Wer kann mir die Leistung meines Ringkerntrafos bestimmen/abschätzen

Gast #6234245
Hallo,

ich habe hier einen alten, vergossenen Ringkerntrafo 
(Herstelleraufkleber: Polytronik GmbH München) ohne Typenschild.

Ich habe mal im Leerlauf die Spannugen der Wicklungen mit dem Multimeter 
gemessen.

Folgendes kam dabei raus:

Zwei Sekundärwicklungen mit Durchgangsprüfung ermittelt,

rot-gelb AC: 34,3 V
braun-schwarz AC: 34,3 V

Wicklungswiderstand je etwa 1,3 Ohm.

Abmessungen und Gewicht:

Durchmesser: 103 mm
Höhe: 44 mm
Gewicht: 1450 g

Wicklungsdurchmesser primär:
0,5 mm

Wicklungsdurchmesser sekundär:
0,8 mm

Kann jemand anhand dieser Angaben abschätzen,
welchen Stom das Ding auf jeder Wicklung liefern kann und ensprechen die 
VA Gesamtleistung des Trafos benennen?

Wie erkennen ich die Fraben von Wicklungsanfang und Ende um beide 
Wicklungen ggf. parallel oder in Reihe zu schalten? Oder gibt es durch 
die Farben einen Standard?
Angehängte Dateien:
Gast
Marcel schrieb:
> Wie erkennen ich die Fraben von Wicklungsanfang und Ende um beide
> Wicklungen ggf. parallel oder in Reihe zu schalten? Oder gibt es durch
> die Farben einen Standard?

Die zwei Wicklungen verbinden, also jeweils einen Draht einer Wicklung.
Dann an den zwei Drähten messen, entweder hast Du eine Spannung nahe 
Null oder eben die doppelte Spannung.
Wenn nichts draufsteht, am besten vergleichen.
Geh zu irgendeinem Anbieter (z.B. Conrad) gib den passenden Suchbegriff 
ein und hangle dich durch die Angebote.
Praktisch alle haben Maßangaben und die musst Du EINFACH vergleichen.
Ist allerdings, selbst wenn das Teil genauso aussieht, nicht auf 0,1% 
genau.
Gast
Dann nimmste eben mal drei 12V/55W Halogenbirnen in Reihe und misst 
einfach mal, wie weit die Spannung zusammenbricht und/Oder ob noch was 
anderes warm wird, ausser die Glühlampen.
Gast
xyz schrieb:
> Bei guten alten Schnittbandkernen und gut vollgewickelt:
>
> Pro kg vllt 0.3 kW

Die Belastbarkeit geht i.A. etwas schneller als das Gewicht nach oben 
etwa mit Gewicht hoch 4/3. D.h. bei 8 facher Masse hat man etwa die 16 
fache Leistung.  Das hängt damit zusammen das mit der Größe auch der 
Wirkungsgrad besser wird.

Die Nennleistung ist auch kein so 100% fest Größe. Es ist einfach die 
Leistung bei der die Erwärmung den für das Isoliermaterial angesetzten 
Grenzwert erreicht. Wenn man da für eine höhere Lebensdauer keine so 
hohe Temperatur will, wird die Nennleistung kleiner, mit einer 
beständigeren Isolierung größer.
Lurchi schrieb:

> Die Nennleistung ist auch kein so 100% fest Größe.

Speziell, wenn man, wie meist, eine Gleichspannung braucht. Dann kann
man nur noch ca 60% der Nennleistung nutzen. Andererseits kann man
kurzzeitig ein mehrfaches der Nennleistung abrufen, wenn anschliessend
genug Zeit zur Abkühlung gelassen wird.

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