Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Last stottert mit Phasenanschnitt


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von mark (Gast)


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Hallo

Ich habe die Schaltung im Bild aufgebaut. Leider stottert die Last (hier 
eine Flex) so, dass der Motor nicht konstant dreht. Die Werte müssten 
passen meiner Meinung nach.
Die Schaltung habe ich von dieser Seite:
http://www.joretronik.de/Web_NT_Buch/Kap4/Kapitel4.html

Das Einzige was ich geändert habe ist, dass ich einen 68nF statt 47nF 
verwende. Da ich keine anderen Bauteile hatte, habe ich den Filter auch 
anders gewählt, mit einer deutlich höheren Induktivität und kleinerer 
Kapazität. Das sollte aber nicht wo viel ausmachen, denke ich.

Könnte mir jemand einen Tipp geben?

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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> Könnte mir jemand einen Tipp geben?

1. Baue solche Schaltungen nicht freitags zusammen.

2. Diese RC-Glieder bestimmen das Timing der Schaltung. Kein Wunder
   wenn das nach Deinen fachlich hoch kompetenten Änderungen nicht
   mehr funktioniert.

von Guest (Gast)


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Was ist denn da für ein Motor drin? Wenn es ein Asynchron Motor ist wird 
das nicht funktionieren.

Und warum sollte man eine Flex "dimmen".

von mark (Gast)


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Ben B. schrieb:
>> Könnte mir jemand einen Tipp geben?

> 2. Diese RC-Glieder bestimmen das Timing der Schaltung. Kein Wunder
>    wenn das nach Deinen fachlich hoch kompetenten Änderungen nicht
>    mehr funktioniert.

Wieso? Die Zeitkonstante ist mit den Bauteilen doch dieselbe. Ich 
filtere doch genau gleich viel weg, wie mit 100uH und 0.22uF. Nicht 
mehr, nicht weniger. Die Grenzfrequenz ist auch die Selbe. Oder übersehe 
ich da etwas?

Guest schrieb:
> Was ist denn da für ein Motor drin? Wenn es ein Asynchron Motor
> ist wird
> das nicht funktionieren.

Ein Reihenschlussmotor, der funktioniert.

> Und warum sollte man eine Flex "dimmen".

Ich habe zum Testen im Moment nichts anderes da. Mit der einfachen 
Schaltung links Bild im Link oben hat es auch funktioniert. Also muss es 
wohl am Filter liegen.
Warum ist der jetzt eingebaute Filter schlecht? Ich habe doch am 
Grundverhalten nichts verändert.
Zeitkonstante, Grenzfrequenz ist doch alles das Selbe.

von Wolfgang (Gast)


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mark schrieb:
> Das Einzige was ich geändert habe ist, dass ich einen 68nF statt 47nF
> verwende.
Lass mich raten: Das Stottern tritt wegen deiner Änderung bei niedrigen 
Drehzahlen auf und das Teil erreicht nie seine volle Drehzahl.
Wenigstens solltest du dein R1 (R2 in der Originalschaltung) anpassen.
Für D1 hast du hoffentlich keine normale Diode, so wie in deinem 
Schaltplan gezeigt, sondern ein DIAC eingebaut?

von Wolfgang (Gast)


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mark schrieb:
> Zeitkonstante, Grenzfrequenz ist doch alles das Selbe.
Deine Simulation ist falsch. Gegenüber der Schaltung sind C1 und C2 (C2 
und C3 im Schaltplan) vertauscht. Es scheint mir eher unwahrscheinlich, 
dass das keine Einfluss auf die Zeitkonstanten hat ;-)

von mark (Gast)


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Wolfgang schrieb:
> mark schrieb:
>> Das Einzige was ich geändert habe ist, dass ich einen 68nF statt 47nF
>> verwende.
> Lass mich raten: Das Stottern tritt wegen deiner Änderung bei niedrigen
> Drehzahlen auf und das Teil erreicht nie seine volle Drehzahl.
> Wenigstens solltest du dein R1 (R2 in der Originalschaltung) anpassen.
> Für D1 hast du hoffentlich keine normale Diode, so wie in deinem
> Schaltplan gezeigt, sondern ein DIAC eingebaut?

Fast:
Ich dreht das Poti auf, bis 50% passiert nichts, dann dreht er mit einer 
geringeren Drehzahl bei ca. 70% Potistellung, stottert aber. Drehe ich 
weiter gibt es einen Punkt wo er wieder abschaltet ca. 80% Potistellung. 
>80% Potistellung dreht er dann wieder voll.

Und ja es ist ein Diac.

Wolfgang schrieb:
> mark schrieb:
>> Zeitkonstante, Grenzfrequenz ist doch alles das Selbe.
> Deine Simulation ist falsch. Gegenüber der Schaltung sind C1 und C2 (C2
> und C3 im Schaltplan) vertauscht. Es scheint mir eher unwahrscheinlich,
> dass das keine Einfluss auf die Zeitkonstanten hat ;-)

Ok, könntest du mir vielleicht erklären warum das einen Einfluss auf die 
Zeitkonstante hat? Mir leuchtet das wirklich nicht ein. Vielleicht liegt 
es wirklich daran, dass Freitag ist.  ;) Ich verstehe einfach nicht, 
warum das jetzt einen Einfluss haben sollte, die Simulation zeigt ja 
auch keine Veränderungen, ob 2.7mH oder 100uH Kombi. Siehe Bilder

von mark (Gast)


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und hier:

T=L/R
T=RC --> R = T/C

T= L/R => T = L/(T/C) = LC/T
T^2 = LC
T = Wurzel(LC)

T für 100uH und 0.22uF
T= 5us
T für 2.7mH und 10nF
T = 5us

Voila! Meiner Ansicht nach verändert sich die Zeitkonstante nicht. Daher 
ist auch die Simulation identisch. Wenn das nun anderst sein sollte, bin 
ich irretiert.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Ok und was ist mit dem 47->68nF Kondensator, dessen Dimensionierung nun 
nicht mehr zu den 100Hz Halbwellen passt?

von Simulantenstadel (Gast)


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Das Problem ist: Simulation ist Simulation. Realität ist Realität.

von mark (Gast)


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Ben B. schrieb:
> Ok und was ist mit dem 47->68nF Kondensator, dessen
> Dimensionierung nun
> nicht mehr zu den 100Hz Halbwellen passt?

Ich kann dir hier nicht folgen. Mit dem KOndensator, habe ich auch nur 
die Zeitkonstante um ca. 100us erhöht. Statt 221us nun 320us.
Da die Halbwelle ja in 10ms durch ist, sollte das jetzt wirklich nicht 
viel ausmachen. Oder meinst du etwa doch? Ich muss jetzt am Poti dadurch 
sicher mehr aufdrehen, damit der Motor dreht und der Widerstand 4,7kOhm 
wird dadurch etwas mehr belastet. Mehr sehe ich da nicht, was das 
Problem sein könnte...
Aber hey, auch wenn ich nicht weiter komme im Moment, kann ich nur 
sagen, dass ich Probleme liebe. Ich kann so nur lernen. Ich hätte 
wirklich nicht gedacht, dass mich die Schaltung so derart beschäftigt.

Simulantenstadel schrieb:
> Das Problem ist: Simulation ist Simulation. Realität ist Realität.

Da gebe ich dir recht, aber die Rechnung oben sagt das Selbe, nämlich 
dass der Filter nichts ausmacht.

von hinz (Gast)


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Die Gleichtaktdrossel ist da fehl am Platz, und es fehlt der Snubber am 
Triac.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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... ich geb's auf.

von Horst S. (petawatt)


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hinz schrieb:
> es fehlt der Snubber

z.B. Reihenschaltung 220 Ohm 47 nF über Triac legen. Das war auch vor 50 
Jahren schon so üblich.
Grüße von petawatt

von Thorsten S. (thosch)


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Die Simulstion ist schon allein deswegen ziemlich sinnfrei, weil weder 
der Triac, noch der Kollektormotor der Flex als Last mitsimuliert 
werden...

von oszi40 (Gast)


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Diese Simulanten wieder. Nimm mal eine Glühlampe zum Test und erst 
später die Flex. Bürstenfeuer und Abschaltspannung können viel "Spaß" 
machen.

von Mani W. (e-doc)


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Meine Schaltung sieht allerdings so aus, und die funktioniert und
hat auch andere Bauteilwerte als die vom TO...

von mark (Gast)


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Horst S. schrieb:
> hinz schrieb:
>> es fehlt der Snubber
>
> z.B. Reihenschaltung 220 Ohm 47 nF über Triac legen. Das war auch vor 50
> Jahren schon so üblich.
> Grüße von petawatt

Danke

Mani W. schrieb:
> Meine Schaltung sieht allerdings so aus, und die funktioniert und
> hat auch andere Bauteilwerte als die vom TO...

Was hast du da für eine Induktivität drin? Die muss ja einen ziemlich 
hohen Strom abkönnen.

von hinz (Gast)


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mark schrieb:
> Was hast du da für eine Induktivität drin?

Da verwendet man Funkentstördrosseln mit Eisenpulverkern, z.B. Fastron 
TLC.


> Die muss ja einen ziemlich
> hohen Strom abkönnen.

Deshalb ist die von dir verwendete Gleichtaktdrossel ja nahezu 
wirkungslos.

Bei einem Allstrommotor ist die Drossel allerdings gar nicht nötig, die 
ist in Form des Stators eh schon vorhanden.

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