Forum: PC Hard- und Software NAS Hardware für Debian, geringe Anforderungen


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von DerSuchende (Gast)


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Hallo,

ich habe hier seit mehreren Jahren ein QNAP TS-221 (2 Disks) stehen, auf 
dem von Anfang an ein Debian läuft.

Mit Debian 9 fing es an das aufgrund eines Bugs Debian nicht mehr mit 1 
GB RAM lief, sondern der Arbeitsspeicher künstliche auf 768 MB begrenzt 
werden musste.
Mit Debian 10 reichte dann das Flash für die initram-disk nicht mehr und 
die Kompression musste eingeschaltet werden. Jetzt dauert der Start ewig 
(zugegeben erst mal nicht so wichtig).

Aufgrund dessen denke ich das Gerät erreicht leider langsam das Ende 
seiner Lebenszeit. Die Performance ist zwar nicht optimal, reicht mir 
aber. Insbesondere wenn mit dem mehr an Performance auch ein mehr an 
Verbrauch einhergeht.

Um nicht wieder in so einen "Corner-case" wie mit dem 1 GB 
Arbeitsspeicher zu kommen, würde ich gerne auf eine x64 Architektur 
wechseln. Die sollte noch ausreichend lange von Debian unterstützt 
werden.

An dieser Stelle beginnen meine Probleme.
Bei mögliche Kandidaten (Bsp. Synology DiskStation, QNAP Turbo Station 
usw) scheint es nicht möglich zu sein Debian (nativ, ohne Hersteller OS) 
zu installieren.

Kennt jemand von Euch ein NAS mit
- x64 Architektur
- 2 x 3.5" Disks (ggf. mehr)
- ideal passiv gekühlt, ein großer Lüfter wäre aber auch ok (so wie 
aktuell, no-go wäre ein Prozessorkühler)
- min. 1 USB 3
- min. 1 GB RAM
auf dem sich Debian installieren lässt?

Hatte schon an einen Eigenbau gedacht, hätte aber wenn möglich lieber 
wieder ein "NAS Gehäuse".
Bsp. 
https://www.technikaffe.de/anleitung-238-sparsames_nas_mit_software_raid_unter_linux__openmediavault/

Viele Grüße
DerSuchende

von Nano (Gast)


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DerSuchende schrieb:
> Hatte schon an einen Eigenbau gedacht, hätte aber wenn möglich lieber
> wieder ein "NAS Gehäuse".

Die Auswahl an NAS ähnliche PC Gehäuse ist winzig und man findet 
eigentlich nur etwas, wenn man sich auf Mainboards in ITX Größe 
beschränkt. Das hat aber wiederum andere Nachteile, weil die Auswahl der 
Mainboards dann zu sehr einschränkt. Mainboards von Supermicro gibt's 
bspw. so gut wie gar nicht in dieser Baugröße.

Der Kauf von Festplattenkäfigen + Midi Gehäuse, wo die reinpassen, wäre 
zwar eine Lösung. Kostet dann allerdings mehr.

Noch teurer wäre der Kauf eines 19" Festplattengehäuseracks. Da 
Lautstärkeproblem kriegt man mit möglichst großen, aber langsam 
drehenden Lüftern in den Griff.

Ansonsten musst du dir eben ein normales Gehäuse kaufen und die 
Festplatten intern verbauen. Da gibt's dann schon einige Lösungen die 
auch nicht so teuer sind.

Andere Lösungen sehe ich beim Thema Eigenbau nicht. Wenn man das nicht 
will, bleibt nur noch der Kauf eines fertigen NAS von bspw. QNAP oder 
Synology.

von -gb- (Gast)


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HP microserver. Habe den Gen 8 und der läuft hier seit Jahren 
problemlos. Drauf ist ein Ubuntu und ein raidz.

von Andi (Gast)


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Hallo DerSuchende,

Wie ist denn deine Preisvorstellung?

Eigentlich sollte deine Anforderung mit jedem  Fertig-NAS mit einem 
Intel x64 Prozessor funktionieren. Ich hab mir vor ca. 6 Monaten einen 
Qnap TS-251B gekauft. Da habe ich mittlerweile ohne Probleme  alles 
mögliche drauf laufen lassen: Ubuntu, Linux Mint, XPenology, Freenas, 
NAS4Free, dh. für die Zukunft wäre man damit gut gewappnet. Übrigens 
solltest du dir überlegen eins mit aufrüstbarem RAM zu kaufen.

von DerSuchende (Gast)


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Hallo und Danke für die Antworten.

@Andi
Hast Du die System wirklich nativ auf dem Qnap TS-251B laufen lassen?
Also ohne Qnap System in einer virtuellen Box, also nicht z.B. in der 
Qnap Linux Station?

Wie hast Du da die Installation gemacht? Dazu konnte ich im Internet 
nichts finden.
Könnte man dort direkt Debian installieren, wäre das genau das was ich 
suche.

von Εrnst B. (ernst)


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Hab mir Ende 2019 sowas gebaut (allerdings als Wohnzimmer-PC, 
Mythtv/Kodi Videoplayer, Steam-"Spielkonsole", NAS Nebensache)

DerSuchende schrieb:
> Kennt jemand von Euch ein NAS mit
> - x64 Architektur

Ryzen5 3400G,
B450 mini-ITX Board, (-> Nächstesmal wird's kein Gigabyte mehr)
Silverstone SST-ML09B Gehäuse.

> - 2 x 3.5" Disks (ggf. mehr)

Momentan mit 2 x 2.5", erweiterbar auf 4.
OS auf m.2 NVMe.
LVM-Cache im Einsatz, damit die HDDs nicht von jedem NAS-Directoryscan 
geweckt werden und so die meiste Zeit Schlafen können.

> - ideal passiv gekühlt, ein großer Lüfter wäre aber auch ok (so wie
> aktuell, no-go wäre ein Prozessorkühler)

AMD Boxed Kühler. Im Bios eingestellt, dass er aus sein soll, bis die 
CPU 50° hat.
Ist im normalen "Desktop+Fileserver" Betrieb eigentlich immer aus, oder 
dreht sehr sehr langsam, fast lautlos.
Kleines "SFX"-Netzteil mit "Semi-Passiver" Lüftersteuerung. Da soll der 
Lüfter auch normalerweise aus sein. Aber wenn er hochdreht, macht der 
kleine Quirl schon Radau.
(-> Nächstesmal vielleicht Pico-PSU mit externem Netzteil)

> - min. 1 USB 3
hat mehrere 5 GBit/s und auch 10 GBit/s Anschlüsse.

> - min. 1 GB RAM
32. Davon selten mehr als 3 in Benutzung (- Disk-Cache)
Wg. Mini-ITX hat das Mainboard nur zwei Sockel, da kann man nicht später 
zum Aufrüsten einfach Module dazustecken.

> auf dem sich Debian installieren lässt?

Momentan Bullseye + deb-multimedia.org


Aber: Viel teurer als ein reines NAS. Waren damals so ~750€.
Wenn's nicht im Wohnzimmer stehen soll, würde ich auch eher ein größeres 
Gehäuse und 3.5"-Platten nehmen. Ist schon recht eng, in dem 
Silverstone-Kästchen.

von Nano (Gast)


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Εrnst B. schrieb:
> Aber: Viel teurer als ein reines NAS. Waren damals so ~750€.

Wenn man das richtige Gehäuse nimmt, ist das keineswegs teurer.
Ich könnte bei meinem selbstgebauten NAS 8 Platten aufnehmen, mit 
zusätzlichen SATA Controller sogar noch mehr, aber das derzeitige Limit 
gibt das Mainboard vor. Verglichen mit den Fix-und-Fertig NAS von 
Synology oder QNAP, die auch 8 Platten aufnehmen können, ist meines ohne 
Berechnung des anfänglichen Zeitaufwands günstiger und besser.

von Εrnst B. (ernst)


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Nano schrieb:
> Wenn man das richtige Gehäuse nimmt, ist das keineswegs teurer.

Stimmt natürlich. Für ein reines NAS macht auch die teure CPU mit der 
halbwegs spieletauglichen Grafik keinen Sinn, 8GB RAM würden's genauso 
tun (aber evtl. ECC?), in ein größeres Gehäuse passen dann standard ATX 
Netzeil+Mainboard, spart auch ggü. den Sonderformen miniITX + SFX, und 
eine 1TB NVMe-SSD für's OS+Cache ist da dann auch Overkill...

von Frank K. (fchk)


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Ein Odroid H2 hat zwei SATA-Ports plus M.2 Typ M und ist passiv gekühlt. 
Dafür gibts durchaus Gehäuse, wo Du zwei 3.5" Platten einbauen kannst. 
Ich habe dazu noch ein EMMC-Modul gekauft, auf dem das Betriebssystem 
liegt.

fchk

von Andi (Gast)


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DerSuchende schrieb:
> @Andi
> Hast Du die System wirklich nativ auf dem Qnap TS-251B laufen lassen?
> Also ohne Qnap System in einer virtuellen Box, also nicht z.B. in der
> Qnap Linux Station?
>

Ja, aktuell läuft ein Debian Buster mit OMV drauf. Da ich sonst auch 
Debian auf allen meinen Rechnern einsetze, wirds wohl erstmal bei dem 
Debian bleiben, als Dateisystem habe ich mich für ZFS entschieden.

> Wie hast Du da die Installation gemacht? Dazu konnte ich im Internet
> nichts finden.
> Könnte man dort direkt Debian installieren, wäre das genau das was ich
> suche.

Also das Teil hat ja einen Intel Celeron J3345 und damit verhält es sich 
wie ein gewöhnlicher PC. Also USB-Stick einstecken und im BIOS die 
Bootreihenfolge auf den entsprechenden USB-Stick ändern und los gehts. 
Aktuell habe ich den Debian auf die interne eMMC installiert. Die ist 
4GB groß und reicht völlig aus. Das Qnap-OS habe ich per dd auf eine 
externe Festplatte gesichert. Alles funktioniert soweit tadellos. Die 
LEDs in der Frontplatte (Status LAN...) gehen auch, das einzige, was 
jetzt noch nicht geht, ist die Copy-USB-Taste in der Frontplatte,  hab 
mich aber noch nicht wirklich interessiert. Übrigens habe ich in meiner 
Testphase auch das Freenas und das NAS4Free drauf laufen lassen. Lief 
ebenfalls alles problemlos.
Was die Lautstärke angeht, ist das Gerät wirklich leise. Der Lüfter ist 
kaum hörbar.

Ich hoffe, ich konnte dir weiter helfen.

Übrigens hat Qnap mittlerweile einen Nachfolger auf den Markt gebracht 
Qnap TS-251D. Die CPU ist einen Tick schneller, ansonsten alles ziemlich 
gleich.

von DerSuchende (Gast)


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Vielen Dank für die ganzen Rückmeldungen.

Ich habe mich jetzt erst mal für ein QNAP TS-251D entschieden und werden 
versuchen auf dem auch ein Debian zum laufen zu bekommen.

von Andi (Gast)


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DerSuchende schrieb:
> Ich habe mich jetzt erst mal für ein QNAP TS-251D entschieden und werden
> versuchen auf dem auch ein Debian zum laufen zu bekommen.

Ich will dich nicht weiter verwirren. Auf meiner Liste damals stand noch 
ein Thecus N4810. Hatte auch seine Vorteile, aber der Qnap war im 
Angebot, deswegen "musste" ich zuschlagen. Leider ist der Thecus aktuell 
schwer zu bekommen.

von DerSuchende (Gast)


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@Andi
Das ist noch mal ein guter Tipp, da gefällt mir der niedrigere TDP 6 W 
zu 10 W beim QNAP.
Kostet aber ansonsten aktuell scheinbar das gleiche wie das QNAP, da ich 
das schon bestellt hatte schaue ich mir das mal an.
Sonst wird es wohl das Thecus ;)

von Εrnst B. (ernst)


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DnstSuchende schrieb:
> da gefällt mir der niedrigere TDP 6 W
> zu 10 W beim QNAP.

Das ist doch eher ein Negativ-Merkmal, zumindest bei halbwegs aktuellen 
CPUs.
Der Idle-Stromverbrauch ist entscheidend, nicht wie stark der Prozessor 
von seiner Maximalleistung heruntergedrosselt wurde.

von Michael Gugelhupf (Gast)


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Nano schrieb:
> Die Auswahl an NAS ähnliche PC Gehäuse ist winzig und man findet
> eigentlich nur etwas, wenn man sich auf Mainboards in ITX Größe
> beschränkt.

Mini-ITX ist nicht schwer zu finden. Micro-ATX lässt sich auftreiben 
http://www.u-nas.com/xcart/product.php?productid=17640&cat=249&page=1

Auch ein Micro-ATX, aber mit internen Drive-Bays (8) 
https://www.caseking.de/fractal-design-node-804-micro-atx-gehaeuse-schwarz-window-gefd-024.html

> Das hat aber wiederum andere Nachteile, weil die Auswahl der
> Mainboards dann zu sehr einschränkt.

Ein paar Kompromisse muss man schon bereit sein zu machen. Dann sieht es 
nicht so schlecht bei Mini-ITX aus.

> Mainboards von Supermicro gibt's
> bspw. so gut wie gar nicht in dieser Baugröße.

Laut deren Webseite so über 50. Ob man alle im Handel bekommt ist eine 
andere Sache.

von DerSuchende (Gast)


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Εrnst B. schrieb:
> Das ist doch eher ein Negativ-Merkmal, zumindest bei halbwegs aktuellen
> CPUs.
> Der Idle-Stromverbrauch ist entscheidend, nicht wie stark der Prozessor
> von seiner Maximalleistung heruntergedrosselt wurde.

Im QNAP ist ein Intel J4005 und im Thecus (N2810v2) ein N3060.
Letzterer ist ein Intel Mobile Celeron, allein deshalb würde ich 
vermuten das er besser runter taktet.

Aber der Hinweis mit der Ruhestromaufnahme ist gut, konnte nur leider 
Ad-Hoc nichts dazu finden.
Hast Du da einen Hinweis oder einen besseren Suchbegriff als "idle 
current" zu?

von A. K. (prx)


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DerSuchende schrieb:
> Im QNAP ist ein Intel J4005 und im Thecus (N2810v2) ein N3060.
> Letzterer ist ein Intel Mobile Celeron, allein deshalb würde ich
> vermuten das er besser runter taktet.

Bezeichnungen wie Celeron und Pentium bedeuten überhaupt nichts.
Beide entstammen der Atom-Baureihe, 14nm.
J4005 = Gemini Lake = Goldmont Plus Core = 2017
N3060 = Braswell = Airmont Core = 2014

von Gustl B. (-gb-)


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Dann empfehle ich erneut:

HP Microserver Gen8:
Den gibt es günstig gebraucht, hat 4 Plattenschächte mit Hotplug (mit 
AHCI statt RAID), unterstützt ECC, CPU (Intel Celeron/Xeon) und Ram sind 
gesockelt, läuft hier wunderbar seit mehreren Jahren mit ZFS.

Microserver Gen10:
Nachfolgemodell, AMD Opteron verlötet, RAM kann getauscht werden.

Gen 10 Puls:
Aktuelles Modell, kleiner, teurer, wieder Intel CPU gesockelt, bis 64 
GByte RAM mit ECC. Und 4x Gigabit Ethernet.

von ... (Gast)


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Gustl B. schrieb:
> HP Microserver Gen8:
> Den gibt es günstig gebraucht,....

Was ist denn bei dir günstig? Quellen?

von MiWi (Gast)


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... schrieb:
> Gustl B. schrieb:
>> HP Microserver Gen8:
>> Den gibt es günstig gebraucht,....
>
> Was ist denn bei dir günstig? Quellen?

https://www.willhaben.at/iad/kaufen-und-verkaufen/d/microserver-gen8-i5-3470t-2x8gb-ram-ilo-378658084/

von -gb- (Gast)


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In eBay Kleinanzeigen sind eigentlich immer welche für <300 zu haben, 
oft mit aufgerüstetem RAM und zusätzlichen 2,5" Platz statt optischen 
Laufwerk.

von ... (Gast)


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-gb- schrieb:
> In eBay Kleinanzeigen sind eigentlich immer welche für <300 zu haben,
> oft mit aufgerüstetem RAM und zusätzlichen 2,5" Platz statt optischen
> Laufwerk.

Soweit war ich ja auch schon danach zu googeln, wenn ich aber lese bzw. 
gelesen habe, dass es die HP Microserver vor 5-6 Jahren für "weit" unter 
200€ zu kaufen gab (ausstattungsabhängig auch teuerer), dann frage ich 
mich, wieso so eine alte gebrauchte Kiste heute, die jenseits 250€ 
kostet, als günstig bezeichnet wird, egal wie gut sie aufgerüstet wurde.

von M.M.M (Gast)


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... schrieb:
> Soweit war ich ja auch schon danach zu googeln, wenn ich aber lese bzw.
> gelesen habe, dass es die HP Microserver vor 5-6 Jahren für "weit" unter
> 200€ zu kaufen gab (ausstattungsabhängig auch teuerer), dann frage ich
> mich, wieso so eine alte gebrauchte Kiste heute, die jenseits 250€
> kostet, als günstig bezeichnet wird, egal wie gut sie aufgerüstet wurde.

Nunja, es dürften eher z.B. HP's N54L gemeint sein und die gehen 
tatsächlich immer mal wieder für 100€ (ohne Platten) über den Tisch. Die 
sind dann allerdings eher 7-8 Jahre alt.

von Gustl B. (-gb-)


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Nein, ich meine schon den MicroServer Gen8.

... schrieb:
> dann frage ich
> mich, wieso so eine alte gebrauchte Kiste heute, die jenseits 250€
> kostet, als günstig bezeichnet wird, egal wie gut sie aufgerüstet wurde.

Die kosten noch so viel, weil das eben brauchbare Hardware ist mit iLO 
und allem. Weil die nicht mehr hergestellt werden und die Nachfrage wohl 
hoch ist steigt der Preis. Der direkte Nachfolger mit AMD Opteron ist 
aus meiner Sicht schlechter, und das aktuelle Modell kostet deutlich 
mehr.

Und die Aufrüstung und Platten kosten schon auch. Günstig waren damals 
die Modelle mit Celeron und wenig RAM. Ich würde meinen hier auch ohne 
Platten  nicht für 500€ verkaufen einfach weil ich zu dem Preis kein 
besseres Rundumpaket finde.

Und zur Geschwindigkeit:
Ich habe die Variante mit Celeron, nur RAM aufgerüstet. Darauf läuft ein 
Ubuntu von SSD und 4 Platten mit ZFS raidz. Ich kann da mit vollen 1 
GBit lesen und schreiben. Für ein Nas finde ich braucht man nicht den 
Xeon.

Hier ist der ausführlichste Thread zu dem Modell:
https://www.hardwareluxx.de/community/threads/hp-proliant-g8-g1610t-g2020t-i3-3240-e3-1220lv2-microserver.963207/

Aber gut, heutzutage gibt es auch kleine Rechner wie diese NUCs die 
schnelles USB haben. Ich kenne Leute die haben so einen NUC oder Zotac 
und dann mehrere USB3 Platten. Auch da ist ZFS sehr flott. Aber ich mag 
hat nicht diesen Kabelsalad und die extra Netzteile für jede externe 
3,5" Platte. Aber ja, kann man mauch bauen. NUCs gibt es zum Teil sehr 
günstig, können aber glaube ich alle kein ECC.

von A. K. (prx)


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Die N36L gab es einstmals für ~160€ neu, aber das war im stark 
verbilligten Abverkauf. Tut auch heute noch was er soll.

von DerSuchende (Gast)


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Danke noch mal für den erneuten Hinweis auf die MicroServer. Die sind 
aber von der Performance definitiv Oversize und die Energieaufnahme ist 
bei denen auch entsprechend hoch. Die kommen für mich nicht in frage.

Das QNAP TS-251D ist jetzt bei mir angekommen, und ich muss leider sagen 
ich bin ziemlich enttäuscht.
Das Gehäuse und die Festplattenhalter sind aus "wabbligem" Kunststoff, 
das alte TS-221 ist da in einer ganz anderen Liga!
Die Festplatteneinschübe rasten auch nur mit einem "Widerhaken" ein, so 
ähnlich wie bei Fernbedienungen (nur weicher und wabbliger).

Ich denke das geht wieder zurück, auch wenn es heißt ich muss weiter 
suchen :(
Aber zu dem Plastik hab ich so recht kein Vertrauen. Mag ja anfangs 
funktioniere aber wenn das Plastik ein paar Jahren gealtert ist sitzt 
die Festplatte evtl nicht mehr richtig und es gibt komische 
Verbindungsabbrüche/Fehlermeldungen.

Wenn noch jemand einen Tipp für ein gutes Gehäuse hat (Anforderungen 
siehe erstes Post, MicroServer etc sind auf jeden Fall Oversize und 
kommen nicht in Frage), bin ich offen :)

von Andi (Gast)


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DerSuchende schrieb:
> Danke noch mal für den erneuten Hinweis auf die MicroServer. Die sind
> aber von der Performance definitiv Oversize und die Energieaufnahme ist
> bei denen auch entsprechend hoch. Die kommen für mich nicht in frage.
>
> Das QNAP TS-251D ist jetzt bei mir angekommen, und ich muss leider sagen
> ich bin ziemlich enttäuscht.
> Das Gehäuse und die Festplattenhalter sind aus "wabbligem" Kunststoff,
> das alte TS-221 ist da in einer ganz anderen Liga!
> Die Festplatteneinschübe rasten auch nur mit einem "Widerhaken" ein, so
> ähnlich wie bei Fernbedienungen (nur weicher und wabbliger).
>

Also, dass die Festplattenrahmen bezogen aufs Material und auch die 
Verrastung offen gesagt Scheiße sind, dass sehe ich auch so. Bei dem 
Preis sollte der Hersteller besseres liefern. Eine Plastiknase in Form 
eines Widerhakens? Also, wirklich😣😣😣. Was gut am Festplattenrahmen ist, 
dass die 3,5" Festplatte ohne Schrauben und weiteres Werkzeug befestigt 
werden kann und dass die Festplatte an allen vier Befestigungspunkten 
mit Gummilagern versehen sind.  Das minimiert die Vibrationen der 
Festplatten, die ans Gehäuse bzw. die benachbarte Festplatte weiter 
gegeben werden. Auch wenn die Festplattenrahmen lumpig aussehen, sitzen 
die Festplatten trotzdem recht stabil auf ihren Plätzen im NAS und 
wackeln nicht. Im Moment sehe ich da kein Problem für die nächsten 
Jahre.

Das Gehäuse ist zwar aus Kunststoff ist aber gut konstruiert und sieht 
recht wertig aus. Da scheppert nichts. Ich persönlich sehe hier keinen 
Vorteil eines Gehäuses aus Metall. Ich hab mir im Vorfeld einige 
Berichte über unterschiedliche NAS's durchgelesen. Es wurde oft betont, 
dass der Vorteil eines Kunststoffgehäuses darin liegen sollte, dass 
Geräusche aus dem inneren des NAS eher gedämmt werden, als bei einem 
Metallgehäuse, das sehe auch so.

Was den Rest der Hardware angeht, gibt es nichts zu meckern. Ich hab das 
Gehäuse aufgemacht. Die Platine macht einen guten Eindruck, die Bauteile 
sind sauber verlötet, die Festplattenrahmen sitzen in einem 
Metallrahmen, der ebenfalls sauber verarbeitet ist. Was diesen NAS in 
meinen Augen fit für die Zukunft macht, ist der vorhandene 
PCIe-Steckplatz. Was die Software (BS und Apps) angeht, da gehe ich 
nicht weiter drauf ein, da ich aktuell ein Debian (auf eMMC installiert) 
mit ZFS drauf laufen habe und damit voll zufrieden bin.

Das ist so mein grober Eindruck von meinem QNAP TS-251B, soll aber auch 
keine Werbung für Qnap sein.

>DerSuchende
Hast du eigentlich den NAS ausgepackt und ein Debian drauf laufen 
lassen?

von DerSuchende (Gast)


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@Andi
Danke für die Hinweise, unter dem Gesichtspunkt Geräusche hatte ich das 
noch nicht betrachtet.
Aber mit den Kunststoffrahmen hadere ich echt...
Werde da morgen mal eine Festplatte einbauen, mal schauen wie sich das 
dann anfühlt.

>>DerSuchende
> Hast du eigentlich den NAS ausgepackt und ein Debian drauf laufen
> lassen?
Habs nur kurz auf einem USB-Stick installiert. Die Installation lief 
ohne Probleme durch, mehr habe ich aber noch nicht getestet.

von DerSuchende (Gast)


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So habe mal eine Festplatte eingebaut.

Andi schrieb:
> Was gut am Festplattenrahmen ist,
> dass die 3,5" Festplatte ohne Schrauben und weiteres Werkzeug befestigt
> werden kann und dass die Festplatte an allen vier Befestigungspunkten
> mit Gummilagern versehen sind.  Das minimiert die Vibrationen der
> Festplatten, die ans Gehäuse bzw. die benachbarte Festplatte weiter
> gegeben werden.

Nach Anleitung wird die Festplatte zusätzliche mit 3 Schrauben fixiert. 
Ob das nötig ist kann ich nicht sicher sagen, aber die Clips zur 
seitlichen Befestigung sitzen jetzt nicht super fest.

Was mir sonst noch aufgefallen ist:
Bei der alten QNAP konnte man die Festplatten sauber einsetzen und 
entfernen. Mit dem "Wiederhakensystem" braucht man auf jeden Fall zwei 
Hände und Erschütterungsfrei habe ich das so ohne weiteres nicht 
hinbekommen.
Sollte man wirklich mal den Hot-Swap benutzen wäre ich da skeptisch was 
das für die im NAS verbleibende Festplatte bedeutet.

Ich schlaf jetzt noch mal eine Nacht drüber und entscheide dann, Tendenz 
ist gerade: das geht zurück.
Hab nur leider noch keine Alternative wo ich mir sicher bin das die 
Punkte da besser sind...

von Hannes J. (Firma: professional Professional) (pnuebergang)


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DerSuchende schrieb:
> Wenn noch jemand einen Tipp für ein gutes Gehäuse hat (Anforderungen
> siehe erstes Post, MicroServer etc sind auf jeden Fall Oversize und
> kommen nicht in Frage), bin ich offen :)

https://www.mini-itx.com/store/category?type=case&nas-case=1&volume=over-0&drive-bays=over-0&sortby=price&page=1

von DerSuchende (Gast)


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Andi schrieb:
> Was gut am Festplattenrahmen ist,
> dass die 3,5" Festplatte ohne Schrauben und weiteres Werkzeug befestigt
> werden kann und dass die Festplatte an allen vier Befestigungspunkten
> mit Gummilagern versehen sind.  Das minimiert die Vibrationen der
> Festplatten, die ans Gehäuse bzw. die benachbarte Festplatte weiter
> gegeben werden. Auch wenn die Festplattenrahmen lumpig aussehen, sitzen
> die Festplatten trotzdem recht stabil auf ihren Plätzen im NAS und
> wackeln nicht. Im Moment sehe ich da kein Problem für die nächsten
> Jahre.

Was mir noch eingefallen ist:
Hast Du auch schon Kunststoff Festplattenrahmen?
Wenn ja: Wie lange schon? Und irgendwelche Probleme gehabt?

von Andi (Gast)


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DerSuchende schrieb:
> Hast Du auch schon Kunststoff Festplattenrahmen?

Ja, nach deiner Beschreibung sehen die Teile bei mir genau gleich aus.

> Wenn ja: Wie lange schon? Und irgendwelche Probleme gehabt?

Ich hab meinen NAS seit ca. 8 Monaten. Also, bis jetzt keine Probleme 
gehabt.

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