Forum: Offtopic Geplante Obsoleszenz - Elektrische Reinigungsbürste >>easy<< von aktimeo


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von Mike J. (linuxmint_user)


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Ich habe dieses mal ein Beispiel für geplante Obsoleszenz gefunden.


Produkt:
 Elektrische Reinigungsbürste >>easy<< von aktimeo

(Ich findet gar keine Firma oder Firmenwebseite von denen.)

Von hier wurde es wahrscheinlich gekauft:
https://www.aktivshop.de/elektrische-reinigungsburste-easy



Es handelt sich hier um eine elektrische Reinigungsbürste welche mittels 
LiIon-Akkus betrieben wird und über ein 5V Netzteil wieder aufgeladen 
werden kann.

Ich sollte dort eigentlich nur mal ein paar neue Akkus rein machen, aber 
was ich dort gesehen habe war recht erhellend.

Die Schaltung ist sehr einfach ausgelegt, es gibt eine Hohlbuchse für 
ein 5V Netzteil, eine typische LiIon-Ladeschaltung mit einem TC4056A , 
den Standard 18650 LiIon-Akku mit 4,2V Ladeschlusspannung, einem 
Schalter zum umschalten zwischen Laden und Entladebuchsen.


Etwas besonderes ist jedoch der Widerstand R4 , der als SMD-Version 
und als THT-Version bestückt werden kann.

Da über den Widerstand ein Strom von maximal 0,1A fließt (5V-3V/20 Ohm = 
0,1A) und damit eine Leistung von 0,2W abfällt ist es eigentlich auch 
möglich einen 1206 SMD-Widerstand (0,25W) (oder besser 2x 40 Ohm [BF: 
1206] parallel geschaltet) zu nutzen und sich die Handbestückung zu 
sparen.


Am Ende des Ladevorganges (der Ladechips ist auf 580mA Ladestrom 
eingestellt, 1A kann man bei dem Chip maximal einstellen) fließen über 
den 20 Ohm Widerstand immer noch ein Strom von (5V-4,2V)/20 Ohm = 40mA.

Das bedeutet:
Wenn man den Stecker des 5V Netzteils nicht raus zieht, wenn die rote 
Lade-LED aus geht und die grüne LED aufleuchtet, dann wird der 
LiIon-Akku trotzdem weiterhin geladen, obwohl er schon voll ist. Damit 
wird er überladen und ist früher oder später defekt.

Das nennt man geplante Obsoleszenz !

Dieser Widerstand erfüllt eigentlich überhaupt keinen Zweck, um den 
Ladestrom zu erhöhen könnte man einfach den Widerstand R3 durch z.B. 
1,2k Ohm ersetzen damit der Ladestrom bei 1A liegt.

Dieser Widerstand hat nur ganz genau einen Zweck:
- Der Akku im Gerät soll langsam kaputt gehen, damit es möglichst 
schnell weggeworfen wird.

Wenn der Kunde das 5V Netzteil bei der ersten Ladung nicht raus zieht 
und das Gerät einen ganzen Tag aufladen lässt, dann wird der Akku bis 
auf 5V aufgeladen und könnte explodieren und dafür sorgen dass ein Brand 
auftritt.


Man beachte auch das Fehlen eines Überspannungs- und 
Unterspannungsschutzes.
Die wussten schon was sie da machen, denn damit würde man die Überladung 
der LiIon-Zelle nicht mehr hinbekommen.


 Lösung :
1. (sehr einfach)
Den Widerstand R4 (Farbcode: rot, schwarz, schwarz und goldener 
Toleranz-Ring) einfach mit einem Seitenschneider abknipsen. Damit 
verhindert man die Überspannung und eine schnelle Alterung 
(Kapazitätsverlust) des Akkus.

2. (etwas Löt-Arbeit notwendig)
Die Ladeplatine gegen eine 50 Cent Platine von eBay ersetzen, damit 
verhindert man die Unterspannung beim Entladen des Akkus.
(die Doppel-LED kann man genau so wieder an die Platine anlöten oder mit 
Kabeln absetzen)

Lade-Platine mit Akku-Schutz:
10-X1A-5V-TP4056-Lithium-Battery-Charging-Module-USB-Board
Ebay-Artikel Nr. 303449438231
10 Stück, aber mit mikro-USB-Buchse (also keine USB-C Buchse)
Preis: 2,65€ (kostenloser Versand), also nur 0,265€ pro Platine :-)

Der MosFET auf der Platine hält maximal 3A aus, aber bei einem 4W 
Verbraucher (die Bürste) würde auch nur ein Strom von 1A fließen.
Die mikro-USB-Buchse hatte ich abgelötet und die Kontakte (IN+ und IN-) 
mit der Hohlbuchse verbunden.

Theoretisch ist es möglich dass in dem Aufsteck-Teil wo sich der Motor 
befindet eine Unterspannungsabschaltung befindet, aber das bezweifle ich 
sehr und ich würde mich darauf auch nicht verlassen.

von Uwe S. (bullshit-bingo)


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Hör mir auf! Das mit der Geplanten Obsoleszenz ist ein Mythos. Produkte 
fallen deshalb auseinander, weil der Kunde kaum was dafür zahlen will, 
der Hersteller dennoch viel verdienen will, und daher alle Teile übelst 
auf Kante genäht werden. Das ist soweit schlimm genug, aber mehr ist da 
nicht.

Natürlich wird man hier anderer Meinung sein, aber der Mensch war ja 
auch nie auf dem Mond, Kennedy wurde von min. 5 Leuten erschossen, das 
WTC war ein kontrollierter Abriss, usw....
Ganz allgemein muss immer viel mehr dahinter stehen, und nur man selbst 
hat den totalen Durchblick, alle anderen sind nur arme Schäfchen, die 
sich lenken lassen. Das ist die Ursache für sowas.

von Uhu U. (uhu)


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Uwe S. schrieb:
> Das mit der Geplanten Obsoleszenz ist ein Mythos.

Dann hast du sicherlich eine ganz rationale Erklärung für den 
Widerstand…

Also her damit!

von MaWin O. (mawin_original)


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>Am Ende des Ladevorganges (der Ladechips ist auf 580mA Ladestrom
>eingestellt, 1A kann man bei dem Chip maximal einstellen) fließen über
>den 20 Ohm Widerstand immer noch ein Strom von (5V-4,2V)/20 Ohm = 40mA.

Wo fließen die hin? Über den Akku, oder einfach zu GND über den Regler?
Wenn kein Strom in den Akku fließt, sehe ich das Problem nicht.

Der Widerstand könnte eine Stabilisierung gegen ein Aufschwingen oder 
ähnliches sein.

von MaWin O. (mawin_original)


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Und lädt der Akku nach Abknipsen des Widerstandes noch? Also jetzt nicht 
theoretisch, sondern ausprobiert.

Vielleicht hat der Laderegler gar keinen (ausreichenden) 
Highside-Treiber?

von Le X. (lex_91)


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Uhu U. schrieb:
> Dann hast du sicherlich eine ganz rationale Erklärung für den
> Widerstand…

Die naheliegendste Erklärung ist für mich immer Schlamperei (aufgrund 
von Zeit-/Kostendruck), fehlende Qualitätssicherung und keine 
vernünftigen Entwickkungsprozesse, menschliche Fehler oder schlicht 
Unwissen.

Absicht und Bösartigkeit unterstelle ich nur wenn es starke Anzeichen 
dafür gibt.

von Uhu U. (uhu)


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Le X. schrieb:
> Absicht und Bösartigkeit unterstelle ich nur wenn es starke Anzeichen
> dafür gibt.

Das ändert aber an der Physik keinen Deut…

Wenn ich den Innenaufbau des TC4056A richtig verstehe, überbrückt R4 den 
Längstransistor – wenn der zu macht, fließt also trotzdem Strom über den 
Akku, mit den bekannten Konsequenzen.

> Die naheliegendste Erklärung ist für mich immer Schlamperei (aufgrund
> von Zeit-/Kostendruck), fehlende Qualitätssicherung und keine
> vernünftigen Entwickkungsprozesse, menschliche Fehler oder schlicht
> Unwissen.

Du bestehst also auf einem Jagdschein für alle Ingenieure? Na denn Prost 
Mahlzeit.

Aber einerlei: der teuflischen Physik ist es vollkommen Wurst, was sich 
der Entwickler beim Entwurf der Schaltung gedacht hat, oder auch nicht – 
die Wirkung bleibt dieselbe und der von  Mike J. dafür gewählte Name 
trifft es ganz gut. (Die Frage, ob das bei der Einstellung des Künstlers 
oder von ihm selbst geplant wurde, kann offen bleiben.)

von K. S. (the_yrr)


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Le X. schrieb:
> Die naheliegendste Erklärung ist für mich immer Schlamperei

Das wirds wohl sein, wenn das wirklich ein 4056 ist soll/muss der 
Widerstand in Reihe mit dem bzw. zwischen die 5V und den IC, so stehts 
auch im Datenblatt. Das verteilt die verheizte Leistung etwas und 
entlastet den 4056, ggf. verhindert es eine Verringerung vom Ladestrom 
durch Übertemperatur.

von MaWin O. (mawin_original)


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Uhu U. schrieb:
> Wenn ich den Innenaufbau des TC4056A richtig verstehe,

Der TC4056A passt doch gar nicht zu dem Platinenfoto.

https://www.datasheet4u.com/datasheet-parts/TC4056A-datasheet.php?id=1309136

BAT = Pin 6

von Johannes S. (demofreak)


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Le X. schrieb:
> Die naheliegendste Erklärung ist für mich immer Schlamperei (aufgrund
> von Zeit-/Kostendruck), fehlende Qualitätssicherung und keine
> vernünftigen Entwickkungsprozesse, menschliche Fehler oder schlicht
> Unwissen.

So ist es fast immer.

https://de.wikipedia.org/wiki/Hanlon%E2%80%99s_Razor

von Uhu U. (uhu)


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MaWi N. schrieb:
> Der TC4056A passt doch gar nicht zu dem Platinenfoto. BAT = Pin 6

In der Legende steht was anderes:
BAT (Pins 5 ): A battery connection terminal. The positive terminal of the battery is connected to this pin. In the chip disable mode or in sleep mode, BAT Pin leakage current is less than 2uA. BAT Pin provides charge current to the battery, and 4.2V Limit voltage.

: Bearbeitet durch User
von Uhu U. (uhu)


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Johannes S. schrieb:
> So ist es fast immer.
>
> https://de.wikipedia.org/wiki/Hanlon%E2%80%99s_Razor

Es ist zumindest die naheliegende Ausrede…

Ich erinnere mich an den Fall mit dem auf 16 Bit begrenzten 
Schlüsselraum in openSSL – das wurde so ähnlich erklärt. Die Taten der 
NSA, die von Edward Snowden aufgedeckt wurden, lassen diese Ausrede doch 
in einem sehr fahlen Licht erscheinen.

von MaWin O. (mawin_original)


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Uhu U. schrieb:
> Ich erinnere mich an den Fall mit dem auf 16 Bit begrenzten
> Schlüsselraum in openSSL – das wurde so ähnlich erklärt.

Das war ein Fehler des Debian-Integrators und betraf somit "nur" die 
Debian-Pakete.
Dieser Integrator war sich der Auswirkung einer augenscheinlich 
harmlosen kleinen Änderung nicht bewusst.

> Die Taten der
> NSA, die von Edward Snowden aufgedeckt wurden, lassen diese Ausrede doch
> in einem sehr fahlen Licht erscheinen.

Das nennt man Verschwörungstheorie.

von Uhu U. (uhu)


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MaWi N. schrieb:
> Dieser Integrator war sich der Auswirkung einer augenscheinlich
> harmlosen kleinen Änderung nicht bewusst.

Und du weißt das sicher?

>> Die Taten der
>> NSA, die von Edward Snowden aufgedeckt wurden, lassen diese Ausrede doch
>> in einem sehr fahlen Licht erscheinen.
>
> Das nennt man Verschwörungstheorie.

Nein, das ist schlichte Elementarlogik…

von MaWin O. (mawin_original)


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Uhu U. schrieb:
> Und du weißt das sicher?

Nein. Das kann niemand sicher wissen, außer der Integrator selbst.
Aber man kann den wahrscheinlichsten Fall annehmen.
Leute, die einen unwahrscheinlichen Fall annehmen, ohne das schlüssig zu 
begründen, nennt man Verschwörungstheoretiker.

von Uhu U. (uhu)


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MaWi N. schrieb:
> Aber man kann den wahrscheinlichsten Fall annehmen.

Und was, wenn ich das als den wahrscheinlichsten Fall annehme?

> Leute, die einen unwahrscheinlichen Fall annehmen, ohne das schlüssig zu
> begründen, nennt man Verschwörungstheoretiker.

Und wer bestimmt, dass das der wahrscheinlichste Fall ist?

Du siehst, du begibst dich auf dünnes Eis.

: Bearbeitet durch User
von MaWin O. (mawin_original)


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Uhu U. schrieb:
> Und was, wenn ich das als den wahrscheinlichsten Fall annehme?

Lass mich deine Annahme zusammenfassen:

Der wahrscheinlichste Fall ist, dass der Debian-Integrator von der NSA 
unterwandert wurde.
Der unwahrscheinlichste Fall ist, dass der Debian-Integrator einen 
simplen Fehler gemacht hat.

Richtig so?

von Uhu U. (uhu)


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MaWi N. schrieb:
> Lass mich deine Annahme zusammenfassen:
>
> Der wahrscheinlichste Fall ist, dass der Debian-Integrator von der NSA
> unterwandert wurde.
> Der unwahrscheinlichste Fall ist, dass der Debian-Integrator einen
> simplen Fehler gemacht hat.
>
> Richtig so?

Es reicht völlig aus, die Wahrscheinlichkeiten für beide Möglichkeiten 
in der Gegend von 50% ± 10% anzusiedeln. Ich hoffe, du siehst den 
Unterschied.

Wenn das ein geplanter Sabotageakt war, war er jedenfalls ganz 
hervorragend geplant und das Ergebnis wurde offenbar auch von der NSA 
aktiv ausgenutzt. Auch war Linux für einen Angriff das beste Ziel, denn 
die Mehrzahl der Server laufen auf Linux.

Auffällig war auch, dass die vor Jahren lauten Forderungen nach 
Hintertüren in den Betriebssystemen urplötzlich verstummten. Ich fragte 
mich schon damals, wie das wohl kam…

Die Mädels und Jungs von der NSA für unfähige Stümper zu halten, ist 
jedenfalls sehr naiv. Details sind bei Edward Snowden nachzulesen…

: Bearbeitet durch User
von MaWin O. (mawin_original)


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Uhu U. schrieb:
> Es reicht völlig aus, die Wahrscheinlichkeiten für beide Möglichkeiten
> in der Gegend von 50% ± 10% anzusiedeln. Ich hoffe, du siehst den
> Unterschied.

Warum sollte ich die Wahrscheinlichkeit eines simplen Fehlers so niedrig 
ansiedeln? Ähnliche Fehler passieren täglich. Gucke dir den Fehler halt 
mal an.

> Wenn das ein geplanter Sabotageakt war, war er jedenfalls ganz
> hervorragend geplant und das Ergebnis wurde offenbar auch von der NSA
> aktiv ausgenutzt. Auch war Linux für einen Angriff das beste Ziel, denn
> die Mehrzahl der Server laufen auf Linux.

ja. wenn.

> Auffällig war auch, dass die vor Jahren lauten Forderungen nach
> Hintertüren in den Betriebssystemen urplötzlich verstummten. Ich fragte
> mich schon damals, wie das wohl kam…

Das nennt sich Confirmation-Bias.
Du suchst nur nach einer Confirmation. Und sobald du sie gefunden hast, 
hörst du auf Gegen-Indizien zu suchen.

> Die Mädels und Jungs von der NSA für unfähige Stümper zu halten, ist
> jedenfalls sehr naiv.

Niemand hat das behauptet.

von Uhu U. (uhu)


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MaWi N. schrieb:
> Das nennt sich Confirmation-Bias.
> Du suchst nur nach einer Confirmation. Und sobald du sie gefunden hast,
> hörst du auf Gegen-Indizien zu suchen.

Du kannst mir sicherlich weitere Argumente dafür liefern, dass 
ausgerechnet in diesem Fall der Zufall und nicht gezieltes Handeln 
zu diesem für die NSA maximalen Ergebnis geführt hat.

von MaWin O. (mawin_original)


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Uhu U. schrieb:
> Du kannst mir sicherlich weitere Argumente dafür liefern, dass
> ausgerechnet in diesem Fall der Zufall und nicht gezieltes Handeln
> zu diesem für die NSA maximalen Ergebnis geführt hat.

Solche Bugs passieren ständig. Sie haben halt meistens nicht so 
weitreichende Auswirkungen. Aber oft schon. (z.B. Heatbleed)

Crypto ist extrem schwierig lückenfrei hinzubekommen. Das Fatale ist, 
dass ein Bug ausreicht, um das komplette Kartenhaus völlig in sich 
zusammenfallen zu lassen. Und dazu kommt, dass es meistens sehr schwer 
ist, diesen einen Bug zu finden. Wie genau in diesem Fall auch. Der RNG 
hat scheinbar weiterhin zufällige Werte geliefert.

von Mike J. (linuxmint_user)


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K. S. schrieb:
> Das wirds wohl sein, wenn das wirklich ein 4056 ist soll/muss der
> Widerstand in Reihe mit dem bzw. zwischen die 5V und den IC, so stehts
> auch im Datenblatt.

Dort befindet sich in der Beispielschaltung im Datenblatt nur ein 0,4 
Ohm Widerstand. Kein 20 Ohm Widerstand.

Da steht:
"TC4056A Application of large current charging ( 700mA Above), in order 
to shorten the charging time, the need to increase the heat dissipation 
resistor (as in FIG. R11 , R12 ),
Resistance range 0.2 ~ 0.5Ω . Customers select the appropriate size of 
the resistance based on usage."

Ja nach gewähltem Stromwert und anfallender Wärme ist solch ein 
Widerstand also nicht unbedingt notwendig.

Wenn jemand den 0,4 Ohm Widerstand falsch zwischen +5V und Akku 
platziert haben sollte, dann würde der Strom (2,5A) den Akku in 
kürzester Zeit voll laden und dann würde die Spannung ihn zerlegen.

Bei so einer billigen und übersichtlichen Schaltung geht die 
Wahrscheinlichkeit deiner Theorie gegen Null.


Der Strom ist so niedrig (<40mA), dass der Akku recht langsam überladen 
wird. Die Kunden merken es also nicht wenn sie die Ladespannung immer 
rechtzeitig wieder entfernen. Die meisten Leute werden es wahrscheinlich 
als eigenen Fehler verbuchen wenn das Gerät nach einer gewissen Zeit 
nicht mehr richtig funktioniert.


Es wurde hier schon recht komplex und durchdacht "geschlampt".
Mir kannst du nicht erzählen dass das niemand gesehen hat.
Die haben extra zwei Bestückungsmöglichkeiten für den Widerstand.
Die SMD-Version (Bauform 1206, also 250mW) wird wohl eher für einen 
größeren Widerstandswert gedacht gewesen sein, so dauert es länger bis 
der Akku überladen wird, gibt aber auch weniger Wärme ab.

Die haben da extra einen 1 Watt Widerstand verwendet, damit der nicht 
kaputt geht und sicher funktioniert.

Die wollen ja nicht dass der Obsoleszenz-Widerstand eher kaputt geht 
als der Akku.

MaWi N. schrieb:
> Der TC4056A passt doch gar nicht zu dem Platinenfoto.

Die Schaltung aus dem Datenblatt habe ich dir mal in den Anhang gepackt.

von MaWin O. (mawin_original)


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Mike J. schrieb:
> Die Schaltung aus dem Datenblatt habe ich dir mal in den Anhang gepackt.

von Uhu U. (uhu)


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MaWi N. schrieb:
> Crypto ist extrem schwierig lückenfrei hinzubekommen.

Das ist nicht neu. Allerdings stellt sich die Frage, wozu sich ein 
Integrator ausgerechnet am Zufallsgenerator zu schaffen machen muss. 
Dass das ein hochsensibles Teil ist, hat sich doch mittlerweile auch in 
Kreise herumgesprochen, die nicht mit den Feinheiten der 
Verschlüsselungstechnik vertraut sind. Eine Warnung von einem 
Codechecker in so einem sensiblen Stück Code durch Beseitigung von 
Codeteilen kann man m.A. kaum mehr mit einfachem Leichtsinn 
entschuldigen.

> Das Fatale ist,
> dass ein Bug ausreicht, um das komplette Kartenhaus völlig in sich
> zusammenfallen zu lassen. Und dazu kommt, dass es meistens sehr schwer
> ist, diesen einen Bug zu finden. Wie genau in diesem Fall auch. Der RNG
> hat scheinbar weiterhin zufällige Werte geliefert.

Und es ist ausgeschlossen, dass die Crypoanalytiker der NSA solche 
Stellen im Code finden und die Social Engineers sich dann auf machen, 
jemanden zu finden, der die "kleine Optimierung" in den Programmcode 
einbaut?

Dagegen ist Heartbleed doch schon eher glaubwürdig als Fehler 
entschuldbar – das Ergebnis, das die Schwachstelle liefert, kann 
nützlich sein, erfordert aber einiges an Arbeit. Anders bei dem 
RNG-"Bug", der Brute-Force-Attacken schon fast mit einem Taschenrechner 
ermöglicht.

Die Sache ist und bleibt mysteriös.

von MaWin O. (mawin_original)


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Uhu U. schrieb:
> Eine Warnung von einem
> Codechecker in so einem sensiblen Stück Code durch Beseitigung von
> Codeteilen kann man m.A. kaum mehr mit einfachem Leichtsinn
> entschuldigen.

Du arbeitest offensichtlich nicht in der Softwareentwicklung. :)

Soweit ich mich erinnere, war das auch nicht nur irgendein popeliger 
Codechecker, sondern Valgrind.

Uhu U. schrieb:
> Und es ist ausgeschlossen

Nein. Hat auch niemand behauptet.

Uhu U. schrieb:
> Die Sache ist und bleibt mysteriös.

Für dich, ja.
Klassisches Verschwörungstheoretiker-Gebrabbel.

von Mike J. (linuxmint_user)


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Uhu U. schrieb:
> Uwe S. schrieb:
>> Das mit der Geplanten Obsoleszenz ist ein Mythos.
>
> Dann hast du sicherlich eine ganz rationale Erklärung für den
> Widerstand…
>
> Also her damit!

Ganz ehrlich, bei einer Schaltung mit nur 8 Bauelementen ... da will man 
den extrem günstig platzierten Widerstand übersehen haben?

Ich weiß ja nicht wie es bei euch ist, aber bei uns schaut man auf jeden 
0,1 Cent. Wenn man da den Bruchteil eines Cents pro Platine oder Gerät 
sparen kann, dann macht man das.

Die würden mit Sicherheit keinen riesigen 1 Watt THT Widerstand zufällig 
an der Stelle verbauen wenn er nicht ganz wichtig wäre.


Dieser Widerstand garantiert dem Unternehmen einen ständigen Gewinn, 
durch ständig ausfallende Geräte.


Wir hatten eine Vorlesung "Qualitätsmanagement und Zuverlässigkeit" im 
ET-Studium.

In China passiert es oft dass die Entwickler irgend einen Widerstand 
vergessen oder noch einen Transistor kopfüber in die Schaltung gelötet 
wird. Ich habe da ganz witzige Beispiele gesehen.

Das mit dem Widerstand war niemals ein Zufall. Das war geplant und gut 
durchdacht, so sieht es für mich jedenfalls aus.

Das muss echt ein extremer Zufall gewesen sein.


Was mir dabei einfällt:
Jetzt muss die Firma aber auf alle Fälle eine Rückrufaktion starten, 
die Akkus können auf 5V überladen werden => Brandgefahr

von Uhu U. (uhu)


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MaWi N. schrieb:
> Du arbeitest offensichtlich nicht in der Softwareentwicklung. :)

Du irrst. Der Bug wurde auch nicht in der Entwicklungsphase eingebaut, 
sondern bei der Integration in Debian. Die Entwickler des RNG wussten 
schon, was sie taten.

Und Zufallsgeneratoren sind nicht zufällig ein besonderes Hobby der NSA…

: Bearbeitet durch User
von MaWin O. (mawin_original)


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Mike J. schrieb:
> Dieser Widerstand garantiert dem Unternehmen einen ständigen Gewinn,
> durch ständig ausfallende Geräte.

Das Gegenargument dazu wäre, dass der Widerstand eine Brandgefahr beim 
Akku bietet und somit dem Unternehmen eine ständige 
Produkthaftungsgefahr bietet.

: Bearbeitet durch User
von Mike J. (linuxmint_user)


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MaWi N. schrieb:
> Mike J. schrieb:
>> Die Schaltung aus dem Datenblatt habe ich dir mal in den Anhang gepackt.

Du hast die einzige Schaltung in dem Datenblatt gefunden wo sie die 
Pin-Nummern vertauscht haben.

Dir ist aber auch nicht aufgefallen dass bei Pin 3 im Bild "bbb.png" GND 
steht.
In deinem Bild "aaa.png" geht Pin 3 dann zur positiven Spannung des 
Akkus.

Ein bisschen eigene Logik hätten dein Missverständniss leicht gelöst.


Im Anhang ist ein Bild von der Beschriftung des Chips, der dort auf der 
Platine verlötet ist.

von Mike J. (linuxmint_user)


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MaWi N. schrieb:
> Das Gegenargument dazu wäre, dass der Widerstand eine Brandgefahr beim
> Akku bietet und somit dem Unternehmen eine ständige
> Produkthaftungsgefahr bietet.

Bist du ein Troll oder der Entwickler dieses Gerätes?

Man kann stochstisch ermitteln wann ein Gerät mit diesem Fehler 
ausfallen wird.
Diese Firma verkauft ja auch noch andere Geräte mit Akkus, die haben mit 
Sicherheit viel Erfahrung bei solchen Sachen.

Falls du mal die Uni besucht hast und ET studiert hast, dann solltest du 
mit Ausfallraten und den Berechnung vertraut sein.

Da passiert nichts zufällig.

von MaWin O. (mawin_original)


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Mike J. schrieb:
> Man kann stochstisch ermitteln wann ein Gerät mit diesem Fehler
> ausfallen wird.

Und das wird es mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit mit einer 
thermischen Umsetzung tun.
Was zu einer Produkthaftung führt.

Sie haben also bewusst darauf angelegt, Produkthaftungsfälle zu 
produzieren?

von Mike J. (linuxmint_user)


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MaWi N. schrieb:
> Und das wird es mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit mit einer
> thermischen Umsetzung tun.

Bei dem Gerät welches ich in die Hand gedrückt bekommen habe war es so 
dass der Akku während der Zeit seine Kapazität verloren hat.
Eine Überladung führt immer zu einer Degeneration der Elektroden der 
LiIon-Zelle und damit zu einer Reduzierung der Kapazität der Zelle.

> Was zu einer Produkthaftung führt.

Wenn der Prozess länger als 6 Monate dauert, dann kehrt sich die 
Beweispflicht um und der Kunde muss beweisen dass der Fehler schon 
vorher bestand.

Die aller meisten Kunden die so ein Gerät nutzen haben aber keine Ahnung 
und sie würden für 40€ auch keinen Ingenieur beauftragen da mal 
nachzusehen ob das vielleicht ein Schaden ist (oder ein Fehler 
existiert) der schon vor dem Kauf vorhanden war.

> Sie haben also bewusst darauf angelegt, Produkthaftungsfälle zu
> produzieren?

Die haben gerechnet ... und sich dafür entschieden mehr Profit zu 
machen.
Gier frisst Hirn.

Weiß nicht, vielleicht kommt die Firma ja auch mit ihrer 
Kundenverarschung durch.
Welche Medien interessieren sich für solche Fälle? Wo könnte man da mal 
jemanden anschreiben?

von MaWin O. (mawin_original)


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Mike J. schrieb:
> Wenn der Prozess länger als 6 Monate dauert, dann kehrt sich die
> Beweispflicht um und der Kunde muss beweisen dass der Fehler schon
> vorher bestand.

Ich glaube du verwechselst Produkthaftung mit Gewährleistung.

von Mike J. (linuxmint_user)


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MaWi N. schrieb:
> Mike J. schrieb:
>> Wenn der Prozess länger als 6 Monate dauert, dann kehrt sich die
>> Beweispflicht um und der Kunde muss beweisen dass der Fehler schon
>> vorher bestand.
>
> Ich glaube du verwechselst Produkthaftung mit Gewährleistung.

Nein.

In der Regel, also wenn die Überladung nicht so massiv ist und der Kunde 
nicht versucht das Gerät über viele Stunden zu laden, dann sinkt einfach 
nur die Kapazität und es entsteht kein Brand.

Die Möglichkeit kann man aber eben auch nicht ausschließen.


Da war eine einzige LiIon-Zelle drin, also eine 2,5Ah Zelle würde bei 
dem eingestelltem Ladestrom in etwas mehr als 2500mAh/580mA = 4,3 
Stunden voll geladen sein. Wahrscheinlich werden es eher 5 Stunden bis 
der Akku richtig voll ist.

Offenbar steht in der Anleitung dass man das Gerät beim ersten mal 17 
Stunden lang voll laden soll. (ich kann das aber nicht verifizieren, 
habe solch ein Gerät selbst nicht)

von MaWin O. (mawin_original)


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Mike J. schrieb:
> Die Möglichkeit kann man aber eben auch nicht ausschließen.

Und genau das ist dann der Produkthaftungsfall, wenn die Bude dadurch 
abfackelt.
Mit 6 Monaten hat das gar nichts zu tun.

von Matthias X. (current_user)


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Eventuell war die Schaltung alternativ für die Ladung von 3s NiMh 
gedacht. Dort wäre der Lade IC als Konstantstromquelle gedacht. Der 
20Ohm Widerstand könnte bei Tiefentladung helfen oder zur 
Erhaltungsladung.
Beim Umstieg auf Liion hat mal vergessen den Widerstand zu entfernen.
Im manchen Firmen wird die Schaltung nicht von 10 anderen geprüft. Zwei 
Augenprinzip reicht auch. Ich tippe hier eher auf einen Fehler als auf 
geplante Dinge. Die Brandgefahr  ist einfach zu hoch. Hätten die sparen 
wollen würde die Ladeschaltung aus einer Si-diode und einem Widerstand 
bestehen.

von Michael B. (laberkopp)


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Uwe S. schrieb:
> Hör mir auf! Das mit der Geplanten Obsoleszenz ist ein Mythos. Produkte
> fallen deshalb auseinander, weil der Kunde kaum was dafür zahlen will,

Unsinn, das Teil (R4) hat EXTRA Geld gekostet.


Mike J. schrieb:
> Ich habe dieses mal ein Beispiel für geplante Obsoleszenz gefunden.

Nicht Obsoleszenz ist das Problem, sondern ich halte das Teil wegen 
fehlendem Tiefentladeschutz und wegen folgender Überladung für 
brandgefährlich, denn Lithiumakkus brennen genau dann, wenn sie zuvor 
tiefentladen wurden und dann überladen werden.

WENN es kein Akkupack mit eingebautem protection PCB enthält.

Dann würde ich an deiner Stelle deine Beobachtungen der 
Bundesnetzagentur melden, damit die es per Rapex aus dem Verkehr zieht.

von Mike J. (linuxmint_user)


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Matthias X. schrieb:
> Eventuell war die Schaltung alternativ für die Ladung von 3s NiMh
> gedacht.

Das wurde mir auch gesagt, dass es diese Geräte auch mit NiMH-Akkus 
gibt, denn der Akkuschacht ist viel zu lang für den einen LiIon-Akku.

Matthias X. schrieb:
> Der 20Ohm Widerstand könnte bei Tiefentladung helfen oder zur
> Erhaltungsladung.

Das klingt logisch.
Was mich daran stört ist aber der Fakt dass sie da eine 
LiIon-Ladeschaltung verbaut haben. Die Spannung passt doch dann nicht.

Matthias X. schrieb:
> Hätten die sparen
> wollen würde die Ladeschaltung aus einer Si-diode und einem Widerstand
> bestehen.

Das sind die typischen China-Ladeschaltungen. Wenn man da aber mit einem 
5,2V Netzteil ran geht, dann stimmt die Rechnung nicht mehr.

5,2V - 0,7V = 4,5V  => Das ist dann zu viel für den Akku

5,0V - 0,7V = 4,3V  => ist eigentlich auch schon zu viel

Wenn der Strom durch die Diode sinkt, dann sinkt auch der 
Spannungsabfall an der Diode und man erhält dann bei einer langen 
Ladezeit eine Akkuspannung von 4,4V.

Michael B. schrieb:
> WENN es kein Akkupack mit eingebautem protection PCB enthält.
>
> Dann würde ich an deiner Stelle deine Beobachtungen der
> Bundesnetzagentur melden, damit die es per Rapex aus dem Verkehr zieht.

Eine Unterspannungsabschaltung könnte theoretisch in dem Teil mit dem 
Motor verbaut worden sein, aber darüber kann ich nichts sagen, weil ich 
den Teil mit dem Motor nicht hier hatte.

Ich frage mal ob sie mir den Akku morgen mitbringen, dann schau ich mir 
den mal an ob da eine kleine Platine drin ist.

von Uwe S. (bullshit-bingo)


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Uhu U. schrieb:
> Dann hast du sicherlich eine ganz rationale Erklärung für den
> Widerstand…

Glaubst du ernsthaft, ich hätte den Eingangspost gelesen? Braucht man 
bei dem Thema gar nicht!

von Thorsten M. (pappkamerad)


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Das ist hier tatsächlich mal ein gutes Beispiel für geplante 
Obsoleszenz: Der Kunde weiß, dass er das Teil nach ein paar Benutzungen 
in die Tonne klopfen wird. Und ob dann der Bürstenkopf abfällt oder der 
Akku hinüber ist, ist (dem Kunden) dann auch egal*.

Hab mal nen kurzen Preisvergleich gestartet, bei 70RMB (~10EUR) gehts 
los, siehe Anhang.

Der Hersteller geht m.E. gar nicht davon aus, dass jemand das Teil ein 
zweites Mal kauft.


* Ausnahmen bestätigen die Regel.

von MaWin O. (mawin_original)


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Thorsten M. schrieb:
> Der Hersteller geht m.E. gar nicht davon aus, dass jemand das Teil ein
> zweites Mal kauft.

Und warum soll er es dann mutwillig zerstören?

von Thorsten M. (pappkamerad)


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MaWi N. schrieb:
> Und warum soll er es dann mutwillig zerstören?
Macht er ja nicht.
Die Schaltung ist wohl mit heißer Nadel gestrickt. Bei 10EUR 
Endkundenpreis, was kann da an Entwicklungskosten drin stecken?

von Michael B. (laberkopp)


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Thorsten M. schrieb:
> Das ist hier tatsächlich mal ein gutes Beispiel für geplante
> Obsoleszenz:

Da hätte ich andere: aktuelle Tintenstrahldrucker.
Enthalten (selbst laut Aussage der Hersteller) Verschleissteile.
Druckköpfe, z.B. in aktuellen Canon TS und TR Druckern.
Und Resttintenschwämme.
Bei denen wird nur gezählt, wann sie vermutlich voll sind.
Also einfach "250 Reinigungsvorgänge, dann stoppt der Drucker"
Bloss gibt es diese beiden Teile nicht als Ersatzteile vom Hersteller.
Sondern bloss eine Reparatur zum Pauschalpreis.
Beispielsweise von 89 EUR für einen TR8550, der vor 1 Jahr 85 EUR 
gekostet hat.
Also Totalschaden.
DAS ist geplante Obsoleszenz: Die wissen, wann sie einem den Drucker 
abschalten wollen. Rein nach Tröpfchenzähler.

: Bearbeitet durch User
von Uwe S. (bullshit-bingo)


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Thorsten M. schrieb:
> was kann da an Entwicklungskosten drin stecken?

..womit wir wieder beim wahren Grund für den fraglichen R sind.

Ich sage ja, man kann das ganze Thema eigentlich abkürzen. Oder 
natürlich ein riesiges Tohuwabohu drum machen, so wie der TO.

: Bearbeitet durch User
von MaWin O. (mawin_original)


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Thorsten M. schrieb:
> MaWi N. schrieb:
>> Und warum soll er es dann mutwillig zerstören?
> Macht er ja nicht.
> Die Schaltung ist wohl mit heißer Nadel gestrickt. Bei 10EUR
> Endkundenpreis, was kann da an Entwicklungskosten drin stecken?

Ich bin ja ganz bei dir.
Aber hier wird ja (unter anderem vom OP) behauptet, dass es geplante 
Obsoleszenz sei. Das ist aufgrund der Brandgefahr nicht glaubwürdig.

von Sven S. (schrecklicher_sven)


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Ich würde davon ausgehen, daß der Entwickler mit den Eigenschaften des 
zu ladenden Akkus nicht vertraut war, und nur etwas gutes tun wollte, 
als er eine "Erhaltungsladung" implementierte.
Daß man sich mit kurzlebigen Produkten keinen guten Namen schafft, und 
der Kunde in Zukunft bei der Konkurrenz einkauft, weiß man bestimmt auch 
in China.

von Mike J. (linuxmint_user)


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Sven S. schrieb:
> Ich würde davon ausgehen, daß der Entwickler mit den Eigenschaften des
> zu ladenden Akkus nicht vertraut war, und nur etwas gutes tun wollte,
> als er eine "Erhaltungsladung" implementierte.
XD

> Daß man sich mit kurzlebigen Produkten keinen guten Namen schafft, und
> der Kunde in Zukunft bei der Konkurrenz einkauft, weiß man bestimmt auch
> in China.
Dein Beitrag strotzt nur so vor Sarkasmus.

Danke dafür.

von Dirk J. (dirk-cebu)


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Mike J. schrieb:
> Das bedeutet:
> Wenn man den Stecker des 5V Netzteils nicht raus zieht, wenn die rote
> Lade-LED aus geht und die grüne LED aufleuchtet, dann wird der
> LiIon-Akku trotzdem weiterhin geladen, obwohl er schon voll ist.

Wahrscheinlich steht in der Bedienungsanleitung, daß man beim 
Aufleuchten der grünen LED
das weitere Laden durch Ziehen des Netzteilsteckers beenden soll.
Hast du wohl nicht gelesen...

von René H. (mumpel)


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Wie kann man auch solches Zeugs kaufen? Rückenschonend ist das ganz 
sicher nicht.

von Mike J. (linuxmint_user)


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Michael B. schrieb:
> WENN es kein Akkupack mit eingebautem protection PCB enthält.
Den Akku hat man mir gestern gebracht, er hatte eine Spannung von 0 
Volt.

Ich habe ihn versucht zu laden und er nimmt auch Spannung an, verliert 
sie aber recht schnell wieder. (dort gibt es intern also recht hohe 
Leckströme)

Daten des Akkus

Gewicht: 36g  (meine 2500mAh 18650 LiIon-Zellen wiegen 46g bis 48g)
Größe: 65mm lang, 18mm breit
Farbe: Violett
Aufdruck: nicht vorhanden

Da ich die Spannung messen kann und die Zelle Spannungen von 0V bis 4V 
angenommen hat kann dort keine Unterspannungsabschaltung vorhanden sein.

Ich könnte die Zelle aber auch mal öffnen und nachschauen.


Hier in dem Video hat man die Akkus mit einer Spannung von 6V (und ohne 
Strombegrenzung) überladen, es hat nur Minuten gedauert bis der Akku 
kaputt gegangen ist.
Youtube-Video "Lipo | Liion AKKU EXPLODIERT EXTREM | SLOWMOTION"

Durch den internen Parallelwiderstand wird man diese defekte Zelle mit 
einem begrenzten Ladestrom nur etwas erwärmen können. Explodieren oder 
brennen wird sie wahrscheinlich nicht.

Dirk J. schrieb:
> Wahrscheinlich steht in der Bedienungsanleitung, daß man beim
> Aufleuchten der grünen LED
> das weitere Laden durch Ziehen des Netzteilsteckers beenden soll.
> Hast du wohl nicht gelesen...

Bist du so dumm oder tust du nur so?

Ich frage mich weshalb man solch einen China-Müll verteidigen sollte.
Hast du das Zeug entwickelt?

Die Beiträge weiter oben hast du nicht gelesen. Glückwunsch zu deine 
Inkompetenz.

Wenn du nur dämliche und kontraproduktive Kommentare ablässt, dann 
kannst du es auch lassen.


In der Anleitung stand dass man das Gerät beim ersten mal 17 Stunden 
lang aufladen soll. (die Chinesen werden die Anleitung für die 
NiMH-Akku-Version in die Verpackung gelegt haben)
Das hat der Nutzer getan und konnte das Gerät bei der ersten Verwendung 
etwa 12 bis 15 Minuten lang nutzen.
Dort ist ein 4W Motor verbaut, aber je nach Last ist der Strom natürlich 
auch unterschiedlich hoch.

Theoretisch würde der Motor einen Strom von etwa 8A@3,7V ziehen (was 
etwa 30W entsprechen würden), wenn man den 2Ah Akku innerhalb von 1/4 
Stunde entlädt.

von Mike J. (linuxmint_user)


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René H. schrieb:
> Wie kann man auch solches Zeugs kaufen? Rückenschonend ist das ganz
> sicher nicht.

Den Grund dafür kenne ich nicht, interessiert mich aber auch nicht, das 
ist den Leuten selbst überlassen.

Wichtig ist dass man gefährlichen Müll aus dem Verkehr zieht der hier in 
großen Stückzahlen unters Volk gebracht wird.

Bei den China Handyladegeräten kam es zum Beispiel schon zu etlichen 
Fällen wo Leute in ihrer Badewanne einen elektrischen Schlag bekommen 
haben. Einfach weil Phase direkt auf GND des Gerätes lag. 
Isolationsabstände sind ja scheinbar nur etwas für paranoide Entwickler 
... brauchten Chinesische Geräte nicht.

Ich weiß nicht wie ihr zur Umwelt steht, aber ich finde es nicht 
sinnvoll Elektroschrott zu produzieren.

von René H. (mumpel)


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Solange bei solchen Kleingeräten das CE-Zeichen genügt werden sie immer 
leicht verkauft werden können. Eine elektrotechnische Prüfung durch den 
TÜV durchlaufen solche Kleingeräte vermutlich nicht. Und der globale 
Markt macht es noch schlimmer.

: Bearbeitet durch User
von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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dann könnte man also für solche Geräte
(es mag sicher mehr geben, die einen Akku überladen wollen)

Eine "Umschalterkennung" für die LED-Ladeanzeige kreieren,
der mir dann das Ladenetzteil abschaltet.
Also von aussen an diese LED einen Lichtsensor ranbappen...
Dieser hängt dann an einer Schaltbox.

Wenn man nun in einem neuen Gerät herumbastelt,
entfällt schliesslich die Garantie

ODER:
ganz alternativ vereinfache man sich sein Leben
und nehme wieder die gute alte Wurzelbürste

von René H. (mumpel)


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● J-A V. schrieb:
> und nehme wieder die gute alte Wurzelbürste

Oder man lässt seine Fliesen erst garnicht verschimmeln. Nach jedem 
Duschen saubermachen, oder wenigstens jedes zweite Wochenende reinigen. 
Dann braucht man keine "technischen Wunderwaffen".

von Thorsten M. (pappkamerad)


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Mike J. schrieb:
> Ich weiß nicht wie ihr zur Umwelt steht, aber ich finde es nicht
> sinnvoll Elektroschrott zu produzieren.
Wie gesagt, ich finde es nicht sinnvoll, Elektroschrott zu kaufen.

Klar man steckt nicht drin. Aber das hier ist so ein Beispiel mit 
Ansage.

von Mike J. (linuxmint_user)


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René H. schrieb:
> Eine elektrotechnische Prüfung durch den
> TÜV durchlaufen solche Kleingeräte vermutlich nicht.

Ich bin der Meinung dass man das verpflichtend einführen sollte.
Aus China kommen massenhaft Kleinteillieferungen nach Deutschland in 
denen sich irgend etwas befindet. Die Kosten für eine Prüfung ist im 
Vergleich zu Millionen verkauften Geräten sehr gering.

Das ist alles machbar.

● J-A V. schrieb:
> Eine "Umschalterkennung" für die LED-Ladeanzeige kreieren,
> der mir dann das Ladenetzteil abschaltet.

Da das Zeug ja schon als Wegwerfprodukt konstruiert worden ist, kann man 
es gleich auf machen und den Widerstand raus knipsen.

Das Gerät ist leicht zu öffnen und man kann auch nicht nachweisen ob 
jemand das Gerät schon mal geöffnet hat. Es gibt ja kein Siegel, 
Schraubenfixierung oder so etwas.
Man löst nur die seitlichen zwei Schrauben und zieht das Innenteil raus.

Ich hatte die Silikondichtungen mit Silikonfett eingeschmiert, weil sie 
sich sonst aufrollen können wenn man das Innenteil wieder in das Rohr 
rein schiebt.


Sven S. schrieb:
> Daß man sich mit kurzlebigen Produkten keinen guten Namen schafft, und
> der Kunde in Zukunft bei der Konkurrenz einkauft, weiß man bestimmt auch
> in China.

Wenn ich sehe dass mein Kommilitone Milchpulver nach China schickt um 
sich sein Studium zu finanzieren, dann mag das mit dem "sich keinen 
guten Namen schaffen" schon stimmen.

Die Unternehmen dort sind aber zu einem nicht unbedeutenden Anteil 
darauf ausgelegt so viel Profit wie nur irgend wie möglich in ganz 
kurzer Zeit zu machen. Das Unternehmen existiert eh nicht so lange als 
dass ein Nutzer dagegen klagen könnte wenn mal etwas passiert.

Das kennt ja man auch in Deutschland (speziell Behörden oder bei 
Politikern), wenn etwas passiert will keiner die Verantwortung für etwas 
übernehmen.
Man selbst denkt sich dass die Leute so gut bezahlt werden weil sie eine 
hoher Verantwortung tragen ... XD

Die Unternehmen in China und auch die Leute an sich haben eine 
vollkommen andere Mentalität als Europäer. Es gehört dort zum 
alltäglichen Leben die Leute zu verarschen. Die Gesellschaft ist quasi 
damit durchzogen, das ist der Normalzustand.

Wenn wieder mal etwas passiert wie das mit dem vergifteten Babyspielzeug 
oder dem vergifteten Milchpulver, dann wird kurz gemeckert und dann 
machen alle wieder so weiter wie gehabt. Es ändert sich deshalb nichts.

von Uwe S. (bullshit-bingo)


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Ihr Obsoleszenzer solltet wirklich mal lernen, das Hirn einzuschalten...

Also erstmal ist dieser Widerstand NICHT zum Überladen des Akkus 
gedacht!
Weiterhin ist es höchstwahrscheinlich ein Fehler des TO. Sprich, 
irgendwas außer Acht gelassen, wie ja so oft hier. Und ihr fallt 
reihenweise drauf rein, verschwendet sinnlos eure Zeit.
Maximal ist es ein grober Schnitzer des "Entwicklers".
Schlussendlich wird so mal wieder die nicht vorhandenen Geplante 
Obsoleszenz zementiert. Aber man kann nicht mehr machen, als den Leuten 
die nüchterne Wahrheit zu zeigen. Richtig einordnen und begreifen müssen 
sie sie selbst...

von Sven S. (schrecklicher_sven)


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Mike J. schrieb:
> Dein Beitrag strotzt nur so vor Sarkasmus.

Warum Sarkasmus sein muß?

Weil es nicht erlaubt ist, dumme Leute zu schlagen.

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Uwe S. schrieb:
> Ihr Obsoleszenzer solltet wirklich mal lernen, das Hirn einzuschalten...

Da ist durchaus was dran.
Geplant Obsolet wäre es,
wenn man das Gerät garnicht erst öffnen könnte.

Wenn man das mit diesen (wie heissen die noch?)
"Schlitzschrauben" die man nur rein drehen kann,
aber nicht wieder heraus, verschrauben würde.

Oder gleich ganz verkleben und solche Scherze.

: Bearbeitet durch User
von Thorsten M. (pappkamerad)


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● J-A V. schrieb:
> Geplant Obsolet wäre es,
> wenn man das Gerät garnicht erst öffnen könnte.
> [...]
> "Schlitzschrauben" die man nur rein drehen kann,
Und selbst dafür gibt es im Kapitalismus handfeste Gründe, bspw. um sich 
als Hersteller vor Manipulation und damit einhergehenden Reklamationen 
zu schützen. Siehe:

Mike J. schrieb:
> Das Gerät ist leicht zu öffnen und man kann auch nicht nachweisen ob
> jemand das Gerät schon mal geöffnet hat.

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Thorsten M. schrieb:
> ● J-A V. schrieb:
>> Geplant Obsolet wäre es,
>> wenn man das Gerät garnicht erst öffnen könnte.
>> [...]
>> "Schlitzschrauben" die man nur rein drehen kann,
> Und selbst dafür gibt es im Kapitalismus handfeste Gründe, bspw. um sich
> als Hersteller vor Manipulation und damit einhergehenden Reklamationen
> zu schützen. Siehe:
>
> Mike J. schrieb:
>> Das Gerät ist leicht zu öffnen und man kann auch nicht nachweisen ob
>> jemand das Gerät schon mal geöffnet hat.

Siegel drauf und gut.
Eine leichte Zerlegbarkeit oder Zugänglichkeit von Komponenten
in Geräten sollte Vorschrift werden.

von Mike J. (linuxmint_user)


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Thorsten M. schrieb:
> Wie gesagt, ich finde es nicht sinnvoll, Elektroschrott zu kaufen.
>
> Klar man steckt nicht drin. Aber das hier ist so ein Beispiel mit
> Ansage.

Ich achte immer darauf was ich kaufe. Ich will ja nicht mit Müll 
arbeiten.

Weshalb sollte man eine Bohrmaschine für 20€ kaufen, wenn man sie auch 
öfters braucht und seine Arbeit damit gut erledigen möchte?
Ich verstehe aber die Leute welche nur ein mal im Jahr damit ein Loch 
bohren müssen.

Ich weiß nicht ab jeder Mensch beurteilen kann ob ein Gerät eigentlich 
Schrott ist oder nicht. Die Leute schauen ja nicht in das Gerät rein. 
Sie können nur am Ende sagen wie gut es seine Arbeit gemacht hat.

Für die Person die sich das Gerät gekauft hat war das Gerät offenbar 
nützlich.
Dort sind jetzt zwei LiIon-Akkus (die größere Sorte, wiegen 69g pro 
Stück, von Samsung) verbaut worden mit in Summe 10Ah drin. (gemessener 
Wert, keine Werbung)

von Mike J. (linuxmint_user)


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Uwe S. schrieb:
> Also erstmal ist dieser Widerstand NICHT zum Überladen des Akkus
> gedacht!

Dieser Widerstand erfüllt aber ganz genau diese Aufgabe nachweislich.

> Weiterhin ist es höchstwahrscheinlich ein Fehler des TO. Sprich,
> irgendwas außer Acht gelassen, wie ja so oft hier. Und ihr fallt
> reihenweise drauf rein, verschwendet sinnlos eure Zeit.

Was für einen Fehler soll ich denn gemacht haben?
Das ist eine ganz primitive Schaltung.

Wenn du diese mini-Schaltung nicht überblicken kannst, dann bist du 
niemand der sich Elektrotechnik Ingenieur nennen kann.

> Maximal ist es ein grober Schnitzer des "Entwicklers".
Weshalb verteidigst du hier jemanden der in China Scheiße gebaut hat?
Was stimmt mit dir nicht?

> Schlussendlich wird so mal wieder die nicht vorhandenen Geplante
> Obsoleszenz zementiert. Aber man kann nicht mehr machen, als den Leuten
> die nüchterne Wahrheit zu zeigen. Richtig einordnen und begreifen müssen
> sie sie selbst...

Also dein Name ist bei dir Programm.

von Uwe S. (bullshit-bingo)


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Mike J. schrieb:
> Dieser Widerstand erfüllt aber ganz genau diese Aufgabe nachweislich.

Genau das meine ich mit "Hirn einschalten"...

Wenn ich draußen hinfalle, dann muss mir einfach jemand ein Bein 
gestellt haben! Wenn niemand zu sehen ist, dann war die Sau nur so 
schnell weg, daß ich ihn nicht mehr sehen konnte... Mindestens aber hat 
jemand die Gehwegplatte bewusst 10mm höher gelegt, als die anderen. Ein 
einfacherer Grund ist nicht zulässig.

Leider hat dieser Abstand zur Realität nicht direkt mit fehlendem 
Verstand zu tun. Soll heißen, auch halbwegs intelligente Leute verlieren 
den Bezug zu Wahrheit und Logik.
Da sollte man vielleicht mal ein Buch drüber schreiben, oder es 
zumindest als leicht krankhaften Geisteszustand beschreiben. Denn das 
ist unglaublich weit verbreitet, führt einfach überall zu 
Problemen/negativer Stimmung usw..

von Mike J. (linuxmint_user)


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@ Uwe S. (bullshit-bingo)

Du schreibst hier irgend etwas zusammen.
Welche "Wahrheit" meinst du? Deine Wahrheit?

Sag doch mal ganz konkret was du meinst und worauf du hinaus willst.
Irgend wie kommst du mir verwirrt vor.

Als Ingenieur löst mal Probleme und muss solche eben auch schnell 
erkennen.

Wenn es mehrer Leute und mehrere Abteilungen gibt die quasi an einem 
Produkt arbeiten, es Hardware gibt die wirklich komplex ist und dazu 
noch tausende Zeilen Quellcode, dann wird das etwas komplizierter.

Bei der oben vorgestellten Schaltung ist aber nichts kompliziert, da 
wirft man einen Blick drauf und fragt sich was dieser Widerstand da zu 
suchen hat.


Du bist so ein Typ der nicht sehen würde dass seine Frau fremd geht, 
auch wenn sie drei Kinder bekomme hätte und ihr beide in all den Jahren 
nicht ein mal intim wart.
Es hilft wahrscheinlich wenn man es sich ganz fest einredet, dann sind 
die Dinge nicht so wie sie nachweislich sind, sondern wie man es gerne 
hätte.



Sei mal ehrlich, hast Du die Schaltung verzapft?

von Uwe S. (bullshit-bingo)


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Mike J. schrieb:
> Du schreibst hier irgend etwas zusammen.

Ich hatte nicht erwartet, daß jeder das Geschriebene versteht. Denn dann 
gäbe es das Problem ja gar nicht erst ;-)

von Tom K. (nextcc)


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● J-A V. schrieb:
> Uwe S. schrieb:
>> Ihr Obsoleszenzer solltet wirklich mal lernen, das Hirn einzuschalten...
>
> Da ist durchaus was dran.
> Geplant Obsolet wäre es,
> wenn man das Gerät garnicht erst öffnen könnte.

Vor allem muß man sich fragen, weshalb der pöse chinesische Kapitalist 
dann überhaupt eine Ladeschaltung eingebaut hat.
Für den bewusst herbeizuführenden schnellen Akkutot hätte der Widerstand 
allein genügt - in Schrumpfschlauch am besten.
Wenn hier vorsätzliches verantwortungsloses Handeln aus Geldgier 
unterstellt wird, macht jeder zusätzliche Aufwand einfach keinen Sinn.

von Mike J. (linuxmint_user)


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Tom K. schrieb:
> Vor allem muß man sich fragen, weshalb der pöse chinesische Kapitalist

Gut dass du keine Ahnung von Elektrotechnik hast.

Wie willst du einen Widerstand dazu bringen ein mal einen Strom von 
580mA durch zu lassen und dann nur noch 40mA?

Die Schaltung mit dem Ladechip funktioniert gut.
Der Widerstand ist vollkommen nutzlos in der Schaltung.


Jetzt sind nur noch Trolle unterwegs?
Sind bestimmt Kinder die sich hier versuchen aufzublasen, wichtig tun 
und dabei ihre Inkompetenz preis geben.

von Johannes S. (demofreak)


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Mike J. schrieb:
> Sind bestimmt Kinder die sich hier versuchen aufzublasen, wichtig tun
> und dabei ihre Inkompetenz preis geben.

Bist Du, zumindest ansatzweise, schon mal auf die Idee gekommen, Dich 
selbst und Deinen Wissensstand in Frage zu stellen, anstatt hier jeden, 
der mit Hanlon's Razor argumentiert, der Dummheit zu zeihen?

Dunning-Kruger, ich hör euch leise rufen... ;-)

von Mike J. (linuxmint_user)


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Johannes S. schrieb:
> Bist Du, zumindest ansatzweise, schon mal auf die Idee gekommen, Dich
> selbst und Deinen Wissensstand in Frage zu stellen, anstatt hier jeden,
> der mit Hanlon's Razor argumentiert, der Dummheit zu zeihen?
>
> Dunning-Kruger, ich hör euch leise rufen... ;-)

Ich bin sehr kritisch gegenüber den Dingen und bin auch niemand der 
leichtfertig wertet.

Ich war damals zu selbstkritisch, dachte dass die anderen das ja schon 
irgend wie richtig machen und ich bestimmt etwas übersehen habe ... die 
anderen waren sich ja so sicher.
Ende der Geschichte war dann dass es so nicht funktioniert hat, das 
Programm war langsam und lief nicht mal auf dem schnellsten verfügbaren 
Rechner halbwegs annehmbar. Man hat es dann so machen müssen wie ich 
vorgeschlagen habe, hat Speicherplatz im RAM für die Verbesserung der 
Geschwindigkeit hergegeben und es lief auf jedem Laptop.

Schon zu Beginn hat man wissen müssen dass die vielen Berechnung just in 
Time nicht machbar sind. Es waren sich aber alle sicher dass es so 
funktioniert, nur ich nicht.


Hier bei dem Fall hast du eine ganz total simple Schaltung, da ist 
nichts was irgend wie unklar sein könnte.

 Warum bist du der Meinung dass man sich nicht darum kümmern sollte ?
Der Akku wird bei diesen Geräten doch immer noch überladen.

Ich denke mal dass die Leute sich freuen wenn sie durch eine einfache 
Modifikation lange Freude an dem Gerät haben werden.

Die Brandgefahr ist auch nicht gebannt indem man, wie du vorschlägst, 
nichts machen sollte.

Hier gibt es einige "Spezialisten" die sich irgend eine tolle Geschichte 
ausdenken weshalb der Entwickler Scheiße gebaut hat und die mit aller 
Kraft versuchen der Firma zu helfen.

Die kennen die Firma nicht, arbeite da nicht, haben eigentlich kein 
Vorteile dadurch. Sie treiben nur die Verarschung der (zumindest 
deutschen) Kunden dieser Firma voran. Sie haben kein Interesse das 
Problem zu lösen.

... was für eine perfide Einstellung.


Als Beispiel:
Wenn jemand feststellen sollte dass der Airbag deines Autos während der 
Fahrt spontan auf geht, dann findest du es auch okay wenn derjenige der 
über den Fehler Bescheid weiß sich nicht darum kümmert es den Leute zu 
sagen?

Was seid ihr für Menschen?

von René H. (mumpel)


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● J-A V. schrieb:
> Eine leichte Zerlegbarkeit oder Zugänglichkeit von Komponenten
> in Geräten sollte Vorschrift werden.

Ist es streng genommen schon. Nur legen das viele Hersteller wohlwollend 
für sich selber aus.

von Uhu U. (uhu)


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Sven S. schrieb:
> Daß man sich mit kurzlebigen Produkten keinen guten Namen schafft, und
> der Kunde in Zukunft bei der Konkurrenz einkauft, weiß man bestimmt auch
> in China.

Dazu die Chinaexpertin Renate Dillmann in ihremem äußerst lesenswerten 
Buch "China" S. 172:
Beim Pro­du­zie­ren aller mög­li­chen Güter – von Le­bens­mit­teln bis zur Kohle – steht der Ge­sichts­punkt, dass man mit ihnen mög­lichst viel Geld ein­heim­sen will, an obers­ter Stel­le. Was man mit die­sen Gü­tern an­fan­gen kann, wie lange sie hal­ten, wie gut sie schme­cken bzw. wie ge­sund­heits­ver­träg­lich sie sind, tritt da­hin­ter eben­so zu­rück wie die Frage, unter wel­chen Be­din­gun­gen sie pro­du­ziert wer­den – von der Länge des Ar­beits­ta­ges bis hin zu den un­mit­tel­ba­ren Ge­fah­ren für Leib und Leben der Ar­bei­ter. Keine sehr ver­träg­li­che An­ge­le­gen­heit für Pro­du­zen­ten und Kon­su­men­ten also, die­ses ka­pi­ta­lis­ti­sche oder markt­wirt­schaft­li­che Prin­zip, das der chi­ne­si­sche Staat sich da von sei­nen Vor­bil­dern in Eu­ro­pa und Ame­ri­ka ab­ge­schaut hat. Al­ler­dings eben­so of­fen­sicht­lich sehr nütz­lich für die­je­ni­gen, die in die­sem neuen Sys­tem mit den pro­du­zie­ren­den und kon­su­mie­ren­den Mas­sen das Geld ma­chen, und an­schei­nend auch von Vor­teil für den chi­ne­si­schen Staat, der sich alle Mühe gibt, seine chi­ne­si­sche Markt­wirt­schaft am Lau­fen zu hal­ten und dafür die schlimms­ten Aus­wüch­se ein­zu­däm­men.

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