Einbau- Voltmeter

OP #6264704
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Guten Tag,

ich habe ein Einbau- Voltmeter, welches ohne anliegende Spannung einen 
Wert von ca. 40 V anzeigt. Leider kann ich den Zeiger mit der 
Feinjustier- Schraube in der Mitte auch nicht auf Null stellen. Ist das 
Messinstrument defekt und somit unbrauchbar oder lässt es sich evtl. 
reparieren?

Vielen Dank für Antworten !
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#6264741
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Manfred S. schrieb:
> Der Zeiger lässt sich mit der Stellschraube bewegen.

Üblicherweise ist an der Einstellschraube ein Pinöpel, der in ein 
umgedrehtes U ragt. Wenn sich der Pinöpel - aus welchen Gründen auch 
immer - links oder rechts neben dem U befindet, kannst du den Zeiger 
nicht mehr auf Null drehen.

Dieser Fehler passt zu der jetzigen Zeigerstellung. Ob das Instrument 
ÜBERHAUPT noch funktioniert kannst du feststellen, indem du es 
anschließt...
OP #6264750
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Achim B. schrieb:
> Manfred S. schrieb:
>> Der Zeiger lässt sich mit der Stellschraube bewegen.
>
> Üblicherweise ist an der Einstellschraube ein Pinöpel, der in ein
> umgedrehtes U ragt. Wenn sich der Pinöpel - aus welchen Gründen auch
> immer - links oder rechts neben dem U befindet, kannst du den Zeiger
> nicht mehr auf Null drehen.
>
> Dieser Fehler passt zu der jetzigen Zeigerstellung. Ob das Instrument
> ÜBERHAUPT noch funktioniert kannst du feststellen, indem du es
> anschließt...

Pinöpel ist im U drin.
Gast #6264754
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Alex D. schrieb:
> Erstaunlich finde ich den grossen Winkel des Zeigers. Welches Prinzip
> mag das sein ? Dreheisen wäre unlinear. "Normales" Drehspulinstrument
> schaft den Winkel nicht.

Es gibt Anzeigen ähnlich einem Drehspulinstrument, wo die Spule sich 
außerhalb der Mitte über einen Kern bewegt. Damit bekommt man solche 
Winkel. Das Prinzip hat man früher für Tachos genutzt.
Gast #6264880
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Beim Schalttafelbau sind analoge Zeigerinstrumente mit 240 Grad Skalen 
eigentlich Usus, gerne auch mit Kulissenskala um Prozesspezifische 
Einheiten anzuzeigen.

Finde ich nun nichts Besonderes.


---

Wenn hingegen jemand Hinweise zu Elektromechanischen Anzeigen für 360 
Grad hat, das interessiert mich!

(Vektorantriebe wie Schottel-Propeller, Azimutangaben zu Landkarten, 
usw.)
Ich weiss: RC-Servos und so... Aber RC-Servos mit sagen wir 380..400 
Grad Drehbereich?
#6264891
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Um das Instrument zu testen, mußt Du es zerlegen, d.h. hinten aus dem 
Gehäuse ziehen. Dann sieht man auch, ob die Spiralfedern und die 
Justiergabel in Ordnung sind.
Da die Skala dieses AC-Voltmeters linear ist, muß noch ein Gleichrichter 
sowie ein Vorwiderstand eingebaut sein.
Mit einem DVM kannst Du den Innenwiderstand des eigentlichen Meßwerks 
messen, gleichzeitig den Strombereich am Zeigerausschlag (Das DVM hat 
Meßströme von 0,1 bis 10 mA stufig vom oberen Widerstandsbereich aus).

Viel Erfolg - Werner
Gast #6265252
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Manfred S. schrieb:
> lässt es sich evtl. reparieren?

Wahrscheinlich nicht.
Defekte Drehspulinstrumente hatten entweder einen durchgegammelten Draht 
so dünn wie ein Haar und unlötbar an der Stelle,
oder es ist Kleber abgegangen mit denen die Drehspule eingeklebt war, 
klingt reparabel ist aber quasi unmöglich,
oder es war ein Plastikteil gebrochen das auch so dünn und klein war 
dass man es nicht kleben konnte.
#6265337
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Was sagt das Ohmmeter?
Wenn die Spule noch ganz ist, lohnt sich Zerlegen und Justageversuch.
Auch sonst befriedigt es die Neugier :)
Der Erfolg hängt natürlich auch von den eigenen Fähigkeiten ab (Haptisch 
und Instrumentell). In Forem wo häufiger über Restauration von alten 
Geräten berichtet wird, hab ich schon erstaunliche Berichte über die 
Rettung alter Spuleninstrumente gelesen.

Ggf. ist ja 'nur' der Zeiger verbogen...
Gast #6266569
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ich trau mich kaum zu fragen, aber hast du mal an elektrostatische 
Aufladung der Kunststoff-Schutzscheibe gedacht? Die Ladungsstörung kann 
auch innen sitzen.... Feucht wischen u.a. kann helfen
#6266590
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Günter R. schrieb:
> ich trau mich kaum zu fragen, aber hast du mal an elektrostatische
> Aufladung der Kunststoff-Schutzscheibe gedacht? Die Ladungsstörung kann
> auch innen sitzen.... Feucht wischen u.a. kann helfen

...Prinzipiell richtig, erklärt aber bei Weitem nicht die extreme
Nullpunktabweichung! Hätte beim Galvanometer vllt. Einfluss

Vorschlag:
- bewegt sich der Zeiger beim Drehen des Instrumentes um die 
Zeigerachse?
- Mit Ohmmeter den Innenwiderstand messen - bei vorhandenem 
Gleichrichter würde ich einen Kurvetracer vom Oszi verwenden
- Da die Skala bis 500V AC reicht, kann Netzspannung angelegt werden. 
Ergibt die Anzeige = Nullpunktfehler + angelegte Spannung kann eine 
Reparatur versucht werden (Lage- oder Einbauabhängige Fehler sind rel. 
gering)
- Beim Reparaturversuch unbedingt auf staubfreie Umgebung achten! Nichts 
ist ägerlicher, als wenn nach erfolgreicher Reparatur die Drehspule an 
einem Fussel klemmt...
Gast #6266662
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> auf staubfreie Umgebung achten

Einen Reinraum braucht man dafuer nicht.
Ein Werkstatttisch mit alten Eisenspaenen taugt dafuer aber auch nicht.

Ich habe auch schon fuer ein Drehspulinstrument einen neuen Zeiger aus
einem Glasstab gezogen und dann eingebaut.
Das Instrument funktioniert um uebrigen immer noch.
#6268557
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Thomas U. schrieb:
> Da die Skala bis 500V AC reicht, kann Netzspannung angelegt werden.

Da wäre ich mir nicht so sicher!
Habe hier auch 4kA Anzeigen... die aber nur 5A sehen wollen.

Gerade bei AC Anzeigen mit 'linearer' Skala, also kein 
Dreheisenmesswerk,
wäre ich vorsichtig. Könnte auch ein 50µA Messwerk sein.

Könnte natürlich ein Grund für die Zeigerstellung sein :->

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