Hab ein paar interessante Stelle bei VW (Komponente) gesehen und würde
gerne schauen was man da so bekommt. Stelle als E-Ingenieur mit
Berufserfahrung in der Entwicklung in Hessen. Eine Liste mit den
Gehaltsstufen für den Tarifvertrag bei VW hab ich gefunden, aber wo sehe
ich welcher Tätigkeit das zugeordnet ist?
Im Tarifvertrag sind Beschreibungen der Verantwortlichkeit enthalten.
Eigenständige Arbeiten eventuell sogar mit Führungsverantwortung sind
natürlich höher dotiert als Arbeiten nach Anweisung. Sind Verhandlungen
mit Kunden / Lieferanten Teil der Aufgabe? Wie groß ist die
Berufserfahrung - und passt sie zum künftigen Aufgabengebiet? Wie lange
dauerte die letzte Tätigkeit - und was war davor (Studium / andere
Tätigkeit im gleichen oder einem anderen Tätigkeitsfeld?
War die Berufstätigkeit nur kurz (2-3 Jahre) zählt der Abschluss auch
noch mit (Bachelor / Master an einer Hochschule oder Uni?).
Bei einem Stellenwechsel sind Gehaltssteigerungen von 10% häufig kein
Problem. Da VW recht gut zahlt, müsste auch eine Steigerung von 20%
möglich sein, wenn man gut begründen kann, was man dem Unternehmen
bietet (keine Allgemeinplätze !!). Natürlich hängt das noch davon ab, ob
der vorige Arbeitgeber eher gut oder schlecht bezahlt hat. Und dann
spielt natürlich auch der künftige Standort eine Rolle. An teuren
Standorten wie Frankfurt wird man wegen der höheren Lebenshaltungskosten
mehr bekommen als in anderen Teilen Hessens.
> Im Tarifvertrag sind Beschreibungen der Verantwortlichkeit enthalten.
Ich finde da immer nur so was:
https://www.igmetall-nieder-sachsen-anhalt.de/fileadmin/user/News/2018/Dokumente/2018-02-23_VW_Tarif_2_18_Abschluss.pdf
Da sind halt die Stufen drin, aber keine Erklärung.
> Sind Verhandlungen mit Kunden / Lieferanten Teil der Aufgabe?
Möglich wäre es, aber sicher nicht Kernaufgabe.
> Wie groß ist die Berufserfahrung - und passt sie zum künftigen> Aufgabengebiet?
2 Jahre passend (derzeit), 10 Jahre davor nicht Automotiv.
> Bachelor / Master an einer Hochschule oder Uni?
Diplom I an der Uni
> An teuren Standorten wie Frankfurt wird man wegen der höheren> Lebenshaltungskosten mehr bekommen als in anderen Teilen Hessens.
Kassel :)
TL431 schrieb im Beitrag #6217643:
> 2 Jahre passend (derzeit), 10 Jahre davor nicht Automotiv.
Von 15 bis 19 alles möglich, je nach Verhandlungsgeschick, wie der
Abteilungsleiter tickt und Stelle.
Realist schrieb:> Von 15 bis 19 alles möglich, je nach Verhandlungsgeschick, wie der> Abteilungsleiter tickt und Stelle.
Nö, das definieren die Tätigkeitsspezifischen "Tätigleitsbschreibungen".
Hi,
ist von der Ertragssituation bedingt und differenziert sich nach deiner
organisortorischen Entgelt zuordnung. Wird also jedes Jahr neu bestimmt.
Abschlag erfolgt im Novemebr des laufenden Jahrs und Rest mit Endgeld
Mai.
cu
vipp schrieb:> Nö, das definieren die Tätigkeitsspezifischen "Tätigleitsbschreibungen".
Doch. Die Beschreibungen sind oftmals so allgemein, dass teilweise in
ganzen Unterabteilungen alle die gleiche Taetigkeitsbeschreibung haben,
aber die Frischlinge in der 14/15 haengen und Erfahrene in 19.
Die Einstufungen in die Entgeltstufe leiten sich aus den
Tätigkeitsbeschreibungen ab. Hier sind Eckgruppen definiert die mit
Steigerungsstufen versehen sind. Es gibt keine individuelle Einstufung,
so das diese diese immer nur allgemein sein können. Eine individuelle
Einstufing wird von dem Betrieblichen Vorgesetzten und dem Betriebsrat
abgestimmt. Im Einzellfall kann der Betroffene hinzu gezogen werden.
Musste glauben, ich habs teilweise mit verbrochen ;-)
35h. Überstunden kannst entweder auf dem Gleitzeitkonto oder
Langzeitkonto sammeln oder mit Zulage ausbezahlen lassen. Wegen dem
Grenzsteuersatz sammeln die meisten und zahlen nicht aus. Manche denken
langfristig, sammeln auf dem Langzeitkonto und wollen einige Jahre
früher in Rente.
Realist schrieb:> 35h. Überstunden kannst entweder auf dem Gleitzeitkonto oder> Langzeitkonto sammeln oder mit Zulage ausbezahlen lassen. Wegen dem> Grenzsteuersatz sammeln die meisten und zahlen nicht aus. Manche denken> langfristig, sammeln auf dem Langzeitkonto und wollen einige Jahre> früher in Rente.
LOL, mit 35h-Woche im IGM-Wohlfühlkonzern ist man doch faktisch schon in
der Rente. Es soll sogar Leute geben, die lieber wieder im Konzern
weiterschlafen, statt in Rente zu gehen.
TL431 schrieb im Beitrag #6217488:
> Hab ein paar interessante Stelle bei VW (Komponente) gesehen und> würde> gerne schauen was man da so bekommt.
Eins kann ich dir garantieren: Es ist auf jeden Fall zu viel im
Vergleich zur erbrachten Arbeitsleistung, deutlich mehr als andere in
normalen Firmen oder gar beim Dienstleister für die gleiche Arbeit
bekommen.
Mathematiker schrieb:> Eins kann ich dir garantieren: Es ist auf jeden Fall zu viel im> Vergleich zur erbrachten Arbeitsleistung, deutlich mehr als andere in> normalen Firmen oder gar beim Dienstleister für die gleiche Arbeit> bekommen.
Die Kunden von VW scheinen nicht dieser Meinung zu sein.
Mathematiker schrieb:> LOL, mit 35h-Woche im IGM-Wohlfühlkonzern ist man doch faktisch schon in> der Rente.
Unsinn. Das ist ein Konzern wie jeder andere auch. Nur hat VW einen
starken Betriebsrat, aber davon abgesehen gibt es Schnarchnasen, aber
auch extrem kluge und motivierte Leute, die sich den Arsch aufreissen.
Auf manchen Stellen brauchst gar keine Überstunden machen, während auf
anderen jeden Monat zwischen 20-40 oder AT auch mehr Überstunden
anfallen. Wie überall sonst auch.
MaWim schrieb:> Die Kunden von VW scheinen nicht dieser Meinung zu sein.
Richtig. Man wird nicht einfach so zum größten Autobauer weltweit.
Abgesehen von Toyota gibt es keinen weiteren OEM, der in den letzten
Jahren solch hohen Stückzahlen und guten Zahlen abgeliefert hat. Ford,
Fiat, Hyundai und die anderen Japaner waren schon vor Corona 2019
schwach. Die Zahlen sagen die Wahrheit, nicht irgendwelche Neidhammel in
einem anonymen Online-Forum.
Nur so viel: Es gab keine bessere Zeit für Elektrotechniker und
Informatiker um bei VW einzusteigen. Es wird viel in Entwicklung
investiert, man erhöht den SW Eigenanteil BIS 2025 von unter 10% auf
60%. Corona ist bald auch vorbei, in China ziehen die Verkäufe schon
wieder stark an. Laut Umfragen sogar stärker als vorher, weil die Leute
keine öffentlichen Verkehrsmittel nutzen wollen.
>> von Realist (Gast)
Wenn du glaubst das war nur eine kurze Pause von ein paar Wochen.. und
dann ist wieder alles beim alten ... träum weiter.
Vieles ist ne Blase. Machen Platzen und bei machen geht die Luft langsam
raus.
Jupp
So ein Thread zeigt doch wunderbar, dass ein starker betrebsrat und
gewerkschaft viel herausholen kann.
Schade, dass mathematiker als neidhammel den vwmitarbeitern das gute
gehalt nicht gönnt.
Lalamann schrieb:> So ein Thread zeigt doch wunderbar, dass ein starker betrebsrat> und> gewerkschaft viel herausholen kann.>> Schade, dass mathematiker als neidhammel den vwmitarbeitern das gute> gehalt nicht gönnt.
Gewerkschaften sind am aussterben und zwar so richtig. Keiner braucht
diese Sesselpupser.
Ich verstehe sowieso nicht, schon vor Corona nicht, warum es Firmen wie
VW überhaupt so gut ging. Ich fahre ein Auto aus dem VW Konzern, Baujahr
2000. Bis auf Verschleißteile muss nie was gewechselt werden. Der Wagen
dient als Pendlerfahrzeug und hat fast 300 tsd km auf der Uhr. Selbst
der TÜV, vor wenigen Monaten frisch gemacht, hatte absolut nichts zu
bemängeln. Wozu soll man sich also alle paar Jahre als Privatmann einen
Neuwagen leisten, wenn viele Gebrauchte so lange halten? bei den
deutschen Luxusmarken kann ich es schon etwas nachvollziehen, dass die
Reichen halt ständig das neuste Modell wollen, häufig als Statussymbol.
Aber bei einem Gebrauchsgegenstand wie einem VW um mit solider Technik
zuverlässig von A nach B zu kommen?
Gordon N. schrieb:> Lalamann schrieb:> So ein Thread zeigt doch wunderbar, dass ein starker betrebsrat und> gewerkschaft viel herausholen kann.> Schade, dass mathematiker als neidhammel den vwmitarbeitern das gute> gehalt nicht gönnt.>> Gewerkschaften sind am aussterben und zwar so richtig. Keiner braucht> diese Sesselpupser.
Die IGM hat mit ihren Verträgen so gute Vorarbeit geleistet und Gehälter
extrem gepushed, dass sich jetzt auch mal 4 Tarifrunden mit Stagnation
gegönnt werden können. Man hat einen Teil der Zukunft heute schon
verfrühstückt, jetzt muss erstmal wieder ernsthaft entwickelt,
konstruiert und gearbeitet werden, um sich wieder einen Vorsprung
rauszuarbeiten. Mit dauerhaftem Speck wird man halt bequem, langsam und
der Schlendrian hält Einzug. Da braucht es dann mal wieder neue Impulse,
Anreize und Erdung für die Belegschaft.
Gordon N. schrieb:> Lalamann schrieb:> So ein Thread zeigt doch wunderbar, dass ein starker betrebsrat und> gewerkschaft viel herausholen kann.> Schade, dass mathematiker als neidhammel den vwmitarbeitern das gute> gehalt nicht gönnt.>> Gewerkschaften sind am aussterben und zwar so richtig. Keiner braucht> diese Sesselpupser.
Gewerkschaften sind am aussterben? Das musst du mir erklären.
Was ich persönlich beobachten kann ist, dass es grundsätzlich weniger
mitglieder gibt. Eventuell, weil bislang ein arbeitskampf aufgrund der
super bedingungen in tarifunternehmen keinen notwendig gemacht haben.
Aber sobald wieder ins bewusstsein tritt, dass die 80, 90, 100 Tausend
euro pro jahr mal hart erkämpft worden sind, wird sich das auch wieder
ändern, so meine prognose.
Man muss eines ganz klar sagen, natürlich gibt es in
Nicht-Tarif-Unternehmen sehr gut bezahlte mitarbeiter und auch im
Tarifunternehmen sehr schlecht bezahlte. Und es gibt auch Raucher die
100 jahre alt werden und Sportler die mit 21 an Lungenkrebs sterben.
Aber in den allermeisten Fällen ist es genau andersherum.
Sonst würde hier im Forum auch nicht ständig von sog. "Konzernbeamten"
oder "igm-disneyland"die rede sein.
Offenbar Ausdruck von Neid derer, die nicht in dem Genuss von
gewerkschaftlichen Errungenschaften kommen.
Und da scheint VW ja ein Paradebeispiel dafür zu sein wie wichtig für Ma
die Gewerkschaft ist. Ohne Gewerkschaft, kein Tarif.
AVR schrieb im Beitrag #6221412:
> Noch beschissener haben es Informatiker. Die nimmt schon eh keiner mehr> ernst.
Wir finden wenigstens immer einen lässigen Job, während der Großteil von
euch beim Dienstleister buckeln muss!!
Lalamann schrieb:> Was ich persönlich beobachten kann ist, dass es grundsätzlich weniger> mitglieder gibt. Eventuell, weil bislang ein arbeitskampf aufgrund der> super bedingungen in tarifunternehmen keinen notwendig gemacht haben.> Aber sobald wieder ins bewusstsein tritt, dass die 80, 90, 100 Tausend> euro pro jahr mal hart erkämpft worden sind, wird sich das auch wieder> ändern, so meine prognose.
Da hilft mal wieder der berüchtigte Blick über den Tellerrand, sowohl in
den USA oder in der Schweiz liegen die Gehälter noch mal eine Ecke
höcher als hier und das gänzlich ohne Gewerkschaft.
US-Konzerne zahlen Gehälter die weit über IGM-Niveau liegen und in der
Schweiz zahlen selbst unbekannte Mittelständler mehr als 100k!
Naiv gefragt: Wie kann das sein? Warum brauchen wir für gute Gehälter
eine Gewerkschaft?
Ich denke eher das das Problem bei den Gewerkschaften bei VW derzeit
nicht das Gehalt ist, sondern das Beharren darauf das kein einziger
entlassen wird und somit auch eine sehr große Hemmung da ist jemanden
neu einzustellen. Ich beobachte das schon etwas länger, und die Stellen
die jetzt ausgeschrieben sind, sind eine absolute Ausnahme. Ich denke
aber das in der aktuellen Situation, wo sich VW wandeln muss
(E-Mobilität, Digitalisierung), es schon zwingend ist sich auch neue
Leute zu holen und nicht nur umzuschulen.
Qwertz schrieb:> Lalamann schrieb:> Was ich persönlich beobachten kann ist, dass es grundsätzlich weniger> mitglieder gibt.>> Das gilt aber nicht für die IG Metall, da sind die Mitgliederzahlen in> den letzten zehn Jahren ziemlich stabil, siehe hier:> https://de.statista.com/statistik/daten/studie/291605/umfrage/mitgliederentwicklung-der-ig-metall/
Interessant. Ich bin im einem konzern, welcher Verdi zugeordnet ist.
Hier scheinen Gewerkschaftsmitglieder seltener zu werden.
nasowas schrieb:> Lalamann schrieb:> Was ich persönlich beobachten kann ist, dass es grundsätzlich weniger> mitglieder gibt. Eventuell, weil bislang ein arbeitskampf aufgrund der> super bedingungen in tarifunternehmen keinen notwendig gemacht haben.> Aber sobald wieder ins bewusstsein tritt, dass die 80, 90, 100 Tausend> euro pro jahr mal hart erkämpft worden sind, wird sich das auch wieder> ändern, so meine prognose.>> Da hilft mal wieder der berüchtigte Blick über den Tellerrand, sowohl in> den USA oder in der Schweiz liegen die Gehälter noch mal eine Ecke> höcher als hier und das gänzlich ohne Gewerkschaft.>> US-Konzerne zahlen Gehälter die weit über IGM-Niveau liegen und in der> Schweiz zahlen selbst unbekannte Mittelständler mehr als 100k!>> Naiv gefragt: Wie kann das sein? Warum brauchen wir für gute Gehälter> eine Gewerkschaft?
Zu deiner ersten Frage: was denkst du? Kann es sein, dass die
Gewerkschaften in den USA und in der Schweiz womöglich aufgrund
stärkerer Vertretung in den Betrieben mehr rausholen können? Stellen
sich deutsche Gewerkschaften schlecht an und können was von den Amis und
Schweizern lernen?
Wenn ja, spricht das ja ganz besonders für die Gewerkschaften.
Zu deiner zweiten Frage: wir brauchen Gewerkschaften um im Mittel für
die Angestellten mehr herauszuholen. Im Mittel verdienen Angestellte bei
Tarifunternehmen deutlich mehr als in Nichttarifunternehmen. Das führt
übrigens auch dazu, dass die ÜT-Gehälter steigen, da diese
logischerweise über dem Tarif liegen.
Das Aushandeln von Tarifen muss zwischen mind. Ebenbürtigen Partnern
erfolgen. Nur eine starke Gewerkschaft kann Arbeitgebern die Stirn
bieten.
Selbstverständlich mag es Fälle geben in denen einzelne MA auch besser
verhandeln können als es eine Gewerkschaft je hätte tun können. Aber das
sind dann halt nur Einzelfälle. Sonst würden MA bevorzugt in
Nicht-Tarif-Unternehmen eintreten wollen, was enfach so nicht ist.
> US-Konzerne zahlen Gehälter die weit über IGM-Niveau liegen und> in der Schweiz zahlen selbst unbekannte Mittelständler mehr> als 100k!> Naiv gefragt: Wie kann das sein? Warum brauchen wir für gute> Gehälter eine Gewerkschaft?
Alles klar!
Nur wg. der Gewerkschaften sind die Löhne so niedrig ...
Lalamann schrieb:> Sonst würden MA bevorzugt in> Nicht-Tarif-Unternehmen eintreten wollen, was enfach so nicht ist.
Also Ingenieure und Mitarbeiter generell steigen in jedes Unternehmen
ein, wenn das Gehalt stimmt. Was in der Tariftabelle steht, ist
unwichtig.
Das Problem ist, das manche nicht in der Lage sind, selbst zu erkennen,
welches ein passendes Gehalt ist und da kindisch naiv auf dem "Höchsten
der Gefühle" bestehen, auch wenn das eigene Leistungsvermögen und die
Marktnachfrage das nicht im Geringsten rechtfertigen.
Wahrscheinlich ein Problem von Einzelkindern, die nicht wahrhaben
wollen, das sie nicht mehr Mamas einziger Liebling sind.
Neuausrichter schrieb:> Lalamann schrieb:> Sonst würden MA bevorzugt in> Nicht-Tarif-Unternehmen eintreten wollen, was enfach so nicht ist.>> Also Ingenieure und Mitarbeiter generell steigen in jedes Unternehmen> ein, wenn das Gehalt stimmt. Was in der Tariftabelle steht, ist> unwichtig.
Das ist einfach glatt daher gelogen. Ich habe mich mit meinen
Bewerbungen sehr wohl gezielt an Unternehmen ausgerichtet, die dem
Arbeitgeberverband Gesamtmetall angehören und damit nach Metalltarif
bezahlen.
Meinen Kollegen und mir ist sogar sehr wichtig, was in der Tariftabelle
steht.
Ein geregelter Tarif gibt Sicherheit und Transparenz für beide Seiten.
Nichts ist ätzender als inhabergeführte Klitschen, wo jedes Gehalt
einzeln im Hinterzimmer ausgekungelt wird, und der Arbeitnehmer im
Arbeitsvertrag (auch wenn die Klausel unwirksam ist) zu Verschwiegenheit
verpflichtet wird. Das dient nur dazu, die Leute möglichst über den
Tisch zu ziehen - getreu dem Motto: teile und herrsche!
Qwertz schrieb:> Nichts ist ätzender als inhabergeführte Klitschen, wo jedes Gehalt> einzeln im Hinterzimmer ausgekungelt wird, und der Arbeitnehmer im> Arbeitsvertrag (auch wenn die Klausel unwirksam ist) zu Verschwiegenheit> verpflichtet wird. Das dient nur dazu, die Leute möglichst über den> Tisch zu ziehen - getreu dem Motto: teile und herrsche!
Willst du wirklich Öl in die feurige Neidgellschaft gießen? Über
Gehälter wäre es eh besser, wenn keiner sich dazu äußern würde. Das habe
ich in meinem Umfeld gemerkt. Offen über Gehälter sprechen macht alles
nur noch schlimmer.
AVR schrieb im Beitrag #6223296:
> Das habe ich in meinem Umfeld gemerkt. Offen über Gehälter sprechen> macht alles nur noch schlimmer.
Da ist das Internet sehr vorteilhaft, da man sich dort halbwegs anonym
austauschen kann, zum Beispiel in einem öffentlichen Forum zum Thema
Mikrocontroller. ?
Transparenz über Gehaltsstrukturen finde ich prinzipiell gut, die kann
man aber auch anonymisiert erreichen. Ich gebe gerne zu, dass in meinem
persönlichen Umfeld nur nahe Angehörigen mein Gehalt kennen, um einfach
Neid und Missgunst aus dem Weg zu gehen. Die Höhe meines Vermögens
behalte ich sogar lieber komplett für mich.
Qwertz schrieb:> Ich gebe gerne zu, dass in meinem persönlichen Umfeld nur nahe> Angehörigen mein Gehalt kennen, um einfach Neid und Missgunst aus dem> Weg zu gehen.
Sehr löblich. Das ist vernünftig. Sonst wirst du noch gelyncht.
Qwertz schrieb:> Die Höhe meines Vermögens behalte ich sogar lieber komplett für mich.
Aber uns kannst du es verraten oder??
F. B. schrieb:> AVR schrieb im Beitrag #6221412:>> Noch beschissener haben es Informatiker. Die nimmt schon eh keiner mehr>> ernst.>> Ach ja?>> Herbert Diess in großer Sorge um die Zukunftsfähigkeit von VW: "Wenn wir> unabhängig bleiben wollen, müssen wir Software im Auto selbst> entwickeln"
Das heißt aber noch lange nicht, dass man sie ernst nimmt. Nur weil man
sie braucht, können sie immer noch ganz hinten in der Nahrungskette
stehen, und das war ja die These von Kollege AVR.
Fragen über Fragen schrieb:> Ich verstehe sowieso nicht, schon vor Corona nicht, warum es Firmen wie> VW überhaupt so gut ging. Ich fahre ein Auto aus dem VW Konzern, Baujahr> 2000. Bis auf Verschleißteile muss nie was gewechselt werden.
Mit dem Austausch von Verschleißteilen verdienen die Autohersteller am
meisten Geld. Du bist also entgegen deiner Vermutung einer der besten
Kunden von VW.
Der Erfolg von Autoherstellern bemisst sich am Absatz von Neuwagen. Den
größten Gewinn aber erzielt die Branche mit Ersatzteilen.
https://www.welt.de/motor/article137816461/Geschaeft-mit-Autoersatzteilen-ist-der-grosse-Renner.html
Viatorem schrieb:> Der Herr Diess kann es nicht wirklich ernst meinen. Türgummiklopfer> verdienen immer noch im Schnitt mehr als die Informatiker in Bochum. Im> Eigenentwurf gibt es nur Specs bei VW.
Die Klopfer haben halt alte Tarifverträge, die man nicht los wird. Die
Softwareheinis stellt man einfach zu neuen Bedingungen an. Läuft immer
so.
Der Betriebsrat in seinem Puff in Brasilien steht jedenfalls weit über
den Ing-Gehältern. Sorry.
Mathematiker schrieb:> LOL, mit 35h-Woche im IGM-Wohlfühlkonzern ist man doch faktisch schon in> der Rente. Es soll sogar Leute geben, die lieber wieder im Konzern> weiterschlafen, statt in Rente zu gehen.
Konzernbeschäftigung statt Rente:
- Vorteile:
- Man muss den Kaffee nicht selbst kochen.
- Der vom Konzern bezahlte Kaffee von der mit drei Festangestellten
besetzen Kaffeebar schmeckt einfach konkurrenzlos gut.
- Man bekommt Kaffee und Essen an den Arbeitsplatz gebracht.
- Büro, Toilette, Gang werden von der Putzkraft gereinigt.
- Urlaub (Dienstreisen) von Konzern organisiert und bezahlt.
- Üppige Vergütung
- Gemeinschaftsspaßveranstaltungen
- unterhaltsame Weiterbildungen
- Plattform zur Pflege der eigenen Narzisstischen
Persönlichkeitsstörung (besser: Persönlichkeitsbegabung)
- Nachteile:
- Meetings
- Vortäuschung des Beschäftigtseins wird erwartet.
- lautes Schnarchen der Kollegen
- Chauffeur des Dienstwagens beschwert sich beim Abholen des
Angestellten von seinem Eigenheim im Zentrum von München über die
Bedingungsfeindlichkeit seines Berufs.
Stefan H. schrieb:> - Der vom Konzern bezahlte Kaffee von der mit drei Festangestellten> besetzen Kaffeebar schmeckt einfach konkurrenzlos gut.
Ich war während des Studiums mehrere Jahre Werkstudent bei Bosch. Dort
gab es gar nichts umsonst. Nicht einmal Mineralwasser, das man zu völlig
überteuerten Preisen aus dem Automaten rauslassen musste. Für den Kauf
des Kaffeepulvers hatten sie eine Spendenkasse. In jeder Klitsche gibt
es Mineralwasser umsonst, Kaffee war in 3 meiner bisherigen 4 Klitschen
auch kostenlos. Wenn ich das hochrechne, können da pro Jahr schnell
1.000 € des Nettogehalts allein für Mineralwasser und Kaffee draufgehen.
Fragen über Fragen schrieb:> Ich verstehe sowieso nicht, schon vor Corona nicht, warum es> Firmen wie> VW überhaupt so gut ging. Ich fahre ein Auto aus dem VW Konzern, Baujahr> 2000. Bis auf Verschleißteile muss nie was gewechselt werden. Der Wagen> dient als Pendlerfahrzeug und hat fast 300 tsd km auf der Uhr. Selbst> der TÜV, vor wenigen Monaten frisch gemacht, hatte absolut nichts zu> bemängeln. Wozu soll man sich also alle paar Jahre als Privatmann einen> Neuwagen leisten, wenn viele Gebrauchte so lange halten? bei den> deutschen Luxusmarken kann ich es schon etwas nachvollziehen, dass die> Reichen halt ständig das neuste Modell wollen, häufig als Statussymbol.> Aber bei einem Gebrauchsgegenstand wie einem VW um mit solider Technik> zuverlässig von A nach B zu kommen?
VW geht es unteranderem so gut, weil die Autos eben lange halten. Bei
einem Gegenstand, der fünfstellige Beträge kostet will man ja dass der
viele Jahre hält. Anders als bei Kleidung, wo viele ja scheinbar am
liebsten wöchentlich was neues kaufen.
Zudem deckt VW mit seinen Marken auch ein risieges Spektrum ab. Man hat
"günstigere" Marken wie Skoda und Seat, dann VW und Audi und die noblen
Marken Porsche, Bentley, Lamborgini und Bugatti. Da ist halt auch für
jeden was dabei. Und keiner Marke könnte man zusprechen eher in
Fiat-Qualität zu fertigen.
Whatever schrieb:> F. B. schrieb:>>> Ich war während des Studiums mehrere Jahre Werkstudent bei Bosch.>> Und trotzdem nicht übernommen worden?
Ähm, wundert dich das wirklich beim Finanzberater??
AVR schrieb im Beitrag #6223610:
>> Ich gebe gerne zu, dass in meinem persönlichen Umfeld nur nahe>> Angehörigen mein Gehalt kennen, um einfach Neid und Missgunst aus dem>> Weg zu gehen.>> Sehr löblich. Das ist vernünftig. Sonst wirst du noch gelyncht.
Entweder hast du ein gestörtes Umfeld oder keine Eier.
Kaum zu glauben, wie toxisch dieser Thread einfach ist. Bin mir
teilweise nicht sicher ob ich den Gruppen-Whatsapp-Chat der Klasse 6c
lese, oder eine Unterhaltung zwischen Erwachsenen.
Das Mikrocontroller Forum gilt generell als eines der toxischten Foren.
Hier gesellen sich arrogante Berufseinsteiger die in den jährlichen
Gehaltsthread behaupten, dass Sie 120.000 Euro verdienen, aber natürlich
nur wenn der Bonus niedrig ausfällt, zu alten weißen Männern die finden,
dass ein Werker am Band bitte nicht mehr als Mindestlohn verdienen soll
weil seine Arbeit nichts wert ist.
Was war eigentlich noch das Thema dieses Threads?
Weder arbeitet man für diese Firma noch kauft man deren Produkte.
Man kauft von VW nur eines: Aktien. VW ist heute vermutlich Tagessieger
im DAX: ca. +8%.
Das Kaufen des überteuerten VW-Schundes überlässt man Anderen die deren
Produkte für Gold halten. VW hat genug Fans die regelmässig deren Müll
kaufen, selbst wenn sie damit schon zig mal auf die Fresse gefallen
sind. Solche Firmen sind selten die solche treudoofe Kunden haben, da
muss man echt lange suchen.
Aktuell Elektrokisten: Ich sehe vermehrt VW-Produkte auf den Strassen,
ok auch noch Renaults für die Ärmerern aber der VW-Fanboi ist schon am
Umsatteln. Wenn ein Elektorkarren dann nur von VW denkt der sich, ich
will meinen Gold in Elektro, sonst weint der wenn er nach 30 Jahren was
anderes fahren müsste.
Whatever schrieb:> F. B. schrieb:>> Ich war während des Studiums mehrere Jahre Werkstudent bei Bosch.>> Und trotzdem nicht übernommen worden?
Gab gerade einen Einstellungsstopp.
F. B. schrieb:>>>> Gab gerade einen Einstellungsstopp.
Für gute Leute, die man halten will oder muss, gibt es nie
Einstellungsstopp. Jetzt bietet VW wieder den Bandarbeitern freiwillig
Altersteilzeit und Vorruhestand an, stellt in der Produktion auch nicht
ein, aber in Bereichen wie Leistungselektronik, Batterie, autonomes
Fahren wird kräftig eingestellt.
Realist schrieb:> Für gute Leute, die man halten will oder muss, gibt es nie> Einstellungsstopp.
Schwätzer. Der Abteilungsleiter hat es versucht, ist aber an der
Personalabteilung gescheitert.