Habe mit meinem "Einfach"-Messgerät UNI-T UT70A unplausible Werte bekommen. Der Vergleich mit meinem Fluke 87 zeigt einen Unterschied, siehe Bild. Das Bild von der Rückseite zeigt viele Einstellmöglichkeiten, ich will aber nicht planlos drehen. Jetzt meine Frage: Hat schon mal jemand so ein Gerät kalibriert? Im Internet finde ich dafür keine Anleitung :-( Bei dem Preis wohl nicht verwunderlich....
Zur Not könnte man einen hochohmigen Widerstand temporär zwischen Schleifer und Anfang oder Ende der Trimmer schalten und die Auswirkung erforschen. So braucht man die Trimer nicht zu verstellen. Vielleicht findet man den Trimmer, der den Messwert verändert.
Ich hab das gleiche Teil wie du. Bei mir haben die Bereiche 200mVDC und 2VDC keine Abweichungen, aber der 20V Bereich weicht bei mir bis auf 60mV ab, je nach Höhe der gemessenen Spannung. Hab bis heute nix gefunden, wie man das Problem beheben könnte.
das sind keine 0.8% abweichung, UND wer sagt das das Fluke auf x Stellen hinterm Komma stimmt ???????
Charly B. schrieb: > das sind keine 0.8% abweichung, UND wer sagt das das Fluke auf x Stellen > hinterm Komma stimmt ??????? Ein drittes Messgerät zu Rate ziehen oder eine Spannungsreferen verwenden.
Hi, S. M. schrieb: > Habe mit meinem "Einfach"-Messgerät UNI-T UT70A unplausible Werte > bekommen. > Der Vergleich mit meinem Fluke 87 zeigt einen Unterschied, siehe Bild. Also bei diesen Werten kann man vieles sagen, aber "unplausibel" ist da sicher der falsche Begriff wenn man von weniger als 10% Differenz spricht! (Von Unplausiblen Messwerten spricht man im allgemeinen wenn der angezeigte Wert überhaupt nicht zu den erwarteten Werten passt. Wenn z.b. beim Messen einer 9V Batterie eine Spannung von 50V angezeigt wird und ähnliche Dinge) Ja, es ist eine Abweichung beim angezeigten Wert. Wenn man jetzt mal voraussetzt das es sich bei der gemessenen Größe tatsächlich um eine saubere, lupenreine Gleichspannung handelt und das der Wert den das Fluke Anzeigt absolut exakt ist, so wäre das eine Abweichung von 0,73%. Laut Manual hat das Gerät im Auslieferzustand eine erlaubte Toleranz von +/-0,5% +/- 1 Digit im verwendeten Messbereich. (Eine Übliche Größe für günstigere Geräte) Das Fluke hat eine erlaubte Abweichung von 0,1% + 1Digit, ist also auch im Neuzustand mit geringerer Unsicherheit behaftet, aber nur durch Zufall mal wirklich exakt. Das Gerät ist also ganz leicht aus der angegebenen Toleranz. Selbst wenn der Wert des Fluke wirklich stimmt, so ist es so gut wie sicher das bei einem "herumstellen" ohne eine wirklich geeignete Quelle und genauem Vorgehen die Gesamtgenauigkeit des Gerätes später deutlich schlechter ist. Diese kleine Abweichung ist völlig irrelevant und da geht man nur ran wenn man entweder die geeigneten Mittel im Form von genauen Referenzquellen und Justageanleitungen des Herstellers hat, oder aber weil man durch QM Vorgabgen gezwungen ist die Geräte regelmäßig kalibrieren zu lassen und dabei die Abweichung festgestellt wurde (wobei die jsutierung dann in der Regel durch externe Kalibrierlabore an den dafür geeigneten Spannungsquellen gemacht wird). Für den praktischen Einsatz in den Bereichen wo man üblicherweise mit HAndmultimetern arbeitet ist diese kleine Abweichung völlig irrelevant. Und das waren jetzt die Überlegungen unter der Annahme das die 15V wirklich eine saubere Gleichspannung ohne Ripple (Restwelligkeit) oder Rauschen aus dem Netzgerät sind UND das der Messwert des Fluke auch wirklich stimmt! Aber zum einen könnte es ja genau so gut sein das dieses Uni-T näher am wahren Wert dran ist und das das Fluke das Gerät ist was einen größeren Messfehler als erlaubt hat! (Oder ist dieses frisch kalibriert und der Kalibrierschein bestätigt das die Abweichung unter 0,1% liegt?) Genau so könnte es sogar sein das beide Geräte recht exakt messen, aber das z.B. der vorhandene Ripple von den Geräten anders behandelt wird und so die Abweichung zu stande kommt. Würde man dann die Justage des einen Gerätes anpassen wäre der Angezeigte Wert zwar bei dieser Spannung identisch, aber bei der Messung einer Batterie hätte man dann plötzlich deutliche Abweichungen. Oder wenn man die Spannung eines anderen Netzteiles mit anderer Restwelligkeit misst. Also auch in diesem Fall würde man mit einem "herumschrauben" überhaupt erst für falsche Messwerte sorgen! Oder es ist so das z.B. das Fluke seine erlaubte Toleranz nach Oben hin ausnutzt, es also ~0,1% plus 1Digit mehr Anzeigt als der echte Wert ist (was ja OK wäre) und das Uni-T nutzt seine erlaubte Toleranz nach unten aus... Dann wären beide Geräte noch im Grenzbereich der erlaubten Toleranz (oder nur minimalst drüber). Auch hier würde ein Herumschrauben nur Schaden! Oder der wahrscheinlichste Fall: Es ist von allen Faktoren ein wenig, was zusammengenommen zu dieser kleinen Abweichung führt! Daher: So Lassen -> Das ist völlig in Ordnung und absolut noch in dem Bereich den man beim Arbeiten mit Handmultimetern (selbst sehr guten wenn die erst mal ein paar Jahre alt sind) erwarten muss. Da mit "Hobbymitteln" ranzugehen ist absolut Sinnlos und bringt keinen Mehrwert im Sinne exakterer Ergebnisse sondern mit ziemlicher Sicherheit das Gegenteil! Und wenn man doch justieren will dann nur mit einer wirklich genauen Spannungsreferenz bei konstanter Temperatur nach gewisser Betriebszeit und nicht einfach mal an beliebiger Spannung durch Vergleich mit der Anzeige eines anderen Hand-Multimeters. Gruß Carsten
Ich hätte erwähnen sollen, alle meine Messgeräte zeigen das Gleiche wie das Fluke an, Spannungsreferenz werde ich noch testen.
Und nicht vergessen, den ganzen Meßgeräte-Kram vorher lange auf etwa 25°C zu temperieren.
Also mein Fluke 87 zeigt an der zweiten Stelle nach dem Komma ein paar Digits zu viel an. Wenn Du aus der Nähe von 711xx kommst kannst Du ja mal vorbeikommen und die Geräte am Fluke 341 Kalibrator vergleichen.
Erstmal vielen Dank für die Anregungen. Das eigentliche Problem habe ich gefunden, es war eine Messleitung mit Wackelkontakt :-( Peinlich! Aber: Im Messbereich von 20V zeigt mein Fluke an der 10V Referenz 10,02V, soweit normal, aber das UNI-T UT 70A 9,94V. Nur in diesem Messbereich liegen die so weit auseinander, in anderen Bereichen nur 2-3 Digits. Ist also wie bei "Andi (Gast)" geschildert! Bei dem Preis muß man damit wohl leben, ich hatte mir das mal für Kapazitäts- und Spulenmessungen geholt und nutze es jetzt als 2. Messgerät. @Armin X. Danke für das Angebot, aber ich komme aus 45xxx, das wäre mir für ein paar Digits doch zu weit.
S. M. schrieb: > es war eine Messleitung mit Wackelkontakt :-( Nee oder? Meine erste Idee, als ich das Bild gesehen habe war zu schreiben: "Kein Wunder bei den seltsamen und anscheinend uralten selbstgebastelten Strippen". Aber das habe ich gelassen, weil es bei Spannungsmessung keine Rolle spielen dürfte. Schmeiss das Gelump weg und investiere in ordentliche Messtrippen.
Es war nicht die uralte Leitung, sondern eine von PHVWE (Laborausstatter) mit angespritzten Steckern.
Udo S. schrieb: > Aber das habe ich gelassen, weil es bei Spannungsmessung keine Rolle > spielen dürfte. Eigentlich ja. Vielleicht kommen da Thermospannungen ins Spiel. Den Wackelkontakt glaube ich nicht.
Moin, ich hoffe, es ist ok, wenn ich diesen alten Thread nochmal ausgrabe. Ich denke, mein UT70A braucht auch so etwas wie eine Kalibrierung :-( Bis vor einigen Wochen war alles normal. Jetzt zeigt das Gerät im Bereich 20VDC immer ziemlich genau 1V weniger an als alle meine anderen Messgeräte (10,66V statt 11,93V oder 8,94V statt 9,94V). Messleitungen habe ich auch schon mehrfach getauscht (s.o.), aber ohne Ergebnis. Gibt es inzwischen jemanden, der weiß, wie man das Teil kalibriert oder was die Fehlerursache sein könnte? Ich habe schon die Batterie ausgetauscht (brachte nichts) und mal eine Sichtkontrolle gemacht. Dabei sind mir starke Flussmittelreste auf der Platine aufgefallen, die ich mit einem weichen Holzstäbchen entfernt habe. Hat aber auch nicht geholfen. Für konstruktive Hinweise schon mal im Voraus vielen Dank! Hermann Nachtrag: In den Bereichen 200mV und 2V ist die Abweichung erheblich geringer.
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Hermann G. schrieb: > ich hoffe, es ist ok, wenn ich diesen alten Thread nochmal ausgrabe. Ich > denke, mein UT70A braucht auch so etwas wie eine Kalibrierung :-( Dir scheint nicht klar zu sein, was eine Kalibrierung ist. Da wird nicht an irgendwelchen Schrauben gedreht. Bei einer Kalibrierung wird nur gemessen. https://de.wikipedia.org/wiki/Kalibrierung
michael_ schrieb: > Den Wackelkontakt glaube ich nicht. So ein DVM hat üblicherweise einen Innenwiderstand von 10 MOhm. Wie hoch, glaubst du, ist der Messfehler bei Spannungsmessungen, wenn eine der Messleitungen eine Unterbrechung mit einem Übergangswiderstand von z. B. 100 kOhm hat?
Mit Schaltplan kann man sich die Trimmer vermutlich herleiten: https://elektrotanya.com/multimeter_ut70a_sch.pdf/download.html
Rainer W. schrieb: > Dir scheint nicht klar zu sein, was eine Kalibrierung ist. Da wird nicht > an irgendwelchen Schrauben gedreht. Bei einer Kalibrierung wird nur > gemessen. Korrekt, denn das ist eine Justage. Aber anstatt sich das richtige Vokabular anzueignen, gibt's hier bei Klarstellung Buh-Rufe und negative Bewertungen, welche ich mittlerweile allerdings als Bestätigung sehe. Im Übrigen müssen auch die oben genannten Referenzen und Kalibratoren von Zeit zu Zeit kalibriert werden, wenn man auf Genauigkeit Wert legt. Gruß Jobst (Der täglich mit Kalibrierungen zu tun hat.)
Rainer W. schrieb: > Dir scheint nicht klar zu sein, was eine Kalibrierung ist. Da wird nicht > an irgendwelchen Schrauben gedreht. Bei einer Kalibrierung wird nur > gemessen. Du solltest es auch den Herstellern mitteilen. Bei meinem Fluke Tischmultimeter ist der Taster zum Aufruf des Abgleichmodus mit „Calibration“ beschriftet.
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Rainer W. schrieb: > Dir scheint nicht klar zu sein, was eine Kalibrierung ist. Jobst M. schrieb: > Korrekt, denn das ist eine Justage. > Aber anstatt sich das richtige Vokabular anzueignen, gibt's hier bei > Klarstellung Buh-Rufe und negative Bewertungen, Diese Klugscheißerei der immer selben Leute muß auf µC-net so sein, und vermutlich nur dort. Bei mechanischen Dingen wie der Herstellung von Münzen oder Munition wird am Ende der exakte Durchmesser gerollt und dort als Kalibrierung bezeichnet. Jack V. schrieb: > Du solltest es auch den Herstellern mitteilen. Bei meinem Fluke > Tischmultimeter ist der Taster zum Aufruf des Abgleichmodus mit > „Calibration“ beschriftet. So ist das, außer .. siehe Absatz davor.
Hermann G. schrieb: > Bis vor einigen Wochen war alles normal. Jetzt zeigt das Gerät im > Bereich 20VDC immer ziemlich genau 1V weniger an als alle meine anderen > Messgeräte (10,66V statt 11,93V oder 8,94V statt 9,94V). Messleitungen > habe ich auch schon mehrfach getauscht (s.o.), aber ohne Ergebnis. Hermann G. schrieb: > Nachtrag: In den Bereichen 200mV und 2V ist die Abweichung erheblich > geringer. Geht das auch quantitativ? :) Einfach mal in den Messbereichen 200mV, 2V und 20V eine konstante Spannung am Messbereichsende anlegen oder, falls das Gerät eine nicht abschaltbare Auto-Range-Funktion hat, ein bisschen weniger und mit anderen Geräten vergleichen. Also z.B. 190mV, 1,9V und 19V anlegen! Das bei 190mV die Abweichung kleiner wird, liegt ja auf der Hand, aber wie groß ist denn die Abweichung bei diesen Messwerten prozentual? Das entscheidet, wo der Fehler liegt. Thomas W. schrieb: > Mit Schaltplan kann man sich die Trimmer vermutlich herleiten: > https://elektrotanya.com/multimeter_ut70a_sch.pdf/download.html Aua, der Plan ist nichts für meine Augen... Jobst M. schrieb: > Korrekt, denn das ist eine Justage. > Aber anstatt sich das richtige Vokabular anzueignen, gibt's hier bei > Klarstellung Buh-Rufe und negative Bewertungen, welche ich mittlerweile > allerdings als Bestätigung sehe. Jobst, ich möchte Dir und Rainer W. den Rücken stärken. Unklare Sprache ist Ausdruck unklaren Gedankens. Davor sind ja selbst Messgerätehersteller nicht gefeit. :)
Peter M. schrieb: > Aua, der Plan ist nichts für meine Augen... warten bis die Seite vollständig geladen ist, dann gibts unten links einen download Button für den Plan in vernünftiger Grösse
Jack V. schrieb: > Du solltest es auch den Herstellern mitteilen. Bei meinem Fluke > Tischmultimeter ist der Taster zum Aufruf des Abgleichmodus mit > „Calibration“ beschriftet. Das dürfte daran liegen, dass das Multimeter auf Englisch beschriftet ist. Die verstehen auch unter "rock" und "kind" was anderes als wir. "Calibration" ist im angelsächsischen Sprachgebrauch der Oberbegriff für "performance verification" (Kalibrierung) und "alignment" (Justage). Bei uns sind das nach DIN getrennte Begriffe. Bis in die '60er hiess die Justage "Eichung". So steht es noch auf alten deutschsprachig beschrifteten Frontplatten. Heutzutage ist Eichung nach DIN was ganz anderes, da geht es um Prüfmittelfreigabe für Abrechnungszwecke.
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Soul E. schrieb: > Das dürfte daran liegen, dass das Multimeter auf Englisch beschriftet > ist. Ein „falscher Freund“? Die interessante Frage ist ja, was man denn als Referenz nehmen möchte (quasi den Sprachgebrauch kalibrieren, wenn man so will). Ich halte mich im Zweifelsfall gerne an den Duden, und dort ist zu lesen: > kalibrieren > […] > 3. (von Messgeräten, ihren Funktionen o. Ä.) durch Vergleichen > bestimmter Messdaten mit geeichten Normalen kontrollieren, prüfen > und mit der Norm in Übereinstimmung bringen Demnach beinhaltet das Kalibrieren auch das Drehen an dem Trimmpoti – ich würde daher Rainer und Jobst bitten, ihrerseits ihre Referenz zu benennen.
Jack V. schrieb: > Die interessante Frage ist ja, was man denn als Referenz nehmen möchte > (quasi den Sprachgebrauch kalibrieren, wenn man so will). Ich halte mich > im Zweifelsfall gerne an den Duden, und dort ist zu lesen: > >> kalibrieren >> […] >> 3. (von Messgeräten, ihren Funktionen o. Ä.) durch Vergleichen >> bestimmter Messdaten mit geeichten Normalen kontrollieren, prüfen >> und mit der Norm in Übereinstimmung bringen Der Duden dokumentiert eher den allgemeinen Sprachgebrauch. Dort findet man auch "Stromspannung" und "Stundenkilometer". Der Ingenieur, insbesondere der in der Prüfmittelüberwachung oder Mess- und Regeltechnik tätige, nutzt eher die Definitionen aus der DIN 1319-1. Aber Du hast schon recht, die Begriffe können im Kontext unterschiedliche Bedeutung haben. Für mich als Techniker steht "Verifizieren" für eine ergebnisoffene Prüfung. Da kann pass oder fail rauskommen. Bei den Geisteswissenschaftlern bedeutet verifiziert "geprüft und bewiesen", also stets inklusive dem Ergebnis pass.
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🍅🍅 🍅. schrieb: > Also ohne Fluke 5730A ist da wohl kaum was zu machen.... Englisch: Overkill. Deutsch: "Mit Kanonen auf Spatzen schießen"
Jack V. schrieb: > Demnach beinhaltet das Kalibrieren auch das Drehen an dem Trimmpoti – Nein. Es geht um die Norm für die Kalibrierung, nicht um einen Wert. > ich würde daher Rainer und Jobst bitten, ihrerseits ihre Referenz zu > benennen. Und da sind wir wieder bei den Normen, die es allerdings nicht kostenlos und frei zugänglich gibt. Mit google findest Du ein wenig unter dem Begriff "Kalibrierrichtlinie" Einiges findest Du auch hier: https://oar.ptb.de/resources/category/dkd_documents z.B. dieses 44 seitige Dokument für Drucksensoren: https://oar.ptb.de/resources/show/10.7795/550.20180828AI Alle Dokumente haben aber eins gemeinsam: Es geht ausschließlich darum, wie gemessen und dokumentiert wird! Justagen sind eine extra Sache - Zitat: "Anmerkung: Falls zur Herstellung der Kalibrierfähigkeit Instandsetzungsmaßnahmen oder Justierungen erforderlich sind, müssen diese Arbeiten zwischen Auftraggeber und Kalibrierlaboratorium abgesprochen werden." Ich wusste schon vorher, was hier passieren wird ... Manfred P. schrieb: > Diese Klugscheißerei Genau Dich meinte ich! Obwohl ich mir eigentlich sicher bin, dass Du auch weißt, wie es richtig ist. Aber irgendwie scheinst Du gerade dagegen zu sein. Das kann man natürlich machen. Dies ist ein technisches Forum. Da darf man auch gerne die korrekten Begriffe benutzen. Auch bei anderen Fehlern werden die Leute ja darauf hingewiesen. Sind meist sogar dankbar dafür, da sie ja etwas nicht wissen oder verstehen. Natürlich kann man sich dann dennoch hinstellen und sagen: "Ich schreibe aber trotzdem Wiederstand und Amper". Nur ist es nicht besonders klug! Jack V. schrieb: > Bei meinem Fluke > Tischmultimeter ist der Taster zum Aufruf des Abgleichmodus mit > „Calibration“ beschriftet. Bei meinem alten Chrysler stand "Gas" am Tank. Wurde aber eine Flüssigkeit eingefüllt! @Peter M.: Danke! Gruß Jobst
Jobst M. schrieb: > Dies ist ein technisches Forum. Da darf man auch gerne die korrekten > Begriffe benutzen. Auch bei anderen Fehlern werden die Leute ja darauf > hingewiesen. Sind meist sogar dankbar dafür, da sie ja etwas nicht > wissen oder verstehen. Genauso sehe ich es auch. Je nach Anforderung bekamen wir die Tabellen mit den Werten der realen Abweichung vom Anzeigewert. Optinal kommt dann ggf. Justage bis zur "Eichung" mit den Grenzen des Gerätes. Und natürlich auch dort mit Fehler-/Abweichungstabellen. Richtig teuer, je nach Anforderung. Das Thema ist in diesem Forum zig-/mehrfach durchgekaut worden, umso verwunderlicher, dass einige Altmitglieder Dir widersprechen.
Uwe E. schrieb: > Armin X. schrieb: >> Fluke 341 Kalibrator... > > ..der nat. aktuell kalibriert ist. Dir ist aufgefallen, dass der Kommentar weit über 5 Jahre alt ist?
Jack V. schrieb: > ... ich würde daher Rainer und Jobst bitten, ihrerseits ihre Referenz zu > benennen. Gerne - Internationales Wörterbuch der Metrologie, 1994, Nr. 6.11 Zitiert in: https://www.men.niedersachsen.de/download/100799/Glossar_der_Metrologie.pdf "Kalibrierung - Tätigkeit zur Ermittlung des Zusammenhanges zwischen den ausgegebenen Werten eines Messgerätes oder einer Messeinrichtung oder den von einer Maßverkörperung oder von einem Referenzmaterial dargestellten Werten und den dazugehörigen, durch Normale festgelegten Werten einer Messgröße unter vorgegebenen Bedingungen." (neuere Ausgabe 2007 vom Beuth Verlag, hinter Pay Wall) In der DIN EN 1319-1 "Grundlagen der Meßtechnik - Teil 1: Grundbegriffe" gibt es das Kapitel Kalibrierung, wie oben schon bemerkt. In jeder gut ausgestatteten Bibliothek, die die DIN verfügbar hält, lässt sich der Wortlaut zumindest einsehen. Der Dudenverlag scheint da in Bezug auf die Definition technischer Begriffe etwas hinter der Normung hinterher zu hinken - vielleicht Mangels Eta für Erwerbungen aus dem DIN Media Verlag (ex. Beuth Verlag) ;-) Oder sie wollen eher den Volksmund repräsentieren, der vom technischen Sprachgebrauch doch gelegentlich abweicht, wie auch die Diskussion hier zeigt. Der Duden wäre beim mir die letzte Instanz, die ich befragen würde, wenn es um die Definition technischer Begriffe geht. Dort sitzen eher Sprachler.
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Jobst M. schrieb: > Es geht um die Norm für die Kalibrierung, nicht um einen Wert. Tatsächlich geht’s doch eher darum, dass die meisten Leute, die nicht beruflich mit der besagten Norm zu tun haben, unter „kalibrieren“ halt auch das Abgleichen verstehen, und dass der Duden diese Deutung zulässt. Bestimmt wirst du Recht haben, wenn du sagst, dass es in irgendeiner dem normalen Menschen nicht ohne Weiteres zugänglichen Norm genau geschrieben steht, dass es nicht so ist – es interessiert halt keinen außer denen, für die das wichtig ist – und insbesondere nicht jemanden, der ’n Uni-T-Multimeter abzugleichen gedenkt. Der Punkt ist doch: Man kann jeden Thread zerlegen, weil in irgendeinem sehr engen Kontext Begriffe eine andere Bedeutung haben, als für den überwiegenden Teil der Leute. Muss man aber halt nicht, weil’s ja auch keinem, außer demjenigen, der sich drüber auslässt, was bringt – im Gegenteil. Rainer W. schrieb: > Gerne - Internationales Wörterbuch der Metrologie, 1994, Nr. 6.11 > Zitiert in: Danke. Dennoch denke ich nicht, dass man es jemandem vorwerfen sollte, wenn er sich an den Duden als einfacher zugängliche und weiter verbreitete Referenz hält. Drauf hinweisen – gerne, aber so von oben herab wie von euch Beiden fand zumindest ich es halt nicht so schön.
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Jede Branche hat ihre Fachausdrücke, und verwendet auch manche Begriffe in einem anderen Kontext als der allgemeine Sprachgebrauch. Als technischer Laie braucht Dich das nicht stören, man wird Dich aus so verstehen. Wer sich aber beruflich oder intensiver hobbymäßig mit Elektrotechnik beschäftigt, der sollte auch die dort gebräuchliche Terminologie verwenden. Das hilft Missverständnisse zu vermeiden.
Soul E. schrieb: > Als technischer Laie braucht Dich das nicht stören, Jemand, der ein Fluke 87 als Referenz zu Rate zieht, ist wohl kaum ein technischer Laie. Sonst würde er das Gerät gar nicht kennen, sondern mit irgendeinem 10€ Multimeter vom Discounter vergleichen ;-) > ... man wird Dich aus so verstehen. ggf. missverstehen. p.s. ... zu stören ...
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Jack V. schrieb: > Tatsächlich geht’s doch eher darum, dass die meisten Leute, die nicht > beruflich mit der besagten Norm zu tun haben, unter „kalibrieren“ halt > auch das Abgleichen verstehen, und dass der Duden diese Deutung zulässt. Der Duden lässt so einiges zu, ist aber noch lange keine Enzyklopädie. Sein Sinn ist die Rechtschreibung, nicht die Erklärung von Sachverhalten. Wikipedia ist ebenfalls für jeden zugänglich und wesentlich besser geeignet. Dort steht es auch korrekt beschrieben: "Nach DIN1319-1 beinhaltet die Kalibrierung keinen Eingriff, der das Messgerät verändert; eine Anpassung des Messgerätes auf Basis der Ergebnisse aus der Kalibrierung wird als Justierung bezeichnet." Rainer hatte es zuvor schon verlinkt, hättest Du also nutzen können. Du fragtest Rainer und mich nach unseren Referenzen. Wir haben sie Dir genannt und Du versuchst diese nun für ungültig zu erklären, weil es im Duden anders steht? Das ist schon etwas lächerlich! Jack V. schrieb: > Man kann jeden Thread zerlegen Finde ich hier nicht schlimm, der war 5 Jahre lang tot. Gruß Jobst
Jobst M. schrieb: > Das ist schon etwas lächerlich! Entschuldige, aber für mich ist eher lächerlich, dass du mir Worte unter die Finger legen willst, die ich nicht geschrieben habe – etwa, dass ich die von euch genannten Referenzen für ungültig zu erklären versucht hätte. Hast du sowas wirklich nötig?
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Jack V. schrieb: > etwa, dass ich > die von euch genannten Referenzen für ungültig zu erklären versucht > hätte. Mit folgendem Zitat tust Du genau das: Jack V. schrieb: > Bestimmt wirst du Recht haben, wenn du sagst, dass es in irgendeiner dem > normalen Menschen nicht ohne Weiteres zugänglichen Norm genau > geschrieben steht, dass es nicht so ist – es interessiert halt keinen > außer denen, für die das wichtig ist – und insbesondere nicht jemanden, > der ’n Uni-T-Multimeter abzugleichen gedenkt. Daraus verstehe ich, dass das, was in den Normen steht, nicht interessiert. Also die Normen (hier) nicht gültig sind. Du hättest vielleicht von vornherein schreiben sollen, dass nur Referenzen zulässig sind, die sich auf den Duden berufen. Denn die öffentlich zugängliche Wikipedia scheint Dir ja auch nicht zuzusagen. Jack V. schrieb: > Hast du sowas wirklich nötig? Aha. Was ist denn das für ein jämmerlicher Versuch? Gruß Jobst
Jobst M. schrieb: > Daraus verstehe ich, dass das, was in den Normen steht, nicht > interessiert. > Also die Normen (hier) nicht gültig sind. Interessante, aber unzulässige Deutung. Schon alleine der Bedeutungsunterschied von „Interesse“ und „Gültigkeit“ ist derart grundlegend, dass ich nun schon etwas ratlos bin, wie man angesichts dessen anderen Leuten die Benutzung von Sprache diktieren will. Eine Deutung auf dem Boden der Tatsachen könnte sein, dass die Leute eher interessiert, was sie selbst nachschlagen können. Sowas, wie Rainer dankenswerterweise verlinkt hat, zum Beispiel. Eine Aussage zur Gültigkeit lässt sich daraus jedoch nicht ableiten. Aber für dich nochmal auch mit bösem Willen schwerer missverständlich formuliert: Ja, die von dir und Rainer herausgestellte Bedeutung ist zutreffend und ja, man kann jemanden, der das nicht weiß, darauf hinweisen. Aber: Nein, man ist demjenigen nicht überlegen und nein, man sollte da kein Drama draus machen, denn wie gezeigt, ist im /allgemeinen Sprachgebrauch/ auch die Nutzung von „kalibrieren“ in der Bedeutung von etwa „abgleichen“ zulässig und so nachschlagbar, und so ziemlich jeder außer dir wird vermutlich sofort beim Lesen und ohne drüber nachzudenken gewusst haben, was hier mit „kalibrieren“ gemeint war. Jobst M. schrieb: > Was ist denn das für ein jämmerlicher Versuch? Ja, ich geb’s zu – auf jemanden, der sich Anderen ungeachtet der Tatsachen in jedem Fall überlegen sieht, mag es so wirken. Der setzt dann auch schon mal Interesse mit Gültigkeit gleich, damit es aufgeht … Genauso, wie dieser erläuternde Beitrag in deiner Wahrnehmung jämmerlich wirken mag, btw. – ist mir völlig bewusst :) Ich wünsche dir noch ein schönes Leben und drücke deinem Umfeld, das dazu nicht so einfach in der Lage ist, mein Bedauern aus o/
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Schade, dass kaum jemand meine Frage genau gelesen hat:
> Für konstruktive Hinweise schon mal im Voraus vielen Dank!
Der einzige konstruktive Hinweis war der auf den unscharfen Schaltplan.
Für den falsch benutzten Begriff hätte ein freundlicher Hinweis
ausgereicht. Die Diskussion war vollkommen überflüssig.
Nochmal schade, aber wohl inzwischen der Normalfall im Forum.
Schöne Feiertage
Hermann
Das Fluke 87 hält seine Kalibrierung sehr gut. Mein 30J altes 87er musste bis jetzt noch nie justiert werden, obwohl ich die Möglichkeit dazu habe. Er hält immer noch die Herstellervorgaben genau ein. Wenn 200mV und 2V beim UT-70A genau angezeigt sind, dann ist die Ursache der Abweichung beim 20V Bereich höchstwahrscheinlich in einem etwas ungenauen Eingangspannungsteiler zu suchen. Heutzutage gibt es bezahlbare 0.01% Widerstände. Die Widerstände im UT70A könnte man ggf. durch Bessere ersetzen oder behutsam trimmen.
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Hallo Hermann G., Hermann G. schrieb: > Schade, dass kaum jemand meine Frage genau gelesen hat: Doch, ich. Und ich habe Dir spezifische Fragen gestellt um den Fehler einzugrenzen. Das Ergebnis war Funkstille. Fand' ich enttäuschend. Gerhard O. schrieb: > Wenn 200mV und 2V beim UT-70A genau angezeigt sind, dann ist die Ursache > der Abweichung beim 20V Bereich höchstwahrscheinlich in einem etwas > ungenauen Eingangspannungsteiler zu suchen. Heutzutage gibt es > bezahlbare 0.01% Widerstände. Die Widerstände im UT70A könnte man ggf. > durch Bessere ersetzen oder behutsam trimmen. Dieser Überlegung war der Grund für meine leider unbeantwortete Frage. Wenn die Abweichung überall prozentual in etwa gleich "falsch" gewesen wäre, ich beim Trimmer der Referenz zu suchen angefangen.
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Peter M. schrieb: > Hallo Hermann G., > > Hermann G. schrieb: >> Schade, dass kaum jemand meine Frage genau gelesen hat: > Doch, ich. Und ich habe Dir spezifische Fragen gestellt um den Fehler > einzugrenzen. Das Ergebnis war Funkstille. Fand' ich enttäuschend. Hallo Peter, danke für deinen Hinweis. Ich war von der Begrifflichkeits-Diskussion schon so genervt, dass ich deinen konstruktiven Beitrag einfach übersehen habe. Dafür möchte ich mich entschuldigen! Leider kann ich deine Messvorschläge erst morgen umsetzen. Aber die Antwort war mir jetzt schon wichtig. Danke nochmal und noch einen schönen Abend.
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Hallo Hermann, ist der Schaltplan unleserlich, kommt Plan B zur Anwendung: Die Billigmultimeter heute sind ja keine glorreichen analogen Kreationen mehr, sondern eher sowas wie "multimeter on a chip". Sprich, wir suchen nach dem Datenblatt des Chipsatzes, auch in der Hoffnung, einen Referenzschaltplan zu finden. Über https://www.elektronik-labor.de/AVR/T13contest/Seriell.html kommt man zu https://www.datasheetarchive.com/datasheet/SH7108F/NTK-International?id=84c780143d9c3fd7&term=sh7108f und hat gleich ein paar Infos mehr. Der richtige Trimmer ist sicherlich keiner der bei Dir abgebildeten Zwergentrimmer, sondern sollte schon etwas größer sein, denn der braucht ein paar Gänge um Bauteiltoleranzen bei der Referenz kompensieren zu können Hier sieht man den richtigen Trimmpoti (blaue Farbe) für mein Multimeter: https://lygte-info.dk/pic/UNI-T/UT61E2/DSC_0984a.jpg Du solltest bei Dir mal auf der anderen Platinenseite gucken. Viel Erfolg!
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