Hi,
ich habe gerade ein ppar 10 MOhm-Widerstände von Mouser geliefert
bekommen. Laut Farbcode sind das auch 10 MOhm Widerstände. Wenn ich
allerdings den Widerstand mit meinem Multimeter messe (UT 139C, geht bis
60 MOhm), werden mir nur 1,5-2 MOhm angezeigt.
Liegt das am Multimeter oder doch an den Widerständen?
Danke!
Kalle
Misst du deinen Körperwiderstand mit?
Liegt der Prüflimg auf einer gut isolierenden Unterlage?
Sind die Strippen OK und nicht überkreuzt?
Messgerät OK?
Man könnte meinen allen "Profis" hier wäre noch nie irgendein
Missgeschick passiert :-)
Jeder von euch hat schon Mist gemessen, ausser er hat noch nie gemessen.
>Himmel dilletanten hier.
Wenn schon: Dilettanten ;-)!
>Jeder von euch hat schon Mist gemessen, ausser er hat noch nie gemessen.
Denke ich auch und (nur) so lernt man dazu.
Und nicht umsonst heißt es "wer misst, misst Mist".
Elektrofurz schrieb:> Ne'e. Nur wer wirklich Mist misst, misst Mist.
Richtig.
Die Generation, wir sind Helden, haben alle mit dem Widerstandsbereich
am Multimeter herumgespielt und kennen das.
Harald W. schrieb:> Deshalb muss man Ihn> doch nicht gleich "himmeln". :-)
Ein bisschen frotzeln, tratzen, getreu dem Motto, wer den Schaden hat,
braucht sich um den Spott nicht zu sorgen ...
@TO
Experiment: Flaeche mit Bleistift auf Papier ausmalen und den Widerstand
messen.
Wenn man sich die Beschreibung eines Dilettanten bei Wikipedia
durchliest bin ich auch einer und hört sich so schlimm gar nicht an.
Also lasst die Leute doch aus Unkenntnis fragen was für die Fachleute
unter Euch Allgemeinwissen ist.
[Zitat aus Wikipedia]
Ein Dilettant (von italienisch dilettante,
Partizip Präsens aus dilettarsi, wie italienisch dilettare, „jemanden
begeistern/erfreuen; liebhaben“, von lateinisch delectari „sich
erfreuen“, „sich ergötzen“)[1] ist ein Liebhaber einer Kunst oder
Wissenschaft, der sich ohne schulmäßige Ausbildung und nicht berufsmäßig
damit beschäftigt.[2] Als Amateur oder Laie übt er eine Sache um ihrer
selbst willen aus, also aus Interesse, Vergnügen oder Leidenschaft und
unterscheidet sich somit von einem Fachmann.
[/Zitat aus Wikipedia]
LOL - also ich fand den Fehler vom TO eigentlich ganz witzig und hat mir
ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert. Ist mir zugegebenermaßen auch schon
passiert. :-)
Haltets die Ohren steif!
Dieter schrieb:> Das naechste mal gebt ihm ein Messgeraet, das mit 100V Pulsen,> begrenzt auf 10mA, arbeitet. Er macht das dann nicht mehr freiwillig.
Kommen von Dir auch mal sinnvolle Kommentare, oder kannst Du einfach
nicht anders??
Hallo kalle,
kalle schrieb:> Ok, vielen Dank... es waren meine Finger xD Wusste nicht, dass mein> Körper einen kleineren Widerstand hat.
besser als an einem solchen Beispiel kann man es gar nicht lernen!
Ist mir auch schon passiert.
Freu' Dich, Du bekamst Unterstützung von jemanden, der ansonsten mit
Messfehlern hantiert, die 100.000-mal kleiner sind als Deiner, relativ
gesehen.
Dieter schrieb:> Experiment: Flaeche mit Bleistift auf Papier ausmalen und den Widerstand> messen.
Ich habe das mal eben in Echt gemacht.
Einen Bleistiftstrich ✏ mit einer 0,5 mm breiten Mine in HB Qualität
mehrmals hin und her gemalt, damit der Strich schön breit wird, erzeugt
einen Widerstand von etwa 184,7k Ohm.
Wenn ich mit den Prüfspitzen vom Messgerät auf dem Strich hin und her
fahre, dann verändert sich der Widerstand sogar. ?
Elektrofurz schrieb:> Einen Bleistiftstrich ✏ mit einer 0,5 mm breiten Mine in HB Qualität> mehrmals hin und her gemalt, damit der Strich schön breit wird, erzeugt> einen Widerstand von etwa 184,7k Ohm.
Hat im Hochspannungsinstitut auch mal ein Student ausprobiert.
Bekanntlich braucht man zum Messen hoher Spannungen auch hohe
Widerstandswerte. Er kam dann blitzschnell aus dem verrauchten Labor
heraus. Der Bleistiftwiderstand auf Papier ist thermisch nicht
sonderlich belastbar....
Grüße von petawatt
Elektrofurz schrieb:> Wenn ich mit den Prüfspitzen vom Messgerät auf dem Strich hin und her> fahre, dann verändert sich der Widerstand sogar. ?
Das nennt sich Schiebepoti ;-)
Elektrofurz schrieb:> Einen Bleistiftstrich ✏ mit einer 0,5 mm breiten Mine in HB Qualität> mehrmals hin und her gemalt, damit der Strich schön breit wird, erzeugt> einen Widerstand von etwa 184,7k Ohm.
Gutes Beispiel: Wenn das Gerät '184,7' k anzeigt, dann ist das der
momentan gemessene Wert. Nächste Messung vielleicht 180k oder 200k? Aber
Du schreibst ja 'etwa' ..
Ich hatte in der Ausbildung einen Akustischen Durchgangsprüfer gebaut
der je nach Widerstandswert eine andere Tonfrequenz von sich gab - sehr
praktisch übrigens.
In Kombination mit einem Bleistift, Strich kann man dann sogar Musik
machen. Hat was von Theremin.
Kennt ihr das Otamatone? Das war mal Kult! Meins ist leider kaputt
gegangen, als jemand drauf trat.
Die gibt es immer noch zu Schweinepreisen, der Materialwert dürfte bei
3€ liegen.
https://www.amazon.de/Otamatone-from-Maywa-Denki-White-Japanese-Normal/dp/B002IGTOZQ
Hallo
wobei deine Messung bei älteren Kohlewiderständen tatsächlich zutreffen
kann.
Ich hatte hier einige schon ältere (aber nicht uralte) 10MOhm
Kohlwiderstände (halt die ehemals typischen 5% 1/4W bedrahteten
Widerstände) die hatten fast alle eindeutig einen zu geringen Widerstand
- grob alle im unteren einstelligen MOhm Bereich.
Und nein die waren alle unter normalen Umständen gelagert - kein
feuchter Schuppen, keine Dachbodenlagerung oder ähnliches.
Die Metallschichtwiderstände (1% meist blaue oder rötlich braune Farbe
des Körpers und für 1/2W ausgelegt) ähnlichen Alters und bei gleicher
Lagerung, wobei ich natürlich nicht weis wie lange die jeweiligen
Widerstände beim Versender schon vorher gelegen haben, hatten alle noch
ihre Werte, ja lagen sogar deutlich näher am Nennwert als es die
Toleranz erlaubt hätte - es waren allerdings auch nur 10-20 Stück -
einfach wohl besonders genaue erwischt.
Praktiker
Ich habe mich beim TO nur gefragt: Wozu braucht jemand, der nicht weiss,
wie gross ungefähr der Hautwiderstand ist, einen 10M Widerstand???
Gruss Chregu
Christian M. schrieb:> Wozu braucht jemand, der nicht weiss,> wie gross ungefähr der Hautwiderstand ist, einen 10M Widerstand???
Habe ich mich gerade auch gefragt. Vermutlich steht die nächste Frage
zur Schaltung rund um den 10M schon vor der Tür...
Gruß Rainer
Als Schüler (60er Jahre) habe ich mit Bleistiftwiderständen Schaltungen
gebaut. Habe Fehlersuchen gelernt dabei. Riesen Erfolgserlebnis, wenn es
dann ging.
Rainer V. (a_zip) schrieb:
>Christian M. schrieb:>> Wozu braucht jemand, der nicht weiss,>> wie gross ungefähr der Hautwiderstand ist, einen 10M Widerstand???>Habe ich mich gerade auch gefragt. Vermutlich steht die nächste Frage>zur Schaltung rund um den 10M schon vor der Tür...>Gruß Rainer
Ich merke schon - ihr seid fertig ausgebildet zur Welt gekommen ...
Rainer V. schrieb:> Christian M. schrieb:>> Wozu braucht jemand, der nicht weiss,>> wie gross ungefähr der Hautwiderstand ist, einen 10M Widerstand???>> Habe ich mich gerade auch gefragt. Vermutlich steht die nächste Frage> zur Schaltung rund um den 10M schon vor der Tür...
Blöde Frage mit noch blöderer Antwort. Klasse, ihr Helden der
Widerstände?
Jens G. schrieb:> Ich merke schon - ihr seid fertig ausgebildet zur Welt gekommen ...Jörg R. schrieb:> Blöde Frage mit noch blöderer Antwort. Klasse, ihr Helden der> Widerstände
Weitere Beispiele zum Niveau des Forums!
Gruss Chregu
Mohandes H. schrieb:>>Jeder von euch hat schon Mist gemessen, ausser er hat noch nie gemessen.>> Denke ich auch und (nur) so lernt man dazu.>> Und nicht umsonst heißt es "wer misst, misst Mist".
Nö. Es gibt hier die ganz tollen Profis, die sind nur schlau, messen
aber nie etwas. Wer nichts misst, misst keinen Mist.
Selbst in der Arbeit haben wir eine solche Fraktion bei den
Hardwareentwicklern. "Ach, ich hab das simuliert, da hat das toll
ausgesehen".
Der Praktiker weiß: Das Problem sitzt in vielen Fällen vor dem
Messgerät. Das ist keine Schande. Wer viel misst, lacht Leute nicht aus
wegen solchen Kinkerlitzchen.
Die ganzen Schlauberger hier sind in Wahrheit dumm, faul, haben keine
Ahnung,reden dafür umso schlauer daher.
Was mich an dieser ständigen, agressiven Reaktionsweise auf Fehler
besonders stört: Fehler sind fundamentaler Bestandteil jedes
Lernvorganges. Nur wenn man sich traut Fehler zu machen, kann man auch
effektiv lernen.
Wir brauchen weniger Motzer und dafür eine solide Lernkultur, welche den
Fehler nicht als Negativum versteht, sondern als Chance.
nippes schrieb:> Was mich an dieser ständigen, agressiven Reaktionsweise auf Fehler> besonders stört: Fehler sind fundamentaler Bestandteil jedes> Lernvorganges. Nur wenn man sich traut Fehler zu machen, kann man auch> effektiv lernen.>> Wir brauchen weniger Motzer und dafür eine solide Lernkultur, welche den> Fehler nicht als Negativum versteht, sondern als Chance.
Die Industrie benötigt dumme billige Arbeitskräfte. Unter Kohl und
Genscher wurde der Grundstein dazu gelegt. Ist leider wahr!
nippes schrieb:> Wir brauchen weniger Motzer und dafür eine solide Lernkultur, welche den> Fehler nicht als Negativum versteht, sondern als Chance.
Exakt. Ich sag immer: Wer nichts arbeitet, macht keine Fehler.
Wer keine Fehler macht, arbeitet auch nicht.
Das ist halt irgenwie deutsch, man weigert sich, Fehler zuzugeben und
daraus zu lernen.
> Exakt. Ich sag immer: Wer nichts arbeitet, macht keine Fehler.> Wer keine Fehler macht, arbeitet auch nicht.
Oder:
Manche "Experten" sollten besser gar nicht erst arbeiten.
(Zum Wohle des Volkes ...)
Naja, ich habe etwas gelernt und wenns für den ein oder anderen zur
Belustigung in dieser angespannten Zeit beigetragen hat: von mir aus!
Danke nochmal für die Hilfe!
Wie schafft man dass?
Ich habe gerade mal praktisch versucht, die Spitzen der Meßstrippen mit
den Fingern anzufassen.
Entweder komme ich dank der Finger nicht nahe genug aneinander oder ich
sehe den SMD nicht mehr.
Wie kommst du auf SMD?
kalle schrieb:> Laut Farbcode sind das auch 10 MOhm Widerstände.
Es ist allerdings eher selten, dass jemand erst beim Messen eines 10MOhm
Widerstandes den Einfluss der Parallelschaltung seiner Finger bemerkt.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Kennt ihr das Otamatone? Das war mal Kult! Meins ist leider kaputt> gegangen, als jemand drauf trat.
Töten drauftreter! Töten drauftreter! Töten drauftreter!
Muss mal an Lindemann einen neuen Songvoschlag machen :D
nippes schrieb:> Was mich an dieser ständigen, agressiven Reaktionsweise auf Fehler> besonders stört: Fehler sind fundamentaler Bestandteil jedes> Lernvorganges. Nur wenn man sich traut Fehler zu machen, kann man auch> effektiv lernen.>> Wir brauchen weniger Motzer und dafür eine solide Lernkultur, welche den> Fehler nicht als Negativum versteht, sondern als Chance.
Ramen! Der TO hats offensichtlich gelernt :D
Leider mindestens ein Kommentator nicht. Auf dessen nächsten Tread freue
ich mich weiniger :-(
Christian M. schrieb:> Jens G. schrieb:>> Ich merke schon - ihr seid fertig ausgebildet zur Welt gekommen ...>> Jörg R. schrieb:>> Blöde Frage mit noch blöderer Antwort. Klasse, ihr Helden der>> Widerstände>> Weitere Beispiele zum Niveau des Forums!
Die mehr Sinn ergeben wenn Du auch den Bezug auf dieses Kommentare
gepostet hättest:
Rainer V. schrieb:> Christian M. schrieb:>> Wozu braucht jemand, der nicht weiss,>> wie gross ungefähr der Hautwiderstand ist, einen 10M Widerstand???>> Habe ich mich gerade auch gefragt. Vermutlich steht die nächste Frage> zur Schaltung rund um den 10M schon vor der Tür...> Gruß Rainer
Wirklich sehr hohes Niveau?
Jemand, der mit 10M-Widerstand hantiert und sei es auch nur in einem
effen Spannungsteiler, der merkt doch spätestens dann, dass der Wert
entweder richtig oder z.B. eine "Potenz" niedriger sein muß. Und klar
muß man Fehler machen, um etwas zu lernen...im Übrigen kann man solche
Messfehler auch mit einem kleinen Kondensator produzieren, den man beim
Messen zwischen Daumen und Finger hält und dabei die Beinchen berührt,
und und und. Und zu guter letzt, "falsche" Bauteile hat sicher auch
schon jeder mal vom Lieferanten bekommen. Also dann :-)
Gruß Rainer
Oder man schaltet einfach 2 von den 10M Widerständen in Serie und
schließt sie an 10 Volt DC an. Wenn man dann ein Multimeter mit 10M
Eingangswiderstand an einen der beiden Widerstände dran hält, muss eine
Spannung von 3,33 Volt messbar sein und das in beiden Fällen.
Elektrofurz schrieb:> Oder man schaltet einfach 2 von den 10M Widerständen in Serie und> schließt sie an 10 Volt DC an. Wenn man dann ein Multimeter mit 10M> Eingangswiderstand an einen der beiden Widerstände dran hält, muss eine> Spannung von 3,33 Volt messbar sein und das in beiden Fällen.
Auf diese Art kann man z.B. fststellen, wie gross der Eingangs-
widerstand wirklich ist. Mein Multimeter hat z.B. in manchen
Bereichen nur 5MOhm.
kalle schrieb:> Danke nochmal für die Hilfe!
Das haben wir gerne gemacht. Das ist uebrigens sehr ansteandig zu danken
von Dir, obwohl wir die Vorlage fuer Spaesse nutzten.
Nur nicht den Mut verlieren!
Blumpf schrieb:> Das ist halt irgenwie deutsch, man weigert sich, Fehler zuzugeben und> daraus zu lernen.
Da hatte ich mal ein schönes Erlebnis: Es ging darum, einen
Software-Systemtest zu machen.
Ich war morgens allein im Labor, und der oberste Chef kam herein und
fragte: "Wieviele Fehler haben Sie denn schon gefunden?". Ich - etwas
unsicher - nannte die ehrlichen xx Fehler.
Und jetzt die Überraschung: "Das ist aber wenig, das muss mehr werden!".
Er kannt also die Aussage: Software ohne Fehler gibt es nicht - man hat
sie nur noch nicht gefunden ;-))
Dietrich L. schrieb:> Er kannt also die Aussage: Software ohne Fehler gibt es nicht - man hat> sie nur noch nicht gefunden ;-))
Üblicherweise macht man auch ein paar Fehler rein um zu schauen ob der
Tester wirklich arbeitet oder nur den Bericht vom letzten Mal wieder
rausschickt. Ab ASIL-C wird das IIRC sogar von der Norm gefordert.