Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Buch durcharbeiten, worauf achten?


von Der Lernende (Gast)


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Hallo,

arbeite grade ein Buch zur Sprache C durch. Sehr viel Wissen wird 
vermittelt, ich lege z.B. einen Fokus auf Übungsaufgaben (meist 
repräsentativ dafür, ob man es auch verstanden hat). Wenn es aber um 
Formalia geht wie "welche kontrollstrukturen können für die Selektion 
unterschieden werden?", ist es doch sicherlich legitim, etwas schneller 
zu lesen. Oder seht ihr das anders? Andere Erfahrungen gemacht?

von LassDirMalWasNeuesEinfallen (Gast)


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> "welche kontrollstrukturen können für die Selektion
> unterschieden werden?"

Ja, kannst du sie denn ohne zu stottern aufsagen?

von Der Lernende (Gast)


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P.S. das Buch hat meist auf jeder Seite Lernkästchen, das Wichtigste 
zusammengafsst. Aber dazu gehört eben auch so ein Zeug wie oben. 
Schwierig für einen Anfänger zu differenzieren. Aber möchte nicht 
gezwungen sein, mir den Spass zu nhemen, nur weil ich Begriffe auswendig 
lerne

von Der Lernende (Gast)


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LassDirMalWasNeuesEinfallen schrieb:
> Ja, kannst du sie denn ohne zu stottern aufsagen?

nö, aber ich versethe, was gemeint ist

von Sebastian S. (amateur)


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In den meisten Fällen ist das vom Lernenden abhängig.
Der eine frisst 100% Theorie, der andere möchte jeden neuen Schritt erst 
mal durchkauen.
Ideal wäre es natürlich, wenn Dein Buch genau, deiner Lerngewohnheit 
entspricht.

Ich bin der Meinung, dass man das eine oder andere mal zwischenzeitlich 
durchkaut. Sollte Deine erste Arbeit mit einem Befehl, der über 5 Zeilen 
geht, beginnen, so sollte man schon ein wenig die Muskeln gelockert 
haben.

von LassDirMalWasNeuesEinfallen (Gast)


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> nö, aber ich versethe, was gemeint ist

Ja siehst. Das ist aber deutlich nicht hinreichend.
In der Schule: "Vier, setzen!"

von A. S. (Gast)


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Du liest ein Buch, um C zu lernen? Lass das.

Lies das Buch, um zu verstehen, was Du programmierst. Nicht umgekehrt.

Niemand liest ein Buch über Reiten oder Klavierspielen, um das zu 
lernen. Sondern man liest das nach, was man meint zu kennen oder nicht 
versteht.

von Zaunwinker (Gast)


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Der Lernende schrieb:
> arbeite grade ein Buch zur Sprache C durch. Sehr viel Wissen wird
> vermittelt, ich lege z.B. einen Fokus auf Übungsaufgaben (meist
> repräsentativ dafür, ob man es auch verstanden hat).

Beispiele lernen ist wie Affen dressieren, am besten du genehmigst dir 
nach dem erfolgreichen Abtippen und Kompilieren eine Banane -> ganz nach 
Pawlow'scher Konditionierung ;-)

> Wenn es aber um
> Formalia geht wie "welche kontrollstrukturen können für die Selektion
> unterschieden werden?", ist es doch sicherlich legitim, etwas schneller
> zu lesen.

Wenn es denn reine Formsachen wären! Es gibt aber Unterschiede in der 
Lesbarkeit, Ausführungsgeschwindigkeit etc.. Da ist es notwendig, das 
der Leser die versteht und für sich Vor- und Nachteile abwägen kann. Das 
ist Voraussetzung für die Entwicklung eines eigenen Programmierstils.

Man will ja nicht als Pawlowscher Affe enden, der auf Wink mit der 
Bananenschale antrainierte Codeschnipsel aus dem Lehrbuch erbricht...

von Blub B. (googoo)


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Auf den ersten Blick scheint das eine lockere Frage zu sein, da ja keine 
,,Aufgabe" in dem Sinn gestellt wird. Der Autor möchte aber dass du in 
Gedanken alle möglichen Antworten durchgehst. Es ist wie Kopfrechnen, 
man muss sich dazu Zeit nehmen und in seinen Gedanken arbeiten. Später 
beim Programmieren ist gerade dass eine wertvolle Fähigkeit. Erst 
Denken, dann den Code aus dem Stegreif eintippen. Also ich rate Dir das 
keineswegs ,,links liegen" zu lassen sondern dem besondere 
Aufmerksamkeit zu widmen. Später kommt die sprachliche Sicherheit genau 
von solchen Übungen, nennen wir sie Kopfaufgaben.

von Toxic (Gast)


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Der Lernende schrieb:
> Sehr viel Wissen wird
> vermittelt, ich lege z.B. einen Fokus auf Übungsaufgaben

Du kannst Erlerntes sehr einfach auch Online testen:
"C"
https://www.tutorialspoint.com/compile_c_online.php

"C++"
https://www.tutorialspoint.com/compile_cpp_online.php

von Theor (Gast)


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Der Lernende schrieb:
> Hallo,
>
> arbeite grade ein Buch zur Sprache C durch. Sehr viel Wissen wird
> vermittelt, ich lege z.B. einen Fokus auf Übungsaufgaben (meist
> repräsentativ dafür, ob man es auch verstanden hat). Wenn es aber um
> Formalia geht wie "welche kontrollstrukturen können für die Selektion
> unterschieden werden?", ist es doch sicherlich legitim, etwas schneller
> zu lesen. Oder seht ihr das anders? Andere Erfahrungen gemacht?

Ja. Ich sehe das anders.

Das ist keine Formalie. Es geht nicht darum, dass Du den Fachbegriff 
Selektion auswendig kennst, damit irgend jemand oder Du selbst ihn bei 
Dir abfragen kann. (Du lernst ja offenbar fürs Hobby bzw. für die 
private Anwendung).

Es geht vielmehr darum, dass Du bestimmte abstrakte Begriffe einer oder 
mehreren konkreten Ausdrucksweisen in der Programmiersprache zuordnen 
kannst.

In der Regel stellt sich nämlich ein Teilproblem in Worten und Gedanken 
etwa so: "Ich muss eine Selektion vornehmen. Aus diesen und jenen 
Daten". Das ist das abstrakte Problem.
Die Folgefrage ist: "Wie drücke ich das konkret aus?" Und die von Dir 
zitierte Frage läuft darauf hinaus, alle vorhanden Möglichkeiten, das 
auszudrücken, aufzuzählen. Davon wählst Du dann eine aus und schreibst 
sie hin.
Um aber auswählen zu können, musst Du die möglichen Auswahlen kennen. Du 
musst sie jedesmal kennen und immer wieder.
Du kannst sie üben, auch ab und zu mal nachschlagen und dann werden sie 
irgendwann so tief sitzen, dass Du weder darüber nachdenkst, noch 
irgendwo nachschlägst.
Und diese Frage, die Du da zitierst ist eine dieser Übungen.

Das scheint mir eine sinnvolle Sichtweise zu sein. Was meinst Du?

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