Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Geländer aufarbeiten


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von Zinker (Gast)


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Hallo

Ich habe an einem Balkongeländer Ablagerungen von Kalk durch die 
Terrasse darüber. Ziemlich heftig. Sollte ich das einfach abschlagen 
oder bieten sich andere Verfahren an, das abzubekommen ohne dass 
Geländer zu ruinieren?

von MaWin (Gast)


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Das Metall des Geländers ist feuerverzinkt und damit fast ewig haltbar. 
Beschädige die Schicht nicht. Leider wird sie leicht beschädigt, schon 
Zitronensäure killt sie, abschleifen erst recht, und dass sie Laugen wie 
Salmiakgeist aushält nützt dir beim Entfernen des Kalks nichts.

Vielleicht funktioniert Hitze.

von Zinker (Gast)


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Hitze! Gute Idee!

von Flip B. (frickelfreak)


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Grob mit zange abmachen und dann mit lumpen in verdünnter Phosphorsäure 
abwaschen. die Säure ist eine der wenigen sachen, die dem zink nicht 
schadet sondern bei kontakt eine passivierende schicht bildet. Nur nicht 
die phosphorsäure mit dem fliesenfugen und beton in kontakt kommen 
lassen. Durch die ständige nässe wird die bausubstanz gefährdet. Also 
zuerst die tropfwasserquelle suchen und beheben. Der ganze kalk auf dem 
geländer ist aus dem bauwerk rausgelöst, regenwasser enthält keinen.

von Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)


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Flip B. schrieb:
> dann mit lumpen in verdünnter Phosphorsäure

also Coca-Cola? (Enthält ja Phosphorsäure)

von Percy N. (vox_bovi)


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Wegstaben V. schrieb:
> Flip B. schrieb:
>> dann mit lumpen in verdünnter Phosphorsäure
>
> also Coca-Cola? (Enthält ja Phosphorsäure)

Nein, eher Pepsi!

von MiWi (Gast)


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Wie entsteht so etwas? Die Entwässerung eines Balkons sollte nicht über 
den Nachbarn erfolgen.

Beitrag #6261098 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)


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MiWi schrieb:
> Wie entsteht so etwas?

ähnliche Ablagerungen kann ich an der Terasse bei meinem Vater 
beobachten Dort an der umlaufenden Dachrinne, aber auch teilweise auf 
den Boden "gekleckert"

Möglicherweise ist das ja auch der Fliesenkleber, der sich irgendwie 
auflöst und irgendwelche Mieralien mit sich nimmt .

von Andreas B. (bitverdreher)


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Ich würde es erst mal mit einem Holz- oder Plastikhammer versuchen. Wenn 
das nicht geht: Vorsichtig mit Metallhammer.

: Bearbeitet durch User
Beitrag #6261224 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Sebastian L. (sebastian_l72)


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MiWi schrieb:
> Wie entsteht so etwas?
https://de.wikipedia.org/wiki/Technischer_Kalkkreislauf

> Die Entwässerung eines Balkons sollte nicht über
> den Nachbarn erfolgen.
Schlimmer als ein konstruktiver Fehler ist die zersetzung des Baustoffes 
Beton. Irgendwo dringt da Wasser in den Beton ein und wäscht Calcit aus.
https://www.beton.org/fileadmin/beton-org/media/Dokumente/PDF/Service/Zementmerkbl%C3%A4tter/B27.pdf

von Rainer D. (rainer4x4)


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Sebastian L. schrieb:
> Schlimmer als ein konstruktiver Fehler ist die zersetzung des Baustoffes
> Beton. Irgendwo dringt da Wasser in den Beton ein
Korrekt. Das war auch mein erster Gedanke als ich das gesehen hab. Zudem 
würde ich mir um die Armierung des Balkons ernste Gedanken machen!

von Andreas B. (bitverdreher)


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Rainer D. schrieb:
> Sebastian L. schrieb:
>> Schlimmer als ein konstruktiver Fehler ist die zersetzung des Baustoffes
>> Beton. Irgendwo dringt da Wasser in den Beton ein
> Korrekt. Das war auch mein erster Gedanke als ich das gesehen hab. Zudem
> würde ich mir um die Armierung des Balkons ernste Gedanken machen!

Ich hätte da jetzt spontan an Blumengießwasser gedacht. Der TO sollte 
dem mal nachgehen.

von Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)


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Andreas B. schrieb:
> Blumengießwasser

Dazu müsste aber "jede Menge" aus den Blumen-Übertöpfen drüber oder raus 
laufen. Und dann mit solch kalkaltigen Wasser? Da wären das aber schon 
längst "Knusper-Blumen" im zugehörigen Pflanzgefäß.

von Andreas B. (bitverdreher)


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Wegstaben V. schrieb:
> Dazu müsste aber "jede Menge" aus den Blumen-Übertöpfen drüber oder raus
> laufen.

Ich weiß ja nicht, aus wieviel Jahrzehnten der Kalk sich da angesammelt 
hat. Von der Farbe her sieht es jedenfalls genauso aus. Und es gibt 
Gegenden mit so hartem Wasser (Frankfurt/M z.B.)

von Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)


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Andreas B. schrieb:
> Ich weiß ja nicht, aus wieviel Jahrzehnten der Kalk sich da angesammelt
> hat.

ich vermute, du hast keine Pflanzen?

"normalerweise" sollte ein Pflanzgefäß, gerne mit einem hübschen 
Übertopf, "dicht" sein.

Sollte man keinen "wasserdichten" Übertopf nutzen, dann würde dauernd 
zugeführtes Gieß- oder Niederschlagswasser "durch den Topf hindurch" 
laufen, und Erde etc. auf den Stellplatz ausspülen. Will keiner, macht 
keiner.

Sollte ein Übertopf vorhanden sein, dann ist er wahrscheinlich 
"wasserdicht". Wenn dann ein Überlauf stattfindet (durch zugeführtes 
Gieß- oder Niederschlagswasser), dann überleben es deine Pflanzen eh 
nicht lange, sofern du keine Teichpflanzen angepflanzt hast.

Bleibt also nur "zugeführtes Wasser", was da eine Ausspülung bewirken 
könnte. Regenwasser wirds nicht sein, das ist sehr weich. Also 
Leitungswasser? Welche Mengen stellst du dir vor?


ISt aber alles spekulativ. Der Threaderöffner kann die Gegebenheiten 
bestimmt genauer benennen.

: Bearbeitet durch User
von Sven (Gast)


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ich hab im ersten Moment an ein Kunstwerk aus Bauschaum gedacht

von Andreas B. (bitverdreher)


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Wegstaben V. schrieb:
> Sollte man keinen "wasserdichten" Übertopf nutzen, dann würde dauernd
> zugeführtes Gieß- oder Niederschlagswasser "durch den Topf hindurch"
> laufen, und Erde etc. auf den Stellplatz ausspülen. Will keiner, macht
> keiner.

Doch, hat meine Oma so gemacht. ;-) Und Erde spült man dabei nicht aus, 
wenn das Loch unten mit einer Tonscherbe verschlossen wird. So kommt 
noch Wasser durch aber keine Erde. Das hat auch den Vorteil, daß nie zu 
viel Wasser im Topf steht. Davon gehen die Pflanzen nämlich auch kaputt. 
Im Zimmer mag das anders aussehen, aber das ist hier ein Balkon. So kann 
man gießen bis zu Überfluß.
Wenn man mit nur 1l hartem Wasser pro Tag gießt, kommen immerhin ca. 
100g CaCO3 im Jahr zusammen.

Wegstaben V. schrieb:
> ISt aber alles spekulativ. Der Threaderöffner kann die Gegebenheiten
> bestimmt genauer benennen.

Das ist allerdings wahr.

von Zinker (Gast)


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Hallo, der Kalk löst sich durch abgelösten Fliesenkleber durch 
Regenwasser vom Balkon darüber. Wir sanieren das gerade alles, aber 
bevor wir neue Geländer kaufen, wäre die Frage, ob wir die alten noch 
retten können...

von Sebastian L. (sebastian_l72)


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Das galvanische Zink ist zu glatt als das sich das Calcit festbeissen 
kann. Das kannst du mit dem Holzkochlöffel abschlagen und danach ganz 
normal putzen, Lappen und milde Seife. Eventuell ein Nylonschwamm wenn 
doch was festsitzt.
Den Kalkkreislauf habe ich ja schon gepostet, da siehst du wie es 
schneller geht - aber halt auch den Zink angeht.

von Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)


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Zinker schrieb:
> Hallo, der Kalk löst sich durch abgelösten Fliesenkleber durch
> Regenwasser vom Balkon darüber.

HA! da hatte ich ja doch Recht, denn das mit dem Fliesenkleber hab ich 
ja auch bei meinem VAter beobachtet (siehe weiter oben)

Zinker schrieb:
> Wir sanieren das gerade alles,

gibt es speziellen Fliesenkleber, oder bauteschnisce Massnahmen, welche 
das Auswaschen verhindern könnten? Berichte mal später nach Sanierung 
davon, denn irgendwann muss es auch bei mir gemacht werden.

von MaWin (Gast)


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Wegstaben V. schrieb:
> ich vermute, du hast keine Pflanzen?
>
> "normalerweise" sollte ein Pflanzgefäß, gerne mit einem hübschen
> Übertopf, "dicht" sein.

Du hast DEFINITIV kein Pflanzen.

Keine Pflanze (na gut, Wasserpflanzen vielleicht) liebt Staunässe, daher 
haben die Tontöpfe unten ein Loch.

Und nur Idioten stellen sie in Übertöpfe in denen ihnen das Wasser dann 
doch bis zum Halse steht. Normalweise kommt ein Unterteller drunter, 
dann weiss man wann sie beim Giessen durchnässt sind.

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