Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Angabe Trafo - was heisst 2x3 kV


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von Andreas (Gast)


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Hallo, ich muss den Trafo einer alten Leuchtreklame mit Neonbuchstaben 
ersetzen. auf dem Typenschild wird die sekundärspannung mit 2x3 kV 
angegeben. Ich finde im Netz Trafos mit 3kV und 6kV, was ist der 
richtige? Bzw. wieso lautet die Angabe 2x3 kV. Es git nur einen 
Sekundäeanschluss , nicht zwei.

Vieln Dank schon mal

von Armin X. (werweiswas)


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Der Trafo hat zwei in Serie geschaltete Wicklungen die in der Regel am 
Mittelpunkt geerdet bzw mit dem Kern(also doch "Erde" verbunden) sind.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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> was heisst 2x3 kV
Daß Du besser die Finger von sowas lässt...

Edit:
Macht man übrigens, damit die Spannung in den Kabeln gegenüber Erdung 
nicht so hoch wird. 6kV gegen Erde sind schon ziemlich viel.

: Bearbeitet durch User
von Andreas (Gast)


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..vielen Dank soweit erstmal, wenn auch die Frage, welcher Trafo als 
Ersatz geeignet wäre nur bedingt beantwortet wurde.

wäre einer der folgenden 3 geeignet?

https://ebay.us/LBJJhV via @eBayDE
https://ebay.us/wNBj1P via @eBayDE
https://ebay.us/XUubRp via @eBayDE

Wegen der Sicherheit - vor Inbetriebnahme der restaurierten Neon-Werbung 
würde ich dann schon mal einen Elektriker drüber schauen lassen, ob die 
Anschlüsse so korrekt sind. Aber erstmal muss Ersatz für den Trafo her 
bzw. ein gleichwertiger (zwei identische neonschilder aber nur ein 
(funktionstüchtiger) Trafo vorhanden)

Vielen Dank

von hinz (Gast)


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Andreas schrieb:

> https://ebay.us/XUubRp via @eBayDE

Der passt, hat aber etwas weniger Brennstrom. Die Lampen werden halt 
etwas weniger hell leuchten.


> Wegen der Sicherheit - vor Inbetriebnahme der restaurierten Neon-Werbung
> würde ich dann schon mal einen Elektriker drüber schauen lassen, ob die
> Anschlüsse so korrekt sind.

Normaler Strippenzieher hat nur Lizenz bis 1kV.


> Aber erstmal muss Ersatz für den Trafo her
> bzw. ein gleichwertiger (zwei identische neonschilder aber nur ein
> (funktionstüchtiger) Trafo vorhanden)

Evtl gleich beide ersetzen, damit es gleich hell brennt.

von jeew (Gast)


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Ich kenne nur die Leuchtreklame-Trafos aus der 1960er Zeit, was jetzt 
verwendet wird, weis ich nicht. Beim Tausch der Leuchtröhren (teiweise 
bis 2 m hoch) bzw. des Trafos musste ich den vom Hersteller der Röhren 
angegebenen Strom mit einem Stellrad am Trafo (Streufeldtrafo mit 
einstellbarem Joch) einstellen.
Wenn ich das Typenschild interpretiere sieht es so aus dass dies auch so 
ein Trafo sein könnte (Der Pfeil ganz rechts). Die 40 mA ist der 
max.-Strom des Trafos. Vielleicht ein Bild des ganzen Trafos.
mfg jeew

von Harald W. (wilhelms)


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jeew schrieb:

> Ich kenne nur die Leuchtreklame-Trafos aus der 1960er Zeit, was jetzt
> verwendet wird, weis ich nicht.

LEDs. :-)

von Nochnandreas (Gast)


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Was bringt dich zu der Annahme, dass der Trafo defekt ist? Ich nehme an, 
dass das ein Neontrafo wie dieser ist:
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/7e/Kvglr.jpg

Solche Streufeldtrafos sind außerordentlich robuste Bauteile und von der 
Bauart her unbegrenzt kurzschlussfest. Sind am Trafo irgendwelche 
Beschädigungen erkennbar?

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Die Dinger sterben gelegentlich an Isolationsdefekten, Windung gegen 
Windung oder Wicklung (nicht Anfang) gegen Gehäuse/Kern.

Solche Röhren werden immer noch neu gebaut, da bestimmte Effekte nicht 
mit LEDs erreicht werden könnten bzw. LEDs auf Bänder und 
bildschirmähnliche Aufbauen begrenzt sind. Nicht der Stückzahl wie 
früher, aber es gibt noch einen Mark dafür. Dazu brauchen diese 
Neonröhren kaum Strom und halten extrem lange. Sie brauchen keine 
beheizten Elektroden und nehmen keinen Blinkbetrieb übel.

Ist auch gar nicht so schwer, sowas zu bauen,
nur wegen viel Handarbeit ziemlich teuer.

von hinz (Gast)


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Ben B. schrieb:
> Ist auch gar nicht so schwer, sowas zu bauen,

Naja, Glasbläserei braucht schon ziemlich viel Übung.

von Harald W. (wilhelms)


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Ben B. schrieb:

> Solche Röhren werden immer noch neu gebaut, da bestimmte Effekte nicht
> mit LEDs erreicht werden könnten

Buchstaben oder Bilder formen geht ja eigentlich nur mit solchen
Röhren. Früher hat man allerdings auch grössere Flächen damit
beleuchtet. Ich denke, das da zumindest bei Neuinatallationen
die LEDs die Röhren ersetzen.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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> Naja, Glasbläserei braucht schon ziemlich viel Übung.
Wenn ich mir manche Platinen so anschaue... Löten auch! :D

Klar muß man sein Handwerk verstehen, aber die Glasbläserei ist ein sehr 
altes Handwerk und kann sich mit solchen Röhren evtl. noch ein paar 
Jahre halten.

Zur reinen Beleuchtung von Flächen nimmt man solche Röhren heute nicht 
mehr, das stimmt. Aber wenn du z.B. ein selbstleuchtendes Firmenlogo für 
die Außenwerbung möchtest: kein Problem, wird dich etwas kosten, aber 
das bekommt man noch neu.

: Bearbeitet durch User
von Andreas (Gast)


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Hallo, der abgebildete Trafo ist nicht kaputt. Aber ich habe insgesamt 2 
fast identische Neonschriftzüge (Magirus Schriftzüge aus den 60er  bzw. 
70ern) unabhängig voneinander erworben, aber nur bei einer war der Trafo 
dabei. also brauche ich noch einen zweiten ;)

von eProfi (Gast)


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Dieser Leuchtröhren-Transformator SRME40/6 mit 240VA (2x3kV * 40mA) 
stammt aus dem Hause EHE Eugen Hoerner, genau wie Klinger einer DER 
Streufeldtrafohersteller.
"Neuen" Vorschriften zufolge ist der Mittelpunkt nicht fest zu erden, 
sondern über ein spezielles Sicherungsrelais (Erdschlussschutzschalter 
ESSS typisch von PROTEC), das bei einem Isolationsschaden die Anlage 
außer Betrieb setzt:
https://forum.mosfetkiller.de/viewtopic.php?p=80423#p80423
Ebay-Artikel Nr. 332792356940

Heute macht man das mit einem HF-Trafo, der alles integriert hat und 
viel kleiner ist. Allerdings auch nicht so langlebig. Wenn die alten 
einigermaßen trocken installiert waren, hielten die problemlos 30-50 
Jahre.

Diese Leuchtröhren kann heute fast kein Glasbläser mehr herstellen, da 
kann man beliebig viel falsch machen. Ich habe mal welche bauen lassen 
und war die ganze Zeit dabei, ist schon interessant, wie viele 
Arbeitsschritte das sind.
Damals (in den 90ern) hat mich jeder 20cm-Buchstabe 100 DM gekostet.

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