Hallo,
ich bräuchte für einen selbstbau Fahrradcomputer ein Funkmodul, was in
der Lage ist, sehr wenig Daten (eigentlich nur ein bit wenn der Magnet
am Speichensensor vorbeikommt) zu senden, aber auch nur sehr wenig Strom
verbraucht. Im Prinzip könnte hier eine Lösung sein ein relativ normales
Funkmodul an einen AVR zu hängen und dann einen Reedkontakt zu nutzen
den AVR zu starten, eine kurze Nachricht zu senden und dann AVR und
Modul schlafen schicken.
Das größere Problem ist der Empfänger: hier steht natürlich nur sehr
wenig Strom zur Verfügung. Ideal deutlich unter 10 mA. Gibt es
vielleicht Module die in einen Sleep Mode gehen können und dann bei
Empfang erst "aufwachen"?
Würde mich über jede Hilfe freuen!
Guck mal hier:
https://www.b-kainka.de/bastel55.htm
Das kann man dann für jeder Frequenz bauen, für die es gerade günstig
ein Empfängermodul gibt.
Viel Erfolg!
John schrieb:> ich bräuchte für einen selbstbau Fahrradcomputer ein Funkmodul, was in> der Lage ist, sehr wenig Daten (eigentlich nur ein bit wenn der Magnet> am Speichensensor vorbeikommt) zu senden
Du brauchst mehr als ein Bit. Der Sensor braucht eine ID, sonst kannst
du mehrere Sensoren nicht auseinander halten. Eine Prüfsumme wäre auch
sinnvoll. Und eigentlich will man so etwas redundant auslegen. Der
Sensor sendet also nicht nur ein "Ping", wenn der Magnet gerade vorbei
kommt, sondern zählt die Impulse und sendet jedesmal den Zählerstand.
Wenn dann mal ein Telegramm verloren geht, kann man das rekonstruieren.
> aber auch nur sehr wenig Strom verbraucht.
Das ist vergleichsweise einfach, wenn man den Sender einfach abschaltet.
Aber auch dann gibt es natürlich Protokolle und Sender, die viel und
welche, die wenig Energie verbrauchen. Etabliert sind für dese Anwendung
BLE und ANT+.
> Im Prinzip könnte hier eine Lösung sein ein relativ normales> Funkmodul an einen AVR zu hängen und dann einen Reedkontakt zu nutzen> den AVR zu starten, eine kurze Nachricht zu senden und dann AVR und> Modul schlafen schicken.
Und die notwendige Batterie hängst du über ein Kabel ins Rahmendreieck?
Da kannst du auch gleich ein Kabel vom Reedkontakt zum Lenker legen.
> Das größere Problem ist der Empfänger: hier steht natürlich nur sehr> wenig Strom zur Verfügung. Ideal deutlich unter 10 mA.
Der Empfänger ist größer als der Sensor (schon weil das Display eine
gewisse Größe haben muß). Folglich hat er auch mehr Platz für Batterien
und mehr Energie. Aber weil der Empfänger nicht weiß, wann ein Telegramm
kommt, muß er natürlich immer eingeschaltet bleiben. Das macht am Ende
in der Tat den Empfänger zu dem Teil mit der kürzesten Batterielaufzeit.
Immerhin kommen die Wahoo Elemnt auf Laufzeiten > 24 Stunden. Mit BLE
und ANT+ (und GPS). Das ist tolerierbar, weil man die Geräte leicht aus
der Halterung nehmen und aufladen kann. Proprietäre Systeme wie etwa von
Sigma kommen auf einige Wochen bis wenige Monate Laufzeit mit einer
CR2032.
Ich glaube nicht, daß das ein sinnvolles Feld für Eigenbauten ist.
Sowohl Sensoren als auch die Head-Unit müssen mechanisch einiges
aushalten. Und wasserdicht sollten sie auch sein. Dazu möglichst klein
und leicht. Das kriegt man am Küchentisch nicht anähernd konkurrenzfähig
hin.
John schrieb:> ich bräuchte für einen selbstbau Fahrradcomputer ein Funkmodul, was in> der Lage ist, sehr wenig Daten (eigentlich nur ein bit wenn der Magnet> am Speichensensor vorbeikommt) zu senden, aber auch nur sehr wenig Strom> verbraucht. Im Prinzip könnte hier eine Lösung sein ein relativ normales> Funkmodul an einen AVR zu hängen und dann einen Reedkontakt zu nutzen> den AVR zu starten, eine kurze Nachricht zu senden und dann AVR und> Modul schlafen schicken.> Das größere Problem ist der Empfänger: hier steht natürlich nur sehr> wenig Strom zur Verfügung. Ideal deutlich unter 10 mA. Gibt es> vielleicht Module die in einen Sleep Mode gehen können und dann bei> Empfang erst "aufwachen"?
Typischer Fall von: Problem nicht annähernd korrekt durchdacht...
Du hast schlicht nicht berücksichtigt, das der die Information "Kontakt"
völlig nutzlos ist ohne die Information "Zeitpunkt des Ereignisses".
Und du bist zu blöd, zu erkennen, das genau der Zeitpunkt nur
feststellbar ist, wenn irgendeine der beteiligten Komponenten deren
Fortschritt feststellen kann, also nicht pennt...
Und letztlich: Funk ist die sicherste Methode, den Energieverbrauch in's
Uferlose zu treiben. Was zum Teufel spricht gegen ein Stückel Litze vom
Sensor zum Fahrradcomputer?
Kann man so herum machen, mit Batterie und Sender und, und ...
Warum nicht anders herum?
Kleine Spule an der Gabel befestigen, Magnet an der Speiche.
Kabel zum Anzeigemodul.
Dieses enthält einen Kondensator, der einen Stromsparenden µC und LCD
versorgt und vom Impuls der Spule geladen wird.
Eine kleine Stützbatterie dazu und man hat viele Jahre Ruhe.
Danke für die hilfreichen und weniger hilfreichen Tipps. Der Sender hat
seine eigene kleine Lithiumzelle, der Empfänger einen kleinen Lipo. Mit
Micro-Arduino Klon und 1" OLED komme ich auf ca. 4x4x1.5 cm Baugröße in
einem 3D gedruckten Gehäuse. Minimal größer als kommerzieller. Es geht
auch weniger um die Neuerfindung des Rads, sondern nur um die
Möglichkeit mich ein Bisschen mit den Komponenten auseinanderzusetzen.
Ich habe mir parallel einfach einen fertigen von Sigma mit Kabel
gekauft. Die mit Funk haben mittlerweile alle CR2032 Zellen im Sender
und sind dementsprechend groß und hässlich an der Gabel.
Ich kann jetzt zum Beispiel einfach den Draht des Sigmas mitnutzen wenn
es ohne Funk sein soll, aber mit wäre natürlich interessanter.
Was die Daten angeht: Nun, der Zeitpunkt des Funkimpulses ist dem
Empfänger ja bekannt. Da ich nur 1 Stück baue, brauche ich auch keine
multiplen Codes und wenn er mal von irgendwas gestört wird, scheiß
drauf.
/offtopic
Wenn ich mit meinem Fahrrad mit drahtlosem Tacho sehr nahe am
Eingang des Discounters (Penny) stehe, dann zeigt er mir
eine Geschwindigkeit von > 80 km/h.
Schuld ist die Warensicherungsanlage, die scheinbar eine
recht grosse Reichweite hat.
Schatz, schau mal wieviele km ich heute gefahren bin ;-)
Es haut mich immer wieder aus den Socken, was andere Leute hier so für'n
Schwach.. schreiben. Ne Prüfsumme für 1/2 m Reichweite, hallo?
@John: Empfänger findest Du auf den Seiten auch mehr als genug. Versuch
es doch mal mit sowas:
https://www.b-kainka.de/bastel3.htm
Man kann den Ruhestrom auswerten, ist ja nicht moduliert.
Das größte Problem wird sein, zwei Ferritstäbe zu finden, die
hinreichend klein sind und trotzdem die vielleicht 60cm überbrücken. Und
natürlich die riesige Batterie.
Ich hatte das mal ausprobiert und dann doch ein Kabel verlegt.
Michael schrieb:> Es haut mich immer wieder aus den Socken, was andere Leute hier so für'n> Schwach.. schreiben. Ne Prüfsumme für 1/2 m Reichweite, hallo?
Du hast anscheinend noch nie so etwas auch nur betrieben. Ich hatte mal
ganz früher einen drahtlosen Tacho von VDO. Wenn der näher als 20cm am
Handy lag, zeigte er eine Geschwindigkeit von 120km/h. Beim Sigma brach
regelmäßig der Funkkontakt ab, wenn ich unter der Freilandleitung
durchgefahren bin. So einen Schrott braucht kein Mensch. Wenn man es
nicht richtig machen will, braucht man es erst gar nicht zu machen.
Den Sigma habe ich auf Kabel zurück gerüstet. Ständig Batterien wechseln
war Mist. Seit ich mit GPS unterwegs bin und die Sensoren per ANT+ bzw.
BLE angebunden sind, gibt es zumindest keine Fehlfunktionen mehr. Und
Verbindungsabbruch liegt praktisch immer an einer leeren Batterie.
John schrieb:> Der Sender hat> seine eigene kleine Lithiumzelle, der Empfänger einen kleinen Lipo. Mit> Micro-Arduino Klon und 1" OLED komme ich auf ca. 4x4x1.5 cm Baugröße in> einem 3D gedruckten Gehäuse. Minimal größer als kommerzieller.
Das ist deutlich mehr als "minimal größer". Schau dir mal die
schnuckeligen Sensoren von v.B. Wahoo an:
https://www.bike24.de/p1102485.html?menu=1400,1620
Da bestimmt die Batterie die Baugröße. Und er braucht keinen Magneten.
Genauso groß ist der Geschwindigkeitssensor, der an der Nabe befestigt
wird (auch ohne Magnet).
Diese Sensoren sind IPX7 wasserdicht. Und fallen auch nicht gleich
auseinander oder ab, wenn man mal über Kopfsteinpflaster fährt.
> Es geht auch weniger um die Neuerfindung des Rads, sondern nur um die> Möglichkeit mich ein Bisschen mit den Komponenten auseinanderzusetzen.
Dann würde ich vorschlagen, du konzentrierst dich auf den Empfangsteil
und verwendest fertige Sensoren.
Axel S. schrieb:> Seit ich mit GPS unterwegs bin und die Sensoren per ANT+ bzw.> BLE angebunden sind, gibt es zumindest keine Fehlfunktionen mehr. Und> Verbindungsabbruch liegt praktisch immer an einer leeren Batterie.
Oh cool. Was hast Du denn für ein Gerät? Macht GPS da wirklich Sinn?
Warum verwendest Du dann noch den Nabensensor? Kannst Du vielleicht ein
Bisschen Deine Erfahrungen da beschreiben, was sich lohnt und was nicht?
John schrieb:> ich bräuchte für einen selbstbau Fahrradcomputer ein Funkmodul,
Wer Funk kennt, nimmt Kabel. Insbesondere, wenn man nur <1m
überbrücken will.
pegel schrieb:> Warum nicht anders herum?> Kleine Spule an der Gabel befestigen, Magnet an der Speiche.> Kabel zum Anzeigemodul.>> Dieses enthält einen Kondensator, der einen Stromsparenden µC und LCD> versorgt und vom Impuls der Spule geladen wird.
Ganz einfach: Weil es unnötig ist. Jeder 10 Euro Fahrradcomputer kommt
heute mit drahtlosem Sensor und einer einfachen Knopfzelle daher und
hält damit Jahrelang durch. Alles weitere ist sinnloses
Overengineering.
John schrieb:> Axel S. schrieb:>> Seit ich mit GPS unterwegs bin und die Sensoren per ANT+ bzw.>> BLE angebunden sind, gibt es zumindest keine Fehlfunktionen mehr. Und>> Verbindungsabbruch liegt praktisch immer an einer leeren Batterie.>> Oh cool. Was hast Du denn für ein Gerät?
Zwei. Einen Garmin Edge 1000 und einen Wahoo Elemnt Bolt. Der Garmin hat
das größere Display, der Bolt dafür die längere Akkulaufzeit.
> Macht GPS da wirklich Sinn?
Wenn man später wissen (oder zeigen) will, wo man langgefahren ist, dann
auf jeden Fall. Auch die Höhe liefert das GPS genauer als ein
barometrischer Sensor. Kartenansicht und Routing-Funktion setzt auch GPS
voraus.
> Warum verwendest Du dann noch den Nabensensor?
Der ist genauer. Zum einen ist das GPS-Signal manchmal weg (Tunnel, enge
Schlucht, etc.) zum anderen zeichnet das GPS ja nur Streckenpunkte auf
und verbindet die durch Geraden. Wenn du irgendwo 90° abbiegst und die
Trackpunkte davor und dahinter liegen, nähert das GPS die Strecke durch
eine Gerade.
> Kannst Du vielleicht ein Bisschen Deine Erfahrungen da> beschreiben, was sich lohnt und was nicht?
Kommt wirklich drauf an, was man will. Mit GPS und Kartenfunktion kann
man sich nicht mehr verfahren (bzw. wenn doch, findet man wieder nach
Hause). Routing nutze ich sehr selten, am ehesten wenn ich eine Tour am
PC geplant habe und die mit dem Rad nachfahre. Oder wenn ich in einer
unbekannten Stadt eine Adresse suche.
Weitere Sensoren sind mit GPS im Prinzip verzichtbar. Der Nabensensor
ist ein sinnvolles Zubehör. Der Kadenzsensor (Trittfrequenz) hilft bei
der Einschätzung, ob man oft genug und weit genug runterschaltet. Die
meisten Radfahrer (auch ich) fahren viel zu schwere Gänge, was schlecht
für die Gelenke ist, das Leistungsoptimum verfehlt und schneller
ermüdet.
Und wenn ich sportlich unterwegs bin (Training oder Wettkampf) dann hat
das entsprechende Rad einen Leistungssensor und ich lege den Pulsgurt
um.
Es gibt aber durchaus auch Anwendungsfälle, wo ein simpler Fahrradtacho
mit Speichensensor ausreicht. Die meisten haben ja heute ein Smartphone
dabei, das hat dann GPS und Google Maps und damit kann man sich auch
nach Hause führen lassen. Das Smartphone ist nicht so toll, wenn man
lange Touren (10 Stunden plus) tracken will. Da macht der Akku vorher
schlapp.
Wenn man die Variante "Fahrradtacho" gewählt hat, dann würde ich aber zu
einem mit Kabel raten. Viel zuverlässiger. Und eine CR2032 hält dann
mehrere Jahre.
>Die mit Funk haben mittlerweile alle CR2032 Zellen im Sender>und sind dementsprechend groß und hässlich an der Gabel.
Hallo,
also ich habe zwei solcher Teile, die es mal für 7 Euro gab, in Betrieb.
Meistens gehen sie auch, es gab da mal thermische Probleme, so daß
anscheinend die beiden Frequenzen nicht mehr passten. Seitdem kam das
nicht mehr vor. Batterielebensdauer mit CR2032 war über Monate OK. Es
scheint nur ein 125 kHz- Träger ausgestrahlt zu werden. Im Empfänger
genügt dann ein Schwingkereis mit Ferritantenne, um das Signal wieder
aufzunehmen.
mfG
c-hater schrieb:> Was zum Teufel spricht gegen ein Stückel Litze vom> Sensor zum Fahrradcomputer?
Das frage ich mich auch immer, wenn ich so ein Ding Montiere. Warum
zwingt ich der Hersteller dazu, regelmäßig Batterien zu wechseln? Ich
hatte auch schon einige Fälle, wo der Sender abgesoffen ist. Bei
einfachen Reedkontakten scheint das nicht so oft zu passieren.
Michael schrieb:> Es haut mich immer wieder aus den Socken, was andere Leute hier so für'n> Schwach.. schreiben. Ne Prüfsumme für 1/2 m Reichweite, hallo?
Frage: Kennst du dich mit Funkübertragungen aus? Nicht nur theoretisch,
sondern auch praktisch? Ich bezweifle das.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Michael schrieb:>> Es haut mich immer wieder aus den Socken, was andere Leute hier so für'n>> Schwach.. schreiben. Ne Prüfsumme für 1/2 m Reichweite, hallo?>> Frage: Kennst du dich mit Funkübertragungen aus? Nicht nur theoretisch,> sondern auch praktisch? Ich bezweifle das.
Warum nicht gleich noch verschlüsselt und signiert? man weiß ja nie wer
mithört...
Cyblord -. schrieb:> Warum nicht gleich noch verschlüsselt und signiert? man weiß ja nie wer> mithört...
Bitte .... du kannst dich gerne woanders so unpassend lustig machen.
Hier stört es.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Cyblord -. schrieb:>> Warum nicht gleich noch verschlüsselt und signiert? man weiß ja nie wer>> mithört...>> Bitte .... du kannst dich gerne woanders so unpassend lustig machen.> Hier stört es.
Hey ihr habt angefangen mit dem rumblödeln mit eurer Redundanz und
Prüfsumme für ein Tachosignal.
Cyblord -. schrieb:> Stefan ⛄ F. schrieb:>> Cyblord -. schrieb:>>> Warum nicht gleich noch verschlüsselt und signiert? man weiß ja nie wer>>> mithört...>>>> Bitte .... du kannst dich gerne woanders so unpassend lustig machen.>> Hier stört es.>> Hey ihr habt angefangen mit dem rumblödeln mit eurer Redundanz und> Prüfsumme für ein Tachosignal.
Redundanz und Prüfsummen dienen dazu, es grundsätzlich funktionsfähig zu
machen. Funkübertragungen brauchen das, Kabel nicht unbedingt.
Deine Verschlüsselung hat damit nichts zu tun.
Wie wäre es mit einem fertigen Speed/Cadence-Sensor mit BLE?
Aus China geliefert bekommt man Kombi-Sensoren, die Umdrehungen sowohl
des Rades als auch der Kurbel zusammen erfassen und per Bluetooth Low
Energy senden, bereits ab ca. 11 Euro inkl. Versand.
Auf Empfänger-Seite hätte man dann die Wahl:
- Entweder ein eigenständiges selbst gebasteltes Gerät, bei dem sich
dann z.B. ein ESP32-Mikrocontroller anbieten würde, der BLE bereits
eingebaut hat. Die gesamte Hardware würde dann quasi nur aus Display,
ESP32-Modul und noch ein paar Bauteilen für die Stromversorgung
bestehen.
- Alternativ kann man sein Smartphone nehmen, den Fahrradcomputer als
reine App implementieren, woebi dann noch viel mehr Features möglich
sind
John schrieb:> hier steht natürlich nur sehr> wenig Strom zur Verfügung. Ideal deutlich unter 10 mA.Joachim schrieb:> Die gesamte Hardware würde dann quasi nur aus Display,> ESP32-Modul und noch ein paar Bauteilen für die Stromversorgung> bestehen.
Knapp daneben, würde ich mal sagen. Aber nur ganz knapp.
Mal davon abgesehen, dass Kabel einfach funktionieren (hier sind beide
Tachos am Rad kabelgebunden):
Wenn ich schon an so etwas basteln würde, dann würde ich den Sensor
batterielos auslegen. Ein zyklisch vorbeihuschender Magnet schreit doch
geradezu nach einer kleinen Spule, die per Induktion dann den
Sender+Restelektronik kurzzeitig versorgt. Gleichzeitig hätte man den
Sensor dabei.
Gibt es so etwas noch nicht?
Das wäre auf jeden Fall mal eine interessante Aufgabe bzgl.
Energiemanagement.
Chris D. schrieb:> Ein zyklisch vorbeihuschender Magnet schreit doch> geradezu nach einer kleinen Spule,
Das Problem ist wohl, dass er zeitweise nicht huscht, sondern nur
schleicht.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Chris D. schrieb:>> Ein zyklisch vorbeihuschender Magnet schreit doch>> geradezu nach einer kleinen Spule,>> Das Problem ist wohl, dass er zeitweise nicht huscht, sondern nur> schleicht.
Wobei man dann bei weit außen sitzendem Magnet schon sehr langsam
fahren müsste. Aber: ja, die stark schwankende induzierte Spannung
müsste man natürlich schaltungstechnisch berücksichtigen.
Stefan ⛄ F. schrieb:> John schrieb:>> hier steht natürlich nur sehr>> wenig Strom zur Verfügung. Ideal deutlich unter 10 mA.>> Joachim schrieb:>> Die gesamte Hardware würde dann quasi nur aus Display,>> ESP32-Modul und noch ein paar Bauteilen für die Stromversorgung>> bestehen.>> Knapp daneben, würde ich mal sagen. Aber nur ganz knapp.
Ich muss leider spekulieren, was genau Du damit sagen willst.
Vermutlich, dass schon der ESP32 deutlich mehr Strom verbrauchen würde.
Zugegebenermassen habe ich das mit den 10mA überlesen und habe auf
Anhieb auch gar keine Ahnung, wie weit man den Strombedarf eines ESP32
bei Verwendung von BLE bestenfalls drücken könnte. Nenne doch bitte mal
eine konkrete Zahl, würde mich jetzt wirklich interessieren.
mein Tacho war längere Zeit ein Taschenrechner.
Ich wollte eh nur zurückgelegte Strecken wissen.
Aber warum das ganze in der Entfernung mit Funk sein muss,
erschliesst sich mir auch nicht
Joachim S. schrieb:> Nenne doch bitte mal> eine konkrete Zahl, würde mich jetzt wirklich interessieren.
Schau bitte selber ins Datenblatt, wenn es dich wirklich interessiert.
Ich gehe davon aus, dass es dich nicht wirklich interessiert und
deswegen wäre es auch quatsch, wenn ich meine zeit dann für dich opfere.
nachher werde ich nur wieder wegen Helfersyndrom gemobbt.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Cyblord -. schrieb:>> Hey ihr habt angefangen mit dem rumblödeln mit eurer Redundanz und>> Prüfsumme für ein Tachosignal.>> Redundanz und Prüfsummen dienen dazu, es grundsätzlich funktionsfähig> zu machen. Funkübertragungen brauchen das, Kabel nicht unbedingt.
Genau so ist es.
Dazu noch eine Anekdote zu dem oben angesprochenen drahtlosen Sigma
Tacho. Das Ding hat zum einen Batterien gefressen wie blöd. Dann
brauchte es auch noch 3 Batterien (alle CR2032). Nämlich eine im
eigentlichen Tacho. Eine im Sensor. Und eine im Drahtlos-Empfangsteil,
das in der Lenkerhalterung integriert war. Die Lenkerhalterung konnte
man dann einfach gegen eine mit Kabel austauschen. Was ich schließlich
gemacht habe. Irgendwann habe ich den Tacho in der Trikottasche
vergessen und mitgewaschen. Danach war er hin. Und meine "Sigma" Phase
war vorbei.
Besagte Kombination hatte immer Aussetzer auf einem Stück meines
Arbeitsweges, das unter einer Freileitung verlief. Für etwa 300m zeigte
der Tacho eine Geschwindigkeit von 0 und der Kilometerzähler stand
still. Wenn ich unter der Leitung durch war, zeigte der Tacho wieder
schön seine ~20km/h und der Kilometerzähler machte einen Sprung um
besagte 300m. Das kann so nur funktionieren, wenn der Sensor mehr als
nur ein "Ping" sendet. Denn dann hätte er die Wegstrecke ohne Empfang
einfach ganz übersehen.
Ergo: die Ingenieure bei Sigma sind nicht ganz blöd. Zumindest etwas
haben sie richtig gemacht.
Axel S. schrieb:> Besagte Kombination hatte immer Aussetzer auf einem Stück meines> Arbeitsweges, das unter einer Freileitung verlief. Für etwa 300m zeigte> der Tacho eine Geschwindigkeit von 0 und der Kilometerzähler stand> still. Wenn ich unter der Leitung durch war, zeigte der Tacho wieder> schön seine ~20km/h und der Kilometerzähler machte einen Sprung um> besagte 300m.
Das halte ich für ein Märchen.
> Das kann so nur funktionieren, wenn der Sensor mehr als> nur ein "Ping" sendet. Denn dann hätte er die Wegstrecke ohne Empfang> einfach ganz übersehen.
Und wie darf man sich das jetzt vorstellen? Was willst du da andeuten?
Der Funkkontakt zum Sensor war zwar gestört, aber nur was die
Geschwindigkeit anbelangte? Und die Strecke wurde aus der letzten
bekannten Geschwindigkeit extrapoliert? Weil erkannt wurde dass der
Kontakt gestört ist aber sich das Rad trotzdem noch dreht? Das ist doch
Unsinn.
Cyblord -. schrieb:> Und die Strecke wurde aus der letzten> bekannten Geschwindigkeit extrapoliert?
Die Strecke ergibt sich dort wohl aus der Anzahl der Rad-Umdrehungen,
die der Sender fortlaufend zählt und nach Wegfall der Störung
erfolgreich übermitteln konnte. Das Verfahren wurde doch gerade erst
weiter oben diskutiert. Klingt für mich durchaus plausibel.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Joachim S. schrieb:>> Nenne doch bitte mal>> eine konkrete Zahl, würde mich jetzt wirklich interessieren.>> Schau bitte selber ins Datenblatt, wenn es dich wirklich interessiert.> Ich gehe davon aus, dass es dich nicht wirklich interessiert und> deswegen wäre es auch quatsch, wenn ich meine zeit dann für dich opfere.> nachher werde ich nur wieder wegen Helfersyndrom gemobbt.
Aber nein, ich würde Dich ganz bestimmt nicht wegen Helfersyndroms
mobben - ich empfinde Deine Beiträge ganz im Gegenteil häufig als wenig
hilfreich. (Schon wegen Deiner Neigung, selbst einfache Fragen
sinngemäss mit "Lies meine Webseite xyz.de komplett durch, wenn Du damit
fertig bist, kennst Du die Antwort"-Beiträgen zu beantworten).
Und dieser Beitrag hier bestätigt diese Einschätzung für mich mal
wieder: statt sachlich und höflich einfach eine konkrete Zahl zu nennen
und so zu zeigen, dass das mit der 10mA-Anforderung unvereinbar ist,
kommt selbst auf Nachfrage nur so ein ausweichendes dummes Geschwätz von
wegen "Helfersyndrom". Danke für nichts.
Ich habe eben also mal selbst gegooglet, laut Espressif kann man den
durchschnittlichen Energiebedarf des ESP32 bei Verwendung von BLE
offenbar per Software auf ca. 16mA drücken, bei Verwendung eines
zusätzlichen externen Quarzes sogar auf nur ca. 2mA. Damit wäre die
10mA-Anforderung zwar vermutlich zu schaffen, aber ich stimme zu, dass
es im Sinne des erwünschten geringen Energiebedarfs dann doch bessere
Lösungen als den ESP32 gibt.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Cyblord -. schrieb:>> Und die Strecke wurde aus der letzten>> bekannten Geschwindigkeit extrapoliert?>> Die Strecke ergibt sich dort wohl aus der Anzahl der Rad-Umdrehungen,
Bei jedem Fahrradcomputer ohne GPS stellt man den Radumfang ein und dann
zählt der Tacho die Impulse für die Strecke und aus dem zeitlichen
Abstand der Impulse rechnet er die Geschwindigkeit aus.
> die der Sender fortlaufend zählt und nach Wegfall der Störung> erfolgreich übermitteln konnte.
Der Sender muß auch nichts von einer Störung wissen. Er zählt einfach
intern die Impulse. Z.B. mit einem 8-Bit Zähler. Und bei jedem Impuls
sendet er nicht nur 1 Bit, sondern alle 8. Und zweckmäßigerweise noch
eine ID, damit man auch in einer Gruppe fahren kann wo mehrere den
gleichen Tacho haben. Und optional noch ein Parity-Bit oder eine
Prüfsumme. Das ist dann ein Aufwasch, wenn man erstmal davon weg ist,
nur ein "Ping" senden zu wollen.
Der Empfänger schaut sich den Zählerstand an und vergleicht mit dem
letzten. Und wenn die Differenz nicht 1 ist, dann weiß er, daß er
Telegramme verpaßt hat und kann zumindest die Entfernung korrigieren.
Das klappt bis 255 verpaßten Telegrammen. Bei 2m Radumfang sind das über
500m. Und nachdem Flipflops billig sind und in CMOS auch kaum Strom
brauchen, kann man gerne auch einen 16-Bit Zähler nehmen.
PS: nagelt mich nicht darauf fest, daß das der Sigma war. Die Google
Bildersuche legt nahe, daß mein Sigma ein BC 1200 WL war. Danach hatte
ich noch einen VDO C3 DS. Vielleicht war der das mit dem intelligenten
Sensor. Der ebenfalls erwähnte VDO mit dem 120km/h Syndrom war ein noch
älteres Modell von vor 30 Jahren. Der hatte so eine riesige 12V Alkaline
Batterie im Sensor. OK, die hat mehrere Jahre gehalten.
@John:
Wie wäre es mit dem Bluetooth 5.0-Modul RN4870 bzw. RN4871. Die sind
sehr klein und brauchen wenig Strom, Spannungsbereich 1.9-3.6V. Zusammen
mit einem kleinen uC wie z.B. LPC824 (braucht keinen Quarz für UART)
ließe sich das als Sandwich aufbauen. Vielleicht geht sogar eine eigene
Custom-Firmware für den RN487x, müsste man recherchieren.
Ich finde dieses Modul ganz brauchbar, da es gut dokumentiert ist. Durch
die UART-Schnittstelle kann man anfangs per PC probieren, wie es geht.
Dazu einiges an YouTube-Videos, die die Handhabung zeigen.
Wenn Du dich am BT5.0 GATT-Standard orientierst wird der Sensor
vielleicht noch für andere Anwendungen (Apps?) kompatibel.
Eines noch vergessen: Es gibt auch einen einfachen Modus für eine
Quasi-UART per BT5.0 (das unterscheidet sich grundsätzlich vom
altbekannten BT2.0 UART SPP Stream). Das haben die schon in die Firmware
implementiert, sehr einfach nutzbar. Eignet sich nicht für riesige
Datenmengen, aber das ist hier ja auch nicht gefordert.
Danke! Das schau ich mir an. Ich hatte meiner Tochter einen 7 Euro
Fahrradcomputer von Aldi geholt. Das war ein totaler Reinfall. 2
Segmente der Geschwindigkeit kaputt, Batterie von Sender nach 7 Tagen
leer.
Jetzt habe ich die Möglichkeit dass Ding Mal zu zerlegen. In Sender ist
erstaunlich viel drin. Ein richtiges IC, an dem steht aber nur TX und es
hat keine Markierung. Plus Hühnerfutter und Ferritstab. Ich werde das
Ding Mal testen was es verbraucht und wie es genau sendet. Evtl lässt es
sich ja wiederverwenden.
Sehr interessantes Gerät. Der Sender speist die Spule um den Ferritstab
mit ca 128 kHz. Stromfluss sind 0.17 uA in Ruhe, 470 uA wenn der Magnet
in der Nähe ist und 330 uA für ein paar Sekunden danach, wenn der Magnet
wieder weg ist bis sleep. Die pulse scheinen keine Daten an sich zu
enthalten. Bleibt der Magnet in der Nähe, sendet der Sender
kontinuierlich mit ca 40 Hz weiter die 128 kHz Pulse. Irgendwie
bescheuert, wenn das Rad so steht, dass der Magnet in der Nähe des
Senders ist, dann ist die Batterie in weniger als einem Monat leer.
In der Haupteinheit wird das Signal mit einer normalen SMD Ferritspule
empfangen (401) mit 400 uH und parallelem Keramik Kondensator. Das soll
dann vermutlich ein Schwingkreis für 128 kHz sein. Weiter geht es durch
ein paar Transistoren (Differenzverstärker?) und Kondensatoren (passive
Filter?) in einen Chip, der ein Komperator sein könnte. Ebenfalls ohne
Markierung.
Von da dann in den Haupt IC unter seinem Epoxidharz Klecks.
Dann könntest Du den Teil bis zum Komparator ja so wiederverwenden.
Höchstwahrscheinlich sogar ein Komparator mit Open Collector, dann ist
die Anpassung an den bei Dir erforderlichen Pegel einfach.
Das das Ding einfach weitersendet, wenn der Magnet in der Nähe ist, ist
natürlich sehr unglücklich. Ist ja eine Wahrscheinlichkeit von ca. 10%.
Vielleicht machst Du ja mal ein paar Experimente mit dem BT Modul. Wenn
Du das nur für dich selbst machst brauchst Du dich ja nicht einmal mit
Pairing beschäftigen, da kannst Du das Paar ja fest einstellen.
John schrieb:> Hier sind ein paar Fotos für euch
Wie außergewöhnlich. In dem Sender sind ja sogar alle Bauteilwerte auf
dem Silkscreen. Na ja. Auf jeden Fall ist das so ein "dummer" Sender,
der bei jedem Kontakt nur einen kurzen "HF" Impuls sendet.
Apropos: wenn du Interesse an so Krempel hast: ich habe hier noch eine
Tüte mit Fahrradcomputern und den zugehörigen Sensoren. Kannst du gegen
Portoerstattung gerne haben. Wenn du dich hier anmeldest, kannst du mir
auch eine private Nachricht schicken.
Ich hab mir mal das Bluetooth LE Protokoll für Tacho und Kadenz
angeschaut.
Der Sensor zählt intern die Umdrehungen und merkt sich den Timestamp des
letzten Ereignisses. Das wird jede Sekunde rausgeschickt. Durch das
seltene Senden kann man gut Energie sparen.
Ich würde daher vermutlich einfach ein BLE Modul nehmen und das
Protokoll implementieren. Hat mehrere Vorteile: a) Die ganzen
Stromsparmechanismen sind schon in tieferen Schichten des Protokolls
implementiert und du musst dich nicht drum kümmern. b) Es ist
standardisiert und du kannst deine Komponenten gegen kommerzielle Teile
tauschen (z.B. wenn etwas kaputt ist und du keine Zeit hast Ersatz zu
bauen) c) Du kannst während der Entwicklung leicht mit einer App auf dem
Handy testen.
Eine andere Alternative hätte ich auch noch im Angebot: Wenn du einen
Nabendynamo hast kannst du den anzapfen. Damit hast du mehr als genug
Strom für dein Display und die Geschwindigkeit gibts auch ohne
zusätzlichen Sensor über die Frequenz der Spannung.
John schrieb:> Jack V. schrieb:> Oh, das war so ein Ding vom Schrott, keine Ahnung ob es das kann.
Es scheint nur noch Edelschrott zu geben. Glaube nicht daß es das Gerät
umsonst gab.
mfG
John schrieb:> ich bräuchte für einen selbstbau Fahrradcomputer ein Funkmodul, was in> der Lage ist, sehr wenig Daten (eigentlich nur ein bit wenn der Magnet> am Speichensensor vorbeikommt) zu senden
Oregon Scientific AD262 BLE Bluetooth Bike Pod Rad Sensor
Kostet 10 Euro in der Bucht und macht zusätzlich noch die Kadenz.
Michael