Forum: Haus & Smart Home Hausbus auf I2C- und ATtiny-Basis


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von Gundolf K. (gkiefer)


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Liebe Mikrocontroller-Freunde,

ich möchte gerne meine Software und Erfahrungen zum Thema 
Heimautomatisierung für Interessierte zur Verfügung stellen.

Einzelheiten zum Projekt finden sich in dem Artikel:
Hausbus auf I2C- und ATtiny-Basis: Home2L Brownies

Ich hoffe, das Projekt ist für den einen oder anderen hier interessant 
und freue mich auf Rückmeldungen aller Art!

Gundolf Kiefer

: Verschoben durch Moderator
von Johannes S. (jojos)


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yet another Homeautomation Totgeburt.

sorry, aber wenn man schon damit anfängt aktuell 8 Bitter als Vorteil zu 
sehen und klobige DIL Gehäuse als kriegsentscheidend darzustellen, nein 
Danke, 20. Jahrhundert.
Und auch Technikverliebt vom Protokoll aus und vom µC aus zu anzufangen 
ist keine gute Idee. Andere haben Konzepte, Werkzeuge, sind 
Controllerunabhängig und unterstützen hetereogene Systeme, soweit ist 
man heute.

PS:
und es gehört nach https://www.mikrocontroller.net/forum/hausbus weil es 
kein fertiges Projekt ist.

: Bearbeitet durch User
von Joachim S. (oyo)


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Hallo Gundolf,

grundsätzlich finde ich sowas durchaus interessant, daher habe ich eben 
mal einen (allerdings nur sehr flüchtigen) Blick darauf geworfen - 
speziell auf das "home2l-book", wo diese Brownies ja nur ein Unterthema 
sind.

Hier mal meine ehrliche Meinung bzw. ein wenig konstruktive Kritik zu 
dem ganzen home2l-Projekt, weil Du Dir ja etwas Feedback wünschst:

Allgemein:

1. Erst einmal zolle ich Dir grossen Respekt dafür, wie unglaublich viel 
Arbeit Du da offenbar bereits hineingesteckt hast. Alleine das 
"home2l-book" als Teil der Dokumentation hat ja bereits über 150 Seiten 
- Hut ab! Schon aus Respekt für diese ganze Mühe habe ich Dein 
GitHub-Projekt eben mal ge"star"t.

2. Dein home2l-Projekt besteht ja aus viel mehr als den "Brownies" 
genannten Sensoren/Aktoren und dem zugehörigen Hausbus. Du hast da ja 
offenbar noch ein komplettes zugehöriges Heimautomatisierungs-System 
entwickelt, das dann auf einem zentralen Server läuft - mit 
Automatisierungs-Regeln, einem Info-Display, passenden 
Kommandozeilentools, Libraries usw. usw.
Hut ab, da muss eine Menge Arbeit hineingeflossen sein. Allerdings: 
Zumindest für mich sind sind diese Teile ehrlich gesagt eher 
uninteressant... :-(
Auf den ersten Blick erscheint mir das eigentlich nur eine Alternative 
zu anderen Smart Home-Systemen wie "Home Assistant", "ioBroker", "fhem" 
etc. zu sein - und wobei ich persönlich dann doch eher zu einem anderen 
System greifen würde. Denn den einzigen Vorteil, den ich auf Anhieb an 
Deinem System erkennen kann, ist, dass es wohl deutlich 
leichtgewichtiger ist als andere Lösungen. Das ist für mich persönlich 
allerdings eher irrelevant; der zentrale Server meines eigenen Smart 
Home-Systems stemmt auch die anderen Lösungen problemlos.
Dafür sehe ich bei den anderen Lösungen Vorteile, die für mich mehr 
wiegen:
- Webbasierte GUI/Dashboard, über die jedes beliebige Smartphone/Tablet 
zur Steuerung oder als Info-Display genutzt werden kann
- weiter verbreitet und ausgereift, dadurch auch viel mehr Erweiterungen 
verfügbar, grössere Community usw.
Ich würde ehrlich gesagt vermuten, dass dieses Smart Home System in 
Deinem Heim seinen Dienst wunderbar erfüllen wird, aber letztlich nur 
wenige Andere Interesse an diesen Komponenten haben werden. :-(

Zum Hausbus/den "Brownies":

3. Die Argumente, die Du für die Verwendung der Attinys anbringst, finde 
ich durchaus plausibel. Für die allermeisten Sensoren/Aktoren dürfte ein 
8-Bit-Attiny mit internem Takt, bisschen Flash und RAM in der Tat mehr 
als ausreichend sein.
Aber andererseits sind die 8-Bit-AVRs halt wirklich schon etwas 
angestaubt und gelten schon heute nicht mehr ganz als Stand der Technik. 
Dadurch wird das Ganze mit der Zeit unweigerlich ein wenig veraltet 
wirken.
Ich weiss nicht, ob es wirklich so ist - aber beim ersten Überfliegen 
bekommt man den Eindruck, dass als Sensor-/Aktor-Nodes per se nur ein 
paar wenige Attinys in Frage kommen. Ich würde das dahingehend 
verändern, dass Du deutlich herausstellst, dass der Hausbus und das 
Protokoll nicht auf bestimmte µcs zugeschnitten ist, die 
Sensor-/Aktor-Nodes letztlich auf jedem µc basieren können - aber dass 
Du Dich zumindest für den Anfang halt auf 8-Bit-AVR-basierte 
Sensoren/Aktoren konzentrierst, weil die für diese Aufgabe völlig 
ausreichend sind und gewisse Vorteile bieten.

4. Was mir bislang am meisten fehlt, um den Einsatz Deines Hausbusses 
zumindest in Erwägung zu ziehen: Eine MQTT-Bridge, über die der Hausbus 
dann leicht in fast jedes Smart Home-System integriert werden kann.
Ich habe gesehen, dass Du so etwas durchaus bereits vorgesehen hast - 
ich will einfach nur sagen, dass das für mich persönlich die wichtigste 
noch fehlende Komponente wäre.

: Bearbeitet durch User
von Moby (Gast)


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Joachim S. schrieb:
> Denn den einzigen Vorteil, den ich auf Anhieb an
> Deinem System erkennen kann, ist, dass es wohl deutlich
> leichtgewichtiger ist als andere Lösungen.

Ein schwergewichtiger Vorteil. Der entscheidende.

> Für die allermeisten Sensoren/Aktoren dürfte ein
> 8-Bit-Attiny mit internem Takt, bisschen Flash und RAM in der Tat mehr
> als ausreichend sein.

So ist das. Und sagen wir ruhig für alle.

> Aber andererseits sind die 8-Bit-AVRs halt wirklich schon etwas
> angestaubt und gelten schon heute nicht mehr ganz als Stand der Technik.
> Dadurch wird das Ganze mit der Zeit unweigerlich ein wenig veraltet
> wirken.

Dir scheint nicht ganz klar zu sein, daß 8Bitter weiter hochaktuell 
bleiben und speziell die große, nach wie vor produzierte AVR Familie 
laufend mit neuen Typen erweitert wird. Vor allem aber scheint Dir nicht 
klar, daß der Zweck die Mittel bestimmt und nicht irgendeine Mode. Die 
8Bitter sind insbesondere dazu geeignet, ein Smarthome System einfach 
und überschaubar zu halten. Solcherlei Anwendung stemmen die mit links.

Johannes S. schrieb:
> yet another Homeautomation Totgeburt.

Ich nehme mal an das System verrichtet ganz lebendig seinen Dienst. "Yet 
another" wird seine Berechtigung behalten. Vom Bastelspaß und der 
befriedigenden Möglichkeit, ein System komplett aufs letzte Bit in der 
eigenen Hand zu haben mal abgesehen hat Standardisierung aller Couleur 
immer auch den Pferdefuß, Hackern aller Länder das Leben zu erleichtern.

> Andere haben Konzepte, Werkzeuge, sind
> Controllerunabhängig und unterstützen hetereogene Systeme, soweit ist
> man heute.

Damit ist man heute nicht unbedingt besser dran.

Beitrag #6258500 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Carsten (Gast)


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Hallo Rudolf,
dein Projekt sieht wirklich gut aus – jedenfalls besser, wie das, was 
ich gebastelt habe.
Ich nutze auch ATtinys als Slave für die Auswertung vom Gas - und 
Stromzähler sowie für Dimmer.
Ich überlege mir, meinen Vierfachdimmer mit Zeitschaltuhr  hier zu 
veröffentlichen.
Wenn ich mir jedoch die Kommentare anschaue, bin ich mir nicht mehr 
sicher, ob dies das richtige Forum ist.
Carsten

von Gundolf K. (gkiefer)


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Vielen Dank für die zahlreichen und (am Ende dann doch...) konstruktiven 
Kommentare!

Nur den ersten Antwort-Post (vom 10.05.2020 um 00:35) halte ich für 
unangemessen, der sollte nach Möglichkeit von einem Moderator gelöscht 
werden.

Nochmal zur Klarstellung, um eventuelle Missverständnisse zu vermeiden: 
Selbstverständlich handelt es sich hier um kein unfertiges Projekt - die 
gesamte Software ist so wie im Artikel beschrieben lauffähig und im 
Einsatz.  Und selbstverständlich gibt es auch im Home2L-Projekt 
"Konzepte" und "Werkzeuge".

Bitte nicht in eine "Yet another ..."-Denkweise verfallen und dann 
Projekte wie ioBroker oder FHEM zum Vergleich nennen. Die haben zum Teil 
andere Zielsetzungen und sind mit dem hier vorgestellten Projekt (den 
Home2L-Brownies-Teil meine ich) nicht vergleichbar.

Zum Inhaltlichen:

Joachim S. schrieb:
> Ich weiss nicht, ob es wirklich so ist - aber beim ersten Überfliegen
> bekommt man den Eindruck, dass als Sensor-/Aktor-Nodes per se nur ein
> paar wenige Attinys in Frage kommen.

Die unterstützten Typen sind im Quellcode in der Datei 
brownies/avr/config.h definiert. Hier könnten neue hinzugefügt werden. 
Siehe auch:
https://gkiefer.github.io/home2l/home2l-api_c/group__brownies__pins.html

Joachim S. schrieb:
> dass der Hausbus und das
> Protokoll nicht auf bestimmte µcs zugeschnitten ist, die
> Sensor-/Aktor-Nodes letztlich auf jedem µc basieren können

Das ist so. Im Home2L Book ist in Kapitel 7.3 separat das Bus-Protokoll 
beschrieben, und alles das gilt völlig unabhängig von der 
ATtiny-Firmware. Man kann also problemlos beliebige µC oder auch ganz 
andere Rechner in den Bus einbinden.

Joachim S. schrieb:
> 4. Was mir bislang am meisten fehlt, um den Einsatz Deines Hausbusses
> zumindest in Erwägung zu ziehen: Eine MQTT-Bridge, über die der Hausbus
> dann leicht in fast jedes Smart Home-System integriert werden kann.

Das verstehe ich vollkommen, MQTT steht definitiv auf der ToDo-Liste. 
Was mir aktuell fehlt, ist eine gute Testmöglichkeit, da ich selber 
(noch) kein Gerät per MQTT-Anbindung in Betrieb habe.

--> Gibt es vielleicht jemanden hier, der einen MQTT-Broker im Einsatz 
hat und Zeit und Interesse hat, beim Testen mitzuwirken?

Moby schrieb im Beitrag #6258500:
> Mit dem Ersatz des großen Linux-Servers durch eine simplere,
> stromsparendere Kontrollinstanz (gern wieder 8bittig) ließe sich das
> System weiter vereinfachen. Für die Einbindung ins WLAN kann man viele
> käufliche Module nutzen.

Ich bin nicht ganz sicher, ob ich das richtig verstanden habe. Wenn es 
um den Server/Host geht, könnte vielleicht die 
Home2L-Resources-Bibliothek als Backend helfen. Ein 8-Bitter als Server 
halte ich aber offen gesagt für etwas knapp dimensioniert. Aber ein 
Linux-Server sollte auch mit 1W Leistungsaufnahme möglich sein. Reicht 
das? Zur Info: Bei mir läuft ein Linux-Kleinrechner mit 2 
Cortex-A9-Kernen, max. 960 MHz, Leistungsaufnahme idle ca. 2W. Der 
Home2L-Server-Prozess, der unter anderem 25 Brownies bedient, erzeugt 
ca. 2-3% CPU-Last. Da wäre also Luft für einen noch sparsameren 
(Linux-)Rechner.

Carsten schrieb:
> Ich nutze auch ATtinys als Slave für die Auswertung vom Gas - und
> Stromzähler sowie für Dimmer.
> Ich überlege mir, meinen Vierfachdimmer mit Zeitschaltuhr  hier zu
> veröffentlichen.

Das Projekt würde mich interessieren. Liegt der Code auch in einem 
öffentlichen Repo (github o.ä.), sodass man da mal reinschauen kann?

: Bearbeitet durch User
von Sven L. (sven_rvbg)


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Gundolf K. schrieb:
>
> Nur den ersten Antwort-Post (vom 10.05.2020 um 00:35) halte ich für
> unangemessen, der sollte nach Möglichkeit von einem Moderator gelöscht
> werden.
Ist halt (s)eine Meinung...

Hast Du vom Aufbau denn nicht ein mal ein paar Bilder, die Du zeigen 
kannst?

Ich habe gesehen, im github gibt es paar Egale? Files?

Aber mal den einen oder anderen Schaltplan mal mit in den Artikel hier 
packen, das hätte den Vorteil, das man sich das Ganze auch ohne fremde 
Tools anschauen kann.

Die beschriebenen Firmware-Updatemechanismen finde ich interessant.


Ist i2c nicht eigentlich ein Bus, der das Gehäuse eines Gerätes nicht 
verlässt? Kann man einzelne Busse so voneinader entkoppeln, das der Bus, 
der in die Garage geht galvanisch vom rest des Hauses getrennt ist?

Ich weiß im Smarthome nimmt man auch gern 1-wire für Temperatursensoren, 
mach ich bei mir auch so, aber eigentlich finde ich alles was unter 12 
oder 24V ist immer recht unschön im Feld, vorallem dann, wenn beide 
Potentiale sich irgendwo wieder treffen, was ich bei mir aber tunlichst 
vermeide.

von Johannes S. (jojos)


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So so, und gegen welche Nutzungsregeln verstößt mein Beitrag das er 
gelöscht werden soll? Nur weil dir mein Kommentar nicht passt? Wo kommst 
du denn her das du sowas forderst?

von Guest (Gast)


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Sven L. schrieb:
> Ist i2c nicht eigentlich ein Bus, der das Gehäuse eines Gerätes nicht
> verlässt?

Das sehe ich auch so. Ich persönlich halte I2C für eine eher ungeeignete 
Wahl, da gibt es doch bessere Optionen. Ich habe mir mal die Schaltpläne 
angesehen, was ich mich frage ist wie du die ganzen Sachen versorgst? Da 
kommen überall einfach 5V an, keine Sicherungen, keine Schutzschaltungen 
nichts. Oder habe ich was übersehen?

Persönlich habe ich das Gefühl, dass das Ganze nicht sonderlich robust 
gegenüber Störungen und Überspannungen ist. Ist natürlich auch immer 
etwas persönliches Gusto wie viele Schutzmaßnahmen man da ergreift. Bei 
mir ist recht viel Schutz verbaut, bisher gab es aber auch keine 
Ausfälle irgendeiner Art. Wäre mal interessant zu wissen, ob bei dir 
langfristig Probleme auftreten.

Ansonsten ein nettes Projekt, viele sagen ja solche Eigenbauten sind 
Mist, weil damit keiner mehr was anfangen kann, wenn man mal das Haus 
verkauft. Aber ich persönlich baue den Krempel lieber selbst, da kann 
ich es bauen wie ich es brauche und es ist deutlich billiger als die 
meisten Fertigen Lösungen.

von Martin (Gast)


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Johannes S. schrieb:

> So so, ...

Er meint bestimmt die Art & Weise deines unterirdischen Beitrags oder 
die unsachliche Argumentation ("Totgeburt etc.") auf untersten Niveau. 
Dein Beitrag wären in anderen Foren undenkbar. Geht nur auf dem µNet, 
dem Forum der Wutbürger.

Beitrag #6260959 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6260975 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Joachim S. (oyo)


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Gundolf K. schrieb:
> Bitte nicht in eine "Yet another ..."-Denkweise verfallen und dann
> Projekte wie ioBroker oder FHEM zum Vergleich nennen. Die haben zum Teil
> andere Zielsetzungen und sind mit dem hier vorgestellten Projekt (den
> Home2L-Brownies-Teil meine ich) nicht vergleichbar.

Da hast Du natürlich völlig Recht. Du hast diesen Thread hier ja auch 
explizit zum Hausbus bzw. den "Brownies" verfasst, und den Rest des 
Home2L-Projektes ursprünglich ja nicht einmal erwähnt.
Weil ich allerdings beim Überfliegen des Projekts und speziell des 
"Home2L-Books" schnell gemerkt habe, dass es bei Deinem Home2L-Projekt 
eigentlich um viel mehr geht, und die Brownies bzw. Hausbus im Grunde 
nur ein kleiner Teil davon ist, wollte ich Dir abseits des eigentlichen 
Themas Hausbus/Brownies halt auch noch kurz meine rein persönliche 
Meinung zum Rest des Home2L-Projektes kundtun, um den es hier eigentlich 
gar nicht geht.

Und diese Meinung ist vereinfacht gesagt halt: Der Hausbus/die Brownies 
finde ich interessant, da könnte ich mir grundsätzlich vorstellen, das 
auch bei mir einzusetzen. Für den Rest des Home2L-Projekts gilt das eher 
nicht, da würde ich persönlich im Endeffekt wohl doch eher eine Lösung 
wie Node Red, ioBroker, Home Assistent o.Ä. bevorzugen. Daher wäre für 
mich persönlich wichtig, dass es eine (von Dir ja auch eh angedachte) 
MQTT-Bridge gibt, durch die Dein Hausbus ganz leicht in beliebige Smart 
Home-Systeme integriert werden kann.

> Joachim S. schrieb:
>> dass der Hausbus und das
>> Protokoll nicht auf bestimmte µcs zugeschnitten ist, die
>> Sensor-/Aktor-Nodes letztlich auf jedem µc basieren können
>
> Das ist so. Im Home2L Book ist in Kapitel 7.3 separat das Bus-Protokoll
> beschrieben, und alles das gilt völlig unabhängig von der
> ATtiny-Firmware. Man kann also problemlos beliebige µC oder auch ganz
> andere Rechner in den Bus einbinden.

Das hatte ich bereits vermutet. Schliesslich gibt es ja wenige Gründe, 
warum das Protokoll des Hausbusses auf einen ganz bestimmten µc 
zugeschnitten sein sollte.

Um das auch nochmal klarzustellen, weil zumindest Moby mein Posting da 
leicht missverstanden zu haben scheint:
Dass Du Dich für die Knoten Deines Hausbusses für AVR 8-Bitter 
entschieden hast, finde ich völlig naheliegend, die von Dir angebrachten 
Argumente völlig plausibel. Wenn ich mir aktuell einen einfachen 
"Frickel-Hausbus" basteln würde, würde ich aus den gleichen Gründen 
ebenfalls auf AVR 8-Bitter setzen.
Der entsprechende Abschnitt meines früheren Postings war daher nicht im 
Sinne von "AVR 8-Bitter sind doch scheisse und veraltet, nimm 
stattdessen gefälligst den modernen und leistungsfähigen 32-Bit-µc XY!" 
gedacht, sondern vielmehr als Anregung, in der 
Dokumentation/Projektbeschreibung einfach noch kurz klarzustellen, dass 
die Knoten des Hausbusses grundsätzlich natürlich auf fast jedem µc 
basieren können.

> Joachim S. schrieb:
>> 4. Was mir bislang am meisten fehlt, um den Einsatz Deines Hausbusses
>> zumindest in Erwägung zu ziehen: Eine MQTT-Bridge, über die der Hausbus
>> dann leicht in fast jedes Smart Home-System integriert werden kann.
>
> Das verstehe ich vollkommen, MQTT steht definitiv auf der ToDo-Liste.
> Was mir aktuell fehlt, ist eine gute Testmöglichkeit, da ich selber
> (noch) kein Gerät per MQTT-Anbindung in Betrieb habe.
>
> --> Gibt es vielleicht jemanden hier, der einen MQTT-Broker im Einsatz
> hat und Zeit und Interesse hat, beim Testen mitzuwirken?

Da würde ich eventuell helfen.

> Moby schrieb im Beitrag #6258500:
>> Mit dem Ersatz des großen Linux-Servers durch eine simplere,
>> stromsparendere Kontrollinstanz (gern wieder 8bittig) ließe sich das
>> System weiter vereinfachen. Für die Einbindung ins WLAN kann man viele
>> käufliche Module nutzen.
>
> Ich bin nicht ganz sicher, ob ich das richtig verstanden habe. Wenn es
> um den Server/Host geht, könnte vielleicht die
> Home2L-Resources-Bibliothek als Backend helfen. Ein 8-Bitter als Server
> halte ich aber offen gesagt für etwas knapp dimensioniert.

Einen 8-Bitter als Server fände ich auch nicht sinnvoll. An dieser 
Stelle dann ein (fast beliebig schwach brünstiges) Linux-System 
einzusetzen, wie Du es getan hast, erscheint mir absolut sinnvoll.
In der Praxis würden die meisten Leute an der Stelle vermutlich eh einen 
Raspberry Pi o.Ä. einsetzen, der dann auch noch weitere Aufgaben 
übernimmt.

Wie läuft das bei Dir eigentlich konkret mit der Verkabelung? Wenn ich 
das Home2L-Book richtig interpretiere, verwendest Du als Kabel 
KNX-Kabel. Damit kenne ich mich nicht aus. Wieviel kostet da ungefähr 
der Meter? Und wie schliesst Du die Knoten an den Bus an? Hast Du da 
extra Dosen verbaut? Usw., erzähl doch mal bisschen mehr dazu.

p.s.:
Nochmal kurz zur Klarstellung: Mein erstes Posting hier im Thread sollte 
eben kein Runtermach-Posting a la "Was für ein nutzloser Scheissdreck!" 
sein, sondern eben konstruktive aber auch ehrliche Kritik. Ich habe für 
dieses erste Posting bestimmt 30 Minuten Lebenszeit aufgewendet - das 
tue ich nicht, um mir Frust von der Seele zu schreiben und das Projekt 
herunterzuputzen, sondern weil ich vielmehr halt grundsätzlich Interesse 
an dem Projekt habe, und aus Eigeninteresse hoffe, dass es sich in eine 
gewisse Richtung entwickelt.

von Johannes S. (jojos)


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Also ich beschäfftige mich auch schon viele Jahre mit 
Hausautomatisierung und habe im eigenen vieles selber umgebaut und mit 
KNX als Bus ausgerüstet. Ich baue auch viel mit µC selber und habe da 
mit 6502, 6809, 8051 angefangen als sowas mal aktuell war.
Für ein anspruchsvolles Projekt wie Hausautomatisierung muss man sehr 
viel Zeit investieren wenn man selber plant und baut. Das alles selber 
zu machen ist ein Wahnsinn, da braucht man Mitstreiter und die muss man 
überzeugen.
Es geht los mit alten, nicht wahren Vorurteilen gegen 32 Bitter:
- die sollen nicht ausgereift sein? What? CM0(+) sind auch einfach, man 
muss sich eben etwas damit beschäfftigen
- DIP Gehäuse sind von Vorteil? In REG und UP Dosen ist wenig Platz, 230 
V braucht Isolierabstände. Wer da Angst vor SMD hat, der hat schlechte 
Karten.
- sehr wenig Beschaltung nötig - zeige mir einen CM0 der nicht mit 
eingebautem RC Oszi daher kommt. Dazu kann man eine PLL optional nutzen 
und den Takt in weiten Bereichen per Software einstellen
- Stromverbrauch: da schneiden die CM mit modernen Produktionsprozessen 
mit kleinen Strukturen mittlerweile besser ab. Vergleiche 
Leistungsaufname pro MHz, die CM0 gehen runter bis 10 µW/MHz.
- die Rechenleistung von 8 Bittern reicht: bei anderen Bussen sind die 
Aktoren/Sensoren sehr intelligent geworden und können umfangreiche Dinge 
selber erledigen und müssen nur konfiguriert werden. Die Brownis haben 
nur einen Master und Sensoren/Aktoren können einfach gehalten werden.

Aber letzeres ist gerade der größte Nachteil, ein Master - Slave. Master 
aus - Haus tot. Wenn man die Vorzüge eines autarken Bussen kennengelernt 
hat möchte man ein Single Master System nicht haben. Bei jeder Änderung 
oder Wartung am Master kann man kein Licht mehr einschalten, das wäre 
für mich ein no go. Solche Grundfunktionen müssen immer gehen, Komfort 
wie Sonnenstandabhängige Rollandensteuerung kann ein System im höheren 
Level machen, aber auch hier denken viele anders und wollen das im Bus 
und deren Komponenten haben.
In den Steuersystemen wie FHEM, ioBroker, OpenHAB um nur einige zu 
nennen stecken mittlerweile hunderte Mannjahre Entwicklung drin, man 
muss die 'nur' installieren und konfigurieren, alleine den ganzen 
Gedanken der vielen Leute zu folgen kostet viel Zeit. Damit ist aber man 
auf einem ganz anderen Niveau als ein bisschen selber zu programmieren. 
Man wird es niemals schaffen alles mit einem Bus homogen zu steuern, 
wenn man damit anfängt kommen schnell verschiedene Geräte dazu die 
integriert werden möchten, erst dann wird ein Home smart, ein Bus 
alleine macht das nicht. Und sowas wie ioBroker kann nahezu alles 
ansprechen was per Funk oder Kabel zu erreichen ist.
Der Preisvergleich im Brownie Handbuch ist auch unfair, da werden wohl 
Bauteilkosten (2-10 €) gegen fertige, CE und EMV getestete, 
zertifizierte Geräte gegenübergestellt. Ein KNX 12 Kanal Relaismodul mit 
Strommessung kostet keine 300 €, alleine die Zeit sowas zu entwerfen und 
zu bauen kostet eine Kleinigkeit. Das so billig zu vergleichen ist 
einfach Kleingeistig.
Die Spannungsversorgung zum Bus soll auch 5V sein? 5V rein und nach 100 
m wieder 5V raus? Womit werden Relais, BWM, Bedienpanels versorgt?
Es gibt schon diverse Selbstbaubusse, da sind aber viele schon wieder in 
der Versenkung verschwunden. Entweder die sind Erfolgreich, dann werden 
die kommerziell weil irgendwann der Supportaufwand für die Entwickler zu 
groß wird, oder die sterben mangels Interesse Unterstützung der 
Community. Die meisten wollen doch möglichst billige, fertige Geräte 
(siehe Shelly & Co.), oder relativ günstige Systeme wie Homematic + 
Anbindung an den Rest der Welt.
Also ich bleibe beim ersten Satz meines ersten Kommentares, da könnt ihr 
mit Minusklicks um euch werfen wie ihr wollt.

Beitrag #6261152 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Dieter (Gast)


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Persönlich finde ich das Projekt von Gundolf eine interessante Sache. 
Wenn Jemand sich ein eigenes System bauen möchte, hat er hier sehr viel 
Dokumentation um das unterschiedlich oder gleich aufzubauen.

Für viele Aufgaben in der Automatisierung würden eigentlich sogar 
4bit-Prozessoren ausreichen. Daher finde ich die Kritik, es wären nur 
8bit nicht passend. Wem die Platinen zu wenig gehärtet sind, kann 
Schutzelemente ergänzen. Wenn er das dem TO zukommen läßt, wird er es 
sicherlich gerne aufnehmen.

Durchaus eine feine Sache ist es einen bereits vorhandenen Bus der 
Prozessoren zu benutzen. Die Einschränkung ist natürlich auf die eigene 
Wohnung oder Haus (das auch nicht zu groß sein darf) des Systems. Aber 
auch hier ließen sich Schnittstellenbausteine über I2B erreichen um über 
andere Protokolle das System zu erweitern.

von Gundolf K. (gkiefer)


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Vielen Dank für die ausführlichen Posts! Ich beantworte mal einen Teil 
davon, die übrigen aus Zeitgründen dann morgen.

Sven L. schrieb:
> Ich habe gesehen, im github gibt es paar Egale? Files?

Die Beispiel-Schaltungen sind mit KiCAD gezeichnet.

Sven L. schrieb:
> Die beschriebenen Firmware-Updatemechanismen finde ich interessant.

Vielleicht lohnt es sich, mal das Tutorial im 
[https://gkiefer.github.io/home2l/home2l-book.pdf ''Home2L Book''], 
Kapitel 2, anzuschauen. Man braucht nur einen Linux-PC oder eine 
Linux-VM und Docker, dann sollte es funktionieren. In Kapitel 2.6 ist 
eine minimale Beispiel-Schaltung (mit Bild) beschrieben, mit der man 
alle Vorgänge inklusive des Updates auch testen kann.

Sven L. schrieb:
> Ist i2c nicht eigentlich ein Bus, der das Gehäuse eines Gerätes nicht
> verlässt?

Die weit verbreiteten DDC-Protokolle zur Monitor-Erkennung bei 
VGA-/DVI-/HDMI-Monitorkabeln basieren zum Beispiel auf i2c. Jeder, der 
einen PC mit Monitor besitzt, besitzt also normalerweise auch einen 
i2c-Bus, der das Gehäuse eines Gerätes verlässt.

Guest schrieb:
> Das sehe ich auch so. Ich persönlich halte I2C für eine eher ungeeignete
> Wahl, da gibt es doch bessere Optionen. Ich habe mir mal die Schaltpläne
> angesehen, was ich mich frage ist wie du die ganzen Sachen versorgst? Da
> kommen überall einfach 5V an, keine Sicherungen, keine Schutzschaltungen
> nichts. Oder habe ich was übersehen?

Zu den ganzen elektrischen und physikalischen Fragen gibt es hier auch 
einen Artikel: [[I2C_als_Hausbus|I2C als Hausbus]]

Die Schaltungen auf GitHub sind Beispiele. Je nach Gegebenheit und 
persönlichem Sicherheitsbedarf müssen natürlich noch Schutzdioden etc. 
zugefügt werden.

Die Stromversorgung geschieht bei mir zentral über ein Netzteil, das 
sich beim Linux-Host befindet. Dort befindet sich auch die Absicherung.

Guest schrieb:
> Persönlich habe ich das Gefühl, dass das Ganze nicht sonderlich robust
> gegenüber Störungen und Überspannungen ist. Ist natürlich auch immer
> etwas persönliches Gusto wie viele Schutzmaßnahmen man da ergreift. Bei
> mir ist recht viel Schutz verbaut, bisher gab es aber auch keine
> Ausfälle irgendeiner Art. Wäre mal interessant zu wissen, ob bei dir
> langfristig Probleme auftreten.

Störungen werden durch die Fehlererkennung im Protokoll und Software 
korrigiert. Fehlerraten hatte ich im Artikel genannt - nach meiner 
Erfahrung absolut vernachlässigbar. Abstürze oder spontane Resets der 
Mikrocontroller, die auf Störungen in der Spannungsversorgung hindeuten 
könnten, habe ich in den vergangenen zwei Monaten auch nicht erlebt (sie 
wären nicht unbemerkt geblieben).

Um ehrlich zu sein, hätte ich vorher nicht gedacht, dass das so gut 
funktionieren würde. Langzeit-Erfahrungen über viele Jahre stehen 
natürlich noch aus.

Sven L. schrieb:
> Kann man einzelne Busse so voneinader entkoppeln, das der Bus,
> der in die Garage geht galvanisch vom rest des Hauses getrennt ist?

Galvanische Trennung ist bei i2c nicht ganz einfach, da Open-Drain-Bus. 
Man könnte mal nach Forenbeiträgen zu dem Thema suchen. Was bei i2c 
funktioniert, sollte auch beim Brownie-Bus funktionieren.

Ich persönlich würde für die Garage einen eigenen Linux-Host verwenden.

Alternativ könnte man auch zum Beispiel zwei ATtiny85 mit einer 
bidirektionalen Verbindung 1:1 galvanisch getrennt miteinander koppeln, 
sodass einer eine i2c-Slave-Schnittstelle hat, der andere eine 
Master-Schnittstelle und beide gemeinsam als Hub arbeiten. Das müsste 
aber erst noch in der Software implementiert werden.

Guest schrieb:
> Bei
> mir ist recht viel Schutz verbaut, bisher gab es aber auch keine
> Ausfälle irgendeiner Art.

Wie ist denn Dein Bus aufgebaut, wenn ich mal neugierig fragen darf? Das 
scheint auch eine Eigenentwicklung zu sein?

von Guest (Gast)


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Gundolf K. schrieb:
> Wie ist denn Dein Bus aufgebaut, wenn ich mal neugierig fragen darf? Das
> scheint auch eine Eigenentwicklung zu sein?

Nennen wir es einen Hybrid. Das Ganze befindet sich aktuell noch im 
Aufbau bzw. in der Entwicklung. Aktuell sind nur Rollladen damit 
gesteuert, langfristig soll aber auch Beleuchtung etc. dazu kommen. Ich 
benutze einerseits EIB/KNX, da ich die Option haben wollte die Standard 
Tastsensoren zu nutzen (das hat hauptsächlich ästhetische Gründe) und 
natürlich, weil man über den BUS Endgeräte direkt versorgen kann. Das 
ist bei mir an der ein oder anderen Stelle für Sensoren und Kleinkram 
sinnvoll. Zwischen den Unterverteilungen läuft die Kommunikation über 
einen isolierten CAN. Aktuell arbeite ich an verschiedenen Modulen für 
Rollladen (Verbesserungen), Dimmen, Schalten und Messen, die werden 
vermutlich auch über CAN angesprochen. Ich nutze CAN persönlich sehr 
gerne, das ist aber wohl wie so vieles Geschmackssache. Eine Anbindung 
ans Netzwerk ist auch noch geplant das wird aber noch ein bisschen 
dauern.

von Joachim S. (oyo)


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Johannes S. schrieb:

> Also ich bleibe beim ersten Satz meines ersten Kommentares, da könnt ihr
> mit Minusklicks um euch werfen wie ihr wollt.

Ich war eine der mindestens 7 Personen, die Dein besagtes erstes 
Kommentar mit einem Minus bewertet haben. Und zwar primär wegen des 
Tonfalls.
Dieses Posting von Dir, auf das ich gerade antworte, habe ich 
andererseits mit einem Plus bewertet. Weil es zwar trotzdem sehr 
kritisch, aber ausführlich begründet und vor Allem in einem ganz 
anderen, sachlichen Tonfall verfasst ist. Das war in meinen Augen 
tatsächlich ein guter und eben lesenswerter Beitrag.

An Allem, was Du da geschrieben hast, ist schon was dran, ich sehe da 
nix, wo ich Dir klar widersprechen würde.
Du misst diesen Hausbus hier an professionellen Bussen wie KNX und 
benennst zutreffend diverse Schwachstellen/Nachteile. Das hier ist 
natürlich kein professioneller Hausbus wie KNX, wo an fast alles gedacht 
wurde. Sondern ein Bus ganz am anderen Ende des Spektrums, der meinem 
Eindruck nach ganz gezielt auf ein Minimum an Bauteilen und Kosten für 
die Knoten getrimmt wurde.

Ich denke, eine wichtige Frage ist tatsächlich: Für wen oder was macht 
so eine auf absoluten Minimalismus getrimmte Hausbus-Lösung (unter 
Inkaufnahme diverser Nachteile) überhaupt Sinn? Schwierig zu 
beantworten, die Zielgruppe dürfte jedenfalls ziemlich klein sein...

von Johannes S. (jojos)


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Mit den negativ Bewertungen kann ich leben, das ist wie geschrieben 
meine Meinung. Beim ersten Post war es zwar spät, ich lese da aber 
trotzdem keinen bösen Tonfall raus, ich wollt nur keinen Roman schreiben 
und habe meinen ersten Gedanken erstmal kurz zusammengefasst... Für 
unsachliche oder wirklich unterirdische Kommentare sind hier andere 
bekannt.

Die Vergleiche zu KNX kommen nicht von mir, die sind im Handbuch zu 
finden. Das hatte ich zuerst nicht gelesen, das Projekt ist damit doch 
sehr gut dokumentiert. Nur den Äpfel-Birnen Vergleich auf S.91 halte ich 
für nicht richtig. KNX ist ein 2-Draht Bus mit Daten und Versorgung in 
einem Paar, der höhere Strombedarf kommt da auch aus dem 
Transceiverbaustein. Damit können Relais und Displays vom Bus versorgt 
werden, das weiß Gundolf weil er KNX ja sogar selber nutzt. Wenn der 
Brownie Bus mit 5V versorgt wird dürfen die Nodes gar nicht viel Strom 
ziehen, sonst bekommt man ja Probleme mit Spannungsabfällen. Bei 
Versorgung mit höherer Spannung sind Spannungsregler nötig die wieder 
mehr Aufwand und Verluste bedeuten, aber wie soll man sonst mit 
Komponenten wie Relais und Displays arbeiten? Nur für Rolläden und 
Sensoren halte ich den zusätzlichen Bus für zu aufwändig, wir reden hier 
ja von kabelgebunden und das kann man nur richtig beim Neubau oder 
umfangreichen Umbau einplanen. Wenn man schon KNX hat, was spart man 
dann gegenüber einem zusätzlichen Relaismodul um noch Rolläden 
anzusteuern? Und da bitte mal reale Kosten incl. Leistungselektronik 
ansetzen und nicht nur die Buskomponente.

Das der Bus in der Testinstallation gut funktioniert ist natürlich ein 
Erfolg den man auch erstmal hinbekommen muss. Ich beobachte das Projekt 
weiter, bleibe aber skeptisch. Was nicht heissen soll das ich dem Autor 
keinen Erfolg wünsche oder gönne.

von Gundolf K. (gkiefer)


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Joachim S. schrieb:
> p.s.:
> Nochmal kurz zur Klarstellung: Mein erstes Posting hier im Thread sollte
> eben kein Runtermach-Posting a la "Was für ein nutzloser Scheissdreck!"
> sein, sondern eben konstruktive aber auch ehrliche Kritik. Ich habe für
> dieses erste Posting bestimmt 30 Minuten Lebenszeit aufgewendet - das
> tue ich nicht, um mir Frust von der Seele zu schreiben und das Projekt
> herunterzuputzen,

Kein Problem. Das kann ich schon einordnen und habe es auch so 
verstanden.

Joachim S. schrieb:
> sondern weil ich vielmehr halt grundsätzlich Interesse
> an dem Projekt habe, und aus Eigeninteresse hoffe, dass es sich in eine
> gewisse Richtung entwickelt.

Das freut mich. Ich würde mich auch freuen, wenn es vielleicht in 
Zukunft Mitstreiter gibt, die das Projekt auf die eine oder andere Art 
unterstützen.

Joachim S. schrieb:
>> --> Gibt es vielleicht jemanden hier, der einen MQTT-Broker im Einsatz
>> hat und Zeit und Interesse hat, beim Testen mitzuwirken?
>
> Da würde ich eventuell helfen.

Gerne. Ich würde dann etwas detailliertere Informationen brauchen zur 
eingesetzten Hardware, welcher Broker verwendet wird und was damit 
gemacht / möglich gemacht werden soll. Bitte gerne persönlich an mich 
schicken über meinen GitHub-Account.

Joachim S. schrieb:
> Und diese Meinung ist vereinfacht gesagt halt: Der Hausbus/die Brownies
> finde ich interessant, da könnte ich mir grundsätzlich vorstellen, das
> auch bei mir einzusetzen. Für den Rest des Home2L-Projekts gilt das eher
> nicht, da würde ich persönlich im Endeffekt wohl doch eher eine Lösung
> wie Node Red, ioBroker, Home Assistent o.Ä. bevorzugen.

Eine völlig legitime Meinung.

Node-RED halte ich übrigens auch für ein sehr interessantes Tool, um 
grafisch Regel einzugeben.

---

Eine Bemerkung dennoch am Rande zum restlichen Home2L-Projekt und dem 
Vergleich mit anderen Frameworks, die immer wieder mal erwähnt werden:

Es gibt ja auch viele Texteditoren  IDEs  Web-Browser / Mail-Clients 
auf der Welt. Jeder hat da seine persönliche Favoriten, und die sind bei 
jedem andere, aber jeder ist wiederum der Meinung, dass "seine" Tools 
die besten sind. Das ist völlig normal, und deshalb ist es meiner 
Meinung nach sehr wichtig, dass es eine Vielfalt gibt.

Das Home2L-Projekt hatte ich seinerzeit (ca. 2014) übrigens deshalb 
gestartet, weil die verfügbaren Frameworks bestimmte Anforderungen 
meinerseits nicht erfüllten. Eine davon ist das Thema Verfügbarkeit. 
Viele andere Systeme setzen einen zentralen Server voraus, der aber 
damit einen "Single Point of Failure" darstellt. Mit dem Home2L-System 
kann man ein Netz so aufbauen, dass es keinen Rechner oder µC gibt, der, 
falls er ausfällt, das komplette System lahmlegen kann.

---

Joachim S. schrieb:
> Ich denke, eine wichtige Frage ist tatsächlich: Für wen oder was macht
> so eine auf absoluten Minimalismus getrimmte Hausbus-Lösung (unter
> Inkaufnahme diverser Nachteile) überhaupt Sinn? Schwierig zu
> beantworten, die Zielgruppe dürfte jedenfalls ziemlich klein sein...

Die Zielgruppe sind Personen, die mit Elektronik umgehen können und 
gerne etwas selber machen. Das ist bestimmt nicht die Mehrheit der 
Bevölkerung, aber es soll ja solche Leute geben. Und auch Minderheiten 
brauchen eine Lobby. ;-)

Die Brownies sollen nicht die komplette Hausvernetzung ersetzen. Ein 
sinnvolles Gesamtsystem ist aus meiner Sicht eine zweistufige Lösung mit 
zum Beispiel per Ethernet/WLAN vernetzten (Linux-)Knoten und daran 
angebundene Brownie-Busse für die entsprechenden Sensoren.

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