Forum: Offtopic Brummen von Nachbars Lautsprechern nachweisen wie?


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von Hans M. (674hz)


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Hallo,

mein Nachbar von obendrüber hat sich einen PC gekauft und ist jetzt Tag 
und Nacht nur noch am Zocken. Anscheinend hat er die Lautsprecher auf 
dem Fußboden stehen, so dass hier unten immer das schönste Gewummere 
(Maschinengewehrfeuer und Ähnliches) ankommt.

Wenn er gerade nicht zockt kommt nur noch ein Brummen an (mal leiser, 
mal lauter), v.a. dort wo mutmaßlich die Lautsprecher stehen. Vermute 
Trafobrummen von Aktivlautsprechern die auf dem Bosen stehen oder 
Ähnliches. Es geht hier NICHT um Infraschall oder Derartiges.

Würde es gerne dem Hausverwalter zeigen. Habe aber Angst, dass ein 
Vorführeffekt auftritt (wenn das Brummen gerade mal leise ist) oder er 
es altersbedingt nicht hört. Und Nachts ist das Brummen eh viel stärker 
wahrnehmbar (andere Geräuschkulisse), der Hausverwalter wird aber wohl 
tagsüber vorbei kommen wollen.

Habe mich daher gefragt, wie man das Brummen nachweisbar oder besser 
hörbar machen kann. Meine Idee war irgendwie ein Mikrophon mit einem 
Verstärker und einem Lautsprecher, dass das Brummen verstärkt und auf 
dem Lautsprecher ausgegeben wird. So kann ich dann evtl. auch 
nachweisen, dass es tatsächlich da brummt, wo die Lautsprecher 
(mutmaßlich) stehen. Vielleicht wäre sogar ein Richtmikrophon gut, dass 
Umgebungsgeräusche nicht stören.

Habe aber keine Ahnung wie ich vorgehen soll, gibt es ein passendes 
fertigse Produkt, oder muss ich selber etwas zusammenbauen?

Ich bin für jeden Hinweis dankbar. :)

Besten Dank und Grüße,
Hans.

: Bearbeitet durch User
von Sven D. (sven_la)


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Ich bin für jeden Hinweis dankbar. :)

Sprich mit deinem Nachbarn. Das sollte der erste Schritt sein. Die 
Geräuschkulisse vom Zocken wird ja wohl das grössere Problem als das 
Brummen sein. Falls dem nicht so ist, könnte das Problem bei dir liegen.

von Harald W. (wilhelms)


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Hans M. schrieb:

> Habe mich daher gefragt, wie man das Brummen nachweisbar machen kann.
> Habe aber keine Ahnung wie ich vorgehen soll, gibt es ein passendes
> fertigse Produkt,

Es gibt Schallpegelmeßgeräte.

von Michael B. (laberkopp)


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Hans M. schrieb:
> Habe mich daher gefragt, wie man das Brummen nachweisbar oder besser
> hörbar machen kann.

Wenn es nicht zu hören ist, stört es auch nicht.

Hans M. schrieb:
> Richtmikrophon

Niedrige Frequenzen haben keine Richtwirkung.

von Herr M. (herrmueller)


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Sag es Deinem Nachbarn, wahscheinlich wird es besser, wenn er die 
Lautsprecher auf ein Kissen oder ein Stückchen Stoff stellt.

von Frank E. (Firma: Q3) (qualidat)


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Michael B. schrieb:
> Hans M. schrieb:
>> Habe mich daher gefragt, wie man das Brummen nachweisbar oder besser
>> hörbar machen kann.
>
> Wenn es nicht zu hören ist, stört es auch nicht.
>
> Hans M. schrieb:
>> Richtmikrophon
>
> Niedrige Frequenzen haben keine Richtwirkung.

Das stimmt nicht. Der MENSCH kann die Richtung bei tiefen Tönen nicht 
bestimmen, weil das durch Phasenvergleich der beiden Ohren passiert - 
was dem Bio-DSP dazwischen durch die große Wellenlänge eben nicht gut 
gelingt.

Ein Mikrofon hat dagegen seine Richtwirkung einfach über die gerichtete 
Dämpfung/Nicht-Dämpfung aufgrund seiner Bauweise ...

: Bearbeitet durch User
von Peter D. (peda)


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Hans M. schrieb:
> mein Nachbar von obendrüber hat sich einen PC gekauft

Woher weißt Du das?
Hast Du ihn beobachtet, wie er den PC und dicke Lautsprecher in die 
Wohnung getragen hat?
Oder ist das nur eine Vermutung, weil Du seit einiger Zeit zunehmend 
Geräusche wahrnimmst.

Frag mal Leute mit Tinnitus. Viele hatten erstmal die ach so "bösen" 
Nachbarn in Verdacht, oft über Jahre.

https://www.tinnitus-liga.de/

: Bearbeitet durch User
von Stefan H. (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)


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von Sebastian L. (sebastian_l72)


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Hans M. schrieb:
> Hallo,
>
> mein Nachbar von obendrüber ...
> Würde es gerne dem Hausverwalter...
> Habe aber keine Ahnung wie ich vorgehen soll, ...

Rede mit deinem Nachbarn. Zeige ihm das Problem. Findet gemeinsam eine 
Lösung. Soziale Probleme lassen sich nicht technisch lösen.

und den Hausverwalter die Konflikttreppe mit in den Abgrund zu schleifen 
nützt nix. Seit erwachsen und findet eine Lösung.

von Rainer S. (heckenpenner)


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Bei mir hatte der Nachbar unter mir das gleiche Problem. Es waren die 
Laufgeräusche der Festplatten und Lüfter meines Rechners. Ich habe dann 
meinen PC auf 10cm Schaumstoff gestellt und der Nachbar hatte Ruhe.

von Hannes J. (Firma: professional Professional) (pnuebergang)


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Hans M. schrieb:
> Wenn er gerade nicht zockt kommt nur noch ein Brummen an (mal leiser,
> mal lauter), v.a. dort wo mutmaßlich die Lautsprecher stehen. Vermute
> Trafobrummen von Aktivlautsprechern die auf dem Bosen stehen oder
> Ähnliches. Es geht hier NICHT um Infraschall oder Derartiges.

So Betonkästen haben seltsame Schallausbreitungen. Ein Mieter hat sich 
mal bei mir beschwert das in der Nachbarwohnung sporadisch nachts 
gehämmert wird. Die Nachbarwohnung stand aber leer.

Es stellte sich heraus dass es die drei Stockwerke tiefer und auf der 
anderen Seite des Gebäudes liegende Kellertür war.

Bei der letzten "nächtlicher Infraschall"-Beschwerde stellte sich heraus 
es war die temperaturabhängige Nachtabsenkung der Heizung. Wenn die an 
sprang brummte eine Pumpe.

> Würde es gerne dem Hausverwalter zeigen.

Großes Missverständnis. Die Hausverwaltung ist nicht für die Ordnung im 
Haus zuständig. Die Hausverwaltung kümmert sich um den wirtschaftlichen, 
rechtlichen und technischen Betrieb der Immobilie.

Wenn die Eigentümer der Verwaltung einen Zusatzauftrag (natürlich gerne 
gegen Extrahonorar) erteilt haben kümmert sich eine Hausverwaltung auch 
um die Ordnung. Manchmal kümmern sich Hausverwaltungen auch um kleiner 
Dinge außerhalb ihres Mandats. Das fällt dann mehr unter Kulanz bzw. 
Kundenbindung (der Kunde ist die Eigentümergemeinschaft, nicht die 
Mieter). Müssen müssen sie nicht und begeistert sind sie nie wenn sie so 
etwas machen sollen.

Theoretisch ist der Vermieter des Lärm machenden Mieters zuständig. 
Praktisch ist das so eine Sache. Zuerst musst du herausfinden wer das 
ist, dann muss sich der Vermieter dafür interessieren. Viel Spaß. Der 
normale Vermieter möchte seine Ruhe haben und steht erst einmal auf der 
Seite seines Mieters. Zumindest so lange der brav seine Miete zahlt.

Vielleicht hast du Glück und dein Vermieter kann mit dem anderen 
Vermieter gut. Über deinen Vermieter zu gehen wäre dann eine 
Alternative.

Dann gibt es noch die Behörden, Gerichte usw. Ehrlich, da ist Umziehen 
einfacher.

> Habe mich daher gefragt, wie man das Brummen nachweisbar oder besser
> hörbar machen kann. Meine Idee war irgendwie ein Mikrophon mit einem
> Verstärker und einem Lautsprecher, dass das Brummen verstärkt und auf
> dem Lautsprecher ausgegeben wird.

Das würde einem technisch nicht versierter Hausverwalter nichts sagen. 
Jemand spielt aus einem Lautsprecher ein Brummen vor? Was soll das? 
Brummt? Ja. Woher? Na, aus dem Lautsprecher ...

> Habe aber keine Ahnung wie ich vorgehen soll, gibt es ein passendes
> fertigse Produkt, oder muss ich selber etwas zusammenbauen?

Überzeuge dich erst mal mit einer App wie Spectroid dass wirklich was da 
ist und du nicht deinen eigenen Tinnitus oder deine Arterienverkalkung 
hörst.

Dann suche sehr sorgfältig die wirkliche Quelle.

von Harald W. (wilhelms)


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Rainer S. schrieb:

> Bei mir hatte der Nachbar unter mir das gleiche Problem. Es waren die
> Laufgeräusche der Festplatten und Lüfter meines Rechners. Ich habe dann
> meinen PC auf 10cm Schaumstoff gestellt und der Nachbar hatte Ruhe.

...und vermutlich hast Du von diesem Problem erst erfahren
als Dein Nachbar es Dir erzählt hat ohne das gleich die
Hausverwaltung eingeschaltet wurde?

von Jürgen S. (engineer) Benutzerseite


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Die Diskussion ob und ab welcher Frequenz Bässe lokalisiert werden 
können, ist in Räumen hinfällig, weil es massiv Reflexionen gibt. Im 
Übrigen ist es sehr gut feststellbar, ob ein dynamischer! Basston von 
oben oder der Seite kommt, wenn diese nicht ständig dieselben Frequenzen 
und Pegel haben.

Ja, Kissen könnte gegen Körperschall helfen, aber tiefe Töne 
durchdringen alle Wände. Das ist das Üble mit den Sub-Woofern. Macht 
einen auf Dauer krank so etwas.

Leider hat unsere Gesetzgebung das Problem noch nicht ausreichend 
erkannt, lässt auch Nachts 40dB zu und rechnet auch noch mit der 
A-Bewertung, was Bässe noch stärker zulässt.

von Claus M. (energy)


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Jürgen S. schrieb:
> Leider hat unsere Gesetzgebung das Problem noch nicht ausreichend
> erkannt, lässt auch Nachts 40dB zu und rechnet auch noch mit der
> A-Bewertung, was Bässe noch stärker zulässt.

Warum auch nicht, wohnt ja eh nur der Pöbel in einer (Miet) Wohnung. 
Unsere Politiker wohnen im Eigenheim im Grünen, da kommt so ein Ärgernis 
nicht vor.

von Erich L. (loktarogar)


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zieh um, am besten in den obersten stock. dann nervt keiner.

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