Hallo,
Ich habe ein Problem. Ich habe einen Temperatursensor aus Gold. Bei Gold
liegt der postiven Temperaturkoeffizient 0.0034 ohm/°C.
Ich habe eine ganz einfach Schaltung. eine Stromquelle bei 200uA. Der
Strom fliest durch den Widerstand. Und ich messe die Spannung.
Theoretisch müsste die Spannung steigen bei steigender Temperatur. Ich
habe mehrere Temperatursensoren, bei einigen stimmt die Theorie.
Doch bei einigen verhält sich der Widerstand als ob es ein negativer
Temperaturkoeffizient sei.
Ich kann es mir nicht erklären.?
Lea schrieb:> Bei Gold liegt der postiven Temperaturkoeffizient 0.0034 ohm/°C
Das sollte so sein, wenn deine Goldprobe einen elektrischen Widerstand
von 1Ω besitzt und die Messung ganz grob um Raumtemperatur statt findet.
Ist das so?
Sicher das deine Messung Präzise genug ist? Wenn ich mich nicht ganz
vertue sind das doch nur 0,68 uV / °C an Änderung. Das ist schon nicht
ohne. Wie sieht denn der Rest der Schlatung aus?
Verdrahtungen sind üblicherweise aus Kupfer. Damit entsteht an der
Kontaktstelle eine Thermospannung. Im Stromkreis gibt es nun 2
Kontaktstellen - eine am einen und die zweite am anderen Ende des
Widerstandes. Solange die beiden Kontaktstellen die (genau) gleiche
Temperatur haben, heben sich die Thermospannungen (wegen der
entgegengesetzten Polarität) im Stromkreis auf und es entsteht kein
Messfehler. Haben die beiden Kontaktstellen aber unterschiedliche
Temperaturen, so verfälscht die resultierende Thermospannung die
Messung.
Harald W. schrieb:> Und wie gross ist dieser Widerstand (gemessen in Ohm)?
Also der Widerstand ist bei Raumtemperatur liegt bei 100Ohm, doch nur
dann wenn eine sich auch der positive Temperaturkoeff. bestätigt. Wenn
dies nicht der Fall ist also negative Temperaturkoeff. gemessen wird,
ist der der Widerstand ist bei Raumtemperatur bei ca. 300Ohm.?
Lea schrieb:> Also der Widerstand ist bei Raumtemperatur liegt bei 100Ohm
Sicher das der Sensor aus Gold und nicht aus Platin ist?
Die 100 Ohm Sensoren sind AFAIK üblicherwiese aus Platin (PT100).
Lea schrieb:> Ich habe ein Problem.
Das Hauptproblem ist im Moment, dass du nicht halbwegs umfassend dein
Problem beschreibst.
So kann man nur spekulieren und die Antworten sind dann mit hoher
Wahrscheinlichkeit nicht akkurat.
Lea schrieb:> Ich habe einen Temperatursensor aus Gold.
Ungünstiges Material, warum nicht Platin ?
> Bei Gold liegt der postiven Temperaturkoeffizient 0.0034 ohm/°C.
Wenn dein Golddraht 1 Ohm hat.
> Ich habe eine ganz einfach Schaltung. eine Stromquelle bei 200uA.
Angenommen 1 Ohm, 200uA, macht 200uV, dazu nun 1 GradC mehr, macht
200,68uV, also 680nV mehr
Das ist weniger als die Thermospannung beim Übergang von Gold auf Nickel
(oftmals sind Klemmen mit Nickel beschichtet) von 21.6uV/K.
Du misst also nicht die Temperatur des Sensors, sondern die Temperatur
der Klemmstelle an der Gold an Nickel geht.
Da du in #6250896 nicht angegeben hast, welchen Widerstand dein ominöser
Golddrahtsensor hat, musst du jetzt nochmal alles selber ausrechnen mit
deinen Zahlen.
Jim M. schrieb:> Lea schrieb:>> Also der Widerstand ist bei Raumtemperatur liegt bei 100Ohm>> Sicher das der Sensor aus Gold und nicht aus Platin ist?>> Die 100 Ohm Sensoren sind AFAIK üblicherwiese aus Platin (PT100).
Die 100 Ohm gelten allerdings für 0°. Bei Raumtemeratur sind es
bereits ca. 108 Ohm. Grundsätzlich sind Platinfühler geeignet,
um Temperaturmessungen mit einer Genauigkeit von besser 1mKelvin
durchzuführen. Ich wüsste jetzt nicht, warum man statt Platin
jetzt Gold für Temperaturfühler nehmen sollte.
Harald W. schrieb:> Ich wüsste jetzt nicht, warum man statt Platin> jetzt Gold für Temperaturfühler nehmen sollte.
Sorry, ich habe nochmal nachgefragt ja stimmt ist Platin, anfangs war es
gold. Aber es stellt sich immer noch die Frage warum bei manchen ein
negative Temp.Koeff. ist?
Dank für all die Hilfe
Lea schrieb:> Sorry, ich habe nochmal nachgefragt ja stimmt ist Platin, anfangs war es> gold. Aber es stellt sich immer noch die Frage warum bei manchen ein> negative Temp.Koeff. ist?
Falsche Schaltung oder wer misst, misst Mist. Platinsensoren
zur Temperaturmessung werden bereits seit vielen Jahrzehnten
erfolgreich verwendet. Neue Erkenntnisse bezüglich eines ne-
gativen Temperaturkoeffizienten sind da nicht zu erwarten.
Wolfgang schrieb:> Der Widerstand müsste sich dann mit 0.34 Ω/°C, nicht mit 0.0034 Ω/°C> ändern.
Es sind doch nur ein paar Nullen mehr und Nullen sind ja
bekanntlich nichts wert. :-)
> Ich habe eine ganz einfach Schaltung. eine Stromquelle bei 200uA.
Das geht so nicht. Schmeiss in die tonne. Mit einfach ist da sowieso
nichts. Bei einem Platinwiderstand, einem normalen Plativwiderstand darf
man wegen der Eigenerwaermung max 30mV ueber dem Widerstand haben.
Allenfalls ist das fuer diesen speziellen Widerstand nachzupruefen.
Dann gibt es auch noch die Moeglichkeit gepulst zu messen und fuer
kuerzere Zeit mehr Spannung drauf zu haben.
Erst mal sollten wir wissen welche Aufloesung angepeilt wird. 1mK, 10mK,
0.1 Grad, 1 Grad, ..
Dann sollte man auch keine Stromquelle verwenden. Denn dann muss die
Stromquelle die Genauigkeit und Konstanz bringen, sowie die
Messschaltung ebenso. Also zB der ADC.
Wenn man einen Praezisionswiderstand verwendet, eine aehnlichen wie die
Stromquelle auch gebraucht haette, kann man mit einem spannungsteiler
messen. Die Referenzspannung ueber den Spannungsteiler anlegen, an den
ADC anlegen - fertig.
Joggel E. schrieb:> Wenn man einen Praezisionswiderstand verwendet, eine aehnlichen wie die> Stromquelle auch gebraucht haette, kann man mit einem spannungsteiler> messen. Die Referenzspannung ueber den Spannungsteiler anlegen, an den> ADC anlegen - fertig.
Und das bitte mit Vierleiteranschluss. Sonst misst man da schnell
Hausnummern.