Frage zu Audioverstärker - Schaltung eines Experimentierkastens

OP #6219140
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Hallo!

Ich gebe zu, ich bin ein totaler Laie, was Elektronik betrifft; mein 
Sohn hat sich nun wegen Corona einen Bastel Elektronik Kasten 
(Makefactory 150387) gewünscht und ist brav am Werkeln.

Jetzt ist er bei dieser Schaltung (Siehe Anhang) (Bild Copyright 
Makerfactory, Conrad, Franzis Verlag) angekommen. Bzw. die davor ist 
ähnlich, nur statt dem Drehspulmessgerät wird eine Diode angesteuert. 
Bitte 3.34 ignorieren, dass ist dann schon das nächste Experiment.

Jetzt "klappt" das Experiment nicht, da das Messgerät nicht ausschlägt. 
Ich war jetzt der Meinung, dass, wenn ich den Eingang an ein 
Anschlusskabel einer Box einer Stereoanlage anlege, da doch ein 
Ausschlag zu sehen sein sollte.

Aber anscheinend bin ich da zu naiv.

Kann mir bitte jemand zu meinem Denkfehler helfen?

Danke, und noch schöne Ostern!

LG, Markus
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Gast #6219170
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Markus S. schrieb:
> Jetzt "klappt" das Experiment nicht, da das Messgerät nicht ausschlägt.
> Ich war jetzt der Meinung, dass, wenn ich den Eingang an ein
> Anschlusskabel einer Box einer Stereoanlage anlege, da doch ein
> Ausschlag zu sehen sein sollte.

Dem ist auch so.
Wenn es bei euch nicht so ist, dann solltest du alle Kontakte 
überprüfen, die Widerstandswerte kontrollieren und prüfen, ob der 
Transistor auch korrekt verschaltet ist.
Vielleicht hilft uns ein Bild von eurem Aufbau?
#6219186
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HildeK schrieb:
> Markus S. schrieb:
>> Jetzt "klappt" das Experiment nicht, da das Messgerät nicht ausschlägt.
>> Ich war jetzt der Meinung, dass, wenn ich den Eingang an ein
>> Anschlusskabel einer Box einer Stereoanlage anlege, da doch ein
>> Ausschlag zu sehen sein sollte.
>
> Dem ist auch so.

Das hängt aber auch davon ab, wie laut der Verstärker "aufgedreht" 
wurde.
Immerhin müssen die Flusspannungen von D1 und BE-Diode von T1 
überschritten werden. Also erst ab etwa 1,5V Spitze könnte sich was tun.
#6219191
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Wenn die Box mit ausreichender Lautstärke arbeitet, müsste es gehen, die 
Leitung anzuzapfen und dieser Anzeige zuzuführen.

Für volles Leuchten sind am Emitter des 2N3904 ca. 3V notwendig, an der 
Basis etwa 3,6V
3,6V Uss sind aber etwa 1,8V û oder etwa 1,2V eff. Das wären dann an 
einem 4-Ohm Lautsprecher etwa 250mW also deutliche Lautstärke.

Natürlich müsste die LED richtig gepolt sein, ihre kathode an den 
Kollektor, die Anode an den 220 Ohm-Widstd. und die Diode ersetzt das 
Messgerät, wird nicht etwa in reihe zu diesem eingefügt.
Gast #6219201
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Peter R. schrieb:
> Natürlich müsste die LED richtig gepolt sein, ihre kathode an den
> Kollektor, die Anode an den 220 Ohm-Widstd.

Da ist keine LED, sondern ein Drehspulinstrument!

Dieter schrieb:
> Teste erst die Funktion der Schaltung mit einem 10k Widerstand vom
> Eingang auf die positive Vetsorgungsspannung. Da muesste sich der Zeiger
> bewegen.

Ja, das wäre der schnellste Versuch, um andere Fehler auszuschließen.

HildeK schrieb:
> und prüfen, ob der
> Transistor auch korrekt verschaltet ist.

Auch die Diode muss richtig herum eingebaut sein!
Gast #6219226
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Da fehlt noch ein Widerstand etwa 100R bis 1K vom Eingang nach Masse.
Grund: Viele Verstärker haben einen Kondensator am Ausgang.

Es ist auch möglich, dass die Eingangsspannung zu klein oder
zu groß ist. Es gibt auch keinen Strombegrenzungswiderstand
für die 1N4148. Die kann deshalb hochohmig geworden sein
und ist kaputt.

Ich hatte als Kind auch mal einen Elektronikbaukasten.
Auch da hat man auf einen kindgerechten Strombegrenzungs-
widerstand vor der Basis verzichtet.
Ich hatte unbewusst die Transistoren gekillt und frustriert
aufgegeben.
Hätte nicht gedacht, dass die Elektronikbaukasten-Hersteller
die Fehler aus den 1980ger Jahren immer noch pflegen.

Dann hatte ich die Elektronenröhre kennen gelernt.
Alles funktionierte auf Anhieb. Hatte also auch was gutes,
dass der Halbleiterkram erstmal nicht lief. :-)

LG
old.
OP #6219310
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Hallo,

vielen Dank für die vielen Antworten, anbei noch 3 Bilder vom aktuellen 
Aufbau.

Ich habe die Boxen nur bedingt aufdrehen können, ist ja Ostersonntag. 
Ich habe dann auch noch den Kopfhörerausgang getestet, da konnte ich 
voll aufdrehen.

Aber wiederum kein Ausschlag.

Ich werde mir den Test mit dem 10k Widerstand morgen dann ansehen bzw. 
mal prüfen, ob in der Zwischenzeit der 1N4148 kaputt geworden ist.

Danke, Markus
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Gast #6219335
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Ich würde Dir raten, Dich vom Instrument systematisch
zum Eingang durchzuarbeiten.

Also das Instrument über 4K7 (4700 Ohm) an die
Batterie. Schlägt es voll aus?

Welche Widerstandswerte hat der Kasten vorrätig?

Dieter schrieb:
> Da muesste sich der Zeiger
> bewegen.

Bewegen ist untertrieben. Da steht 1,8mA.

LG
old.
Gast #6219350
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Ich war aber nicht "einwandfrei". Ein 100R vor der Basis
direkt auf der Leiterplatte und ich hätte nie was mit Röhren
gemacht. ;-)

LG
old.

Stefan ⛄ F. schrieb:
> Ja genau. Der Transistor ist falsch herum gedreht.

Sicher?
http://pdf.datasheetcatalog.com/datasheet/auk/2N3904.pdf

Der ist umgekehrt belegt als ein BC547.

Welcher Transistortyp liegt denn wirklich bei?


LG
old.
Gast #6219475
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von Markus S. schrieb:
>Ich habe dann auch noch den Kopfhörerausgang getestet, da konnte ich
>voll aufdrehen.

>Aber wiederum kein Ausschlag.

Hast du beachtet was "Nicht ohne uns O." geschrieben hat?

>Da fehlt noch ein Widerstan>d etwa 100R bis 1K vom Eingang nach Masse.
>Grund: Viele Verstärker haben einen Kondensator am Ausgang.

Durch ein Kondensator kann kein Gleichstrom fließen.

Diode richtigrum eingebaut?
Gast #6219721
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Teo D. schrieb:
> Sicher dass da (roter Pfeil) auch
> wirklich Verbindung besteht?!

Wenn das Brett nicht defekt ist, dann ist das sicher. Ich kenne es 
nämlich. Natürlich nicht seins, das könnte defekt sein.

Vermutlich liegt es aber eher an den drei anderen genannten Faktoren:

- Transistor falsch herum
- Widerstand am Eingang fehlt
- Steuerspannung zu niedrig
Beitrag #6219798 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6220078
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Nicht ohne uns O. schrieb:
> Da fehlt noch ein Widerstand etwa 100R bis 1K vom Eingang nach Masse.
> Grund: Viele Verstärker haben einen Kondensator am Ausgang.
Dort dürften wohl noch die Lautsprecher angeschlossen sein, also kein 
wirkliches Problem.

> Es gibt auch keinen Strombegrenzungswiderstand
> für die 1N4148. Die kann deshalb hochohmig geworden sein
> und ist kaputt.
R2 wirkt strombegrenzend.


In den Bildern des Aufbaues ist ein (loser) roter Draht für das 
Einganssignal zu erkennen. Dort brauchst du eine Zweidrahtverbindung zur 
Stereoanlage, wer weiss, womöglich war die Masse nicht angeschlossen?

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