe das Problem nicht.  Tomtom nutzt Nutzerdaten nur, wenn dem
>> explizit zugestimmt wird.  Und, nur wenn dem zugestimmt wird, bekommt
>> man auch selbst Tomtom Verkehrsmeldungen. Bei meinem Bäcker ist das auch
>> so: Brõtchen bekomme ich nur wenn ich die bezahle.
>
> Beim typischen Dorfbäcker musst du dein Brötchen bezahlen und zusätzlich
> horcht dich die Bäckermeistersgattin bestmöglich aus.

Wenn ich aber den neusten Tratsch und Klatsch den die 
Bäckermeistergattin von anderen Bäckerkunden erfahren hat, wissen will, 
muss ich auch bereit sein, eigenen Tratsch zu liefern :-)

Will ich keinen Tratsch und Klatsch, muss ich auch nicht mit tratschen, 
erhalten andere Bäckerkunden auch keinen Tratsch und Klatsch der von mir 
stammt :-)

: Bearbeitet durch User
von Tom T. (tomth)


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M. K. schrieb:
> Willst Du die Annehmlichkeiten, zahlst Du mit Deinen Daten.
> So etwas wie ein kostenloses Essen, gibt es nicht.

Ich würde gerne verzichten, aber die Möglichkeit gibt es heute nur noch 
selten :(

von Joggel E. (jetztnicht)


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Die Verkehrsdaten haben auch die Mobilfunkprovider. Einfach schauen, 
wieviele Geraete sind in welcher Funkzelle, woher kommen sie, wie lange 
bleiben sie, wohin gehen sie.

von Virtueller Stau (Gast)


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Einfach 100 Handys in einen Bollerwagen legen und Google Maps zeigt 
einen Stau an.

https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/kuenstler-erzeugt-mit-bollerwagen-virtuellen-stau-in-berlin-li.6127

von A. K. (prx)


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Joggel E. schrieb:
> Die Verkehrsdaten haben auch die Mobilfunkprovider. Einfach schauen,
> wieviele Geraete sind in welcher Funkzelle, woher kommen sie, wie lange
> bleiben sie, wohin gehen sie.

Wenn ich zur Arbeit latsche, bin ich zwar 20 Minuten unterwegs und 
verlasse zwischendrin die Funkzelle, bin aber hinterher wieder in der 
gleichen wie anfangs. Daraus müsste man messerschaft schliessen, dass 
ich im Kreis laufe.

von Matthias L. (limbachnet)


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Stimmt. Man kann bei entsprechender Anordnung der Antennen des 
Mobilfunkproviders auch die Funkzelle wechseln, indem man vom Wohnzimmer 
in die Küche geht und wieder zurück, und wenn man sich auf den Dachboden 
begibt kann man durchaus auch eine dritte Funkzelle bemühen, ohne das 
Haus zu verlassen.

Eben deshalb sind die Daten der Mobilfunkprovider für genaue 
Bewegungsprofile völlig unbrauchbar; die Provider haben auch gar keinen 
eigenen Bedarf an solchen Bewegungsprofilen.

von kopf (Gast)


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Virtueller Stau schrieb:
> Einfach 100 Handys in einen Bollerwagen legen und Google Maps zeigt
> einen Stau an.

Ja, das geht sicher. Aber wozu macht man das ? Ein Aufenthalt in der 
Klapse ist doch viel lustiger.

von Εrnst B. (ernst)


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Matthias L. schrieb:
> Eben deshalb sind die Daten der Mobilfunkprovider für genaue
> Bewegungsprofile völlig unbrauchbar;

Es ging schon recht genau... Ganz früher™, als O² noch Viag Intercom 
war, hatten die ihren "Homezone"-Tarif, und Bedarf an sowas. Händies 
waren damals nicht Smart, Monochrom, ohne GPS, nur zum Telefonieren da 
und haben mit einer Akkuladung eine Woche durchgehalten...

Bei Nokia konnte man per Codeeingabe das Debugging-Menu aktivieren, dort 
konntest du alle Funkzellen in Sendereichweite sehen, mit jeweiliger 
Feldstärke.

Über den Cellbroadcast-Channel 211 hat dir jede Funkzelle automatisiert 
ihre exakten Koordinaten gesendet (nach etwas Rechnerrei... es war eine 
Position pro Antenne, die in Hauptsenderichtung verschoben war, d.H. 
alle Antennen-Koordinaten von einem Mast sammeln, damit war dann 
Mittelpunkt=Mast und Senderichtungen bestimmbar)

Tatsächlich lief die Genion-Homezone dann doch einfach über 
Funkzellen-Listen ohne genauere Positionsbestimmung.

Die Daten waren aber trotzdem da, und ließen sich problemlos auswerten 
(Serielles Kabel ans Nokia, oder ganz Modern, "IRDA" und go...)

https://www.heise.de/ct/artikel/Wo-bin-ich-1898830.html
http://www.gknavigation.de/jufo21.pdf


Heute sind die Zellen kleiner, die Netze intelligenter und die CPUs 
schneller.
Was den Netzbetreibern früher zuviel Rechen-Aufwand war, und was die 
deshalb auf die Mobilteile abgewälzt haben, geht heute ziemlich sicher 
einfach so nebenbei.

Glaubst du nicht? Schau mal nach ob dein Netzbetreiber eine Funktion zum 
Finden von verlorenen Mobiltelefonen hat. Da siehst du wie genau das, 
auch ohne GPS, geortet werden kann.
Der "O2 Handy Finder" wurde leider zum 1.7.2019 abgeschaltet.

von Matthias L. (limbachnet)


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Εrnst B. schrieb:
> Es ging schon recht genau... Ganz früher™, als O² noch Viag Intercom
> war, hatten die ihren "Homezone"-Tarif, und Bedarf an sowas.

Ja, aber:

Εrnst B. schrieb:
> Tatsächlich lief die Genion-Homezone dann doch einfach über
> Funkzellen-Listen ohne genauere Positionsbestimmung.

Eben. Also: Nix genau.

Εrnst B. schrieb:
> Die Daten waren aber trotzdem da, und ließen sich problemlos auswerten
> (Serielles Kabel ans Nokia, oder ganz Modern, "IRDA" und go...)

Auf dem Handy. NICHT beim Netzbetreiber.

Εrnst B. schrieb:
> Was den Netzbetreibern früher zuviel Rechen-Aufwand war, und was die
> deshalb auf die Mobilteile abgewälzt haben, geht heute ziemlich sicher
> einfach so nebenbei.

WOZU??

Εrnst B. schrieb:
> Glaubst du nicht?

Nein.

Εrnst B. schrieb:
> Der "O2 Handy Finder" wurde leider zum 1.7.2019 abgeschaltet.

Ach was.

von Cyblord -. (cyblord)


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Michael B. schrieb:
> Bargeldloses Zahlen ist dann übrigens auch
> tabu.

Vor allem im Laufhaus.

von tomtomnutzer (Gast)


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Hallo,

Ich habe, wie früher schon gesagt keine Bedenken meine Standortdaten 
weiterzugeben wenn ich dafür für mich nützliche Informationen zurück 
bekomme?

Aber, das ist meine Haltung als Verweigerer von Facebook, Netflix, 
Whatsapp etc. Google weiss auch fast nichts über mich, da ich diese 
Suchmaschine nie direkt benutze.

Was ist denn die Haltung derjenigen, die eine Standortweitergabe 
komplett verweigern.  Haben diese User Smartphones? Benutzen sie das 
Internet?  Wissen sie was Cookies sind? Wissen sie wie Tracking 
funktioniert? Benutzen sie Tracking Fiter? Löschen sie ihre Cookies. 
Haben sie die Rechte von Apps eingeschränkt? Betreiben sie Cloud 
Computing? Oder: Wird diese Diskussion nur der Diskussion wegen geführt 
weil es gerade chic ist?

Erzählt doch mal!

von Christian B. (luckyfu)


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tomtomnutzer schrieb:
> Google weiss auch fast nichts über mich, da ich diese
> Suchmaschine nie direkt benutze.

Glaubst du ernsthaft, google sammelt seine Daten über dich nur durch 
seine Suchmaschine? Das finde ich etwas naiv.

von Oliver S. (oliverso)


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Nee, die Fragen einfach bei Facebook nach ;)

Oliver

von tomtomnutzer (Gast)


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Christian B. schrieb:
> tomtomnutzer schrieb:
>> Google weiss auch fast nichts über mich, da ich diese
>> Suchmaschine nie direkt benutze.
>
> Glaubst du ernsthaft, google sammelt seine Daten über dich nur durch
> seine Suchmaschine? Das finde ich etwas naiv.

Ok, dann beantworte doch einfach mal meine Fragen und erzähle warum Du 
das meinst. Ganz naiv!

von Christian B. (luckyfu)


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...weil Google Android gehört und das das Betriebssystem der 
allermeisten Smartphones ist. Damit kommt google an alle möglichen Daten 
incl. Bewegungsprofilen von dir. Selbst wenn du selbst kein Android 
Smartphone hast hat google deine Kontaktdaten durch andere Nutzer, 
welche ein Andoid phone haben.

von tomtomnutzer (Gast)


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Christian B. schrieb:
> ...weil Google Android gehört und das das Betriebssystem der
> allermeisten Smartphones ist. Damit kommt google an alle möglichen Daten
> incl. Bewegungsprofilen von dir. Selbst wenn du selbst kein Android
> Smartphone hast hat google deine Kontaktdaten durch andere Nutzer,
> welche ein Andoid phone haben

Ja, und was bedeutet das nun für Sie?  Selbstmord? Auswanderung? 
Kloster?
Warum sind Sie immer noch auf Internet?

von Christian B. (luckyfu)


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Mich stört es einfach nicht. Ich nutze die Annehmlichkeiten die damit 
einhergehen und bin bereit den Preis zu zahlen. Wieso sollte ich also 
irgendwelche Konsequenzen ziehen?

Das Problem ist halt, daß selbst anonymisieren nichts bringt, wenn man 
der Einzige in einer Gruppe ist, sticht man auch wieder aus der großen 
Masse heraus und ist erkennbar. Also bleiben nur 2 Mögliche Auswege: man 
akzeptiert es und lebt damit oder man tut es nicht und verzichtet auf 
alle modernen Medien. aber selbst dann wird man immer mittels 
Schnittpunkten zu anderen Menschen sporadisch Spuren hinterlassen. Das 
kann man nicht verhindern wenn man in irgendeiner Weise am öffentlichen 
Leben teilhaben will. Als Mönch, abgeschieden in einem Kloster irgendwo 
schwer zugänglich in den Bergen könnte man evtl die Isolation bekommen, 
aber sobald man das Refugium verlässt ist essig mit dem Versteckspiel.

Außerdem bin ich im Internet, nicht auf Internet, ist ja keine Droge

: Bearbeitet durch User
von oszi40 (Gast)


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Christian B. schrieb:
> Mich stört es einfach nicht.

Gern würde ich schon bestimmen WER meine Daten nutzt. Leider ist das 
heute recht diffus, wer noch Trittbrettfahrer ist! Jedes Navi mit GPS 
und SIM-Karte hat Gelegenheit zu petzen wo ich genau bin.
Wie lange das wirklich gespeichert wird? 3 Tage? Jahrzehnte?

von Anita H. (anita1995)


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Cyblord -. schrieb:
> Michael B. schrieb:
>> Bargeldloses Zahlen ist dann übrigens auch
>> tabu.
>
> Vor allem im Laufhaus.

Ist doch kein Problem! Einfach die Karte durch den "Schlitz" ziehen ;-)

von Gwendolin Gyro (Gast)


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Driver schrieb:
> "Um die Entwicklung der Verkehrsdichte genau abschätzen zu können, haben
> wir Daten des Navigationsanbieters TomTom analysiert. TomTom trackt über
> fest eingebaute Navis und über Smartphones die Bewegung von 10 bis 20
> Prozent aller Autos in Deutschland - aber auch in fast allen anderen
> Ländern."
>
> 
https://www.spiegel.de/wirtschaft/corona-krise-massive-rueckgaenge-im-flug-schiffs-und-autoverkehr-a-c859587d-6ca6-439b-a420-f0583741170c

Kalter Kaffee, das weiss man seit 9 Jahren:
https://www.haz.de/Nachrichten/Medien-TV/Uebersicht/TomTom-verkauft-Daten-von-Navi-Nutzern-an-Behoerden

Und das steht auch so in der Bedienungsanleitung.
Wer nicht 'verfolgt' werden will, muss halt im heimatlichen Keller 
hocken bleiben und Aluhut tragen.

von Malin (Gast)


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Gwendolin Gyro schrieb:

> Kalter Kaffee, das weiss man seit 9 Jahren:
> 
https://www.haz.de/Nachrichten/Medien-TV/Uebersicht/TomTom-verkauft-Daten-von-Navi-Nutzern-an-Behoerden
>
> Und das steht auch so in der Bedienungsanleitung.
> Wer nicht 'verfolgt' werden will, muss halt im heimatlichen Keller
> hocken bleiben und Aluhut tragen.

Du bist der ideale Konsument und Untertan. Pflegeleicht, mit 
vorauseilendem Gehorsam und ohne Rückgrat.

von Anita H. (anita1995)


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Malin schrieb:
> Gwendolin Gyro schrieb:
>> Und das steht auch so in der Bedienungsanleitung.
>> Wer nicht 'verfolgt' werden will, muss halt im heimatlichen Keller
>> hocken bleiben und Aluhut tragen.
>
> Du bist der ideale Konsument und Untertan. Pflegeleicht, mit
> vorauseilendem Gehorsam und ohne Rückgrat.

Da gebe ich dir Recht!

Diejenigen welche darauf drängen seine Privatsphäe zu verkaufen kommen 
meist mit dem Argument: "Wer nichts zu verbergen hat..."

Auch bei mir. Mein Konter ist immer: "Ich habe nichts zu verbergen. Aber 
ich möchte nicht das es jeder sehen kann..."

von oszi40 (Gast)


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Christian B. schrieb:
> Das Problem ist halt, daß selbst anonymisieren nichts bringt, wenn man
> der Einzige in einer Gruppe ist

Das erinnert mich an einen Bankräuber, der sich als schön Weihnachtsmann 
verkleidet hatte und der EINZIGE in der Stadt mit rotem Mantel war. Man 
hatte wenig Mühe ihn zu verfolgen. :-) Anonymisieren nützt erst, wenn 
die Masse groß genug ist. Meine Fahrten von hier nach Paris sind 
deswegen nie richtig anonym!

Anders war der Fall des Künstlers, der mit 99 geliehenen Handys mit 
Google-Maps im Handwagen durch die Tucholskystraße fuhr. Google hat den 
"Stau" vor der Haustür "erkannt" und gemeldet. Ob Tomtom da Ähnliches 
gemeldet hat?

von Gwendolin Gyro (Gast)


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Malin schrieb:
> Gwendolin Gyro schrieb:
>
>> Kalter Kaffee, das weiss man seit 9 Jahren:

>> Und das steht auch so in der Bedienungsanleitung.

> Du bist der ideale Konsument und Untertan. Pflegeleicht, mit
> vorauseilendem Gehorsam und ohne Rückgrat.

Klar weil ja Gebrauchsanleitung lesen, sich übern den aktuellen Stand 
der Technik informieren und ausschalten was man nicht braucht 
Charaktereigenschaften eines Untertanen sind ... werd erwachsen!

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