Welcher Zusammenhang besteht? Wenn ich es romatisch ausdrücken müsste, führt das dazu: Der Trend zur Automatisierung führt dazu, dass der Softwareanteil in Maschinen in der Vergangenheit stark gestiegen ist und in Zukunft weiter zunehmen wird. Das führt unter anderem dazu, dass bei der Entwicklung dieser Maschinen parallel zu den mechanischen Bauteilen die Elektronik und Software implementiert wird, um die Komponenten aufeinander abzustimmen. Letztendlich entstehen mechatroni-sche Systeme, die sich in eine logische und physikalische Ebene unterteilen las-sen. Auf der physikalischen Ebene befindet sich das mechanische Hauptsystem, auf der logischen Ebene die Informatik zur Informationsverarbeitung. Die Schnitt-stelle zwischen diesen beiden Ebenen Sensorik zur Erfassung von Messgrößen des Systemzustandes und die Aktorik zur Steuerung/ Regelung. Die Funktions-gruppen mechatronischer Systeme bilden somit meistens Regelkreise. In der Mechatronik werden Mikrorechner in Form von Microcontrollern direkt in die mechatronischen Systeme integriert. Diese bezeichnet man als eingebettete Syste-me, im Englischen auch als Embedded Systems. Microcontroller werden in der für die Mechatronik besonders wichtige Sensor-Aktor-Prozessorik eingesetzt. Sie bilden die Verknüpfung auf der logischen Ebene zwischen den beiden Komponenten, dienen also der Informationsverarbeitung. D.h. das Microcontroller im Allgemeinen Sensorsignale verarbeiten und Aktoren entsprechen steuern. Hat jemand vltt etwas hinzuzufügen?
Das scheint mir irgendwie von "der Mechatronik" her gedacht. Das ist so, als würde man elektrische Bauteile von der Kaufmannsseite her betrachten. Du müsstest sagen, für wen oder über was du schreiben sollst. Es widerstrebt mir, Auto, Kühlschrank oder Stanzmaschine als Kind der Mechatronik zu bezeichnen.
Mechatronik schrieb: > Hat jemand vltt etwas hinzuzufügen? Ja, Mikrocontroller und deren Programmierung wurden hauptsächlich von denen gepusht, die zu doof für die althergebrachten Analogtechnik-Lösungen waren. Beispiel Kaffeemaschine, da ersetzt neuerdings ein Touchdisplay samt Prozessorik einen Drehwahlschalter und ein Bimetall-Relais. Nennt sich jetzt Hitech, aber der Kaffee schmeckt noch genauso wie früher.
A. S. schrieb: > Das scheint mir irgendwie von "der Mechatronik" her gedacht. Das ist so, > als würde man elektrische Bauteile von der Kaufmannsseite her > betrachten. was meinst du damit?
Memento mori schrieb: > aber der Kaffee schmeckt noch genauso wie früher. nee, weil er Dank fehlenden Timers mittlerweile kalt geworden ist.
das soll die Begründung sein, warum ich es für wichtig erachte, sich als mechatroniker mit microcontrollern zu beschäftigen
hatte gehofft, dass mir jemand noch ein gutes Beispiel aus seinem berufsleben nennt
Naja. Viele mechanische Teile werden bleiben. Hammer, Schrauben, .. aber schon bei 10 Schrauben nehmen die Leute den Akkuschrauber. Sobald etwas Elektronik dabei ist, ist die Wertschoepfung hoeher, die Lebensdauer kuerzer.
Mechatronik schrieb: > das soll die Begründung sein, warum ich es für wichtig erachte, sich als > mechatroniker mit microcontrollern zu beschäftigen Und vor wem musst Du Dich mit dem Geschwurbel rechtfertigen? Der Mechatroniker ist der Systemgastronom der Industrie. Genug Überblick über das Gesammtsystem, aber der steht nicht in der Küche und macht die Ente à l'Oragne. [Wikipedia] Der Verein Deutscher Ingenieure definiert in seiner Richtlinie 2206 die Mechatronik als das synergetische Zusammenwirken der Fachdisziplinen Maschinenbau, Elektrotechnik und Informationstechnik beim Entwurf und der Herstellung industrieller Erzeugnisse sowie bei der Prozessgestaltung.[1] Über Regelkreise steht da nix. Wenn Du MCU Schaltungen bauen und Programmieren willst, auch okay, aber eigentlich nicht die Aufgabe des Mechatronikers.
Joggel E. schrieb: > Sobald etwas Elektronik dabei ist, ist die Wertschoepfung hoeher, die > Lebensdauer kuerzer. Das hat weniger mit Elektronik als mit BWLern u tun.
M. K. schrieb: > Und vor wem musst Du Dich mit dem Geschwurbel rechtfertigen? > > Der Mechatroniker ist der Systemgastronom der Industrie. > Genug Überblick über das Gesammtsystem, aber der steht nicht in der > Küche und macht die Ente à l'Oragne. > > [Wikipedia] > Der Verein Deutscher Ingenieure definiert in seiner Richtlinie 2206 die > Mechatronik als das synergetische Zusammenwirken der Fachdisziplinen > Maschinenbau, Elektrotechnik und Informationstechnik beim Entwurf und > der Herstellung industrieller Erzeugnisse sowie bei der > Prozessgestaltung.[1] > > Über Regelkreise steht da nix. > > Wenn Du MCU Schaltungen bauen und Programmieren willst, auch okay, aber > eigentlich nicht die Aufgabe des Mechatronikers. das mag alles sein... Kann dir verratern: regelkreise/ regler zu entwerfen (zum Beispiel inverses Pendel mittels python zu simulieren) sind wesentlicher Bestandteil im mechatronikstudium...sowohl im Bachelor als auch im Master
als Mechatroniker fühlt man sich heimatlos, man kann alles und nichts. Schnell geht der Überblick verloren, die Zusammenhänge lassen sich mit der Zeit kaum noch erkennen meine persönlihce Meinung...kenne einige die es auch so sehen Fluch und Segen zugleich, habe immer jemanden zum quatschen (aber immer aus der Perspektive des Schülers/ des Nicht-Wissenden)
bestes Beispiel: habe zwei gute Freunde, der eine ist nachrichtentechniker und der andere Maschbauer Für mich ist es exakt das selbe Gefühl, wenn ich mit den beiden über ihren Job rede
die häufige Frage ist: warum beschäftige ich mit dem Scheiß, wenn es Leute gibt, die das Ganze professionell können und im Sattel sitzen ( so z.B. auch microcontroller programmieren) In der theorie kann ich 5 programmiersprachen (wurde mir zumindest so auf dem zeugnis bescheinigt), ihr könnt euch selbst ausmalen, wozu meine Fähigkeiten ausreichen =)
Mechatronik schrieb: > In der theorie kann ich 5 programmiersprachen (wurde mir zumindest so > auf dem zeugnis bescheinigt), ihr könnt euch selbst ausmalen, wozu meine > Fähigkeiten ausreichen =) Boahhh, und feilen kannst Du auch noch?
Hatte vor kurzem, nach mehr als 20 Jahren, mal wieder die Möglichkeit mich in einem Betrieb umzusehen. Eigentlich: Im Westen nichts Neues! Allerdings ist die Anzahl an Computern stark gestiegen, mit denen Menschen die Arbeiter, Maschinen und deren Output kontrollieren. Also gefühlt noch mehr Personal aber auch mehr Informationen, was alle machen oder auch nicht. Ob sich wirklich jemand hinsetzt und ein seeeehr aufwändiges Programm schreibt, um all das auch auszuwerten... Nur in einer Hinsicht gibt's was Neues: Die Buzz-Wörter sind noch überkandidelter geworden.
Mechatronik schrieb: > Kann dir verratern: regelkreise/ regler zu entwerfen (zum Beispiel > inverses Pendel mittels python zu simulieren) sind wesentlicher > Bestandteil im mechatronikstudium...sowohl im Bachelor als auch im > Master Drehen, Fräsen, Feilen, Schaltungen + MCU Programmierung... Hiess zu meiner Zeit noch Industrieelektroniker Fachrichtung Gerätetechnik. Ohne Bachelor oder Master ;-) Regelkreise entwerfen, MCUs und SPS Programmieren, Bussysteme verstehen und anwenden und komplexe Produktionsstrassen am Leben erhalten, erweitern und neu bauen war einfach Teil des Jobs. Anscheinend muss man das heute alles studieren. Mechatronik schrieb: > die häufige Frage ist: warum beschäftige ich mit dem Scheiß, wenn es > Leute gibt, die das Ganze professionell können und im Sattel sitzen Zum einen sitzen die angeblichen Profis oft sehr viel lockerer im Sattel als Du meinst und zum anderen ist das ja garnicht Dein Job. Du arbeitest Fachübergreifend in einem Industriellem Rahmen. In kleinen KMUs musste schon immer jeder alles ein wenig können. Die Industrie hat sich so lange immer weiter spezialisiert und Arbeiten kleinteilig zerpuzzelt, das denen jetzt die Universalisten fehlen. Et voilà, geboren war das Studium der Mechatronik. Du hast Universalist Studiert und beklagst Dich jetzt, das Dir die Spezialisierung fehlt. Da kann man jetzt trauern, das man das falsche Studium gewählt hat, oder erkennen das Du auch nicht schlechter dastehst als jeder andere frisch studierte. Eine Menge Stoff gepaukt, den Deine Profs Dir als die Bibel verkauft haben, um dann feststellen zu müssen, das die Realität nicht so viel mit einem Studium zu tun hat. Du hast das Wissen um Systeme zu bauen, nicht die Einzelkomponenten. Deine Fingerübungen im Studium sind waren nur Fingerübungen um ein Gefühl dafür zu bekommen. Deswegen baust Du noch lange keine komplexen Regler im DSP / FPGA oder die Leistungselektronik in einem FU. Aber nochmal die Frage: Wem gegenüber rechtfertigst Du Dich mit Deinem Text?
M. K. schrieb: > Drehen, Fräsen, Feilen, Schaltungen + MCU Programmierung... > Hiess zu meiner Zeit noch Industrieelektroniker Fachrichtung > Gerätetechnik. > Ohne Bachelor oder Master ;-) > Regelkreise entwerfen, MCUs und SPS Programmieren, Bussysteme verstehen > und anwenden und komplexe Produktionsstrassen am Leben erhalten, > erweitern und neu bauen war einfach Teil des Jobs. > Anscheinend muss man das heute alles studieren. so ein schwachsinn kann man sich dann auch nicht geben. und tschüss forum. der versuch war es wert
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