Forum: Platinen Manhattan Style Lötinseln


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von Michael B. (mich_at_el)


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Hallo,

ich würde gerne eine Platine im Manhattan-Style bauen, d.h. eine 
durchgängige Lage Kupfer, auf die kleine Platinenstücke aufgeklebt 
werden. Natürlich kann man solche Lötinseln einfach aus Platinenmaterial 
mit einer Säge oder einer Blechschere ausschneiden. Das sieht dann halt 
nicht so schön aus.
w2aew stellt Lötinseln mit einer Zange (er nennt die Zange punch) her: 
Youtube-Video "#122: Electronic Circuit Construction Techniques: review of some prototype circuit building methods"
Wie nennt man so eine Zange in Deutschland? Könnt ihr mir ein Modell 
empfehlen?

Außerdem zeigt w2aew noch Lötinseln, die man bei qrpme.com kaufen kann: 
http://qrpme.com/?p=product&id=MeSl

qrpme sitzt in den USA, der Versand nach Deutschland ist teuer. Kriegt 
man solche Lötinseln auch in Deutschland irgendwo zu kaufen?

Gibt es noch weitere Methoden, wie man leicht einigermaßen ordentlich 
aussehende Lötinseln herstellen kann?

Vielen Dank und viele Grüße
Michael

von Jack V. (jackv)


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Michael B. schrieb:
> Wie nennt man so eine Zange in Deutschland?

Lochzange

von René F. (therfd)


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Jack V. schrieb:
> Michael B. schrieb:
>> Wie nennt man so eine Zange in Deutschland?
>
> Lochzange

Würde ich auch sagen, eine ähnliche Lochzange habe ich schon beim 
Karosseriebauer gesehen um Bleche zum einschweißen zu lochen.

von Karl D. (lochball)


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Michael B. schrieb:

> qrpme sitzt in den USA, der Versand nach Deutschland ist teuer.

Bei ca. 10$ Porto stellt sich für mich die Frage, ob das Porto oder der 
Preis einer Lochzange den Ausschlag gibt. Ich habe von denen solche 
Lötinseln und bin bzgl. der Qualität und des einfachen Umgangs mit den 
Dingern schwer begeistert.

von Axel S. (a-za-z0-9)


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Michael B. schrieb:
> Außerdem zeigt w2aew noch Lötinseln, die man bei qrpme.com kaufen kann:
> http://qrpme.com/?p=product&id=MeSl
>
> qrpme sitzt in den USA, der Versand nach Deutschland ist teuer. Kriegt
> man solche Lötinseln auch in Deutschland irgendwo zu kaufen?

Das liest sich so als wären die einfach nur mit einem Platinenfräser ein 
Gitter abgefahren. Der Fräser macht also einerseits die Isolierung der 
Inseln, andererseits lassen sich die Inseln so auch einzeln oder in 
Gruppen auseinanderbrechen.

Beitrag #6274918 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Philip S. (Firma: ueberblick industries) (ueberblick)


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von was (Gast)


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Michael B. schrieb:
> Gibt es noch weitere Methoden, wie man leicht einigermaßen ordentlich
> aussehende Lötinseln herstellen kann?

Nimm doch einfach eine Lochrasterplatine und Silberdraht, wie 
nicht-Masochisten das tun.
"Manhattan-Style"... Das sieht vielleicht künstlerisch aus, aber davon 
abgesehen ist das Komponentenvergewaltigung mit maximalem Aufwand.

von Wühlhase (Gast)


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MaWin schrieb im Beitrag #6274918:
> Du hast das Zeug, die
> dümmsten, aufwendigsten und fehlerträchtigsten Prototypenansätze zu
> übertreffen.

Mindestens einer, der nicht verstanden hat was ein Hobby ist.


MaWin schrieb im Beitrag #6274918:
> Kann ich dir machen. Die Frage ist nur, was du zahlst?

Ich wäre skeptisch daß du das wirtschaftlich machen kannst.


Ansonsten: Hier sind ein paar Bilder wie der das macht:
http://www.sdmakersguild.org/the-art-of-manhattan-style-circuit-construction/

Ich würde keine teure Zange nehmen, da die aufgrund des relatv harten 
Materials gehörig leiden wird. Auf dem einen Bild sieht es aus als 
spannt er die Zange in einem Schraubstock ein...

von Achim B. (bobdylan)


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MaWin schrieb im Beitrag #6274918:
> Du könntest z.B. Erbsen mit Alufolie umwickeln, diese in der Mitte
> durchschneiden und auf Knäckebrot aufkleben.

Alufolie lässt sich aber scheiße löten. Ich nehme dafür Blattgold.

von Max (Gast)


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Achim B. schrieb:
> MaWin schrieb:
>> Du könntest z.B. Erbsen mit Alufolie umwickeln, diese in der Mitte
>> durchschneiden und auf Knäckebrot aufkleben.
>
> Alufolie lässt sich aber scheiße löten. Ich nehme dafür Blattgold.

Guck an, selbst ein MaWin kann hier noch etwas lernen :-)

von Jack V. (jackv)


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Achim B. schrieb:
> MaWin schrieb:
>> Du könntest z.B. Erbsen mit Alufolie umwickeln, diese in der Mitte
>> durchschneiden und auf Knäckebrot aufkleben.
>
> Alufolie lässt sich aber scheiße löten. Ich nehme dafür Blattgold.

Noch einen Versuch, und ihr habt es: dünnes Kupferblech. Ist dann auch 
weich genug für ’ne Lochzange – für Geräte, die auf Stahlblech ausgelegt 
sind, schon allemal.

: Bearbeitet durch User
von was (Gast)


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Wühlhase schrieb:
> Mindestens einer, der nicht verstanden hat was ein Hobby ist.

Sich selbst das Leben schwer machen? Mag ja sein, dass das seine 
Daseinsberechtigung hatte, irgendwann, irgendwo, als Lochrasterplatinen 
nicht erschwinglich waren und man nicht für 10-15€ beliebige Platinen 
vor die Tür geliefert haben konnte.

von Karl D. (lochball)


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Man könnte auch im äußersten Notfall eine Packung 
Heftzwecken/Reißzwecken in ein Stück Sperrholz drücken und hätte so in 
Eigenarbeit die notwendigen Lötstützpunkte für seine Experimente. Die 
könnten jederzeit wieder entfernt und neu verwendet werden. OK, das 
sieht dann vielleicht nicht so toll professionell oder technisch 
avanciert aus...

von sid (Gast)


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Ach das ist schon schön...
Vor ein paar Jahren hat sich jemand auf -ich meine- instructibles so 
einen Audio preamp gefriemelt (oder war's n Kopfhörer verstärker?) und 
in Kunstharz gegossen.
War schon schöner als son PCB in Brotdose ;)

Ich sag mal das ist wie Kabelbaum wickeln;
für industrielle Zwecke zu teuer, aber durchaus bemerkenswert und schön 
anzusehen.

Wer sich die Mühe machen möchte, der soll das mal tun finde ich.

Im Gegenteil, ich kann mir sogar vorstellen,
dass es Leute gibt die für einen Manhattenstyle Phono PreAmp in Harz
gerne ein paar Mark mehr ausgeben würden als für Bauteilidentisches auf 
PCB in Box;
eben weil es zu allem Überfluss auch noch gut aussieht (wenn gut 
gemacht)
Ich würde also vermuten wollen, dass das selbst in der kommerziellen 
Applikation mindestens noch eine Nischenberechtigung haben könnte.
Muss natürlich dann etwas durchdachter sein noch um die Abwärme aus dem 
Harz zu bekommen;
zB mit miniaturisierten heatpipes... ach das könnte schon schön sein...

'sid

von carl (Gast)


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Hallo Michael,

ich selber arbeite gerne mit Sägetechnik auf doppelseitigen 
Kupferplatinen (nur die obere Seite wird gesägt und bei Bedarf nach 
unten durchkontaktiert).
Verwendet wird eine Möbelsäge mit sehr scharfen, fein gezahnten 
Eisensägeblättern.
Bei längeren Sägewegen wird entweder die Platine leicht über eine Kante 
gebogen oder ich setze in der Mitte des Sägeblatts eine kleine 
Kiefernleiste hoch zum Bügel ein, damit das Sägeblatt auf der gezahnten 
Seite leicht konvex wird.

Ansonsten arbeite ich für Klebinsel-Technik gerne mit einer 
Durchlaufblechschere zum Zurechtschneiden der benötigten Inseln (sieht 
bei mir ganz ordentlich aus).

Einen Lötinselbohrer kann man sich gut aus billigen 8mm-Holzbohrern 
bauen, die lassen sich gut nachfeilen.

Unter dem Strich arbeite ich am meisten mit größeren Lötinseln (auf 
durchgehende Kupferplatinen geklebt). Auf diesen Lötinseln habe ich oben 
Unterbrechnungen eingesägt, wo man sie braucht. Über die gesägten 
Unterbrechungen (ca. 0,6mm breit) kann man sehr gut SMD-Bauteile 
verlöten.

von Wühlhase (Gast)


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was schrieb:
> Wühlhase schrieb:
>> Mindestens einer, der nicht verstanden hat was ein Hobby ist.
>
> Sich selbst das Leben schwer machen? Mag ja sein, dass das seine
> Daseinsberechtigung hatte, irgendwann, irgendwo, als Lochrasterplatinen
> nicht erschwinglich waren und man nicht für 10-15€ beliebige Platinen
> vor die Tür geliefert haben konnte.

Lochraster vernünftig löten (und nicht schnell & schmutzig fädeln) ist 
nicht unbedingt weniger Arbeit. Im Gegenteil, wahrscheinlich sogar mehr.

Und Manhattan Style sieht halt einfach gut aus, völlig egal wieviel 
Arbeit das ist (und ich bin mir recht sicher daß der TS das im Sinn 
hat).

Aber die meisten in diesem Forum wissen halt einen guten Whiskey nicht 
zu schätzen, gute Musik ist für sie ein Fremdwort, und mit einer schönen 
Frau wissen sie wahrscheinlich auch nichts anzufangen.

von Ach Du grüne Neune (Gast)


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carl schrieb:
> ich selber arbeite gerne mit Sägetechnik auf doppelseitigen Kupferplatinen

Mit einem 12mm Forstnerbohrer kann man sich schnell ein paar Lötinseln 
auf einer einseitigen Kupferplatine herstellen. Die freien Flächen 
können dann als GND genutzt werden.
Das geht es schneller als Sägen.

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