Christoph db1uq K. schrieb:
> Ich habe mal eine rotierende Wirbelstromsonde mit dem Velleman
> PCSGU250
> vermessen, da ist eine deutliche Resonanz um 500 kHz zu sehen. Sonden
> für niedrigere Frequenzen hatten dagegen einen ziemlich ebenen
> Amplitudengang, da war keine Resonanz.
Danke für die Beschreibung des Equipments und des Messergebnisses. Die
Messung der komplexen Impedanz ist also mit einem Bodediagramm
(Gesamtverstärkung über frequenz) erledigt?! Eine Resonanz kann man auch
an 'meinem' Sensor messen, je nach Beschaltung zwischen 350 ... 1200
KHz. Wie ausgeprägt der Gütefaktor, also die Erhöhung im
'Resonanzbuckel' ist, kann ich mangel Bodediagramm nicht sagen, im
"Vorversuch" wurde lediglich an einem Zweikanaloszi die erregerfrequenz
'kurz' durchgedreht und festgestellt das sich Phase und Ampitude ändert.
> Die Resonanz dürfte zum Teil auch von dem HF-Übertrager zwischen Rotor
> und feststehendem Teil stammen, das läßt sich nicht trennen.
> Außerdem verschiebt sich die Resonanz mit der Kabellänge, ein halber
> Meter statt einem Meter schon mindestens auf 600 kHz hoch.
> https://www.velleman.eu/products/view/?id=377622
Ja, die Kabellänge hat einen Einfluß, wahrscheinlich auch die Übergange
zwischen Kabel und Sonde. Ich seh da zwei Ansätze diesen unerwünschten
Einfluß rauszurechnen. Zum einem mit einer Referensonde die immer an
einer fixen Messtrecke misst. Oder mit Richtkoppler mit denen man
zwischen reflektierten Erregungssignal und Signal vom Wirbelstrom
unterscheiden kann. Letzteres scheint in kommerziellen
Netzwerkanalysatoren der Wahl sein, da sich in deren Blockschaltbild
diese Richtkoppler finden:
https://de.wikipedia.org/wiki/Netzwerkanalysator#Aufbau