Forum: Ausbildung, Studium & Beruf den Chef-Stellvertreter spielen?


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von Jamie R. (Gast)


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Hi Leute,

bin jetzt ca. nur 1 Jahr in meiner Firma (Konzern), wir entwickeln 
Software für chemische bzw. industrielle Anlagen. Wir sind ein Team von 
ungefähr 8 Leuten,  einige davon sind schon ca. 20 Jahre bzw. auch 10 
Jahre dabei, einige kürzer.

Kürzlich fragte mich mein neuer (zweiter) Chef, der sich innerhalb von 
einem Jahr abgewechselt hat, von einem anderen zu unserem Team, ob ich 
die Funktion als Stellvertreter annehmen möchte. Gleichzeitig gab er mir 
zu Bedenken, dass ihn persönlich die Stv. Rolle nicht erfüllt hat. Er 
war vorher Stv. bei einem anderen Team und hat danach die Chef-Rolle für 
unser Team übernommen, ungefähr seit ich ein halbes Jahr in der Firma 
war. Der vorige Chef ist in die Projektleitung gegangen.

Nun hab ich etwas Bedenkzeit, mir die Sache zu überlegen.
Bin ich als erstes gefragt worden?
Warum macht das niemand, der z.B. schon eben 20 Jahre da dabei ist und 
erfahrener wäre?
Warum sagt er, dass er persönlich nicht erfüllt war, ist das eine 
Botschaft zwischen den Zeilen, dass das nichts für mich wäre, warum 
werde ich dann gefragt - aus Rücksichtsnahme?
Wäre es aber eine Möglichkeit, aufzusteigen in der Hierarchie?
Habe vergessen zu fragen, ob es einen zusätzlichen Zustupf gäbe.
Mir kommt die Sache "spanisch" vor. Ich glaube ich werde nicht zusagen, 
aber dann wird es wohl ein anderer tun und ich ärgere mich vielleicht.
Was denkt ihr?
Danke

von Qwertz (Gast)


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Jamie R. schrieb:
> Warum macht das niemand, der z.B. schon eben 20 Jahre da dabei ist und
> erfahrener wäre?

Weil Stellvertreter zu sein ein Deppen-Job ist, den keiner machen 
möchte. Man hat nichts zu sagen, darf aber schön die Arbeit machen, und 
Geld gibt es in der Regel auch nicht mehr.

von Knallt ihn ab, den Troll (Gast)


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Wenn du hier schon fragen mußt, dann solltest du auf jeden Fall 
ablehnen.

Wenn du geeignet wärst, dann wüßtest du das.

von Reinhard S. (rezz)


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Jamie R. schrieb:
> Bin ich als erstes gefragt worden?

Musst du ihn fragen.

> Warum macht das niemand, der z.B. schon eben 20 Jahre da dabei ist und
> erfahrener wäre?

Weil 20 Jahre dabei nicht unbedingt heißen muss, das man gut 
organisieren, managen und führen kann.

> Warum sagt er, dass er persönlich nicht erfüllt war, ist das eine
> Botschaft zwischen den Zeilen, dass das nichts für mich wäre, warum
> werde ich dann gefragt - aus Rücksichtsnahme?

Er war so nett und ehrlich zu sagen, das sowas auch Nachteile hat.

> Mir kommt die Sache "spanisch" vor. Ich glaube ich werde nicht zusagen,
> aber dann wird es wohl ein anderer tun und ich ärgere mich vielleicht.
> Was denkt ihr?

Ich würds nicht tun. Man verschwendet mehr Zeit mit Sachen jenseits der 
eigentlichen Arbeit. Seh ich schon bei uns an den Bauleitern.

von Rudi Radlos (Gast)


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> Warum macht das niemand, der z.B. schon eben 20 Jahre da dabei ist und
> erfahrener wäre?

1.Es gibt Jobs, die etwas weniger Spaß machen.
2.Wenn die Lust gehabt hätten, hätten sie es bestimmt gemacht.
3.Als Vortänzer für alte Hasen sollte man fit sein: fachlich, 
organisatorisch und menschlich! Sie müssen Dich mögen, sonst läufst Du 
gegen Wände.

von Joachim B. (jar)


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so einen Job habe ich kurz nach dem Studium abgelehnt, für alles 
verantwortlich aber ohne Entscheidungsbefugnis, NEIN Danke

von Handwerker (Gast)


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Der Stellvertretende Meister muss bei uns auch immer den ersten Kübel 
Scheiße tragen

von Hannes J. (Firma: professional Professional) (pnuebergang)


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Schöne Geschichte. An der falschen Verwendung des Wortes "Chef" für 
einen Team-/Gruppenleiter merkt man dass sie erfunden ist. Noch dazu, in 
welcher Firma gönnt man sich auf der Ebene den noch offizielle 
Stellvertreter?

Allgemein für diejenigen, die zufällig wirklich so ein Problem haben: 
Wer ins Management will muss irgendwie den Wechsel aus der Technik 
finden. Wenn so ein Stellvertreter-Job die einzige Möglichkeit ist, dann 
nur zu. Es ist aber der Einstieg ganz unten.

Man muss aufpassen dass das eine offizielle Stelle ist. Nicht dass der 
Teamleiter einen nur teamintern zum Stellvertreter erklärt weil er eine 
Sekretärin braucht.

Dann besteht die Gefahr, dass man auf der Stelle versauert. Man sollte 
damit rechnen in wenigen Jahren die Firma wechseln zu müssen um woanders 
eine echte Teamleiterstelle zu bekommen. Da kann man auch direkt schon 
heute anfangen sich auf Teamleiterstelle zu bewerben.

von Christian B. (luckyfu)


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Du kannst es als Karrieresprungbrett nehmen, wie dein jetziger Chef. 
Wenn das das ist, was du willst. So kannst du schonmal üben, wie sich 
die Nachteile vom Chef sein so anfühlen (von allen Seiten Druck zu 
bekommen, von oben, weil die Deadlines näher Rücken und von unten, weil 
deine Vasallen nur ihren Job machen und selten willens sind für 2 zu 
arbeiten, Wenn du dort dann Druck aufbaust bist du als Chef, vor allem 
als Chefvertreter bald nur noch ne Luftnummer und es wird immer mehr 
Dienst nach Vorschrift gemacht.)

Als Team/ Abteilungsleiter, um den es hier wohl eher geht, ist es deine 
Aufgabe, den Druck von oben abzufangen und kanalisiert weiter zu geben. 
Das wird anstrengend. Als Vertreter wirst du diese Aufgabe auch 
ausfüllen aber ohne den Bonus des Schmerzensgeldes, den der tatsächliche 
Team- / Abteilungsleiter dafür bekommt.

von Joachim B. (jar)


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Christian B. schrieb:
> Als Team/ Abteilungsleiter, um den es hier wohl eher geht, ist es deine
> Aufgabe, den Druck von oben abzufangen und kanalisiert weiter zu geben.
> Das wird anstrengend. Als Vertreter wirst du diese Aufgabe auch
> ausfüllen aber ohne den Bonus des Schmerzensgeldes, den der tatsächliche
> Team- / Abteilungsleiter dafür bekommt.

so ging es jahrelang unserem "Gruppenleiter", er weigerte sich standhaft 
ins AT mit den Nebenwirkungen zu gehen, die Arbeit bekam er sowieso 
aufgebrummt, Jahre später meinte er nur wenn er den Job eh machen muss 
kann er auch das AT Gehalt nehmen, er war ein Guter, hat stets allen 
Druck von oben von uns ferngehalten und uns freie Hand gelassen die 
Projekte zu bearbeiten!

Ich aber nach über 30 Jahren immer noch Kontakt zu ihm, mein bester 
Vorgesetzter in all den Jahren in der Industrie!

: Bearbeitet durch User
von Günni (Gast)


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Joachim B. schrieb:
> er war ein Guter, hat stets allen
> Druck von oben von uns ferngehalten und uns freie Hand gelassen die
> Projekte zu bearbeiten!
Leiter "Chef" einer Gruppe, eines Teams oder einer Abteilung zu sein, 
ist ein schwieriger Job. Man muss die Arbeit koordinieren und die 
Mitarbeiter nach außen vertreten. Den Zugriff von außen auf einzelne 
Mitarbeiter muss man abwehren, denn wenn Andere in den eigenen Bereich 
"hineinregieren", kann man seiner Koordinationspflicht nicht genügen. 
Hat einer der Mitarbeiter einen Fehler gemacht, ist der "Chef" für den 
Fehler verantwortlich, da er die Ergebnisse der Mitarbeiter 
kontrollieren und wenn etwas schief läuft eingreifen muss. So hat der 
Chef gearbeitet, den Joachim B. beschrieben hat und so sollte es auch 
laufen.

Ein Chef sollte die Mitarbeiter über die Aufgaben der gesamten Gruppe 
(oder des gesamten Teams) informieren, damit jeder weiß, was sein Anteil 
an der gesamten Aufgabe ist und was von ihm erwartet wird. Dann sollte 
jeder (willige) Mitarbeiter seine Aufgabe kennen und diese auch ohne 
laufende Kontrolle so erledigen, dass das Ergebnis zu den Arbeiten der 
Kollegen "passt". Hat das geklappt hat der Chef ein erfolgreiches Team 
und der Erfolg zahlt sich für alle aus.

Nun ist kein Chef immer und jeder Zeit vor Ort. Auch ein Chef kann krank 
werden und Urlaub haben. Dafür braucht er einen Stellvertreter, der auch 
nach außen in dieser Funktion benannt und bekannt ist. Wenn die 
Mitarbeiter ihre Aufgabe kennen und angenommen haben, muss der 
Stellvertreter ihnen gegenüber nur in Ausnahmefällen (wenn etwas 
Unvorhergesehenes eintritt) handeln. Dann muss er in die Rolle des Chefs 
schlüpfen und diese im Sinne des Chefs erfüllen. Dazu muss er - wie 
eigentlich auch die anderen Mitarbeiter - die Aufgabe und die Rollen 
jedes Einzelnen kennen.
Ansonsten ist der Stellvertreter der Ansprechpartner nach außen. Er muss 
Auskünfte über den Status der Arbeiten geben können, Anfragen zu 
Änderungswünschen beantworten und ins Team hineintragen können u.ä.. 
Dieses Auftreten nach außen liegt vielen (auch guten und langjährigen) 
Mitarbeitern nicht. Deshalb würde diese auch gern auch dem 
Stellvertreter folgen, solange der sich nach innen nicht als der "große 
Zampano" aufspielt (dann lassen die ihn zu Recht auflaufen). Nur wer 
diese Rolle so ausfüllen kann, sollte Stellvertreter werden, sonst wird 
er nach innen und außen "verbrannt".

Ein Stellvertreter kann den Job des Chefs üben und wenn er den gelernt 
und gut gemacht hat, wird er akzeptiert, wenn er selbt später zum Chef 
aufrückt (entweder in einer anderen Gruppe oder weil der Chef 
aufgestiegen ist und einen Nachfolger sucht). Durch die Außenkontakte 
kennen ihn die späteren Kontaktpartner in der Firma schon und wissen ihn 
einzuschätzen. Das vereinfacht Vieles.

von Jamie R. (Gast)


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Danke, für die Infos & Meinungen,  Leute..
Das gibt mir ein paar Ideen..

Erstens, es ist nicht erfunden und zweitens, ja es ist eine offizielle 
Stv. Stelle. Über Geld wurde noch gar nicht diskutiert.. ich nehme mal 
an bzw. hoffe, dass es für die Funktion wenigstens einen (kleinen) 
Zustupf gibt..

Und ja, es wäre evtl. ein kleines Karrieresprungbrett, wie auch erwähnt: 
ganz unten.

Und das beste: in der vorigen Firma war ich schon mal Stv. TL und mich 
hat auch ein Headhunter kontaktiert: die wollten nur jemand,  der TL 
war, wäre eine neue Stelle gewesen. Stv. Rolle  hat mir also damals 
schon nichts gebracht!!

Evtl. gibts bessere Möglichkeiten wie Vitamin B, das hab ich hier aber 
gar nicht.
Dachte damals schon als Student, mit Facheissen und Können steigt man 
auf.. wie man sich da irren kann.. hier wie in fast allen Konzernen 
zählt eher die Politik und Beziehungen.. (keine Überraschung)..!

von Qwertz (Gast)


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Jamie R. schrieb:
> Dachte damals schon als Student, mit Facheissen und Können steigt man
> auf.. wie man sich da irren kann.. hier wie in fast allen Konzernen
> zählt eher die Politik und Beziehungen.. (keine Überraschung)..!

Warst du wirklich so naiv als Student? Hahaha!
Das Fachliche zählt natürlich auch, aber vielleicht zu maximal 10%. Das 
ist aber nicht schlimm, denn wer braucht schon Fachidioten.

Beitrag #6272704 wurde von einem Moderator gelöscht.
von troll_hunter (Gast)


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> Wir sind ein Team von ungefähr 8 Leuten,

:-D

von Günni (Gast)


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Jamie R. schrieb:
> Dachte damals schon als Student, mit Facheissen und Können steigt man
> auf.. wie man sich da irren kann.. hier wie in fast allen Konzernen
> zählt eher die Politik und Beziehungen.. (keine Überraschung)..!
Das stimmt so nicht ganz - zumindest nicht im technischen Bereich. Wer 
ohne Fachwissen nur über Beziehungen eine Position ergattert, wird über 
Kurz oder Lang scheitern, da er zu oft falsche Entscheidungen trifft und 
die Effizienz seines Teams / seiner Gruppe niedrig bleibt. Das bleibt 
nicht unbemerkt und keine Firma kann es sich auf Dauer leisten, Leute 
ineffizient einzusetzen.

Aber Fachwissen allein reicht auch nicht. Ich habe mal erlebt, dass eine 
Firma Führungspositionen nur nach fachlicher Qualifikation (Leute mit 
Promotion mit der Note "Eins")besetzte. Auch das ging schief. Mit diesem 
Auswahlkriterium wählt man oftmals ehrgeizige Streber aus, die aber für 
Mitarbeiterführung oftmals ungeeignet sind. Führung besteht nun mal aus 
mehreren Komponenten: Fachwissen plus Sozialverhalten plus Empathie plus 
Kommunikationsfähigkeit. Nur wer das alles mitbringt, wird auf Dauer 
seine Leute hinter sich bringen, deren Arbeit nach außen vertreten und 
bei neuen Aufgaben den technisch besten Weg finden.

von God (Gast)


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Chef sein ist cool. Größten Büro, vollbusige Assistentin und Cafés und 
Angestellte zusammenscheißen. Gratis gibt's den Neid der Umwelt auch 
aller die nie Chef sein wollen  (was ich nicht kriegen kann "will" ich 
nicht,  jeder lebt in seiner Selbst gebastelten Wahrheit, in der er 
selbst "eigentlich " der größte ist.

von Qwertz (Gast)


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God , was hast du für Probleme?

von lächler (Gast)


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Er will nur spielen
:-)

von Reinhard S. (rezz)


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Jamie R. schrieb:
> Dachte damals schon als Student, mit Facheissen und Können steigt man
> auf.. wie man sich da irren kann..

Mit Facheissen steigen die wenigsten auf...

Aber eine gute Führungskraft muss mMn weniger vom Fachlichen verstehen 
als die Untergebenen, dafür gut organisieren können. Ansonsten ist man 
schnell beim Peter-Prinzip.

von Günni (Gast)


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Reinhard S. schrieb:
> Aber eine gute Führungskraft muss mMn weniger vom Fachlichen verstehen
> als die Untergebenen, dafür gut organisieren können.
Dieses Forum ist auf technische Fragestellungen und somit auch auf 
technische Berufe ausgerichtet und da ist es wichtig, dass eine 
Führungskraft auch technisch versiert ist. Organisationstalent müssen 
auch die "Untergebenen" haben - wie soll man ohne Systematik eine 
technische Aufgabenstellung lösen? Vorgesetzte werden oft zu 
Besprechungen hinzugezogen, bei denen enue Aufgabenstellungen oder 
Änderungen im Aufgabenumfang besprochen werden. Selbst wenn die 
Untergebenen mehr fachliches Detailwissen haben als der Chef, müssen sie 
dennoch in der Lage sein zu beurteilen, was in welcher Zeit mit den 
freien Kapazitäten leistbar ist und was nicht. Der Vorgesetzte kann 
schlecht auf jede Frage antworten: "Da muss ich erst meine Mitarbeiter 
fragen." und wenn der Vorgesetzte auf Grund von mangelndem Fachwissen 
Zusagen macht, die seine Gruppe hinterher nicht einhalten kann, wird es 
richtig schwierig.

von Heidi Klum (Gast)


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Also a bisserl a breites Kreuz sollte man schon haben sonst wird man als 
Chef schnell zur lachnummer.

von Jamie R. (Gast)


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Heidi Klum schrieb:
> Also a bisserl a breites Kreuz sollte man schon haben sonst wird
> man als
> Chef schnell zur lachnummer.

Das Problem ist, das hab ich nicht.
Muss jeder Chef trainiert sein?

Ausserdem hab ich manchmal gern meine Ruhe bzw. mag überhaupt keinen 
Smalltalk.
Eine gute Kippe / Pfeife und bei ner Partie Schach über die Welt 
philosophieren sind eher meine Dinge. Bin so halt im Softwarebereich 
gelandet, chemische Anlagen sind interessant (Kühlgas etc.) aber wenn 
sie halt einen Stv.-Trottel suchen, mache ich es.
Aber nur für mehr Cash! Meine Prognose ist halt immer noch, dass ich 
danach, nach einiger Zeit und gutem Job als Stv. in höhere Positionen 
aufsteige (evtl. Management?!).

von Qwertz (Gast)


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Jamie R. schrieb:
> Meine Prognose ist halt immer noch, dass ich danach, nach einiger Zeit
> und gutem Job als Stv. in höhere Positionen aufsteige (evtl.
> Management?!).

Deine Prognose ist falsch, zumindest nach meiner Erfahrung. Die suchen 
nur einen Trottel, der die Arbeit des richtigen Chefs für ein paar Nüsse 
macht. Der Stellvertreter-Posten bringt dir für die Karriere genau gar 
nichts. Entweder ganz oder gar nicht.

von Jamie R. (Gast)


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Qwertz schrieb:
> Jamie R. schrieb:
>> Meine Prognose ist halt immer noch, dass ich danach, nach einiger Zeit
>> und gutem Job als Stv. in höhere Positionen aufsteige (evtl.
>> Management?!).
>
> Deine Prognose ist falsch, zumindest nach meiner Erfahrung. Die suchen
> nur einen Trottel, der die Arbeit des richtigen Chefs für ein paar Nüsse
> macht. Der Stellvertreter-Posten bringt dir für die Karriere genau gar
> nichts. Entweder ganz oder gar nicht.

OK.. das wär natürlich ein Jammer.. und die glauben, dass ich das nicht 
schnalle?
Danke für die Infos & Hilfe!
Werd mir das nochmal ganz genau überlegen..

von Christian B. (luckyfu)


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Qwertz schrieb:
> Der Stellvertreter-Posten bringt dir für die Karriere genau gar
> nichts. Entweder ganz oder gar nicht.

so würde ich das nicht sehen. Wenn er den Stellvertreter schon einige 
Zeit mimt und der tatsächliche Leiter dann ausscheidet hat er doch alle 
Trümpfe in der Hand. Er kennt das Team, er ist mit den Aufgaben und dem 
Abarbeitungsstand  vertraut. Einarbeitungszeit = 0. Somit die ideale 
Besetzung. Mein Teamleiter ist so an die Stelle gekommen, nachdem der 
eigentliche Teamleiter wegen langer Krankheit ausgefallen ist. Für uns 
hat sich das zum besseren entwickelt.

von Qwertz (Gast)


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Christian B. schrieb:
> so würde ich das nicht sehen. Wenn er den Stellvertreter schon einige
> Zeit mimt und der tatsächliche Leiter dann ausscheidet hat er doch alle
> Trümpfe in der Hand.

Führungskräfte werden aber ungern aus dem Team selbst heraus besetzt. 
Das gibt nicht selten Konflikte, weil das Verhältnis zu den 
Teammitgliedern einfach ein anderes ist.

von Msd (Gast)


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Jamie R. schrieb:
> Bin ich als erstes gefragt worden?

Ist das dein f*cking ernst, sowas hier zu fragen?

Nein du solltest keine Chef-Rolle einnehmen, nix was auch nur annähern 
mit Verantwortung und Chef sein zu tun hat. Lass es und geh am besten in 
den Kindergarten.

Jamie R. schrieb:
> Habe vergessen zu fragen, ob es einen zusätzlichen Zustupf gäbe.

Das erklärt doch alles. Bist du doof? Kannst du diesen Mangel nicht 
selber abstellen? Kannst du schon alleine aufs Klo gehen?

Fragen über Fragen!

von Jamie R. (Gast)


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Christian B. schrieb:
> so würde ich das nicht sehen. Wenn er den Stellvertreter schon einige
> Zeit mimt und der tatsächliche Leiter dann ausscheidet hat er doch alle
> Trümpfe in der Hand.
Ja, das ist ein guter Punkt, und auch ein Grund warum ich den Thread 
gestartet habe.. Aufstiegsmöglichkeiten ins Management -> ist ein erster 
Schritt -> Stellvertreter des TL zu werden?!

Qwertz schrieb:
> Führungskräfte werden aber ungern aus dem Team selbst heraus besetzt.
> Das gibt nicht selten Konflikte, weil das Verhältnis zu den
> Teammitgliedern einfach ein anderes ist.
Ganz genau, das ist auch der Grund, warum ich mich etwas unwohl fühlen 
würde in der Rolle. Ich wäre einer aus dem Team selbst heraus und 
ausserdem, erst seit 1 Jahr dabei, wobei andere schon über 10 J. dabei 
sind. D.h. ich muss ja eigentlich von denen noch was lernen -> und 
gleichzeitig den Stv. TL spielen.

Msd schrieb:
> Jamie R. schrieb:
>> Bin ich als erstes gefragt worden?
>
> Ist das dein f*cking ernst, sowas hier zu fragen?
>
> Nein du solltest keine Chef-Rolle einnehmen, nix was auch nur annähern
> mit Verantwortung und Chef sein zu tun hat. Lass es und geh am besten in
> den Kindergarten.
Ja mein voller Ernst. Meine Frage zielte darauf ab, strategisch / oder 
taktisch intelligent zu handeln, schade, dass du das nicht kapiert hast!
Denn wenn z.B. die älteren Team-Member schon zuerst gefragt wurden, 
heisst das ja auch, sie möchten die Rolle wohl nicht annehmen, was mir 
freies Feld überlässt. Im Prinzip könnte es mir egal sein.
Es könnte auch sein, dass ich nur als "Höflichkeit" gefragt wurde, oder 
weil kein anderer die Rolle übernehmen will -> sagt mir ja dann auch 
schon einiges.
D.h. allein aus dem Verhalten kann ich schon sehr viel rauslesen, ob es 
sich lohnt die Rolle anzunehmen, und, was in der Führungspolitik so 
läuft.
Ich habe übrigens jetzt das Angebot für eine andere Rolle, aber ist ja 
egal.

von Joachim B. (jar)


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Jamie R. schrieb:
> Christian B. schrieb:
>> so würde ich das nicht sehen. Wenn er den Stellvertreter schon einige
>> Zeit mimt und der tatsächliche Leiter dann ausscheidet hat er doch alle
>> Trümpfe in der Hand.
> Ja, das ist ein guter Punkt, und auch ein Grund warum ich den Thread
> gestartet habe.. Aufstiegsmöglichkeiten ins Management -> ist ein erster
> Schritt -> Stellvertreter des TL zu werden?!

nur will das JEDER?

Ein Teamleiter in meiner Industriezeit wurde befördert, als es im alten 
Team klemmte krempelte er sich die Ärmel hoch und ging an den 
Reparaturplatz!
Kommentar vom Vorstand: "wenn er das noch mal macht ist er raus! Er muss 
deligieren"
Ein anderer fing vor Langeweile das Saufen an bis er in den Entzug 
musste!
Irgendwann fiel es halt auf, da half es auch nicht wenn die Sekretärin 
ihn tel. aus der Kneipe lotste.

Nicht jeder will von der Technik weg!

Beitrag #6279568 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Jamie R. (Gast)


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Joachim B. schrieb:
> nur will das JEDER?
>
> Ein Teamleiter in meiner Industriezeit wurde befördert, als es im alten
> Team klemmte krempelte er sich die Ärmel hoch und ging an den
> Reparaturplatz!
> Kommentar vom Vorstand: "wenn er das noch mal macht ist er raus! Er muss
> deligieren"
> Ein anderer fing vor Langeweile das Saufen an bis er in den Entzug
> musste!
> Irgendwann fiel es halt auf, da half es auch nicht wenn die Sekretärin
> ihn tel. aus der Kneipe lotste.
>
> Nicht jeder will von der Technik weg!

Ganz guter Punkt! Jedoch ist es so, dass bei uns Stv. TL nicht von der 
Technik wegkommen, sondern mehr so Hilfssheriffs spielen, wenn der TL 
nicht da ist.

Hab auch mit einigen geredet: viele sagen "Will einfach meine Ruhe haben 
und mich nicht um so organisatorisches kümmern müssen", oder "für das 
bisschen mehr Geld oder überhaupt keins mehr, den Stv. zu spielen, keine 
Lust", im HR Reglement steht auch klar drin: Bei Stv. TL Rolle kein 
automatischer Anspruch auf die TL Rolle. Schwierig!

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