Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Warum mAh als Kapazitätsangabe bei Akkus?


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von Ingo N. (jubeltrubel)


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Wie schon der Titel aussagt, verstehe ich nicht, warum bei Akkus mit mAh
die Kapazität angegeben wird. Die Angabe sagt doch nichts exaktes aus, 
da beim Entladen die Spannung nicht konstant bleibt und die Leistung 
sich aus Strom und Spannung zusammensetzt. Für den Anwender wäre doch 
wichtiger zu wissen, wieviel Energie ein Akku speichern kann, oder mache 
ich einen Denkfehler?
Also ich würde mir daher als Kapazitätsangabe mWh wünschen.

Gruß
Ingo

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von Sascha K. (kuschelganxta)


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Es heißt mAh.

mA/h ist, wie du schon geschrieben hast, sinnlos und falsch.

von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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Sowohl mA/h als auch mW/h sind falsch.

Üblicherweise wird die Akkukapazität in Ah oder mAh und die enthaltene
Energie in Wh oder mWh angegeben.

Anzumerken wäre auch noch, dass es sich bei der Akku"kapazität" nicht um
eine Kapazität im physikalischen Sinne handelt, sondern um eine Ladung.

: Bearbeitet durch Moderator
von Jörg R. (solar77)


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Ingo N. schrieb:
> Die Angabe sagt doch nichts exaktes aus,
> da beim Entladen die Spannung nicht konstant bleibt und die Leistung
> sich aus Strom und Spannung zusammensetzt.

Wie wird der Wert mAh bzw. Ah denn ermittelt??

von Ingo N. (jubeltrubel)


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Ok., danke, habe ich korrigiert, aber das beantwortet meine Frage nicht.

von Ingo N. (jubeltrubel)


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Jörg R. schrieb:
> Wie wird der Wert mAh bzw. Ah denn ermittelt?

Ich denke, mit einer Konstantstromentladung.

von Tilo R. (joey5337) Benutzerseite


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Die Spannung hängt z.T auch davon ab, wie schnell man den Strom 
entnimmt.
Die mAh-Angabe ist daher u.U. präziser.

Beim Elektroauto wird die Kapazität immer in kWh angegeben, weil es für 
den Kunden egal ist, mit welcher Systemspannung das erreicht wird.

von Jörg R. (solar77)


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Ingo N. schrieb:
> Jörg R. schrieb:
>> Wie wird der Wert mAh bzw. Ah denn ermittelt?
>
> Ich denke, mit einer Konstantstromentladung.

Genau, und dann passt der Wert schon.

Ich bin allerdings etwas bei Dir. Wenn ich die Laufzeit eines Geräts 
grob berechnen möchte rechne ich mit oftmals mit Wh. Vor allem wenn 
mehrere Akkus zusammengeschaltet werden.

von Johannes S. (jojos)


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für die Angabe gibt es definierte Bedingungen, findet man im Datenblatt 
vom Hersteller. Oft gilt die Kapazitätsangabe für Entladung mit 1/10 
Nennkapazität bis zu einer Schlussspannung die vom Akkutyp abhängt.

von Jörg R. (solar77)


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Tilo R. schrieb:
> Die Spannung hängt z.T auch davon ab, wie schnell man den Strom
> entnimmt.
> Die mAh-Angabe ist daher u.U. präziser.

Stimmt. Aus diesem Grund haben gute Datenblätter mehrere Entladekurven 
mit verschiedenen Entladeströmen. Teilweise gibt es dies auch in 
Tabellenform.

von A. S. (achs)


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Ingo N. schrieb:
> Für den Anwender wäre doch wichtiger zu wissen, wieviel Energie ein
> Akku speichern kann, oder mache ich einen Denkfehler?
Ja. Die Angabe gäbe keinen Mehrwert und würde eher verschleiern. ES wäre 
gut, wenn die spg ein variabler Parameter (im Sinne von vom Hersteller 
beeinflussbar) wäre.

> Also ich würde mir daher als Kapazitätsangabe mWh wünschen.

Um was zu tun?

von Jörg R. (solar77)


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Sascha K. schrieb:
> Es heißt mAh.

Ja, hat der TO auch geschrieben.


> mA/h ist, wie du schon geschrieben hast, sinnlos und falsch.

Das hat der TO auch nicht geschrieben.

von Teo D. (teoderix)


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Jörg R. schrieb:
> Ich bin allerdings etwas bei Dir. Wenn ich die Laufzeit eines Geräts
> grob berechnen möchte rechne ich mit oftmals mit Wh. Vor allem wenn
> mehrere Akkus zusammengeschaltet werden.

Vor allem machts Sinn, wenn noch ein Spannungswandler mitspielt.

von Heinz (Gast)


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Jörg R. schrieb:
> Sascha K. schrieb:
>> Es heißt mAh.
>
> Ja, hat der TO auch geschrieben.
>
>> mA/h ist, wie du schon geschrieben hast, sinnlos und falsch.
>
> Das hat der TO auch nicht geschrieben.

Doch hat er geschrieben. Er hat es nachträglich korriegiert.

von georg (Gast)


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Man verwendet einen Akku, weil die Spannung, im Unterschied zu einem 
Kondensator, während des grössten Teils der Entladung nahezu konstant 
ist. Daher kann man leicht Ah mit einem mittleren Spannungswert 
umrechnen in Wh, und mehr braucht man auch nicht - eine Angabe von Wh 
auf 1% genau ist unsinnig, das ist nur eine Scheingenauigkeit. Über den 
Daumen rechnen ist realistischer und genügt völlig.

Georg

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Ingo N. schrieb:
> Für den Anwender wäre doch wichtiger zu wissen, wie
> viel Energie ein Akku speichern kann,

Da ersetzt du den Teufel durch den Beelzebub, weil man nur einen Teil 
der Energie entnehmen kann und der hängt wiederum vom Entladestrom ab.

von Bürovorsteher (Gast)


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Alles falsch, die gesetzliche Einheit für die Ladung ist das Coulomb - 
C.
1 Ah sind 3,6 kC.

von Der Zahn der Zeit (Gast)


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Ich denke, dass sich das weitgehend historisch so ergeben hat. Die Sache 
mit "Wh ist besser": Ich halte das für nicht falsch, aber auch nicht so 
tragisch. Wenn man weiß, ob es um NiCd, NiMh, LI-Ion, PB, ... geht, weiß 
man auch, dass die Energieinhalte nicht allein von der Ah-Angabe 
abhängen. Und man vergleicht ja auch nicht Akkus mit verschieden 
Zellspannungen, wenn man welche braucht.

In das Auto kommt eine 12 V-Batterie (Akku), da kann man mit Ah gut 
vergleichen - das hat man schon vor (fast?) 100 Jahren so gemacht, und 
es stellt sich auch nicht die Frage, ob ich in meinem Auto eine 6, 12 
oder 24 V-Batterie ersetzen muss.

Rundzellen (AA und ähnliche) haben als Akkus normalerweise 1,2 V, geht 
also auch zu vergleichen. Und eine Li-Rundzelle, die es wohl auch in AA 
etc. gibt, sollte man tunlichst gar nicht erst in ein Gerät einsetzen, 
das nicht dafür konstruiert ist.

Selten sind die Situationen, bei denen tatsächlich nur der Energieinhalt 
relevant ist. Z. B. bei E-Autos, wie geschrieben, oder wenn man ein 
Gerät bauen will, und sich für die Batterie-Technologie entscheiden 
muss.

Schlimmer finde ich, wenn z. B. bei Elektrowerkzeugen nur mit der 
Akku-Spannung geworben (geprahlt) wird, ohne Ah oder Wh anzugeben...

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Der Zahn der Zeit schrieb:
> Schlimmer finde ich, wenn z. B. bei Elektrowerkzeugen nur mit der
> Akku-Spannung geworben (geprahlt) wird, ohne Ah oder Wh anzugeben...

Oder Powerbanken wo man die Ah Zahl des internen Akkus angibt aber wegen 
der Transformation auf 5V effektiv nur etwa die Hälfte davon heraus 
kommt.

von Harald W. (wilhelms)


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Yalu X. schrieb:
> Sowohl mA/h als auch mW/h sind falsch.
>
> Üblicherweise wird die Akkukapazität in Ah oder mAh und die enthaltene
> Energie in Wh oder mWh angegeben.

Mit den "Ah" kann man auch gut tricksen, z.B. in Powerbanken.
Dort bezieht sich diese Angabe auf den verbauten Akku  und
nicht, wie viele Anwender glauben, auf den 5V-Ausgang.

von Wilhelm Wirbel (Gast)


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Ingo N. schrieb:
> Für den Anwender wäre doch
> wichtiger zu wissen, wieviel Energie ein Akku speichern kann,

Genau das macht doch die Angabe?!

Also die Kapazität eines Akku wird durch die gespeicherte Ladungsmenge Q 
bestimmt. Und die Einheit für die elektrische Ladung ist As also Ampere 
mal Sekunde und damit wualitativ das selbe wie die angefragte mA*h .

https://de.wikipedia.org/wiki/Elektrische_Ladung

von Der Zahn der Zeit (Gast)


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Wilhelm, Ladung ist nicht gleich Energie!

von A-Freak (Gast)


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Die Angabe der Ladung in Ah hatte früher in begrenztem Umfang durchaus 
Sinn als Geräte noch mit Linearreglern und AB-Audioendstufen aufgebaut 
waren.

Dem Walkman wars egal ob frische Alkalis mit 3,2V oder leere NiCads mit 
2,2V drin waren, mit 120mA Stromaufnahme konnte man die Laufzeit aus den 
Akku-Ah sehr einfach rechnen.

Heute wäre in der Tat die Angabe in Wh sinnvoller.

von A-Freak (Gast)


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Und bei mA/h denke ich immer an Megahenry :)

von Peter M. (r2d3)


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Hallo Ingo N.,

inhaltlich gebe ich Dir vollkommen Recht.

Es gibt sogar Hersteller, die Deiner Meinung folgen:

https://www.ansmann.de/akkus/nizn-aa-2500-4

Da alle Welt (na ja, zumindest ich) die vierstelligen Nummern bei Akkus 
im Mignonformat mit der Kapazität in mAh gleichsetzt, fällt man auf 
diesen Marketingtrick schnell herein.

Auf dem Reiter "Technische Daten" sieht man dann aber nur 1600 mAh.
Bei 500mA Entladestrom zeigt der Akku aber eher 10%-20% weniger 
Kapazität, wenn man 1,2V als Abschaltgrenze ansetzt.

[...
Farbe   schwarz
Zellchemie   Nickel-Zink
Spannung   1.6 V
Nominal-Kapazität   1600 mAh
Verpackung   Schrumpffolie
Zellgröße   Mignon AA
Anzahl der Zellen   4
Schnellladefähig   Ja
Energiegehalt   2.5 Wh
...]

von was (Gast)


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Harald W. schrieb:
> Dort bezieht sich diese Angabe auf den verbauten Akku  und
> nicht, wie viele Anwender glauben, auf den 5V-Ausgang.

Die Schnittmenge an Anwender die das glauben und Anwendern die wissen, 
dass das überhaupt eine Rolle spielt dürfte klein sein.
Die Kapazität des verbauten Akkus anzugeben macht schon Sinn, man möchte 
ja wissen, wie oft der Handyakku (theoretisch) geladen werden kann.

von Wilhelm Wirbel (Gast)


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Der Zahn der Zeit schrieb:
> Wilhelm, Ladung ist nicht gleich Energie

Doch, in einem Potentielfeld ist Ladung gleich gespeicherte Energie.
.

So wie die Masse eines Körpers in einem Gravitationsfeld Potentielle 
Energie speichert.

von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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Wilhelm Wirbel schrieb:
> Der Zahn der Zeit schrieb:
>> Wilhelm, Ladung ist nicht gleich Energie
>
> Doch, in einem Potentielfeld ist Ladung gleich gespeicherte Energie.

Du darfst den rechten Faktor in deiner Formel (das Integral, das einen
Spannungswert liefert) nicht einfach unterschlagen.

von Wilhelm Wirbel (Gast)


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Yalu X. schrieb:
> Du darfst den rechten Faktor in deiner Formel (das Integral, das einen
> Spannungswert liefert) nicht einfach unterschlagen.

Unterschlage ich doch nicht, das ist das eingangs erwähnte 
Potentialfeld, also der Potentialunterschied zwischen den Elektroden.

von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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Wilhelm Wirbel schrieb:
> Yalu X. schrieb:
>> Du darfst den rechten Faktor in deiner Formel (das Integral, das einen
>> Spannungswert liefert) nicht einfach unterschlagen.
>
> Unterschlage ich doch nicht, das ist das eingangs erwähnte
> Potentialfeld, also der Potentialunterschied zwischen den Elektroden.

Du schriebst, die Ladung sei gleich der gespeicherten Energie. Das wäre
nur dann der Fall, wenn man in obiger Gleichung sowohl das Integral als
auch das Minuszeichen ignorieren würde.

Tatsächlich sind aber Ladung und Energie zwei verschiedene Größen, was
man schon an den Einheiten (Coulomb für die Ladung, Joule für die
Energie) erkennt.

von rcc (Gast)


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Wilhelm Wirbel schrieb:
> Potentialfeld, also der Potentialunterschied zwischen den Elektroden.

Und das ist bei den allermeisten Akkus-Chemien viel aber nicht konstant 
über Ladezustand.
Darum sind schlaue Leute auf die Idee gekommen Kapazität und Energie 
anzugeben damit man vernünftig arbeiten kann.

von GEKU (Gast)


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Peter M. schrieb:
> Es gibt sogar Hersteller, die Deiner Meinung folgen:
>
> https://www.ansmann.de/akkus/nizn-aa-2500-4

2500mWh klingen besser als 1 600mAh, wenn man mit Konkurrenzprodukte 
vergleicht, die mit mAh spezifizieren.

von Frank Norbert Stein *. (franknstein)


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Ingo N. schrieb:
> oder mache
> ich einen Denkfehler?

Das weiss ich nicht, ich hatte ähnliche Überlegungen auch angestellt und 
meine ebenso, dass eine Angabe in mWh mehr Information hergeben würde.

Gruss
Frank

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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was schrieb:
> Die Kapazität des verbauten Akkus anzugeben macht schon Sinn, man möchte
> ja wissen, wie oft der Handyakku (theoretisch) geladen werden kann.

Abzüglich zwei mal 20% Wandlungsverluste und 10% im Kabel -> schon hat 
man wieder nur die Hälfte heraus bekommen.

Oder anders gesagt: Mit einer 2000mAh Powerbank bekommst du keinen 
2000er Smartphone-Akku voll. Halbvoll oder knapp darüber ist machbar.

: Bearbeitet durch User
von Der Zahn der Zeit (Gast)


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Wilhelm Wirbel schrieb:
> Yalu X. schrieb:
>> Du darfst den rechten Faktor in deiner Formel (das Integral, das einen
>> Spannungswert liefert) nicht einfach unterschlagen.
>
> Unterschlage ich doch nicht, das ist das eingangs erwähnte
> Potentialfeld, also der Potentialunterschied zwischen den Elektroden.

Interessante Argumentation. Auf diese Weise müsste sich doch auch 
belegen lassen, dass Energie = Kraft (oder Weg) ist. Kann mal jemand die 
Formeln oben entsprechend umschreiben? Es müssen ja nur die 
entsprechenden Basisgrößen ausgetauscht werden.

von Vladimir P. (papagei)


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Eine Anmerkung hierzu:

Ich hatte mir auch inzwischen eine Netzteilregelung vom chin. Hersteller 
Riden zugelegt und zwar das RD6006 (60V 6A). Hierüber gibts u.a. von 
Rolf Degen hier auch einiges zu lesen. Übrigens soll es inzwischen auch 
ein RD6012 geben, also bis 60V und 12A.
Die Dinger haben auch die Option Akkus zu laden.

Egal, wollte nur darauf hinweisen, dass dieses Teil beim Laden nicht nur 
die reingeflossenen mAh, sondern auch die Menge der mWh anzeigt.

Ich meine, mWh sind eine wesentlich bessere Angabe um verschiedene Akkus 
vergleichen zu können und, egal was hier immer gelabert wird, ich 
unterstütze den TO mit seinem Wunsch der Kapazitätsangabe in Form von 
mWh.

: Bearbeitet durch User
von georg (Gast)


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rcc schrieb:
> Darum sind schlaue Leute auf die Idee gekommen Kapazität und Energie
> anzugeben damit man vernünftig arbeiten kann.

Das ist alles andere als vernünftig, Akkus streuen locker mal um 20%, 
auch wenn sie neu sind. Die Kapazität dann mit 16 bit Auflösung zu 
messen ist einfach nur ein Witz, und Unterschiede zwischen Ah und Wh 
sind völlig unerheblich, wenn beide nicht stimmen. Alles bloss 
Theorie-Gefasel.

Georg

von Armin X. (werweiswas)


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Bei Li-Ion Akkus ist das mit der Wh-Angabe in der Tat etwas schwierig.
Zum Einen haben fir eine sehr große Spreizung zwischen voll und leer 4,2 
zu ~2,5 -3V. Dazu kommen bei den Werkzeugakkus noch unterschiedliche 
Angaben der Spannung.
So gibt Dewalt seine Flexvoltakkus hierzulande mit 54V an und in USA mit 
60V was dazu führt, dass der 3Ah Akkupack hier mit 162Wh deklariert wird 
während derselbe Akku in USA 180Wh aufweist... Gleiche Zellen drin, 
anderer Aufdruck und Bezeichnung.

von foobar (Gast)


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Auf fest eingebauten LiPos finde ich häufiger die Kapazität in Wh als in 
mAh aufgedruckt.  Gerade gestern wieder ein 18500 mit 5.55Wh.  Im 
Handbuch steht dann aber 1500mAh.

von Gerald K. (geku)


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foobar schrieb:
> Gerade gestern wieder ein 18500 mit 5.55Wh.  Im Handbuch steht dann aber
> 1500mAh.

Würde einer durchschnittlichen Spannung von 3,7V entspechen.

von rcc (Gast)


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georg schrieb:
> Das ist alles andere als vernünftig, Akkus streuen locker mal um 20%,
> auch wenn sie neu sind. Die Kapazität dann mit 16 bit Auflösung zu
> messen ist einfach nur ein Witz, und Unterschiede zwischen Ah und Wh
> sind völlig unerheblich, wenn beide nicht stimmen. Alles bloss
> Theorie-Gefasel.

ok, was haben die Grundlagen der Physik - Ladung und Energie - jetzt mit 
der Streuung von Akkus lausiger Hersteller zu tun?
Vernünftige automotive-Zellen streuen heute übrigens unter 1%.

von rcc (Gast)


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foobar schrieb:
> Auf fest eingebauten LiPos finde ich häufiger die Kapazität in Wh als in
> mAh aufgedruckt.  Gerade gestern wieder ein 18500 mit 5.55Wh.  Im
> Handbuch steht dann aber 1500mAh.

liegt an den Transportregularien um nicht in die Gefahrgut-Klasse 9 zu 
kommen (Li-Io >100Wh), da geht es um Wh und nicht Ah.

von foobar (Gast)


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> Würde einer durchschnittlichen Spannung von 3,7V entspechen.

War bei meinen Funden bisher immer der Umrechnungsfaktor gewesen.  Wh 
irgendwas krummes, durch 3.7V teilen und es kamen glatte Prospekt-Ah 
raus.


> liegt an den Transportregularien

Ah, ja, das wäre eine Erklärung.

von Harald W. (wilhelms)


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Armin X. schrieb:

> So gibt Dewalt seine Flexvoltakkus hierzulande mit 54V an und in USA mit
> 60V was dazu führt, dass der 3Ah Akkupack hier mit 162Wh deklariert wird
> während derselbe Akku in USA 180Wh aufweist.

Nun, in Amerika war schon immer alles grösser, selbst das 
Corona-Problem.

von Manfred (Gast)


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Jörg R. schrieb:
> Wie wird der Wert mAh bzw. Ah denn ermittelt?

Na hoffentlich wird dieser Trollanfall nicht chronisch.

Jörg R. schrieb:
> Wenn ich die Laufzeit eines Geräts
> grob berechnen möchte rechne ich mit oftmals mit Wh

Das macht Sinn, wenn ein Schaltwandler am Akku hängt. Habe ich einen 
Längsregler, sind mAh das Maß der Dinge.

P* hat seit einer Weile LG-18650 in der Werbung, dazu habe ich vorhin 
das Internet befragt und auch etwas beim Dänen gefunden:
https://lygte-info.dk/review/batteries2012/LG%2018650%20MG1%202850mAh%20(Purple)%20UK.html

Guckt Euch alle Diagramme an, der hat auch eine Entladekurve mit 
konstanter Leistung dargestellt. Das ist ein interessanter Betriebsfall, 
weil genau zur ungünstigsten Zeit der Entladestrom ansteigt.

Irgendwo im µC-net gab es mal einen Thread, wie man einen Testaufbau mit 
konstanter Entladeleistung realisiert bekommt, ging wohl ohne klare 
Lösung aus.

was schrieb:
> Die Kapazität des verbauten Akkus anzugeben macht schon Sinn,
> man möchte ja wissen, wie oft der Handyakku (theoretisch)
> geladen werden kann.

Nee.

Stefan ⛄ F. schrieb:
> Abzüglich zwei mal 20% Wandlungsverluste und 10% im Kabel
> -> schon hat man wieder nur die Hälfte heraus bekommen.

Du unterstellst, dass im Handy ein Step-Down-Laderegler steckt.
Meines *) wird beim Laden mit nur 500..600 mA am USB warm, so dass ich 
glaube, dass in dem Ding ein Längsregler steckt.

*) Servo, 1000mAh LiIon, kein Smartphone

von was (Gast)


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Manfred schrieb:
> Nee.

Dooch.

Manfred schrieb:
> Du unterstellst, dass im Handy ein Step-Down-Laderegler steckt.

Korrekt. Und?

von Jörg R. (solar77)


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Peter M. schrieb:
> Es gibt sogar Hersteller, die Deiner Meinung folgen:
>
> https://www.ansmann.de/akkus/nizn-aa-2500-4

2500mWh sieht auch besser aus wie 1600mAh.


Heinz schrieb:
> Jörg R. schrieb:
>> Sascha K. schrieb:
>>> Es heißt mAh.
>>
>> Ja, hat der TO auch geschrieben.
>>
>>> mA/h ist, wie du schon geschrieben hast, sinnlos und falsch.
>>
>> Das hat der TO auch nicht geschrieben.
>
> Doch hat er geschrieben. Er hat es nachträglich korriegiert.

Mag sein, nur hatte Sascha auch nix besseres zu tun als sofort nach 
Eröffnung des Threads klugzuscheißen. Mehr kam dann von ihm auch nicht.


Heinz schrieb:
... korriegiert..?

von Wolle G. (wolleg)


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Johannes S. schrieb:
> für die Angabe gibt es definierte Bedingungen, findet man im Datenblatt
> vom Hersteller. Oft gilt die Kapazitätsangabe für Entladung mit 1/10
> Nennkapazität bis zu einer Schlussspannung die vom Akkutyp abhängt.
Warum man diese Aussage mehrfach negativ bewertet, ist rätselhaft.
Unter definierten Bedingungen ergeben sich vergleichbare und 
reproduzierbare  Ergebnisse.
Und das ist der eigentliche Sinn einer Akkukapazitätsangabe.

Auch hier ist die  negative Bewertung  rätselhaft.
georg schrieb:
> eine Angabe von Wh auf 1% genau ist unsinnig, das ist nur eine 
>Scheingenauigkeit. Über den Daumen rechnen ist realistischer und genügt >völlig

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von Energetisierer 3 (Gast)


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Batterien sind ja chemische Zellen. Jede Umwandlung gibt Ladungen frei 
(entladen) oder nimmt sie auf (laden). An der gegenueberliegenden 
Elektrode genau umgekehrt. Die Menge der speicherbaren Ladungen haengt 
direkt von der Menge (und Art) der eingesetzter Chemie ab. Die Menge an 
Ladungen beim Laden sollte auch ganz in der Naehe der Menge beim 
Entladen sein. Bei der Energie ist das ganz anders, Laden bei hohen 
Stroemen verursacht eine hohe Verlustleistung, genauso wie beim Entladen 
mit hohen Stroemen. Die Energiekapazitaet waere also von der Anwendung 
abhaengig. Klar koennte man auch definieren, man nimmt die maximal 
moegliche entnehmbare Leistung, d.h. bei Entladestroemen nahe 0.

Und noch zu den Begrifflichkeiten: Einen Akku mit bspw. 2000mAh kann man 
ja laden. Einen solchen mit 5,5Wh dagegen kann man nur energetisieren. 
Dazu benutzt man dann ein Energetisiergeraet (gibts auch als 
USB-Energetisierer).

von Wilhelm Wirbel (Gast)


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Energetisierer 3 schrieb:
> Batterien sind ja chemische Zellen. Jede Umwandlung gibt Ladungen frei
> (entladen) oder nimmt sie auf (laden). An der gegenueberliegenden
> Elektrode genau umgekehrt. Die Menge der speicherbaren Ladungen haengt
> direkt von der Menge (und Art) der eingesetzter Chemie ab.

Korekt Elektrochemische Spannungsreihe:
https://de.wikipedia.org/wiki/Elektrochemische_Spannungsreihe#Elektrochemische_Spannungsreihe

Deshalb ist ja die Zell-Nennspannung eines Akkus/(Batterie) nicht von 
der Ladespannung wie beim Kondensator abhängig, sondern von der Bauform. 
Die Kapazitätsangabe in Ah stammt ja auch aus den Zeiten, wo deren 
vorrangige Aufgabe die Stromversorgung als Autobatterie war. Und da dort 
die Spannung fix für alle Autos 12V war genügt die Angabe der 
Ladungsmenge.

Daher ist es auch Unsinn, verschiedenen Akkutypen (unterschiedliche 
Nennspannungen, Zellenanzahl, Schalttopologie) allein an der Angabe der 
Speichermenge in Ah zu vergleichen. Das geht nur innerhalb einer Bauform 
(wie damals in den Jahrzehnten des BleiAkkus als Starterbatterie im 
Kfz).

Die knochenbrechenden Wirkung eines Hammers wird ja auch nicht vom 
Hammergewicht allein bestimmt, die Fallhöhe ist auch entscheident. Ist 
aber die Fallhöhe gleich, bestimmt allein die Masse die gespeicherte 
Energie.

von Wilhelm Wirbel (Gast)


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Auch bei den Mondmissionen hat man die gespeicherte Energie in 
Amperestunden allein angegeben, da braucht man nur die Amps 
zusammenzuzählen und weiss, wann bei den Jungs oben das Licht ausgeht:
https://youtu.be/Tid44iy6Rjs?t=20
https://history.nasa.gov/afj/aoh/aoh-v1-2-06-eps.pdf

von Arno (Gast)


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A-Freak schrieb:
> Die Angabe der Ladung in Ah hatte früher in begrenztem Umfang durchaus
> Sinn als Geräte noch mit Linearreglern und AB-Audioendstufen aufgebaut
> waren.
>
> Dem Walkman wars egal ob frische Alkalis mit 3,2V oder leere NiCads mit
> 2,2V drin waren, mit 120mA Stromaufnahme konnte man die Laufzeit aus den
> Akku-Ah sehr einfach rechnen.

Die Stromaufnahme kann man auch heute noch einfacher messen als die 
Leistungsaufnahme. Und einen Konstantstrom zu entnehmen und die 
verstrichene Zeit zu messen, dürfte einfacher sein, als eine konstante 
Leistung zu entnehmen oder eine schwankende Leistung über die Zeit 
aufzuintegrieren. Daher hat irgendwann mal irgendein Normungsgremium 
festgelegt, dass die "Kapazität" ("", weil das physikalisch eigentlich 
eine Ladungsmenge ist) anzugeben ist - für Bleiakkus steht das laut 
Wikipedia wohl in der DIN EN 60095-1.

MfG, Arno

von Wolle G. (wolleg)


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Das Laden und Entladen von Akkus sind elektrochemische Vorgänge und 
daraus leitet sich auch die Angabe der Kapazität ab.
Stichworte sind das zweite Faradaysche Gesetz sowie das elektrochemische 
Äquivalent.
Der Proportionalitätsfaktor  F in der Gleichung Q = n*F beträgt 96478 
As/val.
Damit scheiden Wh oder ähnliche Angaben aus.

von was (Gast)


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Die entnehmbare Kapazität in Ah ist weniger von der Entladerate abhängig 
als die entnehmbare Kapazität in Wh, somit ist die Angabe in Ah 
nützlicher, Fertig aus.

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Das wird beim Extremfall "Kurzschluss" besonders deutlich. Da kannst du 
eine gewisse Anzahl Ah entnehmen, hast aber gar keine Leistung erhalten, 
weil der Akku 100% davon verheizt.

Vom normalen Anwendungsfall bis zu diesem Extrem gibt es alle denkbaren 
Abstufungen, also 0% bis 100% Verluste.

: Bearbeitet durch User
von rcc (Gast)


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Wilhelm Wirbel schrieb:
> Auch bei den Mondmissionen hat man die gespeicherte Energie in
> Amperestunden allein angegeben

Da haben sich gerade wieder ein paar Physiker im Grab umgedreht bei dem 
Satz.

Zink-Silberoxid-Systeme wie bei Apollo haben eine fast waagerechte 
Entladekennline darum waren damals nur die Ah interessant weil die 
Spannung quasi konstant über Ladezustand bleibt. Wenn entnehmbare Ladung 
= 0 dann wirds im Raumschiff dunkel und kalt.

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