Guten Morgen,
ich habe ein altes Gerät, dessen Software auf zwei EPROMs (Even, Odd)
gespeichert ist.
Wie lang halten diese? Ist es sinnvoll sie sicherheitshalber vorher
einmal auszulesen und zu sichern?
Das Lichtfenster ist nicht abgedeckt, kann der Speicher durch normales
Sonnenlicht gelöscht werden? Gibt es EEPROM ErsatzTypen für EPROMs? Muss
man beim Auslesen auf etwas achten?
Sry wegen der vielen Fragen.
Es handelt sich hundertprozentig um ein leistungsfähiges 16-Bit System.
EPROMs an sich halten ewig, nur der Inhalt nicht. 20 Jahr sind
sportlich.
Das Löschen führt zu einer Abnutzung der EPROM-Zellen.
Ohne Abdeckung des Quarzfensters "hält" der Inhalt noch kürzer, bei
Sonnenlicht liegt die Haltbarkeit eher im Bereich von Wochen.
Ist das alte Gerät nicht schon ein Fall für das Museum?
Das kenne ich gut, habe ein paar Dutzend Geräte mit alten Eproms.
Ja, es soll schon Fälle gegeben haben, in denen sich der Eprominhalt
langsam verabschiedet hat. Hatte ich zum Glück noch nie.
Also kann "auffrischen" nicht schaden. Das offene Fenster ist kein
großes Problem, die Sonne müsste schon tagelang volle Möhre
draufknallen.
Je nach Deiner Ausstattung ist eine "Auffrischung" ganz einfach.
- Eprom entnehmen (wenn gesockelt)
- Eprom auslesen, Inhalt gut sichern.
- Eprom wieder neu "brennen", dabei braucht dieser nicht gelöscht
werden, da exakt der gleiche Inhalt wieder rein kommt. Es werden nur die
Speicherzellen "aufgefrischt"
- Neue Eproms sind nicht nötig, schaden aber auch nicht. Allerdings
werden seit Jahren keine mehr hergestellt (vermute ich mal) also wären
neue eigentlich auch alt.
Das Prozedere habe ich bei einigen Geräten schon durch, habe mir extra
noch Adapter gebaut, um gaaaaanz alte Typen (z. B. 1702) verwursten zu
können. Doch auch alle Geräte wo ich das noch nicht gemacht habe (weil
Eproms verlötet oder so) leben noch, obwohl bis zu 45 Jahre alt ....
Noch!
Old-Papa
> Wie lang halten diese? Ist es sinnvoll sie sicherheitshalber vorher> einmal auszulesen und zu sichern?
Es gibt eine Menge Leute mit alter Messtechnik welche bereits die
Erfahrung gemacht haben das der Inhalt fehlerhaft wurde.
Daher ja, es ist sehr sinnvoll das auszulesen.
> Das Lichtfenster ist nicht abgedeckt, kann der Speicher durch normales> Sonnenlicht gelöscht werden?
Ja. Vor allem auch weil das Eprom ja nicht komplett geloescht werden
muss. Es reicht ja bereits wenn ein Bit umkippt und du hast ein Problem.
Abdecken am besten mit Aufklebern die wirklich kein UV-Licht
durchlassen. Dafuer gab es mal extra Aufkleber aus Alufolie. Aber
natuerlich wenn die Platine immer in einem geschlossenen Geraet ist, ist
es nicht so wichtig.
> Gibt es EEPROM ErsatzTypen für EPROMs?
Fuer manche Typen gab es soetwas. Aber sicherlich nicht fuer alle.
> Muss man beim Auslesen auf etwas achten?
Nein, auslesen ist einfach. Brennen ist komplexer weil sich die
Algorythmen je nach Hersteller und genauem Typ unterscheiden können.
Olaf
Sichern ist gut. Eproms werden rar. Welchen Typ du brauchst steht auf
deinen EPROMs. Es gibt (gab ) für fast alle EPROM-Typen auch kompatible
Flashspeicher. EEPROMs ( wenn überhaupt kompatibel verfügbar ) machen
wenig Sinn da du den Inhalt nicht im Betrieb ändern mußt. Solange du die
Leiterplatte nicht ohne Gehäuse im Sonnenlicht betreibst passiert deinen
Eproms nix. Selbst dann würde es eine Weile dauern bis im EPROM Bits
kippen.
Bei Digikey bekommst Du noch problemlos EPROMS, aber auch EEPROMS wie
z.B. 28C256 und Flashes wie z.B. SST39SF010. Leider nicht mehr in DIL,
sondern nur noch in PLCC und bei den EPROMs nur OTP (einmal
programmierbar), aber dafür gibts dann ja Adapterplatinen.
fchk
Vielen Dank euch ?
Es handelt sich um eine Maschinensteuerung aus Baujahr 98.
Werkzeugmaschinen können Auch problemlos >30 Jahre eingesetzt werden,
sofern die Elektronik mitspielt.
Aber ich entnehme die Information, dass zumindest ein Backup längst
überfällig ist und ich die Fenster sicherheitshalber doch besser
abdecken sollte. Ich würde sie in dem Zuge auch gerne auffrischen, muss
aber schauen, ob ich dafür noch ein passendes Gerät auftreiben kann.
Ich würde mir dann einfach 2 neue (alte) EPROMs kaufen und sie mir
hingehen.
Warum soll er auf neue Eproms wechseln oder gar auf Flash?
Er hat ja Eproms, nur der passende Brenner könnte heutzutage knapp
werden.
Ich habe ein ganzes Rudel an Brennern, irgendwas geht immer. Das hat
allerdings nicht jeder. Mit einem True Willem USB PRO GQ-4X Programmer
habe ich bisher fast alles hinbekommen (mit Adapter), auch der TL866
macht vieles (der neuere 866II Plus eher nicht, da nur 18V UPrg).
Ein Galep (ich habe die IV) ist auch gut, aber teuer. Es gibt noch viele
weitere...
Old-Papa
Direktes Sonnenlicht ist ziemlich tödlich für die Daten. Wenn man kein
UV-Löschgerät hat, kann kann EPROMS löschen, indem man sie ein paar
Wochen in die Sonne legt.
Domenik schrieb:> Aber ich entnehme die Information, dass zumindest ein Backup längst> überfällig ist und ich die Fenster sicherheitshalber doch besser> abdecken sollte. Ich würde sie in dem Zuge auch gerne auffrischen, muss> aber schauen, ob ich dafür noch ein passendes Gerät auftreiben kann.>> Ich würde mir dann einfach 2 neue (alte) EPROMs kaufen und sie mir> hingehen.
Wie immer bei einem Backup solltest du unbedingt auch sicherstellen,
dass du auch in der Lage bist das Backup wieder auf ein neues EPROM zu
brennen (und das dieses dann auch funktioniert).
Die .hex/.bin/.mot-Datei auf der Festplatte bringt dir wenig wenn du
erst im Ernstfall merkst, dass du sie nicht korrekt auf einen neuen Chip
bringst.
Das mit den Ersatztypen hört sich gut an. Und sogar Flashs. Einen
Adapter zu bauen wäre da nicht das Problem, wobei es das sicherlich auch
Schon welche zu kaufen gibt.
Domenik schrieb:> ich habe ein altes Gerät, dessen Software auf zwei EPROMs (Even, Odd)> gespeichert ist.>> Wie lang halten diese?
Wenn sie nicht mißhandelt werden: ewig. Die Herstellerangaben sind um
die 20 Jahre. Aber das gilt für Temperatur und Spannung am ungünstigen
Ende des jeweils erlaubten.
> Ist es sinnvoll sie sicherheitshalber vorher> einmal auszulesen und zu sichern?
Schaden kann es jedenfalls nicht. Zu der Zeit, als diese Geräte noch
handelsüblich waren, konnte einem der Hersteller noch helfen, wenn ein
EPROM die Grätsche gemacht hatte. Bei historischen Geräten wird die
Beschaffung von Ersatz schwer bis unmöglich. Deswegen ist es sicher
nicht verkehrt, wenn man ein Backup hat.
> Das Lichtfenster ist nicht abgedeckt, kann der Speicher durch normales> Sonnenlicht gelöscht werden?
Er kann. Aber es dauert trotzdem Tage bis Wochen. Und normalerweise ist
die Platine ja in einem Gehäuse verbaut und die EPROMs schauen nicht
irgendwo raus, wo Sonne drauf scheinen kann.
> Gibt es EEPROM ErsatzTypen für EPROMs?
Für manche schon. Erkennt man an der Typenbezeichnung. Die Nummern sind
halbwegs genormt. So wäre ein 28C64 z.B. ein EEPROM-Ersatz für ein 27C64
EPROM. OK, mittlerweile wären beide ähnlich schwer beschaffbar. Und der
spezifische Vorteil eines EEPROM (einfach und oft beschreibbar) kommt in
einem Gerät, wo ein EPROM verbaut ist, auch nicht zum Tragen.
> Muss man beim Auslesen auf etwas achten?
Ja. Man sollte das EPROM beim Ausbauen nicht beschädigen. Hier schlagen
ab und zu Spezialexperten auf, die ihrem EPROM ein Beinchen abgerissen
haben. Auch thermischen Streß oder zusätzliche UV-Bestrahlung sollte man
vermeiden.
Das Auslesen sollte man mehrfach tun. Und wenn der verwendete EPROMMER
das kann, bei Betriebspannung am nominalen, unteren und oberen
Grenzwert. Und dann die Daten vergleichen. EEPROMs die langsam
vergeßlich werden, liefern oft bei niedrigerer Betriebsspannung noch
gültige Daten. Programmiert werden sie typischerweise mit der Spannung
am oberen Limit.
Wenn möglich, sollte man schauen ob das EPROM eine Prüfsumme enthält
oder eine glatte Prüfsumme (z.B. 0x00 bei einfacher Addition) ergibt.
Oder man macht den Kreuztest: man brennt frische EPROMs mit den
ausgelesenen Daten und prüft, ob das Gerät mit den neuen EPROMs
arbeitet.
Und zuallererst schaue man im Web, ob es nicht schon irgendwo EPROM
Images gibt. Man muß die Welt nicht im Alleingang retten.
Wenn ich Binarys und Speicher habe, wird es zumindest bestimmt noch die
nächsten 20 Jahre eine Möglichkeit geben sie zu brennen. Wohingegen ich
zumindest die Binarys sehr wahrscheinlich nicht mehr auftreiben könnte.
Domenik schrieb:> Vielen Dank euch ?>> Es handelt sich um eine Maschinensteuerung aus Baujahr 98.> Werkzeugmaschinen können Auch problemlos >30 Jahre eingesetzt werden,> sofern die Elektronik mitspielt.
Willkommen im Club (hier CNC-Drehautomat Bj. 1990, Sinumerik 810 :-)
> Aber ich entnehme die Information, dass zumindest ein Backup längst> überfällig ist und ich die Fenster sicherheitshalber doch besser> abdecken sollte. Ich würde sie in dem Zuge auch gerne auffrischen, muss> aber schauen, ob ich dafür noch ein passendes Gerät auftreiben kann.>> Ich würde mir dann einfach 2 neue (alte) EPROMs kaufen und sie mir> hingehen.
Ja, ich würde sie auf jeden Fall sichern und auch die Fenster abkleben
(früher hat man das gerne mit den Etiketten für die Schreibschutzkerben
der 5,25-Zoll-Disketten gemacht - diese hatten eine
Aluminiumbeschichtung)
Auch hier waren die nicht abgedeckt (allerdings in der Maschine auch
komplett im Dunkeln). Eine der ersten Handlungen war, die EPROMs aller
Einschübe zu sichern, insgesamt 20 Stück. Aber: die Steuerung läuft
weiterhin problemlos mit den Originalen - auch nach 30 Jahren. Die
Sinumerik führt übrigens auch permanent einen Checksummen-Test über alle
Bausteine durch.
EPROM-Leser/Brenner gibt es recht preiswert, hier ist es ein TL866 II
Plus. Damit lassen sich übrigens auch andere Sachen (Controller etc.)
programmieren.
Chris D. schrieb:
...
> EPROM-Leser/Brenner gibt es recht preiswert, hier ist es ein TL866 II> Plus. Damit lassen sich übrigens auch andere Sachen (Controller etc.)> programmieren.
Vorsicht! Der 866II Plus soll ja nur noch 18V Programmierspannung
können, der alte 866 (CS oder A) brachte es auf 21V. Gerade ältere
Epromtypen brauchen wirklich 21V oder sogar mehr.
Beim True Willem kann man bis 25V einstellen.
Ich bin gespannt, mein gestern georderter TL866II Plus soll ja heute
eintreffen. Meinen auf TL866A "gehackten" hatte ich gebrickt, er läuft
aber auch wieder.
Ich werde den neuen dann mal mit Problem-Eproms (z. B. 2732 aus DDR)
testen.
Old-Papa
Bei den Speichern handelt es sich um M27C4001. Gibt es sogar noch bei
Mouser, Farnell und anderen. Jetzt muss ich nur noch einen passenden
Brenner finden.
Ben B. schrieb:> kann EPROMS löschen, indem man sie ein paar> Wochen in die Sonne legt.
Paar Wochen reichten nicht zum löschen. Lange im Löschgerät ist
zuverlässiger. Für meinen Test lagen 2708 monatelang innen auf der
Fensterbank ohne Fehler. Es gibt jedoch auch Nieten, die sich nur 1x
progammieren ließen. Deswegen würde ich alte EPROMS nicht sinnlos
überschreiben zumal jeder Hersteller etwas andere Programmierzyklen und
Programmierspannungen haben könnte. Dateninhalt sichern und Ersatz
besorgen wäre besser.
Man achte auch Taktfrequenzen in der Schaltung um zeitliche Probleme
rechtzeitig zu erkennen. Nicht jeder langsame EPROM läuft fehlerfrei
überall. Manche EPROM-Inhalte haben am Ende eine Prüfzahl. Wenn die
nicht mehr mit dem Inhalt übereinstimmt, könnte das System einen Fehler
melden.
oszi40 schrieb:>> Paar Wochen reichten nicht zum löschen. Lange im Löschgerät ist> zuverlässiger. Für meinen Test lagen 2708 monatelang innen auf der> Fensterbank ohne Fehler.
Hinter Fensterglas ist auch witzlos ;-) Das filtert UV-Strahlung relativ
gut.
> Es gibt jedoch auch Nieten, die sich nur 1x> progammieren ließen. Deswegen würde ich alte EPROMS nicht sinnlos> überschreiben zumal jeder Hersteller etwas andere Programmierzyklen und> Programmierspannungen haben könnte.
Sinnlos sicher nicht, sondern möglichst mit den vorgeschriebenen
Algorithmen. Diese kann man allerdings fast nie beeinflussen (außer beim
True Willem)
Doch wenn ich einen i2764 vorfinde und den Brenner auf i2764 einstelle,
darf ich halbwegs darauf vertrauen, dass das passt.
Bei einem Neuen hätte ich exakt das gleiche Problem...
> Dateninhalt sichern und Ersatz> besorgen wäre besser.
Wenn man kann, ja.
> Man achte auch Taktfrequenzen in der Schaltung um zeitliche Probleme> rechtzeitig zu erkennen. Nicht jeder langsame EPROM läuft fehlerfrei> überall.
Darum ist es keine schlechte Idee, den originalen zu belassen ;-)
> Manche EPROM-Inhalte haben am Ende eine Prüfzahl. Wenn die> nicht mehr mit dem Inhalt übereinstimmt, könnte das System einen Fehler> melden.
Könnte.... ;-)
Old-Papa
Old P. schrieb:> Vorsicht! Der 866II Plus soll ja nur noch 18V Programmierspannung> können, der alte 866 (CS oder A) brachte es auf 21V. Gerade ältere> Epromtypen brauchen wirklich 21V oder sogar mehr.> Beim True Willem kann man bis 25V einstellen.
Ja, wobei man wohl die 866II Plus auch modifizieren kann. Ich hatte
damals danach geschaut, aber das dann nicht weiter verfolgt, weil hier
im Moment unnötig.
Der OP dürfte aber wohl auch damit klarkommen, weil 1998 sehr
wahrscheinlich keine so alten Typen mehr verwendet wurden. Schon in
meiner Maschine gibt es nur noch 12,5V-Typen.
Aber der Hinweis ist richtig :-)
> Ich bin gespannt, mein gestern georderter TL866II Plus soll ja heute> eintreffen. Meinen auf TL866A "gehackten" hatte ich gebrickt, er läuft> aber auch wieder.> Ich werde den neuen dann mal mit Problem-Eproms (z. B. 2732 aus DDR)> testen.
Am Rande würde mich interessieren, inwiefern diese alten EPROM-Typen
robuster gegenüber Datenverlust waren/sind. Immerhin wurden da die
Elektronen ja noch grammweise hochgeschaufelt ;-)
Domenik schrieb:> Bei den Speichern handelt es sich um M27C4001. Gibt es sogar noch bei> Mouser, Farnell und anderen. Jetzt muss ich nur noch einen passenden> Brenner finden.
Ach gottchen, das sind ja noch junge Küken ;-) (allerdings richtig
fette)
Ich muss mal sehen, ob die in den Listen meiner Brenner stehen.
Ein paar davon habe ich sicher auch in meinen Schachteln.
Old-Papa
Andreas S. schrieb:> Neue EPROM-Programmiergeräte gibt es bei Batronix, d.h. inklusive> Software für aktuelle Betriebssysteme:>> https://www.batronix.com/
Ja, zu Apothekerpreisen ;-)
Die Dinger sind sehr gut und für "Dauerprogrammierer" sicher eine gute
Wahl. Doch für den Gelegenheitsbrenner dann eher Kanonen auf Spatzen ;-)
Old-Papa
Ben B. schrieb:> So einen Eprommer kann man sich bei Bedarf immer wieder neu bauen.
Solange es keine 1702A sind. :-)
Aber selbst 2708 wird heutzutage schon sportlich, da muss man den
Vpp-Impuls selbst takten. Bei allen späteren EPROMs wird der
Programmierimpuls nur noch mit TTL-Pegel getaktet und Vpp kann man
dauerhaft anlegen.
Aber hier geht's ja sowieso um Youngster, habe ich gelesen (27C4001).
;-)
Domenik schrieb:> Bei den Speichern handelt es sich um M27C4001. Gibt es sogar noch bei> Mouser, Farnell und anderen. Jetzt muss ich nur noch einen passenden> Brenner finden.
Mein Tip wäre, bei ebay (oder so) nach einem gebrauchten Profigerät zu
suchen. Ich bin so mal sehr preisgünstig zu einem GALEP3 gekommen. Das
war damals, als auf 3.3V umgestellt wurde (der GALEP3 kann nur 5V). Der
würde für deine EPROMs auch noch passen.
Die Software läuft hier in einer Windows-VM bei Bedarf. Also einmal im
Jahr oder so :)
Axel S. schrieb:> Wenn sie nicht mißhandelt werden: ewig. Die Herstellerangaben sind um> die 20 Jahre.
kann ich bestätigen, meine Eproms aus den '80er sind noch alle OK,
Fenster abgeklebt, in Sortimentskästen bei Raumtemp. gelagert.
Old P. schrieb:>> https://www.batronix.com/>> Ja, zu Apothekerpreisen ;-)> Die Dinger sind sehr gut und für "Dauerprogrammierer" sicher eine gute> Wahl. Doch für den Gelegenheitsbrenner dann eher Kanonen auf Spatzen ;-)
Das was Programmiergeräte teuer macht sind die Freigaben der
Halbleiterhersteller. Üblicherweise wird jeder einzelne
Programmieralgorithmus geprüft und vom Hersteller des Bausteins
abgesegnet. Das fehlt den Bastler-Billig-Geräten.
Für zu Hause reicht es, EPROMs mit dem "Standard" und dem
"Quick"-Algorithmus brennen und noch die VPP einstellen zu können. Für
professionelle Fertigung will man Hitachi genau mit dem offiziellen
Hitachi-Algorithmus brennen, und NEC mit dem NEC-Algorithmus und nicht
umgekehrt.
Zu manchen Bausteinen (z.B. GALs) wurden die Programmieralgorithmen
offiziell nie veröffentlicht. Preiswerte Geräte setzen da auf reverse
engineering, was dann mehr oder weniger gut umgesetzt wurde.
Wer den Platz auf der Werkbank hat und sich regelmäßig mit alter Technik
beschäftigt, der sollte sich ein altes Profi-Gerät zulegen (z.B. von
DATA IO). Die Dinger sind heute bezahlbar, der zum Betrieb erforderliche
MS-DOS-PC ist es auch.
Und ja, die meisten EPROMs schaffen >40 Jahre Datenerhalt. Ob Flash da
mal hinkommen wird weiss noch keiner. Kaputt gehen können sie trotzdem,
und sei es nur durch Überspannung vom durchgegangenem Netzteil, daher
ist ein Backup unverzichtbar. Zum Lesen reicht ein Billig-Brenner oder
ein Stück Lochraster am Arduino.
Old P. schrieb:> Ja, zu Apothekerpreisen ;-)> Die Dinger sind sehr gut und für "Dauerprogrammierer" sicher eine gute> Wahl. Doch für den Gelegenheitsbrenner dann eher Kanonen auf Spatzen ;-)
Für Hobby und 1x brennen stimmt das aber die Qualität ist Top.
Hab einen der kleineren von Batronix und vorher jahrelang mit den
"Flagschiff" gearbeitet. Fand ich jetzt nicht so teuer und das Gerät ist
toll zu bedienen. Als norddeutscher sind die mir auch in jeder Hinsicht
am nächsten. "Unbekannte" Bausteine pflegen Sie auch umsonst ein.
Domenik schrieb:> Wie lang halten diese?
Also bis jetzt hab ich noch nie einen Ausfall erlebt. Auch bei 30 Jahre
alten Geräten nicht die in Serie gebaut wurden. Da sind aber auch nur
Eproms von TI und ST drin.
Ein Backup richtet natürlich keinen Schaden an aber grundlos erneuern
würde ich die auch nicht..
Axel S. schrieb:> Und wenn der verwendete EPROMMER> das kann, bei Betriebspannung am nominalen, unteren und oberen> Grenzwert. Und dann die Daten vergleichen.
Ist dir das schon mal passiert? Also bei meinen war da nie ein
Unterschied.
Soul E. schrieb:> Wer den Platz auf der Werkbank hat und sich regelmäßig mit alter Technik> beschäftigt, der sollte sich ein altes Profi-Gerät zulegen (z.B. von> DATA IO).
Klar, das ist dann natürlich noch kalibriert und garantiert ok. Also
wenn ich schon auf "Original-Algorithmen" bestehe dann brauche ich auch
eine zertifizierbare Gerätekette. Vielleicht findet sich auch einer der
statt nem DOS Rechner ne VAX oder PDP11 braucht. /Ironie
bei Eproms ist es schlicht nachweisbar das jeder anständige Brenner den
Job gut macht.
> Kaputt gehen können sie trotzdem,> und sei es nur durch Überspannung vom durchgegangenem Netzteil,
Also ich hab die Dinger schon heiß gebacken und die waren das einzige
was von der Platine noch ging. Eproms sind nach meiner Erfahrung sehr
robust, ein Backup schadet trotzdem nicht.
Mangels Löschgerät habe ich mal vor vielen Jahren versucht, ein EPROM im
Sonnenlicht (Juli auf dem Dach der Garage) zu löschen. Hat nicht
geklappt. Selbst nach 4 Wochen war das Programm noch drin.
Andererseits hatte ich mal ein Moden, wo das EPROM ganz plötzlich
ausfiel - da war es vielleicht 3 Jahre alt. Ich bekam problemlos Ersatz
vom Hersteller.
Domenik schrieb:> Ist es sinnvoll sie sicherheitshalber vorher> einmal auszulesen und zu sichern?
Ja (wenn dir am Gerät was liegt). Speichere es bis du es benötigst auf
deiner Festpatte. Und wenn man es sowieso gerade ausliest: Neu brennen
oder gleich ein neu gebranntes einsetzen.
> Das Lichtfenster ist nicht abgedeckt, kann der Speicher durch normales> Sonnenlicht gelöscht werden?
Ja, dauert halt etwas, der Anteil an 254nm kurzwelligem UV ist gering
aber die kumulierte Menge macht's. Normalerweise wird ein Geäuse das
Sonnenlicht abschirmen.
http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.7.5
MaWin schrieb:> Ja, dauert halt etwas, der Anteil an 254nm kurzwelligem UV ist gering> aber die kumulierte Menge macht's.
Sonne ist aber nicht zuverlässig. Hab das mal versucht (aus Neugier,
nicht zum löschen) und die Daten tauchten nach einiger Zeit wieder auf.
Toby P. schrieb:> Axel S. schrieb:>> Und wenn der verwendete EPROMMER>> das kann, bei Betriebspannung am nominalen, unteren und oberen>> Grenzwert. Und dann die Daten vergleichen.>> Ist dir das schon mal passiert? Also bei meinen war da nie ein> Unterschied.
Nein, halbkaputte EPROMs hatte ich auch noch nicht. Die waren immer
entweder in Ordung oder ganz kaputt. Insofern gebe ich hier nur wieder,
was ich anderswo gelesen habe.
Daß die Betriebsspannung Einfluß hat, ist aber plausibel. Die Ladung auf
dem floating gate verschiebt die Threshold-Spannung des MOSFET. Eine
andere Betriebsspannung verschiebt die Spannung, mit der gelesen wird.
Alterungseffekte können so kompensiert werden.
Mehrfaches Auslesen und Vergleichen schadet sowieso nie. Damit testet
man nebenbei auch den Rest des Setups (den PC, Port, EPROMmer).
Daß man zum Programmieren die Betriebsspannung erhöhen soll, steht oft
explizit im Datenblatt. Z.B. aus dem Datenblatt des M27C256:
"The M27C256B is in the programming mode when VPP input is at 12.75V
... VCC is specified to be 6.25V ± 0.25 V"
Domenik schrieb:> Old-Papa, was machst du denn alles damit, dass du das so ausgestattet> bist?
Das bringen über 50 Jahre Elektronikbasteln so mit sich. Man(n) gönnt
sich gelegentlich was Neues ;-) Die ersten habe ich noch selber gebaut,
die könnten sogar noch funktionieren, wenn irgendwo noch DOS läuft.
Ja, was mach ich damit? Gelegentlich was "brennen" ;-)
Old-Papa
Old P. schrieb:> Domenik schrieb:>> Old-Papa, was machst du denn alles damit, dass du das so ausgestattet>> bist?>> Das bringen über 50 Jahre Elektronikbasteln so mit sich. Man(n) gönnt> sich gelegentlich was Neues ;-) Die ersten habe ich noch selber gebaut,> die könnten sogar noch funktionieren, wenn irgendwo noch DOS läuft.> Ja, was mach ich damit? Gelegentlich was "brennen" ;-)
Ich hatte mal eine Eprommer von ELV. Eine große ISA-Einsteckkarte, daran
ein langes Flachbandkabel und am Ende ein Textool-Sockel im massiven
Metallgehäuse. Das Teil lief auch unter DOS und war damals sauteuer.
@Dominik (TO)
Schade das du nicht angemeldet bist. Vielleicht würde sich jemand finden
der a) solche Epromms übrig hat und b) sie dir auch auslesen und
programmieren könnte.
Wir hatten in den 70er Jahren einen Programmer für das 1702 entwickelt.
Dabei ließ sich des EPROM nur programmieren wenn Umgebungslicht
vorhanden war. Kennt jemand die Ursache für diesen Effekt?
Gerald K. schrieb:> Wir hatten in den 70er Jahren einen Programmer für das 1702 entwickelt.> Dabei ließ sich des EPROM nur programmieren wenn Umgebungslicht> vorhanden war. Kennt jemand die Ursache für diesen Effekt?
Da hat wohl der Photoeffekt die virtuelle Masse beim 1702 erst auf das
richtige Potential gebracht...
Nebenbei hätte ich sowohl Prommer als auch Rohlinge für alle bekannten
EPROMs da - also falls unser Gast Bedarf hat, kann er sich gerne an mich
wenden.
Gerald K. schrieb:> Wir hatten in den 70er Jahren einen Programmer für das 1702 entwickelt.> Dabei ließ sich des EPROM nur programmieren wenn Umgebungslicht> vorhanden war. Kennt jemand die Ursache für diesen Effekt?
Weil Du sonst den Rechner nicht bedienen konntest? Entschuldigung??
Jörg R. schrieb:> Vielleicht würde sich jemand finden der a) solche Epromms übrig hat und> b) sie dir auch auslesen und programmieren könnte.
Auslesen und programmieren kann ich sie meiner Erinnerung nach (müsste
in der Uralt-Software aber mal nach dem genauen Typ gucken).
Ob ich noch einen da habe, weiß ich gerade nicht.
Wolfgang R. schrieb:> Nebenbei hätte ich sowohl Prommer als auch Rohlinge für alle bekannten> EPROMs da
OK, da sind wir schon zwei. :-) (Stimmt, du hattest ja letztens schon
ausgeholfen hier.)
Kleiner Einschub...
Ich bin seit einiger Zeit dabei 9 Eproms mit Sonnenlicht zu löschen
(just for fun). In den ersten Tagen passiert nichts. Wenn dann das erste
Bit umkippt, dauert es nochmals etwa die gleiche Zeit bis alle Bits bei
5V als gelöscht gelesen werden. Dann ist es aber immer noch für "einige
Sonnentagesdosen" möglich den ursprünglichen Inhalt fehlerfrei bei
kleinerer Betriebsspannungen auszulesen. Unten ist beispielhaft der
Verlauf bei Eprom #1 gezeigt.
Ja, auch das Umgebungslicht ändert den Auslesewert wackliger Bits.
1
Dargestellt ist Zahl der 'zurückgedrehten' Bits bei 5V bzw. (falls 100%) die dazu nötige Mindestspannung damit alle Bits als gelöscht gelesen werden.
Ben B. schrieb:> Direktes Sonnenlicht ist ziemlich tödlich für die Daten. Wenn man kein> UV-Löschgerät hat, kann kann EPROMS löschen, indem man sie ein paar> Wochen in die Sonne legt.
An einen schönen heißen Tag (so ab ca. 40° unter der Sonne) und
strahlend blauer Himmel reichen dazu 6-8 Stunden aus.
Damals als ich noch jung war, haben mein Freund und ich zusammengelegt.
Sind ins Schwimmbad gefahren, haben uns dort für 5 DM 30 Min. Solarium
geleistet. Alle Eproms schön drauf gestellt. Die waren perfekt gelöscht.
;)
Gruß
Pucki
Toby P. schrieb:> Axel S. schrieb:>> Und wenn der verwendete EPROMMER>> das kann, bei Betriebspannung am nominalen, unteren und oberen>> Grenzwert. Und dann die Daten vergleichen.>> Ist dir das schon mal passiert? Also bei meinen war da nie ein> Unterschied.
Das habe ich schon öfters erlebt. Das sind dann die Kandidaten, die nur
bei kaltem oder nur bei warmem Gerät sauber laufen, oder eben nur bei
hoher oder niedriger VDD. Einmal mit dem originalen Inhalt neu brennen
löst das Problem. Vorher löschen braucht man nicht, so kann auch der
originale Aufkleber dranbleiben. Das ist bei Sammlerstücken
wünschenswert.
Wenn man die Originaldaten nicht hat und bei 4,5 V was anderes
ausgelesen hat als bei 5,5 V: der "richtige" Datensatz ist der wo mehr
Nullen drin vorkommen. Das gilt für 27xx-EPROMs, also Typen die in
Richtung "1" gelöscht werden.
87xx Microcontroller werden meist in Richtung "0" gelöscht und mit "1"
programmiert, da ist es dann sinngemäß umgekehrt.
Old P. schrieb:> Andreas S. schrieb:>> Neue EPROM-Programmiergeräte gibt es bei Batronix, d.h. inklusive>> Software für aktuelle Betriebssysteme:>>>> https://www.batronix.com/>> Ja, zu Apothekerpreisen ;-)
Dafür, dass solche Geräte heutzutage wohl in vergleichsweise
homöopathischen Stückzahlen verkauft werden und die Software immer noch
aktiv gepflegt wird, halte ich die Preise sogar für ausgesprochen
günstig, insbesondere bei deren eigenen Produkten.
Bei einen 2716 (MOSTEK MK2716J-9) war es so, dass neben VCC auch der
Spannungspegel an OE/Vpp wichtig war (je höher desto gelöschter). Ich
bin der Sache aber nicht weiter nachgegangen.
Toby P. schrieb:> Sonne ist aber nicht zuverlässig. Hab das mal versucht (aus Neugier,> nicht zum löschen) und die Daten tauchten nach einiger Zeit wieder auf.
Ich hab doch extra einen Link angegeben, nicht gelesen ? "if device
appears erased, continue until 3 times of that exposure".
Und in Sonnenlicht ist wirklich wenig 254nm weil schon die Luft das
stark dämpft, das braucht eher Jahre als Wochen.
Toby P. schrieb:> Axel S. schrieb:>> Und wenn der verwendete EPROMMER>> das kann, bei Betriebspannung am nominalen, unteren und oberen>> Grenzwert. Und dann die Daten vergleichen.>> Ist dir das schon mal passiert? Also bei meinen war da nie ein> Unterschied.
Bei Profigeräten für industrielle Anwendung ist das aber üblich und
sinnvoll, denn nur so kann man feststellen, ob den Sicherheitsabstand
der Ladung in der Zelle von der Schwelle, die zwischen "0" und "1"
entscheidet, groß genug ist. Und das ist wichtig für Qualität der
Programmierung, d.h. ob der Inhalt über Zeit und Temperatur stabil
bleibt.
Als ich noch jung war, war Sonnenmilch Faktor 10 selten. Heute ist
Faktor 30 an jeder Ecke zu bekommen.
Was ich damit sagen will. Es gibt immer mehr UV-Strahlung von der Sonne.
Und die löscht die Eproms.
Gruß
Pucki
Jörg W. schrieb:> Alexander K. schrieb:>> Es gibt immer mehr UV-Strahlung von der Sonne.>> Ein sehr gewagter Schluss nur von irgendwelchen Sonnenmilch-Angaben. ;-)
Du musst die EPROMs halt genau unter das Ozonloch legen :-)
Die von Franz geposteten Werte überraschten mich aber schon. Meine
eigenen Experimente zeigten auch dass eher Monate als Tage nötig sind.
Das war aber vor 40 Jahren...
Soul E. schrieb:> Meine> eigenen Experimente zeigten auch dass eher Monate als Tage nötig sind.> Das war aber vor 40 Jahren...
Dann kannst Du sie jetzt aus der Sonne nehmen. Die sind definitiv
gelöscht...nach 40 Jahren?
Lt. Bundesumweltamt kommt es auf den Wohnort und die Höhe an.
In München sind die Werte z.T. stark über den Durchschnitt von
Deutschland.
Dazu spielt der Monat eine starke Rolle. Juli ist TOP für Sonnenbrand.
Gruß
Pucki
Alexander K. schrieb:> Als ich noch jung war, war Sonnenmilch Faktor 10 selten. Heute ist> Faktor 30 an jeder Ecke zu bekommen.>> Was ich damit sagen will. Es gibt immer mehr UV-Strahlung von der Sonne.> Und die löscht die Eproms.
Ich nehme einfach mal an, dass das ein "Witz" war.
MaWin schrieb:> Ich nehme einfach mal an, dass das ein "Witz" war.
Nein. War es nicht.
Hängt mit der Ozonschicht etc. zusammen. Gibt wissenschaftliche
Untersuchungen dazu.
Das mit der Sonnenmilch ist auch mein Ernst. Ich habe sehr anfällige
Haut und nehme immer den Stärksten Faktor den die Drogerie zu bieten
hat. Was meist bedeutet ich nehme Sonnenschutz für Kinder. Die ist
besser für meine Haut. Und ich vermeide Sonne.
Gruß
Pucki
Alexander K. schrieb:> Das mit der Sonnenmilch ist auch mein Ernst.
Dass es heute mehr Sonnencreme mit höherem LSF gibt, liegt einzig und
alleine daran, dass sich die Technologie weiterentwickelt hat.
Es gibt heute deutlich mehr Verfahren einen hohen LSF zu erzeugen als
for 20-30 Jahren.
oszi40 schrieb:> Ben B. schrieb:>> kann EPROMS löschen, indem man sie ein paar>> Wochen in die Sonne legt.>> Paar Wochen reichten nicht zum löschen.
Doch, das habe ich auch früher so gemacht (U2716, U2732).
oszi40 schrieb:> Für meinen Test lagen 2708 monatelang innen auf der> Fensterbank ohne Fehler.Innen ne, das wird nichts. Auch bei Smog klappt es nicht.
MaWin schrieb:> Dass es heute mehr Sonnencreme mit höherem LSF gibt, liegt einzig und> alleine daran, dass sich die Technologie weiterentwickelt hat.> Es gibt heute deutlich mehr Verfahren einen hohen LSF zu erzeugen als> for 20-30 Jahren.
Streite ich gar nicht ab. Aber wieso braucht man den. ?
Gruß
Pucki
Alexander K. schrieb:> Aber wieso braucht man den
Weil's Leute gibt, die sich nicht lange genug in der Sonne frittieren
lassen können? Mit höherem Lichtschutzfaktor können sie diesen Vorgang
noch weiter ausdehnen …
Jörg R. schrieb:> Schade das du nicht angemeldet bist. Vielleicht würde sich jemand finden> der a) solche Epromms übrig hat und b) sie dir auch auslesen und> programmieren könnte.
Vielen Dank, ich wollte eig gar keine so große Welle lostreten. Ich
dachte eig ich sei angemeldet, aber meine Zugangsdaten hatten ihr ihr
irgendwie nicht gepasst. Muss ich mal recovern.
Wolfgang R. schrieb:> Nebenbei hätte ich sowohl Prommer als auch Rohlinge für alle bekannten> EPROMs da - also falls unser Gast Bedarf hat, kann er sich gerne an mich> wenden.
Vielen Dank auch, was würde es kosten? Ich weiß gerade nur nicht ob ich
der Post oder sonst einem Paketfahrer heutzutage die beiden Chips
aushändigen möchte. In der letzten Zeit habe ich da super schlechte
Erfahrungen gemacht. Wahrscheinlich ist da das Risiko größer die Daten
auf dem Postweg als elektronisch zu verlieren. Aber wenn ich sie selbst
ausgelesen habe, würde ich vllt schon 2 beschriebene Chips nehmen.
Jörg W. schrieb:> Weil's Leute gibt, die sich nicht lange genug in der Sonne frittieren> lassen können? Mit höherem Lichtschutzfaktor können sie diesen Vorgang> noch weiter ausdehnen …
Ok. Das ist ein Argument ;) Ich gehöre zu den Leuten die froh sind wenn
nicht in die Sonne müssen. Und im Sommer immer lange Ärmel tragen, aus
hauchdünnen Stoff. Die Sonnencreme ist nur für Gesicht und Hände.
Und ich gehe halt davon aus, das die Sonnenmilch halt auch andere
empfindliche Personen vor immer mehr Strahlung schützen soll.
Gruß
Pucki
Alexander K. schrieb:> Und ich gehe halt davon aus, das die Sonnenmilch halt auch andere> empfindliche Personen vor immer mehr Strahlung schützen soll.
Diese Annahme als Begründung für die Korrelation ist halt etwas, naja,
wackelig.
Ich benutze seit 30+ Jahren sowas nicht (kann mich nicht einmal dran
erinnern, sie jemals genutzt zu haben), und kann mich nicht über mehr
Sonnenbrand als früher beklagen – um das mal als Gegenthese
aufzustellen. ;-) Genau genommen habe ich in den letzten Jahren
eigentlich nur Sonnenbrand durch schlampigen Arbeitsschutz beim
Schweißen bekommen, nicht durch Sonne selbst. :-}
Jörg W. schrieb:> Genau genommen habe ich in den letzten Jahren> eigentlich nur Sonnenbrand durch schlampigen Arbeitsschutz beim> Schweißen bekommen, nicht durch Sonne selbst. :-}
Ja. und ich gratuliere dir dazu. (keine Ironie).
Du hast halt ein anderen (ohne Beleidigung) eher südländische Hauttyp.
Da gibt es ja jede Menge Unterschiede und Klassifizierungen.
Ich persönlich habe eine Hautfarbe die als "sehr weiß" bezeichnet werden
kann, und höre oft von Freunden, besonders im Schwimmbad, ich muss mehr
an die Sonne.
Gruß
Pucki
Alexander K. schrieb:> Du hast halt ein anderen (ohne Beleidigung) eher südländische Hauttyp.
Nicht unbedingt südländisch, aber eben auch nicht empfindlich.
Wollte damit auch nur ausdrücken, dass ich keinen Unterschied im
Sonnenbrandauftreten innerhalb der letzten 30 Jahre verzeichnen kann.
Jörg W. schrieb:> Wollte damit auch nur ausdrücken, dass ich keinen Unterschied im> Sonnenbrandauftreten innerhalb der letzten 30 Jahre verzeichnen kann.
Ja du.
Wissenschaftler + Ärzte sehen das anders. Hier mal einer von jede Menge
Links zu den Thema.
https://www.oekorecherche.de/de/4-erhoehte-uv-belastung-von-mensch-und-biosphaere
Und NEIN, das ist keine Verschwörungstheorie. Sonst wäre das Ozonloch ja
auch eine.
Gruß
Pucki
Alexander K. schrieb:> Hier mal einer von jede Menge Links zu den Thema
Da steht aber bei 45 °N (also Mittelmeerraum) etwas von +5 % an UV.
Das ist was anderes als eine postulierte Verdreifachung (LSF 10 vs. 30).
Dass das Ozonloch am Südpol eine deutlich gravierendere Auswirkung hat,
ist ein anderes Thema – aber es war nun nicht unbedingt die Annahme,
dass jemand seine EPROMs in die Antarktis zum Löschen schaffen würde …
Alexander K. schrieb:> Das mit der Sonnenmilch ist auch mein Ernst. Ich habe sehr anfällige> Haut und nehme immer den Stärksten Faktor den die Drogerie zu bieten> hat. Was meist bedeutet ich nehme Sonnenschutz für Kinder. Die ist> besser für meine Haut. Und ich vermeide Sonne.
Sonnenmilch für Kinder wird doch nur bis LSF 50 angeboten; dies
entspricht auch dem höchsten gemäß EU-Recht ausgewiesenen LSF. Für
spezielle medizinische Zwecke, z.B. die Abdeckung frischer OP-Narben,
ist jedoch auch weiterhin Sonnencreme, eher "Sonnenpaste", mit LSF 100
erhältlich. Für den Preis kann man sich aber auch einfach Blattgold
auflegen, welches noch lichtdichter sein dürfte.
Alexander K. schrieb:> Fakt ist, die Zahlen steigen.
Laut deinem oben angegebenen Link sinken sie aber schon wieder … die
Spitze war 1995 erreicht.
Das ist aber jetzt immer offtopicer hier … mit EPROMs hat es nichts mehr
groß zu tun.
Franz schrieb:> Das vollständige aktuelle Löschprotokoll:>> - senkrechter Sonneneinfall +-10°> - ca. 7° nördliche Breite
Richtig ist 52° nördliche Breite (und 7° Ost)!
Bitte an Moderator: Könnte einer die 7° zu 52° ändern oder den Beitrag
löschen? So macht es wenig Sinn.
Jörg W. schrieb:> Das ist aber jetzt immer offtopicer hier … mit EPROMs hat es nichts mehr> groß zu tun.
Stimmt.
Ich würde den Thread-Ersteller auch raten zu warten bis das Corona-Zeug
sich erholt hat. Dann auf den Flohmarkt gehen o. alternativ Ebay. Dort
ein Gesichtsbräuner kaufen. Das habe ich nämlich gemacht.
Von den Platzbedarf mal abgesehen, kann man damit viel machen. Platinen
belichten, Eprom's löschen u.s.w. Nur an meine Haut lasse ich das Teil
nicht ;)
Gruß
Pucki
Alexander K. schrieb:> Stimmt. Aber wie erklärst du das.
Früher waren die Mobilität und der Wohlstand deutlich geringer. Über
Jahrhunderte galt eine sehr helle Hautfarbe als Schönheitsideal, weil
sie einen hohen Lebensstandard bedeutete.
Heutzutage gibt es jedoch Unmengen an Billigreisen in sehr sonnige
Länder. Viele Leute sehen einen Sonnenbrand sogar als "Urlaubstrophäe"
an. In den 1970er und 1980er Jahren kamen dann die ganzen Solarien auf,
und zwar anfangs mit einem sehr gefährlich hohen UV-B-Anteil. Daher gilt
heute eine gebräunte Haut als Schönheitsideal. Ich finde es aber schon
ziemlich entsetzlich, wenn eine vierzigjährige Tussi eine faltige,
gegerbte Haut wie ein siebzigjähriger Landwirt oder Bauarbeiter hat.
Hautkrebs tritt aber meistens mit deutlicher Verzögerung auf. Das, was
wir heute in den Statistiker sehen, sind die wohlstandsbedingten Exzesse
vor 10 bis 40 Jahren.
Dadurch, dass Reisen für jedermann erschwinglich wurden, und die
Hautkrebsproblematik allmählich auch vielen Menschen bewusst wird, hat
sich die Bräunungshysterie ja wieder deutlich gelegt. Dies erklärt auch,
warum die Hautkrebszahlen nicht weiter ansteigen.
Domenik schrieb:> Vielen Dank auch, was würde es kosten? Ich weiß gerade nur nicht ob ich> der Post oder sonst einem Paketfahrer heutzutage die beiden Chips> aushändigen möchte. In der letzten Zeit habe ich da super schlechte> Erfahrungen gemacht. Wahrscheinlich ist da das Risiko größer die Daten> auf dem Postweg als elektronisch zu verlieren. Aber wenn ich sie selbst> ausgelesen habe, würde ich vllt schon 2 beschriebene Chips nehmen.
Aus welcher Ecke bis Du denn? Wenn Großraum Berlin, könnte ich die
Dinger lesen und neu(e) schreiben.
Der Postweg ist bei solchen Preziosen eher gewagt ;-)
Old-Papa
Franz schrieb:> Oberschenkelhalsbruch wegen Sonnenmangel ist auch doof. Die Dosis macht> das Gift.
Wer frühzeitig an Hautkrebs stirbt, erleidet keinen
Oberschenkelhalsbruch mehr.
Wer an den Komplikationen nach einem Oberschenkelhalsbruch stirbt,
stirbt nicht mehr an Hautkrebs.
Hallo Domenik
der TL866II Plus kann die M27C4001 lesen und schreiben.
Kostet bei Amazon derzeit rund 52 Euro, vielleicht als Einstig ins
"Programmiergeschäft" ;-)
Zumindest besser als mit der Post in die ewigen Jagdgründe zu schicken
;-)
Old-Papa
Andreas S. schrieb:> Für> spezielle medizinische Zwecke, z.B. die Abdeckung frischer OP-Narben,> ist jedoch auch weiterhin Sonnencreme, eher "Sonnenpaste", mit LSF 100> erhältlich. Für den Preis kann man sich aber auch einfach Blattgold> auflegen, welches noch lichtdichter sein dürfte
In einem der Robocop Filme (ich glaube im zweiten) ist ein
Fake-Werbespot für Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 10.000. Als der
Film enstand, war gerade Ozonloch-Panik. Das Zeug sieht aus wie
Graphitpaste :)
Hallo Domenik
der TL866II Plus kann die M27C4001 lesen und schreiben.
Kostet bei Amazon derzeit rund 52 Euro, vielleicht als Einstig ins
"Programmiergeschäft" ;-)
Zumindest besser als mit der Post in die ewigen Jagdgründe zu schicken
;-)
Old-Papa
Danke, das Gerät werde ich mir dann mal zulegen, es beherrscht ja
wirklich viele Typen.
Domenik schrieb:> Wolfgang R. schrieb:>> Nebenbei hätte ich sowohl Prommer als auch Rohlinge für alle bekannten>> EPROMs da - also falls unser Gast Bedarf hat, kann er sich gerne an mich>> wenden.>> Vielen Dank auch, was würde es kosten? Ich weiß gerade nur nicht ob ich> der Post oder sonst einem Paketfahrer heutzutage die beiden Chips> aushändigen möchte. In der letzten Zeit habe ich da super schlechte> Erfahrungen gemacht. Wahrscheinlich ist da das Risiko größer die Daten> auf dem Postweg als elektronisch zu verlieren. Aber wenn ich sie selbst> ausgelesen habe, würde ich vllt schon 2 beschriebene Chips nehmen.
Neben all den Sonnenbrandgeschichten findet man schon die wichtigen
Dinge nicht mehr...
Fünfer plus Porto...
Kannst mich bei Bedarf ja unter wolfgang[ätt]wolfgangrobel.de
kontaktieren...
Alexander K. schrieb:> Als ich noch jung war, war Sonnenmilch Faktor 10 selten. Heute ist> Faktor 30 an jeder Ecke zu bekommen.>> Was ich damit sagen will. Es gibt immer mehr UV-Strahlung von der Sonne.> Und die löscht die Eproms.
Von der Stärke der verkauften Sonnenmilch auf die UV-Strahlung der Sonne
zu schließen ist.... interessant.
Hallo Gemeinde,
Ich habe hier ein eprom der sich komisch verhält. Ich habe den gelöscht
30min UVC 4W. Im Programmer gepackt leer alles gut, am nächsten Tag habe
ich nochmal ein leer Test gemacht und sehe das er nicht mehr leer ist
und die ersten Beiden Bits von FF auf 00 gekippt sind. Es handelt sich
um ein 27C512. Kann man da noch was machen oder in de Tonne?
VG Davy
Davy schrieb:> 30min UVC 4W.
Hi,
richtiges Erase-Gerät verwendet?
Bei mir ist schon nach 60 Sekunden im Epromlöschgerät alles gelöscht.
Wie gesagt, die Nullen werden programmiert, d.h. durch Anlegen der Vpp.
Ist das von alleine passiert, ist Eprom kaputt. Zumindest auf der
Adresse.
ciao
gustav
Karl B. schrieb:> richtiges Erase-Gerät verwendet?
Hi,
nee hab eine 4W Röhre UV-C im Geldscheinprüfer, mit den lösche ich
normalerweise auch 2 bis 3 Eproms in 20-30min.
Ich denke auch der ist kaputt, ich lösche den jetzt noch mal und wenn
der leer ist, brenne ich mal was drauf. Mal sehen ob das erhalten
bleibt.
VG Davy
Wenn er sich wirklich nicht löschen lässt, d.h. auch nicht nach der
3fachen Zeit die Du sonst mit Deinem Gerät brauchst, dann wurde er mal
zu heiss gebrannt. Entweder Vpp zu hoch oder Programmierpuls zu lange
oder zuviele Programmierpulse.
Moderne Quickburn-Typen vertragen den 50 ms-Algorithmus nur so gerade
eben, und wenn man dann zweimal brennt ohne zwischendurch zu löschen
dann sitzt die Ladung für immer drin. Mit Eigenbau-Eprombrennern am C64
etc passiert sowas schonmal.
Du kannst das EPROM benutzen wenn Du in den betroffenen Zellen ohnehin
Nullen drin haben willst.
Davy schrieb:> nee hab eine 4W Röhre UV-C im Geldscheinprüfer, mit den lösche ich> normalerweise auch 2 bis 3 Eproms in 20-30min.
Geldscheinprüfer arbeiten nicht mit UV-C und eignen sich deswegen auch
nicht zum EPROM löschen.
Ansonsten kann es schon sein daß ein EPROM gelöscht erscheint, aber es
nicht ist und nach den Abkühlen die alten Daten zum Teil lesbar sind. Ob
das bei dir der Fall ist? Keine Ahnung.
Axel S. schrieb:> Geldscheinprüfer arbeiten nicht mit UV-C und eignen sich deswegen auch> nicht zum EPROM löschen.
In den Geldscheinprüfer ist extra eine UV-C Röhre eingebaut worden damit
ich meine Eproms löschen kann, wie ich es schon zig mal getan habe.
Soul E. schrieb:> Du kannst das EPROM benutzen wenn Du in den betroffenen Zellen ohnehin> Nullen drin haben willst.
Ja stimmt hab ihn nochmal gelöscht und es sind wirklich nur die ersten
beiden am Anfang die nach einer weile zu 00 kippen.
Werde mal sehen für was ich den nehmen werde. Ich schmeiße nicht gerne
weg.
Vielen Dank für Eure Infos.
VG Davy