Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Zukunftssicherheit Beruf: Hardware-/Elektronikentwickler


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von JeanClaudeVanDamme (Gast)


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Hallo Leute,

da ich weder hier im Forum noch im englischsprachigen Raum akutelle 
Beiträge bezüglich meines Anliegens gefunden habe, dachte ich mir, dass 
ich einen neuen Thread eröffne. Es geht im Wesentlichen um die Zukunft 
der Hardware- bzw. Elektronikentwicklung.

Ich habe frisch meinen Bachelor in EIT abgeschlossen und muss mir nun 
meine Mastervertiefung aussuchen. Prinzipiell kommen für mich in erster 
Linie die Elektronik oder die Energietechnik in Frage. Am Liebsten würde 
ich die mich für die Elektronik entscheiden, da ich zukünftig sehr gerne 
als Hardwareentwickler tätig sein und Schaltungen designen/testen sowie 
Mikrocontroller programmieren würde. Jedoch bin ich mir sehr unsicher 
über die Zukunftssicherheit dieses Berufswunsches, da ich immer wieder 
lese, dass der Entwurf von Schaltungen zukünftig vermehrt automatisiert 
und von KIs übernommen werden soll.

Ich wollte Euch hiermit einfach mal nach Eurer Einschätzung fragen. Wie 
bewertet Ihr die Zukunftsaussichten für Hardwareentwickler? Sollte ich 
mich bei der Masterwahl lieber absichern und Energietechnik 
(Automatisierungstechnik wäre auch denkbar, doch leider sehr sehr 
trocken an unserer Uni) als Vertiefung/Berufszweig auswählen.

Ich bin gespannt auf Eure Antworten und bedanke mich schonmal recht 
herzlich!

Liebe Grüße
JeanClaudeVanDamme

von Qwertz (Gast)


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JeanClaudeVanDamme schrieb:
> Am Liebsten würde ich die mich für die Elektronik entscheiden, da ich
> zukünftig sehr gerne als Hardwareentwickler tätig sein und Schaltungen
> designen/testen sowie Mikrocontroller programmieren würde.

Dann mach das, ist doch eine klare Sache. Was man gerne macht, darin 
wird man mit etwas Talent normalerweise auch immer besser, das bringt 
dir dann auch Vorteile im Job.

> Jedoch bin
> ich mir sehr unsicher über die Zukunftssicherheit dieses Berufswunsches,
> da ich immer wieder lese, dass der Entwurf von Schaltungen zukünftig
> vermehrt automatisiert und von KIs übernommen werden soll.

Keiner kann dir eine Jobgarantie für die nächsten 40 Jahre geben (außer 
du wirst Beamter). Daher würde ich auf solche Prognosen nichts geben. 
Dich anpassen und ständig dazulernen wirst du im Beruf sowieso müssen, 
und das ist dann auch eine Art von Schutz.

von Elektrofan (Gast)


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Die Aussichten mit 'irgendetwas' Mainstream-Mässigem in Politik,
Medien o.ä. sind da eher größer.
Ist mindestens eine Quoten-Voraussetzung gegeben,
idealerweise kombiniert mit einem einigermassen telegenem
Äusseren, braucht es nur noch übersichtlich-bescheidenem
Grundlagenwissen, z.B. über Klima, Kobolden, Gigabytes und
Netzspeicherung.

Dann sind alle Türen offen!

von Schluss Gefolgert (Gast)


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JeanClaudeVanDamme schrieb:
>  Am Liebsten würde
> ich die mich für die Elektronik entscheiden, da ich zukünftig sehr gerne
> als Hardwareentwickler tätig sein und Schaltungen designen/testen sowie
> Mikrocontroller programmieren würde.

Dann mach das doch?! Plan B kannste immer noch studieren, wenn Plan A 
nicht (mehr) aufgeht.

> Jedoch bin ich mir sehr unsicher
> über die Zukunftssicherheit dieses Berufswunsches, da ich immer wieder
> lese, dass der Entwurf von Schaltungen zukünftig vermehrt automatisiert
> und von KIs übernommen werden soll.

Ach Gott, das versprechen sie uns nun schon seit Konrad Zuse, das die 
Maschinen uns das Denken abnehmen (könnten). Die Wahrheit ist, das die 
Hardwareentwickler kaum noch hinterherkommen in jedes Ding Internet zu 
verdrahten. Oder Obsoloszensen rauszudesignen. Oder die Inbetriebnahme 
durchzukloppen, EMV zu bestehen etc. pp. .

Der Adolf hat schon Opa versprochen das seine Kinder nicht mehr arbeiten 
müssen (weil das dann nur noch die Russen dürfen) und sie stattdessen 
nackern reitend nachgezüchteten Urviechern hinterherjagen: 
https://www.welt.de/vermischtes/article156223521/Der-Urwald-der-Hitlers-Jurassic-Park-war.html

Alles leere versprechungen, immer noch haben wir wie unsere Väter einen 
8-Stunden Arbeitstag. Und das wird im wesentlichen so bleiben.

von Wehrhafter Erwerbstätiger (Gast)


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8 Stunden, wie schlimm. Noch nie habe ich deswegen rumgeheult. Immer 
wenn ich mir bekannte Ärzte, Juristen, ALDI-Regaleinräumer und 
Handwerker ansehe, denen es angeblich so viel besser als den Ingenieuren 
geht, kann ich nur meinen Hut ziehen.

von JeanClaudeVanDamme (Gast)


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Hey @Qwertz und @Schluss gefolgert,

zunächst einmal Danke für die Antworten! Ihr habt wahrscheinlich recht 
damit einfach der Leidenschaft zu folgen. Nur habe ich Angst in einigen 
Jahren etwas "brotloses" studiert zu haben. Natürlich ist das alles sehr 
pessimistisch formuliert, jedoch wäre es in Anbetracht der rasanten 
technologischen Weiterentwicklung durchaus im realistischen Rahmen.

Ich denke, dass andere Bereiche, wie eben die Energietechnik (aufgrund 
der immerwährenden Relevanz der Energiethematik) oder die 
Automatisierungstechnik (aufgrund der vermehrten Automatisierung in 
sämtlichen Bereichen und der Transformation von Elektroingenieuren immer 
mehr zu Softwareentwicklern)viel sichere Zukunftsoptionen darstellen.

Ich weiß nicht, ob ich auf den sauren Apfel beißen und den sicheren Weg 
einschlagen oder mich lediglich auf meine Leidenschaft verlassen sollte. 
Ist wirklich eine schwierige Entscheidung :/

von Cyblö D. (cybloed)


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JeanClaudeVanDamme schrieb:
> Hallo Leute,
>
> da ich weder hier im Forum noch im englischsprachigen Raum akutelle
> Beiträge bezüglich meines Anliegens gefunden habe, dachte ich mir, dass
> ich einen neuen Thread eröffne. Es geht im Wesentlichen um die Zukunft
> der Hardware- bzw. Elektronikentwicklung.

Es gibt keine Zukunft der Hard- bzw. Elektronikentwicklung.
Ich lasse schon seit ca. 2005 meine Schaltungen von einem kleinen 
selbstgeschriebenen "KI"-Programm designen. Die Ergebnisse sind kompakt, 
robust, und funktionieren perfekt, nur werden die Komponenten oft in 
einer vollkommen unkonventionellen Weise verschaltet, so dass man nicht 
überblicken kann, warum sie funktionieren. Aber Simulation und Praxis 
zeigen, dass es hervorragend klappt.
Ich dachte, was ich da geschrieben habe, wäre trivial. Etwa 5 Jahre 
später fingen dann "wissenschaftliche" Veröffentlichungen dazu zu 
sprießen an. Google mal mit den Stichworten evolutionary algorithms 
circuit design. Dann weißt du, dass du keine Zukunft hast. 
Energietechnik, aber vor allem Elektronik ist ja eigentlich auch nur 
Modelleisenbahn für Erwachsene, also Spielkram. Wenn du weiter damit 
spielen willst, empfehle ich, parallel noch Machine Learning und Big 
Data zu studieren. Beides in Kombination kann dir die Zukunft der 
Hardwareentwicklung eröffnen. Machine Learning geht aber eher nicht auf 
Mikrocontrollern.

von JeanClaudeVanDamme (Gast)


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Hey @Cyblö D.,

danke für die Antwort! Genau das ist auch meine Befürchtung gewesen, 
nämlich, dass zukünftig Algorithmen die Entwicklung und das Testen der 
Hardware übernehmen werden und dem Entwickler wenn schon nur noch eine 
Tätigkeit als "Begutachter" zuteil wird.

Nun prinzipiell hätte ich nichts gegen eine Tätigkeit innerhalb der 
Softwareentwicklung. Wichtig ist mir nur, dass ich in irgendeiner Art 
und Weise ein Produkt entwickle. Bei der Softwareentwicklung liegen 
meine klaren Schwächen hauptsächlich in der mangelnden Erfahrung. Ich 
bin mittlerweile 23 Jahre alt und habe lediglich marginale Kenntnisse in 
Python. Bei C/C++ sieht es schon bisschen besser aus, aber mehr als 
Hobbyprojekte und die Programmierung von Mikrocontrollern in Praktikas 
habe ich da auch nicht gemacht. Nun wüsste ich nicht, warum mich eine 
Firma als Softwareentwickler einstellen sollte, wenn es soviel bessere 
Konkurrenten geben sollte. Ich denke, dass ich selbst in den 2 Jahren 
des Masterstudiums nicht die selbe Erfahrung sammeln könnte, wie andere, 
die bereits mit 15/16 Jahren angefangen haben zu programmieren.

Könnte ich mit 23 Jahren und geringen Programmierkenntnissen innerhalb 
von 2 Jahren genügend Erfahrung sammeln, um im Bereich der 
Softwareentwicklung tätig zu sein?

von Wehrhafter Erwerbstätiger (Gast)


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JeanClaudeVanDamme schrieb:
> Könnte ich mit 23 Jahren und geringen Programmierkenntnissen innerhalb
> von 2 Jahren genügend Erfahrung sammeln, um im Bereich der
> Softwareentwicklung tätig zu sein?

Kommt drauf an, wo. Die meisten Software"entwickler" machen leider nur 
völlig hohles App- oder Webzeug in irgendwelchen Klitschen. Zwar 
mitunter nicht schlecht bezahlt, aber auf Dauer einfach nur langweilig. 
Spreche aus Erfahrung. Die interessanteren Stellen findest du in 
größeren Firmen, aber dort kommt man auch nicht so leicht rein. Ich 
denke, im Bereich Embedded Software könntest du gute Chancen haben.

von popelnder corona patient (Gast)


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Irgendwann wird alles automatisiert. Überlege bitte *bitte* in eine 
andere Richtung: Willst du die nächsten 40 bis 50 Jahre von Montag bis 
Freitag jeden Tag 8 Stunden vor dem Rechner hängen?

Würde ich nicht wollen!

von Schluss Gefolgert (Gast)


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JeanClaudeVanDamme schrieb:
> danke für die Antwort! Genau das ist auch meine Befürchtung gewesen,
> nämlich, dass zukünftig Algorithmen die Entwicklung und das Testen der
> Hardware übernehmen werden und dem Entwickler wenn schon nur noch eine
> Tätigkeit als "Begutachter" zuteil wird.

Ähm, ist es nicht wahrscheinlicher, das KI's die Entwicklung von 
Software übernehmen, als die Konstruktion von Hardware??!? 
Codegeneratoren sind schon seit über einen halben Jhrhundert auf dem 
Markt (Yacc, lex als UrUrUropas), ein paar Strings in einer x-beliebigen 
Programmiersprache sind von so eine KI schnell ausgeschissen, während 
man noch keine KI beim Löten,fädeln oder Abisolieren erwischt hat.

Zumal software schon an so simplen aufgaben wie Berechnung von 
Kabelbäumen für Flugzeuge fulminat scheitert: 
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/kabelsalat-im-a380-die-flugzeugbauer-von-airbus-haben-sich-total-verheddert-1383238-p2.html

von Qwertz (Gast)


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Wehrhafter Erwerbstätiger schrieb:
> Kommt drauf an, wo. Die meisten Software"entwickler" machen leider nur
> völlig hohles App- oder Webzeug in irgendwelchen Klitschen. Zwar
> mitunter nicht schlecht bezahlt, aber auf Dauer einfach nur langweilig.
> Spreche aus Erfahrung.

Meistens eher schlecht bezahlt (Startup oder KMU) und auf Dauer eher 
langweilig.

> Die interessanteren Stellen findest du in
> größeren Firmen, aber dort kommt man auch nicht so leicht rein. Ich
> denke, im Bereich Embedded Software könntest du gute Chancen haben.

Vollkommen richtig.

von Schluss Gefolgert (Gast)


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JeanClaudeVanDamme schrieb:
> Könnte ich mit 23 Jahren und geringen Programmierkenntnissen innerhalb
> von 2 Jahren genügend Erfahrung sammeln, um im Bereich der
> Softwareentwicklung tätig zu sein?

Da hatte doch der spiegel vor kurzem eine paar Stories:

https://www.bento.de/future/it-spezialistin-anna-hat-den-berufseinstieg-fuer-weiterbildungen-genutzt-a-26d9b440-ac42-4550-a27c-f5bdc45f0f50

https://www.spiegel.de/karriere/programmieren-lernen-wie-man-in-zwoelf-wochen-programmierer-wird-a-972e420d-2524-40c0-8022-ed1128df38e3

von elo (Gast)


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Die Sache ist das die Automatisierung in allen Bereichen zuschlagen 
kann.
Theoretisch ist so mehr oder weniger alles möglich. Wo sollte man denn 
noch einen Mensch brauchen wenn eine KI die ggf. nicht mal eine richtige 
KI ist deutlich besser Big Data und alles verwalten und rentabel 
ausgeben kann?
Warum sollte es nicht irgendwann eine Software beherrschen auf Grundlage 
von eine Spracheingabe ein entsprechendes Hardwareprodukt zu entwickeln?
Am Ende ist nahezu alles auf einzelne logische Gedankenschritt 
rückführbar und logisch kann ein PC eben auch...

Auf der anderen Seite dachte man wohl schon vor 100 Jahren das der 
Mensch bald nicht mehr arbeiten braucht und alles durch Maschinen 
ersetzt wird usw.
Passiert ist das nicht...
Vielleicht wird alles nur deutlich beschleunigt und die Mitarbeiter 
werden trotzdem benötigt? Wer weiß wer weiß.

Daher würde ich sagen mach das was dich interessiert, bis ans Lebensende 
wirst du in dem Bereich sowieso nicht tätig sein und der Rest läuft 
unter allgemeinem Risiko. Das haben alle anderen aber auch

von Dienstleister (Gast)


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Die einzig sicheren Berufe sind Dienste am Menschen! Selbst wenn mal 
überall Roboter rumfahren, wird es viele geben, die es im Restaurant, im 
Altersheim, im Kindergarten oder im Freudenhaus weiterhin mit einen 
Mensch aus Fleisch und Blut zu tun haben.
Dann mal ran an den Speck!

von Steven Seagal (Gast)


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Schluss Gefolgert schrieb:
> JeanClaudeVanDamme schrieb:
>> Könnte ich mit 23 Jahren und geringen Programmierkenntnissen innerhalb
>> von 2 Jahren genügend Erfahrung sammeln, um im Bereich der
>> Softwareentwicklung tätig zu sein?
>
> Da hatte doch der spiegel vor kurzem eine paar Stories:
>
> 
https://www.bento.de/future/it-spezialistin-anna-hat-den-berufseinstieg-fuer-weiterbildungen-genutzt-a-26d9b440-ac42-4550-a27c-f5bdc45f0f50
>
> 
https://www.spiegel.de/karriere/programmieren-lernen-wie-man-in-zwoelf-wochen-programmierer-wird-a-972e420d-2524-40c0-8022-ed1128df38e3

Das sind Programmieräffchen.

von Qwertz (Gast)


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Dienstleister schrieb:
> Die einzig sicheren Berufe sind Dienste am Menschen! Selbst wenn
> mal überall Roboter rumfahren, wird es viele geben, die es im
> Restaurant, im Altersheim, im Kindergarten oder im Freudenhaus weiterhin
> mit einen Mensch aus Fleisch und Blut zu tun haben.
> Dann mal ran an den Speck!

Sicher? Es gibt doch in diesem Bereich bereits genügend Ansätze in 
Richtung Automatisierung: beispielsweise Pflegeroboter, Sexpuppen, 
Restaurants mit Selbstbedienung, SB-Kassen im Supermarkt, alles mögliche 
kann man online machen wie Online Banking oder virtuelle Behördengänge, 
etc.

von Dienstleister (Gast)


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Ja, aber es wird Leute geben, die Wert darauf legen, weiterhin von einem 
Menschen bedient zu werden. Oder die vom Schreiner das "gewisse Etwas" 
haben wollen. Oder sich von der Bäckereifachfrau persönlich die Brötchen 
einpacken lassen. In einer grauen Welt voller Roboter wird so etwas eine 
viel größere Rolle spielen als heute.

von Cyblö D. (cybloed)


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Schluss Gefolgert schrieb:
> Ähm, ist es nicht wahrscheinlicher, das KI's die Entwicklung von
> Software übernehmen, als die Konstruktion von Hardware??!?
> Codegeneratoren sind schon seit über einen halben Jhrhundert auf dem
> Markt (Yacc, lex als UrUrUropas),

Bist du so beschränkt, oder trollst du nur? yacc und lex sind keine 
Codegeneratoren, sondern Parser und Lexer zum Compilerbau.

> ein paar Strings in einer x-beliebigen
> Programmiersprache sind von so eine KI schnell ausgeschissen, während
> man noch keine KI beim Löten,fädeln oder Abisolieren erwischt hat.

Wer glaubt, dass Elektrotechniker hauptsächlich löten und abisolieren, 
glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten. Man, man, man, in 
welcher Welt und welchem Jahrhundert lebst du eigentlich?

von Schluss Gefolgert (Gast)


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Cyblö D. schrieb:
> Schluss Gefolgert schrieb:
>> Ähm, ist es nicht wahrscheinlicher, das KI's die Entwicklung von
>> Software übernehmen, als die Konstruktion von Hardware??!?
>> Codegeneratoren sind schon seit über einen halben Jhrhundert auf dem
>> Markt (Yacc, lex als UrUrUropas),
>
> Bist du so beschränkt, oder trollst du nur? yacc und lex sind keine
> Codegeneratoren, sondern Parser und Lexer zum Compilerbau.

Und ist ein Compiler letzlich ein Code-Generator oder nicht, du 
Blitzmerker?!
Genauso andere typische IT-Themen, wie Image processing, Textsatz (Latex 
und so), Webseiten erstellen - das ist inzwischen soweit auttomatisiert 
und mit Tools/Wizards aufgerüstet das es kein INF-Abschluss braucht, das 
können inzwischen auch Hinz, Kunz und Olga Raschaufsofa.

>> ein paar Strings in einer x-beliebigen
>> Programmiersprache sind von so eine KI schnell ausgeschissen, während
>> man noch keine KI beim Löten,fädeln oder Abisolieren erwischt hat.
>
> Wer glaubt, dass Elektrotechniker hauptsächlich löten und abisolieren,
> glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten. Man, man, man, in
> welcher Welt und welchem Jahrhundert lebst du eigentlich?

Im 21. Jhrh., du Sprücheklopper! Und wer spricht hier von 
Hauptbeschäftigung? Es genügen im Tätigkeitsfeld einige wesentliche 
praktische Tätigkeiten wie Prototypenaufbau, -benutzung, -maintenance um 
eine KI nutzlos zu machen. Und wenn es hart auf hart kommmt und alles 
durch KI automatisiert wird dann bleibt für einen ET-Hardwerker immer 
noch genug zum Brotverdienen übrig (und sei es eben Kabel und sonstige 
elektrische Verbindungen legen) während dem Softwerker letzlich nur das 
Drücken des reset-schalter für nen Reboot nach Update als Tätigkeit 
übrig bleibt. Und das werden die Elektrotechniker gerne für den 
Softwerker mitmachen ….

Nochmals, wer meint, er müsse von ET in die Informatik wechseln weil 
sonst die KI's die Arbeit wegnehmen, denkt komplett in die falsche 
Richtung.

von Rick M. (rick-nrw)


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Qwertz schrieb:
> Keiner kann dir eine Jobgarantie für die nächsten 40 Jahre geben (außer
> du wirst Beamter). Daher würde ich auf solche Prognosen nichts geben.
> Dich anpassen und ständig dazulernen wirst du im Beruf sowieso müssen,
> und das ist dann auch eine Art von Schutz.

Lebenslanges spezialisiertes lernen!

Suche Dir einen Bereich, der Dich interessiert und werde dort 
Spezialist!
Schaue dich rechts und links weiter um und werde dort gut!

von Cyblö D. (cybloed)


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Schluss Gefolgert schrieb:
> Und ist ein Compiler letzlich ein Code-Generator oder nicht, du
> Blitzmerker?!

Compiler generieren keinen Code, sie übersetzen Code, der vom 
Programmierer geschrieben wurde. Wenn du diesen Prozess unbedingt 
Codegenerierung nennen willst, meinetwegen, aber mit KI hat das absolut 
null zu tun.

Schluss Gefolgert schrieb:
> Im 21. Jhrh., du Sprücheklopper! Und wer spricht hier von
> Hauptbeschäftigung? Es genügen im Tätigkeitsfeld einige wesentliche
> praktische Tätigkeiten wie Prototypenaufbau, -benutzung, -maintenance um
> eine KI nutzlos zu machen. Und wenn es hart auf hart kommmt und alles
> durch KI automatisiert wird dann bleibt für einen ET-Hardwerker immer
> noch genug zum Brotverdienen übrig (und sei es eben Kabel und sonstige
> elektrische Verbindungen legen) während dem Softwerker letzlich nur das
> Drücken des reset-schalter für nen Reboot nach Update als Tätigkeit
> übrig bleibt. Und das werden die Elektrotechniker gerne für den
> Softwerker mitmachen ….

Du trollst anscheinend nicht nur, sondern bist wirklich weltfremd und 
beschränkt. Nochmal für dich zum mitmeißeln, E-Techniker sind nur in 
Ausnahmefällen mit dem praktischen Zusammenbau eines Designs 
beschäftigt, und sie werden dafür nicht gebraucht, denn das kann auch 
ein trainierter Affe oder ein Bestückungsautomat hinbekommen. In deinen 
Klitschen läuft es villeicht anders, ok.

von Schluss Gefolgert (Gast)


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Cyblö D. schrieb:
> Nochmal für dich zum mitmeißeln, E-Techniker sind nur in
> Ausnahmefällen mit dem praktischen Zusammenbau eines Designs
> beschäftigt, und sie werden dafür nicht gebraucht, denn das kann auch
> ein trainierter Affe oder ein Bestückungsautomat hinbekommen.

Nope!

> In deinen
> Klitschen läuft es villeicht anders, ok.

Schau, wir sprechen hier über Ingenieure in der Hardware-Entwicklung und 
nicht über irgendwelche Chinesischen Quasi-Strafgefangenen deren einzige 
Aufgabe das korrekte Einfädeln der Lautsprecherkabel in einem iphone 
ist. Und die müßen schon wissen wie Zusammenbauen funktioniert, schon 
weil sie ab und zu Prototypen zusammenbauen und mit der 
Serienüberleitung zu tun haben.

Und auch trainierte Affen können auch nicht sinnvoll mit 
Messinstrumenten umgehen, irgendwann werden sie vom Stromschlag getötet 
weil sie mal wieder ganz ihrer äffischen Natur versuchen mit dem Gerät 
zu kopulieren ...

Zusammengefasst:
ET-Ingenieure sind unter anderem mit Aufgaben befasst, die sich nicht 
durch KI ersetzen lassen. Das ist deren Berufsvorteil gegenüber 
Softwerkern.

von Joggel E. (jetztnicht)


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> Beruf: Hardware-/Elektronikentwickler


Ist kein Beruf, sondern eine Taetigkeit. Der Beruf dazu ist zB 
Elektroingenieur, oder Mechatoniker. Es gibt aber auch Seiteneinsteger 
welche auch noch etwas machen wollen/muessen/duerfen.

Es gibt nie eine Frage : entweder dies "ODER" das. Sondern immer "UND"
Also Embedded Systemes UND Energietechnik.
Immer "UND". Vielleicht nicht grad aufs Mal, aber sukzessive.

von Ex-Boygroupmember (Gast)


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JeanClaudeVanDamme schrieb:
> Ich wollte Euch hiermit einfach mal nach Eurer Einschätzung fragen. Wie
> bewertet Ihr die Zukunftsaussichten für Hardwareentwickler?
Mach nen Master in BWL und wechsel ins technische Projektmanagement.
=> mehr Aufstiegsmöglichkeiten, mehr Wechselmöglichkeiten
 => mehr Geld, mehr Weiber, mehr Yacht, mehr Rolex.

"Ich will Hardwareentwickler werden". Das ist das heutige "Ich will 
Lokomotivfüherer/Astronaut werden" wenn Klein-Fritzchen in der 
Lederhose, äh ne heute hat er diese Windelhosen aka Baggy-Pants an, nach 
seinem Berufswunsch gefragt wird. Werd mal erwachsen in der Birne, 
Hardwareentwicklung ist selbstgewählte Sklaverei und ewige Armut und 
Knechtschaft.

von Qwertz (Gast)


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Ex-Boygroupmember schrieb:
> Hardwareentwicklung ist selbstgewählte Sklaverei und ewige Armut und
> Knechtschaft.

Na da kenne ich aber wesentlich schlechter bezahlte Beruf mit widrigen 
Arbeitsbedingungen, die näher an deine Beschreibung herankommen. Als 
Hardware-Entwickler lebt es sich doch heutzutage in der Regel fürstlich.

von Thomas U. (thomasu)


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Ex-Boygroupmember schrieb:
> Hardwareentwicklung ist selbstgewählte Sklaverei und ewige Armut und
> Knechtschaft.

So würde ich das nicht hinstellen. HW-Entwicklung ist sehr interessant 
und finanziell lukrativ. Nur gibt es eben in DE immer weniger Stellen. 
Die Firmen bauen ab und lagern aus. Daher kann ich niemandem empfehlen 
heute noch Elektronik zu studieren. Das brauchen hier bald niemand mehr.

In den letzten 25 Jahren, in denen ich aktiv war, ist etw 60% der 
Elektronikenticklung in DE verschwunden, obwohl sie sich insgesamt fast 
verdreifacht hat! Der Zuwachs ist eben in Asien, wo nicht mehr nur 
produziert, sondern auch entwickelt wird.

Ein Beispiel: Firma S. beschäftigte 2000, als ich dort tätig war, 1 Büro 
in Shenzhen mit unter 10 Mitarbeitern, die die Elektronikfertigung 
steuerten. Gefertigt wurde an 2-3 Standorten und Zulieferern. 10 Jahre 
zuvor gab es in Shenzhen so gut wie nichts. Dort konnte man am Markt 
Fische kaufen. Es wurde damals noch überwiegend nach Deutschland 
geliefert. Am Standort in Erlangen hatte man angefangen, eine neue 
Produktion hochzuziehen.

10 Jahre später, so um 2010, gab es dort schon eine richtige 
Entwicklungsabteilung. Chinesesn wurde von dort sogar eingeflogen, um in 
Erlangen zu unterstützen. War so gewollt, bis Marquard kam. Auch bei BSH 
in Regensburg war das so: Elektronikentwicklung geteilt, Fertigung aber 
schon überwiegend im Ausland. Zusammenbau bei BSH schon in Polen bei 
Siemens noch in Erlangen.

Heute ist es 80%:20%: Das Meiste wird in China entwickelt und dort auch 
z.T. auch schon zusammengebaut. Der Stanrto Erlangen verliert immer mehr 
an Bedeutung und die Fertigung wird immer mehr reduziert und 
zurückgefahren. Entwickler wird man dort nur noch, über 
Zeitarbeitsfirmen.

Und die Gehälter der Neueinstellungen sind ein Lacher. Mein Sohnemann 
hatte mal erwogen sich in die Richtung zu bewegen, ich konnte ihm 
rechtzeitig abraten.

JeanClaudeVanDamme schrieb:
> Es geht im Wesentlichen um die Zukunft
> der Hardware- bzw. Elektronikentwicklung.
Die liegt in Asien!

von Dirk K. (knobikocher)


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Qwertz schrieb:
> Ex-Boygroupmember schrieb:
>> Hardwareentwicklung ist selbstgewählte Sklaverei und ewige Armut und
>> Knechtschaft.
>
> Na da kenne ich aber wesentlich schlechter bezahlte Beruf mit widrigen
> Arbeitsbedingungen, die näher an deine Beschreibung herankommen. Als
> Hardware-Entwickler lebt es sich doch heutzutage in der Regel fürstlich.

Sehe ich genau so.

Beitrag #6307167 wurde von einem Moderator gelöscht.
von CPU Historiker (Gast)


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Man sollte bedenken:
Die Elektronick-Branche ist sehr schnelllebig (wenn auch nicht ganz so 
schnell wie IT-Branche) und du wirst älter. Der Product Life Cycle von 
Bauteilen wird immer kürzer und dementsprechend hat auch das Wissen eine 
geringe Halbwertszeit. Das ist auch ein Grund, warum viele HW-Entwickler 
noch vor dem 50. Lebensjahr schon nicht mehr im Beruf sind.

Klar am Anfang ist das voll cool bei der geilen Technik den Durchblick 
zu haben und die Illusion zu haben, dass das was wert ist.
Bei der Embedded-SW Entwicklung ist die Halbwertszeit des Wissens 
deutlich länger. Man hat hier schon lange in C codiert und wird das auch 
noch lange so machen. Aber die, die das machen, sitzen mehr und mehr in 
Asien.
Gerade hat in meiner Stadt wieder ein Automobil-Zulieferer eine 
Verlagerung nach Asien angekündigt.

Entwickle einen Respekt vor dir selbst und steige nicht auf so eine 
tiefe Ebene hinab. Lerne die Welt und das wirkliche Leben kennen. 
Beschäftige dich mal mit Primitivismus, Minimalismus, Anarchien, 
Suffizienzgesellschaft und so.

von Sprücheklopfer (Gast)


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CPU Historiker schrieb:
> Die Elektronick-Branche ist sehr schnelllebig (wenn auch nicht ganz so
> schnell wie IT-Branche) und du wirst älter. Der Product Life Cycle von
> Bauteilen wird immer kürzer und dementsprechend hat auch das Wissen eine
> geringe Halbwertszeit.


> Klar am Anfang ist das voll cool bei der geilen Technik den Durchblick
> zu haben und die Illusion zu haben, dass das was wert ist.
> Bei der Embedded-SW Entwicklung ist die Halbwertszeit des Wissens
> deutlich länger.

ROTFL, mal versucht mit Kenntnissen in der Windows 3.1 Programmierung 
oder so sich zu bewerben? Mit Erfahrung in praktischer Schaltungstechnik 
geht der Jobwechsel deutlich einfacher, auch wenn die Schaltungstechnik 
seit 50+ Jahren bekannt ist.

Also die Halbwertszeit für Embedded Software KnowHow liegt wohl bei 10 
Jahren, bei Hardware bei 25+ Jahre.

von Dipl Ing ( FH ) (Gast)


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Kurz gesagt ...

VERGISS ES !!!

von Qwertz (Gast)


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Dirk K. schrieb:
> Sehe ich genau so.

Ich sehe, wir verstehen uns. Jemand muss den ewigen Unkenrufen der 
Trolle ja auch mal etwas Positives entgegensetzen. Ich sehe die Dinge 
lange nicht so pessimistisch, gerade Ingenieuren und Informatikern geht 
es in Deutschland doch in der Regel hervorragend.

von Rick M. (rick-nrw)


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JeanClaudeVanDamme schrieb:
> Wie bewertet Ihr die Zukunftsaussichten für Hardwareentwickler?

Bist Du ein Freak?
Hast Du zuhause ein kleines Elektroniklabor?
Oszilloskope, div. Messgeräte, Lötkolben, ...
Besuchst Du auf eigene Kosten Kurse - 1000€+
(..)

Ja, die gibt es, die kenne ich!

Wenn Du schreist - JA! Das bin ich!
Ja, Du hast beste Aussichten!

Falls nicht - eher nicht!

von JeanClaudeVanDamme (Gast)


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Nabend Leute,

zunächst einmal vielen lieben Dank für die zahlreichen Antworten! Nun 
ist es leider so, dass die Gemüter gespalten sind und ich mir immernoch 
kein richtiges Bild machen konnte. Ich werde dann nochmals Rücksprache 
mit den Studienberatern und Dozenten an meiner Uni halten, bevor ich 
mich dann entscheide.

Mich würde dann noch interessieren, in welchem der folgenden Sektoren 
der Elektrotechnik ihr zukünftig das größte Potential sieht und warum.

1. Energietechnik
2. Automatisierungstechnik
3. Embedded Systems
4. (Mikro-)Elektronik
5. Medizintechnik
6. Nachrichtentechnik

Beitrag #6307352 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Schluss gefolgert (Gast)


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JoachimInvestiertInDax10 schrieb im Beitrag #6307352:
> Rest weiß ich nicht. Medizintechnik gib es in DE so gut wie keine AGs.

Siemens HealthCare (MRT,CRT), Jenoptik (Augenlaser), Dräger, Heidelberg 
Engineering, … insgesamt sind in .de über 100k in Medizintechnik 
beschäftigt, da kann man wohl kaum von "so gut wie keine AG" sprechen.

https://www.spectaris.de/medizintechnik/mitglieder/

von Schluss gefolgert (Gast)


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JeanClaudeVanDamme schrieb:
> Mich würde dann noch interessieren, in welchem der folgenden Sektoren
> der Elektrotechnik ihr zukünftig das größte Potential sieht und warum.
>
> 1. Energietechnik
> 2. Automatisierungstechnik
> 3. Embedded Systems
> 4. (Mikro-)Elektronik
> 5. Medizintechnik
> 6. Nachrichtentechnik

Es ist Schwachsin nach Sektoren zu schielen, wichtig ist das KnowHow, 
insbesonders das domainunabhängige Wissen, das man in allen Branchen 
einsetzen kann. Geht's der einen Branche schlecht, wechselst du in die 
nächste. Medizintechnik und Elektroenergietechnik sind da die einzigen 
bei denen es Branchenfremde es etwas schwerer haben.
Aber letzlich brauchen die auch stinknormale HW-Entwickler und 
SW-Designer, für die ganzen regulatorischen Extras haben die ihre 
Spezies. Apropos regulatorische Extras, in der TO-Liste fehlen:

x.)Avionic
y.)telematic/Sicherheitstechnik
z.)Antriebstechnik

"Test und Zertifizierung" könnte man auch noch extra aufzählen, auch 
TÜV, EMV-Labore, Prüfanstalten und Gewerbeaufsicht suche Ingenieure.

von MaWin (Gast)


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JeanClaudeVanDamme schrieb:
> Wie bewertet Ihr die Zukunftsaussichten für Hardwareentwickler?

Gross, aber nicht unbedingt in Deutschland. Man sollte chinesisch 
lernen. Und man sollte etwas lernen, das sonst keiner kann, entweder 
high-tech oder effektives Produzieren. Das lernt man natürlich am Besten 
dort, wo es gemacht wird, also nicht in Deutschland. Alleine die 
(fabless) Chipindustrie, es gibt vielleicht 10 Firmen in Deutschland 
aber über 1000 in China. An der Finanzkraft liegt es nicht, aber am know 
how und Wagemut.

von ACDC (Gast)


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JeanClaudeVanDamme schrieb:
> und muss mir nun
> meine Mastervertiefung aussuchen.

HF Hochfrequenztechnik
Damit hat man in allen Bereichen einen Vorsprung.

von Andreas S. (marais)


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Die Ausbildung sollte so allgemein wie möglich sein - zu frühe 
Spezialisierung wäre ein Fehler. Als Elektroniker in die Medizintechnik 
zu kommen ist kein Problem, umgekehrt schon.

Speziell für den Standort Deutschland würde ich mal einen Blick auf 
Leistungselektronik werfen (fehlt in Deiner Liste).

An den grösseren Unis gibt's nicht nur diese Schwerpunkte, sondern 
ziemliche Wahlfreiheit. Elektronik gehört unbedingt dazu, 
Leistungselektronik wie schon erwähnt, Hochfrequenz mindestens als 
Nebenfach, etwas uElektronik, Regelungstechnik (ist sehr mathe-lastig 
und insofern ein Qualitätssiegel). Elektrische Maschinen und 
Theoretische Elektrotechnik gehört ins Grundstudium (das nennt sich 
jetzt wohl BSc, sonst extra Wahlfächer nehmen). Software musst Du auch 
können, lohnt sich aber nicht als Studienfach - das machst Du privat und 
im Praktikum. Mit so einem Portfolio bist Du auch heute gut gerüstet.

Beitrag #6307541 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Cyblö D. (cybloed)


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NichtsAlsDieWahrheit schrieb im Beitrag #6307541:
> Regelungstechnik (ist sehr mathe-lastig und insofern ein
> Qualitätssiegel).

Ein Studium der Regelungstechnik?? Das ist ja so als ob ein 
Bäckersjunge, der sich für was besseres hält, das Brezelsalzen studiert 
und die Anzahl der Salzkörner pro Brezel berechnet, weil das für den 
gemeinen Bäcker zu hoch ist.

Aber wenn du dich für ganz toll hältst und sonst keine negativen 
Auswirkungen aufgrund dieser Störung hast, ist ja alles gut.

Beitrag #6307563 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Dirk K. (knobikocher)


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Andreas S. schrieb:
> Die Ausbildung sollte so allgemein wie möglich sein - zu frühe
> Spezialisierung wäre ein Fehler. Als Elektroniker in die Medizintechnik
> zu kommen ist kein Problem, umgekehrt schon.

Sehe ich auch so. Eine aktuelle Stellenbeschreibung als Beispiel:

"Hardwareentwickler (m/w/d) für Traktionsbatterien und 
Batteriemanagementsysteme

...

Das zeichnet Sie aus:

Abgeschlossenes Studium im Bereich Elektrotechnik oder eine 
vergleichbare Qualifikation mit Berufserfahrung, ggf. ist ein 
Quereinstieg möglich, wenn Sie über gute Kenntnisse und 
Praxiserfahrungen in der Hardwareentwicklung verfügen"

Es ist nicht nach Automotive/Mechatronik oder einer sonstigen 
Spezialisierung gefragt. Einfach Elektrotechnik.

Ich bin als Nachrichtentechniker ziemlich einfach in die 
Hardwareentwicklung eingestiegen. Das ist also die einzige 
Vertiefungsrichtung, welche ich alternativ noch mit dem Ziel der HW 
Entwicklung empfehlen würde. Ein Platine ist nichts anderes, als 
Nachrichten irgend einer Form vorne rein und hinten Nachrichten einer 
anderen Form raus. :)

von Udo S. (urschmitt)


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Krisensicher:
Gas Wasser Scheiße Installateur.
Am besten noch eine Elektriker Ausbildung drauf.

SCNR

von Schluß gefolgert (Gast)


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Dirk K. schrieb:
> Ich bin als Nachrichtentechniker ziemlich einfach in die
> Hardwareentwicklung eingestiegen. Das ist also die einzige
> Vertiefungsrichtung, welche ich alternativ noch mit dem Ziel der HW
> Entwicklung empfehlen würde. Ein Platine ist nichts anderes, als
> Nachrichten irgend einer Form vorne rein und hinten Nachrichten einer
> anderen Form raus.

Hehehe, und wer als Nachrichtentechniker noch Rohrpostanlagen studiert 
kann, kann auch als Installateur für Rohre aller Art praktizieren. Ist 
ja auch nur Nachrichtenversand im GIGO-Prinzip (Scheisse rein -> 
Scheisse raus) ;-)

von Dieter (Gast)


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Qwertz schrieb:
> JeanClaudeVanDamme schrieb:
>> Am Liebsten würde ich die mich für die Elektronik entscheiden, da ich
>> zukünftig sehr gerne als Hardwareentwickler tätig sein und Schaltungen
>> designen/testen sowie Mikrocontroller programmieren würde.
>
> Dann mach das, ist doch eine klare Sache. Was man gerne macht, darin
> wird man mit etwas Talent normalerweise auch immer besser, das bringt
> dir dann auch Vorteile im Job.

Ich wollte das machen. Habe aber nie einen passenden Job gefunden und 
bin wo ganz anders gelandet, wo ich nicht zufrieden bin.

von Qwertz (Gast)


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Dieter schrieb:
> Ich wollte das machen. Habe aber nie einen passenden Job gefunden und
> bin wo ganz anders gelandet, wo ich nicht zufrieden bin.

Dann ändere das zum Positiven. Noch ist der Zug für dich nicht 
abgefahren.

von Manny Calavera (Gast)


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Und nachdem du 40 Jhre lang rund um die Uhr vorm Monitor gehangen hast, 
hole ich dich in Unterwelt. Allerdings werde ich dir dann kein gutes 
Angebot machen können ....

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