Kupplungswegsensor auswerten

Gast #6233819
Lesenswert?

Hallo zusammen,

ich habe einen Kupplungsnehmerzylinder, der einen Sensor besitzt, um die 
Kupplungsposition auszugeben. Dieser Sensor funktioniert nach dem PLCD 
Prinzip, bei dem über zwei äußere Spulen eine Spannung in eine innere 
Messspule induziert wird. Diese ist wiederum über einen Dauermagneten an 
der betreffenden Kolbenposition in der Sättigung und teilt dadurch die 
Spannung auf. Details siehe hier:
https://www.newtis.info/tisv2/a/de/e46-320d-tou/repair-manuals/23-manual-gearbox/24oSXgc 
.


Die Ansteuerung eines PLCD Sensors ist also recht aufwändig. Gibt es für 
dafür eine integrierte Auswerteelektronik? D.h. eine Schaltung, der ich 
eine Versorgungsspannung gebe und sie mir im Gegenzug die 
Kupplungsposition bspw. 0-5V ausgibt?

Grüße
Steffen
Gast #6233874
Lesenswert?

Such mal nach LVDT oder Differentialtransformator.

Ich kenne das aber nur als spezielle Auswerteelektronik abgestimmt auf 
den passenden Sensor, ich weis nicht ob es da wirklich universelle 
Auswertegeräte gibt.
#6234702
Lesenswert?

Steffen Hausinger schrieb:
> Die Ansteuerung eines PLCD Sensors ist also recht aufwändig

KLingt nicht so

"Der Spannungsunterschied zwischen den Sekundärspulen ergibt die 
Position des Permanentmagneten und somit die genaue Kupplungsposition"

Also ein simple uC, dessen 2 Ausgänge P1 und P2 ein 50% Rechtecksignal 
erzeugen, phasenversetzt, und die Generatorspule dazwischen. Die beiden 
Auswertespulen S1 und S2 per Spannungsteiler an halbe 
Versorgungsspannung, und per A/D-Wandlereingänge A1 und A2 auswerten. 
Synchron mit dem Rechtecksignal, dann scheint man bloss noch die Höhe 
des Wandlerwerts beider Analogeingänge vergleichen zu müssen, 
synchrongleichgerichtet.
1
              |
2
              R1
3
-----+        |  +-----
4
   P1|--+  +--(--|A1
5
     |  | S1  |  |
6
     |  |  +--+  |
7
uC   |  S     |  |
8
     |  |  +--+  |
9
     |  | S2  |  |
10
   P2|--+  +--(--|A2
11
-----+        |  +----
12
              R2
13
              |
14
             GND
#6235992
Lesenswert?

Steffen H. schrieb:
> Ich denke, es liegt an der Ansteuerung der Generatorspule.

Du brauchst eine zur Induktivität passende Frequenz.
Der Strom muss ansteigen, damit er auch zur Sekundärseite übertragen 
wird, aber er darf nicht zu weit ansteigen weil sonst die Spulen in 
Sättigung gehen. Das soll aber erst durch Überlagerung mit dem 
Permanentmagneten passieren. Am besten man ozillographiert das ganze, 
damit man den Signalverlauf sehen kann.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren