Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Mikrocontroller Datenbank?


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
von Lars P. (justanotherone)


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Ich bin immer mal wieder in der Situation für ein neues Projekt den 
"besten" Mikrocontroller zu finden. Das einfachste ist natürlich eine 
Variante des persönlichen Lieblingschips zu nehmen, also in einer Chip 
Familie zu bleiben.

Aber natürlich ist das nicht immer die "beste" Wahl. Wenn man wirklich 
den ganzen Markt betrachten will habe ich bisher nur Digikey, Mouser,.. 
gefunden. Also in deren Produkt Suche die Parameter einstellen die man 
braucht dann nach Preis suchen und mit dem billigsten Chip anfangen zu 
schauen ob das was gefunden wurde wirklich nutzbar ist.

Das Problem ist das wenn man (nur als Beispiel) 2 SPI und 3 I2Cs braucht 
dann Chips findet die das zwar können aber halt nicht gleichzeitig 
(Pinmux) oder Chips nicht findet die das könnten (weil ein UART auch als 
SPI oder I2C genutzt werden kann).

Manchmal denkt man auch man hat einen Chip in der gewohnten Chip Familie 
gefunden, merkt dann aber bei Betrachtung des Datenblatts das da nur der 
Name ähnlich ist und "unter der Haube" die Unterschiede doch großer sind 
als gedacht.

Meine Frage ist also gibt es eine Datenbank/WebSeite/Wiki/.. die 
genauere Informationen zu möglichst vielen Mikrocontrollern hat?

Ich weiß das das eine große Menge an Daten ist. Aber bei manchen 
Debuggern kann man ja auch aus einer verdammt langen Liste von Chips 
auswählen und die Software weiß dann sofort wie viel Flash, RAM und so 
weiter der Chip hat. Vielleicht haben die Hersteller ja jeweils Listen 
Ihrer Chips?

Bin ich der einzige der dieses Problem hat? Mache ich was falsch? Gibt 
es vielleicht eine bessere Lösung als so eine Datenbank?

von minifloat (Gast)


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Eine allgemeine Antwort gibt es so eigentlich nicht.

Lars P. schrieb:
> Gibt es vielleicht eine bessere Lösung als so eine Datenbank?

Distris abklappern und deren parametrische Suche benutzen.
Selbst eine Liste der Kandidaten erstellen und daraus auswählen.
Wenn professionell => Die Einkaufsabteilung fragen oder Distri 
kontaktieren

So eine Entscheidung ist natürlich immer voreingenommen nach bereits 
existierenden Tools und Bekanntheit der Plattform bei Entwicklern. Wenn 
professionell => Alle nötigen Tools mit in die Betrachtung einbeziehen 
(z.B. Unit-Testing on-Target mit Unterstützung debug-Hardware)

mfg mf

von minifloat (Gast)


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PS
Lars P. schrieb:
> Vielleicht haben die Hersteller ja jeweils Listen Ihrer Chips?

Das ist doch ein prima Anlaufpunkt.
Auch die haben parametrische Suchen und Vorschläge für geplante 
Einsatzzwecke.

von georg (Gast)


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Lars P. schrieb:
> Bin ich der einzige der dieses Problem hat?

Fang einfach an, so eine Datenbank zu erstellen, dann finden sich schon 
Interessenten. Die Nutzung muss natürlich kostenlos sein, auch wenn du 
Jahre dafür brauchst.

Georg

von MaWin (Gast)


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Lars P. schrieb:
> Bin ich der einzige der dieses Problem hat?

Sicherlich nicht, es gibt viele uC die gänzlich unbekannt sind aus 
Asien, vermutlich gibt es mehr uC Typen als Transistoren.

Aber es kommt halt auf so viel mehr an, als SPI Ports, und wenn es uC 
das nötige nicht hat, wie EEPROM oder Hochstromports, wird es halt 
drangebaut.

Die Kosten der Entwicklungsumgebung, der Stromverbrauch nicht in sleep 
sondern z.B. während LCD Ansteuerung, lieferbare Stückzahlen und extreme 
RadHard oder Umgebungstemperaturen, alles nicht in der Datenbank, daher 
sind die nutzlos.

von Alexander K. (Gast)


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MaWin schrieb:
> Die Kosten der Entwicklungsumgebung, der Stromverbrauch nicht in sleep
> sondern z.B. während LCD Ansteuerung, lieferbare Stückzahlen und extreme
> RadHard oder Umgebungstemperaturen, alles nicht in der Datenbank, daher
> sind die nutzlos.

GELD darf in so einer Datenbank KEINE Rolle spielen. Der Wartungsaufwand 
wäre viel zu hoch. Man muss sich einfach auf die Felder/Parameter 
einigen vorher. Dann die Datenblätter eintragen und ein bisschen 
Abfrage-Programm dafür.

Im Prinzip eigentlich nur eine Fleißaufgabe.

Hinterher die Parameter die man braucht abfragen. Und das Ergebnis bei 
den Dealer seiner Wahl nach den Preis suchen.

Gruß

   Pucki

von Lars P. (justanotherone)


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Alexander K. schrieb:
> GELD darf in so einer Datenbank KEINE Rolle spielen. Der Wartungsaufwand
> wäre viel zu hoch. Man muss sich einfach auf die Felder/Parameter
> einigen vorher. Dann die Datenblätter eintragen und ein bisschen
> Abfrage-Programm dafür.

Scheinbar ist der Konsens das so eine Datenbank toll wäre, es sie noch 
nicht gibt, sie kostenlos sei muss und besser sein sollte (also mehr 
Details enthalten) als was Distries und Hersteller so an parametrischer 
Suche anbieten.
Und das es "nur eine Fleißaufgabe" ist mit der einfach jemand anfangen 
muss.

Dann frage ich mal anders: Hat wer Lust mir dabei zu helfen? Ganz 
alleine einige ich mich bestimmt viel zu schnell "auf die 
Felder/Parameter" und das wäre ja dann ein Fehler. Wer jetzt noch nicht 
überzeugt ist: Ich würde für Unterstützung auch kein Geld anbieten! ;-)

von Blechbieger (Gast)


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Lars P. schrieb:
> Das Problem ist das wenn man (nur als Beispiel) 2 SPI und 3 I2Cs braucht
> dann Chips findet die das zwar können aber halt nicht gleichzeitig
> (Pinmux) oder Chips nicht findet die das könnten (weil ein UART auch als
> SPI oder I2C genutzt werden kann).

Ich sehe keine Chance alle solche Einschränkungen zu erfassen und 
sinnvoll auswertbar zu machen. Es gibt alleine 1070 verschiedene STM32 
und das ist nur eine von 6 Familien eines einzigen Herstellers.

von Alexander K. (Gast)


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Blechbieger schrieb:
> Ich sehe keine Chance alle solche Einschränkungen zu erfassen und
> sinnvoll auswertbar zu machen.

Das wäre noch das kleinere Problem. Bei der Vielzahl an Daten ist das 
eine Lebensaufgabe. Dazu kämmen noch Copyright-Geschichten.

Wenn jemand ein Unternehmen gründen würde, und dann den Zugriff auf so 
eine Datenbank gegen Kohle machen würde, könnte aus den Projekt was 
werden.

Ich habe z.b. heute eine Datenbank gefunden mit ca. 32.000 Produkten zum 
Thema Homeautomation. Die kostet auch Geld. Und die stehen erst am 
Anfang.

Gruß

   Pucki

von Harald (Gast)


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Lars P. schrieb:
> Dann frage ich mal anders: Hat wer Lust mir dabei zu helfen?

Irgendwie erinnerte mich das Vorhaben an Don Quijote, habe es zur 
Sicherheit noch einmal gegoggelt, aber JA, die Geschichte passt genau. 
Brauchst Du nur noch genau einen treuen Gefolgen.

Nix für Ungut, aber das kann nichts werden. Der Aufwand für eine 
halbwegs brauchbare Lösung wäre gigantisch, da es endlose Abhängigkeiten 
der Peripherals gibt. Zum Teil wird ja auch Peripheral A durch 
Peripheral B eingeschränkt, wenn man es mit der Methode C nutzt - sonst 
aber nicht. Du bräuchtest schon pro (ARM-) Controller zig Tage oder gar 
Wochen, um das sauber auseinander zu dröseln. Daneben kommen noch so 
Parameter wie Beschaffbarkeit (womöglich noch abhängig von der 
Stückzahl) usw. usw.

von Lars P. (justanotherone)


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Mir ist auch klar das nicht das ganze tausend seitige Datenblatt für 
jeden Prozessor hinterlegt werden kann. Und manuell für jeden Prozessor 
diese Daten raus zu schreiben und dann ab zu tippen macht auch keinen 
Sinn.

Meine Erfahrung ist das die Filter beim Distrie schlechter sind als die 
Product Selection Seiten beim Hersteller. Aber beim Hersteller hat man 
halt nur dessen Chips, und nicht die Konkurrenz.

Ich habe gerade bei ST geschaut und deren Chip Vergleicher kann das 
Ergebnis als Excel exportieren. (Habe ich bei anderen Herstellern auch 
schon gesehen.) Da hat man dann eine Zeile pro Chip. Mit ein paar Zeilen 
Python bekommt man so eine Excel Tabelle zu einer Datenbank hinzugefügt. 
Wenn man das jetzt für jede Familie und jeden Hersteller macht ist das 
ein Haufen Arbeit aber wohl noch beherrschbar. Dann muss man aber auch 
noch eine Web Seite stricken mit Suchfunktion,..

ARM hat auch diese XPacks mit SVD Dateien spezifiziert. Die SVD Dateien 
sind XML und enthalten noch sehr viel detailliertere Informationen zum 
Chip. Das wäre also auch eine Überlegung wert diese einzusammeln und zu 
importieren.

Selbst mit nur den Excel Imports wäre das für mich schon besser 
brauchbar als das was es jetzt gibt. So "gigantisch" das das deswegen 
nciht funktionieren kann finde ich den Aufwand nicht. Das ganze müsste 
halt eher so in Richtung Wikipedia gehen. Die ist auch nie fertig und 
keiner Beschwert sich. Aber ja es ist deutlich mehr Aufwand als das man 
das gerade mal so alleine hoch ziehen kann.

von Alexander K. (Gast)


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Wenn man das Projekt wirklich durchziehen will, würde ich mal die 
Hersteller anschreiben.

Viele haben "Datenbanken" rumliegen. Einfach nur um ihren Kunden den 
richtigen Chip zu empfehlen. Ob sie die raus rücken ist eine andere 
Sache.

Gruß

 Pucki

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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minifloat schrieb:
> So eine Entscheidung ist natürlich immer voreingenommen nach bereits
> existierenden Tools und Bekanntheit der Plattform bei Entwicklern.

Was ich auch sinnvoll finde. Der Aufwand, sich mit neuen Arbeitsmitteln 
vertraut zu machen, sollte nicht unterschätzt werden.

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Lars P. schrieb:
> Hat wer Lust mir dabei zu helfen?

Ich nicht, aber ich würde sie gerne benutzen :-)

Das Problem ist, dass die Hersteller so schnell neue Chips auf den Markt 
werfen, dass man kaum nachkommt. Und wenn du ein paar neue Suchkriterien 
hinzufügst, musst du alle alten Datensätze entsprechend erweitern 
(=Datenblätter erneut lesen). Wer macht macht freiwillig über Jahrzehnte 
hinweg?

: Bearbeitet durch User
von Norbert T. (atos)


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Microchip bietet eine parametrische Suche auf der Homepage an - ist zwar 
herstellerbeschränkt, man kann aber nach allen möglichen Kriterien nach 
MCUs suchen, also ARM, PIC, AVR, 8051, I2C, UART, Pinzahl, Speicher, 
Preis, eigentlich alles was es gibt. Man kann sich das ganze auch als 
eine Excel-Datei runterladen - dann hast du bereits alle MCUs von 
Microchip und kannst sie nach Lust und Laune filtern.

https://www.microchip.com/ParamChartSearch/chart.aspx?branchID=1005

von Jens G. (jensig)


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>Ich habe gerade bei ST geschaut und deren Chip Vergleicher kann das
>Ergebnis als Excel exportieren. (Habe ich bei anderen Herstellern auch
>schon gesehen.) Da hat man dann eine Zeile pro Chip. Mit ein paar Zeilen
>Python bekommt man so eine Excel Tabelle zu einer Datenbank hinzugefügt.

Die Frage wäre aber, ob die Hersteller dieses Verfahren einfach so 
erlauben.
Also daß Du einfach deren Zusammenfassungen dann auf Deiner Webseite 
veröffentlichst, und dann noch so tust, als wäre das Deine Arbeit 
gewesen.

von Harald (Gast)


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Bitte neben den üblichen Verdächtigen auch folgende Hersteller mit 
berücksichtigen, denn die haben auch sehr interessante Sachen:
ABOV ADI CMSEMICO ELAN EASTSOFT FORTIOR GIGADEVICE
HITRENDTECH MDT MEGAWIN SOC SONIX STC SYNWIT
MINDOTION und SINOWEALTH

aber unbedingt und vorrangig:
HOLTEK NUVOTON PADAUK und WCH

Gerade NUVOTON kann man unmöglich auslassen.

von Harald (Gast)


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Sorry, habe noch übersehen:
Bojuxing Industry
Puolop
Aptchip
Sinomicon
Shenzhen Better Life Elec
Rockchip
General Plus
HDSC
Ixys
Ironchip
Renergy
Generalplus

Die hier auch, unbedingt, die machen auch sehr gute Sachen:
http://www.zh-jieli.com/

von Harald (Gast)


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Ah, sorry, zh-jieli.com muss ich zurücknehmen, da bin ich mir nicht ganz 
sicher, ob die uCs machen. Das sind mehr so ASICs. Na ja, alle kann man 
nicht berücksichtigen...

von Lars P. (justanotherone)


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Jens G. schrieb:
>>Ich habe gerade bei ST geschaut und deren Chip Vergleicher kann das
>>Ergebnis als Excel exportieren. (Habe ich bei anderen Herstellern auch
>>schon gesehen.) Da hat man dann eine Zeile pro Chip. Mit ein paar Zeilen
>>Python bekommt man so eine Excel Tabelle zu einer Datenbank hinzugefügt.
>
> Die Frage wäre aber, ob die Hersteller dieses Verfahren einfach so
> erlauben.
> Also daß Du einfach deren Zusammenfassungen dann auf Deiner Webseite
> veröffentlichst, und dann noch so tust, als wäre das Deine Arbeit
> gewesen.

Eine Web Seite nur mit den von ST generierten Excel Dateien macht doch 
gar keinen Sinn.

Der Sinn diese Teils der ST Web Seite aber ist es doch gerade 
Informationen über Ihre Chips herauszugeben. ST will ja das man sich 
informiert welche Chips sie haben.

Was ich vorgeschlagen habe ist ja nur nicht nur die zur Verfügung 
gestellten Informationen zu nutzen um von verschiedenen Herstellern die 
Informationen zusammen zuführen um dann suchen zu ermöglichen. Das heißt 
doch wohl das etwas anderes angeboten wird als das was auf der ST Seite 
gibt.

Bevor man das macht sollte man aber noch mal schauen ob da nicht was 
kleingedrucktes auf er Homepage steht. Manche Hersteller lassen einen ja 
auch nur das Datenblatt herunter laden nach einem Login. In solchen 
Situationen könnte es durchaus sein das man das nicht so direkt nutzen 
kann und erst mal Nachfragen sollte, so wie von Pucki vorgeschlagen.

Außerdem denke ich das es eh sinnvoll wäre zu den Suchergebnissen Links 
zum Hersteller anzugeben. Wenn man nach langem suchen den passenden Chip 
gefunden hat will man ja beim Hersteller die noch fehlenden 
Informationen (Datenblätter, Application Notes,...) einholen. Links zu 
den Distries damit man den tagesaktuellen Preis bekommt wären bestimmt 
auch sinnvoll. Und beides ist ja quasi Werbung. Da sollten Hersteller 
und Distries eigentlich glücklich sein drüber. Aber wir leben schon in 
einer komischen Welt manchmal.

von Lars P. (justanotherone)


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Harald schrieb:
> Bitte neben den üblichen Verdächtigen auch folgende Hersteller mit
> berücksichtigen, denn die haben auch sehr interessante Sachen:

Danke für die Liste. Gerade deswegen wäre so eine Datenbank ja so 
hilfreich, weil gerade diese Hersteller bestimmt oft übersehen werden. 
Aber bevor es losgehen kann fehlen noch ein paar Mitstreiter. Wenn es 
hilft würde ich den Server sponsern für den Anfang und beim befüllen der 
Datenbank helfen. Aber Web Seiten stricken ist leider gar nicht mein 
Ding.

von Harald (Gast)


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Lars, danke für die Blumen, aber meine Beiträge waren eher ein wenig 
abschreckend gemeint! Schau Dir mal ein paar Webseiten der aufgeführten 
Kandidaten an. Alle gibt es tatsächlich und die machen auch wirklich 
tolle Sachen, vor allem preislich (Controller ab 2ct). Aber hier geht es 
schon mit der Informationsbeschaffung los. Die haben nur einen Bruchteil 
der Produkte auf der Webseite, dazu kommt die notwendige Übersetzung. 
Wenn man die weglässt ist die Datenbank aber auch schon wieder weniger 
hilfreich.
Du hast ja gefragt, welche Alternativen oder evtl. besseren Weg es gibt. 
Meine Meinung: Aus Erfahrung wählen, dabei offen sein für Neues und auch 
mal etwas wagen, immer lernbereit sein. Randprobleme (EMV, Errata, 
Verfügbarkeit usw.) erkennen und einsortieren. Viel informieren. 
Erfahrung ausbauen und immer so weiter. Das ist wertvoller als eine 
Datenbank, denn die wird diese eigentlich unverzichtbaren Aspekte nie 
kennen.

von Lars P. (justanotherone)


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Harald schrieb:
> Lars, danke für die Blumen, aber meine Beiträge waren eher ein wenig
> abschreckend gemeint! Schau Dir mal ein paar Webseiten der aufgeführten
> Kandidaten an. Alle gibt es tatsächlich und die machen auch wirklich
> tolle Sachen, vor allem preislich (Controller ab 2ct). Aber hier geht es
> schon mit der Informationsbeschaffung los. Die haben nur einen Bruchteil
> der Produkte auf der Webseite, dazu kommt die notwendige Übersetzung.
> Wenn man die weglässt ist die Datenbank aber auch schon wieder weniger
> hilfreich.

Vergleich das doch bitte mal mit der jetzigen Situation. Wenn der 
Hersteller die Daten so schlecht verfügbar hat werden alle die die 
Informationen nicht finden diesen Hersteller nicht verwenden. Die 
wenigsten werden wohl deine komplette Liste abarbeiten. Wenn es die 
Chips nicht bei Digikey gibt ist meistens der Hersteller schon draußen. 
Wenn irgendwer es schafft Daten für diesen Hersteller zu finden kann er 
die dann in die Datenbank eintragen und alle die die Datenbank nutzen 
haben jetzt eine bessere Chance die Chips dieses Herstellers zu finden. 
Die Datenbank verbessert also die Situation für und Verwender und für 
die Hersteller, außer natürlich der Hersteller will nicht das wir seine 
Chips verwenden. Aber darauf können wir dann keien Rücksicht nehmen ;-)


> Du hast ja gefragt, welche Alternativen oder evtl. besseren Weg es gibt.
> Meine Meinung: Aus Erfahrung wählen, dabei offen sein für Neues und auch
> mal etwas wagen, immer lernbereit sein. Randprobleme (EMV, Errata,
> Verfügbarkeit usw.) erkennen und einsortieren. Viel informieren.
> Erfahrung ausbauen und immer so weiter. Das ist wertvoller als eine
> Datenbank, denn die wird diese eigentlich unverzichtbaren Aspekte nie
> kennen.

Ich versuche so meine Auswahl zu treffen. Leider sehe ich das viele es 
anders machen. Und ehrlich gesagt ist es auch eine Menge Aufwand. Ich 
habe mich halt gefragt warum muss jeder von uns selbst diese Erfahrungen 
sammeln und Risiken eingehen. Würde es nicht allen helfen wenn wir die 
gemachten Erfahrungen Teilen?

Das man die Datenbank aus den Hersteller Seiten befüllt heißt ja nicht 
das kein User Feedback möglich sein soll. (Wikipedia !) Vielleicht 
können so die "alten Hasen" den jungen noch Tipps geben. Gerade 
Randprobleme oder Besonderheiten einzelner Chips, sind ja Dinge die in 
so einer Parametrischen Suche nicht auftauchen.

Wenn da ganz tief im Errata steht das ein Interface nicht zuverlässig 
funktioniert dann könnte man das eintragen und alle die das Interface 
brauchen nehmen einfach einen anderen Chip.

von Max (Gast)


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Lars P. schrieb:
> Gibt es vielleicht eine bessere Lösung als so eine Datenbank?

Wenn man neue Mikrocontrollerhersteller kennen lernen möchte:
- Besuche eine (Elektronik-)Messe
- Gehe auf die Seite von deinem Distributor, treffe eine grobe 
Vorauswahl (Eigenschaften, die eher zwischen Herstellern und uC-Typen 
vergleichbar sind z.B. Pinanzahl, Architektur, Lagerbestand mind. 1k 
Stk., ...). Betrachte anschließend die verbliebenen Hersteller. Klappere 
deren Homepages ab und suche mit deren Parametrischer Suchfunktion.

von A. S. (achs)


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Ich denke auch, dass eine Datenbank über uC eine Sisyphosaufgabe wäre.

Die meisten Infos/Merkmale wusste ich nicht Mal zu kategorisieren, so 
unterschiedlich sind die.

Eine Liste, in der vielleicht nur Hersteller und Familien aufgeführt 
sind, wäre schon mehr als genug. Und dann so Infos wie Architektur, 
spgsbereich, kleinste und größte Bauform, ob (freie) Compiler verfügbar, 
ob englische Datenblätter, Link zum Hersteller, spezielle Features, ...

Und bei den spezielle Features erschlägt es einen dann schon. Allein die 
myriaden an (wichtigen) Modi für Timer oder uarts irgendwie zu 
kategorisieren ...

von Philipp Klaus K. (Firma: Albert-Ludwigs-Universität) (pkk)


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Harald schrieb:
> Sorry, habe noch übersehen:

> Puolop

Wobei Puolop wohl hauptsächlich Padauk-µC unter eigenem Namen 
weiterverkauft. Anscheinend fertigt Padauk aber auch einige 
Semicustom-Varianten für Puolop, die man direkt bei Padauk nicht im 
Katalog findet.

von Stefan (Gast)


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Hallo
Du kannst nicht alle Mikrocontroller erfassen. Das wird eine
Lebendsaufgabe. Nimm doch nur die Controller die am meisten
im Hobbybereich genutzt werden. Oben auf der Seite siehst du
einen Filter unter denen Mikrocontroller aufgelistet sind.
Nimm diese doch als Anfang und bau darauf deine Datenbank auf.
Vielleicht solltest du zuerst einmal festlegen, welche Parameter
du haben willst, von den verschiedenen Controller.
Daraus eine Datenbank machen und dann kann ja jeder eintragen
was er kennt vom Controller.

von Mw E. (Firma: fritzler-avr.de) (fritzler)


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Stefan schrieb:
> Vielleicht solltest du zuerst einmal festlegen, welche Parameter
> du haben willst, von den verschiedenen Controller.

Das kann schnell ziemlich viel werden.
Es gibt zB nicht nur den Unterschied UART vs USART.
Dann gibts ja noch USARTs mit einem "data timeout IRQ" um per DMA 
unbekannte längen eines Frames zu empfangen.
Oder USARTs mit DE Pin welcher in HW die Senderichtung des RS485 
Treibers umschalten kann.
Bei sonem STM32 zB gibts ja schon eine Tabelle mit etlichen Einträgen 
was der USARTx jetzt eigentlich kann und was nicht.
Autobauding zB steht da auch drinne.

Kurz gesagt: das wird eine riesen Menge an Paramatern!

von Bauform B. (bauformb)


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Lars P. schrieb:
> Wenn es die Chips nicht bei Digikey gibt ist meistens der
> Hersteller schon draußen.

Das ist doch schon mal eine gute Vor-Auswahl. Nimm meinetwegen noch 
Mouser und RS dazu, aber wenn die alle den nicht führen, dann ist er 
draußen.

> Wenn irgendwer es schafft Daten für diesen Hersteller zu finden kann er
> die dann in die Datenbank eintragen

Bitte nicht, bzw. nur, wenn die Filterfunktion so gut ist, dass ich 
diese Datensätze nicht sehe. Was nützen mir die schönsten Daten, wenn 
ich den Chip nicht kaufen kann?

> ...außer natürlich der Hersteller will nicht das wir seine Chips
> verwenden. Aber darauf können wir dann keien Rücksicht nehmen ;-)

Sollten wir aber. Sonst kommt sowas dabei raus wie die 
FPU-Entdeckungsreise im Thread "Neue MCU APM32F103". Das ist bestimmt 
spannend, so wie Höhlenforschung oder so, dagegen hab' ich nichts. Aber 
es ist ein Widerspruch zu dieser Datenbank-Idee. Damit will man doch 
genau solche Sachen vermeiden.

von Harald (Gast)


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Bauform B. schrieb:
> Nimm meinetwegen noch
> Mouser und RS dazu, aber wenn die alle den nicht führen, dann ist er
> draußen.

Die führen ja nicht einmal Nuvoton. Willst Du die halbe Welt außen vor 
lassen? Gerade die aktuelle politische Lage wird Halbleiter aus Asien 
befeuern. Ich finde, lcsc.com ist auch ein ernstzunehmender Distributor, 
nach der Logik sind dann alle Hersteller oben dabei.

von Mw E. (Firma: fritzler-avr.de) (fritzler)


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Bauform B. schrieb:
> Bitte nicht, bzw. nur, wenn die Filterfunktion so gut ist, dass ich
> diese Datensätze nicht sehe. Was nützen mir die schönsten Daten, wenn
> ich den Chip nicht kaufen kann?

Dann brauchts eben nochn Feld "kaufbar bei".
Bei LCSC gibts die padauk, bei den westiclehn Distris nunmal nicht.

Das Große Problem ist dann eher: Wie hält man das aktuell?

von georg (Gast)


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Mw E. schrieb:
> Das Große Problem ist dann eher: Wie hält man das aktuell?

Die Frage stellt sich so nicht, weil der Zustand, dass die Datenbank 
aktuell ist garnicht erreicht wird. Wenn es etwas was man sich wünscht 
nicht gibt hat das i.d.R. auch seine Gründe.

Mein Vorschlag ganz am Anfang, der TO soll selbst mal damit anfangen war 
nicht wirklich ernst gemeint, ich dachte es würde ihm schon ziemlich 
schnell klarwerden dass das nicht zu schaffen ist.

Aber ich will niemand von gemeinnütziger Arbeit abhalten.

Georg

von Harald (Gast)


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Was passiert eigentlich theoretisch in der Datenbankabfrage, wenn ich 
einen uC mit min. 1kB Speicher, min. 4 IOs und min. 1x 8bit-Timer 
benötige? Das ergibt dann 178324 Treffer von 178348 insgesamt. Welches 
Fabrikat wird dann vorrangig ausgespuckt bzw. empfohlen?

von Bauform B. (bauformb)


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Harald schrieb:
> Gerade die aktuelle politische Lage wird Halbleiter aus Asien
> befeuern.

Das ist eben die Frage, man liest auch genau das Gegenteil...

> Ich finde, lcsc.com ist auch ein ernstzunehmender Distributor,

Kann sein, aber wenn kein westlicher Händler diese Hersteller im 
Programm hat, wird es einen Grund haben. Vielleicht sogar das:

Lars P. schrieb:
> außer natürlich der Hersteller will nicht das wir seine
> Chips verwenden.

Aber ich sag' schon nichts mehr. Das wird jetzt viel zu politisch.

von Tobias B. (Firma: www.elpra.de) (ttobsen) Benutzerseite


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Lars P. schrieb:
> Meine Frage ist also gibt es eine Datenbank/WebSeite/Wiki/.. die
> genauere Informationen zu möglichst vielen Mikrocontrollern hat?

Octopart kommt dem vll noch am naehesten. Ist aber hauptsaechlich eine 
Datenbank (mit API) um Verfuegbarkeit und Preis bei den Distributoren zu 
finden.

von Harald (Gast)


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Bauform B. schrieb:
> Aber ich sag' schon nichts mehr.

Wäre aber schade! Solange alle höflich und respektvoll miteinander reden 
macht es doch Spaß! Es ist ja gerade die Frage, ob man die Datenbank 
durch eine einseitig gesteuerte Politikstrategie einschränken will. Die 
westlichen Distributoren werden eben ganz gezielt durch Politik 
gesteuert. Wenn ich bei Mouser schon lese, das ich als Europäer ganz 
normale Halbleiter aufgrund US-amerikanischer Exportbeschränkungen nicht 
kaufen kann wird mir ehrlich gesagt schlecht und habe den Drang woanders 
zu kaufen.

von Mw E. (Firma: fritzler-avr.de) (fritzler)


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Harald schrieb:
> Wenn ich bei Mouser schon lese, das ich als Europäer ganz
> normale Halbleiter aufgrund US-amerikanischer Exportbeschränkungen nicht
> kaufen kann wird mir ehrlich gesagt schlecht und habe den Drang woanders
> zu kaufen.

Das wird ja noch geiler wenn man bedenkt, dass das bis vor kurzem auch 
bei einem STM32H750 der Fall war.
Wir erinnern uns: ST ist ein europäischer Hersteller!
Die F7 konnt man kaufen, bei den H7 gabs zicken.
Hab ich mir eben ein STM32H750 Devboard vom Ali geklickt.

von A. S. (achs)


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Ich glaube, mir würde schon eine Tabelle der Familien reichen, mit 
Hersteller, pincount (min und max) und Versorgung (min und max). Und 
dann ganz generell nur -, x oder n für I2C, SPI, Uart, LCD, otp, USB, 
Timer usw..


Wenn ich was konkretes machen will, und beim Distri bestellen will, dann 
kann ich besser da suchen.

: Bearbeitet durch User
von georg (Gast)


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Harald schrieb:
> ganz
> normale Halbleiter aufgrund US-amerikanischer Exportbeschränkungen nicht
> kaufen

Die Cocom-Listen aus dem kalten Krieg gibt es immer noch, und natürlich 
richten sie sich wesentlich nach amerikanischen Wünschen. Damals waren 
schon Prozessoren wie Z80 genehmigungspflichtig. Mitglied sind alle 
Nato-Staaten, wir auch, also ist im Prinzip alles was auf der Liste 
steht exportgenehmigungspflichtig, auch aus Deutschland usw.

Grosse Bedeutung hat das heute nicht mehr, ich habe mich auch schon 
lange nicht mehr damit beschäftigt, aber die Beschränkungen gibt es 
immer noch (und wahrscheinlich für immer und ewig). Vorsichtig sollte 
man schon sein, ich habe z.B. in meiner Elektronik-Firma aus dem Iraq 
von Saddam Hussein Anfragen erhalten über schnelle Schaltelemente zur 
Zündung von Atombomben. Geantwortet habe ich vorsichtshalber nicht.

Georg

von Lars P. (justanotherone)


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Hat etwas gedauert, aber es gibt jetzt was neues.

Wie hier empfohlen habe ich einfach mal angefangen die Datenbank 
aufzubauen.

Das mit den über tausend STM32 war nicht so das Problem. Auf der ST 
Seite kann man den passenden Chip finden indem man nach ein paar 
Informationen filtert. Wenn man gar nicht filtert kann man eine Excel 
Tabelle mit allen Chips bekommen. So was ähnliches haben auch andere 
Hersteller. Die Excel Dateien kann man dann per Python Script in die 
Datenbank importieren.

Auch um Informationen aus Datenblättern zu extrahieren gibt es Tools. 
Die PDFs kann man in einzelne Seiten zerteilen, zu Bildern konvertieren 
oder zu Text Dateien wandeln. Das alles geht auch automatisch aus einem 
Script.

Mit der Darbietung der Information als Web Seite haben wir (ja ich habe 
Hilfe) gerade erst angefangen. Der absolute Anfang ist hier zu 
bewundern:
https://chipselect.org/search

In der Datenbank sind schon mehr Daten als was zur Zeit zu sehen ist.

Da gibt es auch ein Wiki zum sammeln weiterer Informationen. Vor allem 
hier:
https://wiki.chipselect.org/doku.php?id=firstdata
sind noch einige Lücken was Daten von anderen Herstellern betrifft.


Ich möchte mich hier bei allen die hier schon geholfen haben herzlich 
bedanken. Die Liste der Hersteller zum Beispiel kommt direkt aus diesem 
Thread. Leider fehlen zu vielen Herstellern noch die Web Seiten. Auch 
links zu weiteren "Product Selector" - Excel Datei quellen würde ich 
mich freuen.

Wer helfen will, weitere Informations-Quellen kennt oder Anmerkungen hat 
was noch fehlt oder besser gemacht werden kann ist herzlich eingeladen 
sich bei mir zu melden oder sich gleich ins Wiki einzubringen. Je mehr 
Leute mit machen desto schneller können wir mehr Informationen bessere 
und einfacher zur Verfügung stellen.

Vielen Dank auch für die positiven Nachrichten in diesem Thread ohne die 
wir wohl nie so weit gekommen wären.

von MCUA (Gast)


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Wie oben schon genannt, MCH stellt eine recht ausführliche XLS-Tab 
bereit, rel. viele Spalten.
An diesen 'Spalten' könnte man sich viell. orientieren.
(zuerst mal die CPU-Architektur..)

>Auch um Informationen aus Datenblättern zu extrahieren gibt es Tools.
Man könnte viele (Hersteller)Abfragen automatisieren und in eine 
Datenbank reinbringen.
(Das vom Distri kann auch mit Fehlern behaftet sein)

Was aber wohl ein Problem bzw grosser Aufwand wäre, die speziellen 
Modes, Abhängigkeiten, Vergleichbarkeiten usw einzelner Perif-Module 
zusammen zu fassen.
(Bsp zig verschiedene Modes für UART, SPI, Serial.., ADC usw)
Fast jede CPU-Familie hat hier Eigenheiten!, die man beim groben 
Durchsehen des DB so direkt nicht feststellt.
Das dürfte also mit 'automatisch' ein Problem sein.
Da muss wohl ein Mensch drüber guggen.

Eine wichtige Spalte: Verfügbarkeit (in DE) (viell. ein 
Schwierigkeitsgrad nennen oder so).
Es gibt China-Herst., die selbst heute noch 4-Bit-CPUs machen (die aber 
für GP-Anwendungen wohl kein Mensch mehr braucht).

von Cyblord -. (cyblord)


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georg schrieb:
> ich habe z.B. in meiner Elektronik-Firma aus dem Iraq
> von Saddam Hussein Anfragen erhalten über schnelle Schaltelemente zur
> Zündung von Atombomben. Geantwortet habe ich vorsichtshalber nicht.

War das an dem Abend als du mit Elvis und Diana Poker gespielt hast? 
Oder warst du da grade mit Trump Golfen?

von Peter D. (peda)


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Lars P. schrieb:
> Das Problem ist das wenn man (nur als Beispiel) 2 SPI und 3 I2Cs braucht

Die Frage stellt sich mir in der Regel nicht, diese Busse können ja 
mehrere Slaves bedienen. Man kann aber auch leicht weitere 
SPI/I2C-Master in SW mit beliebigen Portpins erstellen.
Oder wenn mir die ADC-Eingänge nicht reichen, pappe ich eben noch nen 
4051 davor.

In der Regel ist es am effektivsten, sich auf nur wenige MCs zu 
konzentrieren, je nach Anwendungsklasse. Denn das teuerste ist oft die 
Einarbeitungszeit und die Zeit für die Programmerstellung und für 
Test/Debugging.

Und bei der Hardwareentwicklung sollte man auch drauf achten, nicht bei 
jedem Projekt alle Portpins neu durcheinander zu würfeln. Einmal 
getroffene Festlegungen sollte man projektübergreifend beibehalten.

von Lars P. (justanotherone)


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@MCUA Wenn DU mit "MCH" Microchip meinst, dann ja diese Tabellen habe 
ich gefunden und die sind importiert. Auch CPU Architektur ist bereits 
drin. Beim Thema Web Interface fehlt uns einfach die Zeit, deswegen 
sieht es da noch so mau aus.

Welche Datenquellen wir nutzen kann man hier sehen:
https://wiki.chipselect.org/doku.php?id=firstdata

Wir haben auch schon angefangen die Datenbank zu dokumentieren: Der 
aktuelle Stand ist das hier:
https://wiki.chipselect.org/doku.php?id=doc:db_layout

Das wird jetzt natürlich schritt für Schritt erweitert werden.

Und einfach nur ein besserer µC selector zu sein als die Distries ist 
nur eine mögliche Anwendung solcher Informationen:
https://wiki.chipselect.org/doku.php?id=organization

Alle links gehen ins Wiki, da könnt Ihr gerne direkt euer Feedback 
einbringen.

von Lars P. (justanotherone)


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@ Peter D. So kann man das natürlich machen. Aber wen zwei Chips die 
selbe I2C Slave Adresse haben, oder man zwei SPI Geräte gleichzeitig 
bearbeiten muss dann sind zwei Busse einfach ein muss, oder zumindest 
besser für die Performance.

Das mit der Einarbeitung stimmt nur bis zu einer bestimmten Stückzahl. 
Je mehr Produkte du verkaufst desto entscheidender wird der Preis. Im 
Amateurbereich hast Du völlig recht. Bei einem Global Player sieht es 
manchmal anders aus.

Aber auch gerade wenn man deine Strategie fährt und alles mit einem 
Prozessor zu beackern, dann ist ja entscheidend dafür den richtigen zu 
finden. Und @MCUA hat ja recht wenn er sagt das jeder Chips so seine 
Eigenarten hat und das deswegen der Vergleich so schwer ist. Der UART 
des einen Herstellers kann auch als SPI dienen, beim anderen nicht, 
dafür kann der aber vielleicht als LIN oder I2C benutzt werden.

Wie schaffst Du es denn den einen oder die wenigen Chips zu finden die 
Du dann in deinen Projekten einsetzt? Gerade wenn man sich auf wenige 
Chips konzentriert muss man doch vorher sicher sein das sich die 
Einarbeitungszeit auch lohnt, oder?

von Pandur S. (jetztnicht)


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>Bin ich der einzige der dieses Problem hat?

Ja. sicher. Den Guenstigsten ? Was soll das ? Das ist eine voellig 
zufaellige Selektion, ausser es geht um 10 Millionen Stueck aufwaerts.

Ja, wir haben hier viele Leute, die ATTiny verwenden, weil die 2 Euro 
guenstiger wie ein ATMega sein koennen. Und ? Diese 2 Euro reichen nicht 
mal fuer eine Kaffee pause. Auch bei 100 Stueck haette ich noch nichts 
gespart.

: Bearbeitet durch User
von Egon D. (egon_d)


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Lars P. schrieb:

> Das mit der Einarbeitung stimmt nur bis zu einer
> bestimmten Stückzahl.

... die aber m.E. ziemlich hoch liegt.


> Je mehr Produkte du verkaufst desto entscheidender
> wird der Preis. Im Amateurbereich hast Du völlig
> recht. Bei einem Global Player sieht es manchmal
> anders aus.

Und ein "Global Player" guckt in Deine Datenbank?

Da wird eher der strategische Einkauf zu einem
kostenlosen Seminar mit anschließendem Erholungs-
urlaub eingeladen...


> Wie schaffst Du es denn den einen oder die wenigen
> Chips zu finden die Du dann in deinen Projekten
> einsetzt? Gerade wenn man sich auf wenige Chips
> konzentriert muss man doch vorher sicher sein das
> sich die Einarbeitungszeit auch lohnt, oder?

M.E. wäre eine herstellerübergreifende Datenbank
durchaus nützlich -- aber weniger, um jedesmal den
"optimalen" Chip zu finden, sondern um sich einen
schnellen Überblick über die Familien zu verschaffen.

von MCUA (Gast)


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>Gerade wenn man sich auf wenige Chips konzentriert ...
Norm.weise "konzentriert"/"einigt" man sich eher auf eine bestimmte 
Familie von (uC)Bausteinen, die dann möglichst oft benutzt wird (solange 
es eben geht). Innerhalb solch Familie sind, neben der CPU, die 
Perif.teile ja rel. ähnlich (man wird bsp.weise bei 100 Derivaten nicht 
100 verschiedene UART- oder ADC-Arten vorfinden).

Für Vergleiche innerhalb einer Familie gibt es nat. entspr. Guides usw. 
der Hersteller (der macht die, denn er will auch seine ICs verkaufen).

von Peter D. (peda)


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Lars P. schrieb:
> Aber wen zwei Chips die
> selbe I2C Slave Adresse haben, oder man zwei SPI Geräte gleichzeitig
> bearbeiten muss dann sind zwei Busse einfach ein muss, oder zumindest
> besser für die Performance.

In der Regel macht eine CPU nicht hauptsächlich SPI/I2C, d.h. der 
Performancegewinn ist gering bis nicht merkbar.
Adreßkonflikte sind bei I2C möglich, da ist ein 2. I2C eine einfache 
Lösung. Wenn die Slaves einen Adreßpin haben, kann man z.B. mit einem 
PCF8574 bis zu 8 Stück davon auswählen. Es gibt aber auch 
I2C-Multiplexer (TCA9548A).

Lars P. schrieb:
> Wie schaffst Du es denn den einen oder die wenigen Chips zu finden die
> Du dann in deinen Projekten einsetzt?

Das ist mehr oder weniger Zufall. Der eine mag Michrochip/Atmel, der 
andere NXP/Philips, wieder einer ST usw.

Als wir z.B. 1997 mit CAN angefangen haben, sind wir beim Siemens C505 
gelandet.
https://www.infineon.com/dgdl/m505c.pdf?fileId=db3a304412b407950112b41a81b92abf

Da Siemens aber meinte, beim OTP stehen bleiben zu können und die 
Flash-MCs aber sowas von verschlafen hat, setzen wir keine Infineon-MCs 
mehr ein.

von uwe (Gast)


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https://www.cypress.com/file/45906/download

 Route any digital or analog peripheral to any GPIO

 20 to 24 universal digital blocks (UDB), programmable to create any 
number of functions:
• 8-, 16-, 24-, and 32-bit timers, counters, and PWMs
• I2C, UART, SPI, I2S, LIN 2.0 interfaces
• Cyclic redundancy check (CRC)
• Pseudo random sequence (PRS) generators
• Quadrature decoders
• Gate-level logic functions

 Analog peripherals
 Configurable 8- to 20-bit delta-sigma ADC
 Up to two 12-bit SAR ADCs
 Four 8-bit DACs
 Four comparators
 Four opamps
 Four programmable analog blocks, to create: • Programmable gain 
amplifier (PGA)
• Transimpedance amplifier (TIA)
• Mixer
• Sample and hold circuit
 CapSense® support, up to 62 sensors
 1.024 V ±0.1% internal voltage reference

von Joachim M. (jmlaser)


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Pandur S. schrieb:
> Ja, wir haben hier viele Leute, die ATTiny verwenden, weil die 2 Euro
> guenstiger wie ein ATMega sein koennen. Und ? Diese 2 Euro reichen nicht
> mal fuer eine Kaffee pause. Auch bei 100 Stueck haette ich noch nichts
> gespart.

Doch. 200 Euro.
Gerade heutzutage, wo schon für die meisten Leute 20 Euro für ein 
Mikrocontrollerboard zu teuer sind, wird an den Teilen gespart.
Es sind auch nicht alle Entwickler oder Hersteller in der glücklichen 
Situation, nur Kunden beliefern zu dürfen, bei denen Geld keine Rolle 
spielt.

Gruß

Joachim

von Lars P. (justanotherone)


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Peter D. schrieb:
> Lars P. schrieb:
>> Wie schaffst Du es denn den einen oder die wenigen Chips zu finden die
>> Du dann in deinen Projekten einsetzt?
>
> Das ist mehr oder weniger Zufall.


Das dem Zufall zu überlassen ist mir halt nicht gut genug.


Ein Blick in die Datenbank kann in Zukunft vielleicht auch Ihre Chancen 
verbessern den optimalen Chip zu finden.


@Uwe Ja ich kenne die PSoCs. Komischer weise haben ST Microchip und die 
Anderen aber noch nicht das Geschäft komplett eingestellt, obwohl die 
doch auch die PSoCs kennen. ;-)

PSoCs können eine Lösung sein, müssen aber nicht immer die beste Lösung 
sein. Wer nur einen Chip in all seinen Projekten einsetzen will, dem 
hilft so ein flexibler Chip bestimmt das zu schaffen. Wer stärkere 
Anforderungen hat für den ist der PSoC auch nur eine Lösung von vielen. 
Damit bleibt das Problem, den passenden Chip zu finden also gleich.

von Michael B. (laberkopp)


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Lars P. schrieb:
> Hat etwas gedauert, aber es gibt jetzt was neues.

Schön, es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.

Aber: Damit diese Datenbank nützlich ist, muss sie mehr als RAM und ROM 
Grösse abdecken.

Erster Schritt ist es, dabei auch Parameter aufzunehmen, die andere 
Prozessoren nicht haben. Also nicht bloss das kleinste Gemeinsame 
abzubilden. Die Datenbankstruktur darf also nicht vorgegeben sein, 
sondern sie muss alle Eigenschaften (Properties) enthalten die man zu 
einem uC nur finden kann.

Sie muss intelligent sein, artifical intelligence. Denk an einen Fitter 
für ein FPGA. Der hat alle Formeln, weiss also was das FPGA realisieren 
muss, und versucht damit in Modell nach Modell diese Anforderungen 
reinzupressen, und liefert dann den kleinsten (billigsten) Chip der das 
kann.

Du müsstest für das zu realisierende also eine Beschreibung erfinden, 
man könnte sich point and click vorstellen, also zusammenkopieren von 
angebotenen Eigenschaften, und dann wird mit dieser Beschreibung in der 
Datenbank gesucht in dem die Software für jeden uC das gewünschte umsezt 
und schaut, or er dafür ausreicht.

Dabei geht es nicht nur um die Frage, ab 12 bit A/D oder 8k ROM, sondern 
auch um die Frage, ob SPI bei Nicht-Benutzung sich den Pins mit UART 
teilen kann, oder ob 2 Ausgänge die 50mA für einen TRIAC direkt schalten 
oder man dazu je 3 parallel schalten muss, oder um die Frage ob die 
Ansteuerung eines LCD alle 2ms den Stromverbrauch höher treibt weil ein 
LCD Controler fehlt und man das per Interrupt aus dem sleep heraus 
machen muss.

Ab coolsten wäre naürlich eine Beschreibungssprache, in der gleich das 
Programm beschrieben wird, welches der uC ausführen soll, und dann 
wirklich ähnlich einem FPGA Fitter gleich für alle möglichen Plattformen 
kompiliert wird (man weiss dann also den Speicherbedarf exakt) und die 
I/O Anforderungen mit den auf der Plattform zur Verfügung stehenden 
Hardware-Reousrcen umgesetzt werden oder eben emuliert werden. Das wäre 
eine herstellerübegreifende HAL Schicht, nicht nur wie bei Arduino 
maximal ausgebremst, sondern maximal optimierbar.

Aber keine Frage, der Aufwand ist kaum schaffbar, und das Ergebnis wäre 
viel wert und man wäre dumm es kostenlos anzubieten.

von Peter D. (peda)


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Ich bin da kein Freund, viel analoges Zeugs direkt in der CPU zu machen. 
Die steilen Schaltflanken rumpeln doch schon heftig dazwischen.
Ich nehme lieber externe DACs und ADCs, das reduziert die Störungen 
enorm.
Und man kann mit digital Isolatoren (ADuM) auch einfach GND-Schleifen 
auftrennen.
Eine GND-Plane sieht nur auf den ersten Blick störfrei aus, sie ist es 
aber nicht. Statt einer großen Plane, nehme ich lieber separate 
GND-Inseln für digital und für analog.

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