DC Filter Eingangsimpedanz Analyser

Gast #6316672
Lesenswert?

Hallo!


Viele Schaltungen rechnen mit der 1 MEGA Ohm Eingangsimpedanz um mit 
einem Kondensator als DC Filter zu benutzen.
Was aber mit zum Beispiel Spektrum Analyser, bei denen die 
Eingangsimpedanz nur 50 Ohm ist und kein DC vertragen. Wie geht man da 
am besten vor? Denn ein Hochpassfilter mit einer sehr tiefen fc von 
sagen wir 1 Hz ist schwer realisierbar mit 50 Ohm Eingangswiderstand.

Wie wird das gehandhabt ?

Beste Grüße
-Kev
#6376622
Lesenswert?

Kevin schrieb:
> Was aber mit zum Beispiel Spektrum Analyser, bei denen die
> Eingangsimpedanz nur 50 Ohm ist und kein DC vertragen.

Die 50 Ohm ist in der Regel nur die Anforderung der Leitung, die dann 
oft eine Koax-Leitung ist. Der Eingangsverstärker ist dann nach der 
Terminierung hochohmiger. Sind Leitungen im Spiel, so muß entsprechend 
dem Wellenwiderstand angepasst werden. Sonst treten Reflektionen auf.

Es müßte also möglich sein solch einen Spektrum Analyser hochohmig zu 
betreiben. Man muß dann nur den Wellensalat vermeiden.
mfg Klaus
Gast #6376925
Lesenswert?

Klaus R. schrieb:
> Kevin schrieb:
>> Was aber mit zum Beispiel Spektrum Analyser, bei denen die
>> Eingangsimpedanz nur 50 Ohm ist und kein DC vertragen.
>
> Die 50 Ohm ist in der Regel nur die Anforderung der Leitung, die dann
> oft eine Koax-Leitung ist. Der Eingangsverstärker ist dann nach der
> Terminierung hochohmiger. Sind Leitungen im Spiel, so muß entsprechend
> dem Wellenwiderstand angepasst werden. Sonst treten Reflektionen auf.
>
> Es müßte also möglich sein solch einen Spektrum Analyser hochohmig zu
> betreiben. Man muß dann nur den Wellensalat vermeiden.
> mfg Klaus

Aber wenn diese 50 Ohm zu Ground gehen, und erst danach der 
Eingangsverstärker hochohmig ist, dann bringt mir das doch nichts, oder? 
Denn mein IC kann keine 50 Ohm Last treiben. Um Reflexionen mache ich 
mir unter 1 MHz und bei geringer Kabellänge keine Sorgen. Nur um diese 
50 Ohm Last...
Gast #6377655
Lesenswert?

Kevin schrieb:
> Aber wenn diese 50 Ohm zu Ground gehen, und erst danach der
> Eingangsverstärker hochohmig ist, dann bringt mir das doch nichts, oder?
> Denn mein IC kann keine 50 Ohm Last treiben. Um Reflexionen mache ich
> mir unter 1 MHz und bei geringer Kabellänge keine Sorgen. Nur um diese
> 50 Ohm Last...

Dann muss man einen Verstärker mit hochohmigem Eingang verwenden, oder 
noch besser einen Aktivtastkopf. Genau dafür sind die da. Es gibt auch 
passive Tastköpfe für 50 Ohm-Eingänge (z.B. Tektronix P6158).

Wenn die Messung nicht im Pegel kalibriert sein muss und Oberwellen 
keine Rolle spielen, kann man ersatzweise auch einen 1:10-Teilertaktkopf 
für Oszilloskope anschließen. In jedem Fall muss man Vorsicht walten 
lassen, Eingänge von Spektrumanalysatoren sind schnell abgeschossen, 
besonders von breitbandigen.
#6378112
Lesenswert?

Der erste Mischer eines HF-Spektrumanalyzer hat einen Eingangswiderstand 
von 50 Ohm. Der ideale Betriebspegel am Mischereingang beträgt in der 
Regel -30dbm bei modernen Geräten auch mal -20dbm.
Bei höheren Pegeln steigen die Störsignale die der Mischer auf Grund 
seiner Eigenschaften selbst erzeugt schnell an.

Spätestens bei +13dbm am Mischer wird es brangefährlich.

Die Dioden im Mischer halten in der Regel nicht mehr als maximal 3-4V 
Sperrspannung aus.
Da ja der erste Oszillator auch schon 1V Pegel hat kommt man bei 1V 
Eingangspegel in der Summe schon auf solche Spitzenspannungen.

Es gibt zwar noch den Eingangsabschwächer der thermisch  oft bis zu 
einer Leistung von 1W belastbar ist, aber wenn man ausversehen bei solch 
einer Leistung am Eingang den Eingangsabschwächer rausnimmt, ist es um 
den Mischer geschehen.

Einzig reine NF Analyzer bis ca 100KHz haben Eingänge mit 1Mohm 
Eingangsimpedanz. Diese vertragen oft 10Veff am Eingang.

Ralph Berres

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren