Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Hilti TE 6-A - Akkus


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von Andreas R. (andir)


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Hallo,

ich habe hier eine Hilti TE 6-A mit 2 NiCd Akkus.
Schon einige Jähren alt, aber kaum gebraucht (1-2 Einsätze/Jahr).
Wir verwenden sie zum einbohren von Seilversicherungen am Berg.
Zuverlässigkeit ist auf Grund der langen Zustiegszeiten zu den 
'Baustellen' daher sehr wichtig.
Und auch Gewicht ist ein Kriterium ;)

Da aber der eine Akku schon komplett hinüber ist, der 2. knapp davor 
muss ich mir eine Lösung überlegen.
Akkus nachkaufen ist die eine.
Eine neue Maschine eine andere.

Aber lieber wäre mir eine Lösung mit LiPo Akkus.
Den Akku umbauen will ich mir nicht antun, ich will lieber nichts 
abfackeln...

Der Lösungsansatz meiner Wahl wären nun 2 5S Modellbau-Akku im Rucksack 
und ein ordentliches Kabel zur Maschine.
Einen alten Akku würde ich zerlegen und das Kabel an die Kontakte 
anlöten.
Das hätte den charmanten Vorteil dass ich bei gleichem Gewicht und Preis 
nahezu die dreifache Laufzeit bekommen würde.

Original Akku: B36/2.4 NiCd (36V / 2.4Ah - 2000g)
LiPo: 18,5V  5Ah  30C - 625g

Laden könnte ich die Akkus mit einem normalen Modellbau-Ladegerät.

Die 2x5S brauche ich weil der originale Akku auch einen 18V Ausgang hat.

Da tun sich nun ein paar Fragen auf:
1. 37V statt 36V (sollte die Maschine hoffentlich verkraften?)
2. Kann man 2x5S einfach in Serie schalten?
3. Fehlende Masse des Akkus im Bohrhammer. (Könnte man eventuell vor Ort 
mittels Steine oder einer Bleieinlage kompensieren)

Meine Frage wäre nun ob meine Lösung funktionieren könnte?

von Martin S. (sirnails)


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Andreas R. schrieb:
> 1. 37V statt 36V (sollte die Maschine hoffentlich verkraften?)

Das sind gerade einmal 3%. Das sollte überhaupt kein Problem sein.

> 2. Kann man 2x5S einfach in Serie schalten?

Akkus kann man immer in Reihe schalten. Jede Zelle sieht nur seine 
Nennspannung.

> 3. Fehlende Masse des Akkus im Bohrhammer. (Könnte man eventuell vor Ort
> mittels Steine oder einer Bleieinlage kompensieren)

Die Masse bringt wenig Vorteil, weil sie auf Grund ihrer Masse einen 
Drehpunkt darstellte, um den das Werkzeug dann bei Kraftwirkung zu 
drehen versucht. Die Gegenkraft wird also höchstens mehr auf die Hände 
gehen als lineare statt rotierender Bewegung. Auch das sollte also kein 
Problem sein.

Beim Vorsteigen ist Gewicht das A und O. Blei würde ich nicht mit 
hochnehmen wollen.

> Meine Frage wäre nun ob meine Lösung funktionieren könnte?

Natürlich. Wo der Strom herkommt, ist der Maschine ziemlich egal.

von Chris K. (kathe)


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Hat Hilti keine Ersatzteile oder alternative Lösungen?
2000g vs. 1250 g sind schon beachtlich.

von Andreas R. (andir)


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Chris K. schrieb:
> Hat Hilti keine Ersatzteile oder alternative Lösungen?

Klar:
- Neue Akkus gleicher Bauart oder
- Neuere Maschine mit LiPo

Die LiPo Systeme sind (logischerweise) nicht kompatibel mit den NiMh.

Die 'Alte' regulär aufrüsten geht demnach leider nicht.

> 2000g vs. 1250 g sind schon beachtlich.

Bei doppelter Kapazität wohlgemerkt ;)

von Chris K. (kathe)


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4Ah 1250, 4,5 Ah 1555 g Ersatzakku:
https://www.drill-battery.co.uk/cordless/abatteries.php/6+HILTI+TE_6-A_Li+134119#B36V

mal ganz schnell gesucht.
Ist schon Li-ion Ersatzakku.

https://e-innovation.hilti.de-web.biz/wp-content/uploads/2017/05/INP-T2-2017-TE-6-A36-CHDE-2.pdf

Li-Ionen-Akku 36 V 2,6 Ah B36/2.6

: Bearbeitet durch User
von Andreas R. (andir)


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Martin S. schrieb:
> Die Masse bringt wenig Vorteil, weil sie auf Grund ihrer Masse einen
> Drehpunkt darstellte, um den das Werkzeug dann bei Kraftwirkung zu
> drehen versucht. Die Gegenkraft wird also höchstens mehr auf die Hände
> gehen als lineare statt rotierender Bewegung. Auch das sollte also kein
> Problem sein.

Wenn ich ein vertikales Loch bohre reicht das Eigengewicht der Maschine 
aus um sich gemütlich in jeden Felsen reinzuarbeiten.
Kraft muss man dabei keine anwenden, ja soll man auch gar nicht.
Fehlt die Masse des Akkus muss ich das mit meinem Körpergewicht bzw. bei 
horizontalen Löchern mit Kraft aus den Händen ausgleichen.
Könnte ziemlich anstrengend und im steilen Gelände durchaus unangenehm 
werden.

> Beim Vorsteigen ist Gewicht das A und O. Blei würde ich nicht mit
> hochnehmen wollen.

Solche Kletterrouten haben wir glücklicherweise hier keine.
Aber einige weit abgelegene Stellen mit >2h Zustieg.
Also ja, Blei sollte nur eine Notlösung sein.
Vorher werden wir alles andere ausprobieren ;)

von Andreas R. (andir)


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Chris K. schrieb:
> 4Ah 1250, 4,5 Ah 1555 g Ersatzakku:
> 
https://www.drill-battery.co.uk/cordless/abatteries.php/6+HILTI+TE_6-A_Li+134119#B36V
>
> mal ganz schnell gesucht.
> Ist schon Li-ion Ersatzakku.
>
> 
https://e-innovation.hilti.de-web.biz/wp-content/uploads/2017/05/INP-T2-2017-TE-6-A36-CHDE-2.pdf
>
> Li-Ionen-Akku 36 V 2,6 Ah B36/2.6

Die TA 6-A36 mit LiPo ist das Nachfolgemodell unserer TA 6-A.
Die Akkupacks sind aber nicht kompatibel.

von CoronaAkku (Gast)


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Martin S. schrieb:
> Andreas R. schrieb:
>> 1. 37V statt 36V (sollte die Maschine hoffentlich verkraften?)

Mess mal die Ladeschlußspannung..

>> 2. Kann man 2x5S einfach in Serie schalten?
>
> Akkus kann man immer in Reihe schalten. Jede Zelle sieht nur seine
> Nennspannung.

Manche BMS mögen keine negativen Spannungen.

von Martin S. (sirnails)


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Andreas R. schrieb:
> Fehlt die Masse des Akkus muss ich das mit meinem Körpergewicht bzw. bei
> horizontalen Löchern mit Kraft aus den Händen ausgleichen.

Das versuchte ich zu erklären. Der Unterschied wird marginal sein.

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