Hallo liebe Leute,
ich stehe aktuell vor der Qual der Wahl meine Vertiefungsrichtung in
meinem E-Technik Master auszusuchen. Gibt es gewisse Bereiche die
besonders gut gehen und andere die man auf Grund mangelnder Jobs meiden
sollte? Ich würde gerne die Regelungstechnik vertiefen. Aber so wirklich
viele Sellen soll es wohl nicht geben... Die Software-Schiene wird
vermutlich das Beste sein, was man so tun kann?
Felix schrieb:> Die Software-Schiene wird> vermutlich das Beste sein, was man so tun kann?
Klar wenn du den ganzen Tag nur Software kloppen willst. Das schafft
auch ein Techniker.
Wo gibt es denn überhaupt ne Vertiefung nur Software ohne
Regelungstechnik. Kommt mir komisch vor.
Mach nichts allzu Exotisches, nichts allzu extrem Spezielles. So manches
Modethema das durchs akademische Dorf getrieben wurde ist auf dem Weg in
die Praxis gnadenlos verreckt. Wenn ein Chef nicht beurteilen kann was
du gelernt hast und wozu es nützlich ist wird er dich nicht einstellen.
Aus dem was nach dem Aussortieren übrig bleibt suchst du dir was aus was
Spaß macht. Nur wegen des Geldes studiert? Ja ...
Mach' das, was Dir liegt. Wenn Du dann fertig bist, ist die
Vertiefungsrichtung des Studiums normalerweise eher zweitrangig. Ich
konnte "damals" auch Vorlesungen/Praktika aus anderen Studienrichtungen
besuchen, gab auch Credits und hat den Horizont erweitert - kann nie
schaden.
Das einzige, was die Meisten auf dem Studium später noch brauchen, ist
die Fähigkeit sich neue Informationen/neues Wissen selbständig
anzueignen.
Felix schrieb:> Verdienen die Software-Leute sehr wenig für die schwierige Aufgabe?
Nein. Sie verdienen auch dann sehr wenig, wenn die Aufgabe nicht
schwierig ist.
Felix schrieb:> Hallo liebe Leute,>> ich stehe aktuell vor der Qual der Wahl meine Vertiefungsrichtung in> meinem E-Technik Master auszusuchen. Gibt es gewisse Bereiche die> besonders gut gehen und andere die man auf Grund mangelnder Jobs meiden> sollte? Ich würde gerne die Regelungstechnik vertiefen. Aber so wirklich> viele Sellen soll es wohl nicht geben... Die Software-Schiene wird> vermutlich das Beste sein, was man so tun kann?
Grundsätzliches: Frag nicht andere, was du tun sollst!
Es ist vernünftig, seine Schwerpunkte auch nach der Nachfrage der
Arbeitgeber hin auszusuchen. Welche Kenntnisse und Fähigkeiten aktuell
besonders gesucht sind, findest du bei den Anforderungen in den
Stellenangebote.
Unbedingt regelmäßig Fachmagazine lesen (Überfliegen reicht meistens
schon aus - für die VDI-Nachrichten braucht man nicht länger als ein
Viertelstündchen). Zudem soll man den Wirtschaftsteil großer
Tageszeitungen und Wirtschaftsmagazine überfliegen. Für ´ne Zeitung
reichen täglich 5 Minuten.
Somit bekommst du einen guten Überblick zur aktuellen Lage und zu
Trends. Der Rat anderer ist meistens unnütz, oft sogar schädlich, weil
sie alles aus ihrer eigenen Warte und ihren eigenen Erfahrungen
betrachten. Die Aussage, "ich hab damals irgend welche Vertiefungen
gewählt und dann trotzdem in einem ganz anderen Bereich schnell und
einfach eine gute Anstellung bekommen" ist zwar unterhaltsam, aber
wertlos, wenn man nicht weiß, wann "damals" war. In Boomzeiten ist das
möglich, sonst eher nicht.
Also, sich nie auf andere verlassen, sondern selber machen. Ein Prozent
Zeitaufwand tragen 50% zum beruflichen Erfolg bei.
Spaß und viel Erfolg wünscht
Jo S.
Felix schrieb:> Hey,>> also die letzten 2 Antworten unter dem Namen Felix sind nicht von mir.> Also bitte löschen (vergleicht mal die IPs liebe Mods)
Wilkommen im Forum!
NichtBoomer schrieb:> Klar wenn du den ganzen Tag nur Software kloppen willst. Das schafft> auch ein Techniker.
Computer Science, die Sparte SW Engineering ist nichts akademisches?!
Und das von einem NichtBoomer?
Wahrscheinlich gibts ein paar Ausnahmen, Leute die den Beruf ohne
Studium machen, aber ist dann eher weniger fundiert und reicht
vielleicht für kleinere Anwendungen.
Für die immer zunehmende komplexe Materie der Informatik ist ein
fundiertes Studium immer noch das richtige (ich sage nicht gar ohne
Praxis, das und Übung gehört auch dazu).
z.B.
https://inf.ethz.ch/de/studium/master/master-cs-2020.html
Da gehört auch noch Talent und Interesse dazu. Nach Studium können auch
komplexere Themen wie Quantentheorie, Supercomputer, Planung,
Entwicklung, etc. von grossen Enterprisesystemen, Automaten, KI, etc.
etc. verstanden, geübt und zum Beruf gemacht werden, in welcher
Industrie auch immer. Informatik ist sehr interessant und vielfältig.
Oder in die Forschung danach. Ein fundiertes Studium kann man ernst
nehmen, alles andere hat etwas "amateurhaftes" an sich.
Klausi, versuchst du hier anhand des Curriculums eines
Informatikstudiums zu begründen, dass der Job als Softwerkler nicht
anspruchslos ist? Dein Anliegen in allen Ehren, aber das ist so als
würdest du Äpfel mit Birnen vergleichen.
VonDerIndustrieAusgemusterter schrieb:> BTW: Ob man als Softwareentwickler überhaupt einen Master braucht?
"Brauchen" tut man überhaupt kein Studium. Das ist größtenteils
Einbildung von irgendwelchen älteren Herren die noch auf Diplom studiert
haben und heute noch die selbe Messlatte anlegen. Dank dem Internet mit
seinen mannigfaltigen Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es inzwischen
genug Quereinsteiger, die mehr drauf haben als ein 1,0 mit Sternchen
Masterstudent der seine Arbeit über irgendein hochtheoretisches Thema
geschrieben hat, aber immer noch zuhause mit Kindersicherung in der
Steckdose wohnt!
Felix schrieb:> Verdienen die Software-Leute sehr wenig für die schwierige> Aufgabe?
Wenn ich mir die Kollegen so anschaue, verdienen sie sehr viel und nicht
sehr wenig.
Ob eine Aufgabe schwierig ist, das ist individuell: Was für den Einen
schwierig ist, stellt sich für den Anderen als leicht dar und umgekehrt.
Chief Home Officer schrieb:> "Brauchen" tut man überhaupt kein Studium. Das ist größtenteils> Einbildung von irgendwelchen älteren Herren die noch auf Diplom studiert> haben und heute noch die selbe Messlatte anlegen. Dank dem Internet mit> seinen mannigfaltigen Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es inzwischen> genug Quereinsteiger, die mehr drauf haben als ein 1,0 mit Sternchen> Masterstudent der seine Arbeit über irgendein hochtheoretisches Thema> geschrieben hat, aber immer noch zuhause mit Kindersicherung in der> Steckdose wohnt!
Selten so einen Bullshit gelesen. Ein Studium ist immer noch die beste
Grundlage für eine erfolgreiche Karriere in der Industrie, so wie es für
viele andere Bereiche auch gilt.
VonDerIndustrieAusgemusterter schrieb:> Klausi, versuchst du hier anhand des Curriculums eines> Informatikstudiums zu begründen, dass der Job als Softwerkler nicht> anspruchslos ist? Dein Anliegen in allen Ehren, aber das ist so als> würdest du Äpfel mit Birnen vergleichen.
Ich kann auch ohne Studium eine Maschine konzeptionell planen oder eine
Software schreiben, klar.
Zum Doktor würdest du wohl auch nicht gehen, hätte der nur schnell eine
Pflegerausbildung gemacht, aber du siehst es kommt drauf an. Geht es um
eine Knie-OP ist mir ein erfahrener Arzt mit Studium lieber. Geht es mal
um ein Medikament vom Hausarzt verschreiben: müsste nicht unbedingt
jemand mit Studium sein. Jedoch ginge es auch dann in der Apotheke:
siehe da viele Rezepte sind von einem Arzt verschreibungspflichtig und
in AT hat jeder Apotheker ein Magisterstudium. Auch da gibt es wenig
anspruchsvolle Tätigkeiten, mit Studium.
Jedoch: im Softwarebereich gibt es so einen Berufsschutz nicht, da kann
jeder Depp was basteln (ist ja auch gut, da tut man ja meistens keinen
was zu Leide). Ein Softwerker mit Studium hat hoffentlich eine
anspruchsvollere Tätigkeit, als ein Softwerker ohne, da er wohl
offensichtlich ein höheres Repertoire an Fähigkeiten erworben hat, die
er hoffentlich einsetzt.. wenn nicht, ist man selbst schuld.
Und ja: vielleicht braucht es eine höhere Professionalisierung im
Softwarebereich.. wenn ich sehe, was so von (fachfremden)
Quereinsteigern gebastelt wurde..
Gut ist eigentlich, es kann jeder was machen..
Schlecht ist eigentlich, es kann jeder etwas machen..
Chief Home Officer schrieb:> Dank dem Internet mit seinen mannigfaltigen Weiterbildungsmöglichkeiten> gibt es inzwischen genug Quereinsteiger, die mehr drauf haben als ein> 1,0 mit Sternchen Masterstudent der seine Arbeit über irgendein> hochtheoretisches Thema geschrieben hat, aber immer noch zuhause mit> Kindersicherung in der Steckdose wohnt!
Ok.. der Autodidakt der sich pragmatisch alles selbst beibringt, alles
kapiert und top umsetzt & performt ist genauso der statistische
Ausreißer wie der 1.0 Hochschultheoretiker.
Die Wahrheit liegt wohl in der Mitte..
Eine fundiertes Studium ist wohl immer noch mit statistisch
signifikanten höheren Lohn und Wissen und evtl. Karriere verbunden. Mag
sein, dass es Ausnahmen gibt.
Qwertz schrieb:> Selten so einen Bullshit gelesen. Ein Studium ist immer noch die beste> Grundlage für eine erfolgreiche Karriere in der Industrie, so wie es für> viele andere Bereiche auch gilt.
Absolut.. richtig ja da hat er ein bisschen Sch.. geschrieben.. naja da
hat der wohl kein Studium ;-)
klausi schrieb:> Absolut.. richtig ja da hat er ein bisschen Sch.. geschrieben.. naja da> hat der wohl kein Studium ;-)
Ich lese da sogar Minderwertigkeitskomplexe und eventuell ein wenig Neid
heraus.
Qwertz schrieb:> für eine erfolgreiche Karriere in der Industrie,
Wobei "Karriere" nicht für jeden etwas ist. Da muss man unter Umständen
ganz schön mit die Ellenbogen schwingen. Ich persönlich bleibe lieber im
"kleinen Schichtdienst". Da habe ich meine Freiheiten, und der Chef ist
weit weg und tut mir nichts.
René H. schrieb:> Wobei "Karriere" nicht für jeden etwas ist. Da muss man unter Umständen> ganz schön mit die Ellenbogen schwingen.
Würde ich nicht verallgemeinern, bei mir war es bisher nicht so.
Allerdings rede ich hier nicht vom Top Management, da sieht das sicher
anders aus, so ab leitender Angestellter.
Qwertz schrieb:> so ab leitender Angestellter
Ist nichts für mich in meinem Berufsfeld. Zuviel Verantwortung, Druck
von allen Seiten, und der Dumme für alle. Zudem mag ich nicht Montags
bis Freitags im Büro hocken und nur am Wochenende frei. Schichtdienst
ist besser, da habe ich auch in der Woche frei.
Qwertz schrieb:> klausi schrieb:>> Absolut.. richtig ja da hat er ein bisschen Sch.. geschrieben.. naja da>> hat der wohl kein Studium ;-)>> Ich lese da sogar Minderwertigkeitskomplexe und eventuell ein wenig Neid> heraus.
Bin nicht neidisch, habe selbst studiert und bin auch im Konzern. Aber
brauchen tue ich mein Wissen aus dem Studium nicht. So mancher
Hobby-Elektronikbastler steckt mich locker in die Tasche.
René H. schrieb:> Schichtdienst ist besser, da habe ich auch in der Woche frei.
Das soll doch auf Dauer massiv auf die Gesundheit gehen. Merkst du davon
etwas?
Felix schrieb im Beitrag #6298969:
> Chief Home Officer schrieb:>> Qwertz schrieb:>>> klausi schrieb:>>>> Absolut.. richtig ja da hat er ein bisschen Sch.. geschrieben.. naja da>>>> hat der wohl kein Studium ;-)>>>>>> Ich lese da sogar Minderwertigkeitskomplexe und eventuell ein wenig Neid>>> heraus.>>>> Bin nicht neidisch, habe selbst studiert und bin auch im Konzern. Aber>> brauchen tue ich mein Wissen aus dem Studium nicht. So mancher>> Hobby-Elektronikbastler steckt mich locker in die Tasche.>> Sowas nennt sich dann Lowperformer im Fachjargon.
Meine Leistungszulage sagt etwas anderes. Wie viele Powerpointfolien pro
Stunde schaffst du denn?
Chief Home Officer schrieb:> Aber brauchen tue ich mein Wissen aus dem Studium nicht.
Du meinst wahrscheinlich ganz konkrete Dinge, die man mal gelernt hat.
So ist ein Studium auch nicht zu verstehen. Es vermittelt im
Wesentlichen die theoretischen Grundlagen eines Faches, wovon man über
das Verständnis ein ganzes Berufsleben lang profitiert. Genau das fehlt
einem Hobbybastler aber im Normalfall, man kann eben nicht alles durch
Ausprobieren und Basteln erlernen; auch wenn die Praxis natürlich auch
wichtig ist, aber als Ergänzung zur Theorie.
Wenn man liest, was du schreibst, bekommt man eher den Eindruck, dass du
nicht studiert hast, und gar nicht weißt, worüber du schreibst.
> So mancher> Hobby-Elektronikbastler steckt mich locker in die Tasche.
Das glaube ich dir gern. Dagegen hilft aber auch kein Studium, so wenig
wie Pfefferminzpastillen gegen Bluthochdruck.
Qwertz schrieb:> Das soll doch auf Dauer massiv auf die Gesundheit gehen. Merkst du davon> etwas?
Nein, davon merke ich nichts. Mein Blutbild ist in Ordnung, beim
Belastungs-EKG schaffe ich trotz meines fast 50-jährigen Lebens
immernoch 200Watt, und auch sonst bin ich gut drauf (wenn ich mal von
meinem Schulterproblem absehe, aber das hat nichts mit dem Schichtdienst
zu tun).
> ich muss mich etwas genauer ausdrücken. Embedded-Software wäre das dann
oder eben Regelungstechnik.
Was soll denn so eine bescheuerte Frage. Natuerlich beides. Wobei beides
zusammen natuerlich nicht genuegt. Allenfalls im ersten Jahr. Aber
laengerfristig musst du noch einiges mehr drauflegen. zB Analog Design,
RF Design, Schema, Layout, FPGA, Kommunikation, Simulation, Normen.
Dann solltest du noch eigiges an Interdisziplinaeres drauflegen. Denn
ein gutes Produkt beinhaltet mehrere Disziplinen. Maschinenbau, Medizin,
... Und irgendwer muss mit diesen Leuten reden.
Alles klar ?
Qwertz schrieb:> Ich höre schon wieder Neid auf meine 5100€ netto heraus. Kannst du> Minderleister mit Schulterproblem nicht einfach zufrieden sein?!
Du hast mein Respekt. So viel Geld werden die meisten hier aber nicht
verdienen. Ich bin nicht neidisch auf dich.
MfG
AVR schrieb im Beitrag #6299789:
> Qwertz schrieb:> Ich höre schon wieder Neid auf meine 5100€ netto heraus. Kannst du> Minderleister mit Schulterproblem nicht einfach zufrieden sein?!>> Du hast mein Respekt. So viel Geld werden die meisten hier aber nicht> verdienen. Ich bin nicht neidisch auf dich.> MfG
Vor allem habe ich das oben gar nicht geschrieben, da hat mal wieder
jemand den gleichen Namen Qwertz verwendet. Ich beschimpfe andere Leute
nicht als Minderleister, das ist nicht mein Duktus.
Im Übrigen liegt der Betrag, der genannt wurde, bei mir im
Jahresdurchschnitt noch etwas höher. ;-)
René H. schrieb:> 5100,- Euro ist zwar viel Geld, aber dafür muss man auch ordentlich was> leisten und nicht nur den Bürosessel durchsitzen.
Wie alle pauschalen Aussagen ist auch das Unsinn. Es gibt Leute, die
sich für das Geld kaputt machen, aber auch genug Leute die nur
rumpimmeln, weil ihr Chef überhaupt nicht einschätzen kann wie lange die
Arbeit dauert.
Felix schrieb:> Verdienen die Software-Leute sehr wenig für die schwierige Aufgabe?
Da gibts immer genug, die man billig ausnutzen kann. Allerdings
gibt es auch genug offene Stellen wo nicht gerade königlich
bezahlt wird. Dann bleiben die Stellen natürlich vakant und machen
einen falschen Eindruck.
Wenn es dir nur ums Geld geht, wäre BWL vermutlich eine bessere
Alternative, aber das studieren auch schon einige.
Einen gut bezahlten Managerposten sollte man dann ergattern können.
EhrlicheAusnahmeHier schrieb:> weil ihr Chef überhaupt nicht einschätzen kann wie lange die> Arbeit dauert
Warum sollte das ein Chef nicht wissen? Immerhin ist er doch der Chef
und muss wissen, wie sein Laden läuft.
Arbeitgeberchef schrieb:> Warum sollte das ein Chef nicht wissen? Immerhin ist er doch der Chef> und muss wissen, wie sein Laden läuft.
Manchmal ist der Chef Hardware Entwickler oder total fachfremd und lässt
sich beim Thema Software einen Bären aufbinden. Aber ich habe auch schon
die Erfahrung gemacht, dass sobald ein Softwareentwickler befördert
wurde und raus aus dem Tagesgeschäft ist, er spätestens beim nächsten
Projekt selbst nur noch schlecht einschätzen kann wie lange etwas
dauert.
Aktuell sind Leute für neuronale Netze gefragt, das hängt mit dem Self
Driving-Hype zusammen, wo schon aber die "großen" es nach
Milliardeninvestitionen es runterfahren weil es kaum Mehrumsatz bringt.
Es geht aber darum, nicht nur eine Demo im Python laufen lassen, aber
das alles auf einem Embedded-Board zu betriebenen. Da zu kommt noch
OpenCL ins Spiel. Weiter sind Leute für FPGA gefragt, aber es sind nur
paar Arbeitsgeber auf dem Markt. In beiden Gruppen verdient man um 100k
p.a. Brutto.
Es ist noch eine Marktlücke da, Leute, die bei Großunternehmen HW und SW
machen und beide sehr gut beherrschen. Dazu sind aber eigene
Bastelerfahrungen sehr nützlich, es geht um praktische Kenntnisse, die
man in der Schule nicht gelernt habe.
Und noch ein Kracher ist da, ein Mensch für Zulassung nach
61508/26262/DO178c/EN50128 und FDA. Es ist hauptsächlich
Papierkram-Arbeit, will niemand machen, braucht aber jede Firma. Diese
Leute verhandeln mit TÜV/EASA etc. und sind auf dem Markt Goldwert. Und
jedes Gerät, welches Strom verwendet, eine Abnahme braucht, egal ob
Speilzeug oder Cruise Missile ...
Mich interessiert die gleiche Ausgangslage ebenfalls. Bin ebenfalls
jetzt fast im Master und hatte bisher mich auf Regelungstechnik vertieft
(Identifikation, Nichtlineare)
Felix schrieb im Beitrag #6303611:
> Andererseitts steckt doch überall heute haufenweise Regelungstechnik> drin. Auch in Fahrzeugen, als was spricht konkret dagegen?
Das heißt heute nichts! Elektronik steckt auch überall drin. Schaue dir
aber mal, wie miese Entwickler bezahlt werden! Kaum welche, die auch
nach 20 Jahren BE höher als 45k€/a liegen.
RT halte ich für profitabler als Entwicklung. Aber es wird anspruchsvoll
und Gehalt steigt auch kaum.
Meine Idee war es evtl die Energietechmik (Leistungselektronik,
Drehstromantriebe, Gleichstromsysteme) sowas in die Richtung zu
vertiefen und nur noch minimal Mechatrnionik einzubeziehen.
BachelorarbeiT wird in Richtung Regelungen von elek.
Antrieben/Energieversersorgung gehen...
Carsten schrieb:> Kaum welche, die auch nach 20 Jahren BE höher als 45k€/a liegen.
Das ist ein durchschnittliches Einstiegsgehalt. Ich kenne nicht einen
Ingenieur, der mit mehr als 5 Jahren BE weniger als 60k verdient. Egal
ob man 30 Mann Klitsche oder Konzern.
Covidiot schrieb:> Das ist aber zu wenig. Wie soll man da außerhalb Holzminden noch eine> Immobilie finanzieren?
Na, indem man sich noch etwas nebenbei verdient, z. B. mit dem
Geschäftsmodell des 21. Jh.: Multilevel-Marketing ;)
Diese Branche ist aktuell am Boomen. Jede zweite YouTube-Werbung
(Adblocker funktioniert auf YouTube nicht mehr) ist von einem
Network-Coach, also jemand, der Verkäufern im MLM beibringt, wie man
sich selbst motiviert und fleißig rekrutiert. Aber diese Tätigkeit ist
halt nichts für jeden. Oder um es mit einem Zitat aus dem
ERGO-Pro-Grundseminar auszudrücken: "Wer bei uns arbeitet, muss schon
ein wenig verrückt sein!" ;)
Es mag ja sein, dass man irgendwo, fuer irgendwas als Programmierer
anfaengt. Aber irgendwann sollte man sich davon geloest haben, und
Probleme loesen. Probleme zB mit Software loesen. Probleme zu loesen ist
auch ganz anders bezahlt. Es geht nicht um ein paar Zeilen Code - wer
macht's guenstiger. Sondern wer kann ueberhaupt das Problem loesen.
Die Firma ist froh, dass man solche Probleme ueberhaupt mit Software
loesen kann, und nicht einen teuren Geraetepark benoetigt. Naja,
vielleicht benoetigt man den auch, aber immer den gleichen und nicht als
Verbrauchsmaterial. Und noch viel froher ist die Firma, dass sie
jemanden im Haus hat, der das Problem ueberhaupt loesen kann.
Anders macht's irgendwie keinen Spass. Ja.
Stefan H. schrieb:> einem Network-Coach, also jemand, der Verkäufern im MLM beibringt, wie> man sich selbst motiviert und fleißig rekrutiert. Aber diese Tätigkeit> ist halt nichts für jeden. Oder um es mit einem Zitat aus dem> ERGO-Pro-Grundseminar auszudrücken: "Wer bei uns arbeitet, muss schon> ein wenig verrückt sein!" ;)
Ja das wär ein grauenhafter Job für mich!
Erstaunlich, wie man mit soviel heisser Luft viel verdienen kann.
Wenn ihr Geld verdienen wollt macht ihr am besten eine gutgehende
Würstchenbude auf oder werdet Zuhälter.
Als Software-Ingenieur verdient ihr einfach zu wenig.
Zocker_57 schrieb:> Wenn ihr Geld verdienen wollt macht ihr am besten eine gutgehende> Würstchenbude auf oder werdet Zuhälter.>> Als Software-Ingenieur verdient ihr einfach zu wenig.
Habe mal für ein Startup "Nutten" getestet.