Störtäger bei neuem Funkgerät

OP #6222240
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Hallo,

ich habe am Wochenende meine neue Albrecht AE6110 angeschlossen. Um 
nicht andauernd den Suchlauf zu betätigen, habe ich das SDR als Scanner 
nebenbei laufen gehabt. Doch als ich sah wie parasitäre 
Spiegelfrequenzen auf dem gesammten Band zu finden waren habe ich es mit 
dem Funken ersteinmal sein gelassen. Wodurch kann das kommen??? 
Stehwelle ist 1:1,6 Antenne L5/8 Stromversorgung 12V AGM Batterie.Das 
komische ist, wen ich mich bewege oder das Mike vor der Funke bewege 
bleibt zwar die original Trägerfrequenz gleich aber die Störträger 
Pendeln durchs gesammte 10 und 11m Band.... Bitte dringend um Hilfe
Angehängte Dateien:
#6222246
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Markus R. schrieb:
> Bitte dringend um Hilfe

Die Wahrscheinlichkeit wird höher, wenn du die Dateigröße des Bildes auf 
ein angemessenes Maß reduzierst.

Ansonsten: Mess-/Anzeigefehler durch Einstrahlung in den TV-Stick 
selbst? Der arbeitet ja eh am unteren Rand seines Frequenzbereichs und 
außerhalb seiner Spezifikationen, und ist zudem selbst meist nicht 
sonderlich gut geschirmt.
Gast #6222315
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Markus R. schrieb:
> Doch als ich sah wie parasitäre
> Spiegelfrequenzen

Was sind denn parasitäre Spiegelfrequenzen? Betonung auf "parasitär".

Spiegelfrequenzen sind mir hinlänglich bekannt, aber "parasitäre" wären 
mir neu.

Markus R. schrieb:
> SDR Stick läuft mit einem Up converter auf 80 MHZ

Dann wundere dich nicht. Da entstehen jede Menge Mischprodukte und 
mangels adäquater Filterung bei diesen Billigheimern, wirst du noch viel 
mehr Überraschungen erleben.
Arbeite dich mal ein.
#6223003
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Hi,

Marek N. schrieb:
> Die "Störträgerkopie" kann nicht von "Kanal 1" kommen, da sie wandert.
> Vermutlich ist es ein nicht ausreichend geschirmtes/entstörtes Netzteil.

Wobei ein so deutlicher Peak so weit oben schon ungewöhnlich ist (aber 
nicht unmöglich)

Falls das Signal aber nur vorhanden sein sollte wenn mit dem Funkgerät 
auch tatsächlich gesendet wird könnte das ein starker Anhaltspunkt für 
eine Intermodulation (oder gar deren Spezialfall Kreuzmodulation. Je 
nachdem WO das Mischprodukt entsteht) sein.

Also das sich aus dem Störsignal eines Schaltwandlers mit seinen ~3MHz 
(was bei neueren Schaltwandler kleinerer Leistung selbst für die 
Grundfrequenz nicht mehr unüblich ist... Oder als 3 Harmonische bei 
mittlerweile weit verbreiteten ~1MHz Schaltfrequenz) und das Sendesignal 
IRGENDWO gemischt werden. Entweder irgendwo an einem Nichtlinearen 
Bauteil ausserhalb von FuG und Spekki, oder aber im 
Eingangsmischer/Vorstufe des Spekkis selbst oder aber im FuG wenn die 
Störung ggf. sogar von dessen eigenem Netzteil kommt und auch auf der 
12V Leitung ausgeprägt vorhanden ist.

Da müsste man mal schauen ob ggf. in etwas größerem Abstand noch mehr 
Störträger auftauchen. Ein fast eindeutiger Nachweis für diese Theorie 
wäre wenn sich auf ~22-23MHz ebenfalls ein Signal nachweisen lässt.

Gruß
Carsten
Gast #6227198
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Carsten S. schrieb:
> Falls das Signal aber nur vorhanden sein sollte wenn mit dem Funkgerät
> auch tatsächlich gesendet wird könnte das ein starker Anhaltspunkt für
> eine Intermodulation (oder gar deren Spezialfall Kreuzmodulation. Je
> nachdem WO das Mischprodukt entsteht) sein.
Nichts von alledem. Weder Inter-, noch Kreuz-.
>
> Also das sich aus dem Störsignal eines Schaltwandlers mit seinen ~3MHz
> (was bei neueren Schaltwandler kleinerer Leistung selbst für die
> Grundfrequenz nicht mehr unüblich ist... Oder als 3 Harmonische bei
> mittlerweile weit verbreiteten ~1MHz Schaltfrequenz) und das Sendesignal
> IRGENDWO gemischt werden. Entweder irgendwo an einem Nichtlinearen
> Bauteil ausserhalb von FuG und Spekki, oder aber im
> Eingangsmischer/Vorstufe des Spekkis selbst oder aber im FuG wenn die
> Störung ggf. sogar von dessen eigenem Netzteil kommt und auch auf der
> 12V Leitung ausgeprägt vorhanden ist.
Batterie - entfällt somit.
Eine der Stufen im Oszillator-/Sendezweig schwingt parasitär.
Für mich ein recht klarer Gewährleistungsfall.
#6227365
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Carsten S. schrieb:
> Falls das Signal aber nur vorhanden sein sollte wenn mit dem Funkgerät
> auch tatsächlich gesendet wird könnte das ein starker Anhaltspunkt für
> eine Intermodulation (oder gar deren Spezialfall Kreuzmodulation. Je
> nachdem WO das Mischprodukt entsteht) sein.

Markus R. schrieb:
> Ok das komische ist nur das ich das Funkgerät am Akku habe und nicht am
> Schaltnezteil. Ich finde den Fehler nicht....

dfIas schrieb:
> Eine der Stufen im Oszillator-/Sendezweig schwingt parasitär.
> Für mich ein recht klarer Gewährleistungsfall.

Markus R. schrieb:
> 20200414_215853.jpg
>
>             234 KB, 190 Downloads


ehe man Spekulationen anstellt, wie und wo das Signal entsteht, sollte 
man erst mal das komplette Signalverlauf des Funkgerätes  Senderseitig 
kennen.

Also welche Oszillatoren sind wie realisiert? wie hoch ist die PLL 
Phasenvergleichfrequenz? welche Zwischenfrequenzen sind vorhanden, und 
was wird wie gemischt, um auf die Endfrequenz zu gelangen.
Einfachsuper ? Doppelsuper? was für ZF Filter?

Kurz gesagt ein Frequenz und Pegelplan.

Erst dann kann man versuchen durch Rechnen mit den vorhanden Parameter 
rauszufinden, wie dieser Peak entstehen könnte. Denn es muss sich 
mathematisch herleiten lassen. Und dann ist es auch meist nicht mehr 
weit, zu erkennen, wo es entsteht.

Alles andere ist reines Kaffeesatzlesen.


Ralph Berres
OP #6229646
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Ralph B. schrieb:
> ehe man Spekulationen anstellt, wie und wo das Signal entsteht, sollte
> man erst mal das komplette Signalverlauf des Funkgerätes  Senderseitig
> kennen.

Leider habe gibt es keinen Schaltplan für das Gerät warum auch es ist 
größtenteils in SMD aufgebaut mit zahlreichen ICs. Außerdem ist ja noch 
Garantie auf die Funke von daher kommt ein Öffnen nicht infrage.
#6229655
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Markus R. schrieb:
> Leider habe gibt es keinen Schaltplan für das Gerät warum auch es ist
> größtenteils in SMD aufgebaut mit zahlreichen ICs. Außerdem ist ja noch
> Garantie auf die Funke von daher kommt ein Öffnen nicht infrage.

Dann bleibt es auch leider Spekulation wie diese Störträger entstehen.

Bei diesen Kenntnisstand ist es vielleicht besser das Gerät zur 
Garantiereparatur zu geben.

Ralph Berres
OP #6229656
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Da Störsignal geht 1:1 mit der Frequenz mit. Wenn ich von Gerät weg gehe 
sodass ich das Mikro gerade noch so halten kann ist der Störträger fast 
weg. Es scheint mir als ob HF von der Antenne über meinen Körper ins 
Mike einstreut. Die Antenne steht momentan auf dem Balkon, von mir etwa 
3m entfernt.
Gast #6230293
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Die Störlinie entsteht definitiv im hoffnungslos übersteuerten 
DVB-T-Stick.
Schaut euch doch mal das Spektrum an.
Sämtliche Störlinien sind "konjugiert" symmetrisch vorhanden, weil es 
wahrscheinlich sogar ein Übersprechen zwischen I und Q gibt.
Der "Träger auf Kanal 1" wirkt hier nur als parasitärer Lokaloszillator.
#6231460
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Markus R. schrieb:
> Dann schau dir bitte nocheinmal das Bild vom Spektrumanalysator an der
> ist sicher nicht überteuert.

Das Bild vom Analyzer zeigt aber auch irgendwie was ganz anderes, als 
der Screenshot vom SDR-Programm. In welcher Größenordnung der zweite 
Peak ist, wurde weiter oben erwähnt. Ich kann nicht beurteilen, ob das 
’n Mangel ist, der die Inanspruchnahme der Gewährleistung rechtfertigt – 
aber dass die dramatische Darstellung im Eingangsbeitrag nicht zur 
Beurteilung von irgendwas herangezogen werden sollte, weil’s 
offensichtlich ein Problem im Versuchsaufbau gab, kann sogar ich als 
Laie erkennen.

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