Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Objekttisch mit elektrischem Greifer und Ausstoß


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von Max B. (mabot)


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Hallo ihr lieben,
ich bin gerade in den ersten Phasen des Brainstormings zu einem 
Konstruktionsproblem innerhalb eines größeren Projekts.

Ich möchte in einer kleinen Kammer Objekte in ca. Münzgröße mit 
Druckluft oder vielleicht in Zukunft auch nass reinigen, also 
bestrahlen. Die Teile kommen über ein kleines Fließband in die Kammer 
und dann auf ein anderes Fließband, oder notfalls das selbe Fließband, 
ausgestoßen werden.

Stelle mir aktuell vor, dass die Objekte einfach auf den Objekttisch 
fallen, da für die Reinigung eingeklemmt werden und am Ende dann durch 
einen Stift wieder rausgeschoben werden.

Problem ist allerdings, dass natürlich die Tür der Kammer schließen 
können muss, also das Fließband nicht hineinragen kann.

Denke an so was wie zwei V förmige Backen die dann auf einander zu 
fahren und mit Lasterkennung und Endschalter beim Motor merken ob sie 
einen festen Griff auf das Objekt haben oder schon am Anschlag sind und 
sich das Objekt irgendwie rausgewunden hat. Weiß aber nicht wie ich das 
elegant auf kleinem Raum realisieren soll, da ich aktuell keine 
Werkstatt zur Verfügung habe und eigentlich nur 
automatisierungstechnische Katalogware benutzen soll.
Stehe also quasi noch bei Null.


Bin dankbar für jede Idee, Diskussion, sowie Vorschläge zu Konzepten 
oder Online Shops :)

von Max G. (l0wside) Benutzerseite


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Da könnten noch viele weitere Detailinformationen stehen, aber gehen wir 
mal von dem aus, was du geschrieben hast.

Klassisches Förderband wie an der Supermarktkasse ist schon lange nicht 
mehr Stand der Technik, weil die Werkstücke darauf keine definierte 
Position haben. Die sind nur sinnvoll, wenn ausschließlich Menschen 
daran arbeiten (oder Roboter, die die Position erkennen können). Und 
auch dann sind sie nur eingeschränkt gut, weil man beim Greifen 
hinschauen muss. Greifen ohne Hinschauen ist schneller.
Vorschlag: ersetze das Förderband durch eine Kette oder einen Riemen, 
der Halterungen für deine Objekte hat. Dann kannst du die Teile auch 
immer an die gleiche Position fahren, was reproduzierbares Reinigen 
ermöglicht. Ich nehme nicht an, dass du eine Heerschar an Arbeitern 
beschäftigst.

Statt Kammer wäre ein hohes, schmales Gefäß vermutlich sinnvoller. Dann 
kannst du mit deinem Werkstückträger von oben einfahren, in Bodennähe 
des Gefäßes reinigen und nach oben wieder ausfahren.

von Bastler (Gast)


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Max B. schrieb:
> Stelle mir aktuell vor, dass die Objekte einfach auf den Objekttisch
> fallen,

> Problem ist allerdings, dass natürlich die Tür der Kammer schließen
> können muss, also das Fließband nicht hineinragen kann.

Braucht es überhaupt eine Tür?

Wenn ja, und die Objekte eh fallen sollen, können sie auch durch eine 
geöffnete Tür fallen...

von Bastler (Gast)


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Ansonsten gibt es noch Rollenbahnen, Pusher, etc...

von Bastler (Gast)


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...und segmentierte Bänder...

Schreib doch mal genau, was Du überhaupt machen willst und tu nicht so 
geheimnisvoll.

von Dirk L. (garagenwirt)


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Max B. schrieb:

> Denke an so was wie zwei V förmige Backen die dann auf einander zu
> fahren und mit Lasterkennung und Endschalter beim Motor merken ob sie
> einen festen Griff auf das Objekt haben oder schon am Anschlag sind und
> sich das Objekt irgendwie rausgewunden hat.

Ich würde über Druckluftzylinder nachdenken. Im Klemm-Zustand ist die 
Kraft
durch den Druck vorgegeben.
Fällt das Objekt raus, fährt die Klemme komplett zu---> Endschalter 
erkennt den zustand und meckert

von Max B. (mabot)


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Danke für die tollen Vorschläge!
Hab leider vergessen zu erwähnen dass die Teile leider nicht einheitlich 
sind und auch ihre Ausrichtung immer zufällig ist.

Die Idee mit dem hohen offenen Zylinder finde ich spannend, weil man 
dann das Teil nicht halten muss, mir fällt nur kein Weg ein die 
zufälligen Teile vernünftig greifen und anheben zu können, die einzige 
Option wäre also sie rein fallen zu lassen.

Glaube um dann die Höhe des Aufbaus etwas zu beschränken würde ich 
lieber Türen statt der Höhe verwenden. Aber die Idee mit einer Kammer 
die nur wenig größer ist als das Objekt finde ich gut, das macht das 
ausladen deutlich einfacher. Dafür leider das gleichmäßige bestrahlen 
schwerer.


Pneumatik zum greifen finde ich auch sehr spannend aber die 
industriellen Teile dafür sind auch oft sehr teuer oder groß. Da müsste 
ich noch das eine Teil finden dass mich überzeugt.

Tue so "geheimnisvoll" weil ich mir selber noch sehr unsicher. Ich muss 
nur irgendwie kleine verschiedene Teile in eine Kammer bringen, für die 
Reinigung halten und vom Strahlmittel getrennt wieder auf ein Fließband 
bringen.

Denke gerade über ein Design nach wo die Backen zum klemmen auch 
zusammen linear fahren können die Teile in die Kammer zu ziehen oder mit 
nem Loch in einer Platte quasi als Ausgang auswerfen können.
Das wäre sehr langsam, aber würde mit nur einem Motor das fixieren und 
aufstoßen übernehmen können.

von Toby P. (Gast)


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Max B. schrieb:
> Hab leider vergessen zu erwähnen

den Verschmutzunggrad
die Verschmutzungsart
die Reinungsdauer
den benötigten Druck
...

von Toby P. (Gast)


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Es fehlt auch noch ob die Teile empfindlich sind, nicht zerkratzen 
dürfen

Meine Wenigkeit würde in Richtung Reinigungsfirma denken.

Unten ein Gitter oben ein Netz oder Gitter,. Luft wird von unten 
eingeblasen oben abgesaugt gefiltert und wieder unten eingeblasen. 
Beschickung über Schleuse oder Tür indem das untere Gitter sich dreht 
schiebt kippt oder gebeamt wird.

von Toby P. (Gast)


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Die firma soll ein Reinigungsturm sein.

von Frank B. (frank501)


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Ohne genau zu wissen, was für Teile das eigentlich sind:

Das Ausrichten der Teile kann man mit Hilfe von auf dem Förderband 
angebrachten Schienen erledigen, je nach verwendeten Teilen sehe ich das 
hier aber nicht als notwendig an.

Für die Türen würde ich über Schiebetüren nachdenken, die in seitlichen 
Führungen laufen und nach oben weg gezogen werden. Den Austrag von 
Flüssigkeit oder Strahlgut kann man durch eine passende Geometrie der 
unteren Endanschläge verringern.

Je nachdem wie empfindlich die Teile sind, würde ich sie auf ein 
waagerechtes Gitter fallen lassen, dort reinigen (eigentlich aus allen 
Seiten möglich) und nach der Reinigung einfach vom Gitter herunter 
schieben oder (vermutlich noch einfacher) das Gitter einfach drehen oder 
nach unten klappen.

Das untere Förderband bedarf da schon etwas mehr Aufmerksamkeit. 
vielleicht kann man ja ein Gitter- oder Kettenband nehmen, auf dem die 
Reinigungsflüssigkeit oder das Strahlgut nicht liegen bleiben. Die 
Durchführung muss dann nicht einmal dicht oder gar verschlossen sein. 
Wenn das Band leicht schräg nach oben verläuft, kann man es in einem 
Abtropftunnel laufen lassen, der weit genug nach oben reicht.

Für Pneumatikkomponenten empfehle ich, mal bei SMC vorbei zu schauen. 
Die haben eigentlich alles, was man fürs Materialhandling brauchen kann, 
auch in verschiedenen Größen. (Greifer, Zangen, Drehaktoren, 
Pneumatikzylinder mit Fuhrung der Schubstange etc.)

von Alexander K. (pucki)


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Ein normales Fließband reicht. Darüber machst du V-Förmig eine Führung 
die am Ende die in einer Röhre mündet. Diese Röhre steckst du in eine 2 
Röhre die an einer Hebelvorrichtung befestigt ist.

Beide Röhren mittig in die Reinigungskiste.

Die Münze fällt durch die Röhre und liegt relativ gleich an der 
richtigen Stelle. Eine Mechanik hebt nun die die Röhre an, so das 
Greifer (wenn gewünscht) die Münze greifen und reinigen können.

Danach wird die Münze aus der Kiste transportiert. Entweder durch den 
Greifer oder einfach nur durch ein 2. Fließband. Der Greifer ist zwar 
viel mehr Arbeit aber wessendlich sicherer.

Zusatzmöglichkeit :
1.) Ein Drahtschalter in der Röhre erkennt den Flug der Münze und stoppt 
das Fließband für die Münzen.

2.) Eine Querschiene mit hohen Aufbau richtig postiert, verhindert das 
die Münzen sich stapeln.

3.) Wenn du am Ende der Röhre eine Klappe mit einer Feder machst, kannst 
du danach in der Kiste die Hölle los lassen. (Sandstrahlen oder was auch 
immer )

Kleiner Tipp am Rande. Schau dir mal auf der Kirmis die 
Münzschiebe-Automaten an. Da ist ein ähnliches Prinzip (Ohne V weil man 
soll  ja wenig gewinnen) verwendet worden.

Steuern würde ich da ganze (wie immer fg) mit einen Arduino.

Gruß

   Pucki

: Bearbeitet durch User
von Toby P. (Gast)


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Toby P. schrieb:
> Unten ein Gitter oben ein Netz oder Gitter,. Luft wird von unten
> eingeblasen oben abgesaugt gefiltert und wieder unten eingeblasen.
> Beschickung über Schleuse oder Tür indem das untere Gitter sich dreht
> schiebt kippt oder gebeamt wird.


Alexander K. schrieb:
> Entweder durch den Greifer oder


Bei meiner Idee entfällt der Greifer. Die Saugluft zieht das Teil gegen 
das obere Gitter. Da kann man dann Bürsten und Borsten aus jedem 
Material montieren.

Das untere Gitter kann man auch in den Turm heben, dann entfällt sogar 
jede Tür oder Schleuse. Mit jedem Staubsaubger kann man das testen. Wenn 
der noch ne Regelung für die Saugstärke ist auch Intervallreinigen 
möglich.

von Alexander K. (Gast)


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Es kommt halt auf das Reinigungssystem an was er verwenden will.

Bei Nass-Reinigung wäre ein Gitter was in ein Wasserbad eingetaucht wird 
nicht schlecht. Dann Bewegung in das Wasser oder vielleicht sogar ein 
Düsenstrahl und das wars.

Bei einer Trockenreinigung gefällt mir deine Idee gut. Aber ich brauch 
die Maschine ja nicht. ;)


Gruß

  Pucki

von Toby P. (Gast)


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Alexander K. schrieb:
> Bei Nass-Reinigung wäre ein Gitter was in ein Wasserbad eingetaucht wird
> nicht schlecht. Dann Bewegung in das Wasser oder vielleicht sogar ein
> Düsenstrahl und das wars.

Oder du nimmst gegenläufige Bürsten (Nylon, Messing-, Stahladraht usw. - 
je nach Objekt). Da kann auch nur eine rotieren und das geht auch bei 
der Luftversion.

von Max G. (l0wside) Benutzerseite


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Die Dinger in eine Art Sandbad schleifen, ist keine Option? So was: 
https://de.wikipedia.org/wiki/Gleitschleifen
Da stören die unterschiedlichen Formen nicht. Und das Schleifmittel 
lässt sich einfach per Sieb entfernen.

von Patrick (Gast)


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gitterfließband und durch ein Ultraschallbad laufen lassen... Keine 
Ahnung was benötigt wird, daher wird fleissig geraten.

von Toby P. (Gast)


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Patrick schrieb:
> daher wird fleissig geraten.

Also ich find es nett, so ne Art brainstorming.

von Max B. (mabot)


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Toby P. schrieb:
> Patrick schrieb:
>> daher wird fleissig geraten.
>
> Also ich find es nett, so ne Art brainstorming.

Genau so seh ich das auch :D Vielen Dank! Richtig gute Ideen gibts hier.

Die Idee mit der vertikalen Röhre hab ich jetzt auch nen bisschen 
ausgearbeitet und schlage die mit vor. Daran gefällt mir richtig gut, 
dass man nen Wirbelstrom induzieren kann der vielleicht auch die Seiten 
des Objekts mit reinigt. Hab da nur nicht ganz verstanden wieso du die 
Luft von unten nach oben statt andersherum strömen lassen würdest?

Wasserbad mit oder ohne Ultraschall ist auch cool, aber etwas zu 
eingeschränkt in den Reinigungsoptionen, da verschiedene Teile 
verschiedene Anforderungen haben werden. Daher ist es cool eine offene 
Kammer zu haben in die man pure Luft, Luft mit Partikeln oder sogar 
Dampf oder Wasser einsprühen könnte.

Bürsten sind daher auch schwierig.

Das ganze ist nicht nur Endprodukt orientiert sondern auch eine 
Projektarbeit für mich, deswegen muss ich nochmal abklären ob ich dann 
meine Ausarbeitungen und Ideen wieder hier posten darf. Werd ich aber 
mal machen :)

Echt cool was für ein Wissen hier in diesem Forum mitliest und dann zur 
Hilfe kommen kann.

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