Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Jobsuche "reverse"?


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von Chris B. (electron-)


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Hallo,

üblicherweise ist es ja so bei der Jobsuche daß man sich auf ein 
Jobangebot (Inserat oder was auch immer) bewirbt. Letztendlich hat die 
Firma stets genaue Vorstellungen / Vorgaben von der ausgeschriebenen 
Stelle und man muß als Bewerber checken wie weit die eigene 
Qualifikation bzw. diverse persönliche Vorstellungen passen.

Gibt es eigentlich Erfahrungen genau anders herum, also die Variante daß 
man sich aktiv vorstellt und dabei viel genauer auf die eigenen 
Qualifikationen hinweisen kann? Insbesondere dann wenn die eigenen 
Qualifikationen / Erfahrungen aus verschiedenen Bereichen kommen oder 
auch Fachwissen in sehr speziellen Nischen vorhanden ist...

Ein klein wenig sind diese Gedanken auch in Anlehnung an die Aussagen 
von der Politik daß sich im Zuge der Corona Geschichte durchaus was 
verändern wird in der Arbeitswelt und dementsprechend auch andere / 
völlig neue Jobprofile entstehen...

Chris

von Wehrhafter Erwerbstätiger (Gast)


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Dafür gibt's schon extra Services, z.B. http://honeypot.io
Kann ich aber nicht empfehlen, dort tummeln sich eigentlich nur 
B**trandt & Co auf der Suche nach billigem Frischfleisch und ansonsten 
nur schlecht zahlende Klitschen.

von was (Gast)


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Chris B. schrieb:
> Gibt es eigentlich Erfahrungen genau anders herum, also die Variante daß
> man sich aktiv vorstellt und dabei viel genauer auf die eigenen
> Qualifikationen hinweisen kann?

Das nennt sich Initiativbewerbung.

von HR Pro (Gast)


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Initiativbewerbungen sind eigentlich nur bei grösseren Unternehmen mit 
gut aufgestellter HR und langfristiger Personalplanung sinnvoll. Um eine 
solche Bewerbung zielgerichtet formulieren zu können, ist es trotzdem 
hilfreich, Informationen über aktuellen oder mittelfristigen 
Personalbedarf zu haben, und/oder zu wissen, welche Abteilungen 
expandieren.
Man kann versuchen, diese Informationen in der Fachpresse zu finden, 
aber dort ist stets auch viel Eigen-PR, die nicht zwangsläufig mit 
echtem Personalbedarf korrespondiert. Ich empfehle für 
Initiativbewerbungen eigentlich immer, vorher einen Kontakt anzubahnen, 
am Einfachsten über eine Kontaktmesse. Dann kann man sich auch direkt 
auf ein Gespräch beziehen und hat einen Ansprechpartner.

von A. S. (achs)


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Als Absolvent sind Initiativbewerbungen super: Namen und ggf. 
Ansprechpartner und dann als Serienbrief 100 Stück in einem Rutsch raus.

Wie Baumarktwerbung: bei den meisten geht's in den Müll, aber 2-3 suchen 
gerade was. Und Absolventen sind noch formbar, die müssen keine 7 uC 
beherrschen.

Mit 50 wird das schwieriger: ein Spezialisten- Gehalt ist so kaum zu 
finden, und wer mit 50 als Anfänger durchgeht, ist meist nicht einmal 
das wert.

Beitrag #6303465 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Lalilo (Gast)


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Ein Bekannter von mir hat mal folgendes gemacht:
Eine Anzeige in einer Fachzeitschrift seines Arbeitsgebietes geschaltet 
(seine Qualifikation und was er sucht). Ergebnis war glaube ich 5 
Einladungen davon dann 2 Jobangebote.

Ich fand die idee gut, keine der Einladungen war jedoch in der Nähe des 
Wohnortes (d.h. Umzug war dann fällig).

von Stagnation (Gast)


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Initiativbewerbungen - damit haben Bewerber bei uns schlechte 
Erfahrungen gemacht. Der Kumpel von meinem Kollegen wollte sich bewerben 
und war damals gerade in der Abschlußphase seines Master-Studiums (bei 
BMW meine ich). Jedenfalls wollte er sich initiativ bewerben in Richtung 
"Digital Innovation" irgendwas. Musste aber feststellen, dass die 
Internetseite kaputt war. Ich fragte als meine sehr geschätzte Kollegin 
in der HR, was er denn tun sollte, denn das Kontaktformular würde nicht 
funktionieren. Sie sagte, das hätte der Kollege dann wohl zu früh 
offline genommen. Sei gerade im Umbau, aber sie könnte vermitteln. Auf 
welche konkrete Stelle würde er sich denn bewerben, fragte sie. 
Initiativ, sagte ich. Ja, das würde nicht gehen, sie bräuchten schon 
etwas spezifischeres. Ich nannte dann seine Vorlieben und tatsächlich 
konnte sie mir eine Ansprechpartnerin damit Durchwahl nennen, an die er 
die Unterlagen doch bitte auf englisch schicken sollte.

Zwei Wochen später habe ich nachgefragt, was denn nun sich ergeben 
hätte.

Er hätte es noch mal auf der Webseite versucht, da die plötzlich wieder 
funktinoierte. Da wäre jedoch nur die Standardabsage gekommen, dass man 
ihn leider nicht berücksichtigen könnte. Das wäre ihm zu doof gewesen 
und hätte dann woanders ein interessantes Angebot bekommen 
zwischenzeitlich.

von Dipl Ing ( FH ) (Gast)


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> Naja. Zu uns kam letztens ein 32Jähriger Master-Etechnik Berufsanfänger.
> Ich dachte ich seh nicht richtig. Keine Ahnung wer den eingestellt hat.
> Was eine Vollpfeife, 32 und 0 BE. Am liebsten eine reinschlagen dem
> Lappen!!!

Bitte nicht trollen !

von KannNichtWahrSein (Gast)


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Dipl Ing ( FH ) schrieb:
> Naja. Zu uns kam letztens ein 32Jähriger Master-Etechnik
> Berufsanfänger. Ich dachte ich seh nicht richtig. Keine Ahnung wer den
> eingestellt hat. Was eine Vollpfeife, 32 und 0 BE. Am liebsten eine
> reinschlagen dem Lappen!!!
>
> Bitte nicht trollen !

Ist mein ernst

von ;) (Gast)


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Chris B. schrieb:
> Gibt es eigentlich Erfahrungen genau anders herum, also die Variante daß
> man sich aktiv vorstellt und dabei viel genauer auf die eigenen
> Qualifikationen hinweisen kann? Insbesondere dann wenn die eigenen
> Qualifikationen / Erfahrungen aus verschiedenen Bereichen kommen oder
> auch Fachwissen in sehr speziellen Nischen vorhanden ist...

Firmen, besonders KMU sind nicht gerade sehr transparent. Da hat auch
das Internet nichts dran geändert. Es ist meist nicht zu erkennen,
wie eine Firma strukturiert ist und was es da für Abteilungn gibt,
wo man glaubt, rein passen zu können. Da ist jede Bewerbung wie ein
Schuß ins Blaue und da man auch nichts Informatives in Absagen erfährt,
gehen viele Bewerbungen einfach ins Leere. Passiert das mehrere mal
in einem längerem Zeitrahmen ist die Firma weder emphatisch noch handelt
verantwortlich. Die kann man dann verhungern lassen, weil das
wahrscheinlich nie was werden wird. Leider sind viele so.
Nur wenige pflegen da ein ganz anderes Bild und bitten darum sich mal
zu einem späteren Zeitpunkt wieder zu bewerben. Mehr als drei Versuche
(kann jeder nach seinem eigenen Gusto entscheiden) sollte man sich 
jedoch
nicht antun.

> Ein klein wenig sind diese Gedanken auch in Anlehnung an die Aussagen
> von der Politik daß sich im Zuge der Corona Geschichte durchaus was
> verändern wird in der Arbeitswelt und dementsprechend auch andere /
> völlig neue Jobprofile entstehen...

Zum Besseren oder Schlechteren? Vermutlich eher letzterem, indem man
erst durch eine Gesundheitsmühle getrieben wird, bevor man auch nur
die Aufmerksamkeit eines Personalers erregt.
Vor allem die Geheimniskrämerei in der Wirtschaft schafft nur Frust.

Besserung würde ich dann erwarten wenn der Gesetzgeber Firmen rechtlich
auferlegt, Absagen zu verantworten und sich an aktiven 
Bewerberbranchenpools zu beteiligen. Das setzt dann natürlich
Firmentransparenz voraus. Bei Firmen, die das freiwillig von sich aus 
machen, klappt das Beschäftigtenmangement scheinbar viel entspannter.
Am Besten wäre wohl die Wirtschaft zur Kasse zu bitten, wenn die sich
missanthropisch verhalten.

von Dipl Ing ( FH ) (Gast)


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> Ist mein ernst

0 Jahre Berufserfahrung bedeutet noch absolut nicht das der Mann 
schlecht ist

Insofern bleibe bei meiner Originalmeinung und das heisst !!!

BITTE nicht trollen !!!

von M. Agnet (Gast)


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Dipl Ing ( FH ) schrieb:
> 0 Jahre Berufserfahrung bedeutet noch absolut nicht das der Mann
> schlecht ist

32 Jahre und Master heißt:
Einschulung: 6
Grundschule fertig: 10
Gymni fertig: 18
Studium fertig (7 Semester Bachelor): 22
Studium fertig (3 Semester Master): 24 - und dann?
Das bedeutet, dass der Typ 8 Jahre länger gebraucht hat als die 
theoretische Referenzzeit. Die Referenzzeit nicht zu schaffen ist das 
eine, das dann schlüssig begründen zu können das andere. Und das wird 
bei acht Jahren nicht einfach. Vor allem bei 0 Berufserfahrung.
Oder reden wir von 0 Berufserfahrung in genau diesem Bereich? Kann ja 
sein, dass der Mensch acht Jahre lang Fenster gewienert und dann 
beschlossen hat, dass ihm das zu doof wird.

von Joggel E. (jetztnicht)


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> Das bedeutet, dass der Typ 8 Jahre länger gebraucht hat als die
theoretische Referenzzeit.

Ist das so ? Nicht zwingend. allenfalls hat er ein paar Reisen gemacht, 
allenfalls war er im Gefaengnis, allenfalls war er selbstaendig auf 
einem anderen Gebiet.

Ich hatte auch einen Kollegen, welcher langsam auf Sozialarbeit 
gewechselt ist, der war auch mit 30 dort angekommen.

Beitrag #6304243 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Motzkopp (Gast)


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KannNichtWahrSein schrieb im Beitrag #6304243:
> Laut ihm,
>
> hat er davor ein halbes Jahrzent Informatik studiert um dann ohne
> Abschluss abzubrechen. Meinte noch aus familiären Gründen LOL... Der Typ
> hat also wort wörtlich nichts vorzuweisen und ich muss mit diesem
> Versager zusammenarbeiten. Killt mich bitte.

Bedeutet, dass du alles alleine machen darfst.

Beitrag #6304281 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Motzkopp (Gast)


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Die Schwierigkei ist jetzt, dass dem Chef auch entsprechend 
weiterzugeben. Ein bischen Vorsichtig muss man dabei sein.

von Den O. (denon)


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Eine Frage die man sich noch stellen sollte. In wie weit weiß der Chef 
über die Fähigkeiten der Person Bescheid?
Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen das es jemand schafft eine 
Stelle zu bekommen in der coding gefordert wird aber keinerlei coding 
kann. Das fällt doch im Bewerbungsgespräch auf...
Vielleicht hat man mit der Person also etwas anderes vor und lässt das 
gegenwärtig noch unter Einarbeitung und Kennenlernen laufen.

von Joe J. (j_955)


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KannNichtWahrSein schrieb im Beitrag #6304281:
> Korrekt. Ich darf für 2 arbeiten während er nichtmal eine Code Zeile C
> hinkriegt und 8h abpimmelt WTF. Wie werd ich den wieder los? Der muss
> definitv gehen sonst dreh ich am Rad.


Oh mann, musst ausgerechnet hier abladen??
Immer sind die anderen Schuld, wenn etwas nicht so läuft wie mann's sich 
vorgestellt hat. Pack Dein Zeug und geh doch einfach.
Vmtl. denkt sich Dein Chef, der hats drauf, da kann er was lernen und 
setzt darauf, den zu Neuen zu formen. Vmtl. schafft der auch für ein 
Apple und ein Ei, so zieht man sich die Leute halt. Da geht Dein Cheffe 
und nicht der Frischling gegen Dich.

von Mark B. (markbrandis)


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M. Agnet schrieb:
> 32 Jahre und Master heißt:
> Einschulung: 6
> Grundschule fertig: 10
> Gymni fertig: 18
> Studium fertig (7 Semester Bachelor): 22
> Studium fertig (3 Semester Master): 24 - und dann?
> Das bedeutet, dass der Typ 8 Jahre länger gebraucht hat als die
> theoretische Referenzzeit.

Nicht notwendigerweise. Manche haben erst eine Berufsausbildung gemacht 
und ein paar Jahre gearbeitet und dann später erst studiert.

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