Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Pegelumsetzung 24V zu 3,3V


von Ben Avion (Gast)


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Hallo.

Ich möchte mich mal ganz allgemein über Pegelumsetzung unterhalten.

Praktisch habe ich hier ein Netzteil, welches 24V ausgibt und ich möchte 
nun am Microcontroller mit 3,3V checken ob die Spannung vorhanden ist. 
Das Problem habe ich bisher einfach mit einem Relais gelöst, also 24V 
schalten 3,3V. Nun möchte ich das aber verkleinern, so daß es in eine 
AP-Dose passt.

Eine Pegelumsetzung mit Schalttransistor habe ich mir überlegt, aber 
auch Optokoppler. Was gibt´s noch für Möglichkeiten?

Was wäre denn eine elegante Lösung?

von Harald W. (wilhelms)


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Ben Avion schrieb:

> Was wäre denn eine elegante Lösung?

Normalerweise reicht ein Spannungsteiler. Wenn die "Massen"
von 24V und 3,3V gleich sind, bringt ein OK keinen Vorteil
gegenüber einem einfachen Transistor.

von Wolfgang (Gast)


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Ben Avion schrieb:
> Praktisch habe ich hier ein Netzteil, welches 24V ausgibt und ich möchte
> nun am Microcontroller mit 3,3V checken ob die Spannung vorhanden ist.

Dazu solltest du uns verraten, ob das Netzteil elektrisch (Masse) mit 
deinem Mikrocontroller verbunden ist oder verbunden werden darf.

> Nun möchte ich das aber verkleinern, so daß es in eine
> AP-Dose passt.

Falls eine gemeinsame Masse von µC und Netzteil eine Option ist, käme 
vielleicht ein Spannungsteiler aus zwei Widerständen in Frage.

von Ben Avion (Gast)


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Hi, Danke für die schnellen Antworten :)

Die Massen sind getrennt.

von Harald W. (wilhelms)


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Ben Avion schrieb:

> Die Massen sind getrennt.

Wenn die Massen nicht verbunden werden dürfen,
bleibt der OK. Wichtig wäre noch zu wissen,
ob einfach das Vorhandensein einer Spannung
festgestellt werden soll, oder ob diese auch
innerhalb eines gewissen Bereichs z.B. 24V
+-10% liegen soll.

von Dietrich L. (dietrichl)


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Ben Avion schrieb:
> Die Massen sind getrennt.

Ben Avion schrieb:
> Eine Pegelumsetzung mit Schalttransistor habe ich mir überlegt,

Da wüsste ich nicht, wie du das machen willst.

> aber auch Optokoppler.

Das ist dann wohl die einfachste, billigste und kleinste Lösung.

von Ben Avion (Gast)


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Nur mal so als Überlegung, wenn ich den µC nun an das 24V Nt anklemme 
und über den versorgen möchte gibt es da doch sicher ein Linearregler 
zu. Wird der nicht verdammt warm, weil die Spannungsdifferenz so hoch 
ist?

Dann hätte ich eine gemeinsame Masse und könnte einen Spannungsteiler 
nutzen.

Sollte ich den dann mit Widerständen ausführen oder könnte ich zb einen 
aus einem R und einer Z-Diode herstellen, damit ich auch mit Sicherheit 
immer den 3,3V Pegel am Input des µC erreiche?

von ek13 (Gast)


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Ben Avion schrieb:
> Eine Pegelumsetzung mit Schalttransistor habe ich mir überlegt, aber
> auch Optokoppler. Was gibt´s noch für Möglichkeiten?


> Was wäre denn eine elegante Lösung?

Optokoppler mit 20V Z-Diode + Vorwiderstand am Eingang

von Ben Avion (Gast)


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Dietrich L. schrieb:
> Ben Avion schrieb:
>> Die Massen sind getrennt.
>
> Ben Avion schrieb:
>> Eine Pegelumsetzung mit Schalttransistor habe ich mir überlegt,
>
> Da wüsste ich nicht, wie du das machen willst.
>
>> aber auch Optokoppler.
>
> Das ist dann wohl die einfachste, billigste und kleinste Lösung.

okay :) die Transistorlösung ist quatsch ohne gemeinsame Masse, ist mir 
jetzt auch aufgefallen, da ja bisher noch die Massen getrennt sind. 
Danke für den Hinweis. Ich könnte den µC aber klar auch dann über die 
24V versorgen, bisher ist der µC noch auf dem Steckbrett extern 
versorgt.

von Dietrich L. (dietrichl)


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Ben Avion schrieb:
> Nur mal so als Überlegung, wenn ich den µC nun an das 24V Nt anklemme
> und über den versorgen möchte gibt es da doch sicher ein Linearregler
> zu. Wird der nicht verdammt warm, weil die Spannungsdifferenz so hoch
> ist?

Da spielt auch der Strom mit: Leistung = Spannung * Strom.
Ob das "verdammt warm" wird, hängt also auch vom Strom ab.

Die Alternative wäre ein Schaltregler, da wird nur wenig verheizt.

von Wolfgang (Gast)


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Ben Avion schrieb:
> Nur mal so als Überlegung, wenn ich den µC nun an das 24V Nt anklemme
> und über den versorgen möchte gibt es da doch sicher ein Linearregler
> zu. Wird der nicht verdammt warm, weil die Spannungsdifferenz so hoch
> ist?
>
> Dann hätte ich eine gemeinsame Masse und könnte einen Spannungsteiler
> nutzen.

Um Masse von Netzteil und µC verbinden zu können, musst du nicht den µC 
aus dem 24V-Netzteil zu versorgen. Du musst nur sicher sein, dass dieser 
Verbindung nichts entgegen steht. Wir kennen deine Anforderungen/Aufbau 
nicht.

Den µC unter Verwendung eines DC/DC-Wandler auch aus dem Netzteil zu 
versorgen, wäre natürlich eine Möglichkeit. So ein Ding kostet nicht die 
Welt (z.B. https://www.ebay.de/itm/272718624682, keine 80ct/Stk. im 
5er-Pack), aber du müsstest dir dann natürlich überlegen, wie der µC den 
Spannungsausfall mitteilen soll, wenn die Spannung des Netzteils 
ausgefallen ist.

von Ben Avion (Gast)


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okay.

Ich brauche nur noch eine Lösung dafür, wenn ich es an das eine 24V NT 
hänge, daß mir der Mikrocontroller mitteilt daß die 24V nicht mehr 
anliegen bzw das NT ausgefallen ist, bevor dann auch der µC ausfällt. 
Zudem sollte er dann das Programm stoppen, aber das löse ich irgendwie 
in der SW.

Ich dachte an einen großen Elko hinter dem 24V/3,3V Regler. Nehme ich da 
einen normalen Elko oder so einen hochkapazitiven "Goldcap?"

Ich messe mal den Stromverbrauch des µC, dann kann ich doch sicher 
rechnerisch die Entladekurve des Elkos ermitteln, wenn ich zb. von 1000µ 
ausgehe.

von Wolfgang (Gast)


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Ben Avion schrieb:
> Ich brauche nur noch eine Lösung dafür, wenn ich es an das eine 24V NT
> hänge, daß mir der Mikrocontroller mitteilt daß die 24V nicht mehr
> anliegen bzw das NT ausgefallen ist, bevor dann auch der µC ausfällt.

Eine einfache Methode wäre, den Spieß umzudrehen.
Der µC sagt dir immer, wenn die Spannung vorhanden ist und du erkennst 
am Ausbleiben der Nachricht, dass die Spannung nicht mehr vorhanden ist.
Bei sicherheitsrelevanten Überwachungen wäre dies die Grundlage für den 
Aufbau, i.e. immer wenn das OK-Signal ausbleibt, ist erstmal von einem 
Fehler auszugehen.

von Dietrich L. (dietrichl)


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Ben Avion schrieb:
> Ich dachte an einen großen Elko hinter dem 24V/3,3V Regler. Nehme ich da
> einen normalen Elko oder so einen hochkapazitiven "Goldcap?"

Am einfachsten ist es so:
1
                  +--------+
2
+24V ---|>|---+---| Regler |---- +3,3V
3
              |   +---+----+
4
              C       |
5
              |       |
6
 0V ----------+-------+---------- 0V
Dann kann der Kondensator relativ klein sein und die Spannung am Ausgang 
bleibt länger konstant.

von Christian H. (netzwanze) Benutzerseite


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Dietrich L. schrieb:
> 0V ----------+-------+---------- 0V

Das wäre wieder eine gemeinsame Masse.

Es sollte erst einmal geklärt werden, was gegen eine gemeinsame Masse 
spricht. Ist zwingend eine galvanische Trennung notwendig? Dann ist der 
Optokoppler die beste Lösung. Ansonsten einen einfachen Spannungsteiler.

von Ben Avion (Gast)


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Danke für die vielen Antworten. Ja, den Spiess umdrehen ist eine super 
Idee!

Jetzt habe ich soviel Input, ich glaube ich überlege mal von vorne :)

Es wird ein gemeinsames Netzteil, eben diese 24V, der µC über einen 
Regler versorgt, ein entsprechend dimensionierter C am Eingang des 
Reglers, der den µC dann noch so lange versorgen kann das der auch ein 
NICHT-OK senden kann.

Solange die 24V aber da sind, sendet der µC ein OK.

Damit es am Eingang des µC, der die 24V überwacht keinen Mischmasch 
gibt, wegen möglicher schwankenden Spannungen, werde ich es wohl mit 
einem Spannungsteiler aus einem R und einer ZD lösen.

von Axel S. (a-za-z0-9)


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Ben Avion schrieb:

> Ich möchte mich mal ganz allgemein über Pegelumsetzung unterhalten.
>
> Praktisch habe ich hier ein Netzteil, welches 24V ausgibt und ich möchte
> nun am Microcontroller mit 3,3V checken ob die Spannung vorhanden ist.

Das hat aber eher nichts mit "Pegelumsetzung" zu tun.

Pegelumsetzung meint ja typisch Logikpegel. Also entweder H oder L, aber 
nichts dazwischen.

Bei deinem Netzteil möchtest du aber wohl wissen, ob die Spannung im 
normalen Bereich ist. Wenn das Netzteil gerade wegen Überlastung oder 
einem sonstigen Grund nur noch 18V ausgibt, sollte der Controller das 
nicht als "alles in Ordunung" gemeldet bekommen.

Wenn GND von Netzteil und µC verbunden sind (oder verbunden werden 
dürfen) dann ist in der Tat ein Spannungsteiler die einfachste Lösung. 
Mit dem gehst du an einen ADC-Anschluß des µC. Und wenn das geschickt 
gemacht ist, kann man sowohl Unterspannung als auch Überspannung 
detektieren. Und die Schwellen kann man in der Software festlegen.

In Hardware wird das aufwendiger. Und wenn es galvanisch getrennt sein 
muß, dann noch mehr.

von Ben Avion (Gast)


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AN DEN ADC HABE ICH JA GARNICHT GEDACHT!

Danke für den Input. Irgendwie bin ich seit 3 Tagen doof.

von Wolfgang (Gast)


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Axel S. schrieb:
> In Hardware wird das aufwendiger. Und wenn es galvanisch getrennt sein
> muß, dann noch mehr.

Wenn bei einer Analogsignalauswertung eine galvanische Trennung nötig 
wird, ist es oft einfacher, den µC potentialmäßig mit auf die 
Signalseite zu legen und die Trennung auf der digitalen Ausgangsseite 
des µCs zu machen.

von Ben Avion (Gast)


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Danke für den Hinweis, das hätte ich nun auch so gemacht.

nun muss ich noch heraus finden wie ich den Pegel für den Analog in 
anpasse, die Suchfunktion hat mir schon geholfen, bin aber noch nicht 
weiter.

von Dietrich L. (dietrichl)


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Ben Avion schrieb:
> nun muss ich noch heraus finden wie ich den Pegel für den Analog in
> anpasse, die Suchfunktion hat mir schon geholfen, bin aber noch nicht
> weiter.

Hier reicht ein ganz normaler Spannungsteiler.
Der max. Innenwiderstand des Teilers ergibt sich aus den Empfehlung der 
µC-Herstellers und den Anforderungen an die Genauigkeit.
Zu niederohmig sollte er nicht sein, um den Eingang vor Zerstörung durch 
Überspannung zu schützen.

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