Hallo zusammen, ich möchte mir aktuell im Rahmen einer Projektarbeit ein leichtes, transportables Solarmodul bauen. Ich habe schon in einem Solaranlagen-Vofum angefragt aber hier leider keine sinnvolle Antwort bekommen. Da sich in unserem Microcontrollerforum viele Universalbastler tummeln, probiere ich hier mal mein Glück. Ich suche eine Vergussmasse für ein Eigenbau Solarmodul: Vorraussichtlich werde ich Sunpower C60 Zellen (125mm x 125mm) einsetzen und als Frontglas Acrylglas und als Trägermaterial für die Rückseite Alublech/Aluaufbau verwenden. Hat mir jemand einen Tipp mit welcher Masse man die Zellen auf Vorderseite und Rückseite vergießt? Ich habe gelesen, dass es hier Silikonvergussmassen gibt, wekche relativ dünnflüssig sind. Würdet ihr für die Vorderseite und Rückseite die gleiche Masse verwenden? Kann man zur Not auch Bad-Silikon verwenden oder ist das eine schlechte Idee? ^^ Oder gibt es eine andere praktikable Heimwerkerlösung? Und ganz allgemein: Angenommen was vergießt/klebt nur die Rückseite der Solarzellen auf das Trägermaterial(Alu) und legt das transparente Glas auf der aktiven Seite der Solarzelle nur auf ... welche Nachteile hätte dies? Ich würde mal vermuten, dass die Zellen halt heißer werden(fehlender Wärmetransport zum Frontglas) und bekommt man da evtl. Korrosionsprobleme wegen dem Kondenswasser? Also das Solarmodul was ich bauen möchte wird nicht dauerhaft auf nem Dach montiert ... sondern kommt nur ein paar Tage im Jahr zum Einsatz. Würde mich tierisch über Tipps freuen!
Gast
#6265751
Ist das Panel der wesentliche Teil der Projektarbeit, oder eine notwendige Komponente? Bei zweitens: kaufen. Es gibt flexible Paneele in verschiedenen Größen zu kaufen, die für mehr oder weniger mobile Anwendungen gedacht sind. Wie groß soll es denn werden?
Gast
#6265822
Paul schrieb: > Wie groß soll es denn werden Berechtigte Frage.... auch mobil kann heftig sein ,) https://www.liebherr.com/de/deu/produkte/mobil-und-raupenkrane/mobilkrane/liebherr-teleskop-mobilkrane/details/ltm1120091.html
Gast
#6265841
Raphael Z. schrieb: > Hat mir jemand einen Tipp mit welcher Masse man die Zellen auf > Vorderseite und Rückseite vergießt? Überhaupt nicht. Solarmodule sind mit speziellem Glas abgedeckt, Lackieren oder Vergiessen ruiniert den Wirkungsgrad. Vielleicht ist dir nicht klar, dass Solarmodule Licht brauchen... Georg
Gast
#6265864
Wird nicht vergossen, wird laminiert. Kleben auf Alu eher auch nicht: Wärmeausdehnungskoeffizient.
Gast
#6265881
Raphael Z. schrieb: > Und ganz allgemein: Angenommen was vergießt/klebt nur die Rückseite der > Solarzellen auf das Trägermaterial(Alu) und legt das transparente Glas > auf der aktiven Seite der Solarzelle nur auf ... welche Nachteile hätte > dies? Du hättest einen deutlich geringeren Wirkungsgrad, weil auf Grund der verschiedenen Brechnungsindices beim Übergang des Lichtes Glas-Luft-Solarzelle mehr Reflektionsverluste als bei Glas-Verguss-Solarzelle entstehen. Das lässt sich natürlich durch Bedampfung mit Antireflexschichten vermeiden, dürfte aber aus Kostengründen ausscheiden. Außerdem kann die Solarzelle im zweiten Fall wegen der zusätzlichen Wärmeübergänge weniger Wärme nach oben abgeben, was sie wärmer werden lässt und den Wirkungsgrad weiter reduziert.
Gast
#6266089
sikaflex
Paul schrieb: > Ist das Panel der wesentliche Teil der Projektarbeit, oder eine > notwendige Komponente? Bei zweitens: kaufen. Es gibt flexible Paneele in > verschiedenen Größen zu kaufen, die für mehr oder weniger mobile > Anwendungen gedacht sind. > > Wie groß soll es denn werden? Ja, ist ein wesentlicher Teil der Projektarbeit... genau genommen ist es der elementare Teil ;-) Das ganze wird etwa 1m² groß. Dass es flexible Module zu kaufen gibt ist auch schon zu mir durchgedrungen ... aber die erfüllen nicht meinen Anforderungen ;-) Wolfgang schrieb: > Du hättest einen deutlich geringeren Wirkungsgrad, weil auf Grund der > verschiedenen Brechnungsindices beim Übergang des Lichtes > Glas-Luft-Solarzelle mehr Reflektionsverluste als bei > Glas-Verguss-Solarzelle entstehen. Das lässt sich natürlich durch > Bedampfung mit Antireflexschichten vermeiden, dürfte aber aus > Kostengründen ausscheiden. > Außerdem kann die Solarzelle im zweiten Fall wegen der zusätzlichen > Wärmeübergänge weniger Wärme nach oben abgeben, was sie wärmer werden > lässt und den Wirkungsgrad weiter reduziert. Vielen Dank! Das macht Sinn... das mit den Brechungsindices habe ich nicht bedacht. Jetzt hoffe ich nur noch, dass ich irgendwie diese spezielle Vergussmasse finde...
Antwort schreiben
Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.