Optokoppler als Pegelwandler

Gast #6306696
Konstantin schrieb:
> Mir ging es jetzt auch allgemein mehr um das Schalten eines anderen
> Potential statt der eigentlichen Anwendung der galvanischen Trennung

Zu wenig Kontext, viel zu unkonkret.

Du könntest auch fragen, ob man einen Kipplaster benutzen kann oder was 
dagegen spricht. Versuche mal, mir diese Frage zu beantworten. Ok, ich 
gebe Dir etwas Kontext: Es geht darum, etwas zu transportieren.
#6306799
>Hey, ich kann man nicht einfach beidseitig Optokoppler statt
>Transistoren und Spannungsteiler nehmen? Was spricht dagegen?

Wo benutzt man denn üblicherweise einen Spannungsteiler in Zusammenhang 
mit einem OK?
Aber klar, Du kannst natürlich zwei OK im Gegentakt benutzen, wenn Dir 
der Mehraufwand Freude macht.
Gast #6306821
Konstantin schrieb:
> Optokoppler statt
> Transistoren und Spannungsteiler

Wenn man keine galvanische Trennung hat oder braucht leistet ein 
Transistor das gleiche wie ein Optokoppler, nur ohne den optischen 
Umweg. Und in vielen Fällen braucht man nicht mal den.

Georg
Gast #6307110
Konstantin schrieb:
> Mir ging es jetzt auch allgemein mehr um das Scahlten eines anderen
> Potential statt der eigentlichen Anwendung der galvanischen Trennung

Ich habe irgendwann zu Testzwecken zur Steuerung eines VFD-Displays 
Optokopplers als high side driver verwendet. Es funktioniert.
Angehängte Dateien:
#6307231
Man muss abschätzen, ob sich das lohnt.
Ich habe einen Lochstreifenleser aus der Germanium-Ära mit +1V/-10V - 
Pegeln mittels Optokopplern mit TTLs verbunden. Das wäre mit 
Transistoren wesentlich aufwändiger geworden. Und in diesem Fall kam es 
ja auch nicht auf die Geschwindigkeit an.
Gast #6307345
Karl B. schrieb:
> Ghostingeffekte bei Multiplexanzeige bekommst Du damit wohl kaum
> unterdrückt.

So weit bin ich noch gar nicht. Aber irgendwann wenn ich viel Zeit haben 
werde, werde ich es ausprobieren und darüber berichten. :-)
Bei der Testschaltung ging es mehr darum die Anzeige "kennen zu lernen", 
und so improvisiert. Habe nur deswegen gepostet, weil meiner Ansicht 
nach die Frage der TO beantwortet. ("um das Schalten eines anderen
> Potential statt der eigentlichen Anwendung der galvanischen Trennung")
#6307595
Ozvald K. schrieb:
> Harald W. schrieb:
>> Ozvald K. schrieb:
>>
>>> Ich habe irgendwann zu Testzwecken zur Steuerung eines VFD-Displays
>>> Optokopplers als high side driver verwendet. Es funktioniert.
>>
>> Normale PNP-Transistoren hättens wohl auch getan.
>
> Bist du dir sicher? Bei 5V Ansteuerung?

Wenn man sich clever anstellt, na klar. Z.B. so:
1
+35V o----*-------------*---- . . . 
2
          |             |
3
       .-----.          |e
4
       |  µC |--[Rb]--|< PNP
5
       `-----´          `-----> VFD (Grid/Anode)
6
          |
7
+30V o----*-- (µC GND)
8

9
  0V o------------------------> VFD GND


Wer sagt denn, daß das GND für das VFD und das GND vom µC das gleiche 
Potential sein müssen?
#6307650
>Wer sagt denn, daß das GND für das VFD und das GND vom µC das gleiche
>Potential sein müssen?

Ist in den meisten Fällen aber praktischer als Deine Krücke (damals in 
der Germanium-Zeit hättest Du damit Pluspunkte sammeln können) ...
Gast #6307678
Axel S. schrieb:
> Wer sagt denn, daß das GND für das VFD und das GND vom µC das gleiche
> Potential sein müssen?

Karl B. schrieb:
> Die Spannung an den Anoden wechselt bei meiner VFD-Clock
> zwischen Minus 18 Volt und plus 7,5 Volt.

Das erklärt dann die Spannungen bei Gustav von µC GND aus gemessen, 
oder?
#6307710
Axel S. schrieb:

>>> Normale PNP-Transistoren hättens wohl auch getan.
>>
>> Bist du dir sicher? Bei 5V Ansteuerung?
>
> Wenn man sich clever anstellt, na klar. Z.B. so:
>
>
1
> +35V o----*-------------*---- . . .
2
>           |             |
3
>        .-----.          |e
4
>        |  µC |--[Rb]--|< PNP
5
>        `-----´          `-----> VFD (Grid/Anode)
6
>           |
7
> +30V o----*-- (µC GND)
8
> 
9
>   0V o------------------------> VFD GND
10
>
>
>
> Wer sagt denn, daß das GND für das VFD und das GND vom µC das gleiche
> Potential sein müssen?

Wenn man das haben will, kann man auch einen zusätzlichen NPN zum
ansteuern des PNP verwenden.
#6307926
Jens G. schrieb:
>>Wer sagt denn, daß das GND für das VFD und das GND vom µC das gleiche
>>Potential sein müssen?
>
> Ist in den meisten Fällen aber praktischer als Deine Krücke

Albern.

Praktisch hast du eine Spannungsquelle mit 35V für das VFD und eine mit 
5V für µC & Co. Ob du die nun an ihren jeweiligen Minuspolen verbindest 
oder an ihren Pluspolen, ist doch vollkommen unerheblich. Und wenn die 
zweite Variante Unmengen an Transistoren spart (je einen pro Anode und 
Grid), dann macht man das natürlich so.

Wenn es dir dann besser geht, darfst du die Spannungen statt +35V, +30V 
und 0V (GND) auch so benennen: +5V, 0V (GND) und -30V.
#6308002
Axel S. schrieb:
> Und wenn die
> zweite Variante Unmengen an Transistoren spart (je einen pro Anode und
> Grid), dann macht man das natürlich so.

Hi,
genauso hatte ich es nämlich einmal gemacht.
Dogma Gemeinsame Masse (GND).
OK. Für Spannungsstabilisator-ICs wohl ein Muss.
Nur der LM317 für die Anodenspannung? schon grenzwertig. Also Müll.:-(
Und was erst spätestens bei Batteriepufferung auffällt:
Nach einer halben Stunde ist Batterie alle.
Die Transistorpegelwandler Pullup/Pulldown Rs ziehen
den 20-fachen Strom.
Fazit: Völliger Holzweg. Neu aufbauen und sich vom Denkschema im Kopf
von immer "gemeinsamer Masse" verabschieden.

ciao
gustav
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