Verständnissfrage zu Filtern am Ausgang von DDS basierten Signalgeneratoren

Gast #6259606
Lesenswert?
• ▲
▼
Hallo zusammen,

ich möchte gerne für einfache Experimente einen DDS basierten 
Signalgenerator mittels des SI5351 Chips aufbauen. Dieser soll in den 
Bereichen um 40m (~7MHz), 20m (~14MHz), 1MHz und 10MHz arbeiten. Der 
SI5351 gibt ein Rechtecksignal an seinem Ausgang heraus. Um aus dem 
Signal einen annähernden Sinus ableiten zu können, muss das Signal 
gefiltert werden. In diversen umgesetzten Schaltungen wird dazu häufig 
ein Tiefpass eingesetzt. Meine Frage ist nun, warum dort explizit ein 
Tiefpass und kein Bandpass für das jeweilige Frequenzband eingesetzt 
wird? Gibt es hierfür praktische Gründe? Ein Bandpass wäre für diesen 
Einsatz doch geeigneter, da nur die gewünschte Nutzfrequenz am Ausgang 
übrig bleibt?

Beispiel: http://shop.qrp-labs.com/sinesiggen

Viele Grüße
Gast #6259665
Lesenswert?
• ▲
▼
foobar schrieb:
> Der SI5351 gibt ein Rechtecksignal an seinem Ausgang heraus.

Aufgrund der speziellen Frequenzsynthese gibt der Si5351 kein sauberes 
Rechtecksignal aus. Es befinden sich zahlreiche, unerwünschte 
Nebenwellen, sowohl unterhalb als auch oberhalb der Grundwelle. Ein 
BPF wäre in diesem Fall vorteilhaft.

Ein sauberes, symmetrisches Rechtecksignal besteht nur aus 
ungeradzahligen Harmonischen, da reicht ein einfaches Tiefpassfilter um 
die 1. Harmonische (Grundwelle) auszufiltern.
Gast #6259712
Lesenswert?
• ▲
▼
foobar schrieb:
> Ein Bandpass wäre für diesen Einsatz doch geeigneter, da nur die
> gewünschte Nutzfrequenz am Ausgang übrig bleibt?

Im Prinzip magst du Recht haben, aber dann müsste man einen mitlaufenden 
Bandpass haben. Ist vielleicht nicht ganz einfach.

Bevor du viel Mühe und Geld in dein Projekt investierst, ist dieser 
SI5351 für Funk geeignet? Vielleicht nur als Taktgenerator für uC. Wenn 
du einen Oszillator mit starken Nebenwellen als Mischeroszillator 
verwendest, hast du eine Rauschglocke im gesamten Frequenzbereich.
Gast #6259784
Lesenswert?
• ▲
▼
tesari schrieb:
> Es befinden sich zahlreiche, unerwünschte
> Nebenwellen, sowohl unterhalb als auch oberhalb der Grundwelle. Ein
> BPF wäre in diesem Fall vorteilhaft.
Der Bandpass, der diese Seitenbänder (DDS Jitter) heraus filtern kann, 
muss erst noch erfunden werden.
#6259787
Lesenswert?
• ▲
▼
Moin,

foobar schrieb:
> Meine Frage ist nun, warum dort explizit ein
> Tiefpass und kein Bandpass für das jeweilige Frequenzband eingesetzt
> wird? Gibt es hierfür praktische Gründe?

Ein Bandpass braucht mehr Bauteile als ein Tief- oder Hochpass. Ist auch 
manchmal etwas hakelig bzgl. Toleranzen, etc. - daher:
Sogar wenn man tatsaechlich einen Bandpass braucht, kanns besser sein, 
den aus einer Hoch/Tiefpass-Kombination zusammenzusetzen.

Gruss
WK

Antwort schreiben

Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt. Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten, für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Formatierung
  • [c]C-Code[/c]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] – Link zu einem Artikel
  • Verweis auf einen anderen Beitrag: Rechtsklick auf dessen Beitrags-ID (#8078628), „Adresse kopieren“, in den Text einfügen

Mehr zur Formatierung

Längeren Sourcecode als Anhang, nicht in den Text. JPG nur für Fotos und Scans; Zeichnungen und Screenshots als PNG oder GIF. Siehe Bildformate.

Schon registriert? Anmelden

Wird nicht angezeigt. Wir schicken dir einen Link; sobald du damit bestätigst, erscheint dein Beitrag.

Mit dem Abschicken legst du einen kostenlosen Account an und erkennst die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung an.