Danke für viele Stunden Unterhaltung, Anregung, Spass
https://imgs.xkcd.com/comics/rip_john_conway_2x.gif
Das erste Mal in den frühen 80'ern ASM... das letzte Mal dann etwa 10
Jahre später in in FORTRAN 77 ...
Shock ... Conway ist ja auch an/mit Corona gestorben, lese ich gerade
erst. Er hinterläßt uns einen wunderbaren, spielerischen Zugang zur
Mathematik.
In den 80ern habe ich mit dem 'Game of Life' programmieren gelernt, erst
BASIC, dann PASCAL. Und mit so 'unsinnigen' Programmen wie Pi auf 1 Mio
Stellen (auf einem 8086).
RIP!
Mir kam der Name Conway bekannt vor, jetzt ist klar woher. Ich überlege,
wo ich das erste Mal eine Beschreibung des Game of Life gelesen habe,
vermutlich vor meinem ersten Mikrocomputer 1979. Es könnte im
Mathematischen Kabinett von Bild der Wissenschaft gewesen sein.
Irgendwann später hatte ich es dann auch als Grafik auf einem Computer,
vielleicht mein taiwanesischer AppleÜÄ-Nachbau.
Ich habs gefunden, ISBN 3-8002-6010-7 "Das neue Universum" Jahrgang 89
von 1972. Das heißt, der erste Jahrgang dieses traditionsreichen
Jugendbuchs war 1884.
Heimcomputer gab es 1972 noch nicht, man musste das Spiel mit
Dame-Spielsteinen zu Fuß durchspielen.
Mit Foto von Conway am "Computerbildschirm", sieht eher nach Radarschirm
aus.
Christoph db1uq K. schrieb:> Mit Foto von Conway am "Computerbildschirm", sieht eher nach Radarschirm> aus.
Das wird auch einer gewesen sein. Auf den zugehörigen Rechnern (andere
hatten ja nur Drucker), wurden die ersten Games und PCB-Layout Programme
geschrieben! :)
Vermutlich auch noch keine Pixelgrafik, sondern XY-Koordinaten, die
reihum angefahren werden, also Vektorgrafik, die braucht weniger
Grafikspeicher.
Mein Fortran-Kurs an der Uni KA auf der Univac 1108 war 1976. Da waren
auch Lochkarten für Studenten zu teuer, wir mussten gelbe 5-Loch
Baudot-Code Fernschreiberstreifen stanzen und abgeben. Die paar, die an
Bildschirme durften waren privilegiert.
"Computerzeit im Wert von Millionen Mark ..verspielt"
Christoph db1uq K. schrieb:> Ich habs gefunden, ISBN 3-8002-6010-7 "Das neue Universum" Jahrgang 89> von 1972. Das heißt, der erste Jahrgang dieses traditionsreichen> Jugendbuchs war 1884.
Schöner Artikel! Und das ohne PC, nur mit Dominosteinen auf einem
(Riesen-)Brett.
'Das neue Universum' habe ich in meiner Jugend geliebt! Ich hatte einige
Jahrgänge von vor meiner Geburt von 1952-55, alles in schwar-weiß. Dann
wieder welche aus den 70ern.
Von Abenteuern, Reisen, Schiffe, Lokomotiven, bis hin zu Radar,
Funktechnik - da war alles drin was einen technisch interessierten
Jugendlichen begeisterte. Ich blättere heute noch gerne drin, vor allem
in den älteren.
Dann gab es noch die 'HOBBIE-Heftchen. Habe ich zusammen mit meinem
Vater verschlungen.
"Hobby" hatte ein Onkel abonniert, der einzige in der Familie, der auch
etwas von Elektronik verstand, Physiklehrer von Beruf. Er hatte einen
Geigerzähler in der Streichholzschachtel aus "Hobby" nachgebaut.
Miniatur-Zählrrohr ZP1200, wenn ich noch recht weiß, ein Wunderwerk der
Miniaturisierung damals.
Mir besonders in Erinnerung daraus, die Comic-Strip-Reihe "Die seltsamen
Erfindungen des Mr. Finding" und dazu jeweils die Fußnote, dass man den
Namen als "Mist-erfind-Ing." zu lesen hat.
Im Artikel wird auch eine Startkonfiguration gezeigt, die aus Disneys
Trickfilm "Alice im Wunderland" stammt, die Grinsekatze.
https://de.wikipedia.org/wiki/Alice_im_Wunderland_(1951)
die langsam unsichtbar wird, nur ein breites Grinsen bleibt noch eine
Weile in der Luft stehen. Erinnert mich an den Bandnamen Curved Air
https://de.wikipedia.org/wiki/Curved_Air
wie sieht wohl grinsende Luft aus?
Christoph db1uq K. schrieb:> Mir kam der Name Conway bekannt vor, jetzt ist klar woher. Ich überlege,> wo ich das erste Mal eine Beschreibung des Game of Life gelesen habe,> vermutlich vor meinem ersten Mikrocomputer 1979. Es könnte im> Mathematischen Kabinett von Bild der Wissenschaft gewesen sein.> Irgendwann später hatte ich es dann auch als Grafik auf einem Computer,> vielleicht mein taiwanesischer AppleÜÄ-Nachbau.
Bild der Wissenschaft kommt mir insoweit vertraut vor, ich habe das Heft
aber nicht mehr.
Dezember 1978 hatte BYTE das Game of Life als Schwerpunktthema; das
Heftxgibt es noch als Scan bei archive.org.
Dort ist auch zu erfahren, dass Life durch Martin Gardner in den
"Mathematical Games" des Scientific American vom Oktober 1970
vorgestellt wurde, mit einem automatentheoretischen Nachtrag im Februar
1971.
Oh, ja!
Das "Neue Universum"! ;-O
Eine Jahrbuchserie, die einen gewissen Herrn Michalewski
zu der einer besten sience Fiction Serie animierte! ;-O
Mark Brandis, der menschlich - humanste Rettungs und Testpilot!
Hut ab!
Schade, daß das aufkommende internet Anfang der 90'iger Jahre
das "Neue Universum", wie manch Andere niedrgemacht hat... :-(((
mfg
Christoph db1uq K. schrieb:
>> So ähnlich war auch "Der gute Kamerad". Ich hatte ein Exemplar aus den> Sechzigern, finde es aber nicht mehr. Die Wikipedia-Seite dazu befasst> sich nur mit den darin enthaltenen Abenteuerromanen.> https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Gute_Kamerad> http://www.zeitschriften.ablit.de/periodika/kamerad.htm> "Der Gute Kamerad Erscheinungszeitraum: 1887 - 1944, 1951-1968, dann> unter dem Titel "Kamerad" noch bis 1970"
Für die jüngeren Semester gab es dann noch "Wir Jungen".
Na ja ...
warum bekommt denn Percy negativ? ;-O ;-((((
Der Wsten war damals doch reaktionär und frauenfeindlich.
Wie "Radiobasteln für Jungen" etwa von Herrn Richter.
Und wenn frau was aus dem Katalog kaufen wollte,
mußte bis in die 70iger Jahre der Ehemann bürgen! ;-O
mfg
~Mercedes~ . schrieb:> warum bekommt denn Percy negativ? ;-O ;-((((>
Krieg ich im Abo ...
> Der Wsten war damals doch reaktionär und frauenfeindlich.> Wie "Radiobasteln für Jungen" etwa von Herrn Richter.>> Und wenn frau was aus dem Katalog kaufen wollte,> mußte bis in die 70iger Jahre der Ehemann bürgen! ;-O>
Und wenn sie gar arbeiten gehen wollte, musste sie das Placet des
Göttergatten einholen.
Percy meinte:
> Und wenn sie gar arbeiten gehen wollte, musste sie das Placet des> Göttergatten einholen.
Und wenn sie dann beim Elektronikversand Wermsdorf einkaufen wollte....
War das dann Landesverrat? ;-O ;-P
mfg
~Mercedes~ . schrieb:> Der Wsten war damals doch reaktionär und frauenfeindlich.> Wie "Radiobasteln für Jungen" etwa von Herrn Richter.
Was ist denn daran frauenfeindlich? Das Buch heißt eben so, war eines
meiner Lieblingsbücher als 'Junge'. Heute würde es heißen "Radiobasteln
für Jugendliche".
A propos: wie hoch ist wohl der Frauenanteil hier im Forum? Würde mich
mal interessieren. Eher klein, vermute ich. Bei mir im Studium waren 2
Frauen unter 35 Männern.
Überhaupt: Osten - Westen - sind das nicht Begriffe von (vor)gestern?!?
Mohandes H. schrieb:> ~Mercedes~ . schrieb:>> Der Wsten war damals doch reaktionär und frauenfeindlich.>> Wie "Radiobasteln für Jungen" etwa von Herrn Richter.>> Was ist denn daran frauenfeindlich? Das Buch heißt eben so, war eines> meiner Lieblingsbücher als 'Junge'. Heute würde es heißen "Radiobasteln> für Jugendliche".>> A propos: wie hoch ist wohl der Frauenanteil hier im Forum? Würde mich> mal interessieren. Eher klein, vermute ich. Bei mir im Studium waren 2> Frauen unter 35 Männern.
Warum nur, warum?
> Überhaupt: Osten - Westen - sind das nicht Begriffe von (vor)gestern?!?
Wie hoch war denn jeweils der Anteil der Frauen in technischen Berufen?
Percy N. schrieb:>> Bei mir im Studium waren 2 Frauen unter 35 Männern.> Warum nur, warum?
Nee, warum nur, warum? - keine zufriedenstellende Antwort. Frauen steht
es frei sich in alle technischen Richtungen einzuschreiben. Und hier im
Elektronik-Forum ist der Frauenanteil ja auch ziemlich gering. Also,
vermute ich, hat das schlicht und ergreifend mit (mangelndem) Interesse
zu tun!
Erklärt auch nicht warum Richter frauenfeindlich sein sollte. Wie
gesagt, für mich sind Osten und Westen Begriffe von gestern, abgesehen
vom geographischen.
Oder ist doch so: Jungen spielen mit der Eisenbahn, Mädchen mit der
Puppenstube ;-)?
Na egal, hat mit Conway nichts zu tun.
Boah, hier ist was los. ;-)
Ich habe nix gegen Heinz Richter.
Im Gegenteil, wir haben ne Menge Bücher von ihm.
Der Nachteil an ihm ist, das man wirkilich alle Bücher
haben muß, wenn man richtig lernen will.
Son bissel nach:
( "Ich hab zwar an Freya und Würzburgriese mitentwickelt,
aber darüber darf ich nicht reden. Fangen wir also mit dem
Detektor an, die Antenne erklär ich im Buch1, den Schwingkreis
im Buch2...") ;-O ;-P
Das hier nicht mehr Mädels schreiben, liegt an ihrer Erziehung.
Mein Vater hat mich hierher geschleppt, der liest hier schon
10 Jahre mit. Der ist der Meinung, das seine Tochter eben neben
nem Glühkopfmoter auch "microcontroller.net" beherrschen muß. ;-P
Das machen nicht viele. Zu viele Deutschen sind immer noch dem gestern
verhaftet. Den Fauen gegenüber und auch anderswo.
Warum wurde nach der "Wende" nicht die Gelegenheit ergriffen,
zum Beispiel auch das Lied der Deutschen zu renovieren? ;-O
Von der Maaas bis an die Memel! ;-O
Man, wir haben den Krieg verloren! Jedes hat seine Zeit!
Und dann wundert man sich, das immer noch Ost - West Denke
in allen Schichten herrscht!
So, nun hab ich mich ausgeweint. ;-O
Respekt, Foristen!
mfg
Ja, Erziehung wäre eine Erklärung. Wobei: ich hätte nie mit Puppen
spielen wollen. Und meine beiden Schwestern konnten mit technischen
Spielereien nichts anfangen - die bekam ich dann.
Ich bin schon ein politischer Mensch, aber in einem Elektronik-Forum
lasse ich das. Als Jugendlicher hatte ich den Vorteil, sowohl mit H.
Richter & Co aufzuwachsen, als auch mit Büchern die wir von Verwandten
aus dem Osten bekamen.
Die Elektronik ist ein riesengroßes Spielzeug, ein Baukasten mit
praktische unbegrenzten Möglichkeiten! Kann man viel Geld ausgeben,
reicht aber auch Lötkolben & Zinn, paar Bauteile ...
Wie auch die Mathematik. Siehe Conway & Co - das ist die pure Lehre die
sich nur im Kopf abspielt.
Ja, @Mohandes!
> Die Elektronik ist ein riesengroßes Spielzeug, ein Baukasten mit> praktische unbegrenzten Möglichkeiten! Kann man viel Geld ausgeben,> reicht aber auch Lötkolben & Zinn, paar Bauteile ...
Ja, sie ist ein Märchen, das wahr wird!
> Wie auch die Mathematik. Siehe Conway & Co - das ist die pure Lehre die> sich nur im Kopf abspielt.
Nein Mohandes.
Die Mathematik spielt sich heut gerade in der Politik
ab. Sie wird gerade Fleisch und Blut, Mohandes!
Algoritmen bestimmen Gegenwart und Zukunft. Sie besimmen
unser Leben, Mohandes! ;-O
Richtig angewendet, helfen sie einem Hören zu können.
In den Händen der falschen Leute töten sie....
Können wir uns das berühmte Handtuch Gr. 42 um den Kopf
wickeln oder müssen wir hinschauen?
mfg