Nabend. Es geht um eine Grafikkarte, wo nach wenigen sekunden die R33
Spule glühen heiß wird, und die damit das PCB sosehr aufheizt dass der
danebenliegende controller RT8816A bei zeiten abschaltet.
Das ganze versorgt den RAM der Grafikkarte. Die Karte bringt ein Bild,
aber eben nicht lange weil dann die Spannung wegschaltet vom RAM.
Ich habe nur ein billiches 10Mhz China Oszilloskop, aber so wie es
auschaut, sehe ich einen lückenden Betrieb, und das auch nur bei um die
40-50Khz anstatt den eigentlichen 300Khz wie es wohl lt. Datenblatt sein
sollte.
Ich habe spaßeshalber mal eine R36 Spule draufgelötet - die wird nicht
sofort so heiß, die erwärmt sich langsamer aber wird auch gut war. aber
damit arbeitet die Karte absolut nicht Stabil weil der Lückende betrieb
dann wohl größer zu werden scheint.
Der Ram ist aber intakt, wenn ich die Spule runternehme, und mit einem
externen Schaltwandler rangehe um damit den RAM zu versorgen - läuft die
karte problemlos, auch zieht der RAM nicht sonderlich viel strom.
Woran könnte dass da liegen, dass die Spule so knacke heiß wird und der
wandler im Lückenden betrieb ist? der TON Widerstand gegen VIN liegt bei
um die 550k Ohm
Der Unwissende schrieb:> Es geht um eine Grafikkarte, wo nach wenigen sekunden die R33> Spule glühen heiß wird, und die damit das PCB sosehr aufheizt dass der> danebenliegende controller RT8816A bei zeiten abschaltet.
Die R33 Spule neben dem Controller RT8816A...? Na gut dass es nur eine
einzige Grafikkarte gibt.
Der Unwissende schrieb:> Ich habe spaßeshalber mal eine R36 Spule draufgelötet...
Na, Hauptsache du hast Spaß.
Nichts neues auf der Welt. Der Kern geht in die Sättigung, weil die
Induktivität zu klein ist - mit der Folge, dass die Induktivität noch
weiter abfällt. Dadurch geht der Wandler in den lückenden Betrieb.
Dein Weg mit der Vergrößerung der Induktivität ist richtig.
Ich schlage vor, eine Drossel mit der Kennzeichnung R39 oder R47 (0,39
bzw. 0,47 µH) draufzusetzen und alles wird gut.
Kontrolliere noch mal die Eingangsspannung des Wandlers, ob die nicht
evtl zu hoch ist.
Wenn die Grafikkarte nur mit einer größeren Spule funktioniert, war sie
eine Fehlkonstruktion. Ich gehe jedoch davon aus, dass sie einmal
funktioniert hat, also keine Fehlkonstruktion ist.
Man sollte die defekten Bauteile deswegen durch genau die gleichen
ersetzen, die da vorher mal drauf waren. Es sei denn, man hat einen
fachlich fundierten Grund, andere (hoffentlich bessere) Teile zu
verwenden.
Die Idee, einfach eine Spule mit höherer Induktivität zu benutzen, halte
ich für sehr fragwürdig. Bei einer zu großen Induktivität wird der
Schaltwandler zu wenig Strom liefern.
> Bei einer zu großen Induktivität wird der Schaltwandler zu wenig Strom> liefern.
Wenn der TO ein Oszilloskop besitzt, sollte es ein leichtes sein, die
Leitzeit zu kontrollieren. Im übrigen bringt eine Spannungsmessung am
Ausgang des Wandlers Gewissheit, ob selbiger den Strom aufbringen kann.
Habe mich leider verschrieben da oben - ich habe keine R36 Spule
aufgelötet, sondern eine R68 war das, sorry.
Original ist da eine R33 drauf. Ich habe einige spulen hier von anderen
Grafikkarten, die sind alle genauso groß von der Bauform.
Aber mit der R68 scheint die Ausgangsspannung nicht stabil genug zu
sein, da der RAM extrem instabil läuft. Nur sehe ich mit meinem 15€
China oszi eben nicht wiesauber das hinter den Kondensatoren der Spule
ist... Lt. Oszi ist das sauber, aber das kann ich sein, alleine so
zerhackstücjelt wie die antaktung der Spule ausschaut. Bei den anderen
Grafikkarten sieht man durchgehend ein gute pwm antaktung der Spule,
aber bei der hier gibt's mal eine hohe und mal wieder eine kleinere
Amplitude, und auch Lücken dazwischen... Ich versuch gleich mal ein paar
Fotos Fön zu machen. Aber wie gesagt - 15€ Oszilloskop :-/
Die oberen 3 Bilder sind mit der x1 Einstellung am Tastkopf und die
unteren 3 mit der x10 Einstellung. Tastkopf ist mit der Rechteck
signalquelle am oszi abgeglichen
Auf die Werte mit den Spannungen würde ich mich nicht verlassen bei so
nem China DSO 138 Oszi...
Und wegen der negativ Spannung... Ich denke mal das kommt von der Spule
wenn das Magnetfeld zusammenbricht, das wirkt doch entgegengesetzt, oder
nicht?
Der Mosfet (dualN channel) ist heile, habe den auch schonmal getauscht.
Beide Gates werden auch angesteuert.
Ja die frequenz ist viel zu niedrig, das ist auch meine Vermutung. Aber
der Ton Widerstand gegen Vin liegt schon bei 550kOhm was wohl richtig
sein sollte...
Und wegen den 10V impulsen an der spule...Die Vin Spannung beträgt ja
12V...
Der Unwissende schrieb:> Nabend. Es geht um eine Grafikkarte, wo nach wenigen sekunden die R33> Spule glühen heiß wird, und die damit das PCB sosehr aufheizt dass der> danebenliegende controller RT8816A bei zeiten abschaltet.> Das ganze versorgt den RAM der Grafikkarte.
Der Klassiker wäre, daß die Spule unpassend ausgewählt ist
(Sättigungsstrom zu gering). Aber da das ja wohl ein Serienprodukt ist
und auch schon mal funktioniert hat(?), kann man das wohl ausschließen.
Irgendwas ist anscheinend kaputt. Entweder die Spule selber, z.B.
Windungsschluß. Ist aber unwahrscheinlich. Oder etwas hinter der Spule
ist kaputt und überlastet den Schaltregler. Oder der Schaltregler selber
bzw. eines seiner essentiellen Bauteile ist kaputt.
> sehe ich einen lückenden Betrieb, und das auch nur bei um die> 40-50Khz anstatt den eigentlichen 300Khz wie es wohl lt. Datenblatt sein> sollte.
Schlechtes Zeichen.
> Ich habe spaßeshalber mal eine R36 Spule draufgelötet - die wird nicht> sofort so heiß, die erwärmt sich langsamer aber wird auch gut war. aber> damit arbeitet die Karte absolut nicht Stabil
Die neue Spule hat mehr Induktivität (R68 = 0.68µH statt R33 = 0.33µH)
und möglicherweise auch einen höheren Sättigungsstrom. Auf jeden Fall
paßt sie besser zur jetzt wesentlich zu niedrigen Schaltfrequenz. Aber
das löst das Problem nicht, sondern kaschiert es bloß.
> Der Ram ist aber intakt, wenn ich die Spule runternehme, und mit einem> externen Schaltwandler rangehe um damit den RAM zu versorgen - läuft die> karte problemlos, auch zieht der RAM nicht sonderlich viel strom.
Nun, dann bleibt wohl nur Variante 3. von oben.
Schau dir die restlichen Bauteile rund um den Schaltregler an. Gibt es
einen Kondensator, der die Schaltfrequenz festlegt? Oder spielt ein
Shunt für die Stromüberwachung verrückt? Löte alles nach. Notfalls löte
das Hühnerfutter aus und miß es nach. Oder ersetze es gleich.
Die Last an diesem Schaltregler dürfte relativ konstant sein. Man kann
davon ausgehen, daß der beobachtete lückende Betrieb nicht designed war.
Der Unwissende schrieb:> 15€ Oszilloskop
Mit nur 1MSamples/s Abtastrate, für einen 300kHz Regler reicht das
deutlich nicht. Ein Anti-Alias-Filter hat das Ding auch nicht...
Jep, das alles hat das 15€ Oszi natürlich nicht :(
Ich bin eh schon auf der suche nach einem besseren Oszi für um die 200€,
da gibts ja auch was aus China - was nicht unbedingt schlecht sein
muss...sowas hier: https://www.ebay.de/itm/324000244529
Wäre das ok für den Preis?
Um auf den Schaltregler zurück zu kommen: Da wird mir wohl wahrlich
nichts anderes übrig bleiben als das Hühnerfutter mal runter zu nehmen
und alles Seperat auszumessen, oder ggf. umzubauen sodass der Regler nur
noch mit der minimalbestückung angetrieben wird.
Im Datenblatt zum RT8816A ist beim Rton ein kleiner vorwiderstand mit
2.2Ohm eingezeichnet und dazu ein 1µF Kondensator - erst danach der
größere 500kOhm widerstand. Hat der kleine 1µF Kondensator
zufälligerweise was mit der Frequenz zutun? also das der ein Resonator
bildet? Ich hatte mal einen fall, dass der C einer Bootstrap schaltung
der eigentlich auch 1µF groß sein sollte, deutlich größer war (um die
90µF), und das lief dann auch nicht, hat auch ewig gedauert eb ich da
rauf gekommen bin, das war aber bei einem FDMF6820A DrMOSfet...
was mir noch einfällt..die PSI Spannung lag glaube ich beim messen um
die 0.6V glaube ich - da würde der ja im DEM modus laufen anstatt im
CCM...muss ich nochmal genauer ausmessen
es wird eh nur ein Kanal verwendet
Ich denke mal das ist ein einfacher Tiefpaß um die Versorgungsspannung
zu filtern. Miß mal, ob der noch Durchgang hat. Eine zu tiefe
Taktfrequenz wäre ja dann zu erwarten, wenn der eingeprägte Steuerstrom
auf pin9 zu klein ist, oder ganz fehlt.
Axel S. schrieb:> Der Klassiker wäre, daß die Spule unpassend ausgewählt ist
Ja jetzt schon :-)
Da war mal eine passende Spule drauf die funktionierte. Irgendetwas
drumherum ging kaputt, darauf würde ich mich konzentrieren. Immerhin
kannst du jetzt messen, ohne dass die Spule gleich wieder durchbrennt.
Wenn das eigentliche Problem behoben ist, würde ich wieder eine
"richtige" Spule einsetzen.
Die Richtige Spule ist ja nicht durchgebrannt die ist noch da und
heile...werde mich heute Abend nochmal ransetzen und um Pin9 rum mal
einiges durchmessen und ggf. auslöten zum Messen...mich wundert es halt
nur, wie der Chip so niedrig takten kann, dachte der kann nur bis 270Khz
runter gehen. Wollte halt erstmal von euch ein paar Tipps wissen, was
ihr messen würdet :-)
Ganz nahe den Ram-Bausteinen (meist auf der Rückseite) sind allerlei
Kerkos. Vielleicht erwärmt sich einer übermäßig? Wäre einfach zu testen,
einfach zu tauschen und durchaus ein Kandidat. Und natürlich die Kerkos
direkt nach der Spule.
Ein KerKo Schaden gibt's da nicht, habe ich schon mit einer
wärmebildkamera abgesucht. Wie gesagt, mit einer externen
Spannungsquelle läufts ja problemlos.
Hab jetzt nochmal den PSI pin geprüft, da liegen 813mV an. Am Pin9 (Ton)
war der Widerstand um die 560kOhm - >hab ich mal gegen einen 500kOhm
ersetzt (der 2.2Ohm Widerstand und der KerKo davor passten), zusammen
mit einer 0.36uH Spule - die wird zwar auch noch gut warm, aber das
braucht schon länger... Die pendelt sich dann bei um die 70-80°C ein...
Was ich aber immernoch als recht heiß empfinde. Die Spule wird aber auch
von dem Referenz Kühler mit gekühlt, wird mit dem Metall verbunden des
Kühlers mittels 2.5mm Wärmeleitpad.
Dabei ist es nur eine GTX1080Fe, also Gddr5x RAM, der braucht doch so
schön nur 1.35V
für die Nachwelt: Fehler gefunden, der Pin 10 (Negative remote sense
input) lag offen...dadurch hing der am Spanungs-maximum was sein darf
was 1.51V am ausgang waren...ist mir erst garnicht aufgefallen dass da
1,51V rauskamen aus dem Wandler bzw hinter der Spule, weil ich erst
dachte ok, gDDR5, 1.5V sind i.O. Beim darüber nachdenken wurde mir doch
dann klar, dass es der x speicher ist, der nur 1,35V abbekommen sollte.
Naja dann wars recht schnell zu messen, dass es einen fehler bei dem
Feedback return gab, bzw bei diesen Remote Sense Inputs.
Pin auf Masse gezogen - schon läufts schön sauber, Volle antacktung im
nichtlückendem betrieb, stabile Spannung am ausgang auch unter Last,
alles bleibt Kühl...Läuft also :)
Nur das Spulenfiepen/schnattern nervt noch, aber scheint von den GPU
VRMs bzw deren Spulen...ist halt nur eine Founders GTX bzw. eine nach
Referenz Design
Hallo, ich habe eben deinen Beitrag gelese, ich suche DRINGEND eine
solche Drosselspule R68, würdest du mir 1 oder 2 verkaufen ???
Habe im Netz schon auf all möglichen Seiten danach gesucht aber ich
finde keine.