Hallo Forum, man sucht bei diesem Distributor beispielsweise nach "resistor 0207", also einem Standard Throughhole Widerstand: https://lcsc.com/search?q=resistor%200207 Ich bekomme sowohl Artikel angezeigt, die "in stock"/auf Lager sind und solche, die es nicht sind. Für beide Arten werden Preisstaffeln angegeben. Bei den lagernden Artikeln kann ich "add" anklicken, bei den anderen "quote". Beide Male landen sie im Warenkorb. Das habe ich getestet, indem ich von mehreren Artikeln je 100 Stück hineingelegt habe. Nur bei den ge"quote"ten verschwindet dabei die Preisangabe und es wird daraus eine "inquiry order". Ich kenne das übliche Geschäftsgebaren bei einer "inquiry order" nicht. Erstmal denke ich, dass das eine Anfrage wird. Wird dabei angefragt, ob der Distributor den Artikel überhaupt liefern kann? Oder wird er in der Regel liefern können und die Anfrage ist eine Frage nach dem Preis? Wenn letzteres der Fall ist: Welchen Sinn hat die Angabe der Preisstaffel in den Suchergebnissen, bevor man auf "quote" klickt, wenn dann der Preis doch angefragt wird? Wenn der Distributor den Preis ermittelt hat, werde ich dann gefragt, ob zu diesem geliefert werden soll? Oder besagt das "order" in "inquiry order", dass ohne weitere Nachfrage zu diesem Preis geliefert wird. Das wäre dann ja die Katze im Sack.
Naja. Bei out of stock bedeutet sie haben's nicht. Koennen's aber (vielleicht) beschaffen. Wenn es denn sein muss. Das bedeutet du wirst eine Offerte (Quote) bekommen. Das out of stock kann bedeuten : -der Distributor hat's nicht mehr an Lager, kann aber nachbestellen -der Hersteller hat's nicht mehr an Lager, nachbestellbar -der Hersteller hat's nicht mehr an Lager, lieber nicht nachbestellbar -der Hersteller hat's nicht mehr an Lager, nicht nachbestellbar Weshalb wird unterschieden. Es gibt viele Produkte, die wurden zertifiziert fuer irgendwas, Medical, Automotive, Space, Aeronatics. Da darf man nicht einfach Teile durch kompatible austauschen. Kann daher fuer eine Nachlieferung 10 Jahre spaeter auch etwas mehr bezahlen. Der Hersteller kann bei hinreichend grosser Abnahme auch einen abgekuendten Artikel nochmals nachproduzieren.
Joggel E. schrieb: > [Viel Sinnvolles] Geniale Antwort! Du hast sogar die Fragen beantwortet, die ich noch gar nicht kannte. :-)
Resistor schrieb: > Wird dabei angefragt, ob > der Distributor den Artikel überhaupt liefern kann? Oder wird er in der > Regel liefern können und die Anfrage ist eine Frage nach dem Preis? Ein Angebot ist ein Angebot ist ein Angebot. Das beinhaltet sowohl Preis(e) als auch Lieferzeit. Ist schon seit dem Mittelalter so. Georg
Hi, "ask for quotation" ist doch beim technischen Einkauf eine Standardfloskel. Dann gibt man die Stückzahl an, wählt die shipping terms und wartet auf "confirmation". Wenn man die akzepiert hat, antwortet man "granted". Oder man fängt an zu handeln. In welcher Zeit der Lieferant wieviel Stück zu wieviel Mengenrabatt liefern kann. Einige Hersteller sammeln Bestellungen, und es wird erst bei einer bestimmten Anzahl "der Riemen auf die Orgel gelegt". "Inquiry order" heißt, dass vom Laden der gesamte von denen bevorzugte Lieferantenpool abgegrast wird, wer eventuell das günstigste Angebot in der geforderten Abnahmemenge zum günstigsten Preis machen kann. "ask quote" kann aber auch bedeuten, dass von vorne herein mit größerer Abnahmemenge gerechnet wird. Mit Kleinkram geben sie sich dann nicht ab. ciao gustav
georg schrieb: > Resistor schrieb: >> Wird dabei angefragt, ob >> der Distributor den Artikel überhaupt liefern kann? Oder wird er in der >> Regel liefern können und die Anfrage ist eine Frage nach dem Preis? > > Ein Angebot ist ein Angebot ist ein Angebot. Das beinhaltet sowohl > Preis(e) als auch Lieferzeit. Ist schon seit dem Mittelalter so. > Ein Angebot war schon damals ein Angebot, ja. Aber damals wussten Leute mit Schulabschluss noch, was eine invitatio ad offerendum ist.
Percy N. schrieb: > Aber damals wussten Leute mit Schulabschluss noch, was eine invitatio ad > offerendum ist Man könnte ja auch mit etwas Nachdenken selbst darauf kommen, dass ein Angebot mit einem Preis ohne Lieferzeit genauso wertlos ist wie eines mit Lieferzeit, aber ohne Preis. Georg
georg schrieb: > Percy N. schrieb: >> Aber damals wussten Leute mit Schulabschluss noch, was eine invitatio ad >> offerendum ist > > Man könnte ja auch mit etwas Nachdenken selbst darauf kommen, dass ein > Angebot mit einem Preis ohne Lieferzeit genauso wertlos ist wie eines > mit Lieferzeit, aber ohne Preis. > Wenn es wirklich ein Angebot sein sollte: nein! Wenn der Kunde das Angebot mit Preis ohne Leistungszeit annimmt, kommt nach deutschem Recht § 271 BGB zum Tragen. Mit etwas Nachdenken könnte man allerdings darauf kommen, dass hier vermutlich nichts angeboten werden soll.
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