Forum: Haus & Smart Home Schuko Zwischenstecker mit Sicherung


von Stefan M. (derwisch)


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Hallo,

Meine suche im Netz war bisher erfolglos.
Ich benötige einen Schuko Zwischenstecker, der den angeschlossenen 
Verbraucher absichert.

Ich meine keinen Personenschutz ( FI ).
Davon findet man genug...

https://www.conrad.de/de/p/bachmann-919284-zwischensteckdose-mit-prcd-weiss-469415.html?hk=SEM&WT.srch=1&WT.mc_id=google_pla&s_kwcid=AL%21222%213%21397864864779%21%21%21g%21%21&ef_id=EAIaIQobChMI0rDwx5vb6AIVQlXTCh28ogSvEAQYBSABEgLEivD_BwE%3AG%3As&gclid=EAIaIQobChMI0rDwx5vb6AIVQlXTCh28ogSvEAQYBSABEgLEivD_BwE

Von der Bauweise so wie das Teil im Link, aber es soll nur eine 
Sicherung ( Sicherungsautomat ) enthalten.
Idealerweise mit flinker Charakteristik und max. 10A.

Hat jemand von Euch schon einmal sowas gesehen?

Selbstbasteln entfällt, da es im Beruf eingesetzt werden soll.

Beitrag #6214599 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Martin (Gast)


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Vielleicht würde sich ein Überspannungsschutzstecker anbieten, der eine 
normale Feinsicherung 5x20mm beinhaltet.
Diese könnte dann gegen den gewünschten Wert getauscht werden.
Wenn dieser höher ist, als der vom Hersteller vorgesehene Wert, dann 
sollte man die übrigen Sicherungselemente im Stecker "deaktivieren".
Dieses dann außen kenntlich machen.

von Martin (Gast)


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Martin schrieb:
> Vielleicht würde sich ein Überspannungsschutzstecker anbieten, der
> eine
> normale Feinsicherung 5x20mm beinhaltet.
> Diese könnte dann gegen den gewünschten Wert getauscht werden.
> Wenn dieser höher ist, als der vom Hersteller vorgesehene Wert, dann
> sollte man die übrigen Sicherungselemente im Stecker "deaktivieren".
> Dieses dann außen kenntlich machen.

So einer z.B.
https://www.conrad.de/de/p/kopp-171302011-ueberspannungsschutz-zwischenstecker-weiss-1678462.html

von M. F. (fuchs1991)


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Stefan M. schrieb:
> Ich benötige einen Schuko Zwischenstecker, der den angeschlossenen
> Verbraucher absichert.
> .....
> Selbstbasteln entfällt, da es im Beruf eingesetzt werden soll.

Wenn es im Beruf eingesetzt wird, sicher die Steckdose richtig ab dann 
brauchst du so eine Bastelei nicht.

von Udo S. (urschmitt)


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Stefan M. schrieb:
> Selbstbasteln entfällt, da es im Beruf eingesetzt werden soll.

Darf man fragen wofür?
Dir ist aber klar, dass ein 10A Automat im Kurzschlussfall nicht 
unbedingt selektiv zu dem B16 Automaten ist, der die Steckdose 
absichert. Im Zweifel lösen beide Automaten aus.

von Karl B. (gustav)


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Stefan M. schrieb:
> Ich benötige einen Schuko Zwischenstecker, der den angeschlossenen
> Verbraucher absichert.

Hi,
sobald ein Gerät einen Netzanschluss bekommt, muss es für die 
entsprechenden LS ausgelegt sein.
Sollte das nicht so sein, muss der Hersteller von sich aus Maßnahmen zum 
Geräteschutz ergreifen, damit es wieder vorschriftsmäßig ist.
Im Radio oder Fernsehen etc. zum Beispiel sind dafür meistens die 5x20 
mm Schmelzeinsätze drin. Sonst dürfte man die ja garnicht an das 
Haushaltsnetz anschließen.
Wie man das anderweitig löst, zeigt ein Blick über die Landesgrenze:
In England bekommt das Gerät einen Stecker mit eingebauter 
Schmelzsicherung, die je nach Gerät von 3A bis 13A dimensioniert sein 
kann.
Eine Zwischenstecklösung scheidet schon deswegen aus, weil ja dann auch 
Geräte ohne ausreichene Eigensicherung angeschlossen werden könnten.
Diese muss immer fest mit dem Gerät verbunden bzw. eingebaut sein.
Die Tauchsieder z.B. haben noch STBs extra.

ciao
gustav

von Ich (Gast)


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Stefan M. schrieb:
> Selbstbasteln entfällt, da es im Beruf eingesetzt werden soll.

Warum lässt man dann nicht eine entsprechende Steckdose installieren, 
oder tauscht den LSS aus?
Die Problematik 10A<->16A wurde ja auch schon erwähnt.

von Stefan M. (derwisch)


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Udo S. schrieb:
> Darf man fragen wofür?

Ja klar.
Es werden Geräte ( die mit Netzspannung betrieben werden ) einem Endtest 
unterzogen.
Die Geräte werden von einem Zulieferer nach unseren Vorgaben 
zusammengebaut.
Dort werden sie aber nicht auf Funktion getestet.

Aus räumlichen Gründen, die nicht kurzfristig zu ändern sind, wird eine 
Steckdose benutzt, die mit einem Nachbarraum am selben Stromkreis hängt.
In dem Nachbarraum läuft der PC eines Kollegen.

Wenn nun ein zu prüfendes Gerät einen Kurzschluß hat, fliegt in der 
Unterverteilung die Sicherung... und der Kollege mit dem PC bedankt sich 
herzlich.

Ich möchte also nur die eine Einzelsteckdose erheblich kleiner und 
flinker absichern, damit die Sicherung in der Unterverteilung nicht 
"fliegt".

Der Vorteil wäre auch, dass ich den Zwischenstecker an beliebigen 
anderen Orten dafür benutzen kann, ohne irgenwen zu ärgern ( im 
Kurzschlussfall ).

von Karl B. (gustav)


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Stefan M. schrieb:
> In dem Nachbarraum läuft der PC eines Kollegen.
> Wenn nun ein zu prüfendes Gerät einen Kurzschluß hat, fliegt in der
> Unterverteilung die Sicherung... und der Kollege mit dem PC bedankt sich
> herzlich.

Hi,
Pferdandersherumaufzäum:
Was ist, wenn Iso Fehler und FI auslöst?
Spendiere Deinem Kollegen eine vernünftige USV.

ciao
gustav

von Udo S. (urschmitt)


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Karl B. schrieb:
> Spendiere Deinem Kollegen eine vernünftige USV.

Einen neuen Notebook, dann kann er homeoffice machen :-)

von Harald W. (wilhelms)


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Stefan M. schrieb:

> Ich möchte also nur die eine Einzelsteckdose erheblich kleiner und
> flinker absichern, damit die Sicherung in der Unterverteilung nicht
> "fliegt".

Wie bereits gesagt, ein "kleinerer" Sicherungsautomat (mit geringerem
Auslösestrom) gewährleistet keine Sektivität bei Kurzschluss. Das
würde man bestenfalls mit sog. superflinken (Kürzel: FF) Glasrohr-
Sicherungen erreichen. Diese müssten dann aber im Fehlerfall ausge-
tauscht werden.

von Stefan M. (derwisch)


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Harald W. schrieb:
> Wie bereits gesagt, ein "kleinerer" Sicherungsautomat (mit geringerem
> Auslösestrom) gewährleistet keine Sektivität bei Kurzschluss. Das
> würde man bestenfalls mit sog. superflinken (Kürzel: FF) Glasrohr-
> Sicherungen erreichen. Diese müssten dann aber im Fehlerfall ausge-
> tauscht werden.

Wäre notfalls auch ok.
So häufig kommt der Fehler zum Glück nicht vor.

Das es auch "korrekte Lösungen" ( USV... ) gibt ist mir klar, aber das 
wäre alles ein grösserer Eingriff ins System, was in der Umsetzung ( bei 
uns ) entschieden zu lange dauert.

von Frank B. (frank501)


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Stefan M. schrieb:
> Es werden Geräte ( die mit Netzspannung betrieben werden ) einem Endtest
> unterzogen.
> Die Geräte werden von einem Zulieferer nach unseren Vorgaben
> zusammengebaut.
> Dort werden sie aber nicht auf Funktion getestet.

Dann wäre der erste Schritt, bevor man sie in die Steckdose steckt, daß 
man sie prüft.
Die sowieso erforderliche Prüfung nach DIN VDE 0701/0702 beinhaltet auch 
eine Prüfung auf Kurzschluss. Und da die VOR dem ersten einstecken in 
die Steckdose erfolgt, kann doch gar nix passieren, es sei denn, diese 
wird ausgelassen. Aber dann ist sowieso etwas in eurer Produktion falsch 
gelaufen.

von Hannes J. (Firma: _⌨_) (pnuebergang)


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Hmm, es gibt Steckdosenleisten mit Lastabwurf (auch von Bachmann). Keine 
Ahnung ob die für deinen Fall schnell genug wären.

Dann weiß ich, dass einige der Brennenstuhl Premium-Protect 
Steckdosenleisten neben dem Überspannungsschutz wechselbare 10A Träge 
Glassicherungen haben.

von Karl B. (gustav)


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Stefan M. schrieb:
> aber das
> wäre alles ein grösserer Eingriff ins System, was in der Umsetzung ( bei
> uns ) entschieden zu lange dauert.

Hi,
wirklich sooo schwer?

https://de.wikipedia.org/wiki/Unterbrechungsfreie_Stromversorgung#/media/Datei:Offline-usv.jpg

Stecker rein und los.

ciao
gustav

von Sebastian L. (sebastian_l72)


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Stefan M. schrieb:
> Udo S. schrieb:
>> Darf man fragen wofür?
>
> Ja klar.
> Es werden Geräte ( die mit Netzspannung betrieben werden ) einem Endtest
> unterzogen.
Soll das in Deutschland passieren? Dann gibt es hierzu eine Norm.
VDE Geräteprüfung nach DIN VDE 0701-0702
DGUV Vorschrift 3 (ehemals BGV A3) elektrischer Betriebsmittel.

Da steht auch drin wie der Prüfplatz einzurichten ist.

> Wenn nun ein zu prüfendes Gerät einen Kurzschluß hat, fliegt in der
> Unterverteilung die Sicherung... und der Kollege mit dem PC bedankt sich
> herzlich.
Schon mal über einen Laptop mit einer halbwegs leitstungsfähigen 
Batterie nachgedacht?

> Ich möchte also nur die eine Einzelsteckdose erheblich kleiner und
> flinker absichern, damit die Sicherung in der Unterverteilung nicht
> "fliegt".
Das reicht nicht. Siehe Prüfplatzeinrichtung.
Alles andere könnte deine Versicherung als "grob fahrlässig" bewerten.

von Pressluftschuppen (Gast)


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Karl B. schrieb:

> Stecker rein und los.

Stecker rein und alle Knöpfe auf "10"

https://www.youtube.com/watch?v=_pF-wHznpFA

von Stefan M. (derwisch)


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Eine Idee, wo ich einen solchen abgesicherten Schuko Zwischenstecker 
bekomme hat also keiner?
Dann können wir das hier beenden.

Martin schrieb:
> Vielleicht würde sich ein Überspannungsschutzstecker anbieten, der eine
> normale Feinsicherung 5x20mm beinhaltet.
> Diese könnte dann gegen den gewünschten Wert getauscht werden.
> Wenn dieser höher ist, als der vom Hersteller vorgesehene Wert, dann
> sollte man die übrigen Sicherungselemente im Stecker "deaktivieren".
> Dieses dann außen kenntlich machen.

Danke Martin,
das wäre evtl. eine kurzfristig durchführbare Möglichkeit.

von Armin X. (werweiswas)


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Stefan M. schrieb:
> Eine Idee, wo ich einen solchen abgesicherten Schuko Zwischenstecker
> bekomme hat also keiner?

Weil das, wie schon mehrfach zu erklären versucht wurde, völlig unüblich 
ist!
Erzähl doch mal was Du warum absichern möchtest?

von Andre (Gast)


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Stefan M. schrieb:
> Eine Idee, wo ich einen solchen abgesicherten Schuko Zwischenstecker
> bekomme hat also keiner?

Habe ich noch nie gesehen, gibt schlicht keine Anwendungsfall dafür.
Deswegen: Automatengehäuse, zwei Kabelverschraubungen, Leitung & 
Schukostecker besorgen. Sowas ist in 20 Minuten gebaut.
Schau mal ob du einen LSS mit A oder Z Charakteristik bekommen kannst, 
die lösen sehr schnell aus. Oder B6 oder noch kleiner, wenn es die Last 
zulässt.

von Sascha S. (dec)


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Andre schrieb:
> Stefan M. schrieb:
>> Eine Idee, wo ich einen solchen abgesicherten Schuko Zwischenstecker
>> bekomme hat also keiner?
>
> Habe ich noch nie gesehen, gibt schlicht keine Anwendungsfall dafür.
> Deswegen: Automatengehäuse, zwei Kabelverschraubungen, Leitung &
> Schukostecker besorgen. Sowas ist in 20 Minuten gebaut.
> Schau mal ob du einen LSS mit A oder Z Charakteristik bekommen kannst,
> die lösen sehr schnell aus. Oder B6 oder noch kleiner, wenn es die Last
> zulässt.

Oder anstatt des LSS eine Sicherungsreihenklemme, da kann er dann auch 
Glasrohrsicherungen für kleine Ströme und mit schnellen Charakteristiken 
einsetzen.

Grüße

von asd (Gast)


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Wie viel Leistung hat das zu testende Gerät? Wenn nicht allzu viel, dann 
Trenntrafo mit (Fein-)Sicherung. Der Trafo ist nur wegen dem 
Innenwiderstand da, damit der Automat im Sicherungskasten nicht fliegt.
Wenn das den Entscheidern zu teuer ist, dann einen 300W oder 1000W 
Halogen-Baustrahler in Reihe zum Verbraucher schalten. Im 
Kurzschlussfall leuchtet dann nur der Scheinwerfer. Zusätzlich mal über 
einen Firmenwechsel nachdenken, mit solchen Chefs gewinnt man eh keinen 
Blumentopf. Du bist denen vermutlich auch viel zu teuer und die denken 
eh schon darüber nach wie sie deinen Job nach China oder Indien (China 
ist denen inzwischen sicher zu teuer) verlagern.

von Andreas W. (andreas1988)


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Wie wärs denn mit sowas?

Personenschutzleitung, soll laut Hersteller "alle elektrischen Fehler in 
beiden Richtungen" erkennen.

https://elektron-berlin.de/produkte/schukomaterial/personenschutzleitung-mit-schutzleitererkennung-prcd-s.html

Kann man sich bei denen sogar mit Aufdruck auf dem Kabel: "geklaut bei 
Firma XY" bestellen.

von Ich (Gast)


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+1 für "DGUV V3-Prüfung vor Anstecken"!

Wir (12 Leute) haben uns einen Gerätetester (mittlerer 3-stelliger 
Bereich) zugelegt und bei einem neuen MA darauf geachtet, dass die 
notwendige Qualifikation zum Prüfen vorhanden ist. Seminar bei der 
Berufsgenossenschaft dazu, fertig.

Wir brauchen das zwingend inhouse, weil wir genauso Geräte selbst bauen, 
und die vor dem ersten Einschalten prüfen müssen. Außerdem macht es die 
Abstimmung bei der regelmäßigen Prüfung (1 bzw. 2 Jahre) sowie den 
Neuzugang von Geräten deutlich einfacher.

von Sebastian (Gast)


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von Karls Q. (karlsquell)


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Ich habe bei mir im Bastelzimmer ne Mehrfachsteckerleiste, die eine 
wechselbare Feinsicherung mit 6,3A beinhaltet.
https://www.amazon.de/Steckdosenleiste-%C3%9Cberspannungsschutz-Blitzeinschl%C3%A4gen-Klangerlebnis-Mehrfachsteckdose/dp/B07SPDLNXX/ref=sr_1_79?dchild=1&keywords=steckdosenleiste+mit+sicherung&qid=1586845026&sr=8-79

Die kann man beliebig tauschen, auch von träge zu flink

von Joachim B. (jar)


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Karls Q. schrieb:
> Die kann man beliebig tauschen, auch von träge zu flink

sogar gegen eine T16 für besonders reinen Klang :))))
https://www.ebay.de/itm/T16-0A-Audiophile-16A-Sicherung-5x20mm-Feinsicherung-Traege-slow-blow-vergoldet-/180896190650
für die audiophile Steckdosenleiste

von Karls Q. (karlsquell)


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Dann hier eine Steckerleiste ohne den Filter aber mit wechselbarer 
Sicherung:

Brennenstuhl 1157050374

Aber ich vermute, dass der TO hier eh nicht mehr weiterliest, da er ja 
fast nur Antworten auf Fragen bekam, der er nicht gestellt hatte.

von Joachim B. (jar)


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Karls Q. schrieb:
> Aber ich vermute, dass der TO hier eh nicht mehr weiterliest, da er ja
> fast nur Antworten auf Fragen bekam, der er nicht gestellt hatte.

ist ein Forum und kein Chat
Es wäre denkbar das Andere was lernen können oder mindestens mal darüber 
nachdenken.
Nicht auf alle Fragen kann es Antworten geben, sind wir wirklich aus dem 
NICHTS entstanden?
Ist das Universum nun unendlich oder endlich?

von Karl B. (gustav)


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Stefan M. schrieb:
> Selbstbasteln entfällt, da es im Beruf eingesetzt werden soll.

Bestell den Elektriker Deines geringsten Misstrauens.
Lass es Dir hinterher bescheinigen.
Abnahmeprotokoll.
Fertig.
Keine Probleme mehr mit Arbeitsstättenverordnung und so weiter und so 
fort.
Alles andere ist Mumpitz.

ciao
gustav

von Joachim B. (jar)


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Stefan M. schrieb:
> Selbstbasteln entfällt, da es im Beruf eingesetzt werden soll.

Karl B. schrieb:
> Bestell den Elektriker Deines geringsten Misstrauens.
> Lass es Dir hinterher bescheinigen.
> Abnahmeprotokoll.
> Fertig.
> Keine Probleme mehr mit Arbeitsstättenverordnung und so weiter und so
> fort.
> Alles andere ist Mumpitz.

braucht er doch nicht, das Teil erfüllt es doch

Karls Q. schrieb:
> Ich habe bei mir im Bastelzimmer ne Mehrfachsteckerleiste, die eine
> wechselbare Feinsicherung mit 6,3A beinhaltet.
> 
https://www.amazon.de/Steckdosenleiste-%C3%9Cberspannungsschutz-Blitzeinschl%C3%A4gen-Klangerlebnis-Mehrfachsteckdose/dp/B07SPDLNXX/ref=sr_1_79?dchild=1&keywords=steckdosenleiste+mit+sicherung&qid=1586845026&sr=8-79
>
> Die kann man beliebig tauschen, auch von träge zu flink

solange nichts Schlimmeres wie eine 6,3AT eingesetzt wird!

und mit Preis:   27,99 € deutlich günstiger als der

Karl B. schrieb:
> Bestell den Elektriker Deines geringsten Misstrauens.

von Harald W. (wilhelms)


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Karls Q. schrieb:

> Aber ich vermute, dass der TO hier eh nicht mehr weiterliest, da er ja
> fast nur Antworten auf Fragen bekam, der er nicht gestellt hatte.

Das hängt wohl damit zusammen, das sich sein Problem nicht
so einfach lösen lässt, wie er (und verschiedene Antworter
hier im Thread) glauben.

von Joachim B. (jar)


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Harald W. schrieb:
> Das hängt wohl damit zusammen, das sich sein Problem nicht
> so einfach lösen lässt

schon mal nicht mit einem beliebigen Elektriker, der muss ja nicht mal 
Arbeitsstättenverordnungen kennen.
Ich bin sicher auch da gibt es Unterschiede die nicht jedem Elektriker 
bekannt sind!
Man kann ja nicht mal im VDE vernünftige Antworten bekommen!
Es bleibt also immer eine gewisse Unsicherheit, erst Recht im 
Schadensfall.
Da entscheiden Gutachter und Gegengutachter und zuletzt ein Richter.

von Peter B. (peter_b867)


Angehängte Dateien:

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Damit Du so einen Stecker mal sehen kannst, habe ich ein Bild gemacht.
Dieser ist allerdings aus den 1940-Jahren, wurde damals im Betrieb z.B. 
an Lötkolben verwendet.
Ich verwende ihn heute im Garten zum Anschluß des Häckslers (8 A träge), 
damit dieser nicht bei Überstrombedarf (Verstopfungen) die 
Hauptsicherung raushaut. Funktioniert seit Jahren einwandfrei.
Schade, daß es ähnliches heute nicht mehr gibt.

von Sebastian R. (sebastian_r569)


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Stefan M. schrieb:
> Es werden Geräte ( die mit Netzspannung betrieben werden ) einem Endtest
> unterzogen.
> Die Geräte werden von einem Zulieferer nach unseren Vorgaben
> zusammengebaut.
> Dort werden sie aber nicht auf Funktion getestet.

Der korrekte Weg wäre übrigens gewesen, eine elektrische 
Sicherheitsprüfung (DGUV V3) vorzunehmen, bevor man das Gerät 
anschließt. Dann weiß man immerhin, dass weder FI, LSS oder Mitarbeiter 
auslösen.

von Ralf X. (ralf0815)


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Peter B. schrieb:
> Damit Du so einen Stecker mal sehen kannst, habe ich ein Bild gemacht.
> Dieser ist allerdings aus den 1940-Jahren, wurde damals im Betrieb z.B.
> an Lötkolben verwendet.

Schon vor 4,5 Jahren wird der TE gewusst haben, wie so ein Stecker 
aussieht!
Allerdings suchte er einen abgesicherten Stecker mit einem Automaten und 
nicht mit Schmelzsicherungseinsatz!

> Ich verwende ihn heute im Garten zum Anschluß des Häckslers (8 A träge),
> damit dieser nicht bei Überstrombedarf (Verstopfungen) die
> Hauptsicherung raushaut. Funktioniert seit Jahren einwandfrei.
> Schade, daß es ähnliches heute nicht mehr gibt.

Humbug, dafür dann jedes mal die Schmelzsicherung wechseln zu müssen.
Gute Häcksler haben per se einen Motorschutzschalter eingebaut, andere 
lassen sich im Gerät damit nachrüsten.

von Matthias U. (smurf)


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Hi,
> Schon vor 4,5 Jahren wird der TE gewusst haben, wie so ein Stecker
> aussieht!
> Allerdings suchte er einen abgesicherten Stecker mit einem Automaten und
> nicht mit Schmelzsicherungseinsatz!
>
Da es aktuell anscheinend weder das eine noch das andere zu kaufen gibt, 
ist der Unterschied eher akademisch.

Ich brauche sowas für hintereinandergeschaltete Steckerleisten. Ja, das 
darf man eigentlich nicht … aber manchmal geht es halt nicht anders. Was 
spricht also dagegen, einfach die zweite Steckdosenleiste via 
eingebauter Sicherung / Zwischenstecker auf ein bis 2A zu begrenzen?

Dummerweise scheint es das schlicht nicht (mehr) zu geben …

von Marek N. (db1bmn)


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Man könnte in Reihe zum Prüfling eine Glühlampe schalten, mit ca. 40 bis 
100 W. Wenn ein Kurzschluss vorliegt, leuchtet die Glühlampe auf, aber 
begrenzt den Strom, so dass der Leitungsschutzschalter nicht auslöst.
Bleibt sie dunkel, so ist der Prüfling OK (oder es liegt ein Kabelbruch 
vor) und die Glühlampe kann mit einem Schalter überbrückt werden und es 
kann weiter getestet werden.

von Andreas M. (elektronenbremser)


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Matthias U. schrieb:
> hintereinandergeschaltete Steckerleisten.

Matthias U. schrieb:
> Steckdosenleiste

Das ist beides nicht Das gleiche!

Eine Steckdosenleiste enthält mehrere Steckdosen nebeneinander.

Eine Steckerleiste enthält mehrere Stecker nebeneinander?
Vergleiche mit Hakenleiste, die enthält tatsächlich mehrere Haken 
nebeneinander!

Das hat mit "Fachwissen" nichts zu tun, das eine ist eben einfach 
unlogisch!

von Thomas R. (thomasr)


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Es gibt nur wenige Feinsicherungen die im Fehlerfall ohne größere 
"Explosion" schützen können: 5x20 oder 6,3x32 als Keramikrohrausführung 
(Stichwort "Ausschaltvermögen").

Die 6,3x32 wird sogar im Vorzählerbereich zur Versorgung der Geräte im 
RfZ oder APZ verwendet.

Bei einer guten elektrischen Anlage mit niedrigen Schleifenwiderständen 
wird sich eine einfache Glasrohrsicherung bei einem Kurzschluß in viele 
Splitter auflösen.

von Gerd E. (robberknight)


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Matthias U. schrieb:
> Dummerweise scheint es das schlicht nicht (mehr) zu geben …

Was es gibt mit integrierter 5x20 Schmelzsicherung 6,3A:

SKROSS 1.103175 (Pro - World Reiseadapter)
https://skross-shop.de/de/pro-world?___SID=U

Der kann auch von Schuko auf Schuko adaptieren, wie für den hier 
angesprochenen Zweck gewünscht.

von Wollvieh W. (wollvieh)


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Ein Sicherungsautomat paßt nunmal nicht in einen Schukostecker. Und da 
viele Geräte heute kein festes Kabel mehr haben, wäre es wenig 
produktiv, z.B. Euro- oder Kleeblattsteckerkabel mit verschiedenen 
Stromstärken zur Auswahl bereitzuhalten (da man im Zweifel ohnehin die 
falsche Stärke erwischen wird.)

Für verschiedenste Zwecke wäre es aber praktisch, ein 
Schuko-Zwischengehäuse zu haben, in dem bereits ab Werk Platz für 1 oder 
2 TE Hutschienen-Gerätschaften ist. Allein der Markt wird zu eng sein.

Es gibt Steckdosenleisten, die einen Standard- FI in 2 TE verbaut haben. 
Da kann man dann reinbauen was man will.

von Thomas R. (thomasr)


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Einen "Sicherungsautomaten" hinter einen anderen zu schalten (in Serie) 
ist reichlich sinnlos weil beide einen "elektromagnetischen 
Schnellauslöser" eingebaut haben. Das wir dann im Fehlerfall ein 
Wettrennen der beiden Mechaniken, im Zweifel fallen sogar beide.

Selbst ein 16A "B" ist nicht selektiv zu einem 50A "B" (bei einem guten 
Hausnetz)

Es gibt solche Konstruktionen trotzdem aber aus einem völlig anderen 
Grund: Wechsel des Querschnittes. So sind Übergangsboxen von 32A CEE auf 
16A CEE mit 16A LS absolut üblich. Nur gilt da ebenfalls daß im Zweifel 
beide LS fallen, der 32A und der 16A.

: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


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von Harald W. (wilhelms)


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Harald K. schrieb:

> Es gab sogar mal Schukostecker mit integrierten Schmelzsicherungen:

Da ich solche Stecker nur in "alt" kenne, nehme ich an, das diese
inzwischen nicht mehr zulässig sind.

von Lu (oszi45)


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Kaltgerätestecker sind mit Sicherung(en) käuflich. Beispiel 
https://www.lan.de/kes-3si-kaltgeraetestecker-mit-sicherungseinsatz-snap-in/
Allerdings sollte der Fragesteller nach 5 Jahren darüber nachgedacht 
haben, dass eine Sicherung bei Gehäuseschluss nicht ausreicht, da 
übliche Schukostecker in verschiedenen Richtungen in die Steckdose 
gesteckt werden können!

von Harald K. (kirnbichler)


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Lu schrieb:
> da
> übliche Schukostecker in verschiedenen Richtungen in die Steckdose
> gesteckt werden können!

Deswegen gibt es die Dinger auch mit zwei Sicherungen, wie z.B. 
https://www.buerklin.com/de/p/schurter/geraetesteckverbinder/4304-6087/41F1606/

von Thomas R. (thomasr)


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Harald K. schrieb:
> Lu schrieb:
>> da
>> übliche Schukostecker in verschiedenen Richtungen in die Steckdose
>> gesteckt werden können!
>
> Deswegen gibt es die Dinger auch mit zwei Sicherungen, wie z.B.
> https://www.buerklin.com/de/p/schurter/geraetesteckverbinder/4304-6087/41F1606/

Harald, der Schalter ist zweipolig, die Sicherung einpolig!

von Harald K. (kirnbichler)


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Thomas R. schrieb:
> Harald, der Schalter ist zweipolig, die Sicherung einpolig!

Das sieht das dort verlinkte "technische Datenblatt" anders, da gibt es 
eine zweipolige Ausführung.

https://www.buerklin.com/Buerklin-Webshop-Site/rest;loc=de_DE/attachments/Buerklin-Webshop%253A%252FFiles_959%252F43046078de.pdf

von Thomas R. (thomasr)


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Harald K. schrieb:
> Thomas R. schrieb:
>> Harald, der Schalter ist zweipolig, die Sicherung einpolig!
>
> Das sieht das dort verlinkte "technische Datenblatt" anders, da gibt es
> eine zweipolige Ausführung.
>
> 
https://www.buerklin.com/Buerklin-Webshop-Site/rest;loc=de_DE/attachments/Buerklin-Webshop%253A%252FFiles_959%252F43046078de.pdf

Tatsächlich, Kleingedrucktes Lesen hilft ;-)

Dürfte aber in unseren Gegenden ziemlich unüblich sein denn eine 
zweipolige Absicherung macht nur Sinn bei doppelter Phase z.B. im US 
Netz mit 2x120 Volt gegen PE.

: Bearbeitet durch User
von Klaus (feelfree)


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Thomas R. schrieb:
> eine zweipolige Absicherung macht nur Sinn bei doppelter Phase z.B. im
> US Netz mit 2x120 Volt gegen PE.

Und bei uns muss man nur die eine Phase absichern. Bloß auf welchem Pol 
ist die denn?

von Thomas R. (thomasr)


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Die Frage ist doch was du absichern willst? Einen Kurzschluß des L im 
Gerät gegen PE? Dann mußt du bei uns leider beide Pole absichern.

Üblicherweise wird aber nur gegen einfachen Überstrom abgesichert und 
von einer "sicheren Verlegung" innerhalb des Gerätes ausgegangen (lies 
mal die Maschinenrichtlinie und verwandte Regularien). Im Zweifel würde 
dann der vorgeschaltete LS ansprechen (daher gibt es Tabellen für 
Querschnitt/Leitungslänge bei Geräteanschlüssen: es muß immer sicher 
gestellt sein daß der LS noch ansprechen KANN)

Daher wirst du eine zweipolige Geräteabsicherung bei uns kaum finden.

von Lu (oszi45)


Angehängte Dateien:

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Thomas R. schrieb:
> Üblicherweise

Üblicherweise weiß keiner, wo eine lose Schraube herumpurzelt und wie 
der Schukostecker gesteckt wurde.

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Matthias U. schrieb:
> ch brauche sowas für hintereinandergeschaltete Steckerleisten. Ja, das
> darf man eigentlich nicht …
Dürfen, darfst du das schon, nur der VDE hat eine Empfehlung 
ausgesprochen, wonach dies vom VDE nicht empfohlen wird! Gemeint ist die 
Kaskadierung von Steckerleisten!
> aber manchmal geht es halt nicht anders. Was
> spricht also dagegen, einfach die zweite Steckdosenleiste via
> eingebauter Sicherung / Zwischenstecker auf ein bis 2A zu begrenzen?

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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von Thomas R. (thomasr)


Lesenswert?

Lu schrieb:
> Thomas R. schrieb:
>> Üblicherweise
>
> Üblicherweise weiß keiner, wo eine lose Schraube herumpurzelt und wie
> der Schukostecker gesteckt wurde.

Na klar, der Hersteller muß jetzt auch für runterfallende Stricknadeln 
vorsorgen??

Zeig doch mal ein Gerät mit zwei Feinsicherungen auf der 230Volt 
Eingangsseite, viel Spaß beim Suchen.

von Manfred P. (pruckelfred)


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Thomas R. schrieb:
> Zeig doch mal ein Gerät mit zwei Feinsicherungen auf der 230Volt
> Eingangsseite,

Hier!

Die zwei Sicherungen hat es aber nicht wegen des rostigen Nagels im 
Kopf, sondern aus anderem Grund.

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