Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Kunststoffborher gesucht


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von Wombat (Gast)


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Hallo,
wir müssen regelmäßig sehr kleine Löcher in 3D-gedruckten PLA Kunststoff 
bohren. Der Durchmesser beträgt meist 0,9 mm, kann aber variieren. Da 
PLA sehr schnell weich wird, ist eine sehr geringe Drehzahl wichtig. 
Trotzdem haben wir aber das Problem, dass die Bohrer regelmäßig 
abbrechen. Wir haben schon diverse Materialien getestet. Die Bohrer 
waren aber immer für Metall gedacht. Darum meine Frage: Kann jemand 
einen Händler oder Hersteller Empfehlen, bei dem es spezielle Bohrer für 
Kunststoff unter 1 mm gibt?

von Jürgen von der Müllkippe (Gast)


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Bei so kleinen Bohrern muss die Drehzahl hoch sein, sonst brechen sie 
ab. Messingbohrer haben einen geringeren Drall und sind deshalb für 
Kunststoff besser geeignet.

von MaWin (Gast)


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Wombat schrieb:
> Da PLA sehr schnell weich wird, ist eine sehr geringe Drehzahl wichtig.

Falsch.

Ein scharfer Bohrer und hohe Drehzahl und schneller Vorschub.

von Wombat (Gast)


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Ich bin kein Mechaniker aber müsste eine hohe Drehzahl und schneller 
Vorschub nicht auf das gleiche hinauslaufen, wie langsame Drehzahl und 
geringer Vorschub?

Das Problem ist, dass es bei hoher Drehzahl mit PLA kaum eine Sekunde 
dauert, bis alles warm und dadurch weich wird. Dann bricht der Bohrer 
sofort, selbst ohne Vorschub. Das geht ja schon bei 50°C bis 60°C los. 
Mit ABS und fast jedem anderen Kunststoff ist das viel unkritischer. 
Denkbar, dass es mit ausreichendem Vorschub trotzdem funktioniert, aber 
die Löcher werden von Hand gebohrt, da weiß ich nicht, wie das gehen 
kann.

Ich habe im Internet spezielle Kunststoffbohrer gefunden, bei denen die 
Geometrie z.B. für die Span-Abfuhr anders gestaltet ist. Aber für so 
kleine Durchmesser konnte ich noch nichts finden.

von Björn G. (tueftler)


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Interessant wäre:
1) Wie fixiert ist das Werkstück beim Bohren. Auch kleine ruckler lassen 
den mini Bohrer brechen

2) Wie mechanisch Stabil ist der Bohrtisch aufgehängt

3) Rundlaufgenauigkeit der Pinole und des Futters

Darauf tippe ich eher als Problem.

: Bearbeitet durch User
von Andre (Gast)


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Wombat schrieb:
> die Löcher werden von Hand gebohrt

Komplett von Hand oder mit Maschine freihändig?

Probier es mal komplett von Hand. Z.B. einen alten Uhrmacher 
Schraubendreher als Handgriff nehmen, da den Bohrer einsetzen. Damit 
kann man sehr gefühlvoll arbeiten und die kleinen Bohrer sind scharf 
genug für halbwegs schnellen Fortschritt.

Wenn ihr das in größerem Maßstab macht würde ich die Maschine einspannen 
(kleiner Bohrständer von Proxxon o.ä.) und das Werkstück z.B. mit einem 
kleinen Sandsack stabil auflegen.

von Thomas S. (thschl)


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bist du sicher dass der Bohrer nicht abbricht weil das oben austretende 
PLA schon wieder fest wird und den Bohrer klemmt?

Schom map probiert das Werkstück tief zu kühlen?

von oszi40 (Gast)


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Andre schrieb:
> und die kleinen Bohrer sind scharf

Es gibt auch falsch geschliffene oder stumpfe, billige China-Bohrer.
Nimm mal einen anderen Hersteller und achte auf nicht ausgeschlagene 
Bohrfutter.

von MaWin (Gast)


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Wombat schrieb:
> Das Problem ist, dass es bei hoher Drehzahl mit PLA kaum eine Sekunde
> dauert, bis alles warm und dadurch weich wird.

Das ganze Loch dauert bei hoher Drehzahl und schnellem Vorschub keine 
Sekunde.

Wombat schrieb:
> aber
> die Löcher werden von Hand gebohrt, da weiß ich nicht, wie das gehen
> kann.

Tja, wer schlechte Dinge tut darf sich über schlechte Ergebnisse nicht 
wundern.

Wohl noch die billigsten HSS die du finden konntest, nicht poliert, 
schwarz brüniert, mit falscher (zu steiler) Geometrie.

VHM ist eine ganz andere Liga, aber Freihand eher schneller kaputt.

von MaWin (Gast)


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Wombat schrieb:
> Das Problem ist, dass es bei hoher Drehzahl mit PLA kaum eine Sekunde
> dauert, bis alles warm und dadurch weich wird.

Das ganze Loch dauert bei hoher Drehzahl und schnellem Vorschub keine 
Sekunde.

Wombat schrieb:
> aber
> die Löcher werden von Hand gebohrt, da weiß ich nicht, wie das gehen
> kann.

Tja, wer schlechte Dinge tut darf sich über schlechte Ergebnisse nicht 
wundern.

Wohl noch die billigsten HSS die du finden konntest, nicht poliert, 
schwarz brüniert, mit falscher (zu steiler) Geometrie.

VHM ist eine ganz andere Liga, aber Freihand eher schneller kaputt.

Wombat schrieb:
> Ich habe im Internet spezielle Kunststoffbohrer gefunden, bei denen die
> Geometrie z.B. für die Span-Abfuhr anders gestaltet ist. Aber für so
> kleine Durchmesser konnte ich noch nichts finden.

https://www.conrad.de/de/p/exact-32107-hss-metall-spiralbohrer-0-9-mm-gesamtlaenge-32-mm-geschliffen-din-338-zylinderschaft-10-st-1215395.html

von Johannes S. (jojos)


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Das PLA ist so zähklebrig, da brechen Spiralbohrer reihenweise ab. 
Vielleicht mit einem Fräser bohren, oder mit einer heissen Nadel 
reinstanzen.

von herbert (Gast)


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Ich gehe mal davon aus , dass der Kunststoff beim bohren die Spanabfuhr 
des Bohrers durch Erwärmung behindert. Ich würde mal versuchen das Teil 
komplett nass zu bohren, wobei man die Flüssigkeit über ausprobieren 
noch bestimmen muss. Da würde ich gleich mal mit Wasser fangen, Spiritus 
,Petroleum und wenn das nicht hilft , hätte ich noch einen "Single Malt" 
da...;-)Hohe Drehzahl ist besser als eine langsame!

von Wombat (Gast)


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Björn G. schrieb:
> Interessant wäre:
> 1) Wie fixiert ist das Werkstück beim Bohren. Auch kleine ruckler lassen
> den mini Bohrer brechen
>
> 2) Wie mechanisch Stabil ist der Bohrtisch aufgehängt
>
> 3) Rundlaufgenauigkeit der Pinole und des Futters
>
> Darauf tippe ich eher als Problem.

Andre schrieb:
> Komplett von Hand oder mit Maschine freihändig?

Die Rundlaufgenauigkeit ist sicher nicht ideal. Wenn der Bohrer aber mal 
wieder gebrochen ist und wir versuchen, den Rest mit der Zange 
herauszuziehen, merkt man schon, dass man sehr kräftig ziehen muss. Das 
ist eine richtige Presspassung. Darum hatte ich gedacht, dass eine 
spezielle Bohrergeometrie vielleicht etwas mehr Material entfernt und 
der Bohrer so weniger reibt.
Wir benutzen eine Drehzahlgeregelte Standbohrmaschine. Zuerst hatten wir 
es mit einem Dremel Bohrständer probiert. Lässt man den Dremel aber 
langsam laufen, bricht die Drehzahl unter der geringsten Last komplett 
ein. Lässt man ihn schneller laufen, tritt das genannte Problem auf.
Das Werkstück hat eine glatte Unterseite, lotrecht zur den Bohrungen, 
sodass der Winkel nicht manuell ausgerichtet werden muss. Die Löcher 
sind im 3D-Druck bereits vorhanden, müssen aber auf Maß aufgebohrt 
werden. Beim Ansetzen geben wir dem Werkstück also etwas Spiel, bis der 
Bohrer im Loch zentriert ist. Ab dann wird es von Hand auf den Bohrtisch 
gepresst.

Thomas S. schrieb:
> bist du sicher dass der Bohrer nicht abbricht weil das oben austretende
> PLA schon wieder fest wird und den Bohrer klemmt?
>
> Schom map probiert das Werkstück tief zu kühlen?
Ich denke bei höheren Drehzahlen hast du das Problem genau richtig 
beschrieben. Bei geringeren Drehzahlen habe ich eben den Eindruck, dass 
der Bohrer nicht genug Material an den Seiten abträgt und dann zu viel 
Druck von den Seiten erfährt.

Von Hand haben wir es auch schon probiert. Die Löcher müssen 5 bis 10 mm 
tief sein. Nach ein paar Millimetern spürt man auch von Hand einen 
beunruhigend hohen Widerstand. Und auch so haben wir Bereits Bohrer 
abgebrochen, wenn auch die Quote besser ist.

von Nick M. (muellernick)


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Wie tief ist das Loch denn?

Wurde ja schon mehrfach gesagt: Hohe Drehzahl und der passende Vorschub.
Schnittgeschwindigkeit sollte wohl 100 m/min sein, Vorschub 0,1 ... 0,4 
mm / Umdrehung.
Manche Kunststoffe vertragen aber nur 20 m/min.
Bei allen Kunststoffen ist ein hoher Vorschub wichtig. Sonst fängt das 
Werkzeug an zu reiben, erzeugt Wärme und dann geht's dahin. Also ist das 
Einhalten des Vorschubs/Umdrehung wichtiger als die 
Schnittgeschwindigkeit.

Kühlen (Wasser) schadet nie.

Freiwinkel um die 10°. D.h. spezieller Schliff. Du kannst ja mal nach 
Kunststoff-Bohrer googeln.

von michael_ (Gast)


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Ein Sackloch 0,9mm und 10mm tief ist in jedem Material eine 
Herausforderung.
Egal ob Stahl, Ms, Alu, Holz...

Vor allem müssen die Schneiden haarscharf sein.
Nach kurzer Zeit nachschleifen.

Warum macht ihr die Löcher nicht gleich im PLA und bohrt nur ein wenig 
auf?

von Nick M. (muellernick)


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Oh, ich seh gerade 5 ... 10 mm tief! Da musst du ausspanen. Nach 3 mm, 
nach 5 mm, nach 7 mm... Du siehst es wenn sich die Späne stauen. Dann 
war es zu spät.

michael_ schrieb:
> Nach kurzer Zeit nachschleifen.

Quatsch. Scharf muss er halt sein.

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von borher (Gast)


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Immer HSS nehmen, kein VHM (letzteres ist unelastisch und bricht 
schneller).

Geschliffene Bohrer (helle Farbe) brechen auch schneller als 
rollgewalzte (meist schwarz).

Geringer Vorschub belastet den Bohrer weniger als viel Vorschub, da muss 
man
einen Kompromiss mit der Drehzahl suchen, damit der Bohrer und damit der 
Kunststoff nicht warm wird und dann klebt. Evtl etwas Schneidöl dazu, 
vermindert das kleben.

von F. F. (foldi)


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von Nick M. (muellernick)


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borher schrieb:
> Geschliffene Bohrer (helle Farbe) brechen auch schneller als
> rollgewalzte (meist schwarz).

Ja, natürlich. Noch besser sind die mit der goldenen Wandfarbe aus 
China. 8-/
Der Bohrer soll profilgeschliffen sein, weil die weniger reiben. Er kann 
beschichtet sein, ist aber hier wirklich nicht förderlich.
Entscheidend ist die Schneidengeometrie. Die Ursache des Bruchs liegt an 
den falschen Parametern, nicht am rollgewaltzt oder nicht.

borher schrieb:
> Geringer Vorschub belastet den Bohrer weniger als viel Vorschub, da muss
> man einen Kompromiss mit der Drehzahl suchen,

Das ist ein solch hahnebüchener Unsinn, dass es schon nicht mehr 
schlimmer geht. Kunststoff braucht Vorschub. Ersatzweise noch mehr 
Vorschub.

Youtube-Video "Turning POM (Delrin)"

borher schrieb:
> Evtl etwas Schneidöl dazu, vermindert das kleben.

Schneidöl ermöglicht erst das Kleben. Und manche Kunststoffe nehmen das 
Öl während der Bearbeitung so richtig übel! Plexiglas XT z.B.

Beitrag #6202715 wurde vom Autor gelöscht.
von Dieter W. (dds5)


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Nick M. schrieb:
> Schnittgeschwindigkeit sollte wohl 100 m/min sein, Vorschub 0,1 ... 0,4
> mm / Umdrehung.

Bei den für 100m/min notwendigen rund 35000 1/min sind 10mm Tiefe bei
0,1 mm / umdr. in knapp 3ms erreicht.

: Bearbeitet durch User
von OldMan (Gast)


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Wombat schrieb:
> Die Löcher sind im 3D-Druck bereits vorhanden,

Dann wäre aufreiben evt. besser als bohren.
Reibahlen haben Vorteil, dass man die sehr langsam dreht.
Somit wird sich das PLA nicht so aufheizen. Die Spanabfuhr ist nicht so 
gut wie bei einem Bohrer. D.h., man muss die Ahle öfter rausziehen und 
reinigen.
Reiben tue ich mit max. 50 U/min. Meist mit 20. Allerdings auf der 
Drehbank.
Bei so kleinen Maßen ist jedoch Handbetrieb sinnvoller.

Leider sind so kleine Reibahlen ziemlich teuer.

von Felix (Gast)


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Man könnte noch probieren, das Werkstück unter Wasser zu bohren. Die 
Späne bleiben fest und Wasser im Loch könnte auch das Material kühlen.

von borher (Gast)


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Nick M. schrieb:
> Plexiglas XT z.B.

Für Plexiglas nimmt man Spiritus und kein Öl und am besten 
Einschneider-Fräser zum bohren.

PLA ist viel weicher als Plexiglas und klebt auch wesentlich mehr. Ich 
habe es gerade probiert, 0,8mm geht problemlos, siehe Bild: das rosa 
oben ist ABS, das weisse unten PLA, gebohrt mit 10.000 U/min, ohne 
Schneidöl ist der Bohrer danach mit Kunststoffkragen vesehen, mit 
Schneidöl sauber.

von borher (Gast)


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OldMan schrieb:
> Bei so kleinen Maßen ist jedoch Handbetrieb sinnvoller.

Nein, Bohrständer in passender Grösse und kein Bohrfutter sondern 
Spannzange

von Nick M. (muellernick)


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borher schrieb:
> gebohrt mit 10.000 U/min, ohne
> Schneidöl ist der Bohrer danach mit Kunststoffkragen vesehen,

Weil du den Vorschub nicht eingehalten hast. Der hat aber Priorität vor 
der Schnittgeschwindigkeit.

Dieter W. schrieb:
> Bei den für 100m/min notwendigen rund 35000 1/min sind 10mm Tiefe bei
> 0,1 mm / umdr. in knapp 3ms erreicht.

Schön. Wenn du den Vorschub herbingst (18 m/min). Ansonsten nochmal 
lesen was ich geschrieben hab.

von michael_ (Gast)


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borher schrieb:
> Für Plexiglas nimmt man Spiritus und kein Öl und am besten
> Einschneider-Fräser zum bohren.

Niemals!
Da kriegst du Risse.

Nick M. schrieb:
> michael_ schrieb:
>> Nach kurzer Zeit nachschleifen.
>
> Quatsch. Scharf muss er halt sein.

Klar, der Herr nimmt dann einen Neuen.
Weißt du, wie lang so ein Bohrer ist und wieviel mal den nachschleifen 
kann?
Ordentlich geschliffene im Auslieferungszustand sind teuer.

Man sollte sich aber grundlegende Gedanken machen.
Evtl. mit einer Schnittnadel ein oder einem Röhrchen ein Loch 
durchpressen.

von OldMan (Gast)


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borher schrieb:
> Nein, Bohrständer in passender Grösse und kein Bohrfutter sondern
> Spannzange

Hatte ich etwas von Handreibahle geschrieben?
Denken, vor dem Posten.

von F. F. (foldi)


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Im mikroco troll.net ein Loch bohren.
Das ist einfach immer zu köstlich.

von borher (Gast)


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Nick M. schrieb:
> Weil du den Vorschub nicht eingehalten hast. Der hat aber Priorität vor
> der Schnittgeschwindigkeit.

Du hast keine Ahnung von Zerspanungstechnik, ich mache das seit 28 
Jahren. Bei so kleinen Durchmessern besteht bei zu hohem Vorschub die 
Gefahr des Bruch des Bohrers, deshalb brauchst Du eine möglichst hohe 
Drehzahl um die notwendige Schnittgeschwindigkeit zu erreichen und eine 
gute Führung, daher ist zumindest ein Bohrständer plus Spannzange 
absolute Pflicht. Eine professionelle Versorgung mit Kühl-Schneidmittel 
(KSS/KSM) wäre natürlich noch besser als Schneidöl, aber letzteres ist 
für Gelegenheitsnutzer leichter zu bekommen, es verringert die Reibung 
und führt die Wärme ab. Der Kunststoffbohrer, den foldi vorgeschlagen 
hat, ist als Einschneider nur insofern gut, als er sehr scharf ist und 
eine hohe Spanabfuhr hat, leider ist er aus HM und bricht daher leicht. 
Ich habe mit HSS bessere Erfahrungen gemacht, die sind elastisch und 
brechen nur bei extremer Verbiegung. Scharf müssen die natürlich auch 
sein, daher öfter wechseln, die kosten ja nicht viel.

Der TO schreibt etwas von niedrigen Drehzahlen, das ist in dieser 
Situation genau der falsche Weg. Leider wissen wir nicht, wie tief die 
Löcher werden sollen, mehr als 1/2 bis 1 Sekunde darf das aber nicht 
dauern.

von borher (Gast)


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michael_ schrieb:
> Weißt du, wie lang so ein Bohrer ist und wieviel mal den nachschleifen
> kann?

Einen Bohrer mit 0.8 mm nachschleifen, das möchte ich sehen. Unter 3 mm 
macht das kein Mensch, ist völlig unwirtschaftlich.

von michael_ (Gast)


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Ändere endlich mal deinen Namen!
Ist ja gräßlich.

0,8mm geht noch. Bei 0,6mm ist es wegen der wackeligen Hände nicht mehr 
so toll.
Ich bin aber auch kein Mensch.

von Bastler (Gast)


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Ist es ein Sackloch? Wenn ja, probier mal mit einer Spritze und Kanüle 
das 3D-gedruckte Loch mit Spiritus oder Isopropanol vorher komplett 
füllen, bevor Du es aufbohrst.

Also, ich bin nur Bastler. Wenn ich Kunststoff fräse, bohre etc. gehe 
ich in den Drehzahlen runter und mach richtig dicke Späne. Um alles in 
der Welt will ich Erwärmung verhindern und Wärme mit Spänen 
abtransportieren.

Aber ich bin nur ein Bastler...

von Andre (Gast)


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Statt dem Dremel nimm lieber einen Bohrschleifer IB/E von Proxxon, der 
hält auch die niedrige Drehzahl
5000/min gut aufrecht und hat gute Spannzangen. Keine Ahnung wieso 
Dremel so eine Fangemeinde hat, das taugt nicht.

Du schreibst das Loch existiert schon. Kann es sein dass der Bohrer 
einhakt?
Hast du probiert ob es in Vollmaterial besser geht, z.B. wenn man im 
Druck nur einen "Körnerpunkt" vorsieht?

Wie viel Material muss da entfernt werden? Vielleicht kannst du die 
negativen Eigenschaften ausnutzen. Statt einem Bohrer, einen Federstahl 
Draht 0,9mm nehmen. Den vorne als spitz zulaufenden Vierkant 
anschleifen. Dadurch wird er minimal scharf. Vielleicht kann man damit 
die Löcher auf Maß kratzen/drücken.
In die Richtung würde ich experimentieren. Vielleicht auch einfach mal 
ne Kanüle abknipsen & einspannen, damit habe ich auch schon Löcher 
gebohrt.

von 3d Drucker (Gast)


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Sackloch oder geht's durch?
Meine "nicht auf Maß" Löcher habe ich bisher mit einer Messingwelle die 
vorne teilweise scharfkantig war wie oben vorgeschlagen auf Maß 
"gekratzt".

Wenn das Loch wie du sagst schon vorgedeutet ist und nur aufgebohrt 
werden muss gibt es weitaus weniger Späne und die die anfällt kann nach 
unten oder in die Spalten der Schichten wegfallen.
Würde daher gar nicht versuchen zu bohren sondern zu schaben, Spanabfuhr 
nicht nach oben sondern nach unten und am Ende rausschütteln. Oder das 
Loch einen halben mm tiefer drucken als benötigt.

von sid (Gast)


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PLA ist ein Mistzeug für sowas..
aber nundenn..
zwei Lösungsvorschläge:

1) Bohrer selber basteln statt kaufen..
n Spaten ist deutlich besser geignet als n Spiralbohrer.
0.6, 0.7 Federstahldraht, Ende heiss hämmern dass es sich auf die 
Bohrlochgrösse weitet, zurechtfeilen, und ab dafür.

2) Spiralbohrer anlassen (3te Stufe ~ 300-400°C sollten fast reichen)
dadurch wird der natürlich nutzlos für Metall, vermutlich sogar 
Aluminium..
aber er bricht eben nicht ganz so schnell.

und etwas weniger ernst gemeint, weil echt mühsam ab dem dritten Loch:
Model Craft PPV2237/D Metall Handbohrer

Ich weiss jetzt nicht wie Du druckst und wie die Entscheidung fällt die 
Bohrlöcher zu setzen und zu dimensionieren..
aber mit ein klein wenig Übung und ein paar Testdrucken kann man relativ 
genaue Bohrlöcher auch drucken
(muss man zwar für jede Rolle Filament neu einjustieren geht aber nach 
dem dritten mal echt fix)

Ich drucke zB 2.6mm Löcher in mein schwarzes ABS die ich direkt mit dem 
Gewindeschneider bearbeiten kann (M3)
und für das weisse, weil es minimal mehr quellt 2.7..
beides macht mir schöne 2.47-2.5mm Löcher..
Sollte kleiner auch gehen (obschon ich gestehen muss unter 1mm hab ich 
noch kein Loch gebraucht ;))

'sid

von Nick M. (muellernick)


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borher schrieb:
> Du hast keine Ahnung von Zerspanungstechnik, ich mache das seit 28
> Jahren.

OK. Weil du das seit 28 Jahren machst, hab ich keine Ahnung. Das 
leuchtet sogar mir ein.
Ich hab da mal ein Video gemacht von kleinem Zeug. Zwar ohne Bohrung, 
aber dafür auch völlig ahnungslos:
Youtube-Video "Turning small, slender parts"


> Bei so kleinen Durchmessern besteht bei zu hohem Vorschub die
> Gefahr des Bruch des Bohrers, deshalb brauchst Du eine möglichst hohe
> Drehzahl

Nachdem beim bohren der Vorschub in mm/Umdrehung angegeben wird, ist die 
Aussage völlig sinnfrei.

> daher ist zumindest ein Bohrständer plus Spannzange
> absolute Pflicht.

Bohrständer plus Spannzange. Welche eine Kombination! Der Bohrständer 
ist von Wolfcraft und die Spannzange von Böhler in deren 
Minimot-Werkzeug. Oder so. Jedenfalls hochprofessionell!

Ich würde auch gerne sehen, wie du einen 0.9 mm Bohrer schleifst. Ich 
mach das nicht, ich werf den weg wenn er stumpf ist. Auch wenn der 2 EUR 
kostet.

Das letze mal, wo ich so kleine Löcher gemacht hab, waren das 
Vergaserdüsen mit 0.3 mm Bohrung in Messing. Da hab ich für die 100 
Stück exakt 0 Bohrer kaputt gemacht und exakt 0 wurden stumpf.

Das vorgedruckte Loch funktioniert nur dann, wenn der Bohrer exakt 
ausgerichtet ist. Ansonsten läuft der Bohrer dem Loch nach und biegt 
sich dabei. Und das tausende male pro Minute. Mag er nicht und bricht.

Bohrtiefe über 10-facher BohrerDrm ist auch nicht wirklich gut. 4-facher 
Drm ist die Grenze bei normalen Bohrern. Da hilft nur Ausspanen, wie ich 
schon sagte.

von Walter T. (nicolas)


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Meine erste Frage wäre, ob man das Objekt konstruktiv so verändern kann, 
dass weniger als 4...5mm zu bohren sind. Bei Schrauben o.Ä. bringt mehr 
Länge eh nichts.

Wenn ich ins Blaue rate: Es ist ein Bohrer mit dickerem Schaft, die 
Spannuten sind 12 mm lang und der Bohrer bricht dann, wenn er zu tief 
drinsteckt, um noch seitlich federn zu können.

von Materialist (Gast)


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Nick M. schrieb:

> Ich würde auch gerne sehen, wie du einen 0.9 mm Bohrer schleifst. Ich
> mach das nicht, ich werf den weg wenn er stumpf ist. Auch wenn der 2 EUR
> kostet.


Und was hättest Du davon, das zu sehen? Können würdest Du es danach 
immer noch nicht und würdest weiterhin Geld vergeuden.

von MaWin (Gast)


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Nick M. schrieb:
> Ich würde auch gerne sehen, wie du einen 0.9 mm Bohrer schleifst. Ich
> mach das nicht, ich werf den weg wenn er stumpf ist. Auch wenn der 2 EUR
> kostet.

Na ja, auch der Hersteller hat den 0.9mm Bohrer geschliffen, 
hoffentlich.

Da vernünftiges Schleifen von Bohrern eh mit Lupe und geometrischer 
Führung an einem ausreichend feinen Schleifmittel stattfindet, sprich so 
was wie eine Stichelschleifmaschine, steht und fällt die Sache mit einer 
passenden Aufnahme für 0.9mm Bohrer.

Aber ansonsten Zustimmung.

sid schrieb:
> zwei Lösungsvorschläge:
> 1) Bohrer selber basteln statt kaufen..
> n Spaten ist deutlich besser geignet als n Spiralbohrer.
> 0.6, 0.7 Federstahldraht, Ende heiss hämmern dass es sich auf die
> Bohrlochgrösse weitet, zurechtfeilen, und ab dafür.

Das ist keine Lösung, sondern Murks.
Kein Späneabführungskanal, so schmilzt man sich ein Loch.

3d Drucker schrieb:
> Meine "nicht auf Maß" Löcher habe ich bisher mit einer Messingwelle die
> vorne teilweise scharfkantig war wie oben vorgeschlagen auf Maß
> "gekratzt".

Auch eher Pfusch.

von Zeno (Gast)


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michael_ schrieb:
> 0,8mm geht noch.

Der bohrt dann aber danach 0,9mm.

von Zeno (Gast)


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Materialist schrieb:
> Und was hättest Du davon, das zu sehen? Können würdest Du es danach
> immer noch nicht und würdest weiterhin Geld vergeuden.

Ich würde mal drauf tippen das der Nick Mechaniker/Feinmechaniker ist 
und somit wird er im Gegensatz zu Dir Bohrer anschleifen können. Er kann 
aber offensichtlich auch einschätzen ab wann es sinnvoll ist auf das 
Anschleifen zu verzichten und lieber einen neuen Bohrer zu nehmen.

Es kommt ja nicht alleine darauf an mit dem angeschliffenen Bohrer ein 
Loch ins Material zu bekommen, der Durchmesser sollte danach auch noch 
passen und das ist eben davon abhängig wie gut man bei der Spitze die 
Mitte trifft. Bei 0,9mm würde ein Mittenversatz von 0,05mm schon 
bedeuten das das Loch 1mm groß wird.
Das möge man mir erst mal vormachen, das man das mit Hand so genau 
hinbekommt.
Irgendwann ist es einfach wirtschaftlicher einen neuen Bohrer zu nehmen, 
weil die vergeigte Zeit zum Anschleifen und/oder ein vermurkstes 
Werkstück am Ende teurer sind.

MaWin schrieb:
> Na ja, auch der Hersteller hat den 0.9mm Bohrer geschliffen,
Der hat aber dafür eine passende Maschine mit einer passenden 
Vorrichtung.

von Andre (Gast)


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MaWin schrieb:
> Das ist keine Lösung, sondern Murks.
> Kein Späneabführungskanal, so schmilzt man sich ein Loch.

Wenn es funktioniert und das Maß stimmt, wieso ist es dann Murks?
Schau mal wie Uhrmacher ihre Löcher "murksen".

Bei Kunststoff wäre es meiner Meinung nach sogar vorteilhaft das Loch zu 
schmelzen, um die Stabilität zu erhöhen.

von Johannes S. (jojos)


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PLA taugt einfach nicht oder nur sehr bedingt zur Nachbearbeitung. Beim 
Bohren gibts keine Späne sondern Krümel, die hochwissenschaftlichten 
Betrachtungen und Lehrbücher der Zerspanungsmagier kann man sich sparen.
An der Bohrspitze und den Flanken entsteht Reibungswärme und schon 
minimale führt zum Verkleben und Ausreissen von PLA Krümeln. Vielleicht 
mit vereisen von Bohrer und Material oder eben mit heisser Nadel 
stanzen.
Da ist schon der Ansatz präzise Löcher von 0,9 mm haben zu wollen 
falsch. Wenn ich z.B. Distanzringe drucke und die nicht passen dann 
schmeisse ich die weg und drucke mit geänderten Massen neu, das geht 
schneller als feilen und schleifen.

von sid (Gast)


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MaWin schrieb:
> Murks.
> Kein Späneabführungskanal, so schmilzt man sich ein Loch.

nur wenn man zu doof ist n Spatenbohrer zu benutzen ;)

von michael_ (Gast)


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Zeno schrieb:
> Bei 0,9mm würde ein Mittenversatz von 0,05mm schon
> bedeuten das das Loch 1mm groß wird.
> Das möge man mir erst mal vormachen, das man das mit Hand so genau
> hinbekommt.

Nur weil es über dein Vorstellungsvermögen geht?
Etwas Erfahrung braucht es schon.
Und mit Übung sieht man die Unsymmetrie der Flächen und Mittelfase.

Für genauere Bohrungen bohrt man sowieso nicht ins Volle.
Egal mit welchen Bohrer.
Da wird dann aufgebohrt oder gerieben.

von Pucki (Gast)


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Ihr sucht in der falschen Gegend ;)

Bei Kunststoff und so ein dünnen Durchmesser bohre ich immer SEHR 
Langsam.

Dann verklebt nix, und der Bohrer hält ewig.


Entweder von Hand  hier mit : 
https://www.amazon.de/SKR-Handbohrmaschine-Bohrmaschine-Spiralbohrer-Handbohrer/dp/B01LXPB0EM

Oder elektrisch hiermit.

https://www.amazon.de/TAMIYA-74041-Modellbau-Bohrmaschine-ELECTRIQUE/dp/B000J46WZ4


Die Teile sind extra für den Plastikmodellbau entwickelt worden. Da ist 
1 mm schon realtiv dick. ;)

Einzige Bedingung : GERADE HALTEN.  Verkannten ist hier sofort der Tod 
des Bohrers.

Gruß

   Pucki

von michael_ (Gast)


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So einen Schleifbock (-böckchen) habe ich dazu.
Natürlich mit gut abgerichteter Scheibe und für die kleinen Bohrer mit 
verringerter Drehzahl.

Ebay-Artikel Nr. 114161794798

von Materialist (Gast)


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michael_ schrieb:
> Zeno schrieb:
>> Bei 0,9mm würde ein Mittenversatz von 0,05mm schon
>> bedeuten das das Loch 1mm groß wird.
>> Das möge man mir erst mal vormachen, das man das mit Hand so genau
>> hinbekommt.
>
> Nur weil es über dein Vorstellungsvermögen geht?
> Etwas Erfahrung braucht es schon.
> Und mit Übung sieht man die Unsymmetrie der Flächen und Mittelfase.

Genau so ist das. Ich habe schon geahnt, daß sich ein Grobmotoriker in 
die Brust werfen wird -und bin nicht überrascht, daß das recht schnell 
passierte.

Merke: Es gibt Leute, die haben ein Handwerk erlernt und den Wert eines 
Werkzeuges und den pfleglichen Umgang damit sowie dessen Instandhaltung 
(hier: Schleifen) absolut in Fleich und Blut.

von Nick M. (muellernick)


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MaWin schrieb:
> Da vernünftiges Schleifen von Bohrern eh mit Lupe und geometrischer
> Führung an einem ausreichend feinen Schleifmittel stattfindet, sprich so
> was wie eine Stichelschleifmaschine, steht und fällt die Sache mit einer
> passenden Aufnahme für 0.9mm Bohrer.

Ich hab eine Werkzeug-Schleifmaschine. Eine Walter 3CY. Alleine das 
Einrichten dauert länger als der Bohrer wert ist.
Alternativ kannst ja mal zu einem Werkzeugschleifer gehen und fragen was 
der dafür verlangt. Sowas lohnt sich nur, wenn du spezielle Geometrien 
brauchst.

von ryven (Gast)


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Mal ernsthaft. 10D in die Tiefe bohren ist bei Stahl überhaupt keine 
Herausforderung. Egal welcher Durchmesser.
Da du bei Alu schon 1,5D Einschraublänge brauchst damit das Ausreichend 
Trägt könnte man ja nachlesen.

Kunststoff geht ganz gut. Petrolium und ähnliches hilft.
Teilweise musst du halt alle 0.2mm zurückziehen um die Späne 
rauszubekommen.

Btw VHM ist bei weiten nicht so empfindlich. Gerade die kleinen 
Durchmesser sind da unglaublich flexibel.

Einlippenfräser sind auch auch brauchbar.
Steifer Maschinenaufbau ist halt hilfreich.

von Nick M. (muellernick)


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sid schrieb:
> nur wenn man zu doof ist n Spatenbohrer zu benutzen ;)

Ja klar, weil Spatenbohrer noch mehr reiben. Genau das Richtige. Nicht.

michael_ schrieb:
> Für genauere Bohrungen bohrt man sowieso nicht ins Volle.
> Egal mit welchen Bohrer.
> Da wird dann aufgebohrt oder gerieben.

0.9 mm vorbohren. Wo hast das denn her?

michael_ schrieb:
> Natürlich mit gut abgerichteter Scheibe

Erklär mal kurz, wie du die Scheibe abrichtest. Und welche Scheibe du 
verwendest.

von Udo S. (urschmitt)


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michael_ schrieb:
> Und mit Übung sieht man die Unsymmetrie der Flächen und Mittelfase.
>
> Für genauere Bohrungen bohrt man sowieso nicht ins Volle.
> Egal mit welchen Bohrer.
> Da wird dann aufgebohrt oder gerieben.

Bei 0,9mm?
Aufgerieben in PLA?

: Bearbeitet durch User
von Zeno (Gast)


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michael_ schrieb:
> Und mit Übung sieht man die Unsymmetrie der Flächen und Mittelfase

SChön für Dich, aber Einbildung ist eben auch ne Bildung. Du misst 
sicher auch 1/1000 mit#ner Schiebelehre

von Zeno (Gast)


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michael_ schrieb:
> So einen Schleifbock (-böckchen) habe ich dazu.
> Natürlich mit gut abgerichteter Scheibe und für die kleinen Bohrer mit
> verringerter Drehzahl.
>
> Ebay-Artikel Nr. 114161794798

Na da schleift man natürlich locker auch noch 0,5'er Bohrer - vor allem 
mit der abgebildeten Scheibe :-)

Ich habe mehrere Feinmechaniker in der Familie und im Bekanntenkreis und 
die machen das genau so wie es Nick geschrieben hat : entsorgen.

Aber es steht Dir natürlich frei mit vermurksten Werkzeug Löcher zu 
bohren.

von Zeno (Gast)


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Materialist schrieb:
> Merke: Es gibt Leute, die haben ein Handwerk erlernt und den Wert eines
> Werkzeuges und den pfleglichen Umgang damit sowie dessen Instandhaltung
> (hier: Schleifen) absolut in Fleich und Blut.

Merke: Ich arbeite seit 35 Jahren in einer Firma, wo deutlich mehr 
Feinmechaniker arbeiten als z.B. Schnackenburg oder Orlamünde Einwohner 
hat. Du kannst davon aus gehen das Werkzeuge anschleifen können und da 
schleift keiner einen Bohrer unter 1mm an. Aber die sind wahrscheinlich 
auch alle etwas ungeschickt, die wahren Profis gibt es halt nur hier im 
µC-Net.

von Zeno (Gast)


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Nick M. schrieb:
> Ich hab eine Werkzeug-Schleifmaschine. Eine Walter 3CY. ...

Laß man die Profis hier brauchen so etwas nicht, die erledigen solche 
Arbeiten freihändig mit einem Dremel.

von MaWin (Gast)


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Nick M. schrieb:
> Alleine das Einrichten dauert länger als der Bohrer wert ist.

Daher macht man schlauerweise einen ganzen Haufen auf ein Mal.

von Nick M. (muellernick)


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michael_ schrieb:
> Natürlich mit gut abgerichteter Scheibe und für die kleinen Bohrer mit
> verringerter Drehzahl.

Jetzt merk ich das erst.
Beim nachschleifen von kleinen Bohrern gehst du mit der 
Umfangsgeschwindigkeit der Schleifscheibe runter? Echt?!
Muss ich mal probieren, nicht dass ich meine Innenschleifspindel mit 
40000 UpM völlig umsonst hab.

von Materialist (Gast)


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Zeno schrieb:

> Merke: Ich arbeite seit 35 Jahren in einer Firma, wo deutlich mehr
> Feinmechaniker arbeiten als z.B. Schnackenburg oder Orlamünde Einwohner
> hat.

Ach, Du arbeitest da, aber eben als Sonstwas, nicht als 
Werkzeugmacher, Feinmechaniker oder Artverwandtes?!
Na dann..

> Du kannst davon aus gehen das Werkzeuge anschleifen können und da
> schleift keiner einen Bohrer unter 1mm an.

Wenn ihr Euch das leisten könnt, nur zu!

> Aber die sind wahrscheinlich
> auch alle etwas ungeschickt,

Kann ich nicht beurteilen -dafür weiß ich aber, was billige Polemik ist 
-von Einem, der wahrscheinlich mal gesehen hat, wie jemand einen Bohrer 
aus einer Schachtel nahm.

> die wahren Profis gibt es halt nur hier im
> µC-Net.

:-))

Nee, wirklich nicht. Die Zeiten sind vorbei.

von Zeno (Gast)


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Materialist schrieb:
> Wenn ihr Euch das leisten könnt, nur zu!

Können wir uns locker leisten. Das Unternehmen besteht seit immerhin 174 
Jahre und so manche Krise überstanden.
Das Einzige was wir uns nicht leisten können sind Leute, die meinen 
alles zu wissen und zu können und dann in völliger Selbstüberschätzung 
mit schlechtem Werkzeug Pfusch abliefern.

von Zeno (Gast)


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Materialist schrieb:
> Kann ich nicht beurteilen -dafür weiß ich aber, was billige Polemik ist
> -von Einem, der wahrscheinlich mal gesehen hat, wie jemand einen Bohrer
> aus einer Schachtel nahm.

Du kannst so manches nicht beurteilen und wessen Polemik hier billig ist 
wird sich noch herausstellen.
Wir wär's denn wenn mal wenigstens einer von den Leuten die meinen es 
wäre überhaupt kein Problem so einen Bohrer anzuschleifen das mal hier 
in einem kleinen Video voführen würden, mit dem anschließenden Nachweis 
das das mit diesem Bohrer gebohrte Loch dann auch den Durchmesser hat 
den man erwarten würde, also bei 0,9mm +/-0,05mm. Das wären dann 
wenigsten mal Fakten und keine Polemik. Speziell der michael_ sollte das 
mal mit dem von ihm gezeigten Equipment und einem 0,6mm Bohrer vorführen 
- denn 0,6mm geht ja nach seiner Meinung 
(Beitrag "Re: Kunststoffborher gesucht").

Ich denke mal der Nick ist auch schon ganz gespannt, der wird dann sein 
Equipmenmt wegschmeißen und die Bohrer von Dir oder michael_ anschleifen 
lassen.

von Nick M. (muellernick)


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Zeno schrieb:
> Ich denke mal der Nick ist auch schon ganz gespannt, der wird dann sein
> Equipmenmt wegschmeißen und die Bohrer von Dir oder michael_ anschleifen
> lassen.

Gespannt bin ich schon. Aber wegwerfen werd ich nichts! :-)
Oh, doch, stumpfe Bohrer unter 3 mm ganz bestimmt.

von Werkzeugmacher (Gast)


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Nick M. schrieb:
> Oh, doch, stumpfe Bohrer unter 3 mm ganz bestimmt.

Bohrer zwischen 1,5 und 3mm lassen sich aber auch noch relativ bequem 
nachschleifen. Wer die wegwirft, ist selber schuld.

von Matthias L. (limbachnet)


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Es geht aber um 0,9er.

Ich hab' hier auch schon mehrmals gelesen, dass jemand Bohrer unter 1mm 
von Hand nachschleift - ob das nun Michael war, hab ich mir nicht 
gemerkt.

Gezeigt hat's bisher noch niemand.

von oszi40 (Gast)


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Werkzeugmacher schrieb:
> Bohrer zwischen 1,5 und 3mm lassen sich aber auch noch relativ bequem
> nachschleifen. Wer die wegwirft, ist selber schuld.

Kommt auch darauf an, wie hochgenau das Ergebnis sein soll.

TO Wombat schrieb:
> sehr kleine Löcher in 3D-gedruckten PLA Kunststoff

Dass Ihr Löcher in Kunststoff mit guten Bohrern schön bohren könnt, 
glaube ich Euch allen. Nur bei gedrucktem Material könnte die fasrige 
Struktur noch so manchen Streich spielen und den dünnen Bohrer vom Weg 
abbringen ...

von michael_ (Gast)


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Zeno schrieb:
> Materialist schrieb:
>> Wenn ihr Euch das leisten könnt, nur zu!
>
> Können wir uns locker leisten. Das Unternehmen besteht seit immerhin 174
> Jahre und so manche Krise überstanden.
> Das Einzige was wir uns nicht leisten können sind Leute, die meinen
> alles zu wissen und zu können und dann in völliger Selbstüberschätzung
> mit schlechtem Werkzeug Pfusch abliefern.

Du merkst es nicht!

Hier geht es um Heimwerker, und nicht um eine Firma, die Raketentechnik 
macht.
Du protzt mit was, was nicht auf deinem Mist gewachsen ist.

In meiner Lehre im Werkzeugbau war es undenkbar, dass man in der 
Werkzeugausgabe sich einen neuen Bohrer holt, nur weil der alte stumpf 
war.

Da wurden noch ganz andere Sachen von altgedienten Werkzeugmachern 
hergestellt.

Matthias L. schrieb:
> Ich hab' hier auch schon mehrmals gelesen, dass jemand Bohrer unter 1mm
> von Hand nachschleift - ob das nun Michael war, hab ich mir nicht
> gemerkt.

Doch, die gleiche Diskussion hatten wir hier schon mehrmals.
Ich mach das eben.
Und wer dazu nicht fähig ist, sollte die Füße still halten.


Nick M. schrieb:
> Beim nachschleifen von kleinen Bohrern gehst du mit der
> Umfangsgeschwindigkeit der Schleifscheibe runter? Echt?!
> Muss ich mal probieren, nicht dass ich meine Innenschleifspindel mit
> 40000 UpM völlig umsonst hab.

Dann vergleiche mal 12000U bei 70mm Durchmesser zu deinen 40000U zu 10mm 
(?).

von Harald W. (wilhelms)


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Pucki schrieb:

> Verkannten ist hier sofort der Tod des Bohrers.

Ja, solche Fehler werden oft verkant.

von oszi40 (Gast)


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Es ist eine Kunnst Feler zu machen, die keiner merkt.

von Matthias L. (limbachnet)


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michael_ schrieb:
> Ich mach das eben.

Du weißt ja: Pics or it didn't happen!

michael_ schrieb:
> Und wer dazu nicht fähig ist, sollte die Füße still halten.

Pff. Kümmer dich mal schön um deine eigenen Füße, da hast du genug zu 
tun.

von Zeno (Gast)


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michael_ schrieb:
> Du protzt mit was, was nicht auf deinem Mist gewachsen ist.

Ich protze hier mit gar nichts. Womit den bitte schön?

Du bist hier derjenige der bis zum geht nicht mehr auf die Kacke haut. 
Beweise es doch einfach mal das Du es kannst - kann doch nicht so schwer 
sein.

Ich bin weder Feinmechaniker noch Werkzeugmacher und habe selbiges auch 
nie behauptet. Ich kann auch keine Bohrer anschleifen - habe ich auch 
nie behauptet.
Meine Holde ist Feinmechaniker und die habe ich mal gefragt und na klar 
werden Bohrer angeschliffen, aber eben nich 0,9.
Mein Schwiegervater war Werkzeugmacher und ja der hat sich die Bohrer 
entsprechend dem Material geschliffen. Der war gewiß nicht 
verschwenderisch und hat auch nichts weggeschmissen aber abgebrochene 
Bohrer kleiner 1mm schon, weil er wußte das das Murks wird.

von Zeno (Gast)


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michael_ schrieb:
> Dann vergleiche mal 12000U bei 70mm Durchmesser zu deinen 40000U zu 10mm

Wo hat denn der Nick was von 10mm geschrieben? Er hat lediglich 
geschrieben das er eine Innenschleifspindel mit 40000UpM hat. Entweder 
hast Du hellseherische Fähigkeiten oder Du hast Halluzinationen. 
Letzteres würde das Schleifen von 0,6'er Bohrern erklären.

von MeierMüllerSchulz (Gast)


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Nick M. schrieb:
> Bohrständer plus Spannzange. Welche eine Kombination!

Der Nick ist scheinbar ganz schön auf den Hund gekommen, wenn er sich 
hier mit den Ahnungslosen prügelt. Wahrscheinlich ist um Munich der 
Bölkstoff alle und kein Nachschub in Sicht.

von Nick M. (muellernick)


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michael_ schrieb:
> Natürlich mit gut abgerichteter Scheibe und für die kleinen Bohrer mit
> verringerter Drehzahl.

michael_ schrieb:
> Dann vergleiche mal 12000U bei 70mm Durchmesser zu deinen 40000U zu 10mm
> (?).

Du hattest gesagt, dass du die Drehzahl der Schleifscheibe bei kleinen 
Bohrern reduzierst.
Was bitte hat der BohrerDrm mit der Umfangsgeschwindigkeit der 
Schleifscheibe zu tun?

Und was hat jetzt Drm 70 und dreht 12000 und was hat Drm 10 und dreht 
40000?
Dreht dein Schleifbock 12000?
Was erzählst du für wirres Zeug?

von Nick M. (muellernick)


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MeierMüllerSchulz schrieb:
> Wahrscheinlich ist um Munich der
> Bölkstoff alle und kein Nachschub in Sicht.

Der Nick trinkt seit 6 Jahren keinen Alk mehr. Weil's Spaß macht!

von sid (Gast)


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Man da hat aber jemand Lagerkoller, was?

Froindö.. Loch, Bohrer.. was seid Ihr denn so unentspannt?

Ja, wenn jemand etwas beherrscht und die Zeit dafür opfern möchte..
dann ist das halt so,

und wenn jemand das nichtt kann oder tut..
dann ist das doch auch dufte

Es gibt manche die haben nie etwas anderes in der Hand gehalten als nen 
Spiralbohrer,
die wissen nicht wie ein Spatenbohrer zu benutzen ist und seine Vor und 
Nachteile geschickt gegeneinander auszuspielen,
und es gibt in der Tat Menschen die 0.9mm Bohrer nachschleifen..
glaub ich, weil ich es geshen habe.. von Hand (naja in einer Zwinge aber 
mit Lupe, Nadelfeile und Ölstein)
Mir obliegt es nicht zu beurteilen wie gut er nachher war und ob er 
besser war als zuvor;
da es aber ein damals ~70jähriger Uhrmachermeister gewesen ist,
gehe ich davon aus, dass es nicht sein erster Bohrer war den er schliff;
im Gegenteil sogar; er erklärte mir seinerzeit glaubhaft, er müsse das 
IMMER machen auch mit neuen Bohrern, weil er(der Bohrer) für Messing und 
andere Weichmetall die falsche Geometrie hätte (zu lange Späne....)
-er war's übrigens der mit zeigte wie man Spatenbohrer in dusseligen 
Grössen friemelt und sie korrekt benutzt.-

Als ich clickspring zusahe wie er dasselbe tat (spiralbohrer geometrie 
ändern für Messing;
zugegeben bei grösser formatigem Bohrer und Uhr)
schien mir das vom Prinzip her bestätigt.

Aber ich fürchte auch,
dass das in einer kosteneffizienten Arbeitsumgebung vermutlich NICHT der 
Weisheit letzter Schluss ist, insbesondere wenn son kilo Spiralbohrer im 
Grossmarkt für'n Zehner zu haben ist (übertrieben gesprochen)

Also sicherlich kann man selber feilen und selber machen.
wenn man es nur auch KANN
Und sicherlich sollte man sich selber dafür keine Rechnung schreiben, 
das wär finanzieller Wahnsinn.

Aber das ganze Nein-Doch-Tennis ist doch für TO nicht zielführend...

Ich kann nen Spatenbohrer benutzen (denke das bekomm ich noch hin)
wer das Dingen aber in den Dremel spannt und auf 16k dreht hat natürlich 
schnell Schmelzkäse... mal mehr mal weniger Schmelz sicherlich aber 
immer Käse.

Wenn ich mir Millenials angucke die um 25 zu quadrieren das iPhone 
zücken,
und nur verdutzt gucken wenn sie 391 in Primfaktoren zerlegen sollen im 
Kopf,
dann ist mir auch klar, das viel Wissen schlicht verloren geht mit der 
Zeit.. heisst aber nicht, dass es dadurch seine Gültigkeit verliert

Merke: Nur weil DU etwas nicht kannst, heisst das nicht, dass es nicht 
geht!

'sid

von michael_ (Gast)


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Nick M. schrieb:
> Dreht dein Schleifbock 12000?

Ja!

von Nick M. (muellernick)


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michael_ schrieb:
>> Dreht dein Schleifbock 12000?
>
> Ja!

Und hat 70 mm Drm. Folglich eine Schnittgeschwindigkeit von 44 m/s. 
Bissl zu schnell (mindestens 45%), aber du wirst es schon wissen. 8-/

Aus welcher Puppenstube hast du den geklaut?

von Zeno (Gast)


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sid schrieb:
> und es gibt in der Tat Menschen die 0.9mm Bohrer nachschleifen..
> glaub ich, weil ich es geshen habe.. von Hand (naja in einer Zwinge aber
> mit Lupe, Nadelfeile und Ölstein)
> Mir obliegt es nicht zu beurteilen wie gut er nachher war und ob er
> besser war als zuvor;
> da es aber ein damals ~70jähriger Uhrmachermeister gewesen ist,
> gehe ich davon aus, dass es nicht sein erster Bohrer war den er schliff

Das glaube ich Dir sogar unbestritten. Überlege Dir mal das Meister 
vielleicht aus einer Zeit stammte in der eher der Mangel die Regel war. 
Ich rede hier von den Zeiten um den 2. Weltkrieg herum. Er entstammt 
auch ganz bestimmt einer Generation wo ein kleiner Handwerksmeister 
nichts aber auch gar nichts weg geworfen hat. Und er muß Messing 
bearbeiten, das gerne mal hakt. Mit an das Messing angepassten 
Schnittwinkeln kann da ein deutliches besseres  Verhalten erzielen. Das 
wußte halt der Meister und hat entsprechenden gehandelt. Ebenso kann ich 
mir vorstellen da so kleine Bohrer zu seiner Zeit sehr und schwer 
beschaffbar waren. Alles Dinge die es rechtfertigen viel Zeit in das 
Bearbeiten der Werkzeuge zu investieren. Dein Uhrmacher ist mit seinem 
Werkzeug bestimmt auch sehr sorgsam umgegangen und ich denke mal er wird 
nicht so viele Bohrer abgebrochen haben, das war wohl eher nachschärfen.

Es bestreitet hier auch niemand das es für spezielle Dinge Sinn macht so 
etwas zu tun.

von Nick M. (muellernick)


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sid schrieb:
> und es gibt in der Tat Menschen die 0.9mm Bohrer nachschleifen..
> glaub ich, weil ich es geshen habe.. von Hand (naja in einer Zwinge aber
> mit Lupe, Nadelfeile und Ölstein)

Um einen 0.9er Bohrer für Messing umzuschleifen brauch ich nicht mal 
eine Brille. Nur einen scharfkantigen Ölstein.

von Zeno (Gast)


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Nick M. schrieb:
> mal
> eine Brille

Du Glücklicher!

von Nick M. (muellernick)


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Zeno schrieb:
>> mal
>> eine Brille
>
> Du Glücklicher!

Nein, ich brauch sonst ein Brille.
Gestern hab ich einem Spezl seinen Ultraschallreiniger repariert (neues 
SMD Poti), dazu brauch ich eine Lupenbrille.
Heute in der Früh klopft es an meine Tür und einer ausm Ort hat ein 
Flexkabel (Display) aus dem Stecker rausgezogen. "Wann brauchst du das?" 
"Jetzt". Auch Lupenbrille. Und dann ab in die Arbeit.

Aber die depperte Fase an der Schneide bring ich blind hin.

von Zeno (Gast)


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Nick M. schrieb:
> Aber die depperte Fase an der Schneide bring ich blind hin.

Wenn man das kann ist ja alles gut.

Ich kann's nicht - schrieb ich ja schon, deshalb ist bei mir in aller 
Regel ein abgebrochener oder stumpfer Bohrer ein neuer Bohrer. 
Allerdings werfe ich den stumpfe Bohrer nicht weg, da habe ich ne Kiste 
wo die rein kommen. Ich hab da aus alten Zeiten ein Bohrerschleifgerät, 
welches mehr schlecht als recht funktioniert, aber zum Anschleifen von 
so einem Bohrer um mal im Garten ein Loch in ne Latte zu bohren 
reicht's. Das mache ich aber nur wenn die Not sehr groß ist.

Bei den größeren Bohren frag ich halt meinen Nachbarn ob der mir das 
Ding nachschleift - der ist Feinmechaniker.
Ansonsten wird es halt ein neuer Bohrer das bringt mich auch nicht um, 
zumal ich von den gängigen Größen schon einen kleinen Vorrat habe.

von Werkzeugmacher (Gast)


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Zeno schrieb:
> Und er muß Messing bearbeiten, das gerne mal hakt.

Zu diesem Zweck haben wir früher den Spanwinkel von der HSS 
Bohrerschneide leicht stumpf angeschiffen, so dass der Spanwinkel 
negativ wurde.
Es gab bei uns nämlich keine Messingbohrer in allen Größen.

von michael_ (Gast)


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Nick M. schrieb:
> Und hat 70 mm Drm. Folglich eine Schnittgeschwindigkeit von 44 m/s.
> Bissl zu schnell (mindestens 45%), aber du wirst es schon wissen. 8-/
>
> Aus welcher Puppenstube hast du den geklaut?

Hab nachgemessen, sind nur 55mm Durchmesser.
Manche Leute kaufen sich eben Werkzeug, um ein bestimmtes Ziel zu 
erreichen.

von Nick M. (muellernick)


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michael_ schrieb:
> Hab nachgemessen, sind nur 55mm Durchmesser.

Immer noch zu schnell ... 15% mindestens.

von Zeno (Gast)


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Werkzeugmacher schrieb:
> Es gab bei uns nämlich keine Messingbohrer in allen Größen.

Es gab halt so manches nicht und da mußte man sich halt irgendwie 
behelfen, wenn man denn konnte.

Werkzeugmacher schrieb:
> Zu diesem Zweck haben wir früher den Spanwinkel von der HSS
> Bohrerschneide leicht stumpf angeschiffen, so dass der Spanwinkel
> negativ wurde.
Ja wer es konnte hat eben die Werkzeuge passen zum Material geschliffen. 
Von meinem Schwiegervater kenne ich das so, aber der war halt 
Werkzeugmacher und konnte das.

von WerkzeugLacher (Gast)


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Chuck Norris schleift sich Spirelli als Bohrer an.

von ;) (Gast)


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Zeno schrieb:
> Überlege Dir mal das Meister
> vielleicht aus einer Zeit stammte in der eher der Mangel die Regel war.

Aber nur dem Mangel an Erlaubnis.
Sollte doch bekannt sein, dass der Meister eine Zunft ist, die
im Mittelalter durch beeindruckende Leistungen entstanden sind
und von der herrschenden Elite dann beschützt wurde, weil man
den gesellschaftlichen Wert auch zu schätzen wusste.
Das Wissen und das Können wurden durch die Handwerkskammern
und Innungen über Jahrhunderte gepflegt, beschützt unf weiter
entwickelt.
Der Meister gilt also gesellschaftlich als die Elite von Handwerk
und Industrie, insbesondere was die praktischen Werte und
Fertigkeiten angeht, die oft von Generation zu Generation weiter
gegeben werden.

von Zeno (Gast)


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;) schrieb:
> Zeno schrieb:
>> Überlege Dir mal das Meister
>> vielleicht aus einer Zeit stammte in der eher der Mangel die Regel war.
>
> Aber nur dem Mangel an Erlaubnis.
> Sollte doch bekannt sein, dass der Meister eine Zunft ist ...

Darum ging es in meinem Post überhaupt nicht.

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