Hallo,
ich habe gerade einen Knoten im Kopf und würde mich über eure Hilfe
freuen. Sagen wir ich habe zwei Schaltungen, beide werden von
verschiedenen Netzteilen gespeist. Kann es dann Probleme geben, wenn ich
beide GND Level miteinander verbinde?
Nein, wenn keine weiteren Leitungen verbunden werden und beide
Versorgungen vorher potentialfrei galvanisch getrennt waren.
Bei jeder weiteren Leitung muss man überlegen ob es geht ohne
Kurzschluss, Querströme.
Im Prinzip hätten ja beide Schaltungen dann einfach nur den gleichen
Bezugspunkt. Da alle Spannung sich auf diesen Punkt beziehen, ändert
sich nichts. Richtig?
MaWin schrieb:> Es heißt ja auch StromKREIS.> Der Kreis muss geschlossen sein, damit Strom fließt.
ein bis zwei Bilder können vielleicht helfen
also ohne gemeinsamen GND wird das nichts.
Ich bringe mal ein Beispiel:
Ein Bekannter hatte an seiner FritzBox immer wieder Störungen. Es
stellte sich heraus, dass die verschwinden, sobald er am LAN Kabel den
Schirm vom Stecker abhebt. Es kam also über den Schirm des Kabels zu
Potentialausgleichsströmen. Nun verwirrt mich das, weil sich mir gerade
nicht ganz erschließt, warum das passiert. Ich lege doch für alle
"Teilnehmer" (z.B. FritzBox, Switch, PC) GND nur auf ein gemeinsames
Level.
Manuel schrieb:> Nun verwirrt mich das, weil sich mir gerade> nicht ganz erschließt, warum das passiert. Ich lege doch für alle> "Teilnehmer" (z.B. FritzBox, Switch, PC) GND nur auf ein gemeinsames> Level.
üblicherweise sind die meisten RJ45 potenzialfrei mit eingebaute
Übertrager!
Twisted Pair braucht normalerweise keine Abschirmung, der Störimpuls
wirkt ja auf beide twisted pair gleichzeitig und hebt sich somit auf!
Wenn man schon abschirmt, dann darf der Schirm nur an eine Seite auf GND
o.ä. gelegt werden damit eben keine Ausgleichsströme fliessen!
Was verwirrt daran?
Hallo
Hehe !
Das sind halt die fiesen Fallstricke zwischen Theorie und Praxis.
GND "1" ist halt leider oft nicht GND "2".
Wenn man GND wie meist (ist aber kein muss) auf Null Volt festlegt ist
leider in der Realität durch Leistungswiderstände der eine GND 0,05V und
der andere vielleicht 0,3V.
Also ein Spannungsunterschied - und somit fließt Zwangsweise ein Strom
viel zu oft nicht mal ein vorbildlicher Gleichstrom sondern irgendein(e)
Wechselspannung(-gemisch).
Auch bedeutet GND nicht automatisch Erdung und schon gar nicht HF Erdung
- auch (auf) GND können Spannungen eingekoppelt werden, Impulse
vorhanden sein (Analog GND - Digital GND), bzw. wirkt als Antenne.
Richtig "Lustig" kann das bei der Netzspannungsversorgung und den
gefühlt dutzenden möglichen Erdungssystemen (TT, TN, PEN und viele mehr)
die auch, aber natürlich nicht immer (wäre ja zu einfach...) oft mit GND
zusammenhängen.
Ich denke GND, Erdung, Brummschleifen, Potentialunterschiede usw.
sichert so manchen Arbeitsplatz und hat schon Jahre an Kopfzerbrechen
und Stress (und Kosten) verursacht.
Bernd d.B.
Joachim B. schrieb:> üblicherweise sind die meisten RJ45 potenzialfrei mit eingebaute> Übertrager
Ja
Joachim B. schrieb:> darf der Schirm nur an eine Seite auf GND> o.ä. gelegt werden damit eben keine Ausgleichsströme fliessen
Häääää?
Damit Strom fließt, braucht es einen geschlossenen Stromkreis. Die
Kommunikationsleitungen sind per Übertrager galvanisch getennt, nur ein
Schirm...? Wo fließt Strom?
Bei jedem 08-15 PC sind GND und PE gebrückt und die LAN-Kabel geschirmt.
Wie kann das überhaupt funktionieren? Wunder?
MaWin schrieb:> Bei jedem 08-15 PC sind GND und PE gebrückt und die LAN-Kabel geschirmt.> Wie kann das überhaupt funktionieren? Wunder?
Ach MaWin,
Du vergisst dabei, daß der PE eben nicht potentialfrei ist. Er trägt die
Ableitströme. Wie in jedem Netz teilen diese sich auf, je nach
Innenwiderstand der Leitungen fließen Anteile über den PE der Steckdose
oder / und des Schirmes. Zwar sind die Kommunikationsleitungen mittels
Phy galvanisch getrennt, aber der Schirm wird auf das PE Potential des
Gehäuses geklemmt. Wenn das Rechnernetzteil nun sehr hohe Ableitströme
hat kann es dort durchaus zu einem nennenswerten (im mA Bereich)
Stromfluss kommen.
Hier würde es also auch genügen, den Metallkäfig des RJ45 Steckers mit
Klebeband abzukleben vorm Einstecken.
Bernd d.B. schrieb:> Wenn man GND wie meist (ist aber kein muss) auf Null Volt festlegt ist> leider in der Realität durch Leistungswiderstände der eine GND 0,05V und> der andere vielleicht 0,3V.
Leistungswiderstände für sich erzeugen erstmal gar keine Spannungen ;-)
Potentiale können sich erst verschieben, sobald Ströme fließen, die auf
den Leitungen aufgrund der Leitungswiderstände zu Spannungsabfällen
führen.
Meintest du das?
Manuel schrieb:> Kann es dann Probleme geben, wenn ich beide GND Level miteinander> verbinde?
Es kann sogar eher Probleme geben, wenn du das nicht tust. Das kommt
eben sehr auf die Schaltung an. Was willst du mit diesen Netzteilen
versorgen und wie hängten diese Baugruppen zusammen?
Der Nebenschauplatz, der da mit den Ableitströmen in Abschrimungen und
dem PE eröffnet wurde, ist aber ein völlig andere Thema. Dabei geht es
um Störungen. bei deiner Frage um die Funktion.
W.A. schrieb:> Leistungswiderstände für sich erzeugen erstmal gar keine Spannungen ;-)> Potentiale können sich erst verschieben, sobald Ströme fließen, die auf> den Leitungen aufgrund der Leitungswiderstände zu Spannungsabfällen> führen.> Meintest du das?
Vermutlich, spielt aber keine Rolle. Man kann so viele
Spannungsversorgungen wie man will miteinander verbinden. Solange die
Verbindung nur an einem Punkt erfolgt ist das kein Problem. Erst wenn
eine 2. Verbindung im Stromkreis auftaucht beginnen seltsame Effekte zu
wachsen. Übrigens muss man nicht mal nur GND zusammenführen. Eine
Spannung ist nichts weiter, als eine Potentialdifferenz. Du legst mit
GND nur fest, wo deine virtuellen 0V sind. (Oder besser ausgedrückt: Wo
dein Messbezugspunkt der Schaltung ist) Wenn du nun z.B. 2
Spannungsquellen mit 5V zusammen verbindest und bei der einen 0V mit der
anderen +5V verbindest hast du am Ende weiterhin 2 Spannungen, in dem
Fall dann + und - 5V (mit 0V dazwischen, logischerweise). Dadurch ergibt
sich die Möglichkeit auch 10V zu generieren, in dem du GND der einen und
VCC der anderen Spannungsquelle nutzt.
Christian B. schrieb:> Ach MaWin
Spätestens hier fiel auf, dass
> von MaWin (Gast) 20.05.2020 01:07> von MaWin (Gast) 20.05.2020 00:00> von MaWin (Gast) 19.05.2020 23:31
die 3 nicht von mir, sondern vom Psychopathen stammten, der seinen Namen
nicht kennt, und einfach MaWin ins Namensfeld schrieb. Am Anfang hat er
sich als Sockenpuppe ja noch richtig Mühe gegeben, zum Schluss fiel
mangels Fachkenntnis die Maske.
MaWin schrieb:> Spätestens hier fiel auf, dass>>> von MaWin (Gast) 20.05.2020 01:07>> die 3 nicht von mir, sondern vom Psychopathen stammten
stimmt mit dem hat er sich ins AUS geschossen.
Es ist nun mal so das man den Schirm nur auf einer Seite auflegen sollte
um keine Ausgleichsströme zu provozieren, denn Schirm hat nichts mit GND
Verbindung zu tun! und 2 weit entfernte PE sollten eben keinen Rückweg
haben was sogenannte "Brummschleifen produziert".
Der größte Fehler bei Antennenanlagen wo der Koaxschirm am
Einspeiseverstärker an PE liegt und weit entfernt möglicherweise auch
noch am TV PE o.ä.
Ich hatte da größte Schwierigkeiten mit einer TV PC Karte, Brummschleife
garantiert und Koaxtrenner die den Schirm unterbrechen unterbrechen auch
die Schirmung und sind ein Einfallstor für alle Funksignale, da half nur
den PC an einem Trenntrafo zu betreiben.
Aber noch mal zum Titel Schirm ist nicht GND auch wenn er gerne dafür
mal mißbraucht wird!
MaWin schrieb:> ie 3 nicht von mir, sondern vom Psychopathen stammten
ist klar, Ich hab da einen Tipp: Meld dich einfach an, dann gibt es
solche Fehlinterprätationen nicht mehr. Kannst ja sogar eine mail
Adresse nur für dieses Forum erstellen, wenn dir der Datenschutz so
wichtig ist.
Christian B. schrieb:> Ich hab da einen Tipp: Meld dich einfach an, dann gibt es> solche Fehlinterprätationen nicht mehr.
Ich hätte auch einen Tip: Versuche es mal mit Nachdenken.
Wie soll eine Anmeldung meinerseits Beiträge eines Gast MaWin verhindern
?
Wie willst du danach also wissen welche Beiträge tatsächlich von mir
stammen ?
MaWin schrieb:> Christian B. schrieb:>> Ich hab da einen Tipp: Meld dich einfach an, dann gibt es>> solche Fehlinterprätationen nicht mehr.>> Ich hätte auch einen Tip: Versuche es mal mit Nachdenken.> Wie soll eine Anmeldung meinerseits Beiträge eines Gast MaWin verhindern
Gar nicht.
> Wie willst du danach also wissen welche Beiträge tatsächlich von mir> stammen ?
Es steht dran, ob das Posting von jemandem, der angemeldet ist oder von
einem Gast geschrieben wurde. Sofern du dem anderen also deine
Login-Daten nicht mitteilst, kann man es daran unterscheiden, dass nur
er als Gast postet.
> ?
PS Du plenkst!
MaWin schrieb:> Christian B. schrieb:>> Ach MaWin>> Spätestens hier fiel auf, dass>>> von MaWin (Gast) 20.05.2020 01:07>> von MaWin (Gast) 20.05.2020 00:00>> von MaWin (Gast) 19.05.2020 23:31>> die 3 nicht von mir, sondern vom Psychopathen stammten, der seinen Namen> nicht kennt, und einfach MaWin ins Namensfeld schrieb. Am Anfang hat er> sich als Sockenpuppe ja noch richtig Mühe gegeben, zum Schluss fiel> mangels Fachkenntnis die Maske.
Und woher sollen wir jetzt wissen, ob du nicht vielleicht der
"Psychopath" bist? Am Namen kann man es nicht erkennen. Es ist schon
erstaunlich, wie viele angebliche "Psychopathen" sich hier rumtreiben.
Aber dem "echten" MaWin ist das scheinbar völlig schnuppe. Er beschwert
sich zwar "das war ich nicht", aber Abhilfe schafft er auch keine. Warum
wohl?
MaWin schrieb:> Wie willst du danach also wissen welche Beiträge tatsächlich von mir> stammen ?MaWin schrieb:> Ich hätte auch einen Tip: Versuche es mal mit Nachdenken.
Als Resultat des Nachdenkens kommt folgendes heraus:
Beim echten (angemeldeten) MaWin würde dann nicht "(Gast)" dahinter
stehen.
Bernd d.B. schrieb:> Das sind halt die fiesen Fallstricke zwischen Theorie und Praxis.> GND "1" ist halt leider oft nicht GND "2".> Wenn man GND wie meist (ist aber kein muss) auf Null Volt festlegt ist> leider in der Realität durch Leistungswiderstände der eine GND 0,05V und> der andere vielleicht 0,3V.> Also ein Spannungsunterschied - und somit fließt Zwangsweise ein Strom> viel zu oft nicht mal ein vorbildlicher Gleichstrom sondern irgendein(e)> Wechselspannung(-gemisch).> Auch bedeutet GND nicht automatisch Erdung und schon gar nicht HF Erdung> - auch (auf) GND können Spannungen eingekoppelt werden, Impulse> vorhanden sein (Analog GND - Digital GND), bzw. wirkt als Antenne.>> Richtig "Lustig" kann das bei der Netzspannungsversorgung und den> gefühlt dutzenden möglichen Erdungssystemen (TT, TN, PEN und viele mehr)> die auch, aber natürlich nicht immer (wäre ja zu einfach...) oft mit GND> zusammenhängen.>> Ich denke GND, Erdung, Brummschleifen, Potentialunterschiede usw.> sichert so manchen Arbeitsplatz und hat schon Jahre an Kopfzerbrechen> und Stress (und Kosten) verursacht.oszi40 schrieb:> Es fließen Ausgleichsstöme?> https://de.qwe.wiki/wiki/Ground_loop_(electricity)Christian B. schrieb:> Innenwiderstand der Leitungen
So schauts!
Erde bzw. Null-Volt, je nach Leistung, mit niederohmischem Leiter
verbunden (kurze Verbindung mit hohem Leiterquerschnitt), ist im
Audio-Bereich die korrekte Lösung, (- solange die Verbindungen nicht
symmetrisch sind), welche immer wieder vergessen wird.
Auch wenn ein Groundlift die Brummschleife trennt, hat man so erst recht
verschiedene 0V.
Und wenn nun noch digitale Schaltungen im Spiel sind, sind die 0V nicht
stabil, wenn der absolute Widerstand der Leitung nicht klein ist.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchhoffsche_Regeln
Ich glaube meine Verwirrung kommt daher, dass ich mir das ganze
physikalisch nicht vorstellen kann. Sagen wir mal ich habe zwei
Schaltnetzteile. Beide Erzeugen 12V Gleichspannung. Nehmen wir mal an,
zwischen den beiden GND gäbe es einen Potentialunterschied. Was
passiert, wenn ich beide GND verbinde physikalisch? Wie "vermischen"
sich denn den Potentiale, so dass sie gleich sind? Fließt das kurz ein
Ausgleichsstrom? Kann ja eigentlich nicht, weil es es ja immer noch
keinen geschlossenen Stromkreis gibt (wenn ich nur GND verbinde).
Versteht das jemand? :D
Manuel schrieb:> Ich glaube meine Verwirrung kommt daher, dass ich mir das ganze> physikalisch nicht vorstellen kann. Sagen wir mal ich habe zwei> Schaltnetzteile. Beide Erzeugen 12V Gleichspannung. Nehmen wir mal an,> zwischen den beiden GND gäbe es einen Potentialunterschied.
Das setzt voraus, dass sie ein Potential haben.
> Was passiert, wenn ich beide GND verbinde physikalisch?
Es fließt ein Strom entsprechend der Formel, die der olle Ohm mal
aufgestellt hat. Die Potentialdifferenz ist die Spannung, die Verbindung
hat irgendeinen Widerstand, und damit ergibt sich ein entsprechender
Strom.
> Wie "vermischen" sich denn den Potentiale, so dass sie gleich sind? Fließt> das kurz ein Ausgleichsstrom?
Es fließt ein Strom, so lange wie du unterschiedliche Potentiale hast.
> Kann ja eigentlich nicht, weil es es ja immer noch> keinen geschlossenen Stromkreis gibt (wenn ich nur GND verbinde).> Versteht das jemand? :D
Du scheinst davon auszugehen, dass es immer ein Potential gibt. Bei
einer galvanischen Trennung ist die Spannung aber potentialfrei.
https://de.wikipedia.org/wiki/Galvanische_Trennung
Manuel schrieb:> Wie "vermischen"> sich denn den Potentiale, so dass sie gleich sind? Fließt das kurz ein> Ausgleichsstrom? Kann ja eigentlich nicht, weil es es ja immer noch> keinen geschlossenen Stromkreis gibt (wenn ich nur GND verbinde).
Ob Strom fließt hängt davon ab ob beide Potentiale irgendwie
"festgehalten" werden oder beliebig gewählt werden können. Wenn
zumindest eines der Netzteile nicht geerdet ist, also ein Transformator
verwendet wird, dann fließt kein Strom.
MaWin schrieb im Beitrag #6273746:
> Ihr wisst aber nicht unter welchem Namen ich angemeldet poste. Und kann> man auch nicht jedem einzeln erklären.
Warum sollten wir denn wissen müssen wie du dich dann nennst? Wenn du
unter deinem neuen Namen weiterhin gute Kommentare schreibst, dann wird
man auch diesen neuen Namen mit Qualität verbinden. Du kannst ja quasi
als Signatur deine Posts mit MaWin unterschreiben.
Manuel schrieb:> Nehmen wir mal an,> zwischen den beiden GND gäbe es einen Potentialunterschied
bei 2 getennten Netzteilen die galvanisch getrennt sind sind es 2 GND
Und wenn diese nicht verbunden sind funktioniert die Schaltung
dazwischen eben nicht.
Ansteuer Logik Signal und GND1, Schaltspannung Spannung mit GND2
dazwischen ein Transistor der zwischen Basis und Emitter sein Signal
bekommt und zwischen Collector und Emitter schaltet, wie soll das gehen
mit nur einem Emitter?
Wozu stelle ich denn Bilder ein?
Beitrag "Re: "Verschiedene" GND miteinander verbinden"
Ein Ausgleichsstrom kann auch nicht fliessen weil eben nur GND einpolig
verbunden ist.
Bei mehrere AA in Reihe denkt auch keiner darüber nach das dem Einen
sein + an den anderen sein - geht und so jede weitere AA Zelle mit
seinem 1,5V an Minus o.ä. höher liegt, der Bezug der höheren Zellen hat
sich zum Erstbezug halt nach oben verschoben, das stört die einzelne
Zelle ja auch nicht.
Oder Der Vogel auf der Hochspannungsleitung, sind halt seine Krallen auf
110kV stört ihn aber nicht solange der Flügel nicht den Mast GND Erde
berührt.
Manuel schrieb:> Im Prinzip hätten ja beide Schaltungen dann einfach nur den gleichen> Bezugspunkt. Da alle Spannung sich auf diesen Punkt beziehen, ändert> sich nichts. Richtig?
Im Prinzip ist das soweit richtig.
Das gilt allerdings nur, wenn die beiden Schaltungen, mal sehr
vereinfacht ausgedrückt, sehr nahe beieinander sind. Das ist
wahrscheinlich nicht der Fall in dem Beispiel, das Du nachfolgend
anführst.
Manuel schrieb:> [...[> ... Störungen. ... die verschwinden, sobald er am LAN Kabel den> Schirm vom Stecker abhebt.> Es kam also über den Schirm des Kabels zu> Potentialausgleichsströmen.
Das ist, strenggenommen, erstmal nur eine Vermutung. Aber nehmen wir das
mal als gegeben.
> [...] ... GND nur auf ein gemeinsames> Level.
Umgekehrt. Falls das Ausgleichsströme fliessen, lagen die GNDs gerade
nicht auf dem selben Potential. Ein Strom kann nur zwischen zwei
verschiedenen Potentialen fliessen.
Man muss bedenken, dass zwei Geräte mit Netzanschluss, nicht
notwendigerweise an dem, was man "Erde" nennt, dass gleiche Potential
haben.
Das hängt u.A., jedenfalls vor allem, damit zusammen, dass die "Erde"
kein idealer Leiter mit 0 Ohm ist. Vielmehr ist die Erde (genau genommen
eigentlich in der Regel Kupferkabel bis zum Umspannwerk oder Kraftwerk)
ausgedehnt und besteht aus Materialen, die zwar sehr niederohmig sind
aber doch einen Widerstand haben. (Es gibt da noch ein paar weitere
Faktoren, aber sie bewirken letztlich, dass der Widerstand der Erde
einfach nicht Null ist. Ausserdem wirkt die Erde auch als Antenne).
Je weiter also zwei Geräte und ihre Netzanschlüsse auseinander liegen, -
den Unterschied merkt man manchmal schon zwischen zwei Wohnungen in
einem Mehrfamilienhaus -, desto grösser wird (mit einiger
Wahrscheinlichkeit) der Potentialunterschied zwischen den beiden "Erden"
(oder auch der Nullleiter) sein.
Manuel schrieb:> Kann es dann Probleme geben, wenn ich> beide GND Level miteinander verbinde?
Bei Netzteilen mit sicherer Trennung lokal gibt das keine Probleme.
Bei etlichen Metern zwischen den Netzteilen nicht immer sinnvoll.
Erklärst den Ingenöör nicht den dicken Gelb/Grünen von der Trafostation
mit dem Netz auf dem Nachbargrundstück verbinden.. natürlich
vergeblich...
Und wenige Wochen später fragt der doch tatsächlich warum der hübsche
bunte Draht nun schwarz ist..
Da fand das Netz des Versorgers den Tiefenerder des Kunden nebenan doch
viel interessanter.. Strom ist soo faul.
So, ich habe das jetzt mal aufgebaut und simuliert, und das Wesentliche
sieht man auch:
Wenn beide Trafos kein festgelegtes Potential haben, dann kann man die
verbinden und es fließt kein Strom dazwischen.
Wenn je ein Trafo ein festes Potential hat und der andere nicht, dann
kann man die ebenfalls verbinden, der andere wird eben auf das feste
Potential gezogen.
Wenn beide Trafos ein unterschiedliches festes Potential haben und man
verbindet sie, dann fließt ein Strom.
Was ich mir aber nicht erklären kann ist, wieso die Spannungsmessung
hier falsche Werte anzeigt. Nur links oben werden 12 V korrekt an den
Trafos gezeigt, an den anderen Trafos jeweils 18 V. Das Oszi zeigt auf
dem Mathekanal (der zeigt die Differenz) den korrekten Wert. Ich hatte
eigentlich extra die Spannungsmessung mit dem negativen Bezug gewählt,
aber OK, ich finde das ist ein Bug. Oder könnt ihr mir das erklären?
Edit:
Und es war natürlich mein Fehler. Man muss jedem Tastkopf händisch die
zugehörige Referenz zuordnen. Leider macht das Multisim nicht
automatisch. Auch nicht, wenn man im Menü oben diesen Differenztastkopf
wählt und immer hintereinander Tastkopf und dann Referenz setzt M-)
Edit:
Tja und welche Spannung hat dann die Masse der beiden verbundenen
Trafos, wenn die vorher beide auf unterschiedlichen Potentialen lagen?
Das hängt davon ab welchen Strom die jeweilige Quelle liefern kann.
Im Beispiel habe ich einmal 1 V und einmal 2 V genommen und jeweils
einen Widerstand in Reihe gesetzt. Der Mittelwert wäre 1,5 V, aber mit
den beiden Widerständen haben wir eine Reihenschaltung zwischen 2 V und
1 V.
Danke für eure Erklärungen. Ich glaube, ich habe meinen Denkfehler
gefunden.
Letztendlich kann ein Punkt nur dann ein Potential haben, wenn es ein
elektrisches Feld zu einem anderen Punkt gibt. Das elektrische Feld
setzt die Potentiale ins Verhältnis zueinander. So etwas wie ein
"absolutes" Potential, gibt es nicht. Deshalb kann ich auch nicht
zwischen Erde und dem Plus-Pol einer Batterie, der in der Luft hängt,
einen Potentialunterschied feststellen. Zwischen Beiden gibt es kein
elektrisches Feld.
Verbinde ich nun den Plus-Pol der Batterie mit Erde, so fließt da, für
diesen kurzen Moment, vermutlich gar nichts, weil es zwischen Erde und
Plus-Pol kein elektrisches Feld und keinen Potentialunterschied gibt.
Ich lege Plus nur auf ein anderes Bezugspotential. Die Batterie selbst
hält ihren Potentialunterschied zwischen + und - konstant, womit ich mir
eine negative Spannunsgquelle erzeugt habe.
Manuel schrieb:> Hallo,>> ich habe gerade einen Knoten im Kopf und würde mich über eure Hilfe> freuen. Sagen wir ich habe zwei Schaltungen, beide werden von> verschiedenen Netzteilen gespeist.
Welche? Zeigen!
Kann es dann Probleme geben, wenn ich
> beide GND Level miteinander verbinde?
Esmeralda P. schrieb:> Manuel schrieb:>> Hallo,>>>> ich habe gerade einen Knoten im Kopf
...
> Welche? Zeigen!
Falls du es noch nicht mitbekommen hast: Die Welt hat sich seitdem ein
paar Tage weitergedreht...
@gustl-b:
Warum fließen bei TK3 und TK7 Ströme im pA Bereich? Ich hätte jetzt
erwartet, dass da auch 0A rauskommen, auch wenn pA ja eigentlich "fast
nichts" ist.
Gute Frage. Ich weiß es nicht. Ich vermute, dass die Simulation bei der
Berechnung irgendwo rundet oder dass die simulierten Bauteile einen
Fehler eingebaut haben um der Realität nahe zu kommen.