Hallo, arbeite grade ein Buch zur Sprache C durch. Sehr viel Wissen wird vermittelt, ich lege z.B. einen Fokus auf Übungsaufgaben (meist repräsentativ dafür, ob man es auch verstanden hat). Wenn es aber um Formalia geht wie "welche kontrollstrukturen können für die Selektion unterschieden werden?", ist es doch sicherlich legitim, etwas schneller zu lesen. Oder seht ihr das anders? Andere Erfahrungen gemacht?
> "welche kontrollstrukturen können für die Selektion > unterschieden werden?" Ja, kannst du sie denn ohne zu stottern aufsagen?
P.S. das Buch hat meist auf jeder Seite Lernkästchen, das Wichtigste zusammengafsst. Aber dazu gehört eben auch so ein Zeug wie oben. Schwierig für einen Anfänger zu differenzieren. Aber möchte nicht gezwungen sein, mir den Spass zu nhemen, nur weil ich Begriffe auswendig lerne
LassDirMalWasNeuesEinfallen schrieb: > Ja, kannst du sie denn ohne zu stottern aufsagen? nö, aber ich versethe, was gemeint ist
In den meisten Fällen ist das vom Lernenden abhängig. Der eine frisst 100% Theorie, der andere möchte jeden neuen Schritt erst mal durchkauen. Ideal wäre es natürlich, wenn Dein Buch genau, deiner Lerngewohnheit entspricht. Ich bin der Meinung, dass man das eine oder andere mal zwischenzeitlich durchkaut. Sollte Deine erste Arbeit mit einem Befehl, der über 5 Zeilen geht, beginnen, so sollte man schon ein wenig die Muskeln gelockert haben.
> nö, aber ich versethe, was gemeint ist
Ja siehst. Das ist aber deutlich nicht hinreichend.
In der Schule: "Vier, setzen!"
Du liest ein Buch, um C zu lernen? Lass das. Lies das Buch, um zu verstehen, was Du programmierst. Nicht umgekehrt. Niemand liest ein Buch über Reiten oder Klavierspielen, um das zu lernen. Sondern man liest das nach, was man meint zu kennen oder nicht versteht.
Der Lernende schrieb: > arbeite grade ein Buch zur Sprache C durch. Sehr viel Wissen wird > vermittelt, ich lege z.B. einen Fokus auf Übungsaufgaben (meist > repräsentativ dafür, ob man es auch verstanden hat). Beispiele lernen ist wie Affen dressieren, am besten du genehmigst dir nach dem erfolgreichen Abtippen und Kompilieren eine Banane -> ganz nach Pawlow'scher Konditionierung ;-) > Wenn es aber um > Formalia geht wie "welche kontrollstrukturen können für die Selektion > unterschieden werden?", ist es doch sicherlich legitim, etwas schneller > zu lesen. Wenn es denn reine Formsachen wären! Es gibt aber Unterschiede in der Lesbarkeit, Ausführungsgeschwindigkeit etc.. Da ist es notwendig, das der Leser die versteht und für sich Vor- und Nachteile abwägen kann. Das ist Voraussetzung für die Entwicklung eines eigenen Programmierstils. Man will ja nicht als Pawlowscher Affe enden, der auf Wink mit der Bananenschale antrainierte Codeschnipsel aus dem Lehrbuch erbricht...
Auf den ersten Blick scheint das eine lockere Frage zu sein, da ja keine ,,Aufgabe" in dem Sinn gestellt wird. Der Autor möchte aber dass du in Gedanken alle möglichen Antworten durchgehst. Es ist wie Kopfrechnen, man muss sich dazu Zeit nehmen und in seinen Gedanken arbeiten. Später beim Programmieren ist gerade dass eine wertvolle Fähigkeit. Erst Denken, dann den Code aus dem Stegreif eintippen. Also ich rate Dir das keineswegs ,,links liegen" zu lassen sondern dem besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Später kommt die sprachliche Sicherheit genau von solchen Übungen, nennen wir sie Kopfaufgaben.
Der Lernende schrieb: > Sehr viel Wissen wird > vermittelt, ich lege z.B. einen Fokus auf Übungsaufgaben Du kannst Erlerntes sehr einfach auch Online testen: "C" https://www.tutorialspoint.com/compile_c_online.php "C++" https://www.tutorialspoint.com/compile_cpp_online.php
Der Lernende schrieb: > Hallo, > > arbeite grade ein Buch zur Sprache C durch. Sehr viel Wissen wird > vermittelt, ich lege z.B. einen Fokus auf Übungsaufgaben (meist > repräsentativ dafür, ob man es auch verstanden hat). Wenn es aber um > Formalia geht wie "welche kontrollstrukturen können für die Selektion > unterschieden werden?", ist es doch sicherlich legitim, etwas schneller > zu lesen. Oder seht ihr das anders? Andere Erfahrungen gemacht? Ja. Ich sehe das anders. Das ist keine Formalie. Es geht nicht darum, dass Du den Fachbegriff Selektion auswendig kennst, damit irgend jemand oder Du selbst ihn bei Dir abfragen kann. (Du lernst ja offenbar fürs Hobby bzw. für die private Anwendung). Es geht vielmehr darum, dass Du bestimmte abstrakte Begriffe einer oder mehreren konkreten Ausdrucksweisen in der Programmiersprache zuordnen kannst. In der Regel stellt sich nämlich ein Teilproblem in Worten und Gedanken etwa so: "Ich muss eine Selektion vornehmen. Aus diesen und jenen Daten". Das ist das abstrakte Problem. Die Folgefrage ist: "Wie drücke ich das konkret aus?" Und die von Dir zitierte Frage läuft darauf hinaus, alle vorhanden Möglichkeiten, das auszudrücken, aufzuzählen. Davon wählst Du dann eine aus und schreibst sie hin. Um aber auswählen zu können, musst Du die möglichen Auswahlen kennen. Du musst sie jedesmal kennen und immer wieder. Du kannst sie üben, auch ab und zu mal nachschlagen und dann werden sie irgendwann so tief sitzen, dass Du weder darüber nachdenkst, noch irgendwo nachschlägst. Und diese Frage, die Du da zitierst ist eine dieser Übungen. Das scheint mir eine sinnvolle Sichtweise zu sein. Was meinst Du?
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