Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik I²C - Verständigsfragen


von Lu W. (lukas_w849)


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Hallo zusammen,

unser Prof stellt uns folgende Fragen zu denen wir leider keine 
gescheite Antwort finden... Vielleicht könnt ihr uns ja helfen.

Wie viele Bit können bei einer Übertragung nicht genutzt werden? (10 
Bit-Adresse)
a) 18 Bit + 1 Bit pro Byte
b) Es gibt keine Verluste
c) 10% Verluste
d) 20 Bit + 1 Bit pro Byte

Was für Bustreiber werden beim I²C Bus verwendet?
a) Es gibt keine Bustreiber
b) Push-Pull
c) Open-Drain
d) Open-Source

Bei der zweiten Frage hätte ich jetzt spontan gesagt, dass es Open-Drain 
ist, da auch SDA und SCL Open-Drain Leitungen sind. Lediglich der Teil 
mit Bustreiber verwirrt mich.

MfG

von Stefan F. (Gast)


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Lukas W. schrieb:
> Lediglich der Teil mit Bustreiber verwirrt mich.

Es gibt keine Bustreiber. Jeder Slave und auch der Master sind direkt 
it dem Bus verbunden - normalerweise.

Was es wohl gibt sind Pegelwandler, Multiplexer und Repeater. Aber die 
sind wohl nicht gemeint.

Die erste Frage ist unvollständig formuliert, die muss man erst einmal 
interpretieren. Von welchen Bits soll ein Teil nicht genutzt werden 
können?

von Fragezeichen (Gast)


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Lukas W. schrieb:
> Wie viele Bit können bei einer Übertragung nicht genutzt werden? (10
> Bit-Adresse)

bei der Frage scheiden a und d schon mal aus.
Ich Tippe auf b.

von Lu W. (lukas_w849)


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Er hat wohl mal erwähnt dass bei einer größeren Distanz sogenannte 
Bustreiber verwendet werden, quasi um das Signal aufzufrischen - also 
demnach Repeater. Aber ich glaube auch eher dass sich das auf Open Drain 
der Leitung bezieht.

Da die Adresse ja über zwei Byte übertragen wird wäre meine Überlegung 
dazu dass er die restlichen Bits des zweiten Bytes meint aber sicher bin 
ich mir da auch nicht. Aber selbst wenn, machen seine Antworten für mich 
nicht wirklich Sinn

von (prx) A. K. (prx)


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Stefan ⛄ F. schrieb:
> Es gibt keine Bustreiber. Jeder Slave und auch der Master sind direkt
> it dem Bus verbunden - normalerweise.

Die Interfaces am Perimeter des ICs, zwischen stromschwacher interner 
Logik mit ggf niedrigerer Spannung, und dem externen Bus, die kann man 
m.E. auch als Bustreiber bezeichnen.

von Lu W. (lukas_w849)


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Fragezeichen schrieb:

> Ich Tippe auf b.

Das wäre jetzt auch meine Idee gewesen.

von Thomas Z. (usbman)


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Stefan ⛄ F. schrieb:
> Es gibt keine Bustreiber. Jeder Slave und auch der Master sind direkt
> it dem Bus verbunden - normalerweise.

Da würde ich mich noch Mal informieren...
Natürlich sind da Bustreiber notwendig, Open Drain oder altmodisch Open 
Collector. Es würde sonst gar keine Sinn ergeben am Bus PullUps zu 
verwenden.

von Stefan F. (Gast)


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Lu W. schrieb:
> Da die Adresse ja über zwei Byte übertragen wird wäre meine Überlegung
> dazu dass er die restlichen Bits des zweiten Bytes meint

Das hätte ich auch spontan angenommen, aber dann wären alle verfügbaren 
Antworten falsch.

Jedenfalls wird der Bus in Open-Drain Modus betrieben, das hattest du 
schon richtig.

von K. S. (the_yrr)


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Lu W. schrieb:
> Wie viele Bit können bei einer Übertragung nicht genutzt werden? (10
> Bit-Adresse)

Im 10 Bit Modus hast du 2*8 Bit Adresse + 2(N)ACK + Start + Stop + ein 
(N)ACK pro Byte, also könnte d) stimmen. Immer Vorausgesetzt, dass man 
die Frage so versteht, dass alles was nicht Nutzdaten sind, als Verluste 
zählt.

von P. S. (namnyef)


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Frage 1: Verstehe ich nicht =)
Frage 2: Open-Drain

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Anstatt den Leuten richtiges Wissen zu geben, werden sie mit 
irgendwelchen Nebensächlichkeiten beschäftigt, nur um wieder Noten zu 
machen.


mFg

von Günter Lenz (Gast)


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von void (Gast)


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Christian S. schrieb:
> Anstatt den Leuten richtiges Wissen zu geben, werden sie mit
> irgendwelchen Nebensächlichkeiten beschäftigt, nur um wieder Noten zu
> machen.

Ein Bus-System zu analysieren und sowohl sein Protokol (Frage 1) als 
auch sein physikalisches Interface (Frage 2) zu verstehen ist wohl keine 
Nebensächlichkeit. I2C ist einfach und daher gut verständlich.
Welches Bus-System würdest du Studenten in der Uni denn vorstellen, 
damit sie richtiges Wissen erlangen? PCIe? USB4 Gen 3x2?
Und nach welchen Kriterien vergibst du dann Noten? W6?

von A. S. (Gast)


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void schrieb:
> Ein Bus-System zu analysieren und sowohl sein Protokol (Frage 1) als
> auch sein physikalisches Interface (Frage 2) zu verstehen ist wohl keine
> Nebensächlichkeit

Problematisch ist hier die Abbildung der Eigenschaften auf die konkreten 
Fragen. "Nicht genutzt" und "bustreiber" sind nicht allgemeingültig, 
sondern vermutlich eine private Definition des Lehrers und darum 
suboptimal.

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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> I2C ist einfach und daher gut verständlich....


Ich meinte nicht, daß I2C als nebensächich zu betrachten sei, sondern 
die komischen Fragen im ersten Teil, sowie die 
multiple-choice-Antwortmöglichkeiten, anstatt den Leuten den I2C-Bus in 
Grundlagen und einigen wichtigen Details näher zu bringen. Der I2C-Bus 
ist z.B. bei multi-master-Betrieb schon kompliziert genug.

In der besagten Vorlesung war ich nicht dabei, um die es hier geht.

mfG

von Wolfgang (Gast)


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void schrieb:
> I2C ist einfach und daher gut verständlich.
> Welches Bus-System würdest du Studenten in der Uni denn vorstellen,
> damit sie richtiges Wissen erlangen?

CAN

von M. K. (sylaina)


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I2C ist schon ein recht einfaches System, damit kann man IMO ganz gut 
anfangen.

von Stefan F. (Gast)


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Die richtige Antwort für die erste Frage ist ganz offensichtlich

e) Kommt drauf an, wie die Frage gemeint ist.

von Klaus R. (klara)


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Lu W. schrieb:
> unser Prof stellt uns folgende Fragen zu denen wir leider keine
> gescheite Antwort finden... Vielleicht könnt ihr uns ja helfen.

Zu I2C fallen mir andere Fragen ein, diese aber bestimmt nicht. 
Vermutlich kennt Dein Prof den I2C Bus nur theoretisch. Na toll!
mfg Klaus

von (prx) A. K. (prx)


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Es kommt nicht so selten vor, dass sich die im Sinn einer Prüfung 
richtige Antwort nicht allein aus der Frage selbst ergibt, sondern aus 
dem, was Unterricht bzw Vorlesung dazu vermeldeten. Hat man das verpennt 
und kein gutes Script, dann kann die Chance von Würfeln diejenige von 
Brain 1.0 in den Schatten stellen.

von A. S. (Gast)


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A. K. schrieb:
> Es kommt nicht so selten vor, dass sich die im Sinn einer Prüfung
> richtige Antwort nicht allein aus der Frage selbst ergibt, sondern aus
> dem, was Unterricht bzw Vorlesung dazu vermeldeten.

und das ist echt übel. Es zeugt eigenlich nur davon, dass der Dozent 
sein Gebiet nicht durchdrungen hat.

Jetzt mal ehrlich, welchen Sinn machen die Fragen. Praxisrelevant wäre 
vielleicht eine minimale Zeitdauer für n Bytes mit Angabe des Timings in 
der Aufgabenstellung und dem Fragment "Clock-Stretching" in der Antwort.

von Joachim B. (jar)


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Lu W. schrieb:
> Wie viele Bit können bei einer Übertragung nicht genutzt werden? (10
> Bit-Adresse)

bei einer 10 Bitadresse kann es sich ja nur um die I2C AdressErweiterung 
handeln:

Wegen Adressknappheit wurde später eine 10-Bit-Adressierung eingeführt. 
Sie ist abwärtskompatibel zum 7-Bit-Standard durch Nutzung von 4 der 16 
reservierten Adressen. Beide Adressierungsarten sind gleichzeitig 
verwendbar, was bis zu 1136 Knoten auf einem Bus erlaubt.

wenn die ersten 7 Bit genutzt wurden bleiben 3 Bit über und da immer 8 
Bit genutzt werden sind bei 10 Bit 2x 8Bit nötig, das müsste man nun mit 
der Erweiterung ausknobeln, gefühlt würde ich sagen 5 Bit werden nicht 
genutzt.

erst 7 Bit 127-16 = ??? Adressen wiki schreibt 112 ich rechne 111, nanu?
Erweiterung um 3 Bit auf 10 kommt man auf: Achtung Wiki
1136 Knoten auf einem Bus erlaubt.

Nun ist Wiki nicht fehlerfrei und jeder rechnet irgendwie anders.

3 Bit mehr ist eine Verachtfachung und 8 x 111 oder 112 gibt irgendwie 
nicht das eine oder andere.

Vielleicht mag das jemand noch vorrechnen.

Aber richtig ist nur was der Prof. hören will, so wars in meinem Studium 
:)

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