Forum: PC Hard- und Software Festplatte Garantie überholtes Ersatzprodukt


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von Florian (Gast)


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Hi

Ich habe nun schon einige Male Festplatten von verschiedenen Herstellern 
in Garantie austauschen lassen. Meistens aufgrund von fehlerhaften 
Sektoren.
Meist sschreiben sie dann, dass das Austauschprodukt ein vom Hersteller 
überholtes und überprüftes Ersatzprodukt sein kann.

Was macht der Hersteller beim "Überholen"? Werden neue SCheiben 
eingebaut und neue Lese/Schreibköpfe? Oder werden nur die fehlerhaften 
Sektoren blockiert, der SMART Status und die Zeiten zurückgesetzt?

von wer (Gast)


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Florian schrieb:
> Was macht der Hersteller beim "Überholen"?

Eine Platte aus dem Stapel mit den Versandrückläufern nehmen, 
"Refurbished" Stempel o.ä. drauf machen, neu einpacken, versenden.

WARUM die Platte zurückgekommen ist darfst unter Umständen dann du 
rausfinden.

von Rolf M. (rmagnus)


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Florian schrieb:
> Ich habe nun schon einige Male Festplatten von verschiedenen Herstellern
> in Garantie austauschen lassen. Meistens aufgrund von fehlerhaften
> Sektoren.

Hmm, das ist mir noch nie passiert.

> Werden neue SCheiben eingebaut und neue Lese/Schreibköpfe?

Glaubst du das ernsthaft? Die Kosten dafür dürften den Neuwert der 
Festplatte deutlich übersteigen.

> Oder werden nur die fehlerhaften Sektoren blockiert, der SMART Status und die
> Zeiten zurückgesetzt?

Das würde ich stark vermuten.

von oszi40 (Gast)


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Nicht jede zurückgesendete Platte wird offensichtliche Fehler haben.
SMART-Wert auslesen ist bestimmt interessant, schützt aber nicht vor 
Enttäuschungen. Platte auf jeden Fall vollständig und gründlich 
formatieren (auch wenns einen Tag dauert) bevor man sie mit echten Daten 
beschreibt. Testprogramm  h2testw z.B. da 
https://www.heise.de/download/product/h2testw-50539

von Michael W. (Gast)


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Als wir seinerzeit noch sämtliche unserer Dienstrechner (bundesweit!) in 
unserer Werkstatt instand gesetzt haben, bekamen wir im 
Garantie-Austausch für defekte Platten häufiger auch 'refurbischte' 
zurückgeschickt - war dann erkennbar daran, daß das aufgeklebte Label 
auf dem Festplattengehäuse nicht mehr 'schwarzer Druck auf weißem Label' 
war, sondern grüner Druck auf weißem Label! Welche(r) 
Plattenhersteller das war(en), kann ich heute nicht mehr sagen.

Jedoch sind etliche dieser angeblich funktionstüchtigen Platten bei 
unseren obligatorischen Tests, welche jeder instand gesetzte Rechner 
durchlaufen mußte, wegen zu vielen Plattenfehlern wieder rausgeflogen...

Auch wir Werkstattkräfte haben uns oft gefragt, was & wie die da 
eigentlich getestet haben - auf jeden Fall waren die vorher auffälligen 
SMART-Werte zunächst mal 'so gut wie neu'. Zurücksetzen geht also 
irgendwie (oder einfach 'ne neue Elektronik drangespaxt...?). 
Zuverlässigkeit geht jedoch anders!

von ...-. (Gast)


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Michael W. schrieb:
> war dann erkennbar daran, daß das aufgeklebte Label
> auf dem Festplattengehäuse nicht mehr 'schwarzer Druck auf weißem Label'
> war, sondern grüner Druck auf weißem Label! Welche(r)
> Plattenhersteller das war(en), kann ich heute nicht mehr sagen.

WD

von Michael W. (Gast)


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...-. schrieb:
> WD

Sounds good...

von Nano (Gast)


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Das ist enttäuschend.

Wie stark muss die Platte denn beschädigt sein, damit man eine neue 
Festplatte als Ersatzgerät vom Hersteller bekommt?

von oszi40 (Gast)


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Nano schrieb:
> Wie stark muss die Platte denn beschädigt sein

Meine Euro-Palette 20GB-Platten hatte die Unart nach 3 Tagen vergesslich 
zu werden. Die andern, neueren hatten andere unteschiedliche Leiden. 
Manche brauchten Jahre um zu sterben, andere waren nach wenigen Tagen 
Totalausfall.

Bei Garantietausch bleibt natürlich die heikle Frage, wer dann die Daten 
in die Finger bekommt. Man sollte mal eine Datenrettung bei den 
"regenerierten Platten" versuchen. Es sind Wunder zu erwarten...

von wendelsberg (Gast)


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oszi40 schrieb:
> Meine Euro-Palette 20GB-Platten

Wo kriegt man die denn noch her?

wendelsberg

von Joachim B. (jar)


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Nano schrieb:
> Das ist enttäuschend.
>
> Wie stark muss die Platte denn beschädigt sein, damit man eine neue
> Festplatte als Ersatzgerät vom Hersteller bekommt?

vom Hersteller?
also meine DTLA von IBM musste der Händler ersetzen trotz IBM Garantie, 
nur konnte er keine DTLA liefern also bekam ich irgendwas, was er so auf 
Lager hatte.

von Nano (Gast)


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Joachim B. schrieb:
> vom Hersteller?
> also meine DTLA von IBM musste der Händler ersetzen trotz IBM Garantie,
> nur konnte er keine DTLA liefern also bekam ich irgendwas, was er so auf
> Lager hatte.

Gewährleistung != Garantie.

Garantie gibt's nur vom Hersteller und darüber handelt ja der Thread.

von Florian (Gast)


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Nano schrieb:
> Wie stark muss die Platte denn beschädigt sein, damit man eine neue
> Festplatte als Ersatzgerät vom Hersteller bekommt?

du bekommst nie "deine" Platte wieder. Ich hab schon öfters Platten 
eingeschickt, von versch. Herstellern. Der Vorgang war immer der selbe. 
Du sendest die Platte zu einem Lager in DE. Sobald deine Platte dort als 
eigegangen vermerkt wurde, bekommst du aus GB oder NL das selbe Modell 
zugesendet.

Die im Lager gesammelten Platten werden dann wohl palettenweise 
irgendwann zum Hersteller geschickt... der sie dann reförbischt

von Nano (Gast)


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Florian schrieb:
> Nano schrieb:
>> Wie stark muss die Platte denn beschädigt sein, damit man eine neue
>> Festplatte als Ersatzgerät vom Hersteller bekommt?
>
> du bekommst nie "deine" Platte wieder.

Schon klar, mir geht's um eine neue.


> Sobald deine Platte dort als
> eigegangen vermerkt wurde, bekommst du aus GB oder NL das selbe Modell
> zugesendet.

Und diese andere Platte ist dann refurbished aber nicht neu, richtig?

von MiWi (Gast)


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Nano schrieb:
> Das ist enttäuschend.
>
> Wie stark muss die Platte denn beschädigt sein, damit man eine neue
> Festplatte als Ersatzgerät vom Hersteller bekommt?



Wie schaffst Du es das Deine Platten innerhalb der üblichen 
HErstellergarantiezeiten so abgenudelt werden das Du neue brauchst? 
Baust Du mit denen ungekühlte 24/7 NAS?

Hier werden massig Platten verwendet (so um die 30, 40 Stk) und ich hab 
in den letzten 10 Jahren keinen einzigen Frühausfall gehabt.


Und nein, es ist nicht enttäuschend wenn Du keine Neuware bekommst die 
von anderen mitbezahlt werden muß.

von Jan H. (j_hansen)


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Nano schrieb:
> Florian schrieb:
>> Nano schrieb:
>>> Wie stark muss die Platte denn beschädigt sein, damit man eine neue
>>> Festplatte als Ersatzgerät vom Hersteller bekommt?
>>
>> du bekommst nie "deine" Platte wieder.
>
> Schon klar, mir geht's um eine neue.

Das hat doch nichts mit dem Umfang der Beschädigung zu tun. Ein defekter 
Sektor --> Refurbished als Austausch. Explodiert in tausend Teile --> 
Refurbished als Austausch. Warum sollte es hier einen Unterschied geben?

> Und diese andere Platte ist dann refurbished aber nicht neu, richtig?

Ja refurbished. Außer es gibt einen internen Grund, warum sie gerade 
kein refurbished Modell herumliegen haben.

von Nano (Gast)


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MiWi schrieb:
> Wie schaffst Du es das Deine Platten innerhalb der üblichen
> HErstellergarantiezeiten so abgenudelt werden das Du neue brauchst?

Es reicht doch schon, wenn das 6 Monate nach Kauf passiert, dann gilt 
bei der Gewährleistung Beweislastumkehr, die dir aber kaum gelingen 
wird.
Ab dem Moment brauchst du dann die Garantieleistung des Herstellers.

> Und nein, es ist nicht enttäuschend wenn Du keine Neuware bekommst die
> von anderen mitbezahlt werden muß.

Ähm nur mal so zur Information. Der Hersteller hat aus meiner Sicht 
ordentliche Ware zu liefern, so dass die Platte mindestens 2 Jahre 
einwandfrei funktioniert.
Wenn die vorher kaputt geht, dann war die Ware nicht ordentlich und 
daher wäre es mehr als angemessen, dass man eine neue Platte als Ersatz 
bekommt.

Wenn der Hersteller seine Arbeit richtig macht, kommen auf zigtausend 
funktionierende Platten vielleicht eine schlechte und die Kosten muss er 
dann halt entsprechend einpreisen. Dafür zahlt man dann und kauft ein 
Markenprodukt.

von Joachim B. (jar)


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Nano schrieb:
> Gewährleistung != Garantie

ICH weiss das, nach 3 Jahren griff aber nur die Garantie, logischerweise 
fragte ich bei IBM an und die verwiesen mich an den Händler der die 
einschicken sollte, dort gab ich die Platte ab mit Empfangsbestätigung 
und Stempel, der Händler sollte sie also nach IBM einschicken, was er 
nicht tat. Das recherchierte ich 3 Monate nachden ich vom Händler immer 
wieder mit den Worten vertröstet wurde "IBM hat noch keinen Ersatz 
geschickt".
Auf Nachfrage bei IBM erfuhr ich das der Händler nie eine RMA mit dieser 
Seriennummer angefordert hatte.

Deswegen verging so viel Zeit, der Filialleiter der Kette wurde in 
dieser Zeit ersetzt und der Nachfolger wusste nichts von meiner Platte, 
die blieb verschollen.

Kurzum, Garantien können für den A. sein.

von adian (Gast)


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MiWi schrieb:
> Hier werden massig Platten verwendet (so um die 30, 40 Stk) und ich hab
> in den letzten 10 Jahren keinen einzigen Frühausfall gehabt.

Na ja massen würde ich das nicht nennen das ist ja eine 4HE Storagenode 
:).
Mein alter Arbeitgeben hat Festplatten Europaletten weise Festplatten 
gekauft, zwei Dinge haben wir dabei gelernt.
  1.) Festplatten sind Verbrauchsmaterial, wenn du mehere 100 davon hast 
fällt täglich eine aus, egal welcher Hersteller.
  2.) Festplatten fallen entweder am Anfang aus oder halten ewig, wir 
haben daher ein Burn-In-Test für jede Festplatte gemacht und wenn die ca 
1000 Std überlebt hat, kamm sie ins RZ.

von Rolf M. (rmagnus)


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Nano schrieb:
> MiWi schrieb:
>> Wie schaffst Du es das Deine Platten innerhalb der üblichen
>> HErstellergarantiezeiten so abgenudelt werden das Du neue brauchst?
>
> Es reicht doch schon, wenn das 6 Monate nach Kauf passiert, dann gilt
> bei der Gewährleistung Beweislastumkehr, die dir aber kaum gelingen
> wird.

Du meinst, dann endet die Beweislastumkehr.

>> Und nein, es ist nicht enttäuschend wenn Du keine Neuware bekommst die
>> von anderen mitbezahlt werden muß.
>
> Ähm nur mal so zur Information. Der Hersteller hat aus meiner Sicht
> ordentliche Ware zu liefern, so dass die Platte mindestens 2 Jahre
> einwandfrei funktioniert.

Das mag deine Sicht sein, aber es ist eher nicht die des Gesetzes.
Bei der Garantie gibt's dafür keine allgemeingültigen Regeln.
Im Rahmen der Gewährleistung muss er soweit ich weiß entweder das 
defekte Teil reparieren oder vergleichbaren Ersatz liefern. Das muss 
nicht zwingend Neuware sein.

Nano schrieb:
> Wie stark muss die Platte denn beschädigt sein, damit man eine neue
> Festplatte als Ersatzgerät vom Hersteller bekommt?

Das musst du den Garantiebedingungen des Herstellers entnehmen.

von MiWi (Gast)


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adian schrieb:
> MiWi schrieb:
>> Hier werden massig Platten verwendet (so um die 30, 40 Stk) und ich hab
>> in den letzten 10 Jahren keinen einzigen Frühausfall gehabt.
>
> Na ja massen würde ich das nicht nennen das ist ja eine 4HE Storagenode
> :).

Mein "massig" war auch nur in Anbetracht der Ausgangsfrage formuliert 
und auf mein Büro (EPU) bezogen...

> Mein alter Arbeitgeben hat Festplatten Europaletten weise Festplatten
> gekauft, zwei Dinge haben wir dabei gelernt.
>   1.) Festplatten sind Verbrauchsmaterial, wenn du mehere 100 davon hast
> fällt täglich eine aus, egal welcher Hersteller.

Hm... die IT 2er Kunden kann diese Zahlen nicht bestätigen. einmal ca. 
500MA, einmal ca. 90MA. Plattendefekte sind selten, bei den 500MA 1 x 
alle 2 Woche, beim anderen einmal im Monat. Allerdings sind in den 
Laptops nur noch SSDs verbaut.

>   2.) Festplatten fallen entweder am Anfang aus oder halten ewig, wir
> haben daher ein Burn-In-Test für jede Festplatte gemacht und wenn die ca
> 1000 Std überlebt hat, kamm sie ins RZ.

Ja.

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