Forum: Haus & Smart Home Gartenewässerunganlage Entlüften


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von Robert (Gast)


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Hallo,

ich plane gerade eine Gartenewässerunganlage und frage mich, ob eine 
kleine Gefälle (z.B. in der Mitte der Leitung), eine erfolgreiche 
Entlüftung vor Winter verhindern kann. Z.B.: Luft hat nicht genug Kraft 
um das gesamte Wasser rauszupusten und das Wasser wird sich in der Mitte 
sammeln (bleibt dort) und im Winter (wennn es überhaupt kommt) entsteht 
ein Schaden. Ich werde Leitungen 1", bzw 3/4" Zoll verlegen.

Ich kann mir schon vorstellen, dass wenn ich in eine Dicke Rohr Luft 
reinpuste, luft im oberen Teil der Rohr sich frei bewegt und im unteren 
Teil einfach stehen bleibt...

Ich werde einen Drucklutfkompressor mit effektiven Luftleistung von 
280L/minute und einem Kessen mit 18l einsetzen.

von Ìch (Gast)


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Wozu ist das notwendig?
Kannst du die Leitungen nicht mit gleichmäßigem Gefälle verlegen?

Ich kenne es so, dass es im Idealfall einen tiefsten Punkt gibt. Dort 
ist eine Versickerungsschicht (Schotter) eingebracht und ein ein 
Absperrhahn im Rohr. Vorm Frost wird hier geöffnet und die Leitungen 
leeren sich.

von hinz (Gast)


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Mein Nachbar pustet die mit seinem Laubbläser leer.

von Route_66 H. (route_66)


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Hallo!
Im Winter werden doch die Leitungen belüftet?
Entlüften mache ich dann im Frühjahr.

von Matthias L. (limbachnet)


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Bei mir kommt zum EntWÄSSERN eine manuelle Doppelhub-Luftpumpe zum 
Einsatz, die es irgendwann mal bei Aldi zum Aufpumpen von (großen) 
Luftmatratzen gab.

Bei den ersten 2-3 Hüben ist ein wenig Muskeleinsatz nötig, bis die 
tiefe Stelle der Rohre nicht mehr vollständig gefüllt ist. Ab da wird 
nur noch Wasser-Luft-Gemisch ausgeblasen, das geht deutlich leichter.

Und ich kann damit keinen Druck erzeugen, der mir die mühsam verlegten 
Leitungen mit 30bar Überdruck auseinanderreißt - beim Einsatz eines 
Kompressors empfehle ich ein wenig Fingerspitzengefühl...

Wenn du schon eine Ahnung hast, wo die tiefste Stelle sein wird, oder du 
gezielt ein Gefälle zu einem bestimmten Punkt bauen kannst, dann mach an 
dieser Stelle ein Entwässerungsventil hin und ein ordentlich tiefes 
Kiesbett drunter, das verringert den Ausblas-Aufwand deutlich.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Werkstattkompressoren haben nur maximal 10 bar, normal sind nur 8.

Aber wenn man das mit Luft rausdrückt dann braucht man schon sehr viel 
Volumen, daß nichts in den Leitungen zurückbleibt.

von W.P. K. (elektronik24)


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Ja, es wird mit Sicherheit Wasser an der tiefsten Stelle zurückbleiben. 
Macht aber nichts, da es
a) i.d.R. dort nicht gefriert weil tief genug (wenn man nicht gerade nur 
Oberflächenrohre verlegt)
b) wenn es dort (an der tiefsten Stelle) doch gefriert, kann sich das 
Eis in Ruhe in alle Richtungen hin ausdehnen - es wird also kein Schaden 
passieren.

Ich blase meine auch vor dem Winter mit einem Kompressor leer - klappt 
problemlos seit >15 Jahren.

: Bearbeitet durch User
von Robert (Gast)


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W.P. K. schrieb:
> a) i.d.R. dort nicht gefriert weil tief genug (wenn man nicht gerade nur
> Oberflächenrohre verlegt)

Ich habe gelesen, dass man auf Spachteltiefe verlegen soll. Um es ganz 
geriersicher zu machen müsste ich 50cm tief graben, ich möchte aber 
nicht zu viel Aufwand da machen.

von Alex (Gast)


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Hi,

mit moderatem Druck aber viel Luftstrom ausblasen, das Wasser wird dabei 
vom Luftstrom mitgerissen. Aber man sollte da schon 5-10 Minuten pro 
Strang einrechnen.
Selbst wenn in Senken noch Wasser drin bleibt, solange das genug Platz 
für die Ausdehnung beim Frieren hat, passiert auch nichts.
Wichtig ist, dass man bei den Magnetventilen schaut, wie der Hersteller 
es für die Überwinterung gerne hätte, weil sich da abhängig von der 
Konstruktion wohl Wasser im geschlossenen oder im geöffneten Zustand im 
Ventil lokal sammeln kann, welches dann bei Frieren das Ventil zerstört.

Viele Grüße
Alex

von Guenter H. (bigfix)


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Meine Bewaesserung liegt seit 35 Jahren in der Erde - ohne Frostschaden
Acht Anspeiseleitungen 3/4" 10 Bar PE Schlauch, 30-100 cm tief
dabei ist sicher kein geplantes Gefaelle vorhanden

Vor dem Winter blase ich alles einzeln pro Kreis mit einem 10 Bar 
Kompressor aus
Dauert nur ewig bis der Kompressor Tank wieder gefuellt ist...
Irgendwann mache ich ein automatisches Ausblasprogramm mit Drucksensor

Nur als Tip:
Die Gardena PE Schlaeuche mit 22 oder jetzt 25 mm machen immer wieder 
Probleme, wenn sie mit den Schlauchschellen an den gerippten Nippeln 
befestigt sind
Die reissen dann spaeter an der Dehnstelle uber den Rippen ein

Die neuen Gardena Bajonettanschluesse scheinen ok zu sein

Am unproblematischsten waren die normalen 3/4" PE 10 Bar Rohre
- die sind nur elendiglich steif beim Verlegen

Als Verbinder waren am besten die Messing Verschraubungen
Die bekomme ich auch nach 35 Jahren in der Erde noch problemlos auf

von Matthias L. (limbachnet)


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Ben B. schrieb:
> Werkstattkompressoren haben nur maximal 10 bar, normal sind nur 8.

Ah, danke für die Info! Gut, das sollten Wasserleitungen abkönnen, da 
sind ja im Normalbetrieb schon mal 6 bar drauf.

Robert schrieb:
> Ich habe gelesen, dass man auf Spachteltiefe verlegen soll.

Meinst du vielleicht Spatentiefe? Ich wüsste nicht, was da gespachtelt 
werden sollte...

Guenter H. schrieb:
> Meine Bewaesserung liegt seit 35 Jahren in der Erde - ohne Frostschaden

Ja, meine ist auch  steinalt,  die Schäden daran sind alle durch 
Gartenarbeit entstanden, nie durch Frost. Die Rohre liegen spatentief 
und weder topfeben noch mit definiertem Gefälle, dafür war weder der 
Erdboden noch das Rohr-Material geeignet...

von Sebastian S. (amateur)


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Ich würde es beim Ausblasen belassen!
Allerdings würde ich nach dem Entleeren noch ein bisschen Luft 
investieren.
Der Hintergrund ist der, dass wenn "über" dem Wasser genügend Platz ist, 
und das sich das spätere Eis ausdehnen kann, es keine Probleme geben 
sollte. Schäden treten ja dann auf, wenn das Rohr "voll" ist und der 
Inhalt dann gefriert.
Solange das Rohr aber voll ist, kann man aber den Inhalt auch durch 
Blasen herausbekommen. Deshalb der Hinweis, nach dem Entleeren noch 
etwas Luft durchzublasen, damit die Zugluft noch was anrichten kann.

Natürlich ist der Vorschlag, das Rohr in der "richtigen" Tiefe zu 
verlegen, kaum zu überbieten. Geht aber unter Umständen auf den Rücken.

Der Vorschlag das Rohr mit Gefälle zu verlegen ist wohl nicht ernst zu 
nehmen. Aus dem einfachen Grund, dass kaum ein Garten platt wie eine 
Briefmarke ist und sonst sehr schnell ein Bagger her muss.

von Walta S. (walta)


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Meine Leitungen liegen an der Oberfläche. Ich hab ein leichtes Gefälle 
und öffne im Herbst die tiefste Stelle und fertig. Ausblasen oder 
ähnliches hab ich noch nie gemacht.

Walta

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