Forum: HF, Funk und Felder Auslegung X u. Y Kondensatoren


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von Hannes C. (ulta67)


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Hallo,
Ich muss einen Netzfilter auslegen.

Dabei findet man immer wieder das gängige Größen der X-Kondensatoren 47, 
68, 100nF und 10µF sind. Bei Y-Kondensatoren 2.2nF, 470pF, 1µF.

Gibt es eine Formel zur Bestimmung der Kapazitäten?(Bzw. ist es die 
eines normalen TP?)
Die Frequenzen meiner Störungen sind noch nicht genau bekannt.


Grüße

von Horst S. (petawatt)


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Das ist ein weites Feld...
Ein Kriterium ist der maximale Ableitstrom. Bei Frequenzumrichtern fällt 
gern der RCD.

DIN VDE 0701-0702 legt Grenzwerte für elektrische ortsveränderliche 
Betriebsmittel fest. Demnach darf Ableitstrom als Berührungsstrom eine 
Stromstärke von 0,5 mA nicht überschreiten. Für Ableitstrom als PE-Strom 
liegt der Grenzwert bei 3,5 mA. Höherfrequente Ableitströme, wie sie 
z.B. in automatisierten Produktionsanlagen auftreten, dürfen jedoch ein 
Mehrfaches von 3,5 mA betragen. Normen wie DIN VDE 0104 definieren für 
Ströme mit Frequenzen ≥500 Hz und ≤1 MHz spezifische Grenzwerte.

Grüße von petawatt

von Homo faber (Gast)


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Hannes C. schrieb:
> Gibt es eine Formel zur Bestimmung der Kapazitäten?

Auch der Würth hat ne Appnote für sowas: 
https://www.we-online.de/katalog/media/o108996v410%20AppNotes_ANP015_NetzfilterDieLetzteHuerdeImSchaltnetzteil_DE.pdf

> Die Frequenzen meiner Störungen sind noch nicht genau bekannt.

Dann leg einen breitbandfilder übder den CE-EMV-Bereich, respektive 
siehe anpassmöglichkeiten wie freie Pads vor.

https://www.batronix.com/versand/know-how/emv-emc-pre-compliance-tests.html

Musst aber wissen ob du Class A Class B oder Class C einhalten musst. In 
grober Näherung ist es ein TP bis 15 kHz.

von Horst S. (petawatt)


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Ohne Angaben zu den Netzimpedanzen vor und hinter dem Filter sind die 
Dämpfungskurven in Hersteller-Datenblättern nur begrenzt nützlich.
Grüße von petawatt

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