Forum: Fahrzeugelektronik Multifunktionsdisplay für Auto


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von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Hallo!

Ich möchte das alte MFD (Multifunktionsdisplay mit Navi, Radio etc.) aus 
unserem "neuen" Polo durch eine moderne Selbstbaulösung ersetzen und 
dabei gerne die Front des MFD wegen der Haptik weiterverwenden. Das alte 
5-Zoll-PAL-Display mit 320x240 Auflösung soll dabei durch bspw. ein 
AT050TN22 mit 640x480 von Innolux ersetzt werden, möglichst mit 
Touchscreen für zusätzliche Funktionen. Die Anbindung der 
Tasten/Drehgeber sollte kein größeres Problem darstellen.

Meine Wunschliste wäre wie folgt:
- UKW-Radio
- DAB+-Radio
- CD/DVD-Laufwerk für Audio- und MP3-CDs
- USB-Anschluss für USB-Sticks
- Bluetooth (Musik und Freisprecheinrichtung)
- WLAN für Updates
- Navigation (offline)
- Rückfahrkamera (Signal für Rückwärtsgang ist vorhanden)
- ...

Ja, die Liste ist umfangreich, aber es eilt nicht und wenn es ein halbes 
Jahr bis zur ersten lauffähigen Version dauert, dann ist das so. 
Programmier- und Bastelwille ist reichlich vorhanden, ebenso ein 
Ersatzradio für die Zeit :-)

Leider wird man im Netz von Teillösungen förmlich erschlagen, daher 
würde ich gerne etwas Ordnung in die Sache bringen, bevor das Projekt 
startet.

Meine ersten Fragen sind nun:

1.) Welche Plattform ist dafür am geeignetsten? Mein Favorit ist ein 
RasPi4, der mit Kodi als Software wohl schon eine Menge mitbringt. Gibt 
es bessere Plattformen/Software?

2.) Wie sieht es mit der Bootzeit aus? Man möchte ja nicht immer 30s 
warten, bis das Radio hochgefahren ist. Einige wenige Sekunden sind ok. 
Oder - wenn RasPi - hat der mittlerweile einen extrem stromsparenden 
Hibernation-Modus?

3.) Welche Möglichkeiten gäbe es, ein CD/DVD-Laufwerk anzubinden?

4.) Welche Schnittstelle eignet sich am besten für eine Kamera bei etwa 
4m Kabellänge?

5.) Welche Funktionen habe ich vergessen, die nützlich sein könnten?

Ich bin für jede Anregung dankbar :-)

: Verschoben durch Moderator
von Thomas °. (de_vmni)


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Chris D. schrieb:
> Hallo!
>
> Ich möchte das alte MFD (Multifunktionsdisplay mit Navi, Radio etc.) aus
> unserem "neuen" Polo durch eine moderne Selbstbaulösung ersetzen und
> dabei gerne die Front des MFD wegen der Haptik weiterverwenden.

Also die Idee gefällt mir erstmal. Hatte ich auch schon, allerdings bin 
ich irgendwie nie zur Umsetzung gekommen.

>
> 1.) Welche Plattform ist dafür am geeignetsten? Mein Favorit ist ein
> RasPi4, der mit Kodi als Software wohl schon eine Menge mitbringt. Gibt
> es bessere Plattformen/Software?

An sich erstmal denke ich eine gute Grundbasis.
Einplatinencomputer gibt es zu Hauf. Teilweise sogar auf x86 
Architektur.
Dazu muss man sagen, es gibt auch Leistungsfähigere als den Raspberry, 
manche sogar mit PCI Schnittstelle an die man eine Videokarte, Radio 
Empfänger was auch immer anschließen kann. Natürlich könntest du dir 
aber auch einen Radio Chip (Spontan fällt mir da Frontier Silicon ein) 
per I2C und I2S (Sound) verbinden.
Die Frage ist, wie sehr möchtest du Hardware selber entwickeln, oder wie 
sehr möchtest du ein Gesamtsystem aus bereits vorhandenen Komponenten 
zusammenstellen? Das beeinflusst dann auch die Wahl des 
Einplatinencomputers.

Einen kleinen Augenmerk sollte man auf die Automotive Spezifikationen 
legen. Der Raspberry wird auch bei -10 °C noch laufen, ist dafür 
allerdings nicht spezifiziert. Das alles etwas vibrationsfest/gedämpft 
im Gehäuse zu verpacken schadet auch nicht.

> 2.) Wie sieht es mit der Bootzeit aus? Man möchte ja nicht immer 30s
> warten, bis das Radio hochgefahren ist. Einige wenige Sekunden sind ok.
> Oder - wenn RasPi - hat der mittlerweile einen extrem stromsparenden
> Hibernation-Modus?

Wenn du eine schlanke Linux Installation nimmst (bspw. Raspbian Lite / 
Minimal) und nur das installierst was du benötigst, reduziert sich die 
Startzeit schonmal erheblich.
Da wäre die Frage wieder, wieviel möchtest du selber entwickeln?

Sonst wäre bspw. ein ATmega denkbar, der als "Power Controller" die 
Spannungsversorgung in deinem Radio steuert. Er könnte den Raspberry Pi 
mit Strom versorgen, und nach dem Abschalten diesem den Strom auch 
wieder abdrehen. (Dann ist der Ruhestrom deines Radios auch nicht allzu 
hoch).
Er könnte mit dem Raspberry kommunizieren, und sollte dieser sich 
aufhängen, ihn automatisch neustarten (Watch Dog). Ebenso ist es 
denkbar, dass der "Power Controller", den Raspberry schon beim 
aufschließen des Autos startet (bspw. Blinker Signal oder 
Innenbeleuchtung abgreifen)

> 3.) Welche Möglichkeiten gäbe es, ein CD/DVD-Laufwerk anzubinden?

Ich persönlich würde sagen, USB bietet sich hier am ehesten an. Wenn 
auch bei einem Raspberry usw... die USB Ports keine Verriegelung haben - 
und rein theoretisch, sich der Stecker raus vibrieren kann.

> 4.) Welche Schnittstelle eignet sich am besten für eine Kamera bei etwa
> 4m Kabellänge?

Uff. Bei einem Raspberry wohl auch USB. Das Kamera Interface scheint 
irgendwas proprietäres zu sein. Alternativ kann man auch eine Videokarte 
anschließen und und und. Viele Wege führen nach Rom.

> 5.) Welche Funktionen habe ich vergessen, die nützlich sein könnten?

Schleudersitz ;-)

Grüße

PS: Da ich im Grunde nicht weiß, wie gesagt, wie sehr du zwischen

<--- selber entwickeln --------------- fertige komponenten verwenden 
--->
tendierst, lässt sich schwer etwas konkretes vorschlagen. Also nicht 
böse nehmen ;-)

: Bearbeitet durch User
von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Alexander ʕ. schrieb:
>> 1.) Welche Plattform ist dafür am geeignetsten? Mein Favorit ist ein
>> RasPi4, der mit Kodi als Software wohl schon eine Menge mitbringt. Gibt
>> es bessere Plattformen/Software?

> Die Frage ist, wie sehr möchtest du Hardware selber entwickeln, oder wie
> sehr möchtest du ein Gesamtsystem aus bereits vorhandenen Komponenten
> zusammenstellen? Das beeinflusst dann auch die Wahl des
> Einplatinencomputers.

Am liebsten wäre mir natürlich ein Zusammenstecken aller Komponenten, 
klar :-) Allerdings blockieren sich beim RasPi viele Zusatzboards 
gegenseitig. Da müsste man also genauer hinschauen.

> Einen kleinen Augenmerk sollte man auf die Automotive Spezifikationen
> legen. Der Raspberry wird auch bei -10 °C noch laufen, ist dafür
> allerdings nicht spezifiziert. Das alles etwas vibrationsfest/gedämpft
> im Gehäuse zu verpacken schadet auch nicht.

Ja, das habe ich mir auch angesehen aber es sollte nicht so dramatisch 
sein. Der Wagen steht üblicherweise in der Garage und wenn es wirklich 
mal so extrem kalt sein sollte, dann hat man eben kein Radio etc. - das 
wäre wirklich verkraftbar, zumal die Lösung ja nicht verkauft werden 
soll. Außerdem überlege ich gerade, wann wir hier das letzte Mal 
wirklich deutlich unter -10°C waren. Das muss Jahre her sein.

>> 2.) Wie sieht es mit der Bootzeit aus? Man möchte ja nicht immer 30s
>> warten, bis das Radio hochgefahren ist. Einige wenige Sekunden sind ok.
>> Oder - wenn RasPi - hat der mittlerweile einen extrem stromsparenden
>> Hibernation-Modus?
>
> Wenn du eine schlanke Linux Installation nimmst (bspw. Raspbian Lite /
> Minimal) und nur das installierst was du benötigst, reduziert sich die
> Startzeit schonmal erheblich.
> Da wäre die Frage wieder, wieviel möchtest du selber entwickeln?

Softwaretechnisch gerne einiges. Hardwaremäßig muss ich wohl auf jeden 
Fall die Anbindung der Knöpfe selber stricken - zumindest habe ich da 
noch keinen gefunden, der das vor mir getan hat. Da wird es wohl auf 
einen eigenen Controller hinauslaufen, der mir die Keyboard-Daten 
aufbereitet und per SPI etc. an den RasPi schickt.

> Ebenso ist es
> denkbar, dass der "Power Controller", den Raspberry schon beim
> aufschließen des Autos startet (bspw. Blinker Signal oder
> Innenbeleuchtung abgreifen)

Danke! Das ist eine sehr gute Idee. Ich muss mal schauen, ob und wo man 
solch ein Signal abgreifen kann.

>> 3.) Welche Möglichkeiten gäbe es, ein CD/DVD-Laufwerk anzubinden?
>
> Ich persönlich würde sagen, USB bietet sich hier am ehesten an. Wenn
> auch bei einem Raspberry usw... die USB Ports keine Verriegelung haben -
> und rein theoretisch, sich der Stecker raus vibrieren kann.

Ja, das erscheint mir auch am Sinnvollsten. Ich hab noch kein USB-CD-Rom 
verwendet, daher die Frage: das funktioniert problemlos?

>> 4.) Welche Schnittstelle eignet sich am besten für eine Kamera bei etwa
>> 4m Kabellänge?
>
> Uff. Bei einem Raspberry wohl auch USB. Das Kamera Interface scheint
> irgendwas proprietäres zu sein. Alternativ kann man auch eine Videokarte
> anschließen und und und. Viele Wege führen nach Rom.

Stimmt, wieder eine gute Überlegung: USB verkraftet die Länge und Linux 
bringt eine recht gute Unterstützung dafür mit.

>> 5.) Welche Funktionen habe ich vergessen, die nützlich sein könnten?
>
> Schleudersitz ;-)

Vielleicht noch eine Art stiller Alarmanlage (mit GSM/GPS-Modul) - wenn 
ich eine Freisprecheinrichtung installiere, habe ich ja auch ein 
Mikrofon...
Aber dazu müsste man schauen, wie weit man den RasPi vom 
Energieverbrauch her eingrenzen kann. Andererseits kann man die Anlage 
ja auch nur dann scharf schalten, wenn der Wagen in einer zwielichtigen 
Gegend für ein paar Stunden abgestellt ist.

> PS: Da ich im Grunde nicht weiß, wie gesagt, wie sehr du zwischen
>
> <--- selber entwickeln --------------- fertige komponenten verwenden
> --->
> tendierst, lässt sich schwer etwas konkretes vorschlagen. Also nicht
> böse nehmen ;-)

Klar :-) Ich wollte auch erstmal ganz grundsätzlich sammeln, damit ich 
eine ungefähre Richtung habe, in der ich mich dann konkreter umschauen 
kann.

So, wie es aussieht, erscheint mir der RasPi geeignet zu sein.

von TR.OLL (Gast)


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Chris D. schrieb:
> 4.) Welche Schnittstelle eignet sich am besten für eine Kamera bei etwa
> 4m Kabellänge?

CSI und eine Raspi-Camera.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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TR.OLL schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> 4.) Welche Schnittstelle eignet sich am besten für eine Kamera bei etwa
>> 4m Kabellänge?
>
> CSI und eine Raspi-Camera.

Und dann so etwas hier?

https://www.tindie.com/products/freto/pi-camera-hdmi-cable-extension/

Ich denke, dass ich da mit USB besser fahre (schon vom Kabeldurchmesser 
her). Ich benötige ja keine 60Hz bei 4k.

Oder gibt es gute Gründe, das CSI für meine(!) Anwendung zu verwenden?

von TR.OLL (Gast)


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Chris D. schrieb:
> TR.OLL schrieb:
>> Chris D. schrieb:
>>> 4.) Welche Schnittstelle eignet sich am besten für eine Kamera bei etwa
>>> 4m Kabellänge?
>>
>> CSI und eine Raspi-Camera.
>
> Und dann so etwas hier?
>
> https://www.tindie.com/products/freto/pi-camera-hdmi-cable-extension/

Ja an so etwas habe ich gedacht.


> Ich denke, dass ich da mit USB besser fahre (schon vom Kabeldurchmesser
> her). Ich benötige ja keine 60Hz bei 4k.
>

Das Modul geht so:
PiCamera <CSI-Kabel> Dieses Modul <CSI über das Hdmikabel> Noch mal 
diese Modul <CSI-Kabel> Raspi.

> Oder gibt es gute Gründe, das CSI für meine(!) Anwendung zu verwenden?

Ja, das du einen PiCamera verwenden kannst (Gibt es auch ohne 
Infrarotfilter), du für die Kamera keinen Usb-Port am Raspi benötigst 
sondern die Kamera an dem Kamera-Port am Raspi anschliesst. Und wenn das 
Display per HDMI anschliesst, das anzeigen des Bildes kaum 
Rechenleistung erzeugt.

https://forum-raspberrypi.de/forum/thread/5481-livevideo-der-pi-camera-direkt-ueber-hdmi-ausgeben/

TR.OLL

von Joachim B. (jar)


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raspi?

Boot von µSD?
doof wegen der Kontakte und Erschütterungen im Auto!
Karte verlötet?
doof wegen Service, update oder Kartenausfall!
Boot von USB?
doof wegen der Kontakte und Erschütterungen im Auto!
USB verlötet?
doof wegen Service, update oder Stickausfall!

Irgendwann wird flash kaputtgeschrieben, es sei denn der Speicher ist 
10x größer als gebraucht, dann könnte es länger durchhalten wenn der 
flash Kontroller das gut managed.
Warum sind flash Speicher im Tesla wohl gelötet?
Warum ist ROM im Radio wohl gelötet und der Speicher RAM?

Mir fällt dazu nichts ein, es sei denn es soll eine ewige Baustelle 
sein.

PS mir ist gerade wieder eine (µ)SD im PI wieder gestorben, die 4 seit 
2013.
OK ist nicht viel, aber ich habe viel getan um Schreibvorgänge zu 
minimieren, zuletzt Cache und swap auf NAS ausgelagert (magn. Platte) 
aber alles habe ich ja nicht in der Hand, LOG Files schreiben wenn man 
sie nicht in dev>NUL umleitet.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Joachim B. schrieb:
> raspi?
>
> Boot von µSD?
> doof wegen der Kontakte und Erschütterungen im Auto!

Kann ich so nicht bestätigen. Selbst auf unserem Tandem funktionieren 
die SD-Karten seit Jahren zuverlässig.

> USB verlötet?
> doof wegen Service, update oder Stickausfall!

Man könnte zumindest die angeschlossenen Geräte fest verlöten oder 
zumindest die Stecker verkleben/fixieren.

> Irgendwann wird flash kaputtgeschrieben, es sei denn der Speicher ist
> 10x größer als gebraucht, dann könnte es länger durchhalten wenn der
> flash Kontroller das gut managed.

Man muss ja auch nichts draufschreiben. Beim Raspi kann man das recht 
gut verhindern.

> Warum sind flash Speicher im Tesla wohl gelötet?
> Warum ist ROM im Radio wohl gelötet und der Speicher RAM?

Die verwenden schon lange Flash-Speicher.

> Mir fällt dazu nichts ein, es sei denn es soll eine ewige Baustelle
> sein.
>
> PS mir ist gerade wieder eine (µ)SD im PI wieder gestorben, die 4 seit
> 2013.
> OK ist nicht viel, aber ich habe viel getan um Schreibvorgänge zu
> minimieren, zuletzt Cache und swap auf NAS ausgelagert (magn. Platte)
> aber alles habe ich ja nicht in der Hand, LOG Files schreiben wenn man
> sie nicht in dev>NUL umleitet.

Dann machst Du aber etwas falsch - hier laufen drei Karten als SSDs in 
Werkzeugmaschinen seit 2014-2015 ohne Probleme (allerdings unter 
Ubuntu/LinuxCNC).

Wie Du schreibst: man kann alle schreibenden Prozesse entsprechend 
umleiten, zur Not eben auch nach /dev/null.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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TR.OLL schrieb:
>> Oder gibt es gute Gründe, das CSI für meine(!) Anwendung zu verwenden?
>
> Ja, das du einen PiCamera verwenden kannst (Gibt es auch ohne
> Infrarotfilter), du für die Kamera keinen Usb-Port am Raspi benötigst
> sondern die Kamera an dem Kamera-Port am Raspi anschliesst. Und wenn das
> Display per HDMI anschliesst, das anzeigen des Bildes kaum
> Rechenleistung erzeugt.

Ok, der belegte USB-Port würde mir aber nicht weiter weh tun. Dafür 
hätte ich ein schönes schlankes Kabel und an der Kamera keine weiteren 
Platinen.

Rechenleistung ist ja eigentlich auch egal, da die Kamera nur beim 
Rückwärtsfahren verwendet wird. Dass die Rechenleistung so einbricht, 
dass keine Musikausgabe mehr erfolgt kann ich mir nicht vorstellen 
(weiss es aber natürlich nicht).

Was mir gerade noch einfiel: Wie sieht es mit WLAN-Kameras aus? 
Eventuell könnte ich mir so eine Verkabelung sparen, wenn ich die 12V 
irgendwo anders aus dem Heck beziehen könnte.

Zusätzlich wären so auch einfach mehrere Kameras möglich (zum Abdecken 
des toten Winkels oder ähnlichem).

: Bearbeitet durch Moderator
von Joachim B. (jar)


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Chris D. schrieb:
>> Warum sind flash Speicher im Tesla wohl gelötet?
> Die verwenden schon lange Flash-Speicher.

ja und die sind bei einigen schon voll und somit wird ein kompletter 
Austausch fällig.
https://www.heise.de/autos/artikel/Teslas-Flash-Fehlkonstruktion-4563357.html

OK meine SD Card im Ford fürs Navi hält nun schon 5 Jahre, aber da wird 
nicht geschrieben!

Wenn du alles berücksichtigen kannst OK!

Chris D. schrieb:
> Wie Du schreibst: man kann alle schreibenden Prozesse entsprechend
> umleiten, zur Not eben auch nach /dev/null.

ich will das nur nutzen und kümmere mich selten darum, jeder wie er mag.

: Bearbeitet durch User
von TR.OLL (Gast)


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Chris D. schrieb:

> Was mir gerade noch einfiel: Wie sieht es mit WLAN-Kameras aus?
> Eventuell könnte ich mir so eine Verkabelung sparen, wenn ich die 12V
> irgendwo anders aus dem Heck beziehen könnte.
>

Vergess Funk dafür, die System mit Funk/Wlan sollen nicht toll gehen.

TR.OLL

von Olli Z. (z80freak)


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Hier beschränkt sich viel (wenn nicht alles) auf das HMI, oder sagen wir 
mal die Businesslogic. Das ist aber doch nur ein Teil, denn was macht 
denn die Musik in den Lautsprechern? Das willst Du sicher nicht selbst 
entwickeln.

Die modulare Denke ist schon ok und in diesem Sinne müsste es folgende 
Komponenten geben:

- Endstufe (hier könnte man ggf. auf ein Headless-System zurückgreifen 
wie es in manchen Fahrzeugen verbaut wird).

- CAN-Schnittstelle zur kommunikation mit dem Fahrzeug (ggf. macht so 
ein Radio ja noch mehr als nur Lala, sondern dient auch als Steuerung 
für Klima oder Sitze)

- Ein Power-Management-System mit Watchdog - dieses sollte einzelne 
Komponenten an/abschalten oder resetten können, wie z.b. den HMI (Raspi) 
aber auch die Endstufe usw. Hier würde sich ein uC mit geringem 
Eigenbedarf eignen. Dieses muss auch Über/Unterspannung vom Bordnetz 
erkennen und handlen. Dies würde ich nicht durch den Raspi machen.

- Andere Schnittstellen wie USB, Bluetooth, Touch-Screen, etc.

- Immer dran denken das man in einem Auto ist und nicht im Labor. D.H. 
alle IOs und Stromquellen müssen mit entsprechenden Filtern versehen 
sein, verpolungs und spannungsfest sein, etc.

- Beim HMI (Raspi) sollte man darauf achten das es ein RTOS hat, denn 
nichts ist schlimmer wenn aufgrund einer momentanten Last in einer der 
Komponenten das gesamte System zusammenbricht, also die Klimaregelung 
nicht mehr funktioniert weil der HMI grad mit Videowiedergabe 
beschäftigt ist. In einem Auto kommt für mich grundsätzlich nur ein 
Echtzeitbetriebssystem in Frage. Das Linux was so gewöhnlich installiert 
wird dürfte das nicht können. Das kann Multitasking, aber kein Echtzeit. 
Da müsste man schon ein RTLinux nehmen...

: Bearbeitet durch User
von Reinhard S. (rezz)


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Olli Z. schrieb:
> - CAN-Schnittstelle zur kommunikation mit dem Fahrzeug (ggf. macht so
> ein Radio ja noch mehr als nur Lala, sondern dient auch als Steuerung
> für Klima oder Sitze)

Würd mich in dem Fall sehr wundern.

Chris D. schrieb:
> Ja, das erscheint mir auch am Sinnvollsten. Ich hab noch kein USB-CD-Rom
> verwendet, daher die Frage: das funktioniert problemlos?

Das weiß ich nicht, aber ich hätte eher Bedenken, das ein "normales" 
USB-CD-ROM fährend der Fahrt wirklich super funktioniert wegen der 
Erschütterungen.

von Joachim B. (jar)


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Chris D. schrieb:
> Ich hab noch kein USB-CD-Rom
> verwendet, daher die Frage: das funktioniert problemlos?

hole dir einen Plattenspieler fürs Auto, der kennt nicht mal DRM :)
https://www.zwischengas.com/de/blog/2012/10/30/Der-Plattenspieler-im-Automobil.html

von Thomas °. (de_vmni)


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Olli Z. schrieb:
> - Endstufe (hier könnte man ggf. auf ein Headless-System zurückgreifen
> wie es in manchen Fahrzeugen verbaut wird).

Meinst du Endstufe für Audio?
Ich steh jzt etwas auf der Leitung.

> - CAN-Schnittstelle zur kommunikation mit dem Fahrzeug (ggf. macht so
> ein Radio ja noch mehr als nur Lala, sondern dient auch als Steuerung
> für Klima oder Sitze)

In neuen Autos ja, keine Frage. Dort gibt es das (inwzischen durchaus 
oft).
Aber da das Radio ja eine ungefähre Vorstellung erlaubt, welche VW 
Fahrzeuggeneration er fährt, wage ich mich mal aus dem Fenster zu lehnen 
und zu sagen: Nein.
Oder wie bereits gesagt: Mich würde es auch sehr wundern.

Könnte man natürlich machen, weil man es will - aber nicht weil man 
müsste. Weil bei ihm all dass noch in eigenen Schaltern / Bedienteilen 
ausgeführt ist.
(Bei mir übrigens auch :-))

Diese Funktionalitäten dann mit dem Radio anzusprechen, wäre eine ganz 
andere Baustelle.

Aber auch bei seinem Fahrzeug, könnte es interessant sein, allerdings 
nicht zur Funktionssteuerung sondern ich würde da eher an Datenanzeige 
denken, bspw. Öltemperatur o.ä.
Hier ist aber wohl wichtig, wichtiger, am wichtigsten!
Der CAN Controller sollte sich absolut passiv verhalten, am besten auch 
kein ACK abschicken sondern einfach nur lesen.
Denn niemand weiß (außer der Hersteller), was passiert, wenn fremde CAN 
Teilnehmer, auf einmal fremde Nachrichten in den CAN Bus schicken oder 
noch schlimmer: Die fremden Nachrichten von den Steuergeräten als 
irgendwas verstanden und verarbeitet werden.

> - Ein Power-Management-System mit Watchdog - dieses sollte einzelne
> Komponenten an/abschalten oder resetten können, wie z.b. den HMI (Raspi)
> aber auch die Endstufe usw. Hier würde sich ein uC mit geringem
> Eigenbedarf eignen. Dieses muss auch Über/Unterspannung vom Bordnetz
> erkennen und handlen. Dies würde ich nicht durch den Raspi machen.

Hab ich ja schon vorgeschlagen :-)

> - Andere Schnittstellen wie USB, Bluetooth, Touch-Screen, etc.

Das stimmt. Ich könnte mir vorstellen, dass Bluetooth bestimmt auch noch 
interessant werden könnte, um eine Freisprechfunktionalität zu 
realisieren.

> - Immer dran denken das man in einem Auto ist und nicht im Labor. D.H.
> alle IOs und Stromquellen müssen mit entsprechenden Filtern versehen
> sein, verpolungs und spannungsfest sein, etc.

Das Thema hab ich etwas halbherzig auch schon angeschnitten (Automotive 
Spezifikationen), und da hast du auch zu 100% recht.
Unabdingbar ist natürlich der Schutz vor Spannungsspitzen.
Verpolungsschutz ist schnell erledigt.

Allerdings denke ich, muss man nicht unbedingt das volle Schutzprogramm 
auffahren. Auf ESD Schutz bspw. denke ich, lässt sich verzichten, 
zugunsten der Einfachheit. Muss man halt beim Einbau einmal aufpassen 
und sich entladen. Das musste aber im Prinzip bei nem Raspi der auf dem 
Schreibtisch rumfliegt, und allen anderen Bauteilen auch.

Wichtig ist eigentlich, dass das Teil eine Sicherung hat. Aber da er ja 
bestimmt den Anschluss des alten Radios (ISO? Quadlock?) benutzt, dürfte 
das ja schon abgesichert sein.

Hier kannst du (also der TO, nicht du :D) einiges zum Umfeld der KFZ 
Elektrik lesen:

http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.23
https://mk4-wiki.denkdose.de/artikel/kfz-bordnetz/start

Im Grunde ist mit einer Diode, einer Supressor Diode, einem Kondensator 
und einer Spule schon viel getan.

> - Beim HMI (Raspi) sollte man darauf achten das es ein RTOS hat, denn
> nichts ist schlimmer wenn aufgrund einer momentanten Last in einer der
> Komponenten das gesamte System zusammenbricht, also die Klimaregelung
> nicht mehr funktioniert weil der HMI grad mit Videowiedergabe
> beschäftigt ist. In einem Auto kommt für mich grundsätzlich nur ein
> Echtzeitbetriebssystem in Frage. Das Linux was so gewöhnlich installiert
> wird dürfte das nicht können. Das kann Multitasking, aber kein Echtzeit.
> Da müsste man schon ein RTLinux nehmen...

An sich ein sauberer Ansatz. Allerdings entfällt er irgendwie auch 
wieder dadurch, dass sein Radio nur Radio sein muss - und keine 
wichtigeren Echtzeitaufgaben (bspw. Steuerung von irgendwas, Sitzheizung 
etc...) übernehmen muss.

Ich persönlich fahre sonst den Ansatz, die Echtzeitaufgaben (bspw CAN 
Bus) von einem extra Controller übernehmen zu lassen, und das 
Hauptsystem dafür ein normales System sein zu lassen, dass mit dem 
Echtzeitcontroller kommuniziert.

weil
a) sobald dass Hauptsystem nicht vorrausschaubare Aufgaben übernimmt wie 
Audio Wiedergabe, Navigation, Internet, Anzeigen Darstellung etc..., 
Harte Echtzeit schonmal rausfällt.
b) sich das Hauptsystem aufhängt, sich auch die Schnittstelle zum Auto 
aufhängen würde.

Daher halte ich für die Echtzeit Aufgaben, einen zweiten Controller der 
sich nur diesen Aufgaben widmet, während sich das Hauptsystem um die 
Unterhaltung des Fahrers kümmert für sinnvoller. Die beiden können dann 
kommunizieren.

Bspw.:
Priorität:  Gering            Hoch
Raspberry <--UART--> Atmel <--CAN--> Fahrzeug

So liesen sich noch weitere Sicherheitsfunktionen implementieren. Bspw. 
dass das Hauptsystem nicht was es will, an Nachrichten in den CAN Bus 
schickt, sondern nur ausgewählte (bspw. Klima wärmer, Sitzheizung an..., 
aber nicht ESP aus). Der Controller wirkt wie eine "Firewall", oder ein 
"Filter".
Das denke ich, ist auch ein solider Ansatz insofern als, dass das 
Internet immer mehr Einzug in die Fahrzeuge hält, und Hacker auch in 
Zukunft keinen Halt vor dem Fahrzeug mehr haben werden.

Ich will mich jzt aber auch nich allzu sehr verplappern.

Alles in einem, ist das aber für ihn glaube ich, etwas overdone.
Immerhin will er ja nur für sich, ein Touch Radio entwerfen 
(wahrscheinlich ohne tiefe Einbindung ins Fahrzeug) - und kein 
serienreifes Infotainment System, bei dem solche Sicherheitsfragen 
relevant werden, entwickeln.

Ich glaube, du siehst das, auch wenn das sehr gut ist, etwas zu sehr von 
der Ingenieur Seite, allerdings für seinen Fall halt "overdone".

Chris D. schrieb:
> Ja, das erscheint mir auch am Sinnvollsten. Ich hab noch kein USB-CD-Rom
> verwendet, daher die Frage: das funktioniert problemlos?

Vielleicht ein Laptop CD Laufwerk.
Dass dürfte Stoß und Vibrationsfest sein.

Grüße

: Bearbeitet durch User
von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Olli Z. schrieb:
> Hier beschränkt sich viel (wenn nicht alles) auf das HMI, oder sagen wir
> mal die Businesslogic. Das ist aber doch nur ein Teil, denn was macht
> denn die Musik in den Lautsprechern? Das willst Du sicher nicht selbst
> entwickeln.

Nein, sicher nicht - preiswerte komplette Audioverstärker gibt es ja 
wirklich für jeden denkbaren Zweck. Wobei ich auch keine vibrierenden 
Scheiben benötige ;-)

> Die modulare Denke ist schon ok und in diesem Sinne müsste es folgende
> Komponenten geben:
>
> - Endstufe (hier könnte man ggf. auf ein Headless-System zurückgreifen
> wie es in manchen Fahrzeugen verbaut wird).


> - CAN-Schnittstelle zur kommunikation mit dem Fahrzeug (ggf. macht so
> ein Radio ja noch mehr als nur Lala, sondern dient auch als Steuerung
> für Klima oder Sitze)

So neu ist der Wagen nicht - hier macht man das noch schön manuell :-)
Zugang zum CAN-Bus benötige ich wohl eher nicht.

> - Ein Power-Management-System mit Watchdog - dieses sollte einzelne
> Komponenten an/abschalten oder resetten können, wie z.b. den HMI (Raspi)
> aber auch die Endstufe usw. Hier würde sich ein uC mit geringem
> Eigenbedarf eignen. Dieses muss auch Über/Unterspannung vom Bordnetz
> erkennen und handlen. Dies würde ich nicht durch den Raspi machen.

Ja, das sehe ich auch so - aber Module abschalten muss ich da wohl (bis 
auf die Komplettabschaltung beim Verlassen des Wagens) nicht. Ich sehe 
im Moment kein Modul, das so viel Leistung benötigt, dass man sich über 
ein Powermanagement Gedanken machen müsste.

> - Andere Schnittstellen wie USB, Bluetooth, Touch-Screen, etc.

Hatte ich angegeben :-)

> - Immer dran denken das man in einem Auto ist und nicht im Labor. D.H.
> alle IOs und Stromquellen müssen mit entsprechenden Filtern versehen
> sein, verpolungs und spannungsfest sein, etc.

Ja - wobei ich nach außen hin relativ wenig Kabel werde legen müssen.

> - Beim HMI (Raspi) sollte man darauf achten das es ein RTOS hat, denn
> nichts ist schlimmer wenn aufgrund einer momentanten Last in einer der
> Komponenten das gesamte System zusammenbricht, also die Klimaregelung
> nicht mehr funktioniert weil der HMI grad mit Videowiedergabe
> beschäftigt ist. In einem Auto kommt für mich grundsätzlich nur ein
> Echtzeitbetriebssystem in Frage. Das Linux was so gewöhnlich installiert
> wird dürfte das nicht können. Das kann Multitasking, aber kein Echtzeit.
> Da müsste man schon ein RTLinux nehmen...

Ja, könnte man machen - aber das sehe ich ehrlich gesagt nicht so 
kritisch. Video könnte man wohl gucken, aber ob ich (bzw. meine Frau) 
das wirklich wollen? Ich habe das schon bisher für komplett überflüssig 
gehalten.
Durch die 640x480 Pixel sollte die Auslastung aber auch dann nur gering 
sein. Viel kann man auch über Puffer abfangen. Und selbst wenn sämtliche 
Puffer leergelaufen sind: dann stockt die Musik oder das Radio 
vielleicht mal kurz - alles kein Drama :-)

Der RasPi4 hat ja doch auch schon einiges an Rechenleistung und bei vier 
Kernen kann man die Tasks ganz gut aufteilen.

: Bearbeitet durch Moderator
von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Alexander ʕ. schrieb:
> In neuen Autos ja, keine Frage. Dort gibt es das (inwzischen durchaus
> oft).
> Aber da das Radio ja eine ungefähre Vorstellung erlaubt, welche VW
> Fahrzeuggeneration er fährt, wage ich mich mal aus dem Fenster zu lehnen
> und zu sagen: Nein.
> Oder wie bereits gesagt: Mich würde es auch sehr wundern.

Du liegst richtig - das ist ein Polo 9N, noch die Ausführung mit runden 
Scheinwerfern :-)

> Könnte man natürlich machen, weil man es will - aber nicht weil man
> müsste. Weil bei ihm all dass noch in eigenen Schaltern / Bedienteilen
> ausgeführt ist.
> (Bei mir übrigens auch :-))

Ja, eben - ich bevorzuge einzelne echte Schalter und Taster - möglichst 
ohne Doppelbelegung: "Für das Umschalten auf Video halten Sie bitte 
"Audio" und drücken dann die "1" ;-)

> Diese Funktionalitäten dann mit dem Radio anzusprechen, wäre eine ganz
> andere Baustelle.
>
> Aber auch bei seinem Fahrzeug, könnte es interessant sein, allerdings
> nicht zur Funktionssteuerung sondern ich würde da eher an Datenanzeige
> denken, bspw. Öltemperatur o.ä.
> Hier ist aber wohl wichtig, wichtiger, am wichtigsten!
> Der CAN Controller sollte sich absolut passiv verhalten, am besten auch
> kein ACK abschicken sondern einfach nur lesen.
> Denn niemand weiß (außer der Hersteller), was passiert, wenn fremde CAN
> Teilnehmer, auf einmal fremde Nachrichten in den CAN Bus schicken oder
> noch schlimmer: Die fremden Nachrichten von den Steuergeräten als
> irgendwas verstanden und verarbeitet werden.

J, das ist mir im Moment definitiv noch zu heikel und alle wichtigen 
Anzeigen hat man bei dem Auto sowieso im Tachobereich (auch eine analoge 
Anzeige der Wassertemperatur).

Vielleicht später mal :-)

> Das stimmt. Ich könnte mir vorstellen, dass Bluetooth bestimmt auch noch
> interessant werden könnte, um eine Freisprechfunktionalität zu
> realisieren.

Ja, das hätte ich schon sehr gerne - mit vernünftigem Mikro an 
vernünftiger Position. Das z.Z. eingebaute Radio kann das zwar auch, 
aber das Mikro sitzt direkt am Radio -> ungünstig

> Allerdings denke ich, muss man nicht unbedingt das volle Schutzprogramm
> auffahren. Auf ESD Schutz bspw. denke ich, lässt sich verzichten,
> zugunsten der Einfachheit. Muss man halt beim Einbau einmal aufpassen
> und sich entladen. Das musste aber im Prinzip bei nem Raspi der auf dem
> Schreibtisch rumfliegt, und allen anderen Bauteilen auch.

Ja, das ist wirklich kein Problem. Wenn ich da an die ersten MOSFETs vor 
knapp 35 Jahren denke. Einmal schief angeguckt ... :-/

> Wichtig ist eigentlich, dass das Teil eine Sicherung hat. Aber da er ja
> bestimmt den Anschluss des alten Radios (ISO? Quadlock?) benutzt, dürfte
> das ja schon abgesichert sein.

Die genaue Bezeichnung weiss ich nicht - ich kenne die nur unter 
"DIN-Anschlüsse". Die üblichen 4x2-poligen eben, je einer für die 
Lautsprecher und einer für den Rest.

> Hier kannst du (also der TO, nicht du :D) einiges zum Umfeld der KFZ
> Elektrik lesen:
>
> http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.23
> https://mk4-wiki.denkdose.de/artikel/kfz-bordnetz/start
>
> Im Grunde ist mit einer Diode, einer Supressor Diode, einem Kondensator
> und einer Spule schon viel getan.

Ja, die dse-faq hatte ich mir auch schon angeschaut - danke trotzdem :-)

> Daher halte ich für die Echtzeit Aufgaben, einen zweiten Controller der
> sich nur diesen Aufgaben widmet, während sich das Hauptsystem um die
> Unterhaltung des Fahrers kümmert für sinnvoller. Die beiden können dann
> kommunizieren.
>
> Bspw.:
> Priorität:  Gering            Hoch
> Raspberry <--UART--> Atmel <--CAN--> Fahrzeug
>
> So liesen sich noch weitere Sicherheitsfunktionen implementieren. Bspw.
> dass das Hauptsystem nicht was es will, an Nachrichten in den CAN Bus
> schickt, sondern nur ausgewählte (bspw. Klima wärmer, Sitzheizung an...,
> aber nicht ESP aus). Der Controller wirkt wie eine "Firewall", oder ein
> "Filter".
> Das denke ich, ist auch ein solider Ansatz insofern als, dass das
> Internet immer mehr Einzug in die Fahrzeuge hält, und Hacker auch in
> Zukunft keinen Halt vor dem Fahrzeug mehr haben werden.

Ja, so ist das hier bei meiner Spritzgussmaschine geregelt: der Raspi 
macht alles "Unwichtige" und die wichtigen Dinge werden von einem STM32 
in Echtzeit gemanagt.

> Alles in einem, ist das aber für ihn glaube ich, etwas overdone.
> Immerhin will er ja nur für sich, ein Touch Radio entwerfen
> (wahrscheinlich ohne tiefe Einbindung ins Fahrzeug) - und kein
> serienreifes Infotainment System, bei dem solche Sicherheitsfragen
> relevant werden, entwickeln.

Ja, eben - das soll ein Einzelstück sein, bei dem sich natürlich andere 
etwas abgucken können sollen.

> Chris D. schrieb:
>> Ja, das erscheint mir auch am Sinnvollsten. Ich hab noch kein USB-CD-Rom
>> verwendet, daher die Frage: das funktioniert problemlos?
>
> Vielleicht ein Laptop CD Laufwerk.
> Dass dürfte Stoß und Vibrationsfest sein.

Ich hab mir jetzt erstmal eins mit Einzug ohne Lade bestellt - gar nicht 
so einfach, da etwas Vernünftiges zu finden.

Eventuell könnte ich auch die Mechanik des CD-Laufwerks etc. aus dem 
Navi selbst weiterverwenden, falls es Probleme gibt. Aber dazu muss ich 
dann wohl einfach mal einige Pflastersteinstraßen mit Raspi und Laufwerk 
lose verkabelt fahren und gucken, wie empfindlich die Dinger sind.

von Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)


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Chris,

ich trau dir viel zu (auch das du das Vorhaben schaffen könntest)

allerdings gibt es doch mittlerweile "jede Menge" Doppel-DINn 
Auto"Radios" auf Android Basis, die all das können (Radio, Multimedia, 
Kamera, etc) was du anscheinend geplant hast.

Wäre das den keine Alternative?

von Matthias B. (turboholics)


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Hi!
Aktuell zwar nicht (mehr?) erhältlich, gab es von Zenec Geräte, die 
stark an das original MFD-Design angelehnt waren. Da hättest du die 
komplette Hardware, Software müsstest du ggf selber modifizieren.

Mein Vorgehen wäre: MFD lassen wie es ist, BT-Adapter an den 
Wechsleranschluss für Audio und Freisprechanlage dran, nen Mirrorscreen 
Adapter(oder wie die Bildschirmduplikatoren fürs Handy heißen) für die 
Navigation an den vorhandenen Videoeingang basteln und fertig.
CD- Laufwerk braucht kein Mensch mehr.

VG

von Matthias B. (turboholics)


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Nachtrag: wenn du richtig gut bist kannst du ja noch ne Touch-Folie aufs 
vorhandene Display kleben.

von Joachim B. (jar)


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Chris D. schrieb:
>> Vielleicht ein Laptop CD Laufwerk.
>> Dass dürfte Stoß und Vibrationsfest sein.
>
> Ich hab mir jetzt erstmal eins mit Einzug ohne Lade bestellt - gar nicht
> so einfach, da etwas Vernünftiges zu finden.

die slot in von Samsung finde ich gut, habe selbst eines aber noch nie 
im Auto Musik über diese gehört

wäre mal ein Test auf meiner Holperstrecke mit dem Laptop(SSD) und per 
line out in mein AudioSystem line in. (vorausgesetzt der mini USB hüpft 
nicht aus dem Laufwerk)

: Bearbeitet durch User
von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Wegstaben V. schrieb:
> allerdings gibt es doch mittlerweile "jede Menge" Doppel-DINn
> Auto"Radios" auf Android Basis, die all das können (Radio, Multimedia,
> Kamera, etc) was du anscheinend geplant hast.
>
> Wäre das den keine Alternative?

Hatte ich auch schon überlegt, aber mich dann dagegen entschieden. Beim 
Raspberry kann ich in der Sprache programmieren, in der ich möchte - 
ohne ein bestimmtes Framework lernen zu müssen, nur um vielleicht 
spezielle Hardware anschließen zu können oder optisch/haptisch etwas 
verändern zu können.

Davon abgesehen kenne ich mich mit (RT-)Linux sehr, sehr gut aus. Selbst 
das Schreiben eines neuen Treibers ist da keine Unmöglichkeit.

Und was ist mit Bugfixen? Bei einer eigenen Lösung weiss ich, wie lange 
deren Support läuft ;-)

Und nicht zuletzt: es soll ja auch Spaß machen :-)

Matthias B. schrieb:
> Nachtrag: wenn du richtig gut bist kannst du ja noch ne Touch-Folie aufs
> vorhandene Display kleben.

Ja, das war geplant.

----

Starten werde ich wohl erstmal mit der Ermittlung der Ansteuerung der 
Tasten und der Tastenbeleuchtung. Das muss ja auf jeden Fall gemacht 
werden.

Die winzigen Buchsenleisten (siehe 2. Foto im Ursprungsposting) haben 
1mm-Raster. In den Maßen habe ich bisher nur FPC-Stecker gefunden. 
Vermutlich werde ich die alten Stecker ablöten müssen oder die Kabel 
einzeln umlöten :-/

: Bearbeitet durch Moderator
von Jörg P. R. (jrgp_r)


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Mein Tipp: Kauf dir eins von "Autopumpkin". Anschließen, einbauen und 
fertig.
Da hast du alles bei (Naviantenne, Adpter, CAN-Bus Modul, DVBT+ Modul, 
DVD- Laufwerk, Rückfahrkamera uvm.)
Die gibt es auch Fahrzeugspezifisch.
Habe ich in meinen Opel Zafira B eingebaut und funktioniert super.

von Rufus M (Gast)


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Chris D. schrieb:
> Ich möchte das alte MFD (Multifunktionsdisplay mit Navi, Radio etc.) aus
> unserem "neuen" Polo durch eine moderne Selbstbaulösung ersetzen

Haaalt!

Auch für ein Moderator gild:

Basteln am Auto kann zur Verlust der Zulassung führen!

Lass das lieber jemand machen der Ahnung von so etwas hat.

von Thomas °. (de_vmni)


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Rufus M schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Ich möchte das alte MFD (Multifunktionsdisplay mit Navi, Radio etc.) aus
>> unserem "neuen" Polo durch eine moderne Selbstbaulösung ersetzen
>
> Haaalt!
>
> Auch für ein Moderator gild:
>
> Basteln am Auto kann zur Verlust der Zulassung führen!
>
> Lass das lieber jemand machen der Ahnung von so etwas hat.

Jain. Nicht vertauschen:

Die Betriebserlaubnis erlischt. Diese ist eine Teilvorraussetzung zur 
Zulassung. Wird die Zulassung einmal erteilt, bleibt diese auch über das 
Erlöschen der Betriebserlaubnis bestehen. Das Fahren mit einem Auto ohne 
Betriebserlaubnis ist ein anderer Ordnungswidrigkeitsbestand als das 
Fahren ohne Zulassung.

Noch ein anderes Thema ist: Wann der Versicherungsschutz erlischt.
Dieser erlischt nämlich ebenso nicht automatisch, sondern nur - sofern 
der Unfallhergang und -schaden durch die Veränderung herbeigeführt, oder 
diese Einfluss darauf genommen hat.

So hat bspw. ein nicht eingetragenes Gewindefahrwerk keinen Einfluss auf 
den Versicherungsschutz, wenn mir ein Fußgänger vor die Haube läuft.
Ein nicht zugelassenes Abblendlicht dagegen, kann so ausgelegt werden, 
dass das Auto schlecht sichtbar war für den Fußgänger (oder geblendet 
hat), und man so eine Teil bis Vollschuld erhält. Selbst wenn der 
Fußgänger sich vors Auto schmeißt.

Ist natürlich auch immer eine Auslegungssache (der Rechtsverdreher).
Dass man Versicherungen oft erst müheselig mit einem Rechtsanwalt darauf 
hinweisen muss, dass der Versicherungsschutz nicht per se enden zu hat, 
ist natürlich auch ein anderes Thema.

Ausserdem erlischt nicht einfach so die Betriebserlaubnis.
Bei Änderung von sicherheitsrelevanten Teilen, erlischt die 
Betriebserlaubnis. Dies umfasst beispielsweise:
Licht, Bremsen etc...
Nicht eingschlossen ist beispielsweise: Die Innenraumbeleuchtung. Und 
auch das Radio.

Gut, auch hier muss man sagen: Es ist wieder Ermessens- und 
Auslegungssache.
So zählt das Radio, wie in mehreren Gutachten bisher festgestellt, nicht 
zu den Sicherheitsrelevanten Teilen.
Theoretisch könnte ein windiger Gutachter aber die Behauptung 
aufstellen, dass das Radio zwar selber nicht die Betriebserlaubnis 
erlöschen lässt, es aber mangels EMV-Gutachten andere, 
sicherheitsrelevante Teile stört und das Auto auf diesem Wege, nicht 
mehr sicher im Verkehr betrieben werden darf.

Aber solche Streitereien entstehen eigentlich erst, wenn es wirklich 
darum geht: Hat das Radio Schuld am Unfall? Vorher interessiert sich *im 
Normallfall* keiner dafür.

Heutzutage kann ich mir schon vorstellen, dass das Radio 
sicherheitsrelevant geworden ist. So werden ja teilweise 
Assistenzfunktionen darüber bedient.

Nun: Muss jeder abwägen. Ich wollte das nur klarstellen.
Ich für mich sehe das nicht als heikel an.
Ich würde somit behaupten:
Du kannst dein Projekt schon durchführen, halt dich nur von 
sicherheitsrelevanten Teilen fern (CAN-Bus) und sei dir bewusst - andere 
Leute (die in entscheidenden Berufen arbeiten wenn es dann um die 
Unfallhergang Fragen geht :-)) könnten das anders sehen.

Natürlich ohne Gewähr.

Grüße

PS: Was er baut, heißt mit anderen Worten auch CarPC, und ist daher 
auch nicht illegal. Ich leg meine Hand nicht ins Feuer und behaupte 
steif und fest: Legal, aber halt auch nicht illegal!

PPS: Bei der China Scheiße von Radio hätte ich mehr Angst vor Störungen 
in der KFZ-Elektrik als bei etwas solidem, was ich selbst entworfen 
habe.
Solide natürlich nur, wenn ich auch die Ahnung davon hab. Aber das traue 
ich dem TO schon zu. Aber seine Fähigkeiten bezüglich KFZ-Elektronik 
kann er nur selber einschätzen. Wir können ihm nur helfen, und die 
Bremse ziehen wenn wir merken: Oh Oh. Aber ich halt den TO schon für 
kompetent genug :-)

: Bearbeitet durch User
von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Jörg P. R. schrieb:
> Mein Tipp: Kauf dir eins von "Autopumpkin". Anschließen, einbauen und
> fertig.
> Da hast du alles bei (Naviantenne, Adpter, CAN-Bus Modul, DVBT+ Modul,
> DVD- Laufwerk, Rückfahrkamera uvm.)
> Die gibt es auch Fahrzeugspezifisch.

Das ist sicherlich ein tolles Ding, aber ich hatte mich aus den oben 
genannten Gründen dagegen entschieden.

Ich möchte:
- die Tasten so belegen, dass es für uns und unsere Anforderungen 
optimal ist
- mich nicht erst in das Android-Framework einarbeiten, nur um 
vielleicht die runden durch eckige Buttons ersetzen zu können
- nicht nach fünf Jahren feststellen, dass es keine Updates/Bugfixes 
mehr gibt

Alexander ʕ. schrieb:
> Du kannst dein Projekt schon durchführen, halt dich nur von
> sicherheitsrelevanten Teilen fern (CAN-Bus)

So sehe ich das auch. Ich hatte erstmal nicht vor, den CAN-Bus 
anzufassen (auch wenn CAN hier fast tägliches Brot ist), sondern einfach 
nur die vorhandenen Anschlüsse für Lautsprecher, Antennen, 
Rückfahrsignal zu nutzen. Da sehe ich kein größeres Problem drin.
Es wird eher ein "Problem" sein, mein Gerät vor dem Auto zu schützen 
(Filter) als umgekehrt ;-)

> und sei dir bewusst - andere
> Leute (die in entscheidenden Berufen arbeiten wenn es dann um die
> Unfallhergang Fragen geht :-)) könnten das anders sehen.

Ich habe gestern einen Bekannten (TÜV-Prüfer) befragt und der meinte: Du 
weisst eigentlich immer, was Du tust - mach!

Außerdem - man müsste erstmal herausfinden, dass das kein originales 
Uralt-Navi ist. Optisch wird man das nicht unterscheiden können ;-)

: Bearbeitet durch Moderator
von Driver (Gast)


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Alexander ʕ. schrieb:

> Jain. Nicht vertauschen:
>
> Die Betriebserlaubnis erlischt. Diese ist eine Teilvorraussetzung zur
> Zulassung. Wird die Zulassung einmal erteilt, bleibt diese auch über das
> Erlöschen der Betriebserlaubnis bestehen. Das Fahren mit einem Auto ohne
> Betriebserlaubnis ist ein anderer Ordnungswidrigkeitsbestand als das
> Fahren ohne Zulassung.

Genau genommen benötigt er für das Fahrzeug, wenn es nach 2000 gebaut 
wurde, ein mit E zugelassenes Produkt. Ein CarPC wird kein E haben. Bei 
meinem Auto verstellt sich sogar die Dämpferhärte und die Tieferlegung 
automatisch je nach Straße. Die Infos kommen vom Navi. Von daher ist 
dies sicherheitsrelevant.

von Thomas °. (de_vmni)


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Driver schrieb:
> Genau genommen benötigt er für das Fahrzeug, wenn es nach 2000 gebaut
> wurde, ein mit E zugelassenes Produkt.

Negativ.
Für Bauartgenehmigungspflichtige Teile benötigt er ein Produkt mit 
ECE -Zulassung (E-Prüfzeichen).
Siehe § 22a StVZO für eine nationale, und EG 661/2009 für die 
europaweite Liste der Bauartgenehmigungspflichtigen Fahrzeugteile.

> Ein CarPC wird kein E haben. Bei
> meinem Auto verstellt sich sogar die Dämpferhärte und die Tieferlegung
> automatisch je nach Straße. Die Infos kommen vom Navi. Von daher ist
> dies sicherheitsrelevant.

Alexander ʕ. schrieb:
> Heutzutage kann ich mir schon vorstellen, dass das Radio
> sicherheitsrelevant geworden ist. So werden ja teilweise
> Assistenzfunktionen darüber bedient.

:)
Dazu sei in Frage gestellt, ob Komfort Funktionen sicherheitsrelevant 
sind.
Ich nehme an du beziehst dich auf Tesla, oder Mercedes mit Magic Body 
Control - oder einem ähnlichen System.

Immerhin darf ein defektes Navi, ein Navi mit veralteten Kartenmaterial, 
eine Straße die im Navi nicht verzeichnet ist, ein GPS Funkloch oder 
jegliche andere Funktionsbeinträchtigung, die ganz ohne irgendeine 
Modifikation auftreten kann, ebenso wenig die Fahrzeugsicherheit 
gefährden. Vorallem ist diese nicht gefährdet, nur weil das Fahrzeug 
härter federt.

Ist dagegen das ABS gestört, ist die Fahrzeugsicherheit gefährdet.
Jedenfalls nach heutigen Maßstäben.

Aber wie gesagt, das ist auch immer Auslegungssache.
Ich weiß warum ich kein Anwalt geworden bin.
Man kann sich zwar alles so drehen, dass es einem passt - aber das kann 
dein Gegenüber auch. Und am Ende gibt es keine eindeutige Antwort.
Man kann das Radio als sicherheitrelevant sehen, oder auch nicht. Für 
beide Positionen gibt es plausible Argumente.

Ich sehe es eher bei neueren Fahrzeugen, mit hoher Integrationsdichte 
und Steuerungsfunktion für dann andere, tatsächlich sicherheitsrelevante 
Systeme - selber als sicherheitsrelevant an. Aber nicht bei älteren 
Fahrzeugen, wie er eins fährt - oder ich selber.

Chris D. schrieb:
> Außerdem - man müsste erstmal herausfinden, dass das kein originales
> Uralt-Navi ist. Optisch wird man das nicht unterscheiden können ;-)

Deshalb.

: Bearbeitet durch User
von Feurio (Gast)


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Muß denn die Betriebserlaubnis nicht zunächst erst einmal gebrannt 
haben, bevor sie erlöschen kann?

von Thomas °. (de_vmni)


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Feurio schrieb:
> Muß denn die Betriebserlaubnis nicht zunächst erst einmal gebrannt
> haben, bevor sie erlöschen kann?

Was willst du mir mitteilen?
https://www.die-konjugation.de/verb/erl%C3%B6schen.php
https://www.duden.de/rechtschreibung/erloeschen

: Bearbeitet durch User
von Bernd B. (Gast)


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Chris D. schrieb:
>> Vielleicht ein Laptop CD Laufwerk.
>> Dass dürfte Stoß und Vibrationsfest sein.
>
> Eventuell könnte ich auch die Mechanik des CD-Laufwerks etc. aus dem
> Navi selbst weiterverwenden, falls es Probleme gibt. Aber dazu muss ich
> dann wohl einfach mal einige Pflastersteinstraßen mit Raspi und Laufwerk
> lose verkabelt fahren und gucken, wie empfindlich die Dinger sind.

Warum denn überhaupt noch so "steinzeitliche" Technik verwenden?
Ich habe fürs Auto meine komplette CD-Sammlung als MP3 auf einer 
SD-Karte und bin heilfroh, nicht mehr während der Fahrt den Discjockey 
machen zu müssen.

Gruß,
Bernd

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Bitte keine Diskussion über rechtliche Bedenken etc.
Das ist nicht Thema des Threads. Hier geht es um Realisierbarkeit, Hard- 
und Software.

Im Moment spielt das alles sowieso noch keine Rolle, weil mangels 
geöffneter Zulassungsstelle die Zulassung fehlt und das gute Stück in 
der Garage stehen muss ;-)

Bernd B. schrieb:
> Warum denn überhaupt noch so "steinzeitliche" Technik verwenden?
> Ich habe fürs Auto meine komplette CD-Sammlung als MP3 auf einer
> SD-Karte und bin heilfroh, nicht mehr während der Fahrt den Discjockey
> machen zu müssen.

Klar, das allermeiste habe ich auch auf Stick.

Aber: der CD-Schlitz ist nun mal da und dann soll er auch genutzt 
werden.

Außerdem möchte man ja doch öfter mal Dinge auf CD brennen ;-)

von Olli Z. (z80freak)


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Hast Du einen Schaltplan vom Radio um zu wissen wie die LEDs, Taster und 
Inkrementalgeber an den Steckern zu betreiben sind?
Taster und LEDs sind sehr sicher in einer Matrix, Ein/Aus Taster und 
CD-Taste wohl direkt.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Olli Z. schrieb:
> Hast Du einen Schaltplan vom Radio um zu wissen wie die LEDs, Taster und
> Inkrementalgeber an den Steckern zu betreiben sind?
> Taster und LEDs sind sehr sicher in einer Matrix, Ein/Aus Taster und
> CD-Taste wohl direkt.

Ich muss jetzt am WE mal schauen. Mit Durchpiepsen sollte sich das ja 
ermitteln lassen.

Es gibt an jeder Seite einen 12-poligen Stecker (Raster 1mm).
Über diese fliesst zusätzlich der Saft für die Hintergrundbeleuchtung 
(rote LEDs. Wenn ich es richtig sehe, gibt es auch noch ein paar normale 
Dioden.

Interessanterweise sind die beiden Drehgeber mit Tasterfunktion 
unterschiedliche Exemplare (4- und 6-polig), obwohl ich haptisch keinen 
Unterschied entdecken konnte.

Das eine mit vierpoligem Stecker ist ein Alps ohne weitere Bezeichnung, 
also vermutlich so etwas wie: Masse - Enc - Enc90° - Taster.

Das andere hat die Bezeichnung: Grayhill, 62AY22005, 0228 D, 8 941 481 
056

Ahhh, das ist ein optischer Drehgeber, vermutlich um die Lebensdauer zu 
erhöhen. Ich bin mir nicht sicher, ob das der Lautstärke-Knopf ist. Wäre 
zu vermuten.

Na, mal sehen, was das Durchpiepsen ergibt.

von Frank K. (fchk)


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Chris D. schrieb:

> Der RasPi4 hat ja doch auch schon einiges an Rechenleistung und bei vier
> Kernen kann man die Tasks ganz gut aufteilen.

Vorsicht. Das Teil kann richtig heiß werden und muss aktiv gekühlt 
werden, damit es nicht drosselt.

Ich würde eher ein BeagleBone AI nehmen:
https://beagleboard.org/ai

1. weniger Verlustleistung, muss nicht unbedingt gekühlt werden.
2. CAN integriert
3. Realtime-Anforderungen sind kein Problem. Kritische Prozesse lässt du 
auf den C6000 DSPs laufen, die eigene Speicherbereiche haben.
4. EMMC als Boot-Device statt SD-Karte. Ist schneller und deutlich 
zuverlässiger
5. keine Binärblobs im Kernel, echtes OpenSource Design. Wenn Du es 
darauf anlegst, kannst Du das Ding tatsächlich nachbauen, weil Du nicht 
nur den kompletten Schaltplan, sondern auch alle Teile tasächlich kaufen 
kannst und alle Datenblätter auch tatsächlich bekommst. Beim Pi geht das 
nicht, den Prozessor verkauft Dir Broadcom nicht, Datenblätter bekommst 
Du nicht,...
6. Prozessorperipherie ist deutlich besser.

Der Pi ist eigentlich nur eines gut: billig.

fchk

PS: oder ein X15.
https://beagleboard.org/x15

Das hat noch mehr Peripherie, z.B. eSATA. Ans eSATA kannst Du direkt ein 
Notebook-CDROM-Laufwerk anschließen:

https://www.lg.com/us/burners-drives/lg-GS40N-dvd-writer-drive

: Bearbeitet durch User
von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Frank K. schrieb:
> Chris D. schrieb:
>
>> Der RasPi4 hat ja doch auch schon einiges an Rechenleistung und bei vier
>> Kernen kann man die Tasks ganz gut aufteilen.
>
> Vorsicht. Das Teil kann richtig heiß werden und muss aktiv gekühlt
> werden, damit es nicht drosselt.

Die Frage ist ja: wie stark ist bei meinen Anwendungen überhaupt die 
Auslastung? Du hast ja oben die Liste der Anwendungen - ich sehe da 
keine Anwendung, die den Kern zum Glühen bringen könnte.

> Ich würde eher ein BeagleBone AI nehmen:
> https://beagleboard.org/ai
>
> 1. weniger Verlustleistung, muss nicht unbedingt gekühlt werden.
> 2. CAN integriert
> 3. Realtime-Anforderungen sind kein Problem. Kritische Prozesse lässt du
> auf den C6000 DSPs laufen, die eigene Speicherbereiche haben.
> 4. EMMC als Boot-Device statt SD-Karte. Ist schneller und deutlich
> zuverlässiger
> 5. keine Binärblobs im Kernel, echtes OpenSource Design. Wenn Du es
> darauf anlegst, kannst Du das Ding tatsächlich nachbauen, weil Du nicht
> nur den kompletten Schaltplan, sondern auch alle Teile tasächlich kaufen
> kannst und alle Datenblätter auch tatsächlich bekommst. Beim Pi geht das
> nicht, den Prozessor verkauft Dir Broadcom nicht, Datenblätter bekommst
> Du nicht,...
> 6. Prozessorperipherie ist deutlich besser.

Das Teil ist nicht schlecht und sicherlich für Echtzeitanwendungen 
deutlich besser geeignet. Allerdings hat er deutlich weniger RAM und am 
Raspi gefallen mir die vier USB-Buchsen recht gut.

> Der Pi ist eigentlich nur eines gut: billig.

Das allerdings deutlich ;-)

Für das Geld eines BeagleBone AI kann ich mit dem RasPi schon fast die 
gesamte Peripherie zusammenkaufen.

> PS: oder ein X15.
> https://beagleboard.org/x15

Geiles Teil, aber für mein Automultimediacenter wohl oversized und auch 
schlicht zu teuer.

> Das hat noch mehr Peripherie, z.B. eSATA. Ans eSATA kannst Du direkt ein
> Notebook-CDROM-Laufwerk anschließen:
>
> https://www.lg.com/us/burners-drives/lg-GS40N-dvd-writer-drive

Das mit dem Brennen war ein Witz ;-)

Trotzdem Danke für den Hinweis - für richtig knackige RT-Anwendungen 
kann das echt interessant sein. So, wie ich das auf die Schnelle sehen 
kann, gibt es dafür eine LinuxCNC-Version. Das macht das für mich sehr 
interessant.

von ehem. Polo_II Fahrer (Gast)


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Chris D. schrieb:
> Hallo!
>
> Ich möchte das alte MFD (Multifunktionsdisplay mit Navi, Radio etc.) aus
> unserem "neuen" Polo durch eine moderne Selbstbaulösung ersetzen und

> - Rückfahrkamera (Signal für Rückwärtsgang ist vorhanden)

> Ich bin für jede Anregung dankbar :-)

[Pre]
[  ] Schenkelklopfer des Monats
[  ] Freitags im uC.net Forum
[  ] Polo Variante "Stadtlieferwagen mit LKW-Zulassung" (hinten 3-seitig 
Blech statt Glas)
[  ] Aprilscherz verschlafen
[  ] finde den Fehler

Hint: multiple choice!

Und: gilt hier die Trabbi-Scherzfrage "wie verdopple ich den 
Fahrzeugwert?", mit Antwortvariante "RasPi als Multifunktionscontroller 
einbauen"?

X-D
SCNR

von ehem. Polo_II Fahrer (Gast)


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> Aber: der CD-Schlitz ist nun mal da und dann soll er auch genutzt werden.
Umfunktionieren zur Aufnahme von abgelaufenen Park- & Tankquittungen. 
Wenn voll: brennt besser als CD-R...

> > Vorsicht. Das Teil kann richtig heiß werden und
> > muss aktiv gekühlt werden, damit es nicht drosselt.
> Die Frage ist ja: wie stark ist bei meinen Anwendungen überhaupt die Auslastung?
> Du hast ja oben die Liste der Anwendungen - ich sehe da keine Anwendung,
> die den Kern zum Glühen bringen können
Aber da liegen Automotive Bedingungen in der Luft, d.h. es können schon 
mal Umgebungslufttemperaturen vorkommen, welche beinahe so hoch sind wie 
Idletemperaturen[1] eines offen rumliegenden RasPi4 mit ruhendem Raspian 
Desktop. Nicht zuletzt weil in der Mittelkonsole es etwa so ist wie in 
einem geschlossenen Gehäuse; 5l Volumen reissen da nichts.

Na gut: anders als CD-R wird der RasPi4 nicht brennen aber sein Takt 
drosseln...

[1] Siehe RasPi4 cooling von Christopher Barnatt
Youtube-Video "Raspberry Pi 4 Cooling"

von Dirk (Gast)


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>Meine Wunschliste wäre wie folgt:
>- UKW-Radio
>- DAB+-Radio
>- CD/DVD-Laufwerk für Audio- und MP3-CDs
>- USB-Anschluss für USB-Sticks
>- Bluetooth (Musik und Freisprecheinrichtung)
>- WLAN für Updates
>- Navigation (offline)
>- Rückfahrkamera (Signal für Rückwärtsgang ist vorhanden)
>- ...

Ich kenne kaum noch jemanden der CD/DVD benutzt, dann doch lieber 
Android Auto oder Apple CarPlay mit Live Traffic, anstatt Offline Navi.

Bzgl. RPI4:

Solltest Du von Abstand nehmen und ein Gerät mit eMMC auf der Platine 
z.b. UP Board oder ein iMx8 nehmen. Denk daran auf die Temperaturen und 
Feuchtigkeit im Fahrzeug. Jedes Bauteil sollte sorgfältig gewählt 
werden, insbesondere auch gegen Vibrationen, nicht ohne Grund gibt es 
dafür extra zertifizierte Bauteile.

>Ja, die Liste ist umfangreich, aber es eilt nicht und wenn es ein halbes
>Jahr bis zur ersten lauffähigen Version dauert, dann ist das so.
>Programmier- und Bastelwille ist reichlich vorhanden, ebenso ein
>Ersatzradio für die Zeit :-)

Eine Person in 6 Monaten wo do verschiedenes Wissen brauchst, wie baue 
ich mein eigenes Linux Image. Wie baue ich die Systemarchitektur auf 
etc.

Schau Dir doch mal WebOS (OpenSource) von LGe, dass bietet vieles deiner 
Wunschliste, dann kannst Du Dich auf die Applikationen konzentieren.

https://www.webosose.org/blog/2020/03/18/webos-ose-2-4-0-release/

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