Hallo
Ich habe an einem Balkongeländer Ablagerungen von Kalk durch die
Terrasse darüber. Ziemlich heftig. Sollte ich das einfach abschlagen
oder bieten sich andere Verfahren an, das abzubekommen ohne dass
Geländer zu ruinieren?
Das Metall des Geländers ist feuerverzinkt und damit fast ewig haltbar.
Beschädige die Schicht nicht. Leider wird sie leicht beschädigt, schon
Zitronensäure killt sie, abschleifen erst recht, und dass sie Laugen wie
Salmiakgeist aushält nützt dir beim Entfernen des Kalks nichts.
Vielleicht funktioniert Hitze.
Grob mit zange abmachen und dann mit lumpen in verdünnter Phosphorsäure
abwaschen. die Säure ist eine der wenigen sachen, die dem zink nicht
schadet sondern bei kontakt eine passivierende schicht bildet. Nur nicht
die phosphorsäure mit dem fliesenfugen und beton in kontakt kommen
lassen. Durch die ständige nässe wird die bausubstanz gefährdet. Also
zuerst die tropfwasserquelle suchen und beheben. Der ganze kalk auf dem
geländer ist aus dem bauwerk rausgelöst, regenwasser enthält keinen.
MiWi schrieb:> Wie entsteht so etwas?
ähnliche Ablagerungen kann ich an der Terasse bei meinem Vater
beobachten Dort an der umlaufenden Dachrinne, aber auch teilweise auf
den Boden "gekleckert"
Möglicherweise ist das ja auch der Fliesenkleber, der sich irgendwie
auflöst und irgendwelche Mieralien mit sich nimmt .
Sebastian L. schrieb:> Schlimmer als ein konstruktiver Fehler ist die zersetzung des Baustoffes> Beton. Irgendwo dringt da Wasser in den Beton ein
Korrekt. Das war auch mein erster Gedanke als ich das gesehen hab. Zudem
würde ich mir um die Armierung des Balkons ernste Gedanken machen!
Rainer D. schrieb:> Sebastian L. schrieb:>> Schlimmer als ein konstruktiver Fehler ist die zersetzung des Baustoffes>> Beton. Irgendwo dringt da Wasser in den Beton ein> Korrekt. Das war auch mein erster Gedanke als ich das gesehen hab. Zudem> würde ich mir um die Armierung des Balkons ernste Gedanken machen!
Ich hätte da jetzt spontan an Blumengießwasser gedacht. Der TO sollte
dem mal nachgehen.
Andreas B. schrieb:> Blumengießwasser
Dazu müsste aber "jede Menge" aus den Blumen-Übertöpfen drüber oder raus
laufen. Und dann mit solch kalkaltigen Wasser? Da wären das aber schon
längst "Knusper-Blumen" im zugehörigen Pflanzgefäß.
Wegstaben V. schrieb:> Dazu müsste aber "jede Menge" aus den Blumen-Übertöpfen drüber oder raus> laufen.
Ich weiß ja nicht, aus wieviel Jahrzehnten der Kalk sich da angesammelt
hat. Von der Farbe her sieht es jedenfalls genauso aus. Und es gibt
Gegenden mit so hartem Wasser (Frankfurt/M z.B.)
Andreas B. schrieb:> Ich weiß ja nicht, aus wieviel Jahrzehnten der Kalk sich da angesammelt> hat.
ich vermute, du hast keine Pflanzen?
"normalerweise" sollte ein Pflanzgefäß, gerne mit einem hübschen
Übertopf, "dicht" sein.
Sollte man keinen "wasserdichten" Übertopf nutzen, dann würde dauernd
zugeführtes Gieß- oder Niederschlagswasser "durch den Topf hindurch"
laufen, und Erde etc. auf den Stellplatz ausspülen. Will keiner, macht
keiner.
Sollte ein Übertopf vorhanden sein, dann ist er wahrscheinlich
"wasserdicht". Wenn dann ein Überlauf stattfindet (durch zugeführtes
Gieß- oder Niederschlagswasser), dann überleben es deine Pflanzen eh
nicht lange, sofern du keine Teichpflanzen angepflanzt hast.
Bleibt also nur "zugeführtes Wasser", was da eine Ausspülung bewirken
könnte. Regenwasser wirds nicht sein, das ist sehr weich. Also
Leitungswasser? Welche Mengen stellst du dir vor?
ISt aber alles spekulativ. Der Threaderöffner kann die Gegebenheiten
bestimmt genauer benennen.
Wegstaben V. schrieb:> Sollte man keinen "wasserdichten" Übertopf nutzen, dann würde dauernd> zugeführtes Gieß- oder Niederschlagswasser "durch den Topf hindurch"> laufen, und Erde etc. auf den Stellplatz ausspülen. Will keiner, macht> keiner.
Doch, hat meine Oma so gemacht. ;-) Und Erde spült man dabei nicht aus,
wenn das Loch unten mit einer Tonscherbe verschlossen wird. So kommt
noch Wasser durch aber keine Erde. Das hat auch den Vorteil, daß nie zu
viel Wasser im Topf steht. Davon gehen die Pflanzen nämlich auch kaputt.
Im Zimmer mag das anders aussehen, aber das ist hier ein Balkon. So kann
man gießen bis zu Überfluß.
Wenn man mit nur 1l hartem Wasser pro Tag gießt, kommen immerhin ca.
100g CaCO3 im Jahr zusammen.
Wegstaben V. schrieb:> ISt aber alles spekulativ. Der Threaderöffner kann die Gegebenheiten> bestimmt genauer benennen.
Das ist allerdings wahr.
Hallo, der Kalk löst sich durch abgelösten Fliesenkleber durch
Regenwasser vom Balkon darüber. Wir sanieren das gerade alles, aber
bevor wir neue Geländer kaufen, wäre die Frage, ob wir die alten noch
retten können...
Das galvanische Zink ist zu glatt als das sich das Calcit festbeissen
kann. Das kannst du mit dem Holzkochlöffel abschlagen und danach ganz
normal putzen, Lappen und milde Seife. Eventuell ein Nylonschwamm wenn
doch was festsitzt.
Den Kalkkreislauf habe ich ja schon gepostet, da siehst du wie es
schneller geht - aber halt auch den Zink angeht.
Zinker schrieb:> Hallo, der Kalk löst sich durch abgelösten Fliesenkleber durch> Regenwasser vom Balkon darüber.
HA! da hatte ich ja doch Recht, denn das mit dem Fliesenkleber hab ich
ja auch bei meinem VAter beobachtet (siehe weiter oben)
Zinker schrieb:> Wir sanieren das gerade alles,
gibt es speziellen Fliesenkleber, oder bauteschnisce Massnahmen, welche
das Auswaschen verhindern könnten? Berichte mal später nach Sanierung
davon, denn irgendwann muss es auch bei mir gemacht werden.
Wegstaben V. schrieb:> ich vermute, du hast keine Pflanzen?>> "normalerweise" sollte ein Pflanzgefäß, gerne mit einem hübschen> Übertopf, "dicht" sein.
Du hast DEFINITIV kein Pflanzen.
Keine Pflanze (na gut, Wasserpflanzen vielleicht) liebt Staunässe, daher
haben die Tontöpfe unten ein Loch.
Und nur Idioten stellen sie in Übertöpfe in denen ihnen das Wasser dann
doch bis zum Halse steht. Normalweise kommt ein Unterteller drunter,
dann weiss man wann sie beim Giessen durchnässt sind.