Hallo, ich brauche mal eure Hilfe. Ich finde im Netz nicht wie man die Spannungen am U555 der Reihenfolge nach anlegt beim Lesen und auch beim Brennen. Zwar sind einige gute Beiträge zu finden aber eben nichts über die genaue Beschaltung. Danke Jürgen
-5 V sollen immer zuerst anliegen, der Rest ist egal. Da die Last an -5 V in der Regel nur sehr gering ist, ergab sich das auch ohne explizite power sequencer eigentlich immer von allein. Ich habe weder in meinem "Hand-EPROMmer" noch später in meinem Z80-PC da irgendwelche gesonderten Vorkehrungen getroffen, und mir ist nie deshalb ein U555 gestorben. Der internationale Vergleichstyp ist übrigens der 2708, dafür solltest du hinreichend viel Doku finden.
Wenn nichts drin steht wirds nicht wichtig sein. Ich habe die früher einfach benutzt. Keine Ahnung und mit welcher Geschwindigkeit die einzelnen Spannungen aus dem rein analogen Netzteil ankamen. Auch Ausfall einzelner Spannungen hat denen nichts ausgemacht, kann mich zumindest nicht dran erinnern (und da es kleine Schätze waren würde ich mich erinnern). Nur falsch herum einsetzen mochten sie gar nicht, ist mir nur ein Mal passiert :-)
Danke Jörg, warum aber gerade die negative Spannung? Ist gegen mein eigentliches Verständnis von der Materie. Aber es wird schon seinen Sinn haben. Dann suche ich mal nach dem 2708. Schönen Arbeitstag noch Jürgen
nur Gast schrieb: > Danke Jörg, warum aber gerade die negative Spannung? Warum weiß ich auch nicht. Ist halt die Substratvorspannung (Vbb, "b" für "bulk"), vermutlich wird die gebraucht, damit die FETs gut genug sperren können und nicht insgesamt zu viel Strom ziehen. Solange der zeitliche Abstand relativ kurz ist, spielt es wohl keine Rolle. Ich erinnere mich an irgendwas im Millisekundenbereich, dann darf auch Vbb sogar etwas später anliegen als die anderen. Wenn man sie manuell sequenziell zuschaltet, soll Vbb aber immer als erstes da sein.
Hallo, H.Joachim S. schrieb: > Wenn nichts drin steht wirds nicht wichtig sein. > Ich habe die früher einfach benutzt. Keine Ahnung und mit welcher > Geschwindigkeit die einzelnen Spannungen aus dem rein analogen Netzteil > ankamen. Auch Ausfall einzelner Spannungen hat denen nichts ausgemacht, > kann mich zumindest nicht dran erinnern (und da es kleine Schätze waren > würde ich mich erinnern). > Nur falsch herum einsetzen mochten sie gar nicht, ist mir nur ein Mal > passiert :-) Mir ist auch keiner gestorben, am Anfang 2708, dann die russischen, wenige U555. Ein 2708 mit vertauschter -5V/+12V bekam leuchtende Bonddrähte, ich eine Brandblase. Er spielte nach richtigem Anschluß aber immernoch?!? @nur Gast: -5V dürfte die Substrat-Vorspannung der alten Technologie sein. Ohne diese leiten diverse parasitäre Strukturen, sorgt dann sicher für wohlige Wärme. Gruß aus Berlin Michael
Michael U. schrieb: > @nur Gast: -5V dürfte die Substrat-Vorspannung der alten Technologie > sein. Ohne diese leiten diverse parasitäre Strukturen, sorgt dann sicher > für wohlige Wärme. So ist es. Der untere Bereich des Wafers muss quasi als große Diode in Sperrichtung wirken um die einzelnen Strukturen voneinander zu isolieren. Heutzutage macht man das durch ionen-implantierte Dotierung. Ohne die Substratspannung steigen die Leckströme deutlich an, was zur Zerstörung des Bauteils führen kann (aber nicht muss). Die alten MK4116 DRAMs sind da etwas empfindlich. EPROMs weniger, die müssen beim Programmieren ja ohnehin einiges an Leistung abführen.
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