Guten Tag an das Mikrocontroller Forum.
Nach Erhalt meiner 4 Stück China LEDs (jeweils 25W), stellte ich fest,
dass die Ansteuerung dieser, mithilfe 230V & Brückengleichrichter
passierte. Ohne Glättungskondensator, deswegen habe ich dabei ein
unangenehmes 100HZ flimmern feststellen müssen.
Da ich sie trotzdem nicht einfach wegschmeißen wollte, versuchte ich,
eine Lösung für das Problem zu finden.
Die ursprüngliche Ansteuerung habe ich in den LED-Cases entfernt, und
einen Brückengleichrichter, Spannungsregler in meinen umgebauten
Receiver gebaut.
Der Spannungsregler dient dem Zweck, die Leistung der LEDs so
einzustellen, dass nicht mehr als 25W pro LED Case abfallen, also in
Summe, das komplette Gerät nicht mehr als 100W verbraucht. (Überwachung
mittels Leistungsmessgeräts)
Laut Oszilloskop, liegt eine perfekte Gleichspannung an den einzelnen
LED-Chips an. Jedoch, kann ich trotzdem ab und zu, ein leichtes
visuelles Flackern feststellen, leichte Helligkeitsunterschiede, jedoch
sind diese auf dem Oszilloskop nicht messbar.
Die erzeugte Gleichspannung behilft sich mittels 3 parallel geschalteten
Kondensatoren. Pro Stück 450V 560uF
Auf dem Foto "LED_Detail" ist ein Chip YX168EH zu sehen, der anscheinend
die Versorgungsspannung der LEDs drittelt.
Ich hoffe, jemand kann mir bei der Lösung meines Problems behilflich
sein.
Vielen Dank im Voraus.
Gruß
Marcel
Marcel O. schrieb:> Jedoch, kann ich trotzdem ab und zu, ein leichtes visuelles Flackern> feststellen, leichte Helligkeitsunterschiede,
Sind sie mit einem Messgerät (z.B. Fotodoide) messbar?
Kann man sie mit einer Kamera aufzeichnen?
> jedoch sind diese auf dem Oszilloskop nicht messbar.
Du misst ja auch nicht das Licht (also den LED-Strom), sondern du misst
die Spannung. Miss mal über einem Widerstand den Strom, der durch deine
LEDs fließt. Denn der Strom macht das Licht.
> jedoch sind diese auf dem Oszilloskop nicht messbar.
Und wie genau kannst du Spannungseinbrüche messen? Bei dem Aufbau, den
du da so ohne großartige Vorwiderstände oder Konstantstromquellen
hast, bewirkt eine kleine Spannungsänderung eine große Strom- und damit
Helligkeitsänderung.
Wie kommt eigentlich dein "Spannungsregler" mit der kapazitiven Last
klar?
Karl B. schrieb:> stimmt das so?
Das sieht nach einem Zykloverter aus, der aus Wechselstrom
rechtsdrehenden Drehstrom macht... ;-)
Die Mühe, diese Schaltung auf Papier zu bringen, machte ich mir nur,
wegen dem Forumsbeitrag. Da war ich wohl etwas zu schnell im Zeichnen.
Ich habe einen KBPC5010 Brückengleichricher in Verwendung.
Lothar M. schrieb:> Marcel O. schrieb:>> Jedoch, kann ich trotzdem ab und zu, ein leichtes visuelles Flackern>> feststellen, leichte Helligkeitsunterschiede,> Sind sie mit einem Messgerät (z.B. Fotodoide) messbar?> Kann man sie mit einer Kamera aufzeichnen?>>> jedoch sind diese auf dem Oszilloskop nicht messbar.> Du misst ja auch nicht das Licht (also den LED-Strom), sondern du misst> die Spannung. Miss mal über einem Widerstand den Strom, der durch deine> LEDs fließt. Denn der Strom macht das Licht.>>> jedoch sind diese auf dem Oszilloskop nicht messbar.> Und wie genau kannst du Spannungseinbrüche messen? Bei dem Aufbau, den> du da so ohne großartige Vorwiderstände oder Konstantstromquellen> hast, bewirkt eine kleine Spannungsänderung eine große Strom- und damit> Helligkeitsänderung.>> Wie kommt eigentlich dein "Spannungsregler" mit der kapazitiven Last> klar?>> Karl B. schrieb:>> stimmt das so?> Das sieht nach einem Zykloverter aus, der aus Wechselstrom> rechtsdrehenden Drehstrom macht... ;-)
Ich habe die Helligkeitsunterschiede am Video mithilfe 60fps
festgehalten, man sieht sie normalerweise bei genauem hinsehen.
Der Spannungsregler macht was er soll, er regelt die Spannung zwischen
60 und 230VAC :-)
Die Vorwiderstände sind im Prinzip bereits auf der China LED verbaut.
Die SMD Widerstände sind jeweils mit 11,2 Ohm zu messen.
Das stimmt, ich hätte vernünftigerweise den Spannungsabgriff für das
Oszilloskop bei einem dieser Vorwiderstände vornehmen sollen und nicht
direkt an der LED ....
danke für die wertvollen Hinweise.
Marcel O. schrieb:> Ich habe einen KBPC5010 Brückengleichricher in Verwendung.
Wenn Deine LEDs so dimensioniert waren, das sie mit ungesiebten
Wechselstrom betrieben wurden, dann ist die Eingangsspannung
von 230V AC zu hoch. Du solltest dann höchstens 155V AC anle-
gen. Möglicherweise auch etwas mehr, aber dazu müsstest Du
die Helligkeit im Originalzustand und modifiziertem Zustand
messen und vergleichen.
Sven S. schrieb:> Wenn Du komplett ignorierst, was da drauf steht, kannst Du froh sein> wenn es noch nicht explodiert ist.
Wieso gehen Sie davon aus, ich habe ignoriert, dass es sich bei der
Beschaltung um 220VAC handelt?
gruß
Harald W. schrieb:> Marcel O. schrieb:>>> Ich habe einen KBPC5010 Brückengleichricher in Verwendung.>> Wenn Deine LEDs so dimensioniert waren, das sie mit ungesiebten> Wechselstrom betrieben wurden, dann ist die Eingangsspannung> von 230V AC zu hoch. Du solltest dann höchstens 155V AC anle-> gen. Möglicherweise auch etwas mehr, aber dazu müsstest Du> die Helligkeit im Originalzustand und modifiziertem Zustand> messen und vergleichen.
Im Betrieb, werde ich auch niemals die volle Spannung über den
Spannungsregler an den Brückengleichrichter weiterschicken.
Hat der Ansatz nicht gereicht, dass ich von einer maximalen
Leistungsaufnahme von 25W pro LED-Case ausgehe? Also in Summe, darf mein
Receiver-Case 220V mittels Leistungsmesser, nicht mehr als 100Watt
anzeigen.
Denn, im Original Betrieb der China LED, also im ungesiebten
Wechselstrom Betrieb, verbraucht sie in etwa 25W.
Damit es nun nicht zur Verwirrung kommt, möchte ich erwähnen, dass die
Beschriftung auf der China LED, AC220V50W50LED15V nicht so ganz stimmt.
Also, sie verbraucht keine 50W sondern nur 25W. Beworben wurde sie im
online-store (Aliex...s) ebenso mit 50W, kleine Moglerei eben :-)
gruß
Marcel O. schrieb:> Im Betrieb, werde ich auch niemals die volle Spannung über den> Spannungsregler an den Brückengleichrichter weiterschicken.
Ich vermisse übrigens die Strombegrenzung in Deiner Schaltung.
LEDs werden mit einem konstanten Strom und nicht mit einer
konstanten Spannung betrieben. Möglicherweise sind aber dafür
Widerstände auf Deiner Platine verbaut. Das kann ich so nicht
erkennen. Der Betrieb mit veringerter Leistung kann aber so
oder so nicht einfach durch Verringerung der Spannung erreicht
werden. Ich denke, Du solltest Dich als erstes etwas mehr mit
den Grundlagen von LEDs und deren Ansteuerung befassen, bevor
Du weiterbaust.
Marcel O. schrieb:> Wieso gehen Sie davon aus, ich habe ignoriert, dass es sich bei der> Beschaltung um 220VAC handelt?
Mit Gleichrichter und Siebelko handelt es sich nicht mehr um "AC",
sondern um "DC".
Marcel O. schrieb:> Das stimmt, ich hätte vernünftigerweise den Spannungsabgriff für das> Oszilloskop bei einem dieser Vorwiderstände vornehmen sollen und nicht> direkt an der LED ....
Nochmal zur Erinnerung: miss nicht die Spannung über den LED, sondern
den Strom durch die LED. Denn der Strom macht das Licht. Und eine
Stromschwankung bringt eine Helligkeitsschwankung.
> Die Vorwiderstände sind im Prinzip bereits auf der China LED verbaut.> Die SMD Widerstände sind jeweils mit 11,2 Ohm zu messen.
Eigenartiger Wert für deisen Stempel. Ich hätte da 10 oder 100 Ohm
erwartet. Hast du die Widerstände zum Messen ausgelötet? Haben die
Widerstände diesen Wert auch, wenn du die Messpitzen austauschst und die
Bauteile "andersrum" misst?
Und wie sitzen die drei ICs im Strompfad? Spucken die da irgendwie mit
rein?
Marcel O. schrieb:> Im Betrieb, werde ich auch niemals die volle Spannung über den> Spannungsregler an den Brückengleichrichter weiterschicken.
Was ist das für ein "Spannungsregler"? Ist das ein hndelsüblicher
Phasenanschnittsdimmer?
Marcel O. schrieb:> das komplette Gerät nicht mehr als 100W verbraucht. (Überwachung mittels> Leistungsmessgeräts)
Kann dein Leistungsmessgerät eine so komplexe Last korrekt berechnen?
Harald W. schrieb:> Marcel O. schrieb:>>> Im Betrieb, werde ich auch niemals die volle Spannung über den>> Spannungsregler an den Brückengleichrichter weiterschicken.>> Ich vermisse übrigens die Strombegrenzung in Deiner Schaltung.> LEDs werden mit einem konstanten Strom und nicht mit einer> konstanten Spannung betrieben. Möglicherweise sind aber dafür> Widerstände auf Deiner Platine verbaut. Das kann ich so nicht> erkennen. Der Betrieb mit veringerter Leistung kann aber so> oder so nicht einfach durch Verringerung der Spannung erreicht> werden. Ich denke, Du solltest Dich als erstes etwas mehr mit> den Grundlagen von LEDs und deren Ansteuerung befassen, bevor> Du weiterbaust.
Die Widerstände befinden sich bereits auf der China LED Platine.
Aufgeteilt auf 3 Stränge. Und pro Strang, ein Vorwiderstand von 11,2Ohm.
Welche Möglichkeiten stehen mir denn zur Verfügung, diese China Leds
trotzdem zu nutzen, ohne dem 100Hz flimmern?
gruß
Sven S. schrieb:> Harald W. schrieb:>> Ich vermisse übrigens die Strombegrenzung in Deiner Schaltung.>> Der Innenwiderstand der LEDs begrenzt den Strom.
Das stimmt so nicht. Der sog. Bahnwiderstand ist dazu zu klein.
Marcel O. schrieb:> YX168EH
Das ist sicherlich ein Linearregler von Shiningic. Datenblatt gibts,
wenn überhaupt, nur auf Chinesisch. Dürfte aber so ähnlich sein wie
VAS1106A von CLT.
Lothar M. schrieb:> Marcel O. schrieb:>> Das stimmt, ich hätte vernünftigerweise den Spannungsabgriff für das>> Oszilloskop bei einem dieser Vorwiderstände vornehmen sollen und nicht>> direkt an der LED ....> Nochmal zur Erinnerung: miss nicht die Spannung über den LED, sondern> den Strom durch die LED. Denn der Strom macht das Licht. Und eine> Stromschwankung bringt eine Helligkeitsschwankung.
Okay, doch tue ich mich schwer, bei den Platinen, eine Strommessung
durchzuführen. Man müsste Sie ja auftrennen, um mit dem Ampermeter
dazwischen zu kommen, bzw, einen LED Chip auf einer Seite auslöten.
Korreliert der Spannungsabfall am Vorwiderstand nicht mit dem Stromfluss
durch die LED?
>>> Die Vorwiderstände sind im Prinzip bereits auf der China LED verbaut.>> Die SMD Widerstände sind jeweils mit 11,2 Ohm zu messen.> Eigenartiger Wert für deisen Stempel. Ich hätte da 10 oder 100 Ohm> erwartet. Hast du die Widerstände zum Messen ausgelötet? Haben die> Widerstände diesen Wert auch, wenn du die Messpitzen austauschst und die> Bauteile "andersrum" misst?> Und wie sitzen die drei ICs im Strompfad? Spucken die da irgendwie mit> rein?>
Den Vorwiderstand habe ich im ausgebauten Zustand gemessen, ja. Habe nun
nochmal auf sauberes Kontaktieren geachtet, und es zeigt nun in beiden
Richtungen, 10,3 Ohm an. Handelt sich wohl um einen 10 Ohm
Vorwiderstand.
> Marcel O. schrieb:>> Im Betrieb, werde ich auch niemals die volle Spannung über den>> Spannungsregler an den Brückengleichrichter weiterschicken.> Was ist das für ein "Spannungsregler"? Ist das ein hndelsüblicher> Phasenanschnittsdimmer?>
Es handelt sich dabei um folgendes:
https://de.aliexpress.com/item/32951503158.html?spm=a2g0s.9042311.0.0.27424c4deM8Jcs
Darauf verbaut ein Triac "BTA16 600B 2000W"
Laut meinem Oszilloskop, arbeitet er weder mit Anschnitt bzw. Abschnitt.
Das Tastverhältnis/Tastgrad bleibt gleich, nur die Amplitude wird
reguliert (vergrößert/verkleinert)
> Marcel O. schrieb:>> das komplette Gerät nicht mehr als 100W verbraucht. (Überwachung mittels>> Leistungsmessgeräts)> Kann dein Leistungsmessgerät eine so komplexe Last korrekt berechnen?
Ich bin mir ziemlich sicher, dass es sich bei der Leistungsmessung
diesen billig Messgeräts, lediglich auf Wirkleistung bezieht, mit einer
guten Tolleranz. Doch, sah ich diese Tolleranz jetzt nicht als all zu
kritisch.
https://de.aliexpress.com/item/4000415454410.html?spm=a2g0s.9042311.0.0.27424c4dRh5Esz
Denn, wenn es um den thermischen Aspekt geht, bin ich besser wie mit der
Original China-Led, diese besaß an der Front, eine Kunststoffblende, die
ich auf ein 4mm Glas wechselte. Glas besitzt ja in etwa einen doppelt so
guten Wärmleitwert, als Kunststoff. Dies reichte aus, dass nach ~einer
Minute Betrieb, die Front nur 35°C aufwies, statt den 43°C mit der
Kunststofffront.
Wenn wir schon dabei sind, hier die Original LED aus dem Store:
https://de.aliexpress.com/item/32860964546.html?spm=a2g0s.9042311.0.0.27424c4dUsYVcN
Hier der Betrieb der Original LED. siehe mp4
Desweiteren habe ich den Leiterbahnenverlauf hervorgehoben.
100% bin ich noch nicht dahinter gekommen, wie der Aufbau ist, ob es nun
drei Stränge, oder doch nur zwei sind.
siehe jpeg
gruß
Marcel O. schrieb:> Den Vorwiderstand habe ich im ausgebauten Zustand gemessen, ja. Habe nun> nochmal auf sauberes Kontaktieren geachtet, und es zeigt nun in beiden> Richtungen, 10,3 Ohm an. Handelt sich wohl um einen 10 Ohm> Vorwiderstand.
Der Widerstand ist mit "100" beschriftet. Zehn und Null Nullen dran,
also 10 Ohm. Bedrahtete Widerstände haben Farbringe statt Zahlen, da
wäre das "braun schwarz schwarz".
Das ist aber nicht der Vorwiderstand, sondern der Referenzwiderstand für
die Konstantstromquelle. Zu der YX168EH habe ich kein Datenblatt
gefunden, bei einer NUD4001 wäre die Relation I_LED = 0,7V / R.
Werden die YX168EH zu warm? Wenn das ursprüngliche Design auf Kante
genäht ist, macht es thermisch einen Unterschied, ob man die LED-Module
mit "geglättem AC" oder "ungeglättetem AC" betreibt.
Spontan fällt mir da ein: Schaue doch mal bei bigclive.dom vorbei, der
hat diverse Videos zu solchen Leuchten und ihrer Funktionsweise gemacht;
auch zu den ICs auf den LED-Platinen.
Sind im Prinzip Strombegrenzer (wurde ja oben schon geschrieben), die
der maximalen Strom durch die LED anhand des kleinen Widerstandes messen
und eben - am oberen Teil des pulsierenden Sinus-DC (kann man das so
sagen?) - den Strom begrenzen.
Also von daher wäre ich schon mal skeptisch bei einer Ansteuerung mit
echtem DC, dann fehlt denen ja die Pause zum abkühlen, zumindest bei
Full-Power.
Damit regeln die dann runter wenn's zu heiß wird.
Ich würde es mal so probieren: Ein einzelnes Modul mir einem
Vorwiderstand statt dem Spannungsregler anschließen.
Also die einfachste Kombination, da dürfte dann nichts flackern.
Flackert es doch, können es ja nur noch die ICs auf den LED-Platinen
sein, die dann den DC nicht mögen. Warum auch immer.
Ich vermute aber eher, daß der Spannungsregler die Ursache ist, hast Du
ein Foto davon?
Zudem sind die LEDs oft in Gruppen verschaltet, die die verschiedenen
Phasen des DC-Sinus :O) abdecken. Also, z.B. eine Gruppe für den Bereich
bis z.B. 80V, dann eine zusätzliche für den Bereich bis 150V, etc.
Das bedeutet, daß die erst nacheinander im ansteigenden Sinus aktiv
werden, bis dann im Scheitelbereich alle leuchten.
Hast Du diesen Effekt bei den Leuchten nicht? Also alle LEDs gehen
gleichzeitig an?
Hallo und schönen Nachmittag an alle Teilhaber dieses Threads.
Ich habe mir nun die Mühe doch gemacht, die Schaltung durchzumessen.
Ziel war es, die Spannung so zu regulieren, bis die LEDs ohne ein
Flimmern leuchten. Damit meine ich nicht das 100Hz flackern, befinden
uns ja im Glättungsbetrieb.
Es scheint, dass der YX168EH, ab +15VDC stabil arbeiten kann.
Jedoch geht in diesem Betriebsmodus auch eine erhöhte Leistungsaufnahme
der LEDs einher, was den Strom vom Wechselstrombetrieb 23mA/LED auf
43mA/LED ansteigen lässt. Dieser Strom wird ziemlich konstant gehalten,
was mich etwas überraschte.
Das Wirkleistungsmessgerät, das vor dem Receiver geschalten ist und 4
LED Strahler versorgt, zeigt eine Leistungserhöhung von 100W auf 165W
auf.
Also pro LED Strahler, 25W -> 40W (Verluste an Spannungsregler etc
bereits abgezogen)
Nach 5 Minuten Betrieb im Glättungsbetrieb, ist der Strom pro LED von
40mA auf 43mA angestiegen und bleibt stabil.
Die KSR Chips weißen Temperaturen von U1=55°C U2=81°C U3=85°C auf.
LED Chip Mitte der Platine und Platine selbst, gehen leider auf 92°C
hoch.
Tendenz vermutlich steigend, doch habe ich nach 5 Minuten den Betrieb
beendet.
Eins ist sicher, der Betrieb mit diesen thermischem Verlauf, ist keine
sinnvolle Lösung. Könnte man mit Alu-Kühlrippen auf der Rückseite des
Cases, plus 140mm Lüfter an diesem thermischen Verhalten so großzügig
eingreifen, dass ein Dauerbetrieb (in etwa halbe Stunde, denn dann geben
die Bewegungsmelder das Kommando zum Ausschalten) möglich ist, mit einer
passablen Lebensdauer der Chips?
Weiterer Gedanke:
Wäre es besser, jeweils einen Glättungskondensator parallel zu jeweils
einem LED Segment zu schalten (in Summe sind es ja zwei LED Segmente),
im gleichgerichteten Wechselstrombetrieb? Die Kapazitäten würde ich
nicht so übertrieben hoch wählen, eine gewisse Brummspannung wäre sogar
wünschenswert, die eine kleine thermische Entlastung zum 100%igen
geglätteten Betrieb bringen würde und doch hätte man das 100Hz flimmern
nicht mehr sichtbar/wahrnehmbar.
Oder, gleicher Ansatz wie eben beschrieben, die Kapazitätsverringerung
durchzuführen, mit einer wünschenswert hohen Brummspannung, und die zwei
Tiefpässe bleiben parallel zum Gleichrichter.
Ich habe mir nun mehrere Datenblätter von Konstantstromwandlern dieser
Bauform angesehen, und es lässt sich ja, der Strom über diesen
einstellen.
Klar, gibt es einen perfekten Betriebsbereich, für das der KSR ausgelegt
ist, doch wäre es vielleicht ein Gedanke, den Referenzwiderstand jedes
KSR zu verdoppeln, um eine Halbierung des LED Stroms zu erreichen?
Sehr einfach in meiner Theorie klar, doch leider findet sich zum YX168EH
KSR kein Datenblatt mit einer Berechnungsgrundlage.
Im Anhang befinden sich die Messwerte beider Betriebszustände.
Die Spannungswerte *VDC bzw. *VAC sind mit dem Multimeter ermittelt
worden.
PS. Der Spannungsregler arbeitet nach dem Prinzip, das Tastverhältnis zu
verändern. Nicht wie ich fälschlicherweise angenommen habe, er ändert
die max. Amplitude.
Gruß
Marcel
Stefan ⛄ F. schrieb:> Dieses braune Paketklebeband wird nach einigen Jahren extrem spröde und> verliert dadurch eine Funktion, die Kondensatoren fest zu halten.
Hallo Stefan. Danke für deinen Hinweis, werde dies für die Endgültige
Version dann abändern.
gruß
controllergirl schrieb:> Spontan fällt mir da ein: Schaue doch mal bei bigclive.dom vorbei, der> hat diverse Videos zu solchen Leuchten und ihrer Funktionsweise gemacht;> auch zu den ICs auf den LED-Platinen.> Sind im Prinzip Strombegrenzer (wurde ja oben schon geschrieben), die> der maximalen Strom durch die LED anhand des kleinen Widerstandes messen> und eben - am oberen Teil des pulsierenden Sinus-DC (kann man das so> sagen?) - den Strom begrenzen.> Also von daher wäre ich schon mal skeptisch bei einer Ansteuerung mit> echtem DC, dann fehlt denen ja die Pause zum abkühlen, zumindest bei> Full-Power.> Damit regeln die dann runter wenn's zu heiß wird.> Ich würde es mal so probieren: Ein einzelnes Modul mir einem> Vorwiderstand statt dem Spannungsregler anschließen.> Also die einfachste Kombination, da dürfte dann nichts flackern.
Das mit dem Vorwiderstand werde ich mir mal durch den Kopf gehen lassen.
> Zudem sind die LEDs oft in Gruppen verschaltet, die die verschiedenen> Phasen des DC-Sinus :O) abdecken. Also, z.B. eine Gruppe für den Bereich> bis z.B. 80V, dann eine zusätzliche für den Bereich bis 150V, etc.> Das bedeutet, daß die erst nacheinander im ansteigenden Sinus aktiv> werden, bis dann im Scheitelbereich alle leuchten.> Hast Du diesen Effekt bei den Leuchten nicht? Also alle LEDs gehen> gleichzeitig an?
Das konnte ich so noch nicht festhalten, da ich bis jetzt nur eine LED
im zweiten Segment überwacht habe. Könnte dies jedoch auch im ersten
Segment austesten. Gute Idee.