Erfahrungen mit E-Autos

OP (Firma: Spezialeinheit) #6303645
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Nur mal so aus Neugierde, mein Akku vom Fahrrad hat gerade schlapp 
gemacht. Hat hier jemand ein E-Auto und kann was zur Lebensdauer vom 
Akku ein paar Zahlen nennen?
Es gibt ja sogar schon Aussagen, der Akku überlebt das Fahrzeug, wie 
sieht es in der Praxis aus? Verliert der Akku an Kapazität/Leistung? 
Musste der mal gewechselt werden, vielleicht auch im Rahmen der 
Garantie?
#6303660
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Fred F. schrieb:
> wie sieht es in der Praxis aus?

Aufgrund der mauen Datenlage gibt es zur Vorsicht manche Elektroautos 
ausschließlich mit Mietbatterie.

Nebenbei ist das als Lock-In-Subscription-Modell sehr angesagt.

Wenn die Akkus schlecht sind und vorzeitig kaputt gehen, schadet es dem 
Image des Autobauers nicht. Merkt dann nämlich keiner.

Wenn die Akkus gut sind, wird den Kunden weiter Geld aus der Tasche 
gezogen. Einen Ersatz für Werkstattbesuche und Wartungsintervalle eines 
Verbrenners muss es außerdem auch geben.

mfg mf
#6303943
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Habe Photovoltaik aufm Dach, liefert ca. 8kwh pro Tag. Dazu eine eigene 
Ladestation installiert und ein Nissan Leaf Elektro. Ist etwas schlecht 
verarbeitet, aber für den Stadtverkehr reicht das. Dafür habe ich jetzt 
keine Benzinkosten mehr und fahre damit fast alles in der näheren 
Umgebung.

Bis jetzt macht der Akku keine Probleme, ist aber auch erst ein Jahr 
alt.
#6303983
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Hier gibt es einen Chart, auf dem ein Haufen Teslas aufgetragen sind.
https://docs.google.com/spreadsheets/d/1c3m9wqlxPBo8ziDYVm5cHRzNCHZbtI_2vVhlXksX9Jc/edit#gid=826479810

Bis 300.000km liegen die eigentlich alle bei unter 15% Verlust. Wobei 
natürlich die nicht genannt werden, die einfach elektrisch mal kaputt 
gehen. Aber die Hersteller geben heute eigentlich alle 100.000-160.000km 
Garantie, so dass das Problem wohl überschaubar ist.

Grundsätzlich ist es so, dass wassergekühlte Akkus (wie das die meisten 
E-Autos heute haben) kaum kaputt gehen.

Die ersten Nissan Leaf hatten wohl Probleme mit den Akkus, die damals 
nur luftgekühlt gekühlt waren und vorzeitig ausgefallen sind. Aber das 
ist lange behoben.
#6304329
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Bin am überlegen ob ich nicht demnächst, auch wegen der der 
Staatsprämie, ein E-Auto kaufe...
So nach der ersten Sichtung scheint mir das alles in allem nicht teurer 
wie ein Verbrenner, ggf. sogar günstiger (?).

Wenn der Akku 200k oder 250k km hält würde mir das wahrscheinlich für 
knapp 10 Jahre reichen. Halten die Akkus denn auch 10 Jahre (generelle 
Lebenszeit)?
Ich hätte gerne in 10 Jahren auch noch eine Reichweite die nicht 
nennenswert unter 500km liegt...

Anderer Punkt der für mich noch nicht transparent ist sind laufende 
Kosten.
Was kostet ein Serviceintervall und reduzieren sich die Kosten für 
Verschleißteile tatsächlich deutlich?
Könnte ja sein das man z.B. kein Zahnriemenwechsel mehr braucht dafür 
aber etwas neues dazu kommt?
#6304377
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Kann mir nicht vorstellen das Wasserstoff noch die breite Masse 
erreichen wird. Die E-Autos kommen schon rund 500km und Ladezeit für 70, 
80% liegt bei unter einer Stunde.
Die Großteil der Autoindustrie stellt auf E-Auto um. Das bedeutet auch 
das neue Dimensionen an Forschungsgelder für die Akkus ins Spiel kommen.
Wahrscheinlich ist hier doch das in ein paar Jahren weitere Erfolge in 
der Kapazität erreicht werden oder sogar ein Durchbruch in einer neuen 
Akkutechnologie kommt.
Wenn so ein Akku dann mal eine Reichweite von 800km und mehr packt und 
die Ladezeit annehmbar bleibt wieso sollte man da noch auf Wasserstoff 
schielen?
#6304420
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Den O. schrieb:

> Wenn der Akku 200k oder 250k km hält würde mir das wahrscheinlich für
> knapp 10 Jahre reichen. Halten die Akkus denn auch 10 Jahre (generelle
> Lebenszeit)?
> Ich hätte gerne in 10 Jahren auch noch eine Reichweite die nicht
> nennenswert unter 500km liegt...
Tja, da gibt es kaum Erfahrungen. Wobei, 500km bei 150km/h schafft 
meiner auch jetzt nicht. Bei 130km/h schon, aber im Winter wird das auch 
knapp.

>
> Anderer Punkt der für mich noch nicht transparent ist sind laufende
> Kosten.
> Was kostet ein Serviceintervall und reduzieren sich die Kosten für
> Verschleißteile tatsächlich deutlich?
> Könnte ja sein das man z.B. kein Zahnriemenwechsel mehr braucht dafür
> aber etwas neues dazu kommt?

Zumindest bei meinem Tesla gibt es keine Wartungsintervalle und die 
Garantie basiert auch nicht auf dem regelmässigen Besuch der Werkstatt.

Bremsen halten wohl so 200.000km, werden beim Tausch der Reifen 
kontrolliert. Querlenker gehen schon mal kaputt, aber das kennt man von 
Audi ja auch schon und ist wohl auch Tesla spezifisch. Und da redet man 
auch von >> 100.000 km.
Ansonsten ist ja schlicht nichts da, was kaputt gehen kann. 
Wischerblätter, Luftfilter kann man selbst machen.
#6304425
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Harald W. schrieb:
> Den O. schrieb:
>
>> Wenn so ein Akku dann mal eine Reichweite von 800km und mehr packt und
>> die Ladezeit annehmbar bleibt wieso sollte man da noch auf Wasserstoff
>> schielen?
>
> Du meinst, ich fahre zur "Tanke", lade mein Auto eine Viertelstunde
> lang auf und fahre dann ohne Probleme in den Urlaub nach Südeuropa?

Wenn dieser Punkt so erreicht wird hat das E-Auto im Grunde keine 
Nachteile mehr zum Verbrenner, also ja.
Persönliche Seite #6304427
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Den O. schrieb:
> Wenn so ein Akku dann mal eine Reichweite von 800km und mehr packt und
> die Ladezeit annehmbar bleibt wieso sollte man da noch auf Wasserstoff
> schielen?

Zumal der Wirkungsgrad der Elektrolyse/Brennstoffzelle so schlecht ist, 
dass sich das nur rechnet, wenn man den Strom geschenkt bekommt. Also 
wenn Wind/Sonne mehr liefern, als gebraucht wird. So wie die EE 
allerdings derzeit ausgebremst werden, wird das so bald nicht geschehen.
#6304430
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Harald W. schrieb:
> Den O. schrieb:
>
>> Wenn so ein Akku dann mal eine Reichweite von 800km und mehr packt und
>> die Ladezeit annehmbar bleibt wieso sollte man da noch auf Wasserstoff
>> schielen?
>
> Du meinst, ich fahre zur "Tanke", lade mein Auto eine Viertelstunde
> lang auf und fahre dann ohne Probleme in den Urlaub nach Südeuropa?

Also ich lade zu Hause und fahre dann ohne Probleme hin, wo ich hin 
will.
#6304436
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Den O. schrieb:

>> Du meinst, ich fahre zur "Tanke", lade mein Auto eine Viertelstunde
>> lang auf und fahre dann ohne Probleme in den Urlaub nach Südeuropa?
>
> Wenn dieser Punkt so erreicht wird hat das E-Auto im Grunde keine
> Nachteile mehr zum Verbrenner, also ja.

...und bis das erreicht wird, bleiben E-Autos Spielzeuge für Reiche.
Mit Tauschakkus dagegen wäre das auch heut schon problemlos erreichbar.
#6304468
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Harald W. schrieb:
> Mit Tauschakkus dagegen wäre das auch heut schon problemlos erreichbar.

Wie soll das funktionieren? Alle Hersteller müßten sich auf einen 
Standard einigen. Und selbst dann würde es vermutlich auf ein paar 
verschiedene Akkupacks hinauslaufen - je nach Fahrzeuggattung. Die 
"Tanke" müsste diese alle lagernd haben.
Dann kommt noch die Fraktion "Ich will nur für 20€ tanken" ...
#6304556
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Thomas U. schrieb:
> Joggel E. schrieb:
>> Nun, es gibt Leute, die muessen immer mit Bleifuss fahren. Das geht
>> natuerlich an die Akkus...
>
> O.k. - dazu passt perfekt die Forderung einiger "Enthusiasten" nach 30 -
> 60 - 90.

Warum so viele Dislikes? Diese permanente Forderung nach 
'Entschleunigung' und zurück zum Eselkarren stammt doch nach neuesten 
Erhebungen von mehr als 102,998% der Gesmtbevölkerung?!
#6305295
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Reinhard S. schrieb:
> Axel L. schrieb:
>> Zumindest bei meinem Tesla gibt es keine Wartungsintervalle und die
>> Garantie basiert auch nicht auf dem regelmässigen Besuch der Werkstatt.
>>
>> Bremsen halten wohl so 200.000km, werden beim Tausch der Reifen
>> kontrolliert.
>
> Kann man das nicht selbst machen? Reicht dafür irgendeine Werkstatt?

Reifen wechseln schon, Bremse weiss ich nicht, könnte wegen der 
automatischen Feststellbremse spannend werden.

Die Werkstatt muss an E-Autos arbeiten dürfen. Dafür müssen die einen 
Kurs machen. Sonst heben die das Auto am Akku hoch, nicht schön.
#6305334
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Axel L. schrieb:

>> Kann man das nicht selbst machen? Reicht dafür irgendeine Werkstatt?
>
> Reifen wechseln schon, Bremse weiss ich nicht, könnte wegen der
> automatischen Feststellbremse spannend werden.
>
> Die Werkstatt muss an E-Autos arbeiten dürfen. Dafür müssen die einen
> Kurs machen. Sonst heben die das Auto am Akku hoch, nicht schön.

Reifen wechseln? So was Kompliziertes? Oder meinst du Radwechsel.
Aber Panikmache spült den Werkstätten die Kunden zu und unserer 
(ex)schwarzen Null die MWST.
Bremsen? Gibt es für diese elektrischen Rollatoren denn schon einen 
Erstzteilmarkt?

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